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Thema: Ein fast blindes Date (Kurzversion)

  1. #1
    Enno Ahrens
    Status: ungeklärt

    Ein fast blindes Date (Kurzversion)

    „Hierin sind all die Männeraugen enthalten,
    die sie auf mich warfen“, stand auf dem Etikett.
    Das Kästlein war gut befüllt.

    Zwei Stunden ließ Fabienne mich warten.
    Die Haushälterin führte mich in ein Kellergewölbe.
    Im Dämmerlicht sah ich ein großes Weinfass,
    ebenfalls mit einem Aufkleber „ Hierin ist all mein
    Herzblut, was ich für die Männer vergoss“.

    Dann eine gruftige Stimme. Fabienne, eine
    aufgetakelte Frau mit verbittertem
    Blick, begrüßte mich. Ich war angewidert.
    Da packte mich die Haushälterin hinterrücks
    und beide fesselten mich mit einem Kälberstrick,
    waren im Begriff, mir die Augen rauszuschälen.
    Ich befreite mich mit einem Indianertrick,
    schnürte die Frauen, begab mich zu der Kiste
    mit den Männeraugen, von denen ich annahm,
    sie wären aus Kunststoff.

    Voller Wut trabte ich zurück in die Kellergruft,
    öffnete das große Weinfass. Nicht ein
    einziger Tropfen Blut von Madame darin.

    Der Haushälterin schabte ich die Augen aus.
    Fabienne ließ ich zur Ader, legte eine Leitung
    von ihrer Halsarterie zum Fass, und ging.

  2. #2
    rodbertus
    Status: ungeklärt

    AW: Ein fast blindes Date (Kurzversion)

    mein lieber enno! unverdrossen stellst du deine texte hier ein, die regeln dieses forums partout mißachtend. bevor ich dir zu diesen text etwas mitteile, erwarte ich, daß du dich zum gewort anderer äußerst. du wirst sicherlich den einen oder anderen text finden, zu dem du etwas sagen kannst - bevorzugen solltest du texte, die nicht dem tagesgespräch zu subsumieren sind.

  3. #3
    Enno Ahrens
    Status: ungeklärt

    AW: Ein fast blindes Date (Kurzversion)

    Was du da mit mir vorhast, bringt nichts. Wenn du deine Texte im Austausch mit anderen bearbeiten möchtest, suche dir jemanden im Netz, zu dem du Vertrauen hast, der eventuell ähnliches bzw. gleiches Genre betreibt und ebenfalls daran interessiert ist, für dich den Lektor zu machen.

    Mich hier jetzt aus Pflicht-Prinzip zu animieren bringt keinem etwas, zumal ich selber nicht an einer Zusammenarbeit interessiert wäre. Ich stelle ja auch nur gelegentlich mal etwas ein. Früher hat man son Zeug inne Schublade verschwinden lassen, heute bietet sich ja son Forum an. Ich lese auch die Kurztexte hier. Immer mal wieder überraschend.

    LG E. A.

  4. #4
    rodbertus
    Status: ungeklärt

    AW: Ein fast blindes Date (Kurzversion)

    Ins Stadium der Bearbeitung will ich gar nicht vordringen. Ein Gedankenaustausch ist hinlänglich genug. Dieser soll sich nicht nur am eigenen Text abarbeiten, sondern Empathie für die Texte anderer aufbringen. Bist Du dazu nicht in der Lage, empfehle ich Dir bei der von Dir genannten Methode des Schubladenschreibens zu bleiben oder Dir eben ein anderes Forum zu suchen.

  5. #5
    schreibt hier hin und wieder
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    12

    AW: Ein fast blindes Date (Kurzversion)

    Der Text ist nicht lesenswert. Lieblos. Langweilig. Ohne Witz.

  6. #6
    Enno Ahrens
    Status: ungeklärt

    AW: Ein fast blindes Date (Kurzversion)

    "Hierin sind all die Männeraugen enthalten, die sie auf mich warfen“, stand auf dem Etikett an der gläsernen Schatulle. Die Dame hatte also Sinn für Humor. Und sexy würde sie bestimmt auch aussehen, bei der Augenmenge. Ich war gespannt, schaute mich weiter in dem großzügigen Empfangsraum ihres Anwesens um.

    Zwei Stunden ließ Fabienne mich warten. Die Haushälterin führte mich in ein Kellergewölbe. Im Dämmerlicht sah ich ein großes Weinfass mit einem Aufkleber „Hierin ist all mein Herzblut, was ich für die Männer vergoss“. Ich schmunzelte.

    Dann eine gruftige Stimme. Fabienne, eine aufgetakelte Frau mit Engelshaar und bösem Blick, begrüßte mich. Sie war eine Schönheit, jedoch war ihr Gesicht einseitig entstellt und vernarbt, was auf die Folgen von einem Unfall hindeutete. Ich war angewidert. Da packte mich die Haushälterin hinterrücks und beide fesselten mich mit einem Kälberstrick, waren im Begriff, mir die Augen rauszuschälen. Ich konnte mich mit einem Indianertrick befreien, schnürte die Frauen.

    Nun begab ich mich zu der Kiste mit den Männeraugen, von denen ich annahm, sie wären nicht echt, sondern aus Kunststoff. Eine Fehleinschätzung. Voller Wut trabte ich zurück in die Kellergruft zu den Damen, öffnete das große Weinfass. Nicht ein einziger Tropfen Blut von Madame befand sich darin. Kurzentschlossen schabte ich der Haushälterin die Augen aus. Fabienne ließ ich zur Ader, legte eine Leitung von ihrer Halsarterie zum Fass. Dann ging ich.

