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Thema: Green Economy - der große Schmäh

  1. #1
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    Green Economy - der große Schmäh

    Was will ich eigentlich sagen? Da wird die Firma Tesla eine Fabrik im strukturschwachen Brandenburg aufstellen, um Teile oder ganze Elektroautos zu basteln. Dagegen ist ja zunächst nichts zu sagen. Gleichzeitig wird dieses Unternehmen des ach so visionären Herrn Musk viele Millionen an staatlicher Förderung erhalten, weil es ja Arbeitsplätze schafft. Auch ok.

    Nur ist die Pikanterie an der Sache, dass diese Firma Tesla sich Umweltschutz, Klimaschutz, ja den völligen Ausstieg aus dem fossil betriebenen Autoverkehr sich auf die Fahnen geheftet hat. Und dann muß ich lesen, dass für besagte Fabrik in BB ca. 500 000 Bäume abgeholzt werden. Und da stellen sich mir schon die Kopf- und Schamhaare auf. Und es stellen sich ein paar Fragen:

    1) Gibt es in BB keine Industriebrachen, Gewerbegebiete, andere nicht mit Bäumen bewachsene Flächen, wo man diese Bude hinstellen könnte?
    2) Wer genehmigt solch einen Eingriff in die Natur?
    3) Wie passt das zur angeblichen Firmenphilosophie von Tesla?
    4) Wo sind die Grünen, wenn man sie mal braucht? Ich habe nichts von Protesten gelesen.

    Ich könnte noch weiter fragen, werde aber keine Antworten kriegen. Stattdessen noch ein paar Bemerkungen zur E-Mobilität, grüner Industrie und Wirtschaft und Tesla im Besonderen.

    Die Schlitten von Tesla sind durch die Bank große Luxuslimousinen, sehr schwer und damit auch mit riesigen, schweren Akkus bestückt. So ein Teslamobil ist über die Lebensdauer nicht umweltfreundlicher als ein herkömmlicher Benziner des mittleren Segments. Schmäh Nr. 1.

    Was die E-Mobilität im Allgemeinen anlangt, so sind eindeutige Aussagen über ihren CO2-Fußabdruck und den Fußabdruck insgesamt sehr schwierig und je nach Standpunkt fallen sie sehr unterschiedlich aus. Für die Befürworter sind sie klimaneutral und die Rettung aus der Klimarise überhaupt. Für die Kritiker nichts als ein großer Betrug und Fake. Zu viele Einflußgrößen spielen eine Rolle: Rohstoffe (besonders für die Akkus), problematische Arbeitsbedingungen in den Herkunftsländern (Afrika), Stromerzeugung für E-Autos müsste voll CO2-neutral sein (Wind, Solar, Wasserkraft etc.), damit sich das rechnet. Die Produktion dieser Karren ist natürlich genauso energieaufwändig, wie für Benziner.

    Dazu kommen Sekundäreffekte, die das Ziel konterkarieren. Es werden noch mehr Karren gebaut, verkauft, noch mehr Kilometer gefahren werden, weil man ja klimafreundlich unterwegs ist. Dafür brauchen wir mehr Straßen, mehr Stromtankstellen, usw. Das alles ist auch nicht CO2-neutral zu haben. Der Trend zum Dritt- und Viertauto wird verstärkt. Das Erstauto bleibt ein Benziner. Es kommt also vorwiegend nur zu einer zusätzlichen E-Flotte zu den bestehenden Benzinern.

    Schließlich muß man feststellen, dass der gesamte LKW-Verkehr, der Luftverkehr und der Schiffsverkehr auf absehbare Zeit nie und nimmer auf elektrische Antriebe umgestellt werden können.

    Für mich bleibt als Fazit: die E-Mobilität ist in Nischen (Busse, Taxis, privater Nahverkehr) sicher sinnvoll. Für den großen Rest des Transport- und Verkehrswesen ist und bleibt sie ein Irrweg. Für die Lobbies aber ein gefundenes Fressen für Profit und Aussicht auf Förderungen und Subventionen.

  2. #2
    Mitgestalter Avatar von anderedimension
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    AW: Green Economy - der große Schmäh

    Ich stimme Dir in vielen Punkten zu - nur zwei Dinge:

    1. Es geht nicht "nur" um Tesla und um Brandenburg. Was dort passiert...das hat Signalwirkung und wird vom Ausland kritisch beäugt.

    2. Deutschland hat in Europa den größten Baumbestand - und bei den Bäumen, die in Brandenburg gefällt werden müssen...handelt es sich überwiegend um "minderwertige"..."nutzlose" Bäume (Fichten usw...)


    https://de.wikipedia.org/wiki/Wald_in_Deutschland

    Zitat

    Der Wald in Deutschland umfasst mit 11,4 Millionen Hektar[1][2] 32 Prozent der Gesamtfläche des Landes. In den deutschen Wäldern wachsen rund 90 Milliarden junge und alte Bäume mit einem Holzvorrat von insgesamt 3,7 Milliarden Festmeter
    ---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

    zudem nimmt die Waldfläche in Deutschland von Jahr zu Jahr zu

    500 TSD Bäume, das klingt dramatisch...ist aber...gemessen am Gesamtbestand...überhaupt nicht der Rede wert.

    Wegen einer handvoll nutzloser Bäume...die sinnlos im Wege rumstehen und uns das Licht nehmen...gefährden wir den ganzen Wirtschaftsstandort Deutschland...sprich unseren Wohlstand. Für mich sind diese linksgrünen und rechten Aktivisten allesamt Hohlblöcke, die keine Ahnung haben...wovon sie da eigentlich reden.
    Geändert von anderedimension (19.02.20 um 11:23 Uhr)

  3. #3
    rodbertus
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    AW: Green Economy - der große Schmäh

    Nun ja, ich glaube, Till greift in seinem Text nicht die Frage auf, ob 500000 Bäume mehr oder weniger den Waldbestand gefährden, sondern die Doppelzüngigkeit derjenigen, die im Namen der grünen Ökonomie zwar neue Industrie ansiedeln möchten, eben solche Sachen wie Tesla-Autos, gleichzeitig aber dafür Bäume sterben lassen, wobei es doch gleichgültig sein sollte, ob das nun wirtschaftlich effizient bewertete Bäume betrifft. Ich sage da "Baum ist Baum". Hoffentlich pflanzen sie, die da die Bäume weghauen, entsprechend neue Bäume - wie das Gesetz es vorschreibt.
    Vielleicht findet sich für dieses Forum mal einer, der die Sache "E-Auto" auf den wirtschaftlichen Punkt bringt. Mein Gefühl sagt mir, daß ein E-Auto mehr Nach- als Vorteile bringt, zumal doch in den Benzinern/Diesel-Fahrzeugen eh sehr viel Elektronik verbaut wird.

