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Ergebnis 1 bis 8 von 8

Thema: Eine Begegnung

  1. #1
    schreibt hier hin und wieder
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    Post Eine Begegnung

    Begegnung


    Es war einer jener tristen Tage, die nicht dazu geschaffen waren, Menschen glücklich zu machen. Der Himmel zeigte sich in drohend verhangenem Grau und Unfreundliches schien überall zu lauern.
    Schon der Morgen begann mit Ungemach, denn der Wagen versagte mir seine Dienste. Als wolle auch er an trüben Tagen nicht seine Arbeit verrichten. Ich war genötigt, den Bus zu nehmen und machte mich auf den Weg. Die Fahrt würde lange dauern. Länger und unkomfortabler als mit dem Wagen. Aber was blieb mir anderes übrig?
    Die Haltestelle war gleich um die Ecke. Also ging ich schweren Schrittes los und erreichte schnell mein ungewolltes Ziel. "Noch drei Minuten", dachte ich, zündete mir mehr zur Zeitüberbrückung eine Zigarette an und hing in Gedanken meinen Träumen nach. "Haben Sie Feuer?" riss mich eine angenehm dunkle Frauenstimme aus meinen Gedanken. Wie ertappt wendete ich mich der Stimme zu und was ich sah ließ mir mein geplantes "Na klar" nicht über die Lippen kommen. Mir war, als suchten ihre wachen Augen in den meinigen und ein wohliger Wärmeschauer ging durch meinen angewurzelten und gebannten Körper. Ihr schwarzes, langes Haar wehte wie das einer verwegenen Kämpferin im Wind. Ich stammelte ein flaues "ja" und suchte aufgeregt nach meinem Feuerzeug. Sie lächelte und ich fühlte mich wie ein Schuljunge, der sein Einmaleins verlernt hatte.. Dieses Lächeln! Ich versuchte mich ihrer sympathischen Grübchen und ihren vollen Lippen zu entziehen. Es wollte mir nicht gelingen. Unsere Blicke tasteten sich behutsam zu unseren Seelen vor und verlangten nach mehr. Ihr warmes Lächeln wandelte sich in Verlangen. Zeit und Raum schienen nicht mehr existent. Wir erkannten einander, waren uns nicht fremd und irgendwelche Grenzschlagbäume, wenn es sie je zwischen uns gab, waren eingerissen.
    Ein lautes Hupen warf uns zurück ins Leben. Der Bus. Mein Bus.
    Heute frage ich mich, warum ich einstieg. Wortlos mit einem verlegenen Lächeln. Ich fuhr danach noch öfter um diese Zeit mit dem Bus. Wiedergesehen habe ich sie nie. Dennoch ist sie immer gegenwärtig. Gerade an tristen Tagen.

  2. #2
    Bauer Hans
    Status: ungeklärt

    AW: Eine Begegnung

    Jaul, etwas Prosaisches! Und ach so traurig!

    Ein Scheißtag: "Also ging ich schweren Schrittes...

    Liebster Klaus, irgendwie lebst Du auf der Schattenseite des Universums, Düsterkeit lastet auf Dir. Schaffst Du es nicht in die Sonne?
    Nach Deinem Frühlingsgedicht hegte ich fast schon Hoffnung, Hormone würden jubilieren und Deine schwer gestörte Seele käme endlich ins Lot. Doch nun Obiges! Ja, wer seinen Bus nimmt und nicht das komfortable Automobil - welche Marke is es denn? -, der verpaßt das Leben. Die Botschaft, oder so ähnlich, kam an - aber, verzeih, irgendwie komisch.

