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Thema: Unser Pandemien-Ordner

  1. #301
    schreibt hier hin und wieder Avatar von Streusalzwiese
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    AW: Unser Pandemien-Ordner

    Die Politik verspielt weiter Glaubwürdigkeit.

    https://snanews.de/20211217/hamburg-...h-4726838.html
    Monatelang hatte Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) behauptet, in der Hansestadt seien 90 Prozent der Corona-Infizierten ungeimpft. „Nun musste die Behörde Zahlen vorlegen, die ein ganz anderes Bild zeichnen“, berichtete die Tageszeitung „Die Welt“ am Freitag. Dabei bezog sie sich auf eine FDP-Anfrage an den Hamburger Senat.
    Personen, deren Impfstatus unbekannt war, wurden als Ungeimpfte gezählt. Ein solches Vorgehen ist nicht gerade vertrauenserweckend.

  2. #302
    Ist durch nichts wegzugraulen Avatar von anderedimension
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    AW: Unser Pandemien-Ordner

    Das ist Wasser auf die Mühlen der Querdenker...und gerade deshalb unverzeihlich. Jetzt sind zwei Jahre vergangen...aber besonders viel scheinen wir nicht gelernt zu haben. Am meisten störe ich mich an der Kommunikation...Wortmeldungen im Minutentakt...die sich inhaltlich nicht selten widersprechen. Da muss man sich nicht wundern...wenn sich die Bürger das gleiche Recht herausnehmen. In Spanien und Portugal handhabt man das anders...da redet einer...und das klar und verbindlich. Bei uns reden viele...und alles andere als verbindlich. Das ist mE auch der Hauptgrund...warum wir eine vergleichsweise niedrige Impfquote haben. Die Querdenker mögen nerven...aber selbst wenn die sich alle impfen ließen...würde das an der Gesamtsituation nichts ändern. Im Osten leben 12 von 83 Millionen Menschen...da macht es jetzt nicht so den großen Unterschied...ob dort 50/60 oder 90% der Menschen geimpft sind. Das Gros der Ungeimpften lebt im Westen. Diese Stigmatisierung von Tag eins an...war total kontraproduktiv. Da lassen sich jetzt Menschen aus Trotz...aus Prinzip und aus Solidarität nicht mehr impfen...die sich das ansonsten wohl noch anders überlegt hätten. Wenn andere Nationen auch ohne eine Impfpflicht eine Impfquote von 90% haben...dann zeigt uns das...dass das Problem ein ganz anderes ist. Übrigens ließ Wieler gestern verlauten, dass wir erst 2024 aus dem Gröbsten heraus sein werden.
    Der Abschied entziffert die Handschrift einer Begegnung

  3. #303
    schreibt hier hin und wieder Avatar von Streusalzwiese
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    AW: Unser Pandemien-Ordner

    https://www.aerzteblatt.de/nachricht...ngern-Pandemie
    Genf – Reiche Länder sind mit ihren Auffrischimpfungen für alle nach Überzeugung der Weltgesundheits*orga*****ni**sation (WHO) wahrscheinlich für eine Verlängerung der Coronapandemie verantwortlich. Wären die dafür verwendeten Impfdosen an Gesundheitspersonal und gefährdete Menschen in ärmeren Ländern gegangen, hätten schon im September 40 Prozent der Menschen in allen Ländern geimpft werden können.
    Ich halte es für fraglich, ob das stimmt. Ich glaube nicht, dass eine 40%ige globale Impfquote die Pandemie beendet hätte.
    Aber es ist gut, dass man mal die Verteilungsfrage anspricht. Schließlich plant man in Industrienationen schon die vierte Impfung.

  4. #304
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    AW: Unser Pandemien-Ordner

    In Prozenten zu denken, das ist ein grundlegender Fehler in der Kommunikation...während dieser Pandemie...gerade wenn es um die Überlastung der Intensivstation...wenn es um die Sterblichkeit geht.

    Ich selbst bin dafür ein Beispiel. Aufgrund meiner Vorerkrankung...sollte ich schon längst geboostert sein...bekomme diese Impfung aber erst im Januar...während fast alle um mich herum...sei es im beruflichen oder im privaten Umfeld...bereits geboostert sind - teilweise schon seit vielen Wochen. Die Leute sind jung, vital, ohne Vorerkrankungen...aber geboostert.

    Warum ist das so? Es gibt zwei wesentliche Gründe dafür:

    1. diese Leute hatten schon bei der Erstimpfung "geschummelt"...um es mal vorsichtig auszudrücken. Nicht weil ich das vermute...sondern weil ich das weiß.
    Plötzlich war jeder der fürsorgende Enkel eines Pflegebedürftigen.
    Wer bei der Erstimpfung ganz vorne dabei war...der ist es automatisch auch bei der zweiten und dritten...da die Abstände bei den Impfungen eingehalten werden mussten - zumindest am Anfang war das so.