  4. #4
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    AW: Green Economy - der große Schmäh

    Es lag in der Tat auch in meiner Absicht, die Widersprüchlichkeit zwischen Reden und Handeln vieler 'Grünbewegter' in Gesellschaft und Politik hinzuweisen. Dafür liefert die Teslafabrik in BB ein gutes Exempel. Gleichzeitig halte ich große Teile sog. 'green economy' für einen Marketingschmäh (Schmäh = wienerisch für Fopperei, jemanden zum Narren halten u. dgl. mehr), der lediglich der Gewissensberuhigung der Konsumenten dient.

    Mein eigentlicher Punkt war der Witz, dass hier ein ganzer Wald einer Fabrik weichen muß, während im gleichen Bundesland mit 100%-iger Sicherheit geeignete Brachen, Industrieobjekte oder bereits versiegelte Grundstücke vorhanden sind, die man nutzen könnte. Aber da geht man vor dem 'Investor' in die Knie, der sich aus welchen Gründen auch immer, genau dieses Grundstück wünscht. Und wirft ihm noch Steuermillionen nach, um ein paar billige Arbeitsplätze zu schaffen, die in wenigen Jahren wieder dahin sein können. Die Bäume aber sind für immer weg.

    Und ein Baum ist ein Baum, ist ein Baum und nicht bloß Ware. Die meisten der Bäume, die nun weiter gefällt werden dürfen, waren älter als wir alle es je werden werden.

    Zitat ad:
    Wegen einer handvoll nutzloser Bäume...die sinnlos im Wege rumstehen und uns das Licht nehmen...gefährden wir den ganzen Wirtschaftsstandort Deutschland...sprich unseren Wohlstand
    Wenn ich solchen kaltschnäuzigen, solche Wunder wie Bäume verachtenden Unsinn lese muß, schüttelt es mich.

  5. #5
    Mitgestalter Avatar von anderedimension
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    AW: Green Economy - der große Schmäh

    Ich sprach nicht "nur" von Grünbewegten....sondern von
    linksgrünen und rechten Aktivisten
    Also von jenen Leuten die...aus unterschiedlichen Gründen...dieses Projekt torpedieren und oder instrumentalisieren.

    Du kannst davon ausgehen, dass ich...wenn ich mich zu solchen Sachverhalten melde...meist auch recht gut informiert bin - ansonsten würde ich lieber schweigen...bzw. Halbwissen als solches kennzeichnen.


    Dieses Gebiet...von dem wir reden...wurde schon vor Urzeiten als Industriegebiet ausgewiesen. Zu jener Zeit standen dort gar keine Bäume. Diese hatte man sozusagen als Platzhalter gepflanzt. Aber Du siehst...auch bei dir selbst...dass diese von links inszenierte und von rechts adaptierte Propaganda Früchte trägt.

    Was das E-Auto angeht, da wurde...auch hier...schon alles gesagt - ökologisch sinnvoll wären mit Wasserstoff betriebene Fahrzeuge....da sind sich die Experten einig...selbst die Autohersteller sagen das. Das E-Auto ist eine politische Entscheidung.
    Selbst die Dieselfahrzeuge nach der neuen Abgasnorm haben eine deutlich bessere Ökobilanz als das E-Auto. Eine um Welten bessere Ökobilanz. Aber grüne Hysterie führte schon immer...zumindest meist zu falschen Entscheidungen.


    Nochmal zu Brandenburg

    https://www.sdw-brandenburg.de/waldw...urg/index.html

    Hier kannst Du dich mal ganz allgemein informieren...was den Baumbestand in Brandenburg angeht

    In Brandenburg mangelt es an vielen Dingen, aber gewiss nicht an Kiefern...

    Und dann ist es ja nicht so, dass die gefällten Kiefern verschrottet werden. Schau dich doch mal in deinem Zuhause um...was da so alles aus Holz hergestellt wurde. Wir reden hier nicht über Green Economy...sondern über Green Hysterie. Für mich ist das ganz einfach nur Linkspopulismus.

    Wir haben in Deutschland heute mehr Bäume als zu Zeiten von Arminius. So viele Bäume, dass sich alle 80 Millionen Bürger dort vor den Römern verstecken könnten. Wovon wir zu wenig haben...das gehört zur Wahrheit mit dazu...das sind Mischwälder - hier muss man noch einiges tun. Wir haben aber definitiv zu viele Kiefern und Fichten.

    https://www.maz-online.de/Brandenbur...-Mammutaufgabe

    Waldbrandgefahr „Umbau der Kiefernwälder ist Mammutaufgabe“ Kiefern gehören seit der Eiszeit zu Brandenburg. Sie sind das Markenzeichen der Mark, aber auch eine große Bürde – denn sind sie trocken, brennen die Bäume fast wie Zunder.

    Ich war vor Jahren beruflich bedingt für einige Wochen in Brandenburg und von den mächtigen, hochgewachsenen Bäumen rund um Neuruppin sehr beeindruckt. Aber ich war auch geschockt...von dem...das mir "Einheimische" erzählten: von Jugendlichen, die sich das ganze Wochenende über in Garagen besaufen. Besaufen...weil es so gut wie keine Freizeitangebote...sprich Alternativen gibt. Nun will sich dort ein Weltunternehmen ansiedeln...in dessen Sog sich vieles zum Guten wenden würde. Und was macht man? Die gleichen Leute...die schon nicht für ihre Kinder sorgten...schaufeln nun auch das Grab für ihre Enkel.

    Wir leben in Deutschland, in einem Land...wo heute im Rhein Fische leben(können)...die zu Zeiten der Nibelungen dort nicht mehr anzutreffen waren. Unsere Umweltauflagen für Industrieunternehmen sind so streng, dass die Firmen durch ihre Filteranlagen das Wasser sauberer ins Flussbett entlassen...als sie es ursprünglich aufnahmen. Es wird aber immer so getan, als wären wir die größten Drecksäcke auf Erden. Klar war die Luft vor hundert Jahren besser...da lebten aber nur zwei statt acht Milliarden Menschen auf der Erde. In Relation zur Bevölkerungszahl sind wir besser...und nicht schlechter geworden. Die gleichen Menschen, die sich heute über das Klima aufregen...wollen gleichzeitig jeden Menschen auf dieser Erde retten. Einen Tod wird man sterben müssen, so schwer kann das doch nicht zu verstehen sein....

