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Thema: Religion als Fundament jeder Staatsidee

  1. #26
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Religion als Fundament jeder Staatsidee

    Nein, Transparenz ist keine Gewalt, sondern nur eine Methode, die aufgrund der Substanz, auf der ein politisches System basiert, je nach dem Bedeutung besitzt. Die Suche nach einem Lebenskonzept dagegen ist jedem Menschen bei- und aufgegeben. Der Stundenplan hat nicht die Aufgabe, bei dieser Suche zu helfen, denn wie sollte er dies leisten können? Ein PLAN kann nur dabei helfen, eben solche Konzepte selber entwickeln zu können, er gibt aber das Konzept nicht vor. Viele Lehrer verwechseln das aber, meinen es gut, wenn sie für die ihnen Schutzbefohlenen die Lösung von Lebensfragen vorgaukeln.
    Das globale Gewaltmonopol hat nur Bedeutung für diejenigen, die sich in diesen Kanon begeben.

    Heutige Nachricht: In Bayern glaubt man, man müsse den Islam als Schulfach einrichten, um ihm so seine Virulenz zu nehmen.

    Bockmist. Wie fast alles, was aus dieser Bergregion der zänkischen Bajuwaren kömmt. Kam da jemals was Gutes her?
    Bockmist ist das insofern, als daß Religionsunterricht in Schulen immer schwierig ist. Man sollte dem nicht so viel beimessen, denn Religion sollte Privatsache sein oder in Bayern vielleicht endlich mal werden. Zum anderen dienen mehrere Fächer der Befasse mit religiösen Gründen und Exemplifikationen. Im Fach Geschichte befassen sich gute Lehrer mit den historischen Gründen der Entstehung udn Ausbreitung von Religionen. Im Fach Sozialkunde wird verstärkt auf gegenwärtige religiös motivierte politische und soziale Kämpfe und Bewegungen einzugehen sein. Im Fach Deutsch muß man sich oft genug auf die weltanschaulichen Grundierungen wichtiger Texte und Verfasser einlassen, will man diese Texte verstehen. Im Fach Ethik gibt es sogar den Zwang, sich mit jedermanns Grundierung zu befassen. Wie oberflächlich wird dieses Fach oft angegangen. Und ja, Religion ist nicht nur die Belehrung über das, was vor Ort als Religion wahrgenommen werden soll, sondern eben auch die Befasse mit anderen religiösen Urgründen.

    Kurzum, es ist völlig überflüssig, Schulkindern vertiefte Kenntnisse über den Islam mitteilen zu wollen. Aber sicherlich spricht aus mir hier der Ostfale. In meiner ganzen Dienstzeit als Lehrer hatte ich mit einem Moslem zu tun, und der wußte noch nicht mal, warum er das war. Das muß andernorts anders sein. Im Westen und Süden, nehme ich an.

  2. #27

    AW: Religion als Fundament jeder Staatsidee

    Wahre Transparenz macht die Lüge unmöglich. Sichtbarkeit, die durch Transparenz erreicht wird, führt dazu, dass wir wissen, für die geistige Welt ständig transparent zu sein.

    Daher ist Transparenz die vierte Gewalt gegen die Lüge, die sowohl den Staat, als auch die Religion erstarren lässt.

    Der Tonus der Lüge führt zur Verkrustung und Erstarrung, die Wahrheit macht frei und beweglich.

    Die Wahrheit braucht nämlich keine Abwehrmechanismen. Daran ist die Lüge zu erkennen. Wir erkennen die Lügen nicht mehr, auf denen die Argumentationsketten des unverstandenen Eigennutzes beruhen.

    Mit den Schulkindern ist es ähnlich wie nach der französischen Revolution: Zwangsbeglückungen scheitern am Unbewussten.

    So will die AfD die Kirchen mit ihrer Weisheit beglücken, die Kirchen die AfD mit ihrer Weisheit und im Grunde wehren beide nur die Wahrheit dahinter ab und wollen ihre Maske, das vermeintliche Gesicht, wahren:

    Sie sind ratlos, weil die Anbindung an die ewigen Seelen(t)räume fehlt.

  3. #28
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Religion als Fundament jeder Staatsidee

    Denkfehler, WSIB. Oft genug wird das, was Menschen für wahr halten, mit dem verwechselt, was wahr ist. Wenn Du Transparenz also zur Gewalt machst, bedeutet das keineswegs den Ausschluß der Lüge. Neben dem bewußten existiert auch anderes Lügen. Es ist ein fester Bestandteil menschlicher Wirklichkeitswahrnehmung. Wir nehmen das wahr, was wir wahrhaben wollen oder von dem wir glauben, daß es gut und richtig ist. Gerade das Verdikt unbedingter Transparenz würde eine Diktatur idealiter Weltverbesserer installieren, die letztlich Wasserstandsmeldungen als politische Wahrheit verkauften, also mehr Verunsicherung als Lebenssicherheit bewirkten.
    Die Lüge ist elementarer Bestandteil des Menschen. Sie hilft bei der Bewältigung. Nur das Prinzip des Lügens ist zu verwerfen.

    Dein Einwurf mit den Seelenträumen ist nachdenkenswert. Das werde ich heute tun.

