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Ergebnis 1 bis 23 von 23

Thema: 2 + 2 = 5

  1. #1
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    Post 2 + 2 = 5

    2+2=5
    (oder: "Die Wahrheit ist ein Trick." )


    Annäherung eines Raubtieres an das Opfer, die Wahrheit!


    I.) Die Wahrheit, wie wir sie erahnen und vermuten, gibt es nicht!
    Es ist eine Worthülse, Worthülle, leer und leblos besetzt sie einen Platz in unserem Sprachgebrauch, der jeglichen Sinns entbehrt. Das, was Philosophen seit tausenden von Jahren zu ergründen suchen, dem sie hinterherhecheln, wie ein Esel, der an einem Stab gebundenen Mohrrübe, diese Arbeit, die sie in unzählige Kumulationen von Buchstaben steckten - alles für die Katz. Sysiphos hält sich schallend den Bauch...
    Diese Wahrheit, die dem Anspruch eine allgemein gültige und für jedermann anwendbare zu sein, genügen soll - ab in die Glutenkiste damit! Nicht real existent!
    Mag sein, daß mich dies behauptend ein Hauch von Nihilismus umflattert, doch: was soll eine "eine heilige Wahrheit" in einer von Individuen bevölkerten Welt, welchen Sinn, Nutzen und Zweck erfüllte sie? Warum also nach etwas suchen, was bedeutungslos und bar jeglicher Vernünftelei? Es ist, als würfe man die Angel aus, in der Erwartung einen kapitalen Hirschen zu fangen...
    Und noch einmal, liebe Kritiker, auch wenn es sie gäbe, diese Wahrheit, so wäre sie für uns komplett Wurscht. Man kann sie nicht wissen. Insofern ist der Begriff "Philosoph" schon äußerst merkwürdig gewählt... - suchten sie sie tatsächlich, die Handwerker des Geistes, so hießen sie vielmehr Philoveritaner - oder so...
    Daß es nun dieses Objekt der Begierde, die Wahrheit, nicht gibt, soll nicht heißen, daß es nicht eine Wahrheit gibt, eine für dich, eine für mich - "jedem seine Wahrheit", bin ich gewillt zu brüllen, jedem seinen Platz, jedem seine Bestimmung - und wer das letzte Mosaiksteinchen einfügt merkt dann schon..., derweil der Sensenmann hämisch sein Werkzeug wetzt... - aber das ist eine andere Geschichte...
    Manchmal lassen sich diverse Ähnlichkeiten konstatieren, manche weisen ein gleiches Gerüst, manche ein gleiches Fundament auf - man spricht dann von Freundschaft, Seelenverwandtheit und Liebe...



    II.) Das subjektive Empfinden, meine Herrschaften, achten Sie bitte auf die
    individuelle Sinneseinstellung, die persönliche Eichung und Auslotung!
    Anhand eines Beispiels: ich sitze in einem Faß eiskalten Wassers und gehe
    dann unter eine lauwarme Dusche - hach, wie ist sie prickelnd warm. Oder:
    gerade noch schwitzte ich glühend in der Sauna, husch springe ich unter dieselbe lauwarme Dusche - brrr, wie erscheint sie mir kalt und frostig... - Ein anderes Beispiel: der Farbenblinde! Sie sagen grün, er sagt rot - und vice versa. Wer also wagt es, Begriffe zu definieren? Was ist kalt, was ist warm? Was ist rot, was grün? Was wahr, was falsch?