    Gemeine Esche, Spitz-Ahorn, Schwarz-Erle, Wild-Apfel, Trauben-Eiche, Silber-Weide, Winter-Linde, Flatter-Ulme, Rotbuche, Hainbuche, Eberesche, Speierling, Purpur-Weide, Schlehe, Sal-Weide, Korb-Weide, Stiel-Eiche.....und viele weitere...

    Zu diesen Bäumen und Sträuchern darfst Du dir gerne Gedanken machen...die benötigt und beheimatet Brandenburg. Um die Kiefern musst Du dich nicht sorgen - das ist eine Phantomdiskussion...

    Mustergehölzschutzsatzung Brandenburg

    dort heißt es u.a.:

    Die Ersatzpflanzung bestimmt sich in der Regel nach dem Stammumfang des zu entfernendenBaumes. Für einen gefällten Baum soll pro angefangene 40 cm Stammumfang als Ersatz einheimischer Baum gepflanzt werden. Als Standard-Baumpflanzware soll Hochstamm, Sortierung16/18 Verwendung finden. In begründeten Ausnahmen kann davon abgewichen werden, was jedochnicht die Anzahl zu pflanzender Bäume verändert. Feldhecken und Sträucher sind im Verhältnis 1:1durch heimische Pflanzen zu ersetzen. Mögliche Arten für Ersatzpflanzungen sind in der Anlage 1dieser Satzung gelistet3.

    (3) Sind die gepflanzten Bäume oder Sträucher bis zum Beginn der dritten Vegetationsperiode nichtangewachsen, ist die Ersatzpflanzung innerhalb eines Jahres zu wiederholen.(4) Die Ersatzpflanzung ist innerhalb eines Jahres nach der Beseitigung des geschützten Landschaftsbestandteiles auf der Grundlage der Ausnahmegenehmigung zu realisieren. Die durchgeführteErsatzpflanzung ist der Gemeinde umgehend mit geeigneten Mitteln wie Fotos sowie Rechnungskopien über den Erwerb des Pflanzgutes schriftlich anzuzeigen. Der Gemeinde ist auf Privatgrundstücken die Möglichkeit der Erfolgskontrolle während der ersten 3 Jahre einzuräumen
    Und das gilt auch für Tesla. Tesla ist nicht nur für den Wohlstand der Menschen in Brandenburg gut...sondern mittel - und erst recht langfristig gesehen auch für die Umwelt. Also, über was reden wir überhaupt?!

    Zitat Wikipedia

    Kiefer Verwendung

    Als Bau- und Konstruktionsholz wird Kiefernholz nahezu überall eingesetzt; sowohl im Innenausbau wie auch bei Außenanwendungen. Es findet entsprechend Verwendung im Hausbau für Dachkonstruktionen, für Holzverkleidungen, Geländer, Treppen, Skelettkonstruktionen für Wände und Decken, Fußböden, Fenster, Türen und Tore



    Ich wette mit Dir: schaue ich mich in deinen vier Wänden um, dann finde ich in allen Ecken etwas...das aus Kiefernholz hergestellt wurde. Nun verrate Du mir bitte mal, wo deines Erachtens die Kiefern herkommen sollen, die dir das Leben angenehmer machen?
    Mich nerven solche Diskussionen vor allem deshalb...weil sie so heuchlerisch geführt werden.


    In Wahrheit geht es doch nicht um Brandenburg, um Tesla...oder um die Natur...sondern um den scheiß Kapitalismus...nicht wahr?!
    Das ist die eigentliche Motivation der Protestler. Altkommunisten und Ewiggestrige. Linke und Linksgrüne sehe sich selbst als modern...als Menschen...die sich an der Zukunft ausrichten. Nüchtern betrachtet ist aber genau das Gegenteil der Fall. Ich sch...auf die Umwelt, wenn die Alternative " Mit der Keule in der Hand am Lagerfeuer sitzen" heißt.

    Hätte es den Menschen nie gegeben - und würden heute noch die Dinos die Erde bevölkern, dann wäre diese schon längst am Arsch - und zwar im wahrsten Sinne des Wortes...denn die hätten in der Summe mehr Gas in die Luft gepupst...als all unsere Fabriken ausstoßen könnten.

    Aktionismus...wohin man schaut. Wir sind (technisch) bald so weit Plastik zu 98% recyceln zu können...verbieten aber das Plastik und greifen ersatzweise zum Papier. Um Papier herzustellen werden Unmengen an Wasser...das Gold der Zukunft...benötigt und verschwendet. Weil wir nun Papier verwenden...werden anderswo auf der Welt Menschen verdursten. Nicht das Plastik selbst ist das Problem...sondern die Vollidioten...die es nicht sachgerecht entsorgen - also wir selbst.
    Geändert von anderedimension (21.02.20 um 13:05 Uhr)

  6. #6
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    AW: Green Economy - der große Schmäh

    Es ist öd, mit Leuten zu diskutieren, die nicht auf meine Argumente eingehen, stattdessen Behauptungen in den Raum stellen, die ich nie aufgestellt habe und dagegen polemisieren.

    Ob es zu viele Kiefern und Fichten gibt, war nie das Thema.
    Dass der Umbau der Wälder in Mischwälder langwierig und schwierig ist, war nie das Thema.
    Ob die Erde ohne Menschen im Arsch wäre, war nie das Thema. Darf aber getrost bezweifelt werden. Die Beweisführung dürfte schwierig sein.

    Worum es ging war allein der Punkt, dass unnötig hunderttausende Bäume für das Projekt einer kapitalisitschen Heuschrecke geschlagen werden. Mit meinetwegen linksgrüner Duldung und unter dem Jubel aller Fortschrittsbewegten. Unnötig gefällt, weil es genügend Ersatzflächen gäbe.

    Tesla ist eine Heuschrecke, die Leuten eine saubere Mobilität vorgaukelt, die es gar nicht gibt.

    Und alle laufen diesem Scharlatan Elon Musk hinterher. Scheinbar selbst kritische Leute wie du.

    Und, über Kapitalismus können wir gerne und lange diskutieren. Aber eins sag ich dir schon jetzt: deinen ach so abgöttisch geliebten 'Wohlstand' wirst du mit dem Kapitalismus schneller verlieren als glaubst und langfristig schon gar nicht sichern können.

