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Thema: Freie Liebe

  1. #1
    schreibt hier hin und wieder
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    Post Freie Liebe

    Hannemann:"Zentrum für experimentelle Gesellschaftsgestaltung klingt gut. Aber doch nicht von Schröder als eine weitere Kommission eingesetzt? Berichte doch darüber im Forum, wird ohnehin Zeit, daß statt der sch...'nen Lyrik endlich mal wieder Diskussionen aufflammen."


    Nun denn, wen immer das Thema interessiert und wissen will, warum Schröder es nie als Kommission einsetzen würde aufgrund der Gefahr, dass freiere Bürger politisch kaum noch zu kontrollieren wären, der lese zuerst ein wenig über die Selbstdarstellung des zegg zu EINER ihrer vielen Aufgaben, denen sich die Gemeinschaft der 80 dort lebenden Erwachsen (plus Kinder) "verschrieben" hat:


    Liebe
    "Die Liebe ist wie ein Feuerball. Das Erotische ist wie die Paradiesvögel, nicht steuerbar - und wenn man es packen will, weicht es." - "Die Liebe ist ein gewaltiges soziales Kunstwerk."


    C. Niggli




    Wir sind bekannt dafür, dass Liebe und Sexualität in unserem Gemeinschaftsaufbau eine wichtige Rolle spielen. Der Begriff, der dazu immer wieder genannt wird, ist "freie Liebe". Wir benutzen ihn nur noch sparsam, weil er oft Missverständnisse auslöst. Wir meinen damit eine Liebe, die frei ist von Angst für alle Beteiligten. Für die heutigen kulturellen Lebensformen für Liebe und Sexualität zwischen unverbindlichem One-Night-Stand und oftmals scheiternden Beziehungen sind Alternativen nötig, die die Sehnsucht nach Dauer und Verbindlichkeit wie auch die Lust auf Entdeckung und Abenteuer einschließen.


    Liebe und Sexualität sind Lebensquellen. Für uns ist es eine gesellschaftliche Herausforderung, Lebensformen zu schaffen, die diese Lebensquellen bewusst und positiv integrieren. Viele Menschen betrachten das Thema Liebe und Sexualität als ein ausschließlich persönliches und versuchen, es im privaten oder therapeutischen Rahmen zu lösen. Für uns ist die Liebe ein Politikum, das heißt, dass es neben der ganz persönlichen und intimen Betrachtung auch eines öffentlichen Nachdenkens bedarf. Dazu gehört die Frage, welche gesellschaftlichen Umstände, welche Lebensformen wir brauchen, damit die verschiedenen, oft scheinbar widersprüchlichen Aspekte der Liebe in ihrer tieferen Wahrheit gelebt werden können.


    Es braucht Orte, wo wir wieder lernen, unsere Herzen zu öffnen und Ausdruck zu finden für das, was wir lieben (und was wir nicht lieben). Es braucht Orte, wo Sehnsucht und Begehren, Sex, Lust, Intimität und Sinnlichkeit in einem solidarischen und erkennenden Geist ans Licht dürfen und Ausdruck finden. Einen solchen Ort zu schaffen, ist eines
    unserer Anliegen im ZEGG.


    Gemeinschaft ist nach unserer Erfahrung eine Lebensform, in der sich in der Kontinuität der Gruppe die eigenen Wahrheiten erforschen lassen. Eine Gemeinschaft ist ein soziales System, in dem Liebende sich öffnen können für die innere und äußere Bewegung, die die Liebe braucht, um lebendig zu bleiben. Es kommt dabei nicht darauf an, ob wir eine/n oder viele lieben, sondern darauf, dass wir Vertrauen unter Menschen und Vertrauen in die eigene Liebe entwickeln. Von da aus bekommt die Liebe Nahrung und Stabilität. Wo Vertrauen ist, beginnt die Liebe - auch die erotische und sexuelle Liebe - oft von selbst, sich auszuweiten und mehr Menschen einzubeziehen. Dabei entsteht ein Netzwerk von Beziehungen, in dem jede/r einen eigenen Platz hat, ein Netz von verschiedener Nähe und Ferne, Intensität und Qualität.


    Die Menschen im ZEGG leben in Beziehungsformen, die so vielfältig sind wie die Menschen, die sie leben. Das schließt auch die Liebe zwischen Frauen und zwischen Männern ein. Gemeinsam ist uns der Wunsch nach einer Freundschaft der Geschlechter und nach kraftvollen Strategien für die Auseinandersetzung und Verständigung von Liebenden. Dazu gehört auch, dass beide Geschlechter ihr historisches Erbe, ihre unbewussten Strukturen und Reaktionsmuster kennen und bearbeiten. Dem dient die Arbeit in den Männer- und Frauenkreisen des ZEGG und das gemeinsame Forum. Wir nutzen es, um unser Wissen und unsere Erfahrungen zusammen zu tragen und unsere Suche in der Liebe in ihrem menschheitlichen Zusammenhang zu verstehen. Wir betrachten die Liebe als wesentliches Lernfeld des Lebens: "Richtig leben lernen heißt im eigentlichen Sinne lieben lernen." (Elisabeth Kübler-Ross)


    Da, Hannemännchen, fahr ich also wieder Pfingsten hin. Zu Studienzwecken. Das bringt reiche Erfahrungen. Die sind wichtig für mich. Tagsüber trommel ich viel. Meist mit ca. 40 weiteren Trommlern. Irrer Sound, irrer Krach, irre schön. Für mich. Für andere unaushaltbar. Die sind dann in Männergruppen oder spielen Theater, meditieren, singen, tanzen, jonglieren, politisieren, diskutieren, dichten oder lieben sich eben auch schon mal tagsüber irgendwo im Gras. Jeder wie er will. Nein, anders als die träumenden 68er mit den Blümchen im Haar. Bewusstseinsbildung ist angesagt. Das nur mal jetzt für den Einstieg. Näheres unter www.zegg.de. Unter google gibts dann für die Recherchefreudigen sicher auch die Warnhinweise der Sektenbeauftragten, die Verunglimpfungen, Anfeindungen, Gefahrenbeschwörungen. Recht haben sie! Wenn auch auf andere Weise. Denn würde das Schule machen, würde der Umbau der Gesellschaft ganz sicherlich anders aussehen als durch die Flickschusterei der Agenda 2010. Wer gerne weiter schläft, sollte von all diesen Themen die Finger lassen. Die Ökoprojekte dort und in Tamera (Portugal) sind auch interessant. Aber am weitreichendsten ist das individuelle wie auch kollektive Experimentieren mit der freien Liebe..., weil es den meisten Zündstoff birgt, wenn es flächendeckend nach und nach umgesetzt würde...


    Soweit der Einstieg...

  2. #2
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    AW: Freie Liebe

    1. was ist der Unterschied zwischen erotischer und sexueller Liebe?


    2. benutzt ihr Kondome?


    3. wie lange diskutiert ihr, bevor ihr miteinander ins Bett geht?


    Soweit meine Fragen zum Montag.

    Gruß, w.