    2. Als der ursprüngliche Abstand plötzlich nicht mehr eingehalten werden musste...ging es nur noch um die Schnelligkeit. Gut vernetzte Leute haben sich über ihre Whats-App- Gruppen kurzfristige Termine für spontane Impfungen zugeschustert...die dann innerhalb von Minuten vergriffen waren. Der 70 oder 80-jährige hatte überhaupt keine Chance von solche spontanen Möglichkeiten überhaupt zu erfahren.

    Drum sage ich...das ist eine Pandemie der Rücksichtslosen...der Egoisten. Ein Bekannter, als Reisender tätig, stellte all seine Reisetätigkeiten ein...solange ihm die dritte Impfung fehlte. Er hatte ja Angst um seine Gesundheit. Als er geboostert wurde...buchte er noch im Impfzentrum einen Skiurlaub. Und fortan reiste er auch wieder beruflich...in einer Frequenz...als hätte es diese Pandemie nie gegeben. Bildlich betrachtet hustet dann so jemand wie er einem wie mir ins Gesicht und sagt "keine Sorge...ich bin geboostert". Mein Impfstatus interessiert dabei nicht.

    Eine ähnliches Verhalten beobachte ich bei ganz vielen Leuten. Die Mitte der Gesellschaft ist ein Arschloch...das hat zumindest mich diese Pandemie gelehrt.

    Ergänzend: was mich an den Diskussionen (Ungeimpfte/Geimpfte) so ankotzt: die Geimpften tun so...als hätten sie sich zum Wohl der Allgemeinheit impfen lassen...sich geopfert. Das ist pure Heuchelei...sie haben vor allem ihren eigenen Arsch retten wollen...und meinen über Ungeimpfte reden zu können...als seien diese der Bodensatz der Gesellschaft.

    Die Diskussionen über den Osten...sprich über den dortigen Impf-Status-Quo...die lenken nur vom eigentlichen Problem...und auch vom Versagen des Staates und der Zivilgesellschaft ab. Selbst wenn 100% der Ossis dreifach geimpft wären...würde das an der Gesamtsituation kaum etwas ändern. 3/4 der Ungeimpften leben im Westen.
    Der Abschied entziffert die Handschrift einer Begegnung

  5. #305
    schreibt hier hin und wieder Avatar von WirbelFCM
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    AW: Unser Pandemien-Ordner

    Ja querdenker nerven, weil die ihre rechte und pflichten als bürger wahrnehmen
    furchtbares pack! Da muss man sich als anhänger des faschismus echt genervt fühlen.
    anyway: was erwartet ihr? Dass die regierungen und ihre sog. „Experten“ ihre lügen mit fakten untermauern? Wie soll das gehen???

  6. #306
    Ist durch nichts wegzugraulen Avatar von anderedimension
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    AW: Unser Pandemien-Ordner

    Die aufgeheizte Stimmung hat mE auch damit zu tun...dass viele Menschen, gerade jüngere, eine falsche Vorstellung davon haben...was Demokratie bedeutet...was eine Demokratie ausmacht, was sie auszeichnet...welche Prozesse unverzichtbar sind.
    Viele glauben...eine Mehrheit wäre per se auch im Recht. Selbst von Studierenden höre ich solche Sätze...wo ich mich dann frage...wo kommt das her...was wird diesen Menschen gelehrt?
    Der Abschied entziffert die Handschrift einer Begegnung

  7. #307
    Resurrector Avatar von aerolith
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    Post AW: Unser Pandemien-Ordner

    Ich werde mich wohl etwas näher mit Hannah Arendt befassen müssen. Las eben einen guten Text, über dessen grauenhafte Orthographie ich hinwegsehe:

    erstellt von zabanski/shutterstock.com

    [..]


    Podcast: Play in new window | Download


    Anfang November veröffentlichte die katholische „Tagespost“ ein Thesenpapier von fünf Medizinern, vier von ihnen anerkannte Hochschullehrer und Institutsdirektoren an Universitätskliniken, das den Titel „Weltweite Gesundheit ist eine Utopie“ trägt. Das Dokument wird mit einem Satz von Hannah Arendt eingeleitet, welcher, wenn man ihn als Kommentar zur Corona-Pandemie und zur Pandemie-Politik liest, die Sorgen der Autoren auf den Punkt bringt:

    „Gekommen ist heute die furchtbare Zeit, in der jeden Tag bewiesen wird, dass der Tod seine Schreckensherrschaft genau dann beginnt, wenn das Leben das höchste Gut geworden ist.“
    Nun ist Hannah Arendts Satz aber kein Kommentar zu einer Pandemie oder überhaupt zu einer Politik der Gesunderhaltung und Lebensbewahrung. Der Satz stammt aus einer Kolumne von 1942. Es lohnt sich, ihn im Zusammenhang des ganzen Absatzes zu zitieren:
    „Es war einmal eine glückliche Zeit, als Menschen frei wählen konnten: Lieber tot als Sklav‘, lieber stehend sterben als auf Knien leben. Und es war einmal eine verruchte Zeit, in der schwachsinnig gewordene Intellektuelle behaupteten, das Leben sei der Güter höchstes. Gekommen ist heute die furchtbare Zeit, in der jeden Tag bewiesen wird, dass der Tod seine Schreckensherrschaft genau dann beginnt, wenn das Leben das höchste Gut geworden ist; daß der, der es vorzieht, auf Knien zu leben, auf Knien stirbt; daß niemand leichter zu morden ist, als ein Sklave.“
    Die letzten Worte verweisen auf das, worum es hier historisch konkret geht: um die Shoa, die Deportation und Ermordung der Juden durch die deutschen Nationalsozialisten.
    So, wie die Autoren der Thesen zur Utopie einer weltweiten Gesundheit den Satz von Hannah Arendt zitiert haben und ihm eine „beklemmende Aktualität“ bescheinigen, lädt seine Verwendung ganz offensichtlich zu Missdeutungen oder wenigstens zu Missverständnissen ein. Das „heute“ ist bei Arendt eben 1942, das „Furchtbare“ jener Gegenwart ist die Ermordung der Juden, die „Schreckensherrschaft des Todes“ ist das Geschehen in den Gaskammern der deutschen Konzentrationslager. Das alles hat mit dem Thema der Unerreichbarkeit einer globalen Gesundheit nicht das Geringste zu tun.
    Es ging Hannah Arendt um die Frage, warum sich die deutschen Juden so weitgehend widerstandslos haben in die Vernichtungslager schicken lassen. Ihre Antwort: Sie wollten nicht kämpfen, weil sie um keinen Preis sterben wollten, sie unterlagen dem Trugschluss, dass sie sich durch Widerstandslosigkeit ihr nacktes Leben würden retten können, und in diesem Irrtum machten sie es den Nazis leicht, sie massenhaft umbringen zu können. Ein „Vorgang, über den Arendt sich noch ungefähr zwanzig Jahre später, als sie vom Eichmann-Prozess berichtete, nicht beruhigen konnte“, wie Peter Trawny in „Denkbarer Holocaust: die politische Ethik Hannah Arendts“ schreibt.


    Liest man nun aber den zitierten Satz in seinem Kontext, nimmt man die Sätze, die ihm vorweggeschickt sind, mit dazu, dann fällt auf, dass Hannah Arendt mit dem Text insgesamt ein Problem in den Blick nimmt, das schon weit vor der Judenverfolgung durch die Nationalsozialisten entstanden ist und welches auch nach dem Ende der Naziherrschaft noch fortdauern dürfte.
    Um Missverständnissen vorzubeugen, die aufgrund aktueller Diskussionen über Ausgrenzung, Markierung oder Unterdrückung von unliebsamen Minderheiten allzu leicht entstehen könnten: Es geht hier ganz und gar nicht um einen Vergleich oder gar um eine Parallelisierung von Mechanismen der Entsolidarisierung zwischen Mehrheitsgesellschaft und Minderheiten. Im Folgenden geht es um das, was Hannah Arendt zur Grundlage ihres Nachdenkens über das Leben als höchstes Gut macht und was uns daran heute im Kontext der Pandemie noch beschäftigen sollte.
    Schauen wir uns die Worte von Hannah Arendt genauer an. Gerade die ersten Sätze des Zitats ordnen das Verhalten, das sie kritisiert, in einen geschichtlichen Zusammenhang ein, der über die Zeit des Nationalsozialismus hinausweist. Sie beginnt mit der Erinnerung an eine „glückliche Zeit“, in der die Menschen „frei wählen konnten“, ob sie tot sein wollten oder als Sklaven leben wollten. Aus heutiger Sicht ein merkwürdiger Begriff von einer freien Entscheidung, sich frei für den Tod als für ein Leben in Sklaverei entscheiden zu können – wobei Sklaverei hier sicherlich als Unterwerfung unter ein Regime ganz allgemein zu verstehen ist.
    Sodann spricht sie von „schwachsinnig gewordenen Intellektuellen“ – wen sie meint und in welchen verruchten Zeiten diese historisch datierbar wirkten, ist nebensächlich, wichtig ist, dass es diese Intellektuellen waren, die die Idee in die Welt gesetzt hätten, „das Leben sei der Güter höchstes“. Es ist somit offensichtlich, dass es Arendt hier nicht im engeren Sinne darum geht, zu verstehen, warum sich so viele Juden widerstandslos in den Tod treiben ließen. Es geht um eine grundsätzliche Gefahr für die menschliche Existenz, deren extreme, letzte Konsequenz die Judenvernichtung gewesen ist.
    Aber nicht erst in der Judenvernichtung wird die Idee, dass das Leben das höchste Gut sei, zur Gefahr. Wenn wir uns von der Idee der Vermeidung des Todes um jeden Preis treiben lassen, bleibt vom Leben nicht mehr viel übrig. Alles, was Lebendigkeit ausmacht, ist mit Gefahr fürs Leben verbunden. Wir müssen unsere Endlichkeit und unsere Sterblichkeit zunächst und als Erstes akzeptieren. Sodann müssen wir, muss jeder Einzelne sich fragen, wofür es sich zu leben lohnt und wofür sich auch das Risiko, zu sterben, lohnt.
    Aber diese Entscheidung sollen wir schon lange nicht mehr treffen, diese Frage sollen wir schon lange nicht mehr auch nur stellen. Das Leben um jeden Preis zu verlängern, das Sterben so weit wie möglich hinauszuzögern, das wird zur Pflicht, zumindest zur moralischen Norm. Die Großmutter wird schon lange nicht mehr gefragt, ob sie es womöglich vorziehen würde, den Enkel noch einmal in die Arme zu schließen, vielleicht sogar ohne Maske und ohne Wissen über seinen aktuellen Immunstatus, festgestellt durch einen PCR-Test: Der fürsorgliche Staat und mit ihm die Mehrheit, die dem Weiterleben alles unterordnet, haben längst für sie entschieden, dass sie sich dieser Gefahr im Zweifel nicht aussetzen dürfe. Und völlig selbstverständlich wird auch die Qualität der Schulbildung und die Lebensqualität von Kindern und Jugendlichen dem Regime der Lebensverlängerung um jeden Preis untergeordnet, ob so ein Weiterleben nun jemand lebenswert findet oder nicht, ist egal.


