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Thema: Das Mathematikgenie

  1. #1
    Kurzvormabschussiger
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    Post Das Mathematikgenie

    Wir waren alle aufs äußerste entzückt und gerührt von dem Vortrag des Knaben, welcher zwar gerne in Köln zu Gast war, es aber vorzog, in Vororten wie Hahnwald und Rodenkirchen den Leuten, die neugierig, teils begeistert, teils neidisch seinen Vorträgen lauschten, die Mathematik näherzubringen. Schon mit acht Jahren war seine außerordentliche Sonderbegabung von renomierten Mathematikprofessoren entdeckt worden, welche den gebürtigen Frankfurter, der in Köln zur Schule ging, so schnell wie möglich an die Universität von Heidelberg holten, damit er dort, natürlich nachdem er sein Abitur erfolgreich in Freiburg absolviert hatte, mit zwölf Jahren promovieren und den Doktortitel in Addition und Subtraktion zweistelliger Zahlen erwerben konnte. Als dies nun durch die Medien bekannt geworden war, ging ein nahezu euphorisches Entzücken durch die Öffentlichkeit, und der Knabe, welcher praktisch über Nacht als Nationalheld gefeiert wurde, hatte derartig schnell an Popularität gewonnen, dass er weltweit zu Vorträgen über seine revolutionären Erkenntnisse bezüglich der Mathematik eingeladen wurde. Wir waren von seinem Vortrag in Köln dermaßen begeistert gewesen, daß wir beschlossen hatten, ihn auf seiner Welttournee nach Oxford zu begleiten, um uns auch da noch einmal den gleichen Vortrag anzuhören, was uns aber nicht weiter störte, da wir uns von mehrmalig wiederholtem Zuhören nur noch größere Erkenntnis versprachen. Als aber einer von uns die Möglichkeit, dem Knaben nach dem Vortrag Fragen zu stellen, wahrnahm, und fragte, ob er uns den tieferen Sinn von zwei mal zwei so deuten könne, daß auch wir, die wir bei weitem nicht so auffassungsfähig und intelligent wie er seien, diesen komplexen Vorgang zu verstehen imstande wären, antwortete er, dass Multiplikation nicht zu seinem Studienfach gehört habe.

  2. #2
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Das Mathematikgenie

    Dein Beitrag ist witzig. Einmal Köln zu erwähnen, ist meinethalben völlig hinreichend, oder sagen die Mathematiker hier zureichend?


    Aber das Was ist mir nicht ganz deutlich geworden? Was hat den Vortrag so außergewöhnlich gemacht? Hab ich da was überlesen? Die zeitlichen Strukturierungen scheinen mir durcheinander geraten zu sein.

  3. #3
    Kurzvormabschussiger
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    AW: Das Mathematikgenie

    Hallo Robert!


    Stimmt, das zweite "Köln" könnte ich streichen.


    Ich weiß nicht, ob der Vortrag "wirklich" so besonders war, aber allein die Tatsache, daß "er" ihn gehalten hat, würde eigentlich schon reichen. Meine Frage wäre eher: Gibt es diesen merkwürdigen Jungen überhaupt? Und ist er tatsächlich sonderbegabt? Oder machen die "Gerüchte" ihn erst so "außergewöhnlich"?


    Liebe Grüße,
    Zuz




    P.S.: Ist ja ganz schön ruhig hier...

  4. #4
    rodbertus
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    AW: Das Mathematikgenie

    Wovon sprichst Du? Ich habe nur so ein paar assoziative Nimmerlinge vor Augen, Jedermanns -oder ist die Mehrzahl -e?


    Was heißt hier lieb? Laß ruhig die Sau raus. Unterdenscheffelsteller kann ich nicht leiden, Du etwa?

  5. #5
    Kurzvormabschussiger
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    AW: Das Mathematikgenie

    Pah! Ich ein "Unterdenscheffellsteller"? Ich bin nur ein nettes, höfliches Menschlein...

    Aber eigentlich habe ich mich nur ein wenig verquatscht. Ich dachte, ich könnte dir noch mehr entlocken.