  3. #3
    Bauer Hans
    Status: ungeklärt

    AW: Freie Liebe

    Nichts für mich. Nicht daß ich mich an irgendeiner Form körperlicher Liebe stören würde, wenn die Partner damit einverstanden, aber ich glaube doch, daß die Schönheit der Sexualität zwischen Zweien erst mit gemeinsamen Jahren wächst. Eine Sache gegenseitigen Vertrauens, der Überwindung von natürlicher oder erziehungsbedingter Scham und auch die Freude am langsamen Erforschen, Entdecken, Lust zu geben und zu nehmen.
    Interessieren würde mich, die Veranstaltung zu beobachten. Gerade das gemeinsame stundenlange Trommeln kenne ich von den Bahamas und ich tanzte im Rhythmus: Spannung baute sich auf bis zur Unerträglichkeit, löste sich in orgiastischen Sexualpraktiken oder Saufen in eine andere Welt.
    Ich bin aber nicht der Mann fürs Bla-Bla in Selbsthilfegruppen, lehne sie jedoch auch nicht ab, für den, der meint... suum cuique. Doch für mich betrachtet bin ich zu dominant, um mir, entschuldige Strömerchen, Lehr- und Leermeinungen über Liebesverhalten aufdrängen zu lassen. Ich halte es wie mit der Philosophie, lerne keine fremden Gedanken mehr, versuche lieber, selbst zu denken. Und immer noch selbst zu lieben.
    Ich glaube auch nicht an allgemeingültige Rezepte. Jede Frau, die ich genießen durfte, besaß Eigenart. Bei Männer kann ich nicht mitreden.


    Schön, ein gutes Thema, eifriger Antworten wert. Ich hoffe, Du berichtest weiter. Nicht weil ich Voyeur, sonder weil ...

  4. #4
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: Freie Liebe

    An w.:


    zu 1) Es kommt ganz darauf an, wie der individuelle Mensch die beiden Begriffen selbst mit Leben füllt. Ich kann nur für mich sprechen - und keineswegs für die Leute vom zegg oder andere!: Sexualität bezieht sich für mich auf die rein körperliche Ebene zwischen zwei Menschen. Diese kann dann sowohl zusätzlich noch erotisch sein - was für mich einen geistigen Aspekt in meinem Wortsinngebrauch hinzugesellt und dazu in Verbindung stehen kann mit tiefer menschlicher Liebe oder auch Abwesenheit mit derselben. Eros ist für mich also eine höhere Stufe von Sexualität, die sublimer ist. Die Liebe ist das höchste überhaupt, die sowohl sexuell, wie asexuell, erotisch wie nicht erotisch sein kann. Sie steht über allem letztlich und kann dennoch auch Aspekte von all dem beinhalten. Liebe ist für mich das umfassendste aller Gefühle, die nicht mehr leidet, nicht mehr hasst. In gewisser Weise - wenn ich es radikal ausdrücken will - steht sie auch über den Gefühlen an sich und ist der letzte mir denkbare Zustand des Menschen, bevor er selbst "göttlich" wird - bzw. erst dadurch "göttlich werden kann".


    2) Keine Ahnung, wer wie, wann und mit wem Kondome benutzt. Das ist wohl eine Sache des "Vertrauens" zwischen zwei Vertrauten oder auch noch scheinbar fremden Menschen, ... Ich weiss, in Zeiten von Aids "un-verantwortlich"... Ich kann aber darüber keine Aussage machen, da ich nicht weiss, wie andere Menschen damit umgehen.


    3)Ebenfalls: keine Ahnung, ob tatsächlich darüber diskutiert wird, wer warum wann mit wem schläft oder warum auch nicht. Es interessiert mich nicht sonderlich, aber ich könnte mir vorstellen, dass eine intellektuelle Abhandlung über das Für und Wider im Einzelfall unter Umständen sehr unerotisch wirken könnte und der heilige Schlaf sich schon vorher bleiern dann über die geistig ausgemergelten müden Körper legt.


    4) Das hast du nicht gefragt, aber ich beantworte es dennoch: Das ist kein Zentrum für freies Bumsen, falls hier der Eindruck entsteht. Dafür gibt es das Rotlichtmilieu. Der Ansatz ist ein unvergleichlich anderer. Der Umgang auch. Das einzelne es immer wieder dennoch auch damit verwechseln, hängt ausschließlich mit dem Bewusstseinslevel des Individuums zusammen. Natürlich finden auch solche Menschen schon mal den Weg dahin. Genauso wie Kriminelle, Abzocker usw. schon mal in die Kirche zu Weihnachten gehen... Aber bei der Mehrheit der Besucher (erst recht der dort lebenden Aktivüsten) hat wohl das Bewusstsein für dieses Anliegen ein wirklich hohes Niveau, einen gesellschaftlich äußerst interessanten und wertvollen Denkansatz und ist kein Pseudohippiesexverein.

    An Hannemann:


    Tja, "zegg" zu thematisieren war DEIN Vorschlag. Nicht meiner. Im übrigen hast du aber mit allem Recht, wenn es so läuft, wie Du es beschreibst!


    Freie Liebe heisst doch nicht, zwangsläufig Sex mit mehr als EINEM Partner! Um himmelswillen. Man kann dort als "klassisches Paar" genauso seinen Raum finden wie in den offenen Beziehungen. Natürlich verwundert es mich nicht, dass Du da was geradezu "Falsches" vermutet, weil der Begriff im allgemeinen durch und durch "schräg und missverständlich" besetzt ist.


    Dein Qualitätsansatz ist ein gesunder, richtiger, wichtiger - wie umfassend er jedoch ist, ist dabei noch völlig unklar. Er geht hier von einer Idealkonstellation aus, nach der sich jeder wohl sehnt, aber die wenigsten Menschen wirklich haben... Viele haben sie über Jahre, manchmal Jahrzehnte, dann ändert sich aber auch für viele oftmals wieder vieles oder alles. Jeder macht zu anderen Zeiten des Lebens Entwicklungen der Entängstigung, der Freiheit, der Liebefähigkeit durch.


    Wo wir uns ebenfalls nicht nur einig, sondern fast "gleich" sind:


    " Doch selbst bin ich zu dominant, um mir, entschuldige Strömerchen, Lehr- und Leermeinungen über Liebesverhalten aufdrängen zu lassen. Ich halte es wie mit der Philosophie, lerne keine fremden Gedanken mehr, versuche lieber, selbst zu denken. Und immer noch selbst zu lieben.
    Ich glaube auch nicht an allgemeingültige Rezepte."


    Ergo:WIE ICH!
    Aber es hindert mich nicht, dennoch offen für neue Ansätze zu sein, auch wenn ich mein eigenes Leben dabei äußerst individuell anders gestalte als die Leute im zegg. Trotz meines anderen Weges: Sie bleiben dennoch für mich wichtige Protagonisten und haben tolle Ansätze, wenn man sich ihnen ernsthaft in aller Tiefe widmet. Ich bin sicher, Du würdest ihnen auch zustimmen und dann - wie ich und andere: dennoch weiter dein eigenes Ding machen. Es widerspricht sich also nicht!

