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Thema: Klagelied eines Blindenhundes

  1. #1
    kls
    Status: ungeklärt

    Post Klagelied eines Blindenhundes

    Klagelied eines Blindenhundes


    Im Frühling sind die Menschen freundlich,
    und die Damen riechen gut
    letzte Nacht, da träume ich
    von Dorothea und von Ruth.


    die anderen 200 Strophen sind genau so gut.

  2. #2
    Bauer Hans
    Status: ungeklärt

    AW: Klagelied eines Blindenhundes

    Frühlingslüftchen


    Nun ist vorbei der kalte Wintern,
    die laue Lüfte säuseln durchs Revier,
    und scharfe Hunde küssen sich den Hintern.


    Doch wer küßt mir?

  3. #3
    Kurzvormabschussiger
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    6.April 2003
    Beiträge
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    Renommee-Modifikator
    0

    AW: Klagelied eines Blindenhundes

    Die Sonne die hat warm gelacht
    und ich hab nur an eins gedacht
    wo ich den nackten Körper mein
    plaziere für ein Stelldichein


    PUNKT

  4. #4
    Tochter aus gutem Hause
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    5.October 2000
    Ort
    Bad Füssing
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    998
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    22

    Post AW: Klagelied eines Blindenhundes

    Hund Georg


    Wau wau macht er, hübsch anzuschaun,
    der gute, dicke Hund,
    wau wau und hebt am Gartenzaun
    gemächlich mal sein linkes Bein,
    Buschröschen anzupissen.
    Er pinkelt sicher eine Stund.


    Du guter Hund, ist Frühling now,
    doch du machst dauernd nur wau wau
    und schiffst auf Blumenkissen.

  5. #5
    schreibt hier hin und wieder
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    19

    Post AW: Klagelied eines Blindenhundes

    Ach, oh!


    So mag der Lenz mich denn verhöhnen, der so frühe
    Mit erstem Licht die Stirne sonnig überzieht
    Oh starkes Sehnen nach dem Winter, ich verblühe
    In Frost und Traurigkeit, die niemals mehr entflieht.


    Das Herz es weigert sich, vom kalten Bild zu lassen.
    Ich hab genug vom Kampf, vom Streben, vom Gesicht
    des ganzen Lebens, das so schwer ist zu erfassen,
    Als Märchen taugt es doch nicht, ich verzicht'.

  6. #6
    Kurt T.
    Status: ungeklärt

    Post AW: Klagelied eines Blindenhundes

    Das Lenzsymptom zeigt sich zuerst beim Hunde,
    Dann im Kalender und dann in der Luft,
    Und endlich hüllt auch Fräulein Adelgunde
    Sich in die frischgewaschene Frühlingsluft.


    Ach ja, der Mensch! Was will er nur vom Lenze?
    Ist er denn nicht das ganze Jahr in Brunst?
    Doch seine Triebe kennen keine Grenze -
    Dies Uhrwerk hat der liebe Gott verhunzt.


    Der Vorgang ist in jedem Jahr derselbe:
    Man schwelgt, wo man nur züchtig beten sollt,
    Und man zerdrückt dem Heiligtum das gelbe
    Geblümte Kleid - ja, hat das Gott gewollt?


    Die ganze Fauna treibt es immer wieder:
    Da ist ein Spitz und eine Pudelmaid -
    Die feine Dame senkt die Augenlider,
    Der Arbeitsmann hingegen scheint voll Neid.


    Durch rauh Gebrüll läßt sich das Paar nicht stören,
    Ein Fußtritt trifft den armen Romeo -
    Mich deucht, hier sollten zwei sich nicht gehören...
    Und das geht alle, alle Jahre so.


    Komm, Mutter, reich mir meine Mandoline,
    Stell mir den Kaffee auf den Küchentritt. -
    Schon dröhnt mein Baß: Sabine, bine, bine...
    Was will man tun? Man macht es schließlich mit.

  7. #7
    kls
    Status: ungeklärt

    Post AW: Klagelied eines Blindenhundes

    "Da!" Der Held übergibt mit zusammengebissenen Zähnen den Wanderpokal an Hannemann. Durch die Zähne vermeint man noch ein trotziges: "Aber Morgen..." zu hören.