  7. #7
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    AW: Green Economy - der große Schmäh

    Ich bezweifle, daß es heute mehr Bäume in Germanien gibt als zu Arminius' Zeiten. Es gibt mehr als im Mittelalter, aber nicht mehr als in einer Zeit, in der die Germanen sprichwörtlich im Wald hausten. Beleg: Ich sah da mal ein Gemaltes im Jenaer Stadtmuseum, das zeigte Jena im späten Mittelalter, nach den Rodungen, von denen allerorten Quellen und Ortsnamen künden. Der Baumbestand heute ist da sehr viel größer. Doch ich glaube mit Till, daß es in diesem Ordner nicht um den Baumbestand im Reich geht, sondern um dreierlei:

    1. Wie verheuchelt ist die linksgrüne Wirtschaftspolitik? Gibt es überhaupt eine? Oder ist sie nicht verheuchelt, sondern das Rezept für die Zukunft? Wenn ja, ist sie besser als die der CDU/AfD? Anders gefragt: Wäre unter einer CDU/AfD-Regierung kein Baum gefallen?
    2. Ich kann nicht glauben, daß das E-Auto so schlecht ist, wie es die AfD behauptet oder wie es auch hier wieder behauptet worden ist (Stichwort: Ökobilanz). Was ist das überhaupt, Ökobilanz? Wie wird die ermittelt?
    3. Ich stimme mit Till in einem Punkt gar nicht überein: Ich glaube nicht an eine menschengemachten Klimawandel. Ich befürchte, daß wir (Menschen) uns hier viel zu wichtig nehmen und eine phylogenetische Hysterie über unseren Einfluß auf Klima und Wetter erzeugen, die sehr schlecht für die gesellschaftliche Kommunikation ist. Ich würde mich hier von der einen oder anderen Seite gern überzeugen lassen - zur eigenen Klarheit.


    Vielleicht bekommen wir hier eine Diskussion hin, die sachbezogen und ideologiebefreit bleibt.

  8. #8
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    Ich sage nicht, dass es unter einer CDU/AfD Regierung besser wäre - ich wünsche mir eine solche Konstellation auch gar nicht. Und ich hänge keiner Ideologie nach. Eine Partei, wie ich sie mir vorstelle....und wie ich sie auch schon beschrieben habe (LMP), gibt es (noch) gar nicht. Wie gut das E-Auto ist, das werden wir sehen - oder auch nicht, denn eine flächendeckende Verbreitung ist derzeit technisch nicht umsetzbar. Auch in zwanzig Jahren noch nicht. Ich kenne keinen Elektrotechniker...der das für möglich hält.
    Die meisten Menschen leben in Wohnkomplexen - selbst wenn genug Strom vor Ort wäre (Trafostationen usw)...ist diesen zu verteilen und zu managen die eigentliche Herausforderung. Unter einer Regierung mit Beteiligung der Grünen ist das ohnehin undenkbar...weil gerade die der logistischen Umsetzung im Wege stehen...sieht man schon bei Windrädern und Trassen. Die Grünen sind Teil des Problems.

    Eine Standard Wallbox (kleines bis mittleres Fahrzeug/ 8-12 Stunden Ladezeit) hat 22Kilowatt...für eine Schnellladung sind deutlich mehr KW vonnöten. Da kannst Du dir leicht ausrechnen...was für eine Leistung bei einem Komplex von 50 Wohneinheiten... bei einer Auslastung von 50%... für eine Leistung benötigt wird. Für nahezu jede Straße müßte eine Trafostation errichtet werden. Das ist schon politisch (gesellschaftlicher Widerstand) gar nicht umsetzbar. Man kann so eine Wallbox nicht einfach an der Steckdose anschließen...wie manche sich das vielleicht vorstellen. Selbst wenn diese Trafostationen da wären, müssten bundesweit alle Zähleranlagen (ab 100KW) zu Wandleranlagen umgerüstet...oder neu verdrahtet werden. Da reden wir von mehreren Millionen. Alleine dafür bräuchte es schon Jahrzehnte...vorausgesetzt wir hätten die Handwerker dazu...die ja jetzt schon ausgelastet sind. Es ist also völlig absurd zu glauben wir würden 2030 alle mit Elektro-Fahrzeugen unterwegs sein. Wir müssen die verschiedenen Techniken miteinander kombinieren. Der Wasserstoff wird dabei eine zentrale Rolle spielen. Um Wasserstoff herzustellen benötigt man abenfalls Strom - aber nahezu alle Projekte, die dazu dienen könnten...werden...meist von Grünen...verhindert. Wie doof muss man eigentlich sein...zu glauben man könne auf Braunkohle, auf Atomstrom verzichten...ohne gleichzeitig Strom-Trassen zu bauen...die grünen Strom transportieren?! Und genau das machen die Grünen.

    Was uns da vorgemacht wird...das nennt man Linkspopulismus. Die Kinder der FuF Bewegung sind genau die jungen Menschen...die in zwei Jahren das erste Mal wählen dürfen. Um die Gunst dieser Leute wird jetzt gebuhlt - man redet ihnen nach dem Schnabel...im Wissen...dass fast alles gelogen ist. Ich habe mich auch schon mit solchen "Kindern" unterhalten..i.d.R. pubertierende Mädchen...die die Welt retten möchten. Sie sind entweder schlecht informiert...oder sie quatschen das nach..was ihnen ihre grünen Lehrer....die ebenfalls schlecht informiert sind...eintrichtern. Wie uninformiert diese Leute sind...das zeigt sich am besten am Beispiel "Hambacher Forst"...für dessen Rodung die Grünen veantwortlich waren. Aber genau diese Grünen werden dann von den jungen Leuten als Retter der Umwelt gefeiert.

    Es gibt derzeit nur einen (vernünftigen) Lösungsansatz: den Individualverkehr möglichst überflüssig machen. Kein Aktionismus...sondern Strategien entwickeln (Städteplanung usw). Die Holländer fahren nicht wegen der frischen Luft mit dem Fahrrad...sondern weil sie damit deutlich schneller an ihrem Ziel sind...als wenn sie zum Auto greifen würden.

    Ganz ohne ideologische Ansätze wird das aber nicht funktionieren. Wir benötigen ein gesellschaftliches Umdenken...zB wie wir Wohlstand definieren. Aber auch über die Globalisierung muss man sich Gedanken machen - will man diese weiter vorantreiben, oder doch lieber wieder ein paar Schritte zurück machen. Die Globalisierung hat dafür gesorgt, dass wir vor Ort keine Geschäfte und keine Arbeitsplätze mehr haben. Von den urbanen Ballungszentren mal abgesehen...sind wir für Arbeit und Einkauf auf den Individualverkehr angewiesen.

