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Thema: Jagden auf Möllemann, Sarrazin, Sieferle...

  1. #1
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    Post Jagden auf Möllemann, Sarrazin, Sieferle...

    Der "Chor der Heuchler" oder weshalb Herr M. zur Strecke gebracht werden muß


    Unterdessen haben rund 120 namhafte Journalisten und Publizisten einen Aufruf der Redakteurin Esther Schapira vom Hessischen Rundfunk unterzeichnet, um ihre Solidarität mit dem von Jürgen Möllemann "rassistisch angegriffenen" Journalisten Michel Friedman zu bekunden. Unter den Unterzeichnern sind auch der ARD-Chefredakteur Hartmann von der Tann und ZDF-Chefredakteur Nicolas Brender.


    Aber das hatten wir doch schon einmal, daß die Nutznießer eines verrotteten Systems (und damit ist gewiß nicht die Demokratie gemeint) in einer gleichgeschalteten Medienlandschaft gegen Abweichler (damals hießen sie "Klassenfeinde", heute "Antisemiten") ihren staatlich verordneten Unmut kundtaten.


    Das damalige Ereignis hieß in der Westpresse "Biermann-Affäre" und läutete die Ablösung einer fremdgesteuerten Politiker-Clique ein, die durch die ständige Wiederholung auswendig gelernter Phrasen jede Verbindung zum Volk verloren hatte.


    Und was ist heute?


    Jeder, aber auch wirklich jeder, dessen Horizont nicht durch Ferrari-Schuhmacher und Ruuudi auf TV-Entfernung geschrumpft ist, sagt mir: "Der Möllemann ist zwar ein Windbeutel/Populist/Konjunkturritter - aber er ist der einzige von dieser Heuchlerbande, der sich traut, die Wahrheit zu sagen." Die Damen und Herren vom ZJD und IHRE Jouralisten sprechen dagegen von "antisemitischen Ausfällen". Den Beweis bleiben sie allerdings schuldig. Es gibt auch keinen.


    Möllemann hat sinngemäß gesagt, daß die Palästinenser-Politik von Sharon und das gewöhnungsbedürftige Auftreten von M. Friedman dazu geeignet seien, antisemitische Vorurteile zu zementieren und zu verstärken.


    Stimmt das etwa nicht?


    Was er nicht gesagt hat, was aber vom "Chor der Heuchler" ständig kolportiert wird: Die Juden sind selber am Antisemitismus schuld. Wer diese beiden Aussagen bewußt vermischt und in erpresserischer Weise gegen eine Partei bzw. gewählte Vertreter derselben instrumentalisiert, ist in meinen Augen ein Feind der Demokratie in diesem Lande.


    Aber vielleicht möchte man gar nicht, daß das Wahlvolk sich seiner demokratischen Rechte bewußt wird? Anders ist doch die gegenwärtige Hexenjagd neo-sozialistischen Kalibers kaum zu erklären. Ein Herr Karsli, den vor zwei Wochen 99,9% der deutschen Bevölkerung nicht kannten, kann nicht der Grund für diese Aufregung sein. Den würde heute noch niemand kennen, wenn er nicht hätte in die FDP eintreten wollen. Weshalb dann diese inszenierte Empörung der medienpolitischen "Elite"?


    Weil Möllemann zwischen den Zeilen etwas anderes gesagt hat, was man auf keinen Fall tolerieren darf und will:


    Ein demokratisch gewählter Politiker bedarf nicht der Genehmigung des Zentralrates der Juden in Deutschland, wenn er eine Aussage trifft.


    Und dahinter droht noch eine viel schlimmere Aussage:


    Die nachgeborenen Generationen in Deutschland sind es leid, sich auf Dauer von demokratisch nicht legitimierten Interessengruppen mittels der Antisemitismus-Keule indoktrinieren zu lassen.


    Deshalb hassen sie ihn, den Herrn M., und deshalb werden sie keine Ruhe geben, bis sie ihn "erlegt" haben, den Verräter, den sie an ihrem Busen (der hochdotierten Abgeordneten- und Aufsichtsratssessel) genährt haben, und der jetzt so furchtbar unüberlegt aus der Reihe tanzt.


