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Thema: Atmung

  1. #1
    schreibt hier hin und wieder
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    Post Atmung

    Zeitpfeile
    schießen wild durch die Klassen der Dynamischen Systeme
    und die Galaxien driften in ihrem Sein auseinander
    so atmet der Kosmos sich aus


    Atmet er ein
    so zieht sich alles zusammen
    was in den Außenraum strebte


    Seine Atmung wird zur Geburt
    der Welten
    die ihr Wachstum in Herrlichkeit ersehnen

  2. #2
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: Atmung

    Bei solch einer Gegenströmung bekomme ich Atemnot.
    Bitte unterlasse das.

  3. #3
    Tochter aus gutem Hause
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    AW: Atmung

    Raum und Zeit, universelle Bewegung, das Kleine im Großen, das Große im Kleinen, alles entsteht, alles vergeht zugleich, nur das SEIN ist immer. Keine Angst Trist, ist nur das Leben, mehr nicht.

  4. #4
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Atmung

    Außenraum beim Kosmos? Wenn der Raum ist, worin ist er dann? Wenn Außenraum um Innenraum ist, was ist dann um den Außenraum? (Aber bitte mit Sahne.)


    Athmung ohne Bezugsrahmen?


    All das ist quirlig, aber nicht Sinn. Dynamische Systeme - großgeschrieben? - vertragen keine begrenzte Ausdehnung, kein Innen. Das ist das Wesen. Welt verträgt keine Mehrzahl, es sei denn, man setzt die Phantasie. Aber de facto ist Welt alles. Darum ja der Begriff Welt. Innerhalb der Welt sind dann Räume möglich. Aber Welt ist kein Ort, sondern ein Nirgends.


    Zu viele nomina. Keine Bewegung, die aber selbst nicht als Gestaltungsmoment auftritt.

  5. #5
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: Atmung

    Ich habe versucht, die Ergebnisse aus Quantenphysik, Astrophysik und Mathematik - so wie ich sie bisher aus der wissenschaftlichen Literatur heraus kenne - in einen metaphysischen Gesamteindruck zu bündeln. Die Zeitpfeile wie auch die Klassen der Dynamischen Systeme sind wissenschaftliche Begriffe, die ich hier einbaute, damit das ganze auch stimmig bleibt. Angeregt hierzu wurde ich durch die Arbeit eines Physikers, der sich mit dem Raum-Zeit-Phänomen auf rein wissenschaftlicher Bais auseinandersetzte und die er mir zu lesen gab.
    Der Versuch, Wissenschaftsergebnisse auch in lyrischer Essenz zu bündeln, ist nicht besonders üblich oder häufig, aber ich musste es tun. Es kam bei der rein kognitiven Wahrnehmung des Gelesenen über mich... auch wenn das nun alles merk-würdig anmutet!

  6. #6
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Atmung

    Das kann Dich nur unglücklich machen, Gegenströmung. Bündelung von Wissen? Bündelung des Denkens? Roberta Sparrow meets Hölderlin?


    Ich gebe hier zu bedenken, daß Denken vor allem Breite und Lust ist, nicht Konzentration. Konzentration ist Methode, aber auch nur eine. Eine andere ist das Schweifen des Gedankens, der, einmal bereits gedacht, doch eben das ist, was ihn auszeichnet: Überkommenheit.


    Ich habe immer die stärksten Befürchtungen, wenn Gedachtes über den Haufen geworfen wird, weil man bündeln will, fortschreiten will. Es ist doch aber nun so, daß Fortschritt und das Neue unmöglich werden, wenn man das sogenannte Tradierte über Bord wirft, weil es unnütz ist (im Augenblick).

  7. #7
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: Atmung

    Das kann Dich nur unglücklich machen, Gegenströmung. Bündelung von Wissen? Bündelung des Denkens?

    .... Ist das eine ernsthafte Sorge um mich? Ich fühle: eher nicht! Aber vielleicht be-denkens-wert. Bündelung von Wissen? Manchmal spiel ich damit. Laienhaft. Aber glücklich und fröhlich. Das kommt nicht rüber? Schade!


    Ich spiel so laienhaft wie jeder Wissenschaftler letztlich, dessen Wissen manchmal in Monaten schon wieder verworfen ist, das als scheinbar unumstößlich galt, oder manchmal halt 200 Jahre später...

