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Thema: Sechs Frauen bin ich

  1. #1
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    Sechs Frauen bin ich

    Sechs Frauen bin ich


    Ich bin sechs Frauen. Ich bin sie gern. Fünf von ihnen wollen sexy sein. Oberflächlich sind sie deshalb nicht. Die sechste will einfach nicht. Müdes Schulterzucken ihrerseits bei dem Gedanken. Ach, Männer! Eine abweisende Handbewegung im Geiste allein bei der Vorstellung. Die anderen fünf feixen, wenn die sechste denkt. Männer? Wo sind sie? Her damit. Sie mögen M?nner. Aus sehr unterschiedlichen Gründen. Fast so sehr wie sich selbst.
    Drei davon gerne in Vielfalt. Auch gerne in Massen, sofern die Qualität nicht leidet. Die Empfindungsqualität. Es sind ja Frauen. Meine Frauen. Eine Frau wäre tatsächlich mit zwei Männern zufrieden. Es müssen ja nicht konstant die gleichen Personen sein.


    Lina
    Lina reicht einer. Einer für immer. So, wie es die Gänse machen. Vereint bis in den Tod. Dann traurig sein. Schnell hinterhersterben. Ein guter, treuer Ganterich. Aber bitte als Mann. Samenfroh spendender Versorger, der Vater sein will. In sich ruhend, geduldig, mit Trage- und Haltekraft. Sex ab 40 muss nicht mehr sein. Die Kinder sind doch dann da. Hauptsache, die Kartoffeln sind rechtzeitig im Keller und die Fahrräder der Kinder geflickt. Lina flickt nicht gern. So eine ist Lina. Eine von den sechsen.


    Sine
    Sine will viele Männer. Die braucht sie zum vielen Sex. Einer schafft das nicht. Sie will wenige Kinder. Maximal zwei. Das muss reichen. Gören brauchen Zeit. Das weiss Sine. Aber Sex braucht auch Zeit. Zeit hat Sine nicht sonderlich viel übrig im Leben. Sie kommt zu kurz mit ihrem Zeitbudget. Egal, wie alt sie wird. Atemlose Frau. Aber gut im hecheln. Sie will eine gute Mutter sein. Ein ständiger Spannungsbogen. Wegen der vielen Termine mit den Männern. Diese Organisation nervt. Dazu die Kinder. Sex macht Spaß. Das Leben soll fröhlich sein. Wenn nur das mit der Zeit nicht so eng gefasst wäre.


    Shari
    Shari will Sex. Aber nicht mit einem Mann. Schwänze und Penisse können ihr gestohlen bleiben. Sex ist Erotik. Was ist erotischer als Geist? Nichts. Geist ist Erotik pur. Gedankenorgasmen ohne menschlichen Körperschweiß und Samen. Ideenekstase, die ihre Festplatte im Kopf zu sprengen droht. Dann geht es mit ihr ab. Sie braucht Bilder. Innere Bilder, die sie in die Tiefen des Orbits ihres Bewusstseins schleust. Die Gefühle transportieren. Das ist Lust pur. Das Leuchten ihrer klaren Augen beim nächsten Heranfluten neuer Ideen lässt sie ätherisch wirken. Da passen keine Schwänze rein. Eros ist Geist. Geist ist göttlich. Wozu dann noch ein Mann!


    Axelle
    Axelle will auch Sex. Egal wie viel. Gut muss er sein. Tief und berührend. Wage es kein Mann, sie je zu berühren, der nicht die taoistische Samentransformation beherrscht! Ein Diktum. Eines von vielen. Die Unermesslichkeit ihrer Ansprüche macht sie einsam. Manchmal. Samen müssen durch die Poren ausgeschwitzt werden. Drei Monate braucht das zumeist. Der Geruch in den Hemden. In den Betten. Aber niemals an ihrem Körper. Reiner Sex. Chin ins Kreuzbein pumpen. Chi kreisen lassen. Om. Atmen, jetzt atmen. Gleichklang im Rhythmus mit dem Partner. Oder im Gleichklang mit sich selbst. Frau kann sich auch alleine lieben. Es braucht den Mann nicht immer. Yin und Yang müssen dann halt austariert werden. Das geht schon. Dafür gibt es Methoden. Einfache oder zweifache Höherentwicklung. Je nach Stimmung. Der Mann dabei ist peripher. Nicht ohne Wert. Atmen. Om. Hochziehen ins Jadekissen, kreisen lassen. Dann Ganzkörperorgasmus. Mehrmals täglich. Das hält gesund.