    Wir werden Sklaven eines solchen Regimes, und diese freiwillige Versklavung hat schon lange vor der Pandemie begonnen, als wir zu glauben begonnen haben, dass es darauf ankäme, jeden Tod und jede Trauer über einen Tod, jedes Leiden und jedes Mitleiden durch Regeln und Techniken, durch ein Regime der Todesvermeidung, dem wir alle unsere Lebensweise und damit unser Leben zu unterwerfen haben, hinauszuzögern oder gar zu vermeiden. Inzwischen ist die Unterwerfung unter ein solches Regime nicht mehr ganz so freiwillig, Wir verzichten auf das Lächeln des Anderen in der Öffentlichkeit und wir tragen die Maske überall da, wo Menschen sind, nicht unbedingt, weil wir selbst an die Lebensverlängerung von irgendwem durch diese Maßnahme glauben, sondern weil „es doch nicht so schlimm ist, sich an die Regel zu halten“, weil es nervt, wenn die anderen genervt sind von meinem regelwidrigen Verhalten, weil man in der Masse der Regelkonformen nicht auffallen und nicht stören will.
    Und so übernimmt der Tod immer mehr seine unbeschränkte Herrschaft über unser Leben – nicht, weil wir früher sterben, sondern weil wir aus Angst vor dem Sterben schon viel früher aufhören zu leben. Der Tod kann warten, dieser Satz enthält eine bittere Wahrheit: Es kommt ja nicht darauf an, wann er eintritt, sondern wann wir aufhören, einen Grund fürs Weiterleben zu haben, einen Grund, für den es sich auch lohnen würde, das Risiko, zu sterben, einzugehen.
    Jetzt wird man sogleich einwenden, dass ja jeder Einzelne dieses Risiko eingehen dürfte, wenn er in der Pandemie damit nicht sogleich andere gefährden würde, die ja vielleicht noch weiterleben wollten. Dem muss man aber entgegenhalten, dass eben niemand gefragt wird, um welchen Preis er weiterleben will. Niemand wird gefragt, ob er nicht vielleicht eine nichtgeimpfte Person lieber im Arm halten und küssen möchte, als darauf zu bestehen, dass sie geimpft oder wenigstens getestet sei, niemand wird gefragt, ob er gern mit allen Familienmitgliedern am Weihnachten zusammen sein möchte, unabhängig von 2G- oder 3G-Status. Das Gesundheitsregime hat schon entschieden, dass es vor allem darauf ankommt, die Gesundheit eines Jeden zu schützen, ob er es will oder nicht.
    [..]
    Die Idee mit dem höchsten Gut, das das Leben nicht ist, vertrat schon Schiller. Der ließ in seinem Drama "Maria Stuart" die idealische Behauptung des freien Willens über den Wunsch, leben zu bleiben, siegen. Maria geht frohen Mutes in den Tod. Die Monarchin, Elisabeth I., bleibt einsam und lebensängstlich zurück. Das Leben ist das Gut, das eingesetzt werden muß, um die eigene Freiheit zu behaupten.

