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Thema: Zorn und Haß

  1. #26
    Mitgestalter
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    AW: Zorn und Haß

    Du sagst, wir hätten die freie Entscheidung. Doch Du glaubst nicht daran, diesen niemals ewigen Kampf in uns aufzugeben.

    Solange wir kämpfen müssen, besitzt das Gegenteil dessen, was wir zu sein glauben, eine Wirkung.

    Dem Ungenannten keine Wirkung einzuräumen, indem die Ursache nicht für wahr wahrgenommen wird, erklärt die Hierarchchie unserer Abwehrmechanismen gegen die Anwesenheit von Liebe im eigenen Herzen. Wenn sie nicht dort zu finden ist, kann sie nirgendwo gefunden werden. Anzunehmen, es seien zwei Welten in einem Herzen möglich, bedeutet im Grunde unsere Spaltung in gegensätzliche Ziele.

    Aus diese Spaltung wird die Illusion eines möglichen Gegenteils von Gott geboren. Daher finde ich den Begriff des Bösen schon böse. Ich ziehe den Begriff des Ungenannten vor, denn nur, was einen Namen hat, erhält damit eine Existenz. Es gibt kein Gegenteil - das ist die illusion.

  2. #27
    Kukak Löntroop
    Laufkundschaft

    Zorn und Haß im Clinch

    Es gibt in der Angelegenheit 'Zorn und Hass' das Problem der selbsterfüllenden Prophezeiung. Wenn man Schlimmes erwartet, förmlich danach sucht, wird die Wahrscheinlichkeit automatisch größer, dass auch etwas Schlimmes passiert. Oder auch nur, dass man ein 'Etwas nicht ganz so Schlimmes' als ein 'Ganz großes Schlimmes' einordnet.

    In Kombination mit Projektion und verletzter Seele: 'dicitur Exkrementa evadere'. (Püh, dafür habe ich 10 Min. gebraucht. Ich finde, lateinische Radebrecher in den Text gestreut, geben der Angelegenheit ein scheinintellektuelles Äußeres und lächerliches Inneres.)

    Der Causa knaxus ist die Eigendynamik von Hass. Hass zu zeigen ist einfacher, als Liebe. Das ist ein allgemeines Problem des Guten. Das Gute ist langweilig und mit Verantwortung belastet. Hass ist attraktiver, mit weniger Zweifeln verbunden, Hass verspricht eine Art Sicherheit, einen aufregenden Standpunkt. Ohne Eigenleistung! Liebe hingegen wartet mit Unsicherheit und Zweifeln auf. Mit Verletzbarkeit und Öffnen. Hass muss nicht denken. Liebe muss es.

    Hass ist eindeutig: Du bist ein Schwein! Und deswegen hast du meinen Hass verdient.
    Liebe drückt sich da ambivalent aus: Du bist ein Schwein! Und deswegen brauchst du Liebe.

    Aber wie, ohne selber infiziert zu werden.

    Hinzu kommt das Diktat der 'Lügenpresse', permanente Schlagzeilen zu kreieren. (Ist schon komisch. Wenn die Lügenpresse lügt, immerhin wurde dieser Begriff von der Lügenpresse verbreitet, sagt sie dann die Wahrheit?)

    Und da ist es natürlich besser, nicht zu schreiben: Leute, eine gute Nachricht: 'Nichts Aufregendes passiert', sondern dem Leser sein Hirn mit Panik und Hysterie aufzufüllen, bis kein Platz mehr für die Liebe bleibt.

    Trotzdem zu Lieben ist die Kunst.

  3. #28
    Mitgestalter
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    AW: Zorn und Haß

    Zitat von Kukak Lööntroop:


    "Es gibt in der Angelegenheit 'Zorn und Hass' das Problem der selbsterfüllenden Prophezeiung. Wenn man Schlimmes erwartet, förmlich danach sucht, wird die Wahrscheinlichkeit automatisch größer, dass auch etwas Schlimmes passiert. Oder auch nur, dass man ein 'Etwas nicht ganz so Schlimmes' als ein 'Ganz großes Schlimmes' einordnet."


    Was zur Wahl von D.T. irgendwie passt. Die Energiemenge, die in eine "Eigenschaftspartition" investiert wird, könnte die oben erwähnte Automatikfunktion verursachen.

    Was wr ablehnen, ziehen wir magisch an. Es gibt aber auch die neutrale Betrachtungsform, in der alle Beteiligten etwas gelernt haben werden.

    Der "Clinch" entsteht zumeist durch "Ablehnung" - ob Mensch, Nation, Religion, Gedanke, Ansicht, Gefühl oder Angst - etwas erscheint nicht annehmbar und durch die Abwehr investieren wir "Konfliktenergie" in die "Partition" Zorn.

    Sobald jedoch ein Staubkorn vor der Sonne unseren Miissmut weckt, betritt das abwehrbereite Ego die Arena und beginnt seinen Feldzug gegen alles Andersdenkende. Nicht annehmbar sind Dinge immer für das Ego, weshalb auch nur das Ego in den Clinch zieht.


    Was hinzukommt, wird hier schön gesagt:

    Zitat von Kukak Löntroop:

    Liebe drückt sich da ambivalent aus: Du bist ein Schwein! Und deswegen brauchst du Liebe.

    Ist das Wesen des Hasses und des Zorn im Prinzip nur ein Hilferuf nach Liebe?

    So ist eigentlich die Grundfrage, ob wie Zorn / Hass oder Liebe / Mitgefühl als "Partition" wählen, in die wir "Energie investieren".

    Leider sehen wir nur auf die physischen Aspekte der Entwicklung. Emotional und mental wird leichter ersichtlich, es im Prinzip mit drei Partitionen "zu tun" zu haben:

    Annahme / Liebe
    Ablehnunng / Zorn und Hass
    Neutralität / Aufhebung der Ebenenverwechsung und Quellanbindung in der Ursachenwelt


    Die Ursache für das scheinbare Fehlen von Liebe ist die fehlende Quellverbindung. Werden diese Ebenen "zurechtgerückt", dann ist dem Mangel an Liebe automatisch abgeholfen.


    Schon mit dem Betreten des jeweiligen Partitionskorridors entstehen gewisse Möglichkeits- und Unmöglichkeitshorizonte.

    Daher ist die oben gestellte Frage nicht unwesentlich: "Aber wie, ohne selbst infiziert zu werden?"


    Es wäre wichtig, hinter den Schreikindern schon das Selbst leuchten zu sehen. Was ist eigentlich der Vorteil von Ego-Schreikindern in den globalen Schaltzentralen?

    Sie erinnern uns daran, dass wir immer zwischen Liebe und Hass entscheiden - eigentlich bei allem, was wir tun.

    Daraus entstehen zwei Geistpartitionen - das Ego und das Selbst. Worin investieren wir nun a: wie lange, b: wie viel, c: mit welcher Impulsintensität unsere Lebensenergie? Und d: Auf welcher Ebene wählen wir, wirksam sein zu wollen?

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