  5. #5
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: Freie Liebe

    Gerade wieder einmal frisch gelesen, empfehle ich Michel Houellebecq zur Diskussion zu Rate zu ziehen, der interessante Einblicke in ähnliche Zentren gibt. Ich stimme mit ihm darin überein, dass diese Art von "Freiheit" eine ist, die Moral einzig am Individuum festmacht. Ob wir gemeinsam so weiter kommen möchte ich - wie er - bezweifeln.

  6. #6
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    AW: Freie Liebe

    Was sagt denn Michel so konkret und wo finde ich dasjenige, was du meinst, damit ich mal einen kleinen Überblick bekomme, ob wir über Allgemeinbegriffe wie "ähnliche Zentren" tatsächlich auch einen gemeinsamen gedanklichen Zugang bekommen.... Ach ja, was der- oder diejenige - wer auch immer! - an positiven oder negativen Erlebnissen bei der oder jener Gruppe - warum auch immer und aus welchem individuellen Hintergrund heraus - dann machte, ist in der Diskussion für mich etwas schwierig im übrigen. Da kann ich dann mit klaren persönlichen Statements wie die von Hannemann leichter umgehen. Da redet man von Mensch zu Mensch direkt. Während es für mich schwierig wäre, Houllebecqs An- und Einsichten nun via deiner Gedanken anschließend zu diskutieren. Das ist im übrigen ja ein Grund, warum ich mir selbst immer mal wieder im Leben neues anschaue und mich selbst mal gern vor Ort und live informiere und er-leben lasse. Ich phantasiere mir dabei nicht mit leuchtenden, feuchtglänzenden Augen eine Utopie zurecht, die ich mal gerne eben hätte, sondern schaue klar auf die auch emotional durchaus knallharte Realität in diesem Beziehungsgewirr. Es sind schwere Wege. Vielleicht erregen sie auch deshalb in mir eine gewisse Aufmerksamkeit. Denn das mit dem Schweren im Leben kenn ich ja ganz gut. Ob Houllebecqc da ernsthaft mehr Kompetenz hat, wissen nur die Götter.


    Gleichzeitig hat man als Außenstehende und nicht in solchen oder "ähnlichen Zentren" Mitlebende dazu auch nur wiederum "bedingte" Möglichkeiten einer echten Innenschau, wenn man selbst nicht dort aktiv Tag ein und Tag aus mitlebt liebt und sicher auch: leidet. Ich glaube nicht, dass solche Zentren "leidfrei" sind, dass sie "Glück" gepachtet haben, dass sie das Gelbe vom Ei sind. Ich sehe Schwachpunkte, Scheitern und sehe auch neue M?glichkeiten und Chancen für die Menschen, die dann nicht wie Hannemann schon das letzte Glück gefunden haben.


    Sicherlich ist für eine Reihe von Menschen diese Gemeinschaftserfahrung auch nur Übergangsprozess zu dann wieder neuen Formen. Nur: Angesichts der Tiefe, Masse und Anzahl von Scheidungen, Beziehungskrisen- und kriegen ist es nicht unsinnig, Alternativen anzudenken und zu probieren. Auch für die Kinder ist es oftmals besser.


    Zum Schluß: Es gibt grausige Sekten! Es gibt Gemeinschaften, gegen die man wirklich mit Polizeigewalt vorgehen müsste. Es gibt Hirnwäschemethoden vom übelsten. Es gibt alles. Wir wissen es. Sollte die Vermischung aber jetzt mit diesem ekligen und gefährlichen Sektenkram beginnen, ist das Thema für mich sofort auch schon wieder beendet!

  7. #7
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    AW: Freie Liebe

    Kein ekeliger Sektenkram, sondern EINE mögliche Sichtweise von freier Liebe, beschreiben in "Elementarteilchen", an das ich - der Eindruck ist mehr als frisch - bei deinem Diskussionsvorschlag unwillkürlich denken mußte. Lies das Buch, wenn nicht bereits geschehen, und wir könnten auf dieser Basis unsere Eindrücke davon besprechen, wenn du willst. Houellebeqc hat es für meinen Geschmack recht gut durchdacht.

    Der Ruf nach Freiheit, der Ruf nach Individualismus, der, wenn er konsequent zu Ende gedacht wird (wie in dem Buch geschehen), zur Zerstörung von moralischen Grenzen, zur Zerstörung des Menschseins führen kann.

    Wie viele Beziehungen muß ich führen, wieviel Sex mit verschiedenen Menschen erleben, um meine Sicht auf die Dinge zu erkennen, die sich ohnehin ständig bewegt? Und ich rede hier nicht von einer Befreiung aus unfreien Zuständen, ich rede von Tiefe, nicht von Weite.

  8. #8
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    AW: Freie Liebe

    Meinen Respekt, Strömerchen, zwei mich direkt tupfende Gedanken:

    1. Die Änderung und die Angst vor Änderung. Mann denkt, er hätte etwas erreicht, auch in der Liebe. Dann spielt Leben verrückt oder es frißt die Routine, Langeweile. Im ersten Fall Trauer und der Gedanke eines Nie-MEHR! Das besiegt die Zeit. Grönemeyer. Im zweiten Fall nagen die Wünsche, Mann sieht sich um.
    Es ist der verdammte Zweifel, etwas versäumt zu haben, was vieles zerstört. Liebe, Himmelsmacht, verweile doch, Du bist so schön... und doch nur Augenblick. Hier glaube ich nicht an höchstes Glück, für mich erweist sich Kompromissfähigkeit, ein beiderseitiges Nachgeben als Garant für Dauer. Gut, wer schon einmal eine lange Liebe durchlitten, der weiß, was in einer neuen zu vermeiden ist.
    2. Du sprichst richtigerweise an, daß in "solchen Gruppen" sicherlich auch gelitten wird. Natürlich! Es ist nicht die Gruppe, etwas abseits von "normalen Gewohnheiten", es ist die Suche NACH EIN BISSCHEN LIEBE, der sich Menschen mit verschiedensten Methoden unterwerfen. Und dabei genauso leiden wie der Kohlenschaufler in Heisingen oder der Psychologe aus Wien, welcher sich in Selbstkenntnis zerreißt.

    Entschuldigt, ich schreibe hier mit Leidenschaft, möchte auch nicht mehr prüfen, was ich von mir gebe. Es fließt.

    Noch was: Was ist das Gegenteil der freien Liebe? Oder wie verklemmt ist denn gerade noch gestattet, wenn ein Paar oder auch ein Rudel damit glücklich ist?

    ... und kommt mir hier nicht mit irgendwelchen Hollerbecks odere anderen Würstchenbrater, welche auf ein ewiges Thema auch noch ihren Senf geklatscht, sondern schreibt verdammt noch mal eure eigene Meinung! Wir sind doch kein Zitierverein!

  9. #9
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    AW: Freie Liebe

    Nun Hannig, manche Gedanken sind bereits gedacht und ich kann ihnen nachhängen, darüber NACHdenken. Dieses Thema ist eines, das zur Diskussion aufruft, ich hänge seinen (Houellebeqcs) Gedanken nach, was hier erlaubt sein sollte, er regt weiß Gott dazu an. Verbiete mir nicht den Mund, sondern herz mich Willkommen, verdammt!