  4. #29
    andere-dimension
    Laufkundschaft

    AW: Religion als Fundament jeder Staatsidee

    Die Religion gehört zur Geschichte und Kultur des Menschen, deshalb muss sie auch in der Schule abgehandelt werden...im Geschichtsunterricht...als Teil der Geschichte...und nicht in einem separaten Religionsunterricht. Deshalb ist auch der Ruf der EKD...nach mehr Islamunterricht an den Schulen....statt in den Moscheen...falsch. Zwar verstehe ich die gute Absicht dahinter...doch es wäre ein falsches Signal. Die Schule hat sowohlk einen Bildungsauftrag...als auch eine erzieherische Aufgabe - wüsste nicht, wo da die Religion ihren Platz haben sollte.

  5. #30

    AW: Religion als Fundament jeder Staatsidee

    Transparenz


    Aerolith weist im obigen Zusammenhang mit Transparenz auf einen Denkfehler hin. Hab darüber nachgedacht und möchte das Thema an den Ebenen festmachen, die berührt werden:


    1. Individuell
    2. Zwischenmenschlich
    3. Gruppen, Vereine, Organisationen und Kirchen
    4. National
    5. International
    6. Global
    7. Geistig


    Wer zu sich selbst nicht ehrlich ist, wählt in diesem Maße die innere Intransparenz. „Erkenne Dich selbst, (dann erkennst Du Gott).“ Äußere Transparenz bedeutet, sich nicht in ein Netz aus Lügen zu verstricken, die immer mehr Energie erfordern, die Wahrheiten dahinter zu verschleiern. Invididuell könnte physische, emotionale, mentale, kausale, intuitive und spirituelle Transparenz unterschieden werden.


    Grundgedanke obiger Deutung des Begriffes ist eine absteigende Transparenzeinsicht, das Wissen, dass wir für die geistigen Dimensionen immer sichtbar sind. Es gibt nichts, dass wir vor der geistigen Welt verheimlichen könnten. Absteigende Transparenz lässt keine Ebene von Klarheit, wie Transparenz auch verstanden werden könnte, unbeleuchtet.


    Es gibt keine Schöpfungsdimension, die für Gott uneinsehbar wäre und so beginnt Ehrlichkeit vor sich selbst an sich damit, die Folgen des Transparenzgedankens anzunehmen. Aufsteigende Betrachtungen entbehren dieser Ebenentransparenz. Unsere Zellen kennen weder die AfD, noch die EKD persönlich. Sie fühlen nur, wie sich - weiter absteigend - andere-dimensionen erneut ärgern lassen. Was für die nächsthöhere Ebene sichtbar ist, bleibt der inhärenten Ebene verborgen...


    Jede Lüge ist sichtbar. Jede Lüge ist auf der physischen Ebene mit einer Verspannung gleichzusetzen. Auf zwischenmenschlicher Ebene ist die Lüge eine Grenze, die aufgestellt wird. Niemand bemerkt auch eine „kleine Lüge“ nicht. Es ist halt nur ein gesellschaftlicher Emotionalvertrag, darüber hinwegzusehen. Doch die offene Verbindung, die möglich wäre, schließt mit jeder Lüge mehr aus.


    Über die Selbst- und Fremdlügen von Gruppen, Vereinen, Organisationen und den Kirchen sehen wir seltener hinweg und nehmen diese zum Anlass, erbitterte Kämpfe verbündeter, doch letztlich verbitterter Egos zu führen. Ein spiritueller Sinn wurde vergeblich im Anschluss an „Gleichgesinnte“ gesucht und doch muss die Illusion der Verbundenheit aufrechterhalten werden. Dazu muss die Organisation zunächst Bestand haben und so wissen alle Beteiligten, eine Teilwahrheit zu vertreten, die sie jedoch zur Gesamtheit ihres Horizonts erklären.


    Wozu die Zusammenballung aller Gruppen, Vereine, Organisationen und Kirchen in der Projektion von „Schuld“ führt, haben Nazi- und Stasi-Deutschland eindrücklich bewiesen. Die Lobby der Lügen nimmt eine nationale Form an und verteidigt ihre Teilwahrheiten in einem erweiterten Rahmen.


    International prallen dann die Teilwahrheiten aufeinander, die global zu einer Gesamtlüge zusammengesetzt werden: Die Verneinung der geistigen Verbundenheit in einer Gesamtwahrheit. Diese, aufsteigend betrachtete, spirituelle Intransparenz durch die Mechanismen ebenenübergreifender Lügenkonstruktionen sind es, die uns vom Leben trennen und „krank“ machen.


    Es ist absteigend betrachtet, unmöglich, als Teil des Lebens - vom Geber des Lebens - getrennt zu sein. Es ist absteigend betrachtet unmöglich, sich als Nation getrennt vom globalen und geistigen und spirituellen Geschehen zu betrachten. Jede Organisation ist wiederum abhängig vom Geschehen ihrer Nation, internationalem Geschehen und globalen Entwicklungen.


    Wie wir im Forum sehen, beeinflussen all diese Geschehen zusammen natürlich die Art, den Umgang, das Vertrauen und das Verhalten im zwischenmenschlichen Bereich. Wir stellen eine zunehmende Beziehungsunfähