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Thema: südschwedischer sommer

  1. #1
    Kurzvormabschussiger
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    Post südschwedischer sommer

    das wirkliche
    tritt auf die
    schleppe des traumes


    an der tür
    des rotbraunen hauses
    in der matten
    fremden luft
    trägt der tag
    keinen namen


    in dunstigen
    wogen umgibt mich
    leben


    die hände
    fassen starren wacholder
    blassgrüne flechten
    glatte steine
    meine hände
    vermögen nicht
    zu berühren


    doch am rande
    des gewohnten
    wird mir
    leichter zumute


    als ließe
    hier die erde
    den menschenfuß los

  2. #2
    Tochter aus gutem Hause
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    AW: südschwedischer sommer

    Mein Eindruck, liebe tinka, durchaus schwacher Text. Einer Deiner schwächeren. Die ersten beiden Strophen sind symptomatisch. Du weichst aus, Du suchst Dich noch zu sehr, hättest innehalten sollen und die Position des Ich eher bestimmen sollen. Zuerst das Ich bestimmen und dann schreiben. Hammerharter Anfang: das wirkliche. Bombastisch, zu gequält, da mag ich schon nicht mehr lesen. Die namenlosen Tage der zweiten Strophe versöhnen auch nicht. Dann erst ein zarter Versuch, ein Ich einzunorden, viel zu spät. Dann Aktion: Wachholder anfassen, vielleicht gut, aber wie fühlt er sich an? Will ich das jetzt noch wissen? Ich glaub nicht.


    herzlichst uis

  3. #3
    Kurzvormabschussiger
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    AW: südschwedischer sommer

    na ja, da hab ich was wieder rausgenommen: den sommerurlaub verbrachte ich mit einem "todgeweihten" (krebskrank im letzten stadium). als der tod nicht mehr in dem gedicht war, fehlte wahrscheinlich das wichtigste.

  4. #4
    Tochter aus gutem Hause
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    AW: südschwedischer sommer

    Dann setze mal den Tod wieder ein ins Gedicht, oder schick es mir zu, wenn Du meinst, es sei nicht für die öffentlichkeit bestimmt, denn Fragmentarisches lebt nicht, dieser Text aber braucht Athem.


    herzlichst uis

  5. #5
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: südschwedischer sommer

    So übel ist das nicht, auch nicht brachial-romantisch. Das verlorene Ich findet allmählich einen Halt. Die Wacholderberührung dünkt mir nachvollziehbar. Ich bin mir nicht sicher, ob der Tod als stets gewärtiger Gevatter tatsächlich die Verse korrelieren muß. Das Südschwedische allerdings verdiente etwas mehr Aufmerksamkeit. Glatte Steine und Zeitlosigkeit reichen da nicht.

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