  10. #10
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    AW: Freie Liebe

    An Trist:
    ....Der Ruf nach Freiheit, der Ruf nach Individualismus, der, wenn er konsequent zu Ende gedacht wird (wie in dem Buch geschehen), zur Zerstörung von moralischen Grenzen, zur Zerstörung des Menschseins führen kann. ...


    Nun, das war ja jetzt einfach! Damit können wir zumindest den Punkt in voller Einigkeit doch abhaken. Gottseidank schreibt er/Du am Ende "kann".... Wenn Freiheit zum Missbrauch führt, wenn andere deshalb leiden müssen, wenn keine moralische Kraft entwickelt wird, wenn menschliches zerstört wird, wer kann um himmelswillen dann

    • a) von freier und
    • b) von Liebe sprechen.


    Lächerlich.. Das ist weder frei noch liebedurchdrungen oder gar liebend.


    Falls H. aber damit meint, dass die Entwicklung zu Freiheit und Individualismus ausschließlich und LETZTENDLICH in die Zerstörung führen MUSS, dann sind doch schon die Begriffe alle falsch bzw. zu unterschiedlich besetzt.
    Ich will - mangels ausreichender Kenntnis von H. - aber bei meinen eigenen Gedanken bleiben: Wirkliche Freiheit und Liebe haben nicht nur viel miteinander zu tun, sondern bedingen sich meines Erachtens. Die meisten Menschen wollen doch nur frei "von etwas" sein (frei von Sorgen, frei von Verpflichtungen, frei von Armut und Tausend Dinge mehr).... Diese Freiheit - so verständlich sie ist - ist aber noch unfrei, weil zu sehr in der Bedürftigkeit verstrickt und verfangen. Solche Pseudofreiheiten weckt nur immer weitere Begehrlichkeiten, auch im Sex oder der "Liebe" (der echten natürlich nicht!) Hat der Mensch aber schon die moralische Kraft in sich entwickelt "frei für etwas" zu sein und sein zu wollen, so tritt er aus dem Kreis der Abhängigkeiten, des Wollens und Wünschens doch schon wieder hinaus. Mit "für etwas frei sein" ist hier ausdrücklich jetzt beispielhaft folgendes gemeint: frei sein für das nächste Du, ohne in ABhängigkeit von ihm wieder zu geraten, frei sein für die Erkenntnis des Lebens, für die Not-Wendig-keit des Menschlichen und des Sozialen, usw. usw. Mit dieser neuen frei-WILLIGEN Öffnung seines Herzens, seines Geistes, die die alten Lasten der Unfreiheit nicht mehr als Bürde trägt (frei von Sorgen etc.) kann er in das "DU, WIR, die Gemeinschaft" in ganz anderer Weise eintreten.. Das kann er umso konsequenter, je stärker sein eigener Individualisierungsprozess vorangeschritten ist.


    Dieser Entwicklungsprozess zur inneren FReiheit kann durchaus aber bei vielen (vermutlich sogar allen oder den meisten) vorübergehend durchaus auch zu Egoismus führen. Er ist dann Übergangsprozess. Muss ein kleines Kind das Laufen erlernen, stolpert es auch erstmal rum, fällt auf den Po, holt sich hier und da eine Macke. Bei allem neuen, guten,schweren,was wir zu lernen haben, gehen wir in der Regel auch durch die Niederungen, die Gefahren und die Tiefen. Wieso also nicht auch bei der Freiheit und der Liebe und der Individualisierung - die nur zu einem sinnvoll ist: nämlich stark sozial gemeinschaftsfähig zu werden und damit auch stark liebend!....




    Freiheit und Liebe sind untrennbar verwurzelt. Um dies jedoch zu erreichen, muss wohl jedes Individuum durch viele Entwicklungsprozesse der Seele, des Geistes gehen. Dies kann nicht innerhalb eines Lebens geschehen. Das Thema der Entwicklung zur Freiheit ist für mich nur im goetheanischen Sinne aufgreifbar durch den Reinkarnationsgedanken. Im zegg wird er - meines Wissens - nicht thematisiert oder gedacht (vielleicht von einzelnen... keine Ahnung!) Man kann das Thema auch anders angehen. Ich persönlich jedoch nicht, weil meine Lebenserfahrung das nicht mehr zulässt. Weil der Faktor Zeit und Entwicklung in Bezug zur Lebensdauer des Individuums (das natürlich NICHT reinkanieren kann!) in unserer Form von Determinierung in der Raumzeit unverzichtbar ist...


    Hanne: "Wie viele Beziehungen muß ich führen, wieviel Sex mit verschiedenen Menschen erleben, um meine Sicht auf die Dinge zu erkennen, die sich ohnehin ständig bewegt? Und ich rede hier nicht von einer Befreiung aus unfreien Zuständen, ich rede von Tiefe, nicht von Weite."




    Das kommt drauf an. Auf Deine Fähigkeit von tiefem Denken, Fühlen, Handeln. Auf deine soziale Kompetenz, auf Deine Liebefähigkeit, auf deine Fähigkeit des Durch- und Überblicks über Dich selbst und andere, auf Dein Lernvermögen, auf Deine Reife, Deine Blockaden, Ängste, Prägungen und Deinen Mut usw. Unter Umständen reicht eine einzige Beziehung. Unter Umständen brauchst Du nicht einmal diese. Unter Umständen braucht Du ein schier atemloses Dauerkarussell mit endlos vielen Beziehungen um zu gleichen oder ähnlichen Schlüssen am Ende zu kommen. Ich kenne Dich nicht. Ich weiss nicht, wie stark, weit, flach, tief, wach, lernbereit, mutig, wissend und weise Du bist. Weisst Du es? Die wenigsten Menschen wissen es von sich. Sie proben und prüfen... mal irrend, mal leidend,mal weiter voranschreitend in Zustände von Zufriedenheit oder gar Glück...


    Die Zahl von Beziehungen, die Menge von Erotik und Sexualität ist nur im Kontext des individuellen Menschen sinnvoll betrachtbar.
    Jeder braucht anderes. Das Leben besteht zumeist aus Suchen und Finden. Die ewig nur Suchenden sind die Verdammten der Erde. Hungrige, die hungrig sterben werden...

  11. #11
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    AW: Freie Liebe

    Trist: "Wie viele Beziehungen muß ich führen, wieviel Sex mit verschiedenen Menschen erleben, um meine Sicht auf die Dinge zu erkennen, die sich ohnehin ständig bewegt?