    (immer noch) Liebe Grüße
    Zuz


    P.S.: Ich glaube, ich würde "Jedermänner" sagen.

  6. #6
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Das Mathematikgenie

    Mehr entlocken? Gut.


    Ich frage mich, ob Subtraktionsgelüste schon das Genie auszeichnen. Was ist das überhaupt, ein Genie? Ist das einer, der über den Tellerrand hinausgucken kann?


    Ich weiß nicht, dieser Text gibt nicht soviel her, er ist so unter der Hand entstanden, denke ich. Dein anderer Text ist besser, er atmet. Der hier atmet nicht, er konstatiert nur.

  7. #7
    Kurzvormabschussiger
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    AW: Das Mathematikgenie

    Hallo Robert!

    Ich frage mich immer noch, ob ich wirklich von einem Genie gesprochen habe, oder vielmehr von (s)einem Gerücht. Allein die Herkunft des Genies und die Orte, an denen "es" sich schon aufgehalten hat, sind ziemlich schwammig.
    Und dann kann das Genie keine zwei mal zwei ausrechnen. Ziemlich ernüchternd, oder?
    Trotzdem hast du Recht, dieser Text gibt tatsächlich nicht so viel her.


    Liebe Grüße
    Zuz

  8. #8
    Alex
    Status: ungeklärt

    AW: Das Mathematikgenie

    Nun, der Einsatz von zwei Moderatoren erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass einer von ihnen auf einen der Beiträge antwortet. Ich habe mich in der letzten Woche wenig beteiligt, da sie mit zu den Zeiten gehörte, wo eben jene sehr kurz geschneidert, aber dennoch dick gepolstert sind. Geburtstagsfeiern, Kinoabende, ... - so das übliche.


    Weshalb ich bisher noch nicht auf deine Beiträge geantwortet habe, kannst du meinen obigen Worten entnehmen. Dafür sind meine Kommentare, wenn ich etwas schreibe, in der Regel etwas länger (was nicht unbedingt von Kompetenz zeugen muss). Ich hab mir deine Beiträge schon am Freitag durchgelesen, hatte aber nicht genug Zeit um darauf zu antworten.


    Mir gefällt deine Geschichte von der Idee her, jedoch finde ich die Sache mit den Gerüchten um sein Genie Quatsch. Er ist ein Genie, keine Gerüchte. Dass er dann nicht 2x2 ausrechnen kann, macht die Geschichte interessant. Außerdem solltest du den ersten Satz nochmal ändern, da ich ihn beim Durchlesen nicht so verstanden habe, wie du ihn später erklärt hast. Für mich findet sich in der Geschichte folgendes Thema, über das es sich zu sprechen lohnt:


    Die Tatsache, dass der Junge mit nur 12 Jahren seinen Doktortitel erlangt, zieht zweifelsfrei das Interesse der Presse auf sich und somit auch das der Bevölkerung. Er wird zur Sensation und geht durch alle Medien. Du schreibst, dass man in unglaublicher Vorfreude seine Vorlesung erwartet, jedoch bin ich der Meinung, dass das Interesse des größten Teils der Bevölkerung an dem Punkt aufhört, wo sie die Möglichkeit bekommt, sich diese Vorlesung anzuhören, oder in einer anderen Weise daran teilzuhaben. Begeistert werden nur jene Leute sein, die sich für Mathematik interessieren, speziell für die Subtraktion. Den Menschen geht es nur um Sensationen, alles was über die Sensation hinausgeht, liegt fern ihrem Interesse. (Gegenargumente und -meinungen verlangt!)


    Ich glaube, mich vage zu erinnern, dass es vor längerer Zeit mal in den USA einen Jungen gegeben hat, der in niedrigem Alter die High School absolvierte und auch durch die deutschen Medien ging. Vielleicht kann mir da jemand auf die Sprünge helfen.


    Alex

  9. #9
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: Das Mathematikgenie

    Matheasse sind mir, aus Gründen die ich nicht näher ausführen möchte, suspekt. Dennoch würde ich gerne verstehen, wie sie ticken. Drum finde ich es schade, dass der Text an der Oberfläche bleibt.