    In unserer Zeit steht das Leben (als biologische Voraussetzung) über der Freiheit. Wirklich? Nein, das Leben stand schon immer über der Freiheit, wenigstens für die meisten Menschen. Die meisten Menschen sind Idioten. Die meisten Menschen haben das Sagen. Eine Demokratie, lieber ad, ist die Machtstruktur, deren Wert sich daran mißt, inwiefern sie den Minderheiten Freiheiten gewährt. Andernfalls ist sie die Tyrannei der Mehrheit, aber keine freiheitliche Grundordnung.

  8. #308
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    AW: Unser Pandemien-Ordner

    https://www.diepresse.com/6079340/ki...irbt-an-corona

    von wegen Covid ist nur für Kranke und Schwache gefährlich (wie das leider auch manche in meinem Umfeld glauben)

  9. #309
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    AW: Unser Pandemien-Ordner

    Zitat Zitat von eulenspiegel Beitrag anzeigen
    https://www.diepresse.com/6079340/ki...irbt-an-corona

    von wegen Covid ist nur für Kranke und Schwache gefährlich (wie das leider auch manche in meinem Umfeld glauben)

    Ja die Leute verschließen einfach die Augen vor solcherlei stichhaltigem Beweismaterial. Zum Glück gibt es noch Intellektuelle wie Sie in Wien.
    Die Menschen werden einfach immer dümmer durch das Internet, und glauben, daß sie sich selbstständig Informationen oder glaubwürdige Quellen aus dem Netz filtern könnten.
    Ich verstehe auch nicht dieses Ausmaß an Mißtrauen gegenüber der Presse, nur wegen der paar Fälle Hitlertagebücher oder Relotius. Ich finde es reicht schon NZZ und Spiegel und vielleicht noch ein drittes Blatt zu lesen, um informiert zu sien.

    Gruß aus Ostdeutschland

  10. #310
    schreibt hier hin und wieder Avatar von Streusalzwiese
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    AW: Unser Pandemien-Ordner

    Die Pandemie entlarvt Vorurteile über Deutschland als falsch. Mit Deutschland verbindet man Gründlichkeit und Genauigkeit.
    In Wirklichkeit ist Deutschland der größte Schlamper in Europa. Wir befinden uns im Blindflug was die Sequenzierung angeht und was die Erfassung der Fallzahlen angeht.
    https://www.tagesschau.de/inland/omi...hland-111.html
    Corona-Fallzahlen und Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland sinken - aber das ist wohl nur eine trügerische Sicherheit. Denn während und nach den Feiertagen werden zahlreiche Fälle nicht erfasst. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach geht sogar davon aus, dass die Inzidenzen bis zu drei Mal höher liegen als angegeben. "Die tatsächliche Inzidenz ist derzeit vermutlich zwei bis drei Mal so hoch wie die Inzidenz, die wir erfassen", sagte der Minister in Berlin. Grund für diese drastische Untererfassung sei, dass über die Feiertage deutlich weniger getestet werde - und von diesen Testergebnissen würden dann noch deutlich weniger als sonst an das Robert Koch-Institut (RKI) übermittelt.

  11. #311
    schreibt hier hin und wieder Avatar von Streusalzwiese
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    AW: Unser Pandemien-Ordner

    Einige Leute versuchen verzweifelt sich zu infizieren.
    https://www.faz.net/aktuell/politik/...-17720457.html
    Im Internet suchen einige nach Wegen, sich mit Corona zu infizieren. Statt sich impfen zu lassen, wollen sie lieber krank werden und genesen.
    Das sollte in der nächsten Zeit kein Problem mehr sein. Wenn Omikron Fahrt aufnimmt, dann wird das mit der Ansteckung schon klappen.

  12. #312
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    AW: Die Pandemie wird nie enden, es sei denn...

    Die Risikogruppen zu schützen, das wäre auf keinen Fall ein Fehler gewesen. Alleine ich kenne etliche...wirklich viele junge Leute, die lange vor den Alten geimpft waren. Das hat mit Sicherheit viele sterben lassen, die heute noch leben könnten. Und es ärgert mich...dass sich diese egoistischen, rücksichtslosen Vordrängler auch noch selbst als Helden sehen, weil Sie sich zum Wohle der Allgemeinheit haben impfen lassen. Sie haben ihren eigenen Arsch retten wollen...und sonst gar nichts. Diese Pandemie führt uns klar vor Augen...was für eine erbärmliche Gesellschaft wir doch sind.