    Antwort: 31!
    Ich habs für Dich exakt berechnet. Es war etwas kompliziert. Dafür stimmt es aber auf jeden Fall jetzt. Du musst also 31 Beziehungen im Laufe Deines Lebens führen! Hast du gar nur 3 oder etwa 43 Beziehungen, dann machst du alles falsch. Das wird dann böse enden. Tu es nicht! Hier die genauen Endzahlen für Dich als Vorgabe:
    Unter den 31 Beziehungen in Deinem Fall müssen 4 sexuelle sein. Nicht mehr. Nicht weniger. Die 27 sexfreien Beziehungen umfassen die Familienmitglieder, Kollegen, Freunde, Feinde und Fremde. Darunter müssen 21 Frauenbeziehungen sein. Sonst kippt die Rechnung zu Deinen Ungunsten. Achte darauf, dass 5 Männer echte Machos sind. Denen muss teilweise der Sex verweigert werden. Drei müssen jünger sein als du. Mit einem schläfst du gefälligst. Die Gesamtzahl muss weiterhin vier Borderliner männlichen und weiblichen Geschlechts umfassen. Sieben von 31 sollten schöngeistig veranlagt sein. Einen männlichen Schauspieler brauchst du auch, eine Pastorin ist ebenfalls notwendig. Wenn sie noch nicht aufgetaucht ist, such sie. Dann brauchst du knallharte Kapitalisten, sechs an der Zahl, geschlechtsübergreifend. Ein androgyner Mensch ist ein Muss. Nicht vergessen. Eine Autistin wäre nicht schlecht, wobei das Wort Beziehung dann schon eine besondere Bedeutung erhält.


    So, liebe Trist! Ich hoffe, die Beziehungsanzahlfrage ist nun bis zu Deinem Lebensende mathematisch geklärt. Es kann nichts mehr schiefgehen. Lass Dich nicht verwirren, wenn jemand sagt: alles falsch, die Zahl müsste 53 lauten. Dieser Mensch kann ist ein Betrüger und beherrscht nicht die Weltformel.
    Hab 31. Werd glücklich und weise! ... und liebe drauf los!

  12. #12
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: Freie Liebe

    An Hannemann:


    Ich tupf mal zurck:


    .... Die Änderung und die Angst vor Änderung. Mann denkt, er hätte etwas erreicht...

    Na ja,"MANN DENKT" :-))) ... wenn MANN FÜHLT kommt er der Sache dann ja schnell näher. Wenn er denkt und fühlt zugleich, geht die Post ab in Richtung Erkenntnis und Tiefe... (aber wem sag ich das!)


    .....Im zweiten Fall nagen die Wünsche, Mann sieht sich um.
    Es ist der verdammte Zweifel, etwas versäumt zu haben, was vieles zerstört. Hier glaube ich nicht an höchstes Glück, für mich erweist sich Kompromissfähigkeit, ein beiderseitiges Nachgeben als Garant für Dauer. Gut, wer schon einmal eine lange Liebe durchlitten, der weiß, was in einer neuen zu vermeiden ist...


    Verzicht, Kompromissbereitschaft, Verstehen u.v.a. zwischen den Zeilen nur Ausgesprochene mehr sind doch Wegmarkierungen zur echten Individualentwicklung über den platten Egoismus hinaus... Unverzichtbar das alles. Aber um Verzichten zu lernen, braucht es die Verlustangst oder gar des realen Verlustes... Das gilt ja auch für die Kompromisse. Die Möglichkeit des Verlustes, unserer tiefsten Urangst überhaupt seit dem wir aus der Ein-heit des ALL-Seins geschleudert wurden, ist also unsere Chance! Wir sollten sie begrüßen. Dass sie mit Schmerz und Leiden solange einhergeht, bis wir sie überwunden haben, gehört sinnvoller- und richtigerweise zu diesem göttlichen Konzept. Wie sollten wir uns je als starke Persönlichkeit in Richtung Freiheit und Liebe entwickeln, wenn uns emotional nichts zugemutet würde. Wir wären nur lächerliche Marionetten.


    ... Du sprichst richtigerweise an, daß in "solchen Gruppen" sicherlich auch gelitten wird. Natürlich! Es ist nicht die Gruppe, etwas abseits von "normalen Gewohnheiten", es ist die Suche NACH EIN BISSCHEN LIEBE, der sich Menschen mit verschiedensten Methoden unterwerfen...


    Vorsicht! Generalisier nicht! Sicher trifft dieses Vor-Urteil auf eine Reihe von Menschen zu! Andere wiederum suchen keineswegs EIN BISSCHEN LIEBE (EIN BISSCHEN FRIEDE, igitt!), sondern ernsthaft nach einer tiefen eigenen Liebefähigkeit, die entwickelt werden will und die Freiraum braucht. Sexualität davon ist nur EIN Bestandteil davon und keineswegs der EINZIGE. Einer von mehreren anderen! Nicht mehr, nicht weniger...


    ....Entschuldigt, ich schreibe hier mit Leidenschaft, möchte auch nicht mehr prüfen, was ich von mir gebe. Es fließt...


    Was ist authentischer als ungeprüfte fliessende Leidenschaft!


    .... Noch was: Was ist das Gegenteil der freien Liebe? ....


    Das Gegenteil ist für mich die weltweite aktuelle Realität! Ausnahmen ausgenommen. Es gibt sie immer. Aber die überwiegende Mehrzahl ist in ihrer Liebe UNFREI... weil: bedürftig und abhängig. Ich würde mich auch dazu zählen! Jedoch in viel, viel geringerem Maße als noch vor Jahren. Ich schreite voran. Aus der Unfreiheit in immer mehr Freiheit und damit reinere Liebesformen. Aber ich bin noch lange nicht angekommen, wo ich will. Doch das Gehen macht Freude!


    Ich freu mich auf jeden weiblichen und männlichen Wandergefährten auf diesem Weg, der versteht, was ich meine und fühle....

  13. #13
    Bauer Hans
    Status: ungeklärt

    AW: Freie Liebe

    Fürs Trauerklößchen. Ich herze Dich mit allem, was an mir hängt willkommen. Dem Himmel sei gedankt, daß Du gesund zurück von die Negers. Aber wie war denn nun Montezumas Rache?


    w.: Die einzig wahre Zahl ist zweihundertvierundsechzig! Zweihundertzweiundsechzig - Vater und Pfarrer, für die letzte Ölung, wären selbstverständlich männlich - dürften Weiber sein. Ich arbeite aber noch an der genauen Aufteilung.


    Strömerchen: "Freiheit und Liebe sind untrennbar verwurzelt. Um dies jedoch zu erreichen, muss wohl jedes Individuum durch viele Entwicklungsprozesse der blablabla..."
    Was stört? Verkündigung der einzigen Wahrheit und das Muß!
    Was heißt das, sie sind untrennbar verwurzelt? Geschmalztes Wischi-Waschi! Freiheit definiert sich als Unabhängigkeit von äußeren oder inneren Einflüssen, besser noch von Zwang. Aktiv gesehen ist sie auch das Vermögens des eigenen Willens, sich Ziele frei zu setzen. Liebe ist ein Einfluß! Ich behaupte sogar, besonders Frauen werden im Haß erst frei. Öllabätsch!
    Setze mir also nicht Verschwommenes als Wahrheit, auf die Du Deine gewisslich lesenswerten Thesen baust.
    Seit jeher stört mich erziehungsbedingt das Muß. Hannemann, Du mußt dieses und jenes und das sowieso. Nach erledigtem Muß war ich schuld, fühlte mich auch schuldig - siehe nach bei Klammer. In Wahrheit muß ICH nichts außer jetzt noch leben, irgendwann sterben UND, aus innerem Zwang, von dem ich nicht frei sein MÖCHTE, genüsslich speisen.
    Folgt: Meine Wege, auch die der Gedanken, versuche ich ohne dieses Muß.