    Renu
    Renu will zwei Männer. Parallel und immer. Die männlichen Individuen dürfen wechseln. Die Zahl sollte konstant sein. Einen für die Woche. Einen fürs Wochenende. Dann kann der von der Woche entspannen. Oder zu seiner Geliebten gehen. Wie er will. Was ihm gut tut. Hauptsache allen tut alles mögliche gut. Das verändert die Welt. Gut tun will geübt sein. Es braucht Übersicht. Auch in den Gefühlen. Zwei Männer sind übersichtlich. Der Sonntagsmann sollte immer schön frisch sein. Nicht erschöpft von der Woche. Das muss er einteilen lernen. Sonst passt er nicht zu Renu. Sie will lebendiger Jungbrunnen sein. Für die Männer und für sich selbst. Renu ist gern ein guter Mensch. Dazu braucht sie guten Sex. Sie gibt so gern, so viel. Aber nicht nur an einen. Das reicht nicht. Abwechslung muss sein. Zwei Männer sind auch im Bett überschaubar. Für jeden den gleichen Kosenamen. Das ist ökonomisch für die Gefühle. Kein Vertun. Sie dürfen voneinander wissen. Sollen sich Nebenfrauen halten. Dann verstehen sie alles besser. Ihr Rang ist gleich. Im Bett. Im Herz.


    Zoe
    Zoe ist naiv. Sie schläft mit Männern. Zahllos. Beliebig. Sie bekommt kein Geld dafür. Auch keine Geschenke. Aber regelmäßig Depressionen. Davon? Wer weiß. Sie verschwinden auch nicht bei Enthaltsamkeit. Sie hat schon alles probiert. Die Depressionen kommen wieder. Das einzige sichere im Leben. Ausgenommen der Tod. Sex ist wie Wasser trinken. Wie Luft atmen. Also normal. Nicht sonderlich aufregend. Ist doch immer das Gleiche. Meist eher langweilig. Aber wer hört schon auf zu atmen, nur weil atmen langweilig ist. Wer lässt sich schon verdursten, nur weil man bei einem Schluck Wasser nicht gleich aus dem Häuschen gerät. Niemand. Also schläft sie mit jedem, der will. Manchmal vergisst sie dabei ihre Depressionen. Nicht vor Glück. Eher vor Ablenkung. Wenn sie es treibt, konzentriert sich sie manchmal auf die Socken. Einige lassen sie an. Andere falten sie zusammen. Wieder andere knuddeln sie irgendwo hin. Der Unterschied der Männer liegt im Umgang mit ihren Socken. Das Leben der Männer ist simpel strukturiert. Das bewegt sie beim Sex. Manchmal denkt sie aber auch an wirklich Wichtiges. Zum Beispiel an ihre Steuererklärung. Sie ist schon wieder zu spät damit. Dank Sex ist endlich die nicht erledigte Aufgabe in ihren Gedankenfokus geraten. Sex ist gut. Er führt zu wichtigen Zielen. Hoffentlich findet sie alle Belege noch. Sie braucht doch das Geld. Welch ein Glück, dass ihr das jetzt einfiel. Jetzt hat Zoe keine Depressionen. Sie hat eine Aufgabe nachher. Sie geht dann sofort an die Belegsuche. Sie dankt dem Herrgott fürs Finanzamt. Sie dankt ihm auch, dass er ihr so viele Männer schickt, die sie beim Sex ans Wesentliche ihres Lebens erinnern. Zoe ist ein gläubiger, dankbarer Mensch.