    Zuz, wo und wer immer du bist, erklär mir das Genie!


    Lieben Gruß von
    Trist


    [Diese Nachricht wurde von Trist am 07. Januar 2003 editiert.]

  10. #10
    Kurzvormabschussiger
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    AW: Das Mathematikgenie

    Hallo und erst einmal einen Gruß aus Rodenkirchen im Wasser,


    die Geschichte liest sich wie eine Anekdote, die recht gut zu einem Mathematikgenie passen würde. Mein Matheprof an der Uni sagte einmal, man müsse nicht rechnen können, es reiche, Mathe zu können - rechnen würde ohnehin der Taschenrechner. Somit passt ganz gut, dass dein Genie nicht 2x2 ausrechnen konnte.
    Allerdings könnte er dir vermutlich beweisen, dass das Ergebnis nicht zwingend 4 sein muss.


    Meiner Ansicht nach ist dieser Text als Anekdote völlig ausreichend und mit wenigen Schönheitsfehlern - allerdings verschenkst du hier das Potential zu einer größer angelegten Pointenstory.


    "Knabe" finde ich zu alt, es passt nicht so recht zum übrigen Stil der Geschichte.


    "Addition und Subtraktion zweistelliger Zahlen" erscheint mir kein geeignetes Thema für eine Doktorarbeit - vielleicht würde ich es auch gar nicht näher spezifizieren.


    "praktisch, derartig, dermaßen" sind Füllworte, die ich in einer Geschichte zu vermeiden versuche.


    Manche Sätze sind zu lang und zu verschachtelt, es wäre leichter lesbar, mehrere draus zu machen.
    Das gilt auch - und vor allem - für den letzten Satz, den Pointensatz. Der müsste klarer sein.


    Noch einmal kurz zum Thema Genie:


    Jemand der mit zwölf Jahren seine Promotion macht, kann nicht blöd sein. Da braucht es schon ein immenses Wissen, einen hohen Grad an Interesse und echte Begabung. Ein "vorgeschobenes" Genie, welches keines ist, wird es in der Wissenschaft eher nicht geben, denke ich. Fehleinschätzungen werden eher in den künstlerischen Bereichen passieren als in der Wissenschaft.


    Einen freundlichen Gruß,


    r.

  11. #11
    rodbertus
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    AW: Das Mathematikgenie

    Nichts ist so vage wie die empirische Wissenschaft. Ästhetiken und Schönheitsempfinden des Menschen, Takt-, Rhythmus- und Farbempfindung sind da von ehernerem Charakter. Die Substanz des Menschen läßt - wenn überhaupt - sehr langsame Veränderungen zu, was dazu führt, daß wir einen 5000 Jahre alten Text großteils wirklich - also mit unserem Herzen - verstehen, aber ungläubig mit dem Kopf schütteln, wenn wir an die Kapriolen im Wissenschaftsbetrieb denken: Die Paradigmen wechseln da mit ziemlicher Regelmäßigkeit, selbst in sogenannten sicheren Bereichen wie der Molekularbiologie oder der Thermodynamik oder der Astronomie.


    Kurze Anekdote: Neulich besuchte ich eine Veranstaltung, auf der ein examinierter Astronom allen Ernstes behauptete, die Erde werde wieder eine Scheibe sein, die Behauptung manches Gelehrten aus nicht allzu langer Zeit habe also eine kernwahre Aussage.
    Ja, sicher, der Mann hat ja recht; bin selbst dieser Meinung, aber (psst!) doch nicht in aller Öffentlichkeit.


    Ich glaube, Selbstdreher, Du sitzt hier einem Klischee auf.

  12. #12
    Kurzvormabschussiger
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    AW: Das Mathematikgenie

    Ich denke dieser Text ist ein fake, oder ein Test, ob hier aufmerksam gelesen wird


    wo bitte steht in diesem Text, das "genie" könne nicht 2x2 ausrechnen?


    selbst der Autor erwähnte es, dass er nicht könne. Warum?


    Ich hätte eine ähnlich dämliche Frage wahrscheinlich ähnlich "dämlich" beantwortet.