    Der ein oder andere meint jetzt vielleicht, der Möllemann und der Karsli seien doch gar nicht so furchtbar wichtig und ihre Entfernung aus dem politischen System kein großer Verlust. - Für die Personen mag das stimmen. Für dieses Land allerdings nicht, denn wenn es der Polit-Medien-Mafia jetzt gelingt, das zarte Pflänzchen der Emanzipation von gezielt angezüchteten Schuldkomplexen (was nichts mit den Lehren der Geschichte zu tun hat) zu ersticken, dann versinkt die Bundesrepublik noch tiefer im Schlamm des "moralischen" Gesinnungsterrors, des vorauseilenden Gehorsams und der sinnentleerten Demuts-Rituale.


    Die Bücherverbrenner schwenken bereits die Fackeln (siehe Walser-Debatte).


    K.

  2. #2
    Kurzvormabschussiger
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    AW: Jagden auf Möllemann 2005, Sarrazin 2012, ...

    Hallo Kassandra,
    in aller Freundschaft sage ich Dir: Du spinnst zunehmend mit Deinen Hyde Park Corner Reden. Alles in einen Topf: Biermann-Affäre, Möllemann, Geschichte und Gesinnungsterror. Böse, böse Juden, die auch irgendwas auf dem Kerbholz haben. Wirklich - Du kochst echte Kraftbrühe zusammen. Oder ist es doch der Gefühlsbrei eines Menschen, der gerne die Dinge auf eine Kette der Folgerichtigkeiten zieht. Deine schlichte Sicht auf die Politik ist gefährlicher als Möllemann und das will bei meiner Abneigung gegen den schon was heißen.
    Und dann immer diese Theatralik. Unglücklich, wa?

    Matsch

  3. #3
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    AW: Jagden auf Möllemann 2005, Sarrazin 2012, ...

    Hallo Kassandra,


    warum wirft eigentlich keiner dem Fifa Präsidenten Blatter vor, er schade dem Ansehen der Schweiz, er würde damit antischweizerische Ressentiments wecken?
    Also nur "der Juden" muß aufpassen damit er nicht seinem ganzen Volk schadet? Alle anderen Menschen werden als Einzelpersonen gewertet.


    Frei nach Broder

  4. #4
    rodbertus
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    AW: Jagden auf Möllemann 2005, Sarrazin 2012, ...

    Donna, verwechsle hier nicht Ton und Aussage! Etwas mehr substanzielle Auseinandersetzung stünde Dir hier gut zu Gesicht. Kassandra spricht ein für uns Wortschaffende eminent wichtiges Thema an, das der Indoktrination durch sog. political correctness. Die Juden sind nicht der Angriffspunkt, um den es hier geht. Es geht um die Freiheit des Wortes. ich mag den Möllemann nicht, halte ihn für einen Aufschneider und Gernegroß, aber in der Sache stimme ich seinem Protest hier zu: Wer erst fragen muß, ob er etwas sagen darf, der kann nicht frei sein.

    Von mir vorerst nur so viel: Kassandra, ich stimme Dir zu, auch in der Form.

  5. #5
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    AW: Jagden auf Möllemann 2005, Sarrazin 2012, ...

    Von Bücherverbrennungen sind wir weit entfernt. Selbst der wirklich sehr betroffen wirkende MRR meinte, das Buch von Walser sollte auf jeden Fall veröffentlicht werden.

  6. #6
    rodbertus
    Status: ungeklärt

    AW: Jagden auf Möllemann 2005, Sarrazin 2012, ...

    Puh! Da hat Walser ja noch mal Glück gehabt. Er DARF also. - qed

  7. #7
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: Jagden auf Möllemann 2005, Sarrazin 2012, ...

    meine meinung zu dem ganze kladderadatsch hab ich ja schon kundgetan, und sie ist nich grad das gegenteil von dem was kassandra sagt. was mich hier ein bissel stört sind die bücherverbrenner. sie sind zwar da, aber das waren sie schon immer. vereinzelte spießer, die aus irgendwelchen gründen moralische tugenden verletzt sahen. das es beim walser-buch (sowieso ein ungelegtes ei) dafür weit mehr stimmen gibt, glaube ich nicht. literaten, einschließlich MRR, wollen, daß das buch erscheint.