    Laut Lexikon ist die Wahrheit im ontologischen Sinn die Erkennbarkeit des Seienden für den Menschengeist - in der traditionellen Metaphysik wird sie als eine der Wesenseigenschaften des Seins definiert. Aha! Soso... - letzteres besagt also, daß es ohne die Wahrheit kein Sein gäbe. Sie selbst wird als Axiom vorausgesetzt, die Wahrheit ist die Wahrheit und nichts als die Wahrheit - eine Rose ist eine Rose ist eine Rose...
    In der ersten Definition wird von der Erkennbarkeit für den Menschengeist gesprochen - erinnern wir uns daran, daß wir durch Sinne erkennen... . Und der Menschengeist, oh, weh... - unser Denken also kommt hier ins Spiel, jetzt wird's spannend... . Unser Denken ist aufgebaut in Begriffen, Begriffe, die in grauer Vorzeit festgelegt wurden und es im Laufe der Zeit und der Karriere zur Allgemeingültigkeit geschafft haben - vergessen wir bitte nicht, daß subjektives Empfinden ihr Quell! So verhält es sich im übrigen auch mit dem Begriff Gott, der interessanterweise ebenso diesen sog. Wahrheitsanspruch innehat... - Unser Denken. Unser Denken ist begrenzt durch die Faktoren, gar Vektoren Raum und Zeit. Raum und Zeit gaben sich im Anfang die Hand, will sagen waren eins - hier sprechen wir vom Urknall bzw. ,auf unser persönliches Denken gemünzt von der Geburt. Weiterhin verflüchtigen sich diese zwei Liebenden in der Ewigkeit (für uns: soweit das Auge reicht...), ohne eine Chance auf ein Wiedertreffen - das ist die Tragödie unseres Seins! In diesem Rahmen bewegen sich alle Begriffe, so auch das Alles wie auch das Nichts - sie fließen in diesem Fluß unseres Erkennens, basierend auf unserer Empirie!
    Daß ausgerechnet die Naturwissenschaftler von der Tatsache ausgehen, daß zwei Parallelen sich in der Ewigkeit berühren, erfüllt mich voll Scham - mir dünkt, sie haben Angst, Angst vor der Ewigkeit, Angst vor dem Nichts... - doch will ich sie weiter rechnen lassen, mir bleibt nur die Freiheit zu erkennen: 2+2=5!


    III.) Ehrfürchtig möchte ich hier noch diejenigen erwähnen, die mit dem Begriff der Wahrheit bzw. Un-wahrheit (nicht zu verwechseln mit der Lüge...) umzugehen verstehen, wie ein Jongleur :
    Zum einen sind dies die Buddhisten, ihnen voran die Zen-Buddhisten, aber auch einige Künstler wagen den Blick ins Transzendente hinaus, erinnern wir uns an die Dadaisten zu Anfang des letzten Jahrhunderts, die auch Definitionen wie die folgende wagten: dada ist garnichts, dh. alles!


    IV.) Das Gleichnis von dem Blinden und dem Elefanten
    Einstmals lebte in Shravasti (in Nordindien) ein gewisser König. Der gebot seinem diener: "Lasse alle Blindgeborenen der Stadt an einem Ort zusammenkommen." Als dies geschehen war, ließ er den Blindgeborenen einen Elefanten vorführen. Die einen ließ er den Kopf betasten mit den Worten: "So ist ein Elefant", andere das Ohr oder den Stoßzahn, den Rüssel, den Rumpf, den Fuß, das Hinterteil, den Schwanz, die Schwanzhaare. Dann fragte er: "Wie ist ein Elefant beschaffen?" Da sagten die, die den Kopf betastet hatten, "Er ist wie ein Topf", die das Ohr betastet hatten, "wie ein geflochtener Korb zum Schwingen des Getreides", "wie eine Pflugstange", "ein Speicher", "ein Pfeiler", etc. - Und mit dem Rufe: "Der Elefant ist so und nicht so!", schlugen sie sich gegenseitig zur Belustigung des Königs.

    V.) Abschließend möchte ich noch bemerken: Schön, daß wir uns nun so ausführlich darüber unterhalten haben, was die Wahrheit ist - ich für meinen Teil halte nichts davon, ich gehe jetzt viel lieber Kies harken!

    VI.) AMEN!

  2. #2
    rodbertus
    Status: ungeklärt

    Aw: 2 + 2 = 5

    zu 1. Wahrheit ist. Sogar vielfältig. Also gibt es sie. ich sag's, also ist sie. Fertig.