    Oder? Was meint der Autor?

  13. #13
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Das Mathematikgenie

    Klaus, Zuz wird kaum mehr antworten, sie hat sich seit über einem Jahr hier nicht mehr blicken lassen.


    Ich hasse es, Texte zu erklären oder zu interpretieren; ich bin doch hier nicht in der Schule.


    Ich verstehe den Text so, daß da ein junger Mann blitzschnell Karriere macht, weil er über eine besondere Gabe verfügt. Er wird durchgereicht und erreicht auf SEINEM Gebiet sehr schnell etwas. Aber wehe, wenn einer daherkommt und etwas wissen möchte, was nicht strikt zu seinem Bereich gehört, dann muß er versagen. Er ist quasi ein Fachidiot.


    Parallel dazu läßt sich der Text entwicklungspsychologisch deuten, daß eine Züchtung von Genies keine Möglichkeit einer sozialen Verortung zuläßt, daß es fragwürdig ist, ob Schnellstförderung überhaupt Förderung ist. Denn wovon? ...


    Die Frage - mathematische Interpretation -, wieviel zwei mal zwei ist, ist hier völlig hinfällig. Ebenso laufen die Verweise in diesem Text nur bestenfalls zweidimensional, der Text ist also relativ schlecht, nicht entwicklungsfähig. Ich gehe aber mit robortellos Einschätzung mit, wonach es nicht ausgemacht ist, eine Aufgabe zu lösen, deren Ergebnis unter Mathematikern arg umstritten ist, nicht aber unter Rechenmaschinen.


    Weitere Interpretationsmuster sind möglich, werden aber wegen mangelnden Interesses nicht vorgenommen.


    Ein Fake - was ist das?

  14. #14
    Kurzvormabschussiger
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    AW: Das Mathematikgenie

    Nun, ich denke bei diesem Ordner über den Tellerrand hinaus. Der Gesprächsverlauf in diesem Ordner ist der eigentliche Text, denn er mimt das schauen über den Tellerrand recht deutlich.


    Worauf zielte der Autor ab? Der Autor ist dieses Genie, denn er verkörpert in diesem Ordner seinen Protagonisten. Alle schauen nur auf seinen Text! Verkennen dabei jedoch die Möglichkeit, dass ein Text mehr ist, als eine Ansammlung von Worten. Er findet statt, in diesem Falle.


    Du hast recht: Entwicklungspsychologisch!




    Weitere Interpretationsmuster sind möglich, werden aber wegen mangelnden Interesses nicht vorgenommen.




    nen lieben Gruß


    Klaus

  15. #15
    Kurzvormabschussiger
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    AW: Das Mathematikgenie

    *kreisch* das glaube ich ja nicht! was man in den tiefen dieses forums so findet. habe wirklich ich das geschrieben? ja wie finde ich denn das...hm. glaube, das war seinerzeit eine hausaufgabe. wir haben da im deutsch-unterricht so seltsame texte von t.bernhard durchgenommen, die haben (ganz grob formuliert) das thema gerüchte behandelt. ich finde jetzt keinen davon, sonst würde ich den mal zum vergleich hier reinstellen. meine güte... ich geh mal buddeln. vielleicht finde ich hier noch andere witzige sachen (aber keine sorge, ich laß sie dann artig in der versenkung...).

    p.s.: klaus, kannten wir uns? naja, er wird wohl kaum antworten.

  16. #16
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: Das Mathematikgenie

    Fein Zuz, wo du gerade wieder da bist. Ich habe den Text seinerzeit wieder ausgegraben und dir eine Frage dazu gestellt. An einer Antwort wäre ich nachwievor interessiert.


    Lieben Gruß von
    Trist

  17. #17
    Kurzvormabschussiger
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    AW: Das Mathematikgenie

    na, du bist aber nachtragend. leider kann ich dir das genie auch nicht erklären. habe auch keine erfahrung damit. oder solchen, die meinen es zu haben. frag doch mal fünkchen - der weiß dir bestimmt zu antworten!