  8. #8
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: Jagden auf Möllemann 2005, Sarrazin 2012, ...

    Original erstellt von Kyra:

    warum wirft eigentlich keiner dem Fifa Präsidenten Blatter vor, er schade dem Ansehen der Schweiz, er würde damit antischweizerische Ressentiments wecken?





    tu ich ja, liebe kyra. es ist eine schande. nur gut, dass der kerl ein walliser ist.


    gruss stöver/b.


    desweiteren empfehle ich den neuen deutschen ein büchlein eines weiteren schweizers (kein walliser!)


    otto f. walter "der stumme"

  9. #9
    Kurzvormabschussiger
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    AW: Jagden auf Möllemann 2005, Sarrazin 2012, ...

    "Donna, verwechsle hier nicht Ton und Aussage! Etwas mehr substanzielle Auseinandersetzung stünde Dir hier gut zu Gesicht. Kassandra spricht ein f?r uns Wortschaffende eminent wichtiges Thema an, das der Indoktrination durch sog. political correctness."


    Tja Meister Robert, ich habe schlicht und ergreifend keine Lust auf das, was Du substanzielle Aussage nennst. Der Brite sagt, man soll sich die Puste für den heißen Haferbrei sparen - und Kassandra ist mir nicht heiß genug. Für ihn finde ich, reicht das. Wenn Du Dich hinter ihn stellst, dann bitte schön. Bei mir gehört die Form, die ich wählte, ebenfalls zu den Botschaften.

    Gruß
    Matsch

  10. #10
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    AW: Jagden auf Möllemann 2005, Sarrazin 2012, ...

    Kyra,


    warum wirft eigentlich keiner dem Fifa Präsidenten Blatter vor, er schade dem Ansehen der Schweiz, er würde damit antischweizerische Ressentiments wecken?

    Das Argument ist nur teilweise richtig, denn Blatter ist Chef einer internationalen Organisation, und ich glaube schon, daß es nach den Vorfällen der letzten Monate Ressentiments gegen die FIFA gibt. Seine Nationalität spielt nur eine untergeordnete Rolle.


    Kyra,
    Von Bücherverbrennungen sind wir weit entfernt. Selbst der wirklich sehr betroffen wirkende MRR meinte, das Buch von Walser sollte auf jeden Fall veröffentlich werden.

    Leider stimmt das nicht. Quelle "Spiegel online":


    Mehrere Stimmen hatten sich Anfang der Woche gegen eine Veröffentlichung des Romans bei Suhrkamp ausgesprochen, darunter der in dem Buch karikierte Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki. Auch das Präsidiumsmitglied des Zentralrats der Juden, Salomon Korn, sagte am Dienstag im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur: "Es wäre fatal, Walsers krude und unerträgliche Gedanken durch den Namen Suhrkamp zu adeln".


    Mittlerweile erwägt Martin Walser die Auswanderung nach Österreich - nichts wie weg aus dem ehemaligen Land der Dichter und Denker ...


    K.

  11. #11
    rodbertus
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    AW: Jagden auf Möllemann 2005, Sarrazin 2012, ...

    Donna, da sind wir aber ganz schön zickig. Als ich 18 war, erlaubte ich mir solchen Snobismus. Heute weiß ich, ich hatte recht. Aber ich bin auch noch der gleiche geblieben und beuge mich hinab zu den Gräsern. Auch Klatschmohn vergeht schnell. Und Klatschmohn liebe ich.


    Ich bin für jede Veröffentlichung. Das Volk nimmt eh nur, was es will. An Verführungen konnte ich nie glauben. - suhrcamp hat als Privatinstitution selbstredend das Recht zu publizieren, wen es will. Die Aussagen allerdings betonen nicht dieses private Recht, sondern besitzen eine Ausstoßungsattitüde. Walser soll quasi auf eine Liste des Bösen. Der Mann hat ihbaba gemacht - und das muß bestraft werden. Ab 5:45 Uhr wird (auf Walser und Möllemann) scharf zurückgeschossen.