    Aber mein Bündeln ist SPIELEN. Lass es mir, ich suhl mich darin. Dass dies weder philosophisch noch literarisch euren Forumansprüchen genügt, bin ich ja schon gewohnt und hab halt nicht mehr zu geben, als ich gebe... Und da ihr ja die Freiheit des Ignorierens habt, ist keinem wirklich geschadet!


    ....Ich gebe hier zu bedenken, daß Denken vor allem Breite und Lust ist, nicht Konzentration. Konzentration ist Methode, aber auch nur eine. Eine andere ist das Schweifen des Gedankens, der, einmal bereits gedacht, doch eben das ist, was ihn auszeichnet: Überkommenheit.

    ...Zumindest bist Du hier auch mal ungenau! Nicht falsch, aber auch nicht so perfekt, wie es sich so häufig liest: Sobald ein Gedanke "schweift" ist es in der Regel kein reiner Gedanke mehr, sondern zumeist ein gefühlsdurchtränkter Gedanke. Ein Denkfühlen, eine andere Kategorie... Aber beim Begriff Denken (WAS IST DENKEN? WANN DENKT DER MENSCH? usw.) ist eine Verständigung deshalb nur schwer möglich, weil der Begriff äußerst verschieden inhaltlich verstanden wird. Ich neige da nun ein wenig zu Karen Swassjan (Armenischer Philosoph aus Basel) und Rudolf Steiner und Konsorten in meiner Auffassung von Denken, der halt Kant widerspricht... (siehe Philosophie der Freiheit)...
    Für manche ist Denken lediglich eine hirnphysiologische Leistung, die primär aus der linken Hirnhälfte gesteuert scheint... Schluss aus. Das Ergebnis heisst dann Gedanke. Nimmt man jedoch Bewusstsein und Geist als Begrifflichkeiten (die aber ebenfalls noch einer Klärung herbeigeführt werden müßten) ins Denken als Voraussetzung mit hinzu, so würde sich das Ganze ja schon wieder anders lesen.... Man bräuchte also erst einmal eine gemeinsame Begriffsinhaltsgrundlage des Wortes Denken, um es dann per Mein-Ung in die Objektivierung zu bringen (falls dies gelänge!)


    ...Ich habe immer die stärksten Befürchtungen, wenn Gedachtes über den Haufen geworfen wird, weil man bündeln will, fortschreiten will. Es ist doch aber nun so, daß Fortschritt und das Neue unmöglich werden, wenn man das sogenannte Tradierte über Bord wirft, weil es unnütz ist (im Augenblick).

    .... Was hab ich denn über Bord geworfen?

  8. #8
    Kurzvormabschussiger
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    Sequenz

    Zur Welt hin
    geöffnet
    atmet die Sequenz
    des Lichts
    aus tausend
    und einer Nacht
    als Bildnis
    inkarnierten
    Denkens
    in meinem Blick

  9. #9
    schreibt hier hin und wieder
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    Sequenz

    Wunderschön. Bis auf "DENKEN".... Es grenzt das Fühlen aus. Inkarnationen des Denkens sind zu klein für dieses Bild... Wie wäre es mit:


    "...Bildnis
    inkarnierten
    Seins...."

  10. #10
    Kurzvormabschussiger
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    AW: Atmung

    du hast recht, das Denken grenzt das Fühlen aus. deshalb werde ich deinen Vorschlag übernehmen. herzlichen Dank!

  11. #11
    rodbertus
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    AW: Atmung

    Zitat Zitat von PUNKT Beitrag anzeigen
    du hast recht, das Denken grenzt das Fühlen aus. deshalb werde ich deinen Vorschlag übernehmen. herzlichen Dank!
    Das ist Unsinn. Spätestens seit den Romantikern wissen wir, wie sehr beides zusammenhängt. Andernfalls könnten wir das "Denken" Rechenmaschinen überlassen.

  12. #12
    schreibt hier hin und wieder Avatar von Streusalzwiese
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    AW: Atmung

    Das Thema ist interessant: Die Zukunft des Universums. Was wird sein? Ein Big Rip, ein Big Freese, ein Big Crunch, oder etwas, was man noch nicht auf der Rechnung hat?

    Der Autor scheint Anhänger eines pulsierenden Universums zu sein. Wobei er die Wisenschaftlichkeit überschreitet, wenn er noch nicht mal existenten Welten Sehnsüchte zuschreibt.

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