    Und wenn diese Vordrängler dann auch noch mit der Impfung ihren Skiurlaub buchen...oder sonst wo hinfliegen, dann ist dies die Krönung des Ganzen. Ich hatte schon relativ schnell behauptet, dass diese Pandemie eine Pandemie der Geimpften ist. Wir müssen nämlich zwischen zwei Sachverhalten unterscheiden: was die Belastung der Intensivstationen angeht...dafür sind die Ungeimpften hauptverantwortlich. Aber das ist ja auch deren Sache - entweder sie leugnen Corona...dann haben sie eben Pech gehabt...oder sie wissen um die Gefährlichkeit und nehmen die Gefahr...schwer zu erkranken...oder gar zu sterben...bewusst in Kauf. Wie auch immer...es geht die Geimpften nichts an. Das hat aber keinen Einfluss darauf...wie lange wir mit der Pandemie zu kämpfen haben...denn dafür tragen die Dummen und die Rücksichtslosen unter den Geimpften die Hauptverantwortung. Und das sind viele...sehr viele. Ob Kreuzfahrtschiff oder kanadischer Flieger...in dem 200 Menschen Party feiern...es handelt sich dabei zu 100% um Geimpfte. Schuld daran hat die Politik...vor allem mit ihrer Kommunikation...die Impfung wäre der einzige Weg aus der Pandemie und die im Osten tragen die Schuld, dass so wenige geimpft sind. Der Osten stellt 15% der Gesamtbevölkerung...aber selbst dort sind die meisten geimpft. Ob das dann 65% oder 75% sind...das spielt keine wesentliche Rolle...gemessen am Anteil an der Gesamtbevölkerung. Mindestens 3/4 der Ungeimpften leben im Westen.

    Diese "Helden" unter den Geimpften fordern dann ganz offen und ungestraft, dass man die Ungeimpften fixiert und unter Zwang impft. Und Medien-Vertreter...wie z.B. der Spiegel...lassen es zu, dass solche und schlimmere Kommentare veröffentlicht werden...aber wenn du gegen das Gendern bist...dann wirst dein Beitrag zensiert. Mich kotzt das alles an.

    Zu den Schulen: wir leben aktuell eine Rekord-Niveau bei den Suiziden...vor allem unter Jugendlichen. Darüber hinaus hat jeder sechste Jugendliche suizidale Gedanken. Die Schule ist nicht nur eine Bildungsstätte...sie ist auch ein Ort der sozialen Kontakte, der zwischenmenschlichen Begegnungen. Schüler reden mit anderen Schülern über ihre Problem...Elternhaus...Pubertät usw.
    Die Schule ist also für die Kids von elementarer Bedeutung. In der Abwägung von Gefahren und Risiken müssen sie geöffnet bleiben.
    Der Abschied entziffert die Handschrift einer Begegnung

  13. #313
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    AW: Die Pandemie wird nie enden, es sei denn...

    Nun, die Kickl-FPÖ hat äusserst verantwortungslos und mies agiert. Der Demagoge Kicklgruber hat öffentlich dazu aufgefordert, das wirkungslose und gefährliche Entwurmungsmittel Ivermectin gegen Corona einzunehmen. Selbst hat er es sicher nicht geschluckt. Und seine Covidinfektion hat er unter ständiger Betreuung seines Leibartztes hinter sich gebracht. Ich sagte ja bereits, mit Leuten wie der FPÖ ist kein Staat zu machen. Sie leben von Krisen, die sie noch schüren, wenn sie Verantwortung tragen, versagen sie regelmäßig.

    Was die Regierung jetzt plant, nämlich das hartnäckige Festhalten an der Impfpflicht, weil man sie ja vor Weihnachten angekündigt hat, ist wirklich politisch instinktlos, sachlich nicht gerechtfertigt und wird sicher vom VfGH gekippt. Blöder kann man sich nicht anstellen und der FPÖ das Wasser mit dem Turbo zuleiten. Aber jeder schaufelt sich sein Grab eben selbst.

  14. #314
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    AW: Die Pandemie wird nie enden, es sei denn...

    Im Prinzip ist das doch ganz einfach: die Ungeimpften sind alle aufgeklärt worden...oder hätten sich aufklären lassen können...was die Risiken sind, wenn sie sich nicht impfen lassen. Wenn sie sich dennoch gegen die Impfung entscheiden, dann soll es eben so sein...dann werden die meisten die Krankheit ohne weitere Probleme durchlaufen und als Genesene mit den Geimpften gleichzustellen sein...oder sie erkranken schwer und/oder sterben. Weder verkürzt noch verlängert das die Pandemie.

    In der Grippe-Saison 2019/2020 erkrankten in Deutschland labordiagnostisch bestätigt 191TSD Menschen an der Influenza. 2017/18 waren es sogar 260TSD. Hätten wir nur einen Impfstoff gegen die Grippe...jedoch keine Medikamente...wäre wohl ein sehr großer Teil dieser Menschen gestorben. Corona ist zwar nicht mit der Grippe zu vergleichen...aber auch hier sind die Medikamente der Weg aus der Krise. Sobald uns diese flächendeckend zur Verfügung stehen, ist Corona nur noch eine Krankheit wie viele andere auch. Trump hatte von Anfang an auf die Medikamente gesetzt und viele Milliarden in deren Entwicklung investiert - also keine Subventionen...wie in Deutschland...sondern Investitionen. Zwei dieser Medikamente stehen nun kurz vor der Zulassung.