  3. #3
    Mitgestalter
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    Aw: 2 + 2 = 5

    ne, ne, min jong, so einfach is dat nich...- nur weiles dat wort geben tut, heißt das noch gaaa nix - damit wollt schon manch einer beweisen, dat es onkel gott geben tut - aber der stiefel is nu WAHRlich von gestern - was ich alles für wörter kennen tu, puh, ne, alles dat kanns gaaa nich geben... -


    SCHPUNK!

  4. #4
    schreibt hier hin und wieder
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    Aw: 2 + 2 = 5

    Scheißdialektik: R. hat, wenn er mit Sartre spricht, womöglich Recht, Pauli. Dubio ergo sumsumsum herum, weisu jawohl.

    Mein Lieblings-Filoso Fisch J.R. erwähnt lapidar in einem Liedchen:

    Die Zeit vergeht.
    Das Gras verwelkt
    Die Milch entsteht.
    Die Kuhmagd melkt.

    Die Milch verdirbt.
    Die Wahrheit schweigt
    Die Kuhmagd stirbt.
    Ein Geiger geigt.

    - Laß uns lieber lyrisch sein -
    zähneknirschend, h.

  5. #5
    schreibt hier hin und wieder
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    Lightbulb Aw: 2 + 2 = 5

    Die Wahrheit, wie wir sie erahnen und vermuten, gibt es nicht!

  6. #6
    Resurrector Avatar von aerolith
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    Eigentlich ist das ein äußerst (wenn ich hier mal übertreiben, will heißen lügen darf) interessanter und unmaßgeblicher Gedanke, lieber Paul, den Du auf dem Tablett hereinträgst. Schau da, blöde Gemeinde, ich spinne, jeder merkt's, keiner wagt's, aber alle denken nur so still vor sich hin und gaffen auf die bunten Vögelchen, die ein Händler brät.
    Welche Vögelin brä(t)st Du hier?


    Die Wahrheit, wie wir sie erahnen und vermuten, gibt es nicht!
    zu 1. Das ist ja ein salto mortale. Denn es gibt kein sinngemeinschaftliches Wir. Du hast eine andere Wahrheit als ich; wir können nur die Gemeinsamkeiten feststellen, durchs Gespräch, einen freundschaftlichen Händedruck, ein Augenblitzen, weißdergeier. Wahrheit, zumal objektiv gefaßt, ist ebenfalls möglich, lebt aber von Parenthesen. Wenn ich eine Regel aufstelle, dann ist diese wahr, bis sie durch eine andere ersetzt wird. Sie wird zur materiellen Gewalt, wenn andere sich nicht daran halten, ich aber die Möglichkeit besitze, sie daran zu erinnern und gegebenenfalls Maßnahmen zur Durchsetzung ergreife.
    In der Liebe gibt es so etwas auch. Gerade das Aussetzen der Vernunft im Akt beweist aufs augenscheinlichste, daß der Mensch eben Regeln und Wahrheiten benötigt, und sei es nur, um dagegen zu verstoßen. Nichts ist stärker als der Verdacht, eine Regel oder Wahrheit auch umgehen zu können. Das macht die Wahrheit transparent und unwiderstehlich.
    Bleiben wir noch ein bißchen beim ersten Punkt: Sysiphos nennst Du. Hybris hieß sein Thema. Zeit Lebens trug er den Gedanken nach Größe, nach Überwindung, nach Grenzverletzung und -verschiebung in sich. Wahrheit war ihm bekannt, er wollte darüber hinaus. Er setzte sich ein Ziel, eine Marke, über die er hinauswollte. Das war das Vergehen, die Bewußtheit der Übertretung. Ich frage Dich, Paul, hat Sisyphos wissentlich gefrevelt? Hat er wissentlich Unwahrheit in seine Gedanken aufgenommen, um ihnen dann Lautung und Tat zu geben?
    Indem S. frevelte, hat er den Begriff der Wahrheit als existent anerkannt. Der bewußt Frevelnde übertritt eine Grenze, derer er nicht mehr angesichtig sein will. Der Wille setzt ihn über, er will die neue Grenze - eine wahrheitsfreie Gesellschaft ist nicht denkbar.
    Erst mal genug.