    Allerdings gestattest Du Dir mit der Einschränkung eines "muss wohl" doch die Möglichkeitsform, genau wie der angesprochene Hollunderbeck mit seinem "kann". Und das ist gut so, denn wären Thesen, auch Deine, ultima ratio, dann, niederbayrisch" war ois eh a Scheiß.

  14. #14
    rodbertus
    Status: ungeklärt

    AW: Freie Liebe

    Frei wovon?


    Ich glaube nicht an eine gesellschaftspolitische Relevanz von Liebe? Oder wovon soll sich Liebe befreien? Ich glaube nicht daran, daß die Liebe ein auf Kompromissen basierendes Geschäft ist. Das klingt sehrlichst nach Kompensation einer depressiven Alleinseinsphobie. Ich glaube nicht, daß jemand, der in jeder zweiten Zeile "für mich" schreibt, etwas von der Liebe versteht.

  15. #15
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: Freie Liebe

    An Rodbertus:
    Frei von Angst! Angst ist Unfreiheit. Also frei von Unfreiheit von mir aus!


    Weisst du, wie schwer das ist? Wie lange es braucht? Ja, du weisst es! Ich behaupte es einfach!

    Hannemann:Verkündigung der einzigen Wahrheit und das Muß!
    Was heißt das, sie sind untrennbar verwurzelt? Geschmalztes Wischi-Waschi!....


    Schau! Wenn ich hier etwas von mir gebe, spreche ich von "meinen Wahrheiten, meinen Erkenntnissen"! Nicht von der einzigen Wahrheit. Erst recht nicht von Deiner. Bescheidener Weise nur von meiner. Auch nicht von meiner letzten, sondern von der jetzigen... Jede Wahrheit in mir ist erweiterbar, wenn sich mein Geist erweitert. Ich hoffe, er dehnt sich noch weit und tief! Wenn Du es schmalziges Gewäsch im Vorfeld des Kennens meiner tiefsten Argumente, gar meines Wesens, betitelst, zeigt es nur eines: vorschnelles Urteil. Das ist nicht klug! Für Dich kannst und musst Du ja ablehnen, was nicht zu deinem Bewusstsein und Wesen gehört. Doch du urteilst, ja verurteilst schon im Vorfeld. Mach dir das bitte klar! Diese Klarheit ist wichtig für weiteres Verstehen. Willst Du nicht verstehen, willst Du nicht mal im Ansatz begreifen, dass wir unter Umständen näher denkerisch beieinander liegen als du es dir in letzter Kühnheit vorstellen kannst, so musst Du nur weiter nicht richtig lesen! Das wird dann voll erfolgreich! Bätsch!




    .... Freiheit definiert sich als Unabhängigkeit von äußeren oder inneren Einflüssen, besser noch von Zwang. Aktiv gesehen ist sie auch das Vermögens des eigenen Willens, sich Ziele frei zu setzen....


    Ja!


    .... Liebe ist ein Einfluß!...


    JEIN! Von welcher "Liebe" sprichst du jetzt? Wenn du von den Vorformen von Liebe sprichst, von der allgemeinen Allzumenschlichen, dann wieder JA...
    Sprichst du jedoch von dem mir anvisierten, wenn auch noch weit entfernten Endzustand der Liebe, dann liegt die Sphäre aller Einflüsse zurück... Es braucht sie dann nicht mehr... Aber als Prozess dahin geht es nur mit Millionen von Einflüssen... Jedes Atom übt schon Einfluss aus. Erst recht jedes Molekül, jedes Gefühl, jeder Schluck Wasser, jeder Windhauch. Dazu ist das Menschsein ja geschaffen... Ich kann Deinem Gedankengang also locker folgen. Bemüh dich mal, auch meinem zu folgen!


    .... Ich behaupte sogar, besonders Frauen werden im Haß erst frei. Öllabätsch!...


    Haß, Sünde, Irrtum sind notwendig zur Freiheit! Ob sie "im" Haß frei werden oder eher nur ent-grenzt ist eine Definitionssache...Dass Hass der Freiheit als Übergangsstadium dienlich ist, sehe ich auch... Aber Haß ist zutiefst gefühlsgebunden. Liebe nicht! (Kommt jetzt ein Aufschrei vom ganzen Forum angesichts der letzten subjektiven Behauptung?)


    ....Setze mir also nicht Verschwommenes als Wahrheit, auf die Du Deine gewisslich lesenswerten Thesen baust....


    Was dir verschwommen, ist mir klar! Wir schauen mit anderen Augen auf das Gleiche. Oder schauen wir mit gleichen (ähnlich gearteten Augen) auf das Andere?? Danke, dass sie wenigstens lesenswert sind baut mich doch mal auf hier!!




    ...Seit jeher stört mich erziehungsbedingt das Mu?....


    Uiii, mich auch! Wieder eine Gemeinsamkeit...
    Schon allein die Tatsache, dass ich atmen muss: echt doof! Unfreiheit, wohin wir schauen!


    ... Hannemann, Du mußt dieses und jenes und das sowieso. Nach erledigtem Muß war ich schuld, fühlte mich auch schuldig - siehe nach bei Klammer....


    Klammer auch schuldig? Nun ja, die Urschuld, die Ursünde, es wäre das nächste Thema, dem ich Tausende von Seiten widmen könnte. Ich liebe solche Themen ja!


    .... In Wahrheit muß ICH nichts außer jetzt noch leben, irgendwann sterben UND, aus innerem Zwang, von dem ich nicht frei sein MÖCHTE, genüsslich speisen...


    Nun ja: Ja. Nein. Beides. ALles... Sollen wir jetzt hier paradox diskutieren? Mein Gott, was ufert das kleine zegg jetzt aus! Auch spannend


    ...Folgt: Meine Wege, auch die der Gedanken, versuche ich ohne dieses Muß...


    Gibs zu, Du willst nur in meinen Wanderclub mit diesem Satz aufgenommen werden!




    ....Allerdings gestattest Du Dir mit der Einschr?nkung eines "muss wohl" doch die Möglichkeitsform, genau wie der angesprochene Hollunderbeck mit seinem "kann". Und das ist gut so, denn wären Thesen, auch Deine, ultima ratio, dann, niederbayrisch" war ois eh a Scheiß.


    Scheisse ist Verdauung! Die brauchen wir zum überleben, sonst würden wir ja an der Scheisse ersticken. Tun wir aber nicht. Verdauung hat vorher als hoffentlich wertvolle Nahrung ja auch Nährstoffe in sich getragen. Aus dann verdauten Scheissgedanken sind dann im positiven Fall vorher kreative Ideen in irgendwas eingeflossen: in eine tolle Liebesnacht (um mal endlich zur Liebe zurückzukommen vor lauter Freiheitsgedusel) oder eine soziale Liebestat (um nicht dauernd bei der blöden Sexualität jetzt wieder zu landen)... Sieh es doch mal von diesem Blickwinkel aus!