    Und wie ich schon an anderer Stelle schrieb: Artikel 3 und Artikel 54 der EU-Charta machen eine Impfpflicht unmöglich. Würde Deutschland dennoch eine einführen, müsste es von der EU wegen Verletzung der Menschenrechte verklagt und sanktioniert werden. Wir stünden moralisch betrachtet auf einer Stufe mit Ungarn und Polen.
    Der Abschied entziffert die Handschrift einer Begegnung

  15. #315
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    AW: Unser Pandemien-Ordner

    Aber wir Ungeimpften sind doch alle aufgeklärt. Darum wissen wir, dass es keine Risiken gibt, außer sich impfen zu lassen.

    btw: im letzten Winter gab es nicht mal 1000 Grippetote. Die wurden schließlich alle als Coronafälle deklariert Ergo hat Corona die Grippe ausgerottet

  16. #316
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    AW: Unser Pandemien-Ordner

    https://www.welt.de/politik/deutschl...e-geimpft.html
    Die neue Innenministerin Nancy Faeser (SPD) betont, dass die geplante Corona-Impfpflicht, die sie unterstützt, kein Impfzwang sei, sondern eine sogenannte Impfnachweispflicht: „Niemand wird zwangsweise geimpft werden.“
    Auf die Frage, wie die Impfpflicht durchgesetzt werden soll, antwortete die 51-Jährige: „Es wird irgendeine Form von Sanktion geben müssen, vielleicht Bußgelder. Das würde wenigstens einen Teil der ungeimpften Bürgerinnen und Bürger dazu bringen, sich impfen zu lassen.“ Über die Höhe der Bußgelder müsse der Deutsche Bundestag entscheiden – wobei das Bußgeld nicht so niedrig sein dürfe, „dass man sich permanent freikaufen kann“.
    Das heißt: Niemand wird zwangsweise geimpft, aber alle werden zur Impfung gezwungen.

  17. #317
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    AW: Unser Pandemien-Ordner

    Das ist Teil eines Antrages...von vielen Anträgen, mit denen sich die Parlamentarier befassen werden müssen. Das Argument, Beendigung der Pandemie, kann schon deshalb nicht ziehen...weil dann kein ungeimpfter Ausländer mehr nach Deutschland einreisen dürfte...solange die Impfpflicht besteht. Da kommen so viele Gesetze in Konflikt miteinander, dass das kein Jurist auflösen kann...ohne dabei gleich mehrere Gesetze zu verletzen. Frau Teuteberg (FDP) hatte gestern bei Maischberger einige Argumente genannt, die gegen eine Impfpflicht sprechen...und das waren noch lange nicht alle. Da können Bundestag und Bundesrat beschließen...was sie wollen...die Realität wird sie einholen und das Gesetz pulverisieren.

    Wer nicht geimpft werden möchte, der lässt sich ein ärztliches Attest ausstellen, das eine Impfung unmöglich macht. Kein anderer Arzt wird es wagen ein Risiko einzugehen, indem er diesem Attest widerspricht. Davon abgesehen, dass niemand für solche Spielchen weder Lust noch Zeit haben wird. Ein Irrsinn, ein Gesetz durchdrücken zu wollen, das mehr schadet als nutzt.

    Wir reden hier nicht von irgend einem Artikel des Grundgesetzes...sondern von einem zentralen Punkt unserer Verfassung...auf dem alles andere aufbaut. Die Väter unserer Verfassung würden wohl den heutigen Parlamentariern verächtlich vor die Füße spucken.
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  18. #318
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    AW: Unser Pandemien-Ordner

    Das Virus scheint auch die Gehirne von Sozialdemokraten anzugreifen. Der Wr. Stadtrat Hacker (SPÖ) fordert allen Ernstes eine generelle Impfpflicht für den Arbeitsplatz! Ungeimpfte würden dann als 'nicht arbeitsfähig' gelten, den Job verlieren und hätten nicht mal Anspruch auf Arbeitslosengeld und Mindestsicherung! Die Regierung hier scheint gegen alle Evidenz und Vernunft an ihrer Impfpflicht festhalten zu wollen. Von allen guten Geistern verlassen.
    https://orf.at/stories/3243508/

  19. #319
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Unser Pandemien-Ordner

    Das sind alles Sukzessionen, Folgeerscheinungen eines postmodernen Menschenverständnisses, daß nämlich Gesundheit über Freiheit stünde. Wenn man diesen Grundansatz, für den gerade Sozialdemokraten stehen, nach-denkt, so versteht man diese Äußerungen. Wie weit sich die FDP von ihrem Grundsatz "Freiheit" verabschiedete, zeigen etliche Äußerungen von ihren Mandateuren und Amtsträgern. Den Part der FREIHEITLICHEN in der FDP übernehmen diejenigen, die nicht in Ministerverantwortung stehen. Das ist sicherlich so abgesprochen.
    Mich wundert an dieser Diskussion die Indolenz der AfD; auch die LINKEN machen hier schlechte Politik. Wahrscheinlich sind sie noch vom Ausgang der Wahl geschockt. Eigentlich müßten sich beide Parteien an die Spitze des Protestes gegen die Corona-Politik stellen, die einen aus bürgerrechtlichen, die anderen aus sozialen Gründen.