  12. #12
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: Jagden auf Möllemann 2005, Sarrazin 2012, ...

    Hallo Kassandra,


    obwohl ich nun die Biermann-Sache nicht unbedingt auf eine Stufe mit Möllemann heben würde (obwohl beide ähnlich geltungssüchtig und reichlich unsympathisch sind), fand ich Deinen Kommentar wohltuend.


    Aber worum geht es eigentlich? Doch nur um öffentlichen Einfluß und gesellschaftliche Reputation, um Eitelkeit und das Lebensbild, mit dem man großgeworden ist.


    Denn interessanterweise ist eine Vielzahl derer (natürlich nicht alle), welche jetzt die alte "Judenkritiker=Antisemit" -Schablone herausholen und seit Jahren schon die uns von den Amis aufoktroyierte political correctness in Lächerlich-grenzenlose steigern, Bestandteil der guten, in die Jahre und Macht gekommenen 68er Generation. Und als die das Leugnen des Deutschseins erlernten, war das vielleicht sogar noch in Grenzen vertretbar, obwohl einen vollkommene Entnationalisierung einem Volk nie gut tut (s. DDR).


    Problematisch ist eben nur, daß diese Menschen eben heute nicht von ihren Jugendidealen lassen können und auch nicht mehr realisieren, daß sich bestimmte Dinge verändert haben. Nun ist Müllmann kein Beispiel für die heutige, junge und vor allem wahlmüde Generation (die u.a. deshalb nicht mehr wählen gehen, weil alle ernsthaft zur Wahl stehenden Parteien wirtschaftlich nix ändern können und ideologisch durch die p.c.-Limits auch nichts mehr reißen), aber der Knaller hat ein excellentes Gespür für Gefühle und Überzeugungen von Menschen (Politiker möchte ich nicht sein: Machen sie ihr Ding, dann heißt es, sie seien abgehoben - richten sie ihre Politik nach der Meinung der Bevölkerung, sind sie Opportunisten...).
    Mal sehen, ob uns bei der Ablösung der 68er ein ähnlich harter Kampf bevorsteht wie ihnen selbst.


    Was ich jedoch ganz finster finde, ist, wenn ein Vertreter einer Organisation einen Angriff auf sich selbst bewußt mit einer Provokation seiner Organisation/ Glaubensgemeinschaft etc. gleichsetzt, weil es/ sie/ es nicht den Arsch in der Hose hat, sich zu wehren. Und dieser in jeder Diskussion unzulässige Schachzug ist auch von genügend Leuten bemerkt worden (In der DDR hatten wir den Spruch: "Bist Du für uns, ist es gut - bist Du gegen uns, dann bist Du gegen den Frieden."), wie die Vielzahl von Diskussionen ja zeigt. Kein Vertreter irgendeiner Organisation darf qua Wahl zu deren Vorsitzenden oder was auch immer das Recht verlieren, von anderen als Armleuchter bezeichnet zu werden. Und nur darum geht es.

  13. #13
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Jagden auf Möllemann, Sarrazin, Sieferle...

    guter gedanke, behle! das mit der gleichsetzung scheint mir des pudels kern zu sein. (und wir faust-kenner wissen ja, was des pudels kern gewest..) ich glaube allerdings nicht, daß friedman keinen arsch in der hose hat. er hat. vielmehr wird er nach dem stärksten argument gesucht haben, was der niederwalz-attitüde einer komplementären großmannssucht entspricht. wie wir klugen menschen weiter wissen, kompensieren die juden ihr jahrhunderte andauernde selbstunterdrückung, selbsthaß (siehe otto weininger), mit sprachgewandter rabulistik. für dumme linke und oberdumme kleinbürgerpostfaschistensöhne (gemeint sind die importdemokraten der 68er Generation) galt das als typisch deutsch. lächerlich. war's nie. aber das nur am rande. und dann sind solch waghalsige abstraktionen wie die von dir genannten

    • WENN DU NICHT FÜR UNS BIST, DANN BIST DU GEGEN DEN WELTFRIEDEN bzw.
    • Wenn du einen Juden angreifst - und sei es das größte Arschloch -, dann bist du Antisemit.
    • Und wenn du zu einem Juden sagst, er schüre antijüdische Ressentiments, dann bist du beinahe schon untragbar für ein politisches Amt...

    zwangsläufige Ergebnisse eines denkens, das ich für ebenso verwerflich wie ruchlos halte.