    (stampfend nach rechts ab)

  8. #8
    Erich K.
    Status: ungeklärt

    Post AW: Klagelied eines Blindenhundes

    Besagter Lenz ist da


    Es ist schon so. Der Frühling kommt in Gang.
    Die Bäume räkeln sich. Die Fenster staunen.
    Die Luft ist weich, als wäre sie aus Daunen.
    Und alles andre ist nicht von Belang.


    Nun brauchen alle Hunde eine Braut.
    Und Pony Hütchen sagte mir, sie fände:
    die Sonne habe kleine, warme Hände
    und krabble ihr mit diesen auf der Haut.


    Die Hausmannsleute stehen stolz vorm Haus.
    Man sitzt schon wieder auf Cafeterrassen
    und friert nicht mehr und kann sich sehen lassen.
    Wer kleine Kinder hat, der fährt sie aus.


    Sehr viele Fräuleins haben schwache Knie.
    Und in den Adern rollt's wie süße Sahne.
    Am Himmel tanzen blanke Aeroplane.
    Man ist vergnügt dabei. Und weiß nicht wie.


    Man sollte wieder mal spazierengehn.
    Das Blau und Grün und Rot war ganz verblichen.
    Der Lenz ist da! Die Welt wird frisch gestrichen!
    Die Menschen lächeln, bis sie sich verstehn.


    Die Seelen laufen Stelzen durch die Stadt.
    Auf dem Balkon stehn Männer ohne Westen
    und säen Kresse in die Blumenkästen.
    Wohl dem, der solche Blumenkästen hat!


    Die Gärten sind nur noch zum Scheine kahl.
    Die Sonne heizt und nimmt am Winter Rache.
    Es ist zwar jedes Jahr dieselbe Sache,
    doch ist es immer wie zum erstenmal.

  9. #9
    kls
    Status: ungeklärt

    AW: Klagelied eines Blindenhundes

    Stimme aus dem off: "Sofort den Wanderpokal zu Tuchi, Gaius Homines, Du..."

  10. #10
    schreibt hier hin und wieder
    Registriert seit
    21.February 2003
    Beiträge
    249
    Renommee-Modifikator
    19

    Post AW: Klagelied eines Blindenhundes

    Die Sonne küsst
    die Lindluft strömt
    die Strömung in der Hose stöhnt!


    -----


    Der Frühling lacht
    der Halm, er weht
    sieh zu, wie alles an mir steht!


    ----


    Komm, lieber Kleiner
    komm zu mir
    gar lieblich Dinge zeig ich dir
    zeig dir die Früchtchen vor dem Herzen
    lass sie dich schmecken, lass dich scherzen


    Komm, lieber Schatz
    der Frühling naht
    mir ist schon heiss, ich weiss nicht Rat


    Sollt ich entblößen meinen Leib
    das alles endlich in dir schreit..


    Doch! Still! Die Vöglein jubilieren
    Halt inne!
    Lass uns des Windes Rauschen spüren.


    ---
    Noch mehr? Besser wohl nicht!

  11. #11
    Kurzvormabschussiger
    Registriert seit
    6.April 2003
    Beiträge
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    Renommee-Modifikator
    0

    Post AW: Klagelied eines Blindenhundes

    In der Nacht
    bin ich
    erwacht
    denn die Frieda
    suchte sacht
    meinen Sinnen
    zu verkünden:
    Lass Sünden
    uns entzünden
    denn in der Nacht
    es die meiste
    Freude macht.




    Sanft im süßen
    Schlaf verwoben
    hat er doch
    das Lid gehoben
    leichtes Grollen
    aus dem Bauch
    vertonen Lippens
    klangvoll Hauch
    mit schnalzend
    schmatzend Zungenschlägen
    prologiert er
    nächste Beben




    Wenn du wild
    und willenlos
    sitzt
    auf meinem feuchten
    Schoß
    kann ich nur
    noch eines denken
    lass uns unsre Lüste
    schenken


    Wie die Sinne
    mir jetzt
    schwinden
    weil sich Bilder
    in mir
    winden
    Bilder blanker
    Sinnlichkeit
    zeugen wilde
    Lüsternheit




    Reim-Schleim ...PUNKT


    P.S. Beschwerden bitte gleich an den unvollendeten Vollmond GalaxieVII, Milchstr. 11


    PUNKT

  12. #12
    kls
    Status: ungeklärt

    Post AW: Klagelied eines Blindenhundes

    Grippe, Husten, Heiserkeit
    Mittelohrentzündung. Blöde Jahreszeit.
    Sinusitis, Muskelkater, Kopfschmerzen
    Und leise Stiche Nähe Herzen!