  18. #18
    rodbertus
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    AW: Das Mathematikgenie

    So ist se, unsere Zuzana, immer ein bißchen naseweis, dann aber mit großem Crescendo den (nichtvorhandenen) Schwanz einziehen und sich lächelnd, dabei aber beifallheischend zurücklehnen und MACHEN LASSEN. Pfui, Zuzana! Schäme Sie sich!


    Wenn Du dann Deinen Rapunzelturm verließest und uns Dummen mal erklärtest, was Du unter einem Genie verstehen willst, dann würd ich nicht kommen müssen, Dir an den Haaren zu ziehen.

  19. #19
    Kurzvormabschussiger
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    AW: Das Mathematikgenie

    ach herzchen, würdest du nicht aus unsinnigen tiefen zu mir emporklettern wollen, ich würde dir mit freuden mein haar herunterlassen. was heißt schon genie? ist nur ein wort. eine schublade. in die man gerne schaut. in der hoffnung, dass dort ein eingesperrtes menschlein in einer ecke sitzt. oder sich im kreis dreht. und böse lächelt. weil man das nicht leiden kann. und so gerne sieht. wenn man weiß, dass man die schublade guten gewissens wieder zumachen kann.

  20. #20
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Das Mathematikgenie

    Du verwechselst hier Genie mit Idiot. Ein Idiot ist einer, der sich nur um sich selbst dreht (drehen kann), ein Genie macht das vielleicht (manchmal) auch, aber es KANN auch anders. Beim Genie ist das Umsichselbstdrehen Schein, beim Idioten Sein.


    Du läßt in Deiner Bissigkeit nach, meine Liebe.


    Wenn Du vom Haarherunterlassen sprichst, dann nehme ich an, daß Du sehr kurze Haare besitzt. Das paßte zu Deiner üblichen Verdrehtherumkehrtschreibe. Jesuitenschule?


    Noch ein kurzer Abriß über das Wort Genie:
    - Unter G. verstehe ich die geistigen Kräfte, die fähig sind, alle Gegenstände unseres Wissens zu durchdringen und ihre wesentlich-sten Unterschiede zu erfassen. (Fielding)
    - Verbindung eines Charakters mit einem Talente (Grillparzer)
    - hat die Befriedigung des inneren Dranges zum Zweck (Humboldt)
    - Günstling der Natur
    - nach §77 der KdU ein archetypus intellectus, der ans Leben gebunden ist, nicht an die Kunstgeschichte (Kant)
    - eine ästhetische Monade (Leibniz)
    - monstrum per excessum (Schopenhauer)
    - Träger durch schöpferisch und gelehrtem Wissen nicht weiterableitbarer Naturkräfte - Daseinsform mit zugleich kosmischer Komponente (Shaftesbury)


    Das ist eine Basis für Deine Phantasie. Nun erkläre uns, was Du hier meintest! (Wenn es Dir denn möglich und wichtig ist.)

  21. #21
    Kurzvormabschussiger
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    AW: Das Mathematikgenie

    wunderbar. das hatte ich auch mal in der schule. danke für die erinnerung. ist nur ein weiterer beweis dafür, dass, je nach subjektiven empfinden, die oben bereits erwähnte schublade größer oder kleiner, häßlicher oder schöner ausfallen kann...
    hättest jetzt aber nicht extra nachschlagen müssen. ich habe ja schon öffentlich bekannt, dass es mir nicht möglich ist, etwas über das genie zu schreiben. das überlasse ich lieber solchen, die meinen, etwas von "den leiden" zu verstehen... also - nicht so schüchtern. ich lasse mich gerne belehren (ernsthaft).