  3. #3
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: Eine Begegnung

    lieber hühnerkopp:
    auf welcher seite des universums ich lebe,ist nun wirklich etwas,was du nicht beurteilen kannst.ebenso behaupte ich nicht,das du der spezies der flachschädel entspringst.
    verschiedene stimmungen zu beschreiben,sich in sie hineinversetzen, ungeachtet dessen,in welcher man sich gerade befindet,sollte jeder,der schreibt,in der lage sein.schreiben losgelöst von eigenem empfinden (wurde hier des öfteren angeprangert).
    wenn's für dich komisch ist,bin ich glücklich zu der erheiterung deines kleingeistigen gemütes beigetragen zu haben.
    das mit der schwer gestörten seele nehme ich dir äußerst übel.erstaunlich,dass soetwas jemand von sich gibt,der das hühnerficken sich protzig auf die fahnen schreibt.
    sei also ein wenig achtsamer in deinem wort.das ich männlichen geschlechtes bin,hat scheinends bei dir sofort einen negativen touch.ich bin eben kein huhn.
    du magst mich nicht und ich dich noch weniger.das sollten wir konstatieren und es dabei bewenden lassen.
    in keinem falle jedoch sollte es dazu führen,dermaßen dämliche anmerkungen anzufügen.
    du disqualifizierst dich nur mit deiner "andere erniedrigen um sich selbst zu erhöhen" -masche.
    erboste grüße
    (ps: nicht erbost über die "kritik". denn das ist keine.

  4. #4
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: Eine Begegnung

    Hallo Klüsel,


    deine Antwort an Hannemann spricht für sich...


    Dein Text wirkt in der Tat - vielleicht unfreiwillig - komisch. Du versuchst mit Allgemeinplätzen eine Stimmung zu erzeugen. Was ist an dem Tag schlecht, außer dass die Sonne nicht scheint und der Wagen liegen geblieben ist? Du verlässt dich auf deine Leser, nach dem Motto: sie werden schon deine Denk- und Schreibarbeit erledigen, weil sie sicher auch "solche" Tage kennen. Nein. So herum läuft der Hase nicht.


    Du weißt sicher was ich meine, sowas in der Art, irgendwie, auf jeden Fall, hm?


    Gruß von
    Trist

  5. #5
    Kurzvormabschussiger
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    AW: Eine Begegnung

    Hallo!


    Warum schlagt Ihr hier mit Worten aufeinander ein? Habe ich den Sinn dieses Forums, in dem ich nun schon eine Weile mitlese, missverstanden? Ich finde den Text nicht schlecht, wenn auch die Sprache ein wenig veraltet scheint, in einer Zeit, die doch wohl der heutigen entspricht. Es ist eben eine kurze Episode, wie jeder sie vielleicht erlebt haben könnte. Vielleicht sollte ich auch mal wieder mit dem Bus fahren.

  6. #6
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: Eine Begegnung

    Weil wir nur Worte haben, um auf schlechte Texte einzudreschen. Wenn ich Feuer machen könnte, dann wäre das fein!

  7. #7
    Tochter aus gutem Hause Avatar von Klammer
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    AW: Eine Begegnung

    Obwohl ich mir vorgenommen habe, in decariots Ordnern zu schweigen, (der sich, ich erinnere, doch tatsächlich nicht entblödete, mich als Nazi zu beschimpfen, was ich ihm nicht verzeihen kann) und sein Eingangstext in der Tat schwächlich und bedeutungslos ist, muss ich doch gegen "Ausrufezeichens" Einwand entschieden protestieren.
    In Deutschland wurden schon genug Texte (und Menschen) verbrannt. Kein Text, so schlecht er auch sein mag, hat dieses Schicksal verdient.
    Aber ein Traum - nikolaus-klammer.blog

  8. #8
    Fragezeichen
    Status: ungeklärt

    AW: Eine Begegnung

    Und Du, Dickes Beh, schreibst Du so gute Texte, dass Du dich über andere erheben darfst. Jeder Schreibende braucht Kritik, nur so kann er lernen. Ich selbst habe davon schon reichlich profitiert. Allerdings gibt es doch einige Höflichkeitsregeln, die gerade wir Schreiberlinge einhalten sollten, meinst Du nicht auch?


    Fragezeichen

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