    Ich möchte das E-Auto aber nicht verteufeln- es ist nicht DIE...aber Teil einer Lösung - hat mehr Symbolcharakter...aber daraus kann etwas entstehen. Irgendwo muss man anfangen...und das E-Auto ist sozusagen der kleinste Nenner...auf den man sich verständigen konnte. Wasserstoff ist zwar die umweltfreundlichste Technik...aber eine...die nicht leicht zu beherrschen ist. Nicht jeder Autobauer hätte da mithalten können...während die Konzepte für ein E-Auto bereits seit 30 Jahren in den Schubladen der Konzerne liegen. Übrigens; das erste Auto der Welt war ein E-Auto.
    Geändert von anderedimension (23.02.20 um 18:55 Uhr)

  9. #9
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    AW: Green Economy - der große Schmäh

    Die e-Mobilität ist nicht per se schlecht, sie wird nur von Lobbies und Abzockern als Lösung unserer Verkehrs- und CO2-Probleme verkauft. Reine Abzocke. Da werden Versprechungen gemacht, die nie einzulösen sind. Aber man sahnt ab, Subventionen, Förderungen, Steuervorteile, etc. BB wird den Herrn Musk noch kennenlernen. Die paar Billigarbeitsplätze werden schnell wieder verschwinden, wenn die Fördermillionen und Steuervorteile weg sind.

    Elektroautos sind sehr sinnvoll für Busse, Taxis, Lieferanten, Dritt- und Viertautos. Als flächendeckender Ersatz für den Benziner sind sie untauglich und ökologisch ein Wahnsinn!

    Ob du an einen menschengemachten Klimawandel glaubst, oder nicht, spielt keine Rolle. Ich kann mich nur wiederholen: ein stetiger, progressiv beschleunigter Temperaturanstieg auf unserem Planeten ist ein Faktum. Dass CO2 hierbei eine wichtige Rolle spielt, ist evident. Wer das leugnet, kann nicht ernst genommen werden. Die Frage ist doch, tun wir was dagegen oder machen wir einfach weiter wie bisher.

    Meine persönliche Überzeugung ist:

    1. Der Temperaturanstieg ist menschgemacht.
    2. Der point-of-no-return ist bereits erreicht bzw. überschritten.
    3. Daraus folgt, dass wir die weitere Entwicklung nicht mehr in der Hand haben.

    Also ist es tatsächlich bereits Wurscht, ob wir grüne, rote oder schwarze Wirtschaftspolitik machen. Also, nur weiter so, sichern wir unseren Wohlstand bis zum Untergang. Nur keine Panik auf der Titanic.

    Und ich wiederhole mich nochmal: die Natur ist nicht demokratisch, nicht korrupt, nicht politisch. Sie verhandelt nicht, sie schließt keine Kompromisse und sie ist weder moralisch noch zu Vergebung fähig. Sie ist, wie sie ist. Egal, ob die Krone der Schöpfung draufgeht, oder nicht. Das bemerkt sie gar nicht.

  10. #10
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    AW: Green Economy - der große Schmäh

    Zitat eulenspiegel


    Also ist es tatsächlich bereits Wurscht, ob wir grüne, rote oder schwarze Wirtschaftspolitik machen.
    Da machst Du es dir sehr einfach. Egal was wir machen und wie wir es machen...es hat sowieo alles keinen Sinn (mehr)?!?

    Es gab und gibt zum Glück zu jeder Zeit Leute, die "machen"...während andere nur (noch) reden...oder selbst das nicht mehr.

    In der Geschichte der Menschheit gab es schon viele große Herausforderungen...und irgendwie hat sie der Mensch auch immer gemeistert. Und so wird das auch in Sachen Klimawandel sein. Das Klima wandelt sich...seit es die Erde...bzw seit es das Klima gibt. Das ist weder neu...noch in seinen Ausmaßen besonders auffällig. Neu ist wohl nur, dass wir einen großen Teil dazu beitragen. Der Eisbär gehört gar nicht ins Eis...denn er ist von Natur aus ein Braunbär...der sich ins Eis verirrte. Das ist kein Witz...und auch nicht ironisch gemeint - sondern einfach nur gelebte Wahrheit. Nun wird es halt dort kalt...wo es vorher warm war...und umgekehrt. Für die Erde ein alter Hut..nur für uns ist das relativ neu. Aber wir werden lernen damit zu leben - und wenn nicht...dann wird das ausser uns selbst niemanden groß interessieren. Lebensformen entstehen und verschwinden wieder - so war´das schon immer...und so wird das auch in Zukunft sein. Die Wahrscheinlichkeit, dass der Yellowstone Vulkan innerhalb der nächsten 100 Jahre ausbricht...die liegt bei fast 100%. Ein Drittel der Menschheit wird sofort sterben...ein weiteres Drittel in den Monaten danach. Ein Drittel wird mit viel Glück überleben...allerdings in einer Eiszeit...denn das Sonnenlicht wird dann für mehrere hundert Jahre die Erde nicht mehr erreichen können. Also...cool bleiben...Windräder bauen und der Dinge harren.

  11. #11
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    AW: Green Economy - der große Schmäh

    Ich bin in der Frage tatsächlich gespalten. Was aber nicht heisst, dass wir 'nichts' machen sollen und müssten!

    Auch wenn ich persönlich glaube, dass der point-of-no-return bereits erreicht/überschritten ist, heisst das nicht, dass wir einfach so weiter machen sollen. Allein schon vom ethischen und moralischen Standpunkt leben wir alle ein Leben, das inakzeptabel und völlig inkompatibel mit unseren eigenen Werten und Ansprüchen an uns selbst ist. Unser Umgang mit der Natur, der Umwelt, den Nutztieren schreit buchstäblich zum Himmel. Wenn ich mir unter Aufbietung aller Kraft ansehe, wie Kälber und Rinder von der EU aus in den Libanon und nach der Türkei verbracht und dort buchstäblich brutalst massakriert werden, dann wünsch ich meiner Spezies den gleichen qualvollen Tod an den Hals. Der Beispiele könnte ich viele anfügen.

    Mein Punkt ist, wir leben auf Kosten der Umwelt, brauchen alle Ressourcen auf und zerstören allel Lebensgrundlagen unserer Kindes- und Kindeskindergenerationen. Das ist falsch und durch nichts zu rechtfertigen. Auch nicht durch Wohlstandsbewahrung. Das schon gar nicht. Ob der Klimawandel bereits ein Selbstläufer ist, oder nicht, spielt da keine Rolle.