    Heizkostenendabrechnung, Steuererklärung,
    Stromabschlagserhöhung für Dich und mich,
    zyklischer Verfall der schwachen Währung
    - Die Selbstmorde häufen sich.


    Brüllende Vögel treiben es mit Hunden
    Rollige Katzen raunzen glücklich
    Eros schiebt eindeutig Überstunden
    Wer alleine ist merkt das nachdrücklich.


    Verliebte hier, Verliebte da! Eine ganze Herde
    Man sieht sie überall zu zweit.
    sie riechen nach Zitronen, Sex und Erde
    uns der nächste Winter ist noch weit.


    Schnappt sich den Pokal und verschwindet in der Dekoration...

  13. #13
    Bauer Hans
    Status: ungeklärt

    Post AW: Klagelied eines Blindenhundes

    Flatulenz auf Osterauen


    Läßt der Has es knallend schallen,
    ihm Eier aus dem Hintern fallen.




    ... und reißt die Trophäe wieder an sich.

  14. #14
    schreibt hier hin und wieder
    Registriert seit
    21.February 2003
    Beiträge
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    Renommee-Modifikator
    19

    Post AW: Klagelied eines Blindenhundes

    Frühlingsaufbruch
    ach schau an
    wie Frau und Mann
    ganz liebesam
    sich zugetan
    auf feine Weise
    und dabei gehn
    auf Auenreise


    Was suchen sie nur
    in den Auen
    Was ist es
    das sie wollen schauen


    Am End sich selbst
    in der Natur
    Ein Blitz durch ihre Körper fuhr
    Ein Krach
    ein Ach
    ein Weh
    ein Schmerz


    Jetzt pack ich dich
    mein liebes Herz!


    Schrei nicht laut
    auf diesen Wiesen
    wir wollens uns doch nicht verdießen


    Sei leise
    lieb und anschmiegsam
    dass ich voll auferstehen kann





    Krieg ich den Pokal jetzt auch mal? Sonst mach ich nimmer mit!

  15. #15
    Susi Sorglos
    Status: ungeklärt

    Post AW: Klagelied eines Blindenhundes

    Die schöne Marketenderin
    schaut gierig zu dem Ständer hin.


    Und wie der Ständer da so steht
    dem Mädchen durch die Sinne geht


    Nun fängt der schöne Frühling an
    und ich hab immer noch kein Mann


    Und in des Frühlings erster Schwüle
    bekommt sie lüsterne Gefühle.


    Es hilft kein dichterisch Gewäsche
    An diesen Ständer muss die Wäsche.


    Von der Erkenntnis ganz ernüchtert,
    hängt sie die Wäsche eingeschüchtert


    im Garten auf den Wäscheständer
    und träumt von einem Marketender.

  16. #16
    kls
    Status: ungeklärt

    AW: Klagelied eines Blindenhundes

    Liebe Gegenströ


    Einen Pokal muss man sich erkämpfen. (Hanneonkel würgend den Pokal hochzeigend) Ausserdem ist Dein Gedicht nicht erotisch genug. Es fehlt der Hinweis auf die zwangsläufigen Kreuzschmerzen. Das mit dem voll auferstehen geht in Ordnung...
    (Hanneonkel nebst Pokal in den Orchestergraben schubsend) So!


    S. Sorglos,


    nein, nein, nein und nochmals nein. So nicht! Bei aller Sorglosigkeit, liebe Susi:


    Marketenderinnen sind ausgestorben. Und als sie noch nicht ausgestorben waren, waren sie weder schön noch gierig. Die klassischen Marketenderinnen, nämlich die Vivandiäres und Cantiniäres (Marketenderinnen) der französischen Armeen hatten ein SEHR überausgeglichenes Sexualleben.


    Das reicht höchstens für einen Trostpreis. (Hanneonkel wieder aus dem Graben hervorzergelnd) Da!


    Aber aus der Idee könnte man/frau was machen.

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