  20. #320
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    AW: Unser Pandemien-Ordner

    In der Tat befinden wir uns in einer Art Gesundheitstyrannei. Gesundheit wird zur Pflicht, ja zum ultimativen Wert, Ziel und Zweck des Lebens erklärt. Du musst dich gesund halten, du musst gesund leben, gesund bleiben, alles tun, um gesund zu werden. Sonst bist du ein asoziales Element, stellst du dich gegen das System. Wobei das, was als 'gesundes Leben' gilt, kommerziellen Aspekten, wirtschaftliche Interessen untergeordnet wird. Ungesunde Genußmittel wie (zuviel) Fleisch, Zucker, zum Teil noch Alkohol, industrielle Fertigprodukte (von Pizza bis Dosengulasch) etc. dürfen ruhig billigst sein und massenweise konsumiert werden. Das ist legitim und akzeptiert. Auch wenn die Folgen wie Diabetes, Fettleibigkeit und Bluthochdruch zu Volkskrankheiten geworden sind. Anderes, was nicht massenhaft industriell produziert wird oder dem Zeitgeist zuwiderläuft (z. B. Tabakkonsum) wird geächtet. Dem Gesundheitswahn wird alles geopfert: Selbstbestimmung, Freiheit, Würde.

    Das ist nicht mehr links oder rechts zuzuordnen, sondern verläuft quer durch alle Lager. Und, zumindest hier bei uns, ist die Kritik und Gegenerschaft der FPÖ zur offizielen Coronapolitik NICHT freiheitlichem Selbstverständnis geschuldet, sondern mieser, verlogener Demagogie.

  21. #321
    Ist durch nichts wegzugraulen Avatar von anderedimension
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    AW: Unser Pandemien-Ordner

    Es gab im Laufe der Jahrzehnte immer wieder mal Änderungen am Grundgesetz (Sterbehilfe, Abtreibungsparagraph usw....), aber noch nie war das so "spannend" wie heute, wo es um Artikel 2 und indirekt auch um Artikel 4 (Weltanschauung, Gewissen, Religion) geht. Für uns hat das den Vorteil, dass der demokratische Prozess das Profil der einzelnen Parteien schärfen wird. Noch vor 2 Jahren hätte man den Artikel 2 als unverhandelbar....als eine der tragenden Säulen eingestuft.

    Anmerkung: wirklich unverhandelbar sind "nur" Artikel 1 und Artikel 20

    Diese Pandemie verändert nicht alles, aber vieles. Woran heute vielleicht noch niemand denkt: kommt die Impfpflicht für alle...machen wir eine politische...ethisch und moralische Frage zu einer medizinisch wissenschaftlichen. Die Politik gibt die Verantwortung an die Wissenschaft ab. Drosten und Co. werden in Zukunft bestimmen...ob, wann und wie viele Spritzen wir bekommen. Schon alleine diese Tatsache zeigt, um was für einen Eingriff sprich Einschnitt es sich hier handelt. Wir operieren am offenen Herzen der Verfassung.
    Der Abschied entziffert die Handschrift einer Begegnung

  22. #322
    schreibt hier hin und wieder Avatar von Streusalzwiese
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    AW: Unser Pandemien-Ordner

    Das Mindesthaltbarkeitsdatum von Meldungen verringert sich:
    Gestern noch wurde behauptet, dass es die Grippe kaum noch gibt. (Natürlich mit Warnungen vorm nächsten Winter.)
    https://www.welt.de/regionales/hambu...noch-gibt.html
    Während das Coronavirus durch Deutschland zieht, gibt es etwa in Hamburg 99 Prozent weniger Influenza-Fälle. Die Ärzte sehen dafür vor allem einen Grund – und warnen vor dem nächsten Winter.
    Heute dann diese Meldung:
    https://www.spiegel.de/wissenschaft/...0-402ea9b4fa1b
    Schneller als gedacht kehrt die Influenza nach Europa zurück. In Frankreich ist zusätzlich zu Corona bereits eine Grippeepidemie ausgebrochen. Offenbar hat sich ein gefährlicher Virusstrang durchgesetzt.

  23. #323
    schreibt hier hin und wieder Avatar von WirbelFCM
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    AW: Unser Pandemien-Ordner

    Komisch, dass maskenpflicht und kontaktbeschränkungen zwar die grippe an der verbreitung hindern, corona aber offenbar nicht.
    man könnte jetzt zwar vermuten, dass…
    …aber lassen wir das lieber. Ihr könnt ja alle selber denken

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