  12. #12
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    AW: Green Economy - der große Schmäh

    Wir drehen uns in dieser Frage deshalb im Kreis...weil wir im Prinzip gleicher Meinung sind...was Ursache und Wirkung angeht. Wo wir uns unterscheiden...das spitzt sich in der Frage...die sich um die Bäume in Brandenburg dreht...zu. Du sagst Bäume erhalten, denn jeder einzelne Baum ist wichtig. Auch ich liebe Bäume...und Pflanzen ganz allgemein...halte dieses Opfer aber für angemessen und in einem gesunden Verhältnis stehend.

    Wir können uns jetzt nicht in die Höhle zurückziehen..."nur" um der Umwelt keinen weiteren Schaden mehr zuzufügen. Abrüsten ja..aber so...dass das Leben dabei lebenswert bleibt. Was das heißt, da hat sicherlich jeder seine eigene Vorstellung. Es kann sich nur dann etwas grundlegend ändern...wenn es mir gelingt möglichst viele Menschen hinter der Sache zu versammeln. Von den größten Industriebetrieben Deutschlands sitzen die meisten auf gepackten Koffern. Nicht erst seit heute...sondern seit den 90er Jahren. Wollen wir den ganzen Tag um Bäume tanzen...weil wir ansonsten nichts mehr zu tun haben?!? Auch wenn es eilt...wir können nur dann erfolgreich sein...wenn wir unsere Strategien langfristig anlegen. Durch Aktionismus bessert sich ausser dem eigenen Gewissen nichts. Wir machen es uns zu einfach; wir zeigen verachtend auf Wilke...dabei liegt die Schuld alleine bei uns...bei der Gesellschaft...denn wir wollten für unsere Wurst nur so wenig ausgeben...dass das...was bei Wilke passierte...die logische Konsequenz war. Bei anderen Wurst-und Fleisch-Fabrikanten wird es nicht viel besser aussehen...sofern sie für dieses Preissegment produzieren...nur wurden die halt noch nicht erwischt.

    Ein Kumpel von mir arbeitete mal für einen Großhandel, der asiatische Restaurants mit Meeresfrüchten beliefert. E zeigte mir mal eine Preisliste. Ein Kilo Garnelen 1 Euro. Du glaubst doch nicht wirklich...das hätte auch nur im Ansatz etwas mit Fisch zu tun?!?
    Die Menschen zahlen beim Chinesen 10 Euro für All you can eat und glauben tatsächlich sie würden da etwas bekommen...das moralisch, ökologisch und politisch korrekt hergestellt und gehandelt wurde?!????? Wir machen es uns viel zu einfach...wenn wir da auf die Politik und auf die Erzeuger zeigen. Wir sind es, die nicht mehr alle Tassen im Schrank haben. Vielleicht ist ja der Corona Virus eine Art Rache der Natur.

  13. #13
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    AW: Green Economy - der große Schmäh

    Natürlich trägt jeder Einzelne Mitverantwortung und Mitschuld am Zustand der Gesellschaft, der Umwelt, der Welt insgesamt. Besonders in Zeiten globaler Wirtschaft und Mobilität. Am Verhalten des Einzelnen und damit der Masse wird sich aber nichts signifikant ändern lassen, solange die Rahmenbedingungen so sind, wie sie sind. Es gibt kein richtiges Leben in einem falschen System.

    Die Lebensmittelpreise sind skandalös. Sie führen nicht nur zu einer perversen, völlig unökologischen Landwirtschaft, sondern auch zu unendlichem Tierleid der Nutztiere. Ich halte es da mit Schopenhauer, dass man die Reife - wenn du willst die moralische Stufe - einer Gesellschaft an ihrem Umgang mit Tieren erkennt. So gesehen ist die gesamte Menschheit moralisch verkommen und auf unterster Stufe.

    Ich esse seit 30 Jahren kein Fleisch. Nicht weil ich ein besserer Mensch wäre. Sondern, weil ich einfach keinen Bissen runterbrächte, angesichts unserer Fleischproduktion. Ich missioniere nicht. Jeder soll essen, was er will. Und mit seinem Gewissen vereinbaren kann. Selbst hingegen wurde ich schon des Öfteren angefeindet. Als ob mein Vegetarismus eine Anklage wäre. Ist er nicht und soll er nicht sein.

    Mein Fazit ist, auf freiwilliger und auf Einsicht basierender Basis werden wir es nicht schaffen. Nur eine globale Öko-Diktatur könnte den Planeten retten. Das will ich aber nicht. Dann lieber die Öko-Apokalypse.

  14. #14
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    AW: Green Economy - der große Schmäh

    Grüne Mythen


    In dieser ZDF Reportage wurden diverse Fragen etwas genauer beleuchtet

    Für mich interessant - und teilweise auch neu: gerade die Menschen, die am meisten auf ihren ökologischen Fußabdruck achten...sind diejenigen...die den größten Fußabdruck hinterlassen. Das hat viel mit dem Einkommen zu tun. Diese Menschen kaufen den Kühlschrank mit dem geringsten Energieverbrauch...aber eben auch gleich zwei oder drei davon, die bis oben hin gefüllt sind und den ganzen Tag laufen. Dass gerade diese Leute Vielflieger sind...das ist bereits bekannt. Veganer schneiden besonders schlecht ab. Ab einem Einkommen von Euro 3000 Euro ist der Mensch eine regelrechte Umweltsau. Wer Grüne als Besserwisser, Heuchler, Oberlehrer bezeichnet...der liegt damit vollkommen richtig.

    zum E-Auto: eingangs sagte ein Wissenschaftler, dass die Zukunft ausserhalb der Fossilien Brennstoffe liegt...dann kam das Aber: aktuell hat das E-Auto erst ab einer Fahrleistung von 70-80TKM eine besser Ökobilanz als Benziner und Diesel. Auf das E-Auto zu setzen begründet sich alleine darin...dass man hofft in der Zukunft bessere Batterietechniken entwickeln zu können. Wem das gelingt...dem ist der Nobelpreis sicher. Aktuell ist es jedoch so, dass das E-Auto enorm umweltschädlich ist...nur werden die Schäden nicht bei uns...sondern in Dritteweltländern...wie zB im Kongo verursacht. Für die Gewinnung der "Zutaten" werden unglaubliche Mengen an Wasser verschwendet, vernichtet und vergiftet.