  16. #16
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    AW: Freie Liebe

    Wow! Na aber! Da kräuseln sich meine Fußnägel. Ich bekomme bei einer Definition von Freiheit per negationem immer diese Lachanfälle, als ob ich es besser wüßte. Dieses überhebliche Lächeln will dann gar nicht mehr aus meinem Gesicht verschwinden. Woran mag das wohl liegen? Daß Freiheit sich vielleicht darum bekümmert, wogegen sie sich gerade stellte, um wirklich zu sein? Oder daß sie es eben nicht tut! Daß Freiheit wie Liebe ein Begriff ist, der nicht objektiviert werden kann. Und doch ständig verobjektiviert wird. Solche Unworte wie POLITISCHE FREIHEIT, SEXUELLE FREIHEIT und dergleichen mehr säen Dummheit unters Volk oder all die, die von sich auch noch glauben, sie seien besser als Volk, deckeln Wünsche und werten unter der Hand anderes Denken ab. Igitt igitt, die kleinen Freiheitsfaschisten sind wieder auf der Pirsch. Zumindest sind es Dogmatiker, Stoiker, die glauben, über Vernunftpostulate Freiheit definieren und leben zu können. Wahrlich Schweinekram. Ja, solches Denken erzeugt dann mein maliziöses Lächeln, weil ich weiß es ja besser.
    Manchmal aber denke ich auch was anderes: Da versuchen Menschen aus ihren Grenzen auszubrechen, setzen sich einen neuen Raum, in den hinein sie wirken wollen, bestimmen sich über dieses unbekannte Land und merken: Da geht was! Menschen sind so, sie können etwas, wenn sie es wollen. Und aus diesem Bewußtsein erzeugt sich dann das Bewußtsein der Freiheit: ich WILL, also kann ich auch. Und wenn ich es kann, dann können es alle, dann handle ich moralisch. Weg mit dem alten Schweinskram! (schon wieder dieses Wort, diesmal im umgekehrten Kontext)


    Ja, und ich wünschte mir dann, so empfinden zu können. Aber ich kann es nicht. Die andere Seite ist zu stark und hält mich ab. Es ist die Lähmung des Intellektuellen, vielleicht. Vielleicht aber auch ein zu kleiner Schwanz oder zu geringer Verstand. Oder meine Unfähigkeit, mich verständlich ausdrücken zu können. Ich weiß nicht.

  17. #17
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: Freie Liebe

    Mein Gott! Das sind doch Bilanzen! Könnten fast von einer Frau sein (wäre der Satz mit dem Schwanz nicht!)! Egal, wie oft ich hier noch verhauen werd... unter solchen Bilanzen fühl ich mich wohl. Ist das nun abartig?

  18. #18
    Bauer Hans
    Status: ungeklärt

    AW: Freie Liebe

    Abartig? Nein, wir diskutieren, besser, wir ufern aus.


    Zurück zur Überschrift: Ich mag nicht noch mal alles hier lesen, aber was ist denn nun freie Liebe? Ich denke mal: Der Phantasievolle vollbringt Phantasievolles, und dem Blöden bleibt der Missionar... mit seiner Stellung. Doch das ist nur wieder sexbezogen.
    Wie aber stellt sich ein Unterrichter der freien Liebe hin - die gibt es, da bin ich mir sicher - und erklärt den aufmerksam Lauschenden das Wesen der freien Liebe, ohne Feuerbälle und Paradiesvögel, Singvögel in den tropischen Regenwäldern Neuguineas, zu bemühen? Etwas Fassbares, au?er dem Busen der Nachbarin. Also, kann Dir der Prediger den von Dir anvisierten (wenn auch noch weitentfernten) Endzustand der Liebe nur im mindesten begreiflich schildern?


    Meine traurige Erkenntnis, keineswegs Wahrheit: Solche Verkünder streben nach Macht! Sie wollen Einfluß nehmen, dann kontrollieren, letztendlich herrschen in einem Ismus, liberaler Liebetismus.


    Ich habe in meinem Leben zu viele Gurus kommen und gehen gesehen, und leider auch ihre Anhänger, die jenen mit großen gläubigen Augen opferten. Ich glaube ihnen nicht! Auch nicht dem Stellverter Gottes auf Erden, der gleichfalls, nach einigen unumgänglichen und ziemlich kostspieligen Zeremonien, die große Freiheit und allumfassende Liebe verspricht. Schlagwörter, damit schlagen sie Denken und Menschen tot!


    Bitte, Strömerchen, sag mir ganz einfach: Was ist freie Liebe?


    Wenn Du so willst auch in vielen Stunden auf Tabor. Die Hühner, weise Tierchen, werden gewichtig nicken und picken.

  19. #19
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    AW: Freie Liebe

    Ok, Hannemännchen, Du willst es nicht anders. Du forderst von mir: sags "einfach"!!!!


    Die freie Liebe ist für mich: die unmöglichste aller Möglichkeiten und auch die mögliche Unmöglichkeit.


    Einfacher hab ichs jetzt und hier nicht!


    Bin ich ein Guru? Ist vor mir zu warnen?

  20. #20
    pjesma
    Status: ungeklärt

    AW: Freie Liebe

    wie ist ein fahrad zu fahren, wovon hängt das ab? von beschaffenheit des fahrad, fahrers temperament, beschafenheit des weges...usw usw. dadurch ist fahrad fahren nie frei.
    aber liebe, liebe ist immer frei. sogar von sexualität frei, (hier wird etwas vermischt und zusammengenäht, um belehren zu können.)


    liebe IST.
    liebe IST beschaffenheit.

  21. #21
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    AW: Freie Liebe

    Was ist Belehrung? Wann ist was eine Belehrung? "Belehrt" man schon dann,wenn man eine subjektive Sicht zu diesem oder jenem Thema äußert? Auch wenn man zu diesem Thema aufgefordert wurde, was dazu zu sagen?


    Liebe steht ÜBER Sexualität. Da sind wir uns einig. Liebe - in dem Sinne wie Du sie offenbar meinst - IST. Und ist damit auch: frei. Aber Du weisst genau, dass der Begriff "LIEBE" in unserem weltlichen Sprachgebrauch nun keinesfalls und immer nur in ihrem Endzustand "benutzt" wird, sondern dass es nun mal üblich ist, äußerst undifferenziert dieses Wort für alle möglichen schönen Gefühle von tiefer Zuneigung zwischen Menschen (oftmals auch Pflanzen, Tieren), bei Verliebtheiten wie auch gewachsenen, geprüften Altbeziehungen usw. zu verwenden.


    Liebe und Sexualität sind sowohl gesondert wie gemeinsam zu besprechen und zu betrachten, wenn man über solche Themen sprechen will. Man kann das drüber sprechen auch sein lassen. Klar doch. Wie mit allem! Wozu überhaupt noch irgendwas schreiben oder sprechen, wenn eh alles IST?!