    Ich bin sechs Frauen. Manche davon sind geschwätzig. Neugierig sind alle. Einige geschickter im Verbergen als andere. Je nach emotionaler Intelligenz. Für das Kognitive hab ich Shari. Sie gleicht die Unebenheiten der anderen aus. Und Kinder sind ja genug da. Und Männer auch. Selbst ich bin genug. Genug in sechsen. Mit genug Sex. Was zählt ist, dass ich bin. Sechsfach.

  2. #2
    Tochter aus gutem Hause Avatar von Klammer
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    AW: Sechs Frauen bin ich

    "Ich widerspreche mir selbst? Ich widerspreche mir selbst. Ich bin groß, ich bin eine Vielfalt." Walt Whitman
    "Der kluge Mann widerspricht einer Frau nicht. Er wartet, bis sie es selbst tut." Humphrey Bogart


    Liebe Gegenströmung,


    und da wundert "Mann" sich noch, dass ich die Frauen nicht verstehe.
    Ich spreche offensichtlich jedesmal eine andere an, wenn ich mit einer rede. Die, mit der ich reden will, ist nie anwesend. Das Krankheitsbild heißt glaube ich Schizophrenie.


    Textarbeit würde ich hier nicht machen. Das Ding passt so wie es ist.


    Gruß, Klammer


    PS. Ich bin neugierig. Was ist eigentlich "taoistische Samentransformation". Hört sich ganz schön versaut an.
    Aber ein Traum - nikolaus-klammer.blog

  3. #3
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: Sechs Frauen bin ich

    Das Krankheitsbild heißt glaube ich Schizophrenie.


    NEIN! Auch Männer sind multipel. Aber auf schlichtere Weise zumeist. Krank würde ich es erst dann bezeichnen, wenn es zu Schädigungen durch die multiplen Anteile kommt. Ansonsten ist das voll normal. Glaubs mir einfach!




    Ich bin neugierig. Was ist eigentlich "taoistische Samentransformation". Hört sich ganz schön versaut an.


    NIX DA! Gesundheit pur. Lebensverlängernd, das Schöpferische im Manne stärkend, Unbewusstes zur Klarheit führend.... 5000 Jahre alt und keine Erfindung von mir! Macht euch schlau, Männer!

  4. #4
    Bauer Hans
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    AW: Sechs Frauen bin ich

    Taoistische Samentransformation - Sperma fliegt zirka 264 Zentimeter durch die Luft.


    Gibt's nicht auch eine siebte? Ich meine für Obernberg und deren Pfarrer: Gerlinde, welche einmal im Monat und auch nur, daß er keine Pickel kriegt. Alles gleich danach gebeichtet, die wäre vermittelbar.
    Obwohl, es heißt Kontrastprogramm, also tragen wir sechs Frauen vor, auch auf die Gefahr der immerwährenden Verbannung.
    Ich muß nur vorher meine Schwarzgeldkonten kündigen.


    Gut dagegen gehalten, Strömerchen. Wir Männer versuchen doch ewig den tiefen Blick in das Weib. Doch ob uns das je gelingt?

  5. #5
    Tochter aus gutem Hause Avatar von Klammer
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    AW: Sechs Frauen bin ich

    ...also gut. Wenn du Kritik haben willst, denn hier ist sie eigentlich fehl am Platz:
    Das Ganze liest sich wie die Zusammenfassung einer "sex and the city"-Folge. Und den erläuternden Ein- und Ausstieg würde ich kürzen und noch mehr die Frauen zu Wort kommen lassen.


    Gruß, Klammer
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  6. #6
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: Sechs Frauen bin ich

    Liebe Gegenströmung,


    feiner Stoff aus dem Leben. Eine Idee, an der sich zu feilen lohnt. Im Moment werden die gravierenden Unterschiede der Frauen noch zu wenig plastisch. Vielleicht noch typischer werden? Die Beschreibung von Lina wäre in dieser typischen Art, wohl weil sie besonders handfest und lebensnah und damit leichter zu beschreiben, als ihre Schwestern.