  22. #22
    rodbertus
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    AW: Das Mathematikgenie

    Schubladen sind sehr wichtig. Sie sind der Anfang für etwas. Du öffnest sie, ziehst heraus, was du gerade zu gebrauchen meinst und läßt das Gefundene auf dich wirken. Dann beginnt die eigentliche Arbeit, das Nach-Denken. Nach dem Nach-Denken legst du alles wieder in die Schubladen zurück, und ich möchte hier betonen, daß es nicht die selben sein müssen, zumeist auch gar nicht sind, aus denen das Nach-Gedachte gezogen ward.
    Das nennt man arbeiten. Der Anfang ist die Ordnung. Die Ordnung aber ist es wert, zerstört zu werden, doch nur durch den, dem sie heilig ist. Den anderen gehört's gegebenenfalls gehörig auf die Finger. Die anderen sind die Naseweisen, die alles besser wissen und darüber vergessen, daß ihr Besser auch nur ein bestenfalls Verneinendes ist, doch Dialektik wollen wir hier als Teufelswerk schnell verulknudeln.
    Dir, verehrteste Zuzana, empfehle ich einen Besuch bei meinem lieben Freund Uis, der schreibt gerade ein Buch über die Neinchen, Du weißt, das sind die, die erst einmal nein sagen, bevor sie nachdenken. Ein typisches Kennzeichen der Neinchen ist es, daß sie Aufgaben nicht erfüllen wollen, aber immer darüber reden, Stunden lang. Und daraus erwächst ihnen eine ungeheure Anstrengung, sie sind überlastet, weil sie eben das Denken nicht strukturieren wollen, auch das nicht.


    Soll ich Dir noch mehr von Dir erzählen?

  23. #23
    Kurzvormabschussiger
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    AW: Das Mathematikgenie

    du scheinst dir selber gerne beim schreiben zuzulesen. magst es wohl, sätze aufzublähen. mit heißer luft. naja, eher lauwarm.
    und - ja, das ist so eine sache mit den neinchen. du scheinst da ja auch schon eigene erfahrungen gesammelt zu haben.


    was mich jedoch brennend interessieren würde, mr higgins, was verstehen SIE den bitte unter solch wohlklingenden worten wie "das denken strukturieren"? mit worten? auf papier? im geist? beim intellektuellen rumratschbausch?

  24. #24
    rodbertus
    Status: ungeklärt

    AW: Das Mathematikgenie

    Das vermutest Du! Ist aber wohl korrekt. Ich bin ein klein wenig eitel, wie könnt ich Eitelkeit sonst erkennen?
    Das Wissen kennst Du schon, auch das Analysieren, auch das Sichmessen. Darin bist Du wohl große Klasse. Aber nun? Was dann? Was hat das für einen Sinn, wenn Du sämtliche Schalen einer Zwiebel abpelltest? Hast Du dann den Kern vor Dir? Auch nur Schale. So ein Pech aber auch. Die Zwiebel aber ist hin, mit ihr flossen vielleicht ein paar Tränen, weil sie sich gegen das Auseinanderpellen (das Wort habe ich gerade erfunden) wehrte, umsonst. Der Analysedrang war stärker.


    Oh ja, ich schau mir gern beim Schreiben zu. Eitelkeit ist mein zweiter Name. Na und? Ist Eitelkeit mein Wesen? Weißt Du darum mehr um mich? Bist Du mir gar näher gekommen? Willst Du das überhaupt? Willst Du nicht vielmehr glänzen mit naseweisen Bemerkungen, so klug, daß einem schlecht davon wird, wenn man sie liest?


    Also, die kurze Antwort lautet: Na und? Die längere steht oben, die längste würde ein Buch füllen. Will ich das? Vielleicht einmal, wenn ich mit den Verschwörern durch bin, den Karl Haushofers und Gurdijeffs und Carmins.


    Was ich mit Struktur meine? Hm, Anfang und Ende markieren; Subjekt und Objekt zuweisen; Attribute an die Worte hängen, wo sie nottun, da streichen, wo sie überflüssig. Nebensätze meiden. Hauptsätze zusammenkleben, wenn die Gedanken zusammengehören. Aus dem Text ausbrechen, aber wieder zurückkehren.


    So was meine ich mit Strukturieren.


    P.S. Ich habe Dir in dieser Antwort gerade ein Beispiel gegeben. Findest Du die Struktur heraus, Naseweis? Wie lautet der Kernsatz der Botschaft, um die es mir hier ging?

  25. #25
    Kurzvormabschussiger
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    AW: Das Mathematikgenie

    du hast recht.

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