    Zwei Wochen später sah ich mein Phantombild in der Tageszeitung. Die Haushälterin gab an, dass Madame eine verbitterte Frau gewesen sei, weil ein ehemaliger Geliebter ihr Gesicht zerstört hatte. Und sie wollte sich an allen Männern rächen, die sie angewidert anschauten. Die Kerle wurden gefesselt und man tat so, als wollte man ihnen die Augen entfernen. Dann transportierten sie die Verängstigten nach draußen und ließen sie frei. Beim letzten Mal sei es schief gelaufen … Die Augen in dem Kästlein stammten aus der hauseigenen Schweineschlachterei.

  7. #7
    Mitgestalter Avatar von anderedimension
    Registriert seit
    1.September 2013
    Beiträge
    1.562
    Renommee-Modifikator
    8

    AW: Ein fast blindes Date (Kurzversion)

    Für die Schublade zu schade - fürs Regal noch nicht ausgereift...


    Hierin sind all die Männeraugen enthalten,
    die sie auf mich warfen“, stand auf dem Etikett.
    Das Kästlein war gut befüllt.
    Zwischen hierin...hier drin und darin...da sehe ich einen Unterschied. Verbunden mit einem Objekt...kann es mE nicht hierin heißen...da hierin nicht für "hier drinnen"...,sondern für hier innen steht...damit ist das Innewohnen gemeint - bezieht sich auf die Tat...oder auf den Zustand.(hierin sehe ich ein schweres Vergehen)

    Zwei Stunden ließ Fabienne mich warten.
    Die Haushälterin führte mich in ein Kellergewölbe.
    der Punkt zwingt mich dazu neu anzusetzen...dahinter erkenne ich keinen Sinn...keinen Mehrwert...kein Stilmittel.

    Zwei Stunden ließ Fabienne mich warten,
    bevor mich ihre Haushälterin in ein Kellergewölbe führte.


    „ Hierin ist all mein
    Herzblut, was ich für die Männer vergoss“.
    hier "das", da eindeutig was...


    Dann eine gruftige Stimme. Fabienne, eine
    aufgetakelte Frau mit verbittertem
    Blick
    ,
    verbittert blicken, das ist nicht möglich...dazu braucht es mindestens noch den Mund

    ..."mit verbitterter Mimik..."


    Da packte mich die Haushälterin hinterrücks
    und beide fesselten
    "hinterrücks" ist der falsche Begriff...davon mal abgesehen: woher will der Protagonist denn wissen...dass es die Haushälterin ist...die ihn da packt? Es könnte ebenso Fabienne gewesen sein.....


    fesselten mich mit einem Kälberstrick,
    waren im Begriff, mir die Augen rauszuschälen
    Sie waren ja sicherlich nicht so blöd ihn von hinten zu überfallen...um ihm dann die Hände nach vorne zu fesseln?!? Woher konnte er also wissen...dass es sich um einen Kälberstrick handelte? Und wie merkt man...dass jemand im Begriff ist einem die Augen ausschälen zu wollen?
    Und wenn...würde man dann tatsächlich zum Begriff Begriff greifen? Wissen kann ich das nur....wenn die das verbal ankündigen...oder wenn sie bereits dabei sind es zu tun. So würde ich es dann auch schreiben: "Sie waren dabei mir....zu wollen"


    Ich befreite mich mit einem Indianertrick,
    schnürte die Frauen
    , begab mich zu der Kiste
    mit den Männeraugen, von denen ich annahm,
    sie wären aus Kunststoff.
    ? da hast Du dich als Autor deiner Verantwortung entzogen...entweder den Trick nachvollziehbar zu beschreiben...odern ihn alternativ metaphorisch zu umschreiben. So...wie es da oben zu lesen ist...hängst Du den Leser ab.


    Voller Wut trabte ich zurück in die Kellergruft,
    öffnete das große Weinfass. Nicht ein
    einziger Tropfen Blut von Madame darin.
    Ist die Wut tatsächlich das (vordergründige) Gefühl...das man in einer solchen Situation hat?!?


    Der Haushälterin schabte ich die Augen aus.
    Fabienne ließ ich zur Ader, legte eine Leitung
    von ihrer Halsarterie zum Fass, und ging.
    Bin da jetzt nicht der Experte in solchen Dingen...aber Aderlass/Halsarterie?



    Die Geschichte ist nicht wirklich durchdacht - sie zu durchdenken könnte sich lohnen...

    Gruß, A.D.

  8. #8
    Enno Ahrens
    Status: ungeklärt

    AW: Ein fast blindes Date (Kurzversion)

    Danke, AD. Ja, ich werde zudem noch mehr die szenischen Bedrohlichkeiten atmosphärisch verdichten müssen usw. Eigentlich wollte ich keine KG (sind mir zu lang) mehr schreiben. Aber um aus diesem Text etwas zu machen, ist es wohl unerlässlich, und ja auch ne kleene Herausforderung und Anforderung an einen selbst, die sich da ergeben hat. Deine Vorschläge werde ich mir mal alle genau anschauen und ob es im Einzelnen notwendig erscheint, ins Detail zu gehen. Irgendwann werde ich dann wohl die Sache in Angriff nehmen. Übrigens: Ich war als Junge mal mit einem Tierarzt unterwegs. Da hat der nen Aderlass gemacht, aber sicherlich aus der Vene. Das arterielle Blut nennt man (dichterisch?) Herzblut.

    LG Enno

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