    Insofern möchte ich Klammer widersprechen: Textarbeit wäre hier prima und lohnend.


    Lieben Gruß von
    Trist

  7. #7
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    AW: Sechs Frauen bin ich

    Liebe Trist,


    ich bin hin und her gerissen. Glaub mir, zu jeder der Frauen mangelt es mir keinesfalls an Ideen, die Persönlichkeit viel genauer, viel ausführlicher zu zeichnen. Ich kenne all diese Frauen bis in den tiefsten Kern und weiß darum, was sie (oder ich selbst) an Stoff-Fülle zu "bieten" hätte/n. Aber es ist eine Grundsatzentscheidung. Ähnlich wie bei meinem "Glasland".... Will ich einen Kurzabriss, oder will ich ein psychologisches Modell in literarischer Form daraus machen. Beides kann gut oder schlecht sein. Aber es würde jeweils völlig anders und neu werden.


    Wenn mir die Neubearbeitung von "Glasland" im Frühsommer oder Sommer so gelingt, dass ich selbst voll zufrieden bin, dann hab ich vielleicht die Kraft und die Lust, ausgedehnte Feinzeichnungen in diesen Psychokurzplott einzuarbeiten und was umfangreicheres daraus zu gestalten.


    Ich legs wegen Deiner Anregung auf "Wiedervorlage"...
    (Staun aber bitte nicht, wenn öfter zwischendurch mal wiederum was "Kurzes" kommt... Ich brauch das einfach! VIelleicht ist es ja immer nur Vorbereitung für "später"... das von Euch individuell dann in mir motiviert wird zum Bearbeiten...)

    Ich bin gerade nochmal in mich gegangen und hab erfühlt, dass es einen großen Wert für mich hat, wenn jemand sagt: Am Thema lohnt sich zu arbeiten. Das motiviert nämlich.


    Lass Du die Textarbeit jetzt in diesem Fall weg. ICH werde es tun: Und DANN arbeite, wenn Du Lust und Laune dazu hast, später die neue Version durch.


    Insofern sind mir alle Bemerkungen hier natürlich schon auch wichtig, um ein Stimmungsbild zu erhalten, ob jemand sich ersteinmal grundsätzlich angesprochen fühlt mit dem, was mich bewegt. Bewegt es mich nämlich nur alleine, brauche ich diese Arbeit deshalb nicht, weil in meinem Gedankenkosmos ja das viel größere Bild längst lebt - jedoch keinesfalls sprachlich oder gar künstlerisch schön schon umgesetzt wäre. Da sind mir viele (und sicher auch Du) weit voraus...


    Aber das grundsätzliche Feedback ist für mich irgendwie zur Zeit noch eine wichtige Voraussetzung für eine Neubearbeitung...Ich bedauere, dass es leider - gern auch in ganz knapper Form und nur grundsätzlich - nicht auch zu "Mitternacht" kam. Wenn Dir ?(oder wem sonst hier gerne!) dazu auch was einfällt, wäre ich dankbar.


    Gruß
    Christa

  8. #8
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    AW: Sechs Frauen bin ich

    Es ist immer die gleiche ich-bezogene, geschwätzige und nervtötende Langweilerin, die da blubbert und nur eins zu sagen hat, nämlich: "Ficke mich doch endlich mal einer!"

  9. #9
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    AW: Sechs Frauen bin ich

    Warum sind Frauen so?
    Sind sie so?


    Hey Frauen, seid ihr so?
    Oder ist nur Gegenströmung so?

  10. #10
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: Sechs Frauen bin ich

    Warum sind Frauen so?


