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Thema: na was wohl?

  1. #1
    schreibt hier hin und wieder
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    Post na was wohl?

    meine therapeutin hat unverschämt lange beine und verlangt 80 EUR die stunde. ich erkläre ihr die welt, das ist ok. schließlich soll sie von ihrem dasein auch was haben. es gilt, wissen und farben zu teilen.


    letztens war sie nicht gut drauf, sie ruderte, wußte nicht wo anzuhebeln sei. ich bin ja manchmal gemein. ich lasse die anderen an meinem schweigen auflaufen. haben sie schon einmal andere an ihrem schweigen auflaufen lassen?


    der informationsfluss fließt durch die uns innewohnende geschwätzigkeit, wer redet nicht gerne über sich selbst? ja, auch ich rede gerne über mich selbst. an jenem sonnendurchflutetem nachmittag wollte ich aber nicht reden. nicht über mich und nicht über das zwitschern der katakombenkolibris.


    meine therapeutin ruderte und ich genoss es. sie trug eine weiße bluse, einen breiten ledergürtel und eine seitenverschnürte beige jean, sie wirkte spanisch auf mich. sie war müde, eben auch nur ein mensch.


    welches tier, so sie.


    großer gott, diese uraltnummer! ich überlege mir in solchen situationen dann schon, ob ich geheime homosexuelle zimmerassel sagen soll, meine therapeutin hat überhaupt keine ahnung von biologie, ich glaube, sie sieht auch kein fern, ich glaube sie ist narzistin, die es irgendwie gerade noch auf die reihe bekommen hat. die geheime homosexuelle zimmerassel würde sie mir, glaube ich, gerade nicht mehr abnehmen, satim salve!


    bevor ich ihr den löwen erklörte, mußte ich aber noch meinen lieblingsbaum: mammutbaum, meine lieblingslandschaft: gebirge, meine lieblingsmusik: saint germain nennen. ich hätte daraus eine geschichte zu machen. naja.


    ich bin nur ein halber löwe, sagte ich ihr, dafür, dass im ganzen!


    meine therapeutin ist definitiv nicht dumm. sie kann was. sie hält was von zweierbeziehungen, braucht sie aber, so glaube ich, nicht, wirklich. sie liebt sich. gerade einen hauch zuwenig, um alleine zu bleiben.


    sie hat unverschämt lange beine. sex ist mir nicht so wichtig. ich bin ästhet.


    ich bekenne: ich mag sauerkraut.








    [Diese Nachricht wurde von Schnob van Quittenlauch am 21. Juni 2003 editiert.]

  2. #2
    Tochter aus gutem Hause
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    AW: na was wohl?

    Hallo Schnittlauch,
    zum Schreien komisch dein Text. Gefällt mir. Das könntest du aber noch etwas weiter ausbauen, meinst nicht?
    lg Patina

  3. #3
    Kurzvormabschussiger
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    AW: na was wohl?

    Lieber SVQ,


    wie schmeckt wohl so ein katakombenkolibrierter Schweigeauflauf?


    Dein Text hat mich zum Lachen gebracht.

  4. #4
    Bauer Hans
    Status: ungeklärt

    AW: na was wohl?

    Sauerkraut ist Sex.


    Van der Schnob, ich hoffe, Dir irgendwann meinen Witz mit den Säulen zu erzählen.


    Du wirst darüber lachen, ich bin mir sicher.

  5. #5
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: na was wohl?

    ja honey, her mit den säulen-witzen! von den kann ich nicht genug haben! ("kennen sie schon den neuesten säulenwitz?")


    im letzten posting ging es mir darum, auf den verborgenen zusammenhang zwischen sex krautet sauer und dem üblichen hinzuweisen. wir wissen viel zu wenig darüber. ich sah schlanke badische knöchel, stampfend im sauerkrautbottich, das ist für mich gelungene erotik!

  6. #6
    Dr. med Belinda Unbill
    Status: ungeklärt

    Post AW: na was wohl?

    Sehr geehrter Herr Schnob van Quittenlauch!


    Nachdem mir zu Ohren gekommen ist, dass Sie in diversen Literaturzirkeln nicht nur ihre literarischen Ergüsse, sondern auch meine Beinlänge zur Schau stellen, sehe ich mich leider gezwungen, Sie aus meiner Patientenkartei zu streichen. Nebst umgehender Begleichung meines Honorars in Höhe von 80,- Euro bitte ich gleichzeitig um Abholung des mit Blattgold verzierten Kunstwerks "Schweinshaxe Lydia im Morphinrausch", das Sie bei Ihrer letzten Sitzung hier haben liegen lassen. Um Sie aber nicht ohne jegliche Lebensorientierung ziehen zu lassen, gebe ich Ihnen im Hinblick auf den bereits erzielten Behandlungserfolg den Rat, sich ohne Zuhilfenahme der im Konfrontationstraining verwendeten Motivationspuppen nunmehr ganz aus der gebückten Haltung zu begeben. Das selbständige Gehen klappte ja schon recht gut. Sollte es zu Rückschlägen kommen und die zwanghafte Buckelbildung erneut und in noch massiverer Form auftauchen, wenden Sie sich doch bitte an das ZEMLAF (Zentrum zur Erforschung mikrobiologischer Lebensformen auf Fußgängerüberwegen). Dort werden Mitarbeiter, die sich aufgrund besonderer Umstände ständig in unmittelbarer Bodennähe befinden, gern gesehen. Sollte es wider Erwarten zu einem länger andauernden Erfolg kommen und Sie Ihr vorgefaßtes Ziel, am diesjährigen Katakombenkolibriturmsprungturnier in Obergurgl teilzunehmen, achten Sie bitte weiterhin auf eine geschmeidige Muskulatur, um bei einem plötzlichen Einknick vermeidbaren Verletzungen entgegenzuwirken.


    Hochachtungsvoll


    Dr. med. Bellinda Unbill

  7. #7
    resurrector
    Status: ungeklärt

    AW: na was wohl?

    Allerliebst. Schnoberle in Höchstform. Auch heute noch eine Lesefreud.

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