  7. #7
    Bauer Hans
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    Aw: 2 + 2 = 5

    Könnte Mann sich einigen, Frau sowieso nicht: Es gibt nur Meinung.
    Selbst das ist eine.
    Alles andere nur beliebtes Dummdrumherumgerede, mit Anspruch auf die Eine.


    Wer kann, darf Wahrheit messen? Harken ist besser.


    Frage: Reden Forscher von Wahrheit? Sie forschen bis zur nächsten Meinung, haben, meinetwegen, Stückchen in Händen, doch es geht, fließt immer weiter. Meine Meinung.


    Der Kluge formuliert und nutzt. Der Weise schweigt?

  8. #8
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    Aw: 2 + 2 = 5

    heissa, ein tänzchen wert, dann doch, dacht schon nur zu schauen und wundern - nicht wissend, wohlbemerkt, wie die kindlein, die da ball spielen... -
    salto mortale, hopps, circulus vitiosus tauf ichs, nur der alte heraklit ließ fließen, undendlich - zumindest erstlings bekennend, hut ab - wer wagt das schon - bin schon geneigt, gar alt, zu sagen heutzutags?
    friedrich, der geblendete, darbte in anstalten, weil weisend -
    schrieb von kreisen und trunkenen liedern, habs gelesen und alles kehrte wieder... -
    von der freiheit des geistes, knall ichs mal aufs parkett, hieße nachgedacht das unterfangen, wahrheit zu negieren, um sie zu verfechten, wenn nicht wikinger, so wenigstens denken... -
    ad absurdum, wenn gewagt, so die thesis, so ist, was zunächst negiert -
    z.b. NICHTS -
    also ALLES -
    doch, rodbertus, nocheinmal, so sehr ich der buchstaben huldige, wie ein neoplatonist dem außerhöhlischem gelicht -
    an die grenzen stoßen, heiß nicht, sie zu brechen,
    mais non,
    die nase tief darin verbohrt heißt:
    die grenze gibt es nicht... -
    damit eröffne ich zwar das spiel in dem sinne,
    daß die königin nackt,
    will sagen, 2+2=5 existiert nicht -
    hanni, dann schwirren mir deine kochkünste
    um die olfactoriusstränge und
    ahnend ob der WAHREN liebe
    harke ich weiter
    leiden-schaf(f)tlich
    kies... -
    hootchi, da ist die schlampe denn
    beiwerk, salz und grund gar,
    doch schönheit und traurigkeit
    bellen in fernen steppen,
    in der tiefe des brunnens
    spielen kinder und
    wie immer, der wind... -
    doch zurecht ahntest du,
    daß die kraft,
    weil ich weinte -
    DANKE!
    so, genug,
    ich will die poesie noch ein wenig schwängern,
    eine kleine unterredung mit golem und
    bald hat jesus geburtstag -
    spakolni notschi, pawel -
    (angenehms nächtle, paule - her mit den schnuppen!!!)

    die wahre liebe,
    die wahre kunst +
    die tiefe leidenschaft ,
    die tiefe nacht =
    5!
    quod erat demonstrandum...

  9. #9
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    Aw: 2 + 2 = 5

    2+2=5




    eine metapher.
    ein axiom.
    ein beweis.
    eine ahnung.
    ein wissen.
    eine revolution.
    eine umkehrung der werte.
    eine wahrheit.
    eine furcht.
    ein wunder.
    ein fundament.
    ein schein. (der kerze - wage den finger darüber...)
    ein witz.
    eine erkenntnis.
    nichts.
    alles.
    mehr?
    nimm 6!