    Liebe als letzter göttlicher Zustand des All- und Einsseins ist aber nicht unbedingt das Alltagsthema bei Frau Müller und Herrn Schmitz, wenn gerade mal wieder die Eifersucht hochflammt, die Kacke am dampfen ist und die Verlustangst um den/die "geliebte" Partner/in Schmerz, Hass, Wut, Ohnmacht erzeugt - in einer vielleicht ansonsten durchaus normalen, gar stabilen Beziehung, die sich selbst als "liebevoll" definieren würde.


    Im Zustand letzter Liebe hat auch niemand mehr Angst. Mir ist dies alles bewusst.... Wer von uns ist absolut ohne Angst? Bist du es? Bist du im Zustand dieser letzten Phase? Dann komm: sei meine Meisterin!

  22. #22
    Bauer Hans
    Status: ungeklärt

    AW: Freie Liebe

    Strömerchen, entschuldige Dich nicht für die von mir ausgelöste Diskussion. Kann noch lange gehen, Wunden offenlegen, vielleicht sogar einen Zipfel Klarheit bringen. Ich denke, mit Letztgeschriebenem von Dir kommen wir der notwendigen Trennung von Liebe und Sexualität näher. Gut so.


    Auch würde ich Dich nicht als Guru bezeichnen, eher als geschickt argumentierende Nachläuferin. Dem Himmel und der Liebe zwischen den Menschen sei Dank, wir haben ja bald ausreichend Zeit, um unter reifen Kirschen die Bilder der Gegenseitigkeit zurechtzurücken.


    Liebe IST! Liebe pjesma, entschuldige, aber für mich auch nur ein Schlagwort mit dem Anspruch unbedingter Wahrheit. Beweise! - Befehlsform, tätig zu werden.

  23. #23
    pjesma
    Status: ungeklärt

    AW: Freie Liebe

    hmhm. hätte ich mich ja raus halten können, anstatt halbherzig reinzuwerfen...aber egal jetzt.
    da unserer leben sehr kurz ist, kürzer als leben manche bäume sogar, und dass wir so ziemlich nicht sehr viel wichtiger und langlebiger sind als die ameisen und wärme(obwohl wir uns sehr gern mehr einbilden mit unserem 70-80 jahre durschnitt, und uns mit götter vergleichen, und nennen es stolz individualismus...ich wette die wärme sind auch individualisten, jeder ein auf seine art , so betrachte ich mich schon mit dem geburt in zustand der "letzte fase" angelangt...nein, ich habe keinen angst. und hätten sich die müllerchen bei eifersuchtanfall eigene vergänglichkeit vor augen gehalten, anstatt sich so wichtig zu nehmen, hätten sie keine hilfe gebraucht. dass jemand denen diese hilfestellung geben möchte ist lobenswert(dass du mir nicht denkst dass ich dich mit *pfui-teufel-sekte* anfahren möchte, nein-mag eure verein ganz in ordnung sein.) aber "freie" liebe ist nicht anzulernen,und nicht zu erklären und beizubringen-dass glaube ich nicht.


    lg, pjesma

  24. #24
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: Freie Liebe

    1. Misch dich ein. Das Thema ist wichtig. Meinungsvielfalt deshalb auch. Misch dich immer und so oft ein, wie du Kraft hast.


    2. Die Wette ist gewonnen. Der Wurm ist ein Individuum.


    3. Es ist nicht "mein" Verein. Ich bin kein Mitglied oder so. Ich trommel da. Das ist schön. Und ich beobachte und lerne da. Das ist auch schön.


    4. Müllerchens halten sich in Augenblicken von Eifersuchtsanfällen nichts vor die Augen. Da ist dann ein Balken drin. Sie halten sich alles vor den Bauch. Dann kriegen sie feste Bauchschmerzen. Das tut weh und macht Angst. So bleiben sie im Gefängnis. Klares Denken in gleichzeitiger Kombination mit reinem Fühlen ist Müllerchens meist fremd. Aber sie sind sicher lernfähig. Ich glaub an Müllers. Aber ich würde keine Zeitgarantie für kurzfristige Erfolge abgeben wollen. Aber nach meiner Auffassung haben Müllers ja mehr als 80 oder 800 Jahre Zeit. Aber das kann ich ihnen nicht sagen. Ich lass sie wüten. Sie hören ohnehin nicht zu. Sind ja freie Wesen. Machen was sie wollen. Auch Nichtzuhören!


    5. Ich wollt Müllers keine Hilfestellung geben. Ich will sie mir eigentlich selbst geben. Ich glaub, denen vom zegg geht es ähnlich. Bevor sie Hilfe anderen anbieten, schauen sie zunächst auch mal vorsichtig auf die eigene Kleinheit oder Begrenztheit. Sollten sie jedenfalls. Dass sie aber üben, find ich gut.


    6. Freiheit und Liebe sind Übungswege. Zum üben dieser Dinge gehört Lernenwollen, Willenskraft, Zähigkeit, Veränderungswille, Durchhaltevermögen, Angstüberwindung, Mut und vieles andere. Du kennst es doch. Bei-Bringen? Dar-Bringen? Hin-geben? Man kann solche Begriffe mehrfach mehrdeutig nutzen, wenn man auf einen neuen Klang dabei hört. Dafür muss das innere Hören (nicht mit dem Innenohrgang zu verwechseln) aber geschult sein.... Im herkömmlichen Sinne hast du recht: es ist ein Erfahrungswissen. Aber Erfahrung besteht ja auch unter anderem aus Begegnungen mit Lehrern, weiseren Menschen. Von denen kann man "auch" in Sachen Liebe und Freiheit "etwas" lernen. Etwas! Manchmal. Wenn sie vorbildhaft und prägend sind. Sonst ist es Schrott.
    Ich lerne an Glück und Leid gleichermaßen. Ich lerne aber auch an den Erfahrungen anderer Menschen - auch wenn es dabei um individuelle, so nicht mehr wiederholbare Ereignisse geht. Aber es gibt allgemeine Grundprobleme, die Ähnlichkeiten aufweisen. Das Durchschauen dieser Muster kann helfen, schnellere, tiefere Erfahrungen in kürzerer Zeit zu machen. Das wollen die meisten aber nicht. Ist nämlich anstrengend. Außerdem tut das auch oft weh.


    7. Also: Misch dich nur weiter ein und... glaub es halt nicht!

  25. #25
    Mutter des Hauses
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    AW: Freie Liebe

    1. Hm, mit dem Sex und der Liebe ist es bei euch also wie bei anderen auch. gut.


    2. So eine Art "Frauenhaus" für alle Geschlechter finde ich gut - ich denke da an einen Freund, dessen Frau die Scheidung einreichte und anschließend zur Gruppentherapie ging. Als er der Therapeutin sagte, er möchte auch sowas mitmachen, lehnte sie ab: sie therapieren nur Frauen, die unter der Scheidung leiden. phh..


    3. Was ist euch die Gruppe - Familie oder mehr oder weniger geschlossener Wirkungskreis? Was unterscheidet innen und außen?


    4. Wie siehst du dein Verhältnis zum zyklischen Auf und Ab, in der Liebe, in Beziehungen?


    Gruß, w.

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