    1. Nicht alle Frauen sind so.
    2. Viele Frauen sind so.
    3. Manche Frauen sind anders.
    4. Manche Frauen sind mehr als sechs von solchen.
    5. Ich bin eine solche.
    6. Hannemann hat das schon gespürt, als er seine 7. ins Spiel brachte.
    7. Frauen sind aber natürlich noch viel mehr.
    8. Frauen wollen auch noch viel mehr.
    9. Das gilt wiederum nicht für alle.
    10. Frauen sind so, weil Männer so sind.
    11. Wären Männer anders, so wären auch Frauen anders.
    12. Frauen sind gut wie sie sind.
    13. Frauen könnten aber auch besser sein.
    14. Manche zumindest, wenn sie sich ein wenig anstrengten.




    1. Gefallen dir diese Frauen nicht?
    2. Gefällt dir nur meine Sprache nicht?
    3. Machen dir solche Frauen Angst?
    4. Wenn dir solche Frauen Angst machen, wie schützt du dich vor ihnen?
    5. Wie sind denn die Männer?
    6. Sind sie nur sechs in einer Person?
    7. Oder wollen sie mindestens die 7. Person dazu?
    8. Bist du nur einer?
    9. Oder bist du viel mehr?
    10. Sind Frauen und Männer vergleichbar in diesen Wünschen?
    11. Ist der Geschlechtsunterschied vielleicht doch nur ein eher biologischer?
    12. Oder sind die Männer noch viel krasser?
    13. Oder hab ich die sechs Frauen am Ende noch untertrieben?
    14. Wonach sehnst du dich?


    Wonach sehnen sich Männer überhaupt?


    Am Ende - nach Ruhe?

  11. #11
    Schwarze Susanna
    Status: ungeklärt

    AW: Sechs Frauen bin ich

    Dieser Text ist wundervoll. Insbesondere durch den gelungenen Einsatz der Sprache. Allerdings tust du Frau unrecht, denn sie reduziert sich nicht auf sexuelle Gelüste. Sex macht leider denn allergrößten Teil dieses Textes aus. Nett und mit Pfiff geschrieben zwar, aber dennoch aufgrund dieser Sexlastigkeit unreal. Somit gebe ich den "Sex and the City" Vorwerfern Recht. Ich denke mal, dass Frauen nicht verdient haben, in solch eine Schublade gesteckt zu werden. Wenns dein Leben real so betrifft....nun denn........

  12. #12
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: Sechs Frauen bin ich

    Ach, Susanna... erstmal Danke...


    Ich stecke Frauen doch nicht in eine Schublade. Ich habe Aspekte aufgezeigt! Nicht mehr. Die Aspekte der Wärme, der Liebe, der Aufopferung, der Religiosität, des Mütterlichen, der Ohnmacht, des heiligen Zorns, der unendlichen Wut, des Frustes, der Leidensbereitschaft und tausend andere mehr wuseln ebenso in mir wie in Dir wie in jeder anderen Frau reich herum...


    Aber diesmal wollte ich über Sex schreiben. Und nahm mir die Freiheit dieses Aspektes. Würdest Du mehr von meinen Texten kennen, könnte die Schubladensorge niemals in Dir erwachsen.


    Aber ich weiss auch nun sehr genau, wie sehr reife, schöne, gesunde Sexualität gerade bei Frauen ab 40 oftmals verdrängt wird durch unendlich viel Frust über Männer, Orientierungslosigkeit, Hoffnungslosigkeit auf Änderung ihrer eigenen Zustände mit dem immer gleichen Mann seit vielen Jahren, Visionslosigkeit, Mutlosigkeit bis hin in die Totalverdrängung und nicht selten in schwerste Krankheiten führt...


    Vielleicht hat Peer mit seinen Fragen ja auch nicht ganz unrecht und wollte nur hinterfragen: welch kryptisches Wesen ist die Frau? Ist JEDE Frau auf immer neue und andere Weise...
    Sich ihr und ihrer Vielfalt anzunähern bräuchte endlose Beschreibungen. Mit den ersten sechs habe ich ja angefangen...


    Nimm es nur als: Beginn, der in keine Schublade der Welt passt!


    Und nebenbei: Ich vermute, dass es bei den Männern nicht viel anders ist. Aber darüber sollen diejenigen schreiben, die da kompetenter sind als ich: Männer!