  10. #10
    schreibt hier hin und wieder
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    Aw: 2 + 2 = 5

    ein Spiel
    ein Bluff
    eine Aufgabe
    eine Lösung
    ein Augenblick
    eine Ewigkeit
    du bist
    am zug

  11. #11
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    Aw: 2 + 2 = 5

    in der pupillen mitte
    schwäne zwei
    sich vereinen,
    verbinden sich zu
    einem augenblick -


    meer wird fluß,
    was reiner quell
    zunächst,
    wird wissen, was
    blut erst und
    schleim -


    wächst uns,
    gedeiht,
    wird wilder wuchs,
    wuchert -
    wehe, wenn
    ewigliches blüht.


    ich freu mich.
    schwester.
    trinke tränen.


    ich weine.
    schwester.
    nabelwelten.

  12. #12
    Resurrector Avatar von aerolith
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    Aw: 2 + 2 = 5

    Den laß ich mir gefallen. Doch wie nur, daß ich hier den verstellten Witz mitlesen muß, Paulchen Panther? Les ich doch eigentlich die erste Strophe


    IN DER PUPILLEN MITTE VERBINDEN SICH ZU EINEM AUGENBLICKE WEISZER SCHWÄNE ZWON... Und das klingt dann irgendwie wie Wilhelm Busch. Was ja auch nit schlecht ist.


    In zwei und drei bringst Du mich dann in die Gänge. Ich trete ein wenig zurück und genieße den Augenblick der Entwerdung. Und das ist ein wahrhaft genialer Gedanke, daß ich eigentlich auch entwerden kann, also ursprünglich mensche (als Verb zu lesen, weil doch vom Verb alles seinen Ausgang nimmt in der Sprache). Das gefällt mir sehr gut.


    Und so haben wir wieder einen typischen Paul-Text: Geniales steht neben Skurrilem und benimmt sich nicht.

  13. #13
    rodbertus
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    Aw: 2 + 2 = 5

    Der Ordner hat Jesus zum Thema, die Offenbarung, Jesu Leben, der als Mensch nur den Übergang lebte, daher nur Moment ist. Insofern sind 2 und 2 füneff. Das ist die wahre Liebe zu den Menschen, daß er in einem Gewand erschien, das wir erkennen konnten/können. In tiefer Nacht, in tiefer Leidenschaft, aber bedürfen KEINER Kunst, sondern Demut, damit wir unseren Platz in der Weltordnung erkennen und leben. Eine kleine Vollkommenheit, die Vier, doch wir leben sie nicht, wir wissen es besser, geben eins drauf, also fünf. Zwei, das sind Vater und Sohn und Zwei, das sind die einstig Erwählten des erwählten Volkes, das nunmehr zu allen Menschen wurde; das sind vier.

  14. #14
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    Aw: 2 + 2 = 5

    und das ganze drumherum -
    macht fünf.

  15. #15
    Kurzvormabschussiger
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    Aw: 2 + 2 = 5

    Die Wahrheit ist eben das, was wir gelernt haben. Insofern ist erst einmal alles Wahrheit - weil jeder etwas anderes gelernt hat. Irgendwann schwimmt die Wahrheit auf einem Ozean von Perspektiven und fühlt sich dabei wohlgetragen, auch wenn hier und da mal jemand eine Welle macht.


    Hier braucht es ein neues Wort - unwandelbar, frei jedweder Sichtweisen und so unbegreiflich, dass es niemand auszusprechen vermag.

  16. #16
    rodbertus
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    Aw: 2 + 2 = 5

    Das mit den auf dem Ozean schwimmenden Wahrheiten gefällt mir. Und ich will gleich eine zum besten geben: Mathematik ist beliebig. Wir haben jederzeit die Möglichkeit zur Festlegung eines Systems, in dem 2 und 2 5 ist.

  17. #17
    Kurzvormabschussiger
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    Aw: 2 + 2 = 5

    Da wird's kompliziert! 2+2 wäre eine Verdopplung, soviel ist schon einmal Wahrheit, zwar kann ich beliebige Wörter für eine Menge einsetzten, jedoch bleibt die Menge immer die Gleiche. Wenn ich zu zwei Äpfeln, zwei weitere lege, sind es eben doppelt soviele, nicht zweieinhalb oder das dreifache. Das ich vier gegen fünf mühelos tauschen kann wird davon nicht tangiert.