    Was gar nicht thematisiert bzw berücksichtigt wurde...das ist die Problematik "Ladeinfrastruktur und Peripherie". Also selbst wenn alle eine E-Auto hätten, könnten noch keine 10% damit auch fahren. Ökologen sind keine Techniker...deshalb befassen sie sich damit erst gar nicht.
    Geändert von anderedimension (07.03.20 um 07:00 Uhr)

  15. #15
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    AW: Green Economy - der große Schmäh

    Naja, das ist auch wieder typisch selbstgefällige Heuchelei, wenn man Veganer oder Umweltbewusste generell als Umweltsauen diffamiert. Statistisch mag das stimmen, es liegt aber nicht am Veganismus/Vegetarismus oder der grünen Einstellung, es liegt am überdurchschnittlichen Einkommen in Kombination mit wenig Wissen um die Zusammenhänge. Das E-Auto als Drittwagen für Söhnchen und Töchterchen ist natürlich ökologischer Wahnsinn. Und grüne Fliegerei, wie es einige Airlines ihren Kunden suggerieren, ist von gleicher Infamie und Ignoranz. Ich bin dagegen, Leute in Schubladen zu stecken. Ja, es gibt sie, die hippen Veganer, die sich Nahrungsergänzungmittel um den Lohn einer Putzfrau im Monat anschaffen und dabei vielleicht Sachen zu sich nehmen, die ökologisch mehr als fraglich sind. Und es gibt sie, die Gutverdiener, die alles mit einem Biosiegel oder Ökolabel kaufen, ohne sich bewusst zu sein, dass sie durch Konsumverzicht oder -reduktion mehr für die Umwelt täten.

    Wie ich schon sagte, es gibt kein richtiges Leben im falschen System.

  16. #16
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    AW: Green Economy - der große Schmäh

    Da hatte ich in meinem Bericht auch explizit drauf hingewiesen, dass das mit dem Einkommen zusammenhängt. Nur, das ändert ja nichts an der Tatsache selbst. Die erstellen aus dem Flugzeug heraus für ihre Follower ein Video...das zeigt wie man vegane Schminke selbst herstellt. Wenn das keine Heuchelei ist...was dannn? Fakt ist...für einen Veggie-Burger müssen deutlich mehr Tiere sterben...als für einen konventionellen. Da gibt es unzählige Beispiele für grüne Heuchelei. Sicherlich nicht selten auch aus Unwissenheit heraus...das entschuldigt aber nichts. Die Grünen sind von ihrem Wesen her eine außerparlamentarische Organisation - dort haben sie mE auch ihre Berechtigung. Innerhalb des Parlamentes sind sie auch nicht besser als alle anderen auch - und in Regierungsverantwortung schon mal gar nicht. Die machens aber clever, das muss man ihnen zugestehen. Außer Beerböckchen und Habenichts darf da niemand mehr vor die Kamera. Die beiden sind unverbraucht...haben zwar noch nichts geleistet...aber auch noch nichts böses angerichtet. Beerböckchen kann eine Hanfplanze von Spinat nicht unterscheiden und Habenichts kommt aus dem Gähnen kaum heraus. Die beiden sind Garanten für den Stillstand- und in Zeiten der Rückschritte ist das schon ein Fortschritt.

  17. #17
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    AW: Green Economy - der große Schmäh

    Fakt ist...für einen Veggie-Burger müssen deutlich mehr Tiere sterben...als für einen konventionellen.
    Sorry, das ist grober Unfug. Wo hast du denn den Scheiß her? Fehlt nur noch, dass Hitler Vegetarier war.
    Eigentlich wollte ich auf solchen Schwachsinn gar nicht reagieren.


    Es ist schon klar, dass soja- und palmölbasierte Fleischersatzprodukte eine schlechte Ökobilanz haben und dass dafür in den Herkunftsländer auch Tiere sterben, indem man ihnen die Lebensgrundlage (Urwald) durch Rodung entzieht. Das mit Massentierhaltung und konventioneller, intensiver Fleischproduktion in Verbindung zu bringen, ist schon gewagt. Auch für den Fleischburger werden Wälder gerodet umd das Futter für die Mast zu produzieren.

    Mir würde nie im Traum einfallen, auf Fleischersatzprodukte zu greifen. Habe in meinem Leben noch nie einen Veggieburger und kein Seitanschnitzel gegessen. Wozu auch? Aus Getreide kann ich viel Besseres und Schmackhafteres herstellen. Macht halt bissl Arbeit.

    Dass der ganze Veggie-Boom viele Schattenseiten hat und wie jede Mode seltsame Blüten treibt, ist geschenkt. Dass wir mit Vegetarismus allein die Probleme der Welt nicht lösen, auch klar. Dass wir insgesamt zu viele auf diesem Planeten sind, das kommt der Wahrheit schon näher. Dass eine fleischlose Ernährung aber enorme Ressourcen einsparen würde, DAS ist ein Fakt. Schau dir nur die Ökobilanzen diverser Flelischsorten an.

    Bevor du hier Unsinn postest, solltes du dich mal kurz informieren.

  18. #18
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    AW: Green Economy - der große Schmäh

    Wieso werden ausgerechnet immer von mir Nachweise, Quellenangaben usw verlangt...wo doch gerade ich derjenige bin...der solche Angaben in der Regel im vorauseilenden Gehorsam meist mitliefert...während viele andere nur meinen und glauben...ohne sich auf irgend etwas stützen zu können?

    Weil Du es bist...dann eben nochmal (hatte ich bereits vor Wochen schon mal verlinkt)

    https://www.stern.de/genuss/essen/re...--8350418.html

    Wenn Dir das nicht reicht...ich kann dir noch jede Menge andere Studien usw verlinken...die aber am Ende auch zu keinem anderen Ergebnis kommen. Ich habe ja überhaupt nichts gegen Veganer oder Vegetarier....nur sollen die bitte nicht immer so tun als seien sie die besseren Menschen. Deine Reaktion ist typisch "grün". Dass diejenigen...die am meisten einen auf Öko machen letztendlich den größten Fußabdruck hinterlassen...das ist eine Wahrheit....der auch Du dich nicht verschließen kannst - so wenig sie dir auch schmeckt. Alle Argumente nützen da nichts...am Ende steht ein Ergebnis - alleine das zählt. Und es ist eben typisch grün, dass man zwar etwas für die Umwelt machen möchte...aber eben auf Kosten der anderen. Es gibt gar nichts...das typischer für einen Grünen sein könnte. Grüne nageln sich Solarpanels aufs Dach und lassen sich diese von Hartz4-Empfängern bezahlen. All das kann ich Dir beweisen. Wirklich "grün" wäre dann...würde man auf die Einspeisevergütung verzichten und sich dennoch die Panels aufs Dach nageln. Aber da smacht kein Grüner. Das sind Heuchler vor dem Herrn.