  13. #13
    Kurzvormabschussiger
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    AW: Sechs Frauen bin ich

    Liebe Gegenströmung... mir gefällt dein Text, die Idee und ich glaube, dass jede Frau einmal irgendeine Deiner 6 Frauen in sich hatte... nicht zum selben Zeitpunkt, aber dennoch. Und vielleicht nur im Geiste, als Phantasie...
    Ausserdem kommt ja auch durch Shari der geistige Aspekt nicht zu kurz.


    Ich finde Idee und Umsetzung schlichtweg GUT


    LG PUNKT

  14. #14
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: Sechs Frauen bin ich

    In der Tat: Mit Shari und Lina wollte ich zwei winzige Rettungsanker auswerfen in diesem wild sich gebärdenden sexuellen Meer von scheinbarer, angeblicher und realer Lust...


    Schön, dass Dir der eine dazu schon auffiel!

  15. #15
    Peer
    Status: ungeklärt

    AW: Sechs Frauen bin ich

    Aha! Im Erleben von PUNKT sind also die Frauen doch nicht so multipel und breit gefächert wie Gegenströmung es offenbar uns weismachen will....


    Nur weiter Frauen! Ich lerne gerade von und über euch!

  16. #16
    kls
    Status: ungeklärt

    AW: Sechs Frauen bin ich

    Ich bin viel mehr als sechs. So 'ne Art Ein-Personen-Staat, mit Aussenminister, Präsidenten, miserablem Wirtschaftsminister, Volk, eigener Judikative usw.

    Mindestens..., ach, jedenfalls viiieeel mehr.

    So.

    Mir gefälltst.

  17. #17
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Sechs Frauen bin ich

    erstellt vom Strömerle: Ich bin sechs Frauen. Ich bin sie gern. Fünf von ihnen wollen sexy sein. Oberflächlich sind sie deshalb nicht.
    So fangen Geschichten an, die mit Klischees arbeiten. Meinetwegen. Dann packe ich diese Geschichte jetzt in diese Schublade, auf der das draufsteht.
    Die sechste will einfach nicht.
    Was? Nicht oberflächlich sein?
    Müdes Schulterzucken ihrerseits bei dem Gedanken. Ach, Männer!
    Ich habe läuten hören, daß sich Frauen in aller erster Linie nicht für Männer SCHÖN MACHEN. Hast Du auch davon gehört?
    Eine abweisende Handbewegung im Geiste allein bei der Vorstellung.
    Das ist kein Satz.
    Die anderen fünf feixen, wenn die sechste denkt. Männer? Wo sind sie? Her damit. Sie mögen Männer. Aus sehr unterschiedlichen Gründen.
    Eine Kernfrage des Textes: Sind das sechs UNTERSCHIEDLICHE oder sechs VERSCHIEDENE Frauen?
    Fast so sehr wie sich selbst.
    Das ist kein Satz. - Okay, nehmen wir einmal an, daß da einer stümmeln will, Ellipsen zum Gestaltungsmuster macht, um selbst das Zerbrochene seines Charakters anzuzeigen. Reicht das dann aus, nur dieses eine Gestaltungsmuster zu benutzen? Ich hätte da noch ein paar stilistische Stümmler-Figuren anzubieten: Prolepse, Anakoluth, Parenthese, Nachreichungen.
    Drei davon gerne in Vielfalt. Auch gerne in Massen, sofern die Qualität nicht leidet. Die Empfindungsqualität. Es sind ja Frauen. Meine Frauen. Eine Frau wäre tatsächlich mit zwei Männern zufrieden. Es müssen ja nicht konstant die gleichen Personen sein.
    Anstrengend. Bitte zwei Rümpfe streichen.
    Lina