    Also, ich muß da schon sagen, daß Möllemann mich an Don Quichote erinnert. Wie kann der Mann nur so dumm sein und glauben, in diesem Staat gebe es eine demokratische Streitkultur? Man hat hier den Westen installiert, da gibt es keine auf Gerechtigkeit und Achtung des Gegners basierende Streitkultur. Lessings Geist lebt nicht mehr. Es gilt vielmehr, sich im Rahmen von expedierten Prämissen (Prolegomena zu einer Metaphysik der Unsittlichkeit) zu bewegen, also KORREKT zu sein.
    Möllemann hat das nicht begriffen, was seinen Kopf kosten wird.

  14. #14
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    AW: Jagden auf Möllemann, Sarrazin, Sieferle...

    für dumme linke und oberdumme kleinbürgerpostfaschistensöhne (gemeint sind die importdemokraten der 68er Generation) galt das als typisch deutsch.


    kleinbürgerpostfaschistensöhne


    Und Töchter!!!!


    importdemokraten der 68er Generation


    Was heißt in diesem Zusammenhang "importdemokraten"? Woher wurden wir importiert? Aus Frankreich? Aus den USA? Aus der damals aktuellen politischen Situation z.B. Vietnam?

  15. #15
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    AW: Jagden auf Möllemann, Sarrazin, Sieferle...

    wie wir klugen menschen weiter wissen, kompensieren die juden ihr jahrhunderte andauernde selbstunterdrückung, selbsthaß (siehe otto weininger), mit sprachgewandter rabulistik


    Ne, also wirklich. "Die Juden" wieder verallgemeinert.ein Weininger erklärt die ganze Judenheit. Du bist ein Antisemit. Unerhört eigentlich. Möllemann macht ganze Arbeit. Schämst Du Dich nicht?

    Nein, das ist keine Grundlage für eine Diskussion.

  16. #16
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    AW: Jagden auf Möllemann, Sarrazin, Sieferle...

    Genau, Modsche. Und DIE DEUTSCHEN kompensieren ihr schlechtes Gewissen gegenüber den Juden mit einer bis zur absoluten Devotion hinneigenden Verlogenheit ihrer Eigenart, machen sich zu Krüppeln des zarten Pflänzchens Selbstbewußtsein.


    Wie Du an diesem Satz sehen kannst, bin ich genau so Anti-Deutscher (was für ein bescheuertes Wort) wie Anti-Semit (diese Wortkonstruktion ist um keinen Deut besser als Anti-Deutscher oder Anti-Burghausen-Lippener). Merkst Du, wie blödsinnig Deine Schlußfolgerung ist, wenn Du aus meiner sozialgeschichtlich-psychologischen Beschreibung historischer Entwicklung gleich mal mirnichts, dirnichts verallgemeinerst und mich gleich mal in einen Topf steckst, den Du dann auch noch deckelst. Mit der gleichen Logik müßte ich Deine Kritik an mir als die eines Anti-Ariers, geprägt von Selbsthaß und Kompensationsgelüsten bezeichnen. Am Ende ist jeder, der mal Kritik äußert, gleich ein Anti-sowas und jedes Gespräch wird damit unmöglich. Komm mal runter von Deinem hohen Roß und Deinen niederen Beweggründen! Oder kompensierst Du am Ende mangelnde Argumente mit dieser Abschmetterung?