  18. #18
    rodbertus
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    Aw: 2 + 2 = 5

    Das sage den Despoten dieser Welt, Ikarus! Sie legen schlichtweg fest, was 2 und 2 zu sein haben und aus dem, was festgelegt worden ist, entsteht dann das, was wahr sein muß - und es ist dann auch wahr.

  19. #19
    schreibt hier hin und wieder
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    Aw: 2 + 2 = 5

    Zitat Zitat von Ikarus
    Da wird's kompliziert! 2+2 wäre eine Verdopplung, soviel ist schon einmal Wahrheit, zwar kann ich beliebige Wörter für eine Menge einsetzten, jedoch bleibt die Menge immer die Gleiche. Wenn ich zu zwei Äpfeln, zwei weitere lege, sind es eben doppelt soviele, nicht zweieinhalb oder das dreifache. Das ich vier gegen fünf mühelos tauschen kann wird davon nicht tangiert.

    du verengst den Blickwinkel und immerhin.
    ein Apfel ist meer als eine gestrichene Eins!
    ob uns der goldene Schnitt da weiterhilft?



  20. #20
    Kurzvormabschussiger
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    Aw: 2 + 2 = 5

    Solange Zahlen (ob nu ganze, natürliche od. rationale) nur das bleiben, was sie eben sind - ein beliebiger Ausdruck für Mengenverhältnisse - braucht es ihn gar nicht, den Schnitt. Das eigentliche Problem in dem wir uns meines Erachtens nach bewegen ist eher der nie zu schließende Spalt zwischen gegenständlicher -und Wortebene. Worte haben nunmal immer nur deskriptiven Charakter und können keine Sinneserfahrung ermöglichen, nur dessen Beschreibung und diese kann auf jedwede Art und Weise interpretiert werden. DILEMMA!!!

  21. #21
    Mitgestalter
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    Aw: 2 + 2 = 5

    und zudem jeweils ja eine andere ist, die sinneserfahrung, somit die erfahrung als auch die interpretation ein weit gefürchtetes sprektrum an möglichkeiten ergibt und wenn ich jetzt noch farbenblind obendrein bin, dann sagts du rot und ich grün, dann wissen wir nicht ob tomate eisberg der salat, den wir dann haben... -
    wird beim rechnen mit zahlen nicht viel anders sein, nehm ich an, chaos allerorten, das wir da entschlüsseln wollen, wems denn behagt - ich für meinen teil gehe wieder ein paar tage fischen...


    grüße aus dem synapsenspalt...

  22. #22
    Kurzvormabschussiger
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    Aw: 2 + 2 = 5

    Da ist er wieder, der Grund aus dem ich das Philostudium beendet habe, bevor es richtig anfing...

  23. #23
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    Aw: 2 + 2 = 5

    da kommen sie also, die ordner über wahrheit.
    (memo an mich: du mußt einen oetzi schreiben, um zu finden, was du zuvor gesucht hast)


    meine gedanken nach fehlt in euren systemen der begriff der handlung.
    im luftleeren raum des erkennens mag es bei meinungen bleiben, von denen jeder die seinung hat.
    wie aber verhält sich eine wahrheit, nachdem ich handelte? sie wird verändert.
    es ist nicht mehr wahr, daß ich schweige, wenn ich rede, daß ich sitze, wenn ich aufstand. der täter hat getan und die wahrheiten sind verändert. es ist ein mensch geboren und die welt ist nicht mehr die gleiche. es ist eine atombombe niedergegangenund die amerikaner sind kein unbescholtenes volk mehr zu nennen.


    wenn es aber wahrheiten gibt, die garnicht von unserem handeln abhängen,denn wir handeln und handeln, aber sie verändern sich durch unsere kleinen handlungen nicht, so müssen sie ewig sein oder in einer ewigen tarnung, daß sie sich mit unserem dauerhandeln so mitverwandeln, daß sie uns von unserem handeln unverändert erscheinen.

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