    Lina reicht einer. Einer für immer. So, wie es die Gänse machen.
    Gans ist hier schlecht. Schlechte Attribution. Storch, Flußpferd... Na ja, Storch ist wohl das beste Beispiel.
    Vereint bis in den Tod. Dann traurig sein. Schnell hinterhersterben. Ein guter, treuer Ganterich.
    zu offensichtlich auf Witz getrimmt
    Aber bitte als Mann. Samenfroh spendender Versorger, der Vater sein will. In sich ruhend, geduldig, mit Trage- und Haltekraft. Sex ab 40 muß nicht mehr sein. Die Kinder sind doch dann da. Hauptsache, die Kartoffeln sind rechtzeitig im Keller und die Fahrräder der Kinder geflickt. Lina flickt nicht gern. So eine ist Lina. Eine von den sechsen.

  18. #18
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: Sechs Frauen bin ich

    Original erstellt von Aerolith:Ich bin sechs Frauen. Ich bin sie gern. Fünf von ihnen wollensexy sein. Oberflächlich sind sie deshalb nicht.
    Sofangen Geschichten an, die mit Klischees arbeiten. Meinetwegen. Dannpacke ich diese Geschichte jetzt in diese Schublade, auf der dasdraufsteht.


    .... Damit kann ich jetzt noch leben!Aber jetzt kommt die schiere Unmöglichkeit! Ich habe Dir nämlichkeine neuen Sätze anzubieten, sondern nur Widerreden oderErklärungen.. Das wird Dich nicht befriedigen. Ich weiss. Also: Dochnichts für Strandstunden! Egal... Ich schreibs jetzt dennoch rein:


    Die sechste will einfachnicht.
    Was? Nicht oberflächlich sein?


    ..... Nein, sie will nicht sexy sein,weil sie andere Absichten hat. Kommt dann später im Text.Oberflächlich ist eh keine, das steht ja da!


    Müdes Schulterzuckenihrerseits bei dem Gedanken. Ach, Männer!
    Ich habe läutenhören, daß sich Frauen in aller erster Linie nicht für MännerSCHöN MACHEN. Hast Du auch davon gehört?


    .... Blödsinn! ALLE Frauen machen sich"auch" für Männer schön. Wer das Gegenteil behauptet,tut es nur entweder aus dem klarsichtigen Erkennen oder dem dunklenAhnen heraus, dass ihr Schönmachen angesichts der enormen weiblichenSchönmachkonkurrenz ja eh wieder nicht ausreicht. ReineSelbstbelügung als Schutzbehauptung. Angesichts des üblichenmännlichen Ersttaxierungsverhalten jedoch psychologisch leichtnachvollziehbar. Frausein kann Dauerstress sein, wenn man die anderenQualitäten noch nicht so reich entwickelt hat!....


    Eine abweisendeHandbewegung im Geiste allein bei der Vorstellung.
    Das istkein Satz.


    ... Stimmt, ist keiner. Nur einGedanke. Ich muss manchmal in Gedanken schreiben, die sich weigern,richtige Sätze sein zu wollen. Ich find das nicht sonderlichunzumutbar für den Leser oder Zuhörer, wenn man es "richtigliest"... Kannst du gut lesen?


    Die anderen fünf feixen,wenn die sechste denkt. Männer? Wo sind sie? Her damit. Sie mögenMänner. Aus sehr unterschiedlichen Gründen.
    EineKernfrage des Textes: Sind das sechs UNTERSCHIEDLICHE oder sechsVERSCHIEDENE Frauen?


    ....Es ist EINE FRAU. EINE EINZIGE mitsechs unterschiedlichen Aspekten, die schrecklich gerne ihreVerschiedenheit hier demonstrieren und dennoch EINE bleiben.Vielleicht bist du wirklich nicht weiblich-multipel genug für meinenAnspruch? Aber das müsstest du sein, sonst klappt das auch schonwieder aus diesem Grund mit dem Lesen nicht!!...


