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Thema: aufbruch

  1. #1
    schreibt hier hin und wieder
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    Post aufbruch

    hoffnungslosigkeit
    ist in die flucht
    geschlagen.
    keine seelenfinsternis
    an meinem horizont,
    der leichte weite
    nun verspricht.
    zerschmolzen
    ewig tiefe bleizeit.
    gelichteter traum erhebt,.
    verankert mich
    wiederentdeckt
    in dir.

  2. #2
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: aufbruch

    Hier zeigst Du ein Problem Deines Schreibens: Einesteils versuchst Du tiefgründig auszuleuchten, andernteils bist Du wohl nicht in der Lage, genau zu arbeiten. Das wirft Dich immer wieder zurück, was kompensiert wird durch den Willen, es besser zu können zu glauben. Der Wille per se ist mir recht, aber ist da auch der Wille zur Form? Attributierst Du Deinen Willen mit dem einzigen, der dem Dichter frommt?


    Hier in diesem text hast Du wieder dieses Perspektivenproblem. Da steht AN MEINEM HORIZONT. Das bedeutet eine Draufsicht. Aus dem Ich zu einem Du, das selbst keines sein kann, weil doch die Seele IN Dir sein müßte. SEELENFINSTERNIS ist ein schönes Wort, doch wie kömmt sie daher? Was ist das denn, eine Seelenfinsternis, die von irgendwoher betrachtet wird? Kann man das Dunkle sehen?
    Das Komma nach dem Wort HORIZONT ist eine Frechheit. Eine bewußte Leugnung der Grundregeln des Dichtens in einem kurzen Sinngedicht. Der Leser befindet sich noch bei anderen Sinnträgern und verliert nun vollends die Klarheit der Beziehungen. Wenn Du schon HOFFNUNGSLOSIGKEIT FLUCHT SEELENFINSTERNIS und WEITE zusammenstellst, dann in einer geraden Linie. Wenn nicht in einer geraden Linie, dann durch Bezugssysteme wie Präposition u.ä. in einen nachvollziehbaren Gedankengang. Das muß die Leistung eines Dichters sein, daß er auch nachvollziehbar macht und dem Leser nicht aufbürdet, was ihm selbst bestenfalls schwante.

    Ich erwarte einen zweiten Versuch. Dieser ist nichts. Aber ich erkenne hier dichterisches Potential.

  3. #3
    resurrector
    Status: ungeklärt

    AW: aufbruch

    Ein Ernten vor der Zeit ist es, dieses Wort: "Aufbruch". Wer will aufbrechen? Doch nur der, der etwas erwartet. Und das, was er erwartet, das soll sich erfüllen, eigentlich schon in dem Augenblick, in dem er aufbricht. Zappligkeit ist das. Titanentum.

    Einen zweiten Versuch blieb uns decariot schuldig. Ein Gespräch wollte er auch nicht sein.

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