  19. #19
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    AW: Green Economy - der große Schmäh

    Sorry, langsam wird's mir zu dumm. Aber weil du es bist, will ich nochmal antworten.

    Wenn du unter vegetarischer Ernährung solche perverse Verirrungen wie Veggie-Wurst und Veggie-Fleisch verstehst, das aus Unmengen von Eiern, Soja und Chemie hergestellt wird, dann hast du mit deiner Behauptung natürlich recht. Das verstehe und praktiziere ich NICHT unter Vegetarismus!

    Ich brauche kein Schnitzel-Imitat aus Kunstfleisch oder keinen Veggieburger aus Seitan oder Ei-Pampe. Wenn schon, dann mach ich mir einen Grünkernburger oder einen Kichererbsenaufstrich selber.

    Alles, was Öko sein will und dabei mehr Ressourcen verbraucht als konventionelle Produkte, ist ein Schmäh. Das sagt ja schon die Ordnerüberschrift. Und ich habe auch explizit betont, dass ich Vegetarier und besonder mich selbst nicht als bessere/n Menschen ansehe. Ich pfeif auf Moden und Trends und kaufe keine industriellen Veggieprodukte. Aber pauschalisierende Aussagen wie 'für einen Veggieburger sterben mehr Tiere als für einen Fleischburger' sind einfach falsch und irreführend.

    Umgekehrt wird eher ein Schuh draus. Es ist nicht das erste Mal dass Vegetarismus als Provokation und ich als Vegetarier als Heuchler bezeichnet werde. Es tut mir nicht weh, aber ich frage mich, warum das so ist?

    Wie bei allen Dingen kommt es immer auf das Augenmaß an. Und ich laß mich nicht pauschal in einen Topf werfen mit Verrückten, die irgendwelchen Trends und Moden nachlaufen.

  20. #20
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    AW: Green Economy - der große Schmäh

    Es geht weder um Dich, noch um mich. Soll verdeutlichen, dass das mit der Umwelt nicht so einfach ist...wie manche sich das vorstellen - und auch, dass wir bereits in einer Art Ökodiktatur leben...in der eine Elite anderen vorschreiben möchte und teilweise auch bereits vorschreibt, auf was diese zu verzichten haben...während sich diese gleiche Elite am Verzicht der anderen bereichert.

    Die Einspeisevergütung ist die größte sozial Ungerechtigkeit in der deutschen Nachkriegsgeschichte, das kann man nicht eben mal so vom Tisch wischen. Ich wüsste nichts, aber auch rein gar nichts...wofür Grüne eine Vorbild sein könnten. Im Gegenteil...sie sind das hässliche Gesicht einer Vonobenherabpolitik.

    https://www.faz.net/aktuell/politik/...-11729060.html
    https://www.erneuerbare-energien-con...-ist-unsozial/
    https://vernunftkraft-sh.de/2016/02/06/unsozial/

  21. #21
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    AW: Green Economy - der große Schmäh

    Grüne Heuchelei

    Damit ein solcher Vorwurf nicht einfach nur so im Raum steht:

    unterschiedliche Jahre, verschiedene Medien und Themen

    https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-57038068.html


    Die Kritiker besänftigt das kaum: Die oppositionelle Marburger Bürgerliste sieht die Universitätsstadt bereits in der "Öko-Diktatur". Auch der Eigentümerverband "Haus und Grund" wettert über den "Solar-Zwang". Gerade Besitzer von Altbauten könnten sich die bis zu 15 000 Euro teuren Anlagen oft gar nicht leisten, klagt der hessische "Haus und Grund"-Chef Günther Belz. Und wer Wohnraum vermiete, müsse nach geltender Rechtslage die Kosten der Investition schultern, ohne dafür die Miete erhöhen zu können.


    https://www.bayernkurier.de/inland/3...uene-heuchler/


    Grüne Heuchler
    KOMMENTARBayern müsse mehr gegen den Drogenschmuggel unternehmen, verlangt öffentlichkeitswirksam die Grünen-Politikerin Katharina Schulze. Dabei sind es sie und ihre Partei, die vehement gegen Grenzkontrollen und die bayerische Grenzpolizei agitieren


    https://www.eike-klima-energie.eu/20...eigener-naehe/


    Grüne Heuchler errichten Windstromanlagen gerne bei anderen, aber nie in eigener Nähe


    https://www.sueddeutsche.de/kultur/z...hler-1.1078968


    30. März 2011, 17:55 Uhr
    Zum Siegeszug der Grünen
    :
    Stunde der Heuchler
    Auch ein Porsche Cayenne eignet sich dazu, Altglas zum Container zu bringen: Im Siegeszug der Grünen drücken sich die Widersprüche aus, in denen der westliche Mensch heute steckt.


    http://pplickert.de/2019/02/grune-klima-heuchler/


    Gerade die „grünen“ Milieus haben die höchsten CO2-Emissionen: Bei näherer Betrachtung gibt es dort viele Heuchler und Pharisäer


    https://www.provegan.info/de/infothe...bbringen-will/


    Grüne Heuchelei – „Schulze tut, wovon sie andere abbringen will“
    19.250 km in den Urlaub fliegen und dort ein Eis mit Plastiklöffel essen. Das Eis ist wahrscheinlich aus Milch. Es verwundert nicht, dass Politiker solche Heuchler sind. Aber es erstaunt schon, dass sie so dumm sind, dies öffentlich zu publizieren.


    https://www.focus.de/politik/deutsch..._11540294.html


    Hamburger Grüne stimmen dagegenHabeck-Vorstoß zu Migranten-Kindern: Seenotretter werfen Grünen "Heuchelei" vor


    https://www.welt.de/politik/deutschl...helei-vor.html
    Ex-Grünen-Chef wirft seiner Partei „Mobbing und Heuchelei“ vor


    https://www.welt.de/politik/deutschl...e-Gruenen.html


    DEUTSCHLAND
    „HEUCHLERISCH“
    Flüchtlingsorganisation erhebt schwere Vorwürfe gegen die Grünen


    https://www.theeuropean.de/david-ber...n-klimaflieger


    Verlogene Doppelmoral der Grünen


    David Berger13.01.2019Gesellschaft & Kultur, Politik
    Dass die Grünen das am liebsten selber machen, was sie dem Rest der Bevölkerung verbieten, ist inzwischen bekannt. Dass sie dies aber den von ihnen Geknechteten auch noch als „Augenschmaus“ in den sozialen Netzwerken präsentieren, neu.

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