    Klar, es sind immer nur ein paar, niemals DIE, immer einige, aber so fange ich gar nicht erst an, weil ich dann an polemischer Schärfe verlieren würde in meinem Gewort und weil es relativieren würde, beliebig machen würde. In unserem speziellen Falle nehme ich argumentationstechnisch in Anspruch, was die Gegenseite auch leistet, was allerdings zu verwerfen ist, nämlich zu verallgemeinern, wo's nichts zu verallgemeinern gibt. (Ich bin also um keinen Deut besser als die Angreifer. Aber ich will auch nicht besser sein. Ich will auch nicht rechtbehalten.) Wenn ein Jude namens Friedman kritisiert wird, dann wird nicht zwangsläufig die Judenheit kritisiert, selbst wenn die Juden Thema der speziellen Kritik an F. sind; dann ist MAN (und auch im speziellen Fall der Kritisierende) nicht zwangsläufig ein Antisemit. Wer Kritik übt, ist noch lange nicht ANTI-irgend etwas. Genau das aber schlußfolgern DIE Juden, die die Entscheidungen bezüglich Herrn M. treffen, wenn sie behaupten, M. sei Antisemit, wenn er Herrn F. (ihrer Ansicht nach) beleidige. Und wenn dies 98,3% der Juden schlußfolgern würden, dann würde das immer noch nicht heißen, daß sie recht hätten. Das würde nur beweisen, wie sensibel mit diesem Thema umgegangen werden müßte, und es würde jedenfalls beweisen, daß es nach wie vor ein Tabu-Thema in Deutschland ist, auch nur irgend etwas Kritisches über Israel und die Juden zu sagen. man könnte dann aber auch behaupten, daß eben darum unsensibel damit umgegangen werden muß, denn schließlich würde ein Nachgeben in diesem Punkt bedeuten,d aß jeder für sich diese Sensibilität einfordern dürfte, was am Ende zu einem Stocken des gesellschaftlichen Diskurses führen muß. Und ich bin jedenfalls NICHT daran interessiert, daß wir uns Scheuklappen udn Bretter, Bretter, Bretter anlegen.

  17. #17
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    AW: Jagden auf Möllemann, Sarrazin, Sieferle...

    Nein, Robert ist kein Antisemit! Auch Möllemann ist keiner, da bin ich mir sicher. Letztlich reden wir hier aneinander vorbei, also Madge an Robert. Robert sieht die Freiheit des Ausdrucks gefährdet. Wen jemand ein Künstler ist, oder auch nur was damit zu tun hat, ist diese Angst immer da. Aber ich bin sicher, Robert würde auch einige verallgemeinernde und provokative Dinge über Katholiken oder Protestanten sagen können.
    Er sieht es geschichtsfrei. So als würde ich sagen die Protestanten sind lustfeindlicher, denn sie können nicht durch einige "Vater unser" ihre Sünden abtragen. Darum müssen sie immer moralisch sein (siehe der Puritanismus der USA und ihre Überzeugung, sie seien das Gewissen der Welt). Hätten sie auch die Beichte....usw.
    Die Katholiken brauchen kein Versprechen zu halten, können allen Schweinkram machen.

  18. #18
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    AW: Jagden auf Möllemann, Sarrazin, Sieferle...

    ist lust an moral gebunden? glaubst du, daß die protestanten (worunter ich mich zähle) lustlos seien, weil sie eben nicht mit einer beichte den mord an ihrem vater sich von der seele schummeln können, zeitlebens also dazu gezwungen sind, ihr handeln in einklang mit dem eigenen mikrokosmus zu bringen?

    ich nicht.


    ich hab da einen anderen ansatz, glaube an wegscheiden. einmal entschieden, liegt der weg klar vor einem, ständige reflexionen sind dann kaum noch nötig, es sei denn, wenn anderer denken geprüft wird. darum rede ich auch so, wie ich rede. ich nehm kein blatt vor den mund, rede, was ich denke. weil ich mich entschieden habe, diesen weg zu nehmen, den ich für gut und richtig halte.

  19. #19
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: Jagden auf Möllemann, Sarrazin, Sieferle...

    O-Ton Madge:
    Nein, das ist keine Grundlage für eine Diskussion.
    Weshalb drängt sich mir der fatale Eindruck auf, daß Dir (ich vermeide bewußt den Terminus "Leuten wie Dir") überhaupt nicht an einer Diskussion gelegen ist?


    Was ich bisher von Dir in diesem und anderen Foren an politischen Statements gelesen habe, hätte auch aus einer nach einer guten Note in Gesellschafts- bzw. Staatsbürgerkunde gierenden Schüleraufsatz stammen können.