    Fast so sehr wie sichselbst.
    Das ist kein Satz. - Okay, nehmen wir einmal an,daß da einer stümmeln will, Ellipsen zum Gestaltungsmuster macht,um selbst das Zerbrochene seines Charakters anzuzeigen. Reicht dasdann aus, nur dieses eine Gestaltungsmuster zu benutzen? Ich hätteda noch ein paar stilistische Stümmler-Figuren anzubieten: Prolepse,Anakoluth, Parenthese, Nachreichungen, auch unterhttp://www.gottwein.de/Stilistik/Stil01.htm - benutze sie!


    .... Das muss ich mir jetzt erstmal inRuhe anschauen. Wenn ich was draus machen kann, dann tu ich das!...Ich liebe manchmal meine Stümmeligkeit... Reduzierte Essenzen, diePlatz lassen für die Eigenphantasie beim Leser oder Hörer... Ichz.B. hasse oft die ausschweifigen Beschreibungen, weil mir danninnere Bilder aufgedrängt werden, die ich selbst viel bunter undspannender in mir entwickele... Aber es gibt da auch Ausnahmen... Ichliebe es als Leserin und Zuhörerin, so heftig darin gefordert zuwerden, schnell ein eigenes Phantasieuniversum beim Lesen oderZuhören zu erschaffen! Vielleicht schreibe ich deshalb in dieserArt?




    Drei davon gerne inVielfalt. Auch gerne in Massen, sofern die Qualität nicht leidet.Die Empfindungsqualität. Es sind ja Frauen. Meine Frauen. Eine Frauwäre tatsächlich mit zwei Männern zufrieden. Es müssen ja nichtkonstant die gleichen Personen sein.
    Anstrengend. Bittezwei Rümpfe streichen.


    ....Bitte mach mir einen Vorschlag. Ichweiss wirklich nicht, was du davon gestrichen haben willst! WelcheRümpfe meinst du denn?


    Lina
    Lina reicht einer. Einer für immer.So, wie es die Gänse machen.
    Gans ist hier schlecht.Schlechte Attribution. Storch, Flußpferd... Na ja, Storch ist wohldas beste Beispiel.


    .... Um himmelswillen. NEIN..!!!! Gansist nicht nur nicht schlecht, sondern das beste Beispiel von allen!!Graugans wäre das einzige Zugeständnis. Gänse bumsen nicht mitanderen Gänsen rum einzig zum Zwecke der Arterhaltung, sondern sindihrem Partner "sexuell treu" bis in den Tod. BeiFlußpferden wurde dieses Verhalten bisher nicht beobachtet. Störchenmisstraue ich auch. Bei Gänsen weiss ich bescheid. Ich hatte welcheund konnte das beobachten. Sogar die lange Trauer nach dem Tod. Hiergibt es keinen Kompromiss! Der Wahrhaftigkeit zuliebe..


    Vereint bis in den Tod.Dann traurig sein. Schnell hinterhersterben. Ein guter, treuerGanterich.
    zu offensichtlich auf Witz getrimmt




    .... Nichts da, Witz! Todernst dieserTod, diese Trauer. Mein Witz ist hintergründig. Kommt er dirvordergründig daher, dann hast du ihn nicht verstanden. Argumentesiehe oben...




    Aber bitte als Mann.Samenfroh spendender Versorger, der Vater sein will. In sich ruhend,geduldig, mit Trage- und Haltekraft. Sex ab 40 muß nicht mehr sein.Die Kinder sind doch dann da. Hauptsache, die Kartoffeln sindrechtzeitig im Keller und die Fahrräder der Kinder geflickt. Linaflickt nicht gern. So eine ist Lina. Eine von densechsen.
    Bis hierher erst einmal. Warte jetzt auf Deinenneuen Text, dann machen wir weiter. [/B][/QUOTE]


    ... Echt, ich hätte dir ja jetztwirklich gern was Neues angeboten. Bin auch nicht zu faul. Aber eskommt nicht, es geht nicht.


    Und nu? Entnervt? Notfalls mit "Goldie"versuchen! Sorry... tut mir leid für die Sonnenanbeter amabendlichen Strand, dass sie nun die furiosen Aspekte meinerPersönlichkeit leider doch nicht kennenlernen werden...

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