    PC pur.


    K.

  20. #20
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: Jagden auf Möllemann, Sarrazin, Sieferle...

    Wenn man das Ganze zusätzlich noch außerhalb des gesamtgesellschaftlichen Kontexts betrachtet sind doch Möllemann und Friedmann nur zwei alternde, eitle, adrenalinsüchtige Medienlümmel, die seit Jahren keine sich bietende Chance auslassen, ihre Kackfressen in der Öffentlichkeit zu präsentieren. Selbstdarsteller, einer wie der andere. Was ich ungerecht finde, ist, daß nur Möllemann dieser Vorwurf gemacht wird, Friedmann aber nicht. Und daß beide des öffentlichen Postens, den sie bekleiden, nicht würdig sind, solange sie ihre Hahnenkämpfe nicht, wie es sich gehört, auf dem Klo austragen sondern in aller Öffentlichkeit, kann doch auch keiner bestreiten. Letztlich lassen wir uns doch alle nur, mit diesem Forum eben auch, mal wieder herrlich instrumentalisieren. So. Das mußte mal raus.

  21. #21
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    AW: Jagden auf Möllemann, Sarrazin, Sieferle...

    Was ich ungerecht finde, ist, daß nur Möllemann dieser Vorwurf gemacht wird, Friedmann aber nicht.


    Liebes dickes Beh, daß Friedman Selbstdarsteller ist, das weiß jeder und das würde er auch sofort unterschreiben, denke ich. Möllemann zieht erst jetzt nach. Darum muss er auch so heftig werden. Friedmann hat sich über Jahre da raufgearbeitet. Und er ist der unterhaltsamere und intelligentere Selbstdarsteller von den beiden. DEN Vorwurf, Selbstdarsteller zu sein, hört Friedman seit Jahren.

  22. #22
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: Jagden auf Möllemann, Sarrazin, Sieferle...

    Original erstellt von Kyra:
    Möllemann zieht erst jetzt nach.

    Bitte?? Den habe ich doch sogar schon in der medial eher unterbelichteten Republik mitbekommen, nä, das stimmt nicht.
    Friedmann intelligent? Mag sein, aber ohne jedwede Bremse. Wer sich öffentlich hinstellt wie dieser, Fatzke sagt man bei uns in Berlin, und öffentlich erklärt, daß er Leute nicht versteht, die "sich nicht pflegen, die auf ihr Äußeres keinen Wert legen", der hat sie doch nicht mehr alle. Dieser affektierte Lackaffe. (Hey, ein Rekord, zwei aufeinanderfolgende Worte mit "Doppel-F"). Sorry, Kyra.

  23. #23
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    AW: Jagden auf Möllemann, Sarrazin, Sieferle...

    Wer sich öffentlich hinstellt wie dieser, Fatzke sagt man bei uns in Berlin, und öffentlich erklärt, daß er Leute nicht versteht, die "sich nicht pflegen, die auf ihr Äußeres keinen Wert legen", der hat sie doch nicht mehr alle.


    Das meine ich doch. Der hat das doch immer bis in den Exzess ausgespielt. Dieses übertrieben eitle, das manirierte, diese Blicke, diese Affektiertheit. Das ist doch klar. Der hat sich diese Image gestrickt. Natürlich weil er auch so ist. Das ist fast so als würde man sagen, schaut Lilo Wanders ist gerne eine Transe. Das ist doch klar.

  24. #24
    Kurzvormabschussiger
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    AW: Jagden auf Möllemann, Sarrazin, Sieferle...

    "Versöhnung ist ein absolut sinnloser Begriff. Den Erben des judenmordenden Staates kommt gar nicht anderes zu, als die schwere historische Verantwortung auf sich zu nehmen, generationenlang, für immer."


    diese äußerung wird herrn friedmann zugeschrieben. ist dies zu belegen?

  25. #25
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    AW: Jagden auf Möllemann, Sarrazin, Sieferle...

    Das ist aber doch recht komisch....
    http://www.spiegel.de/politik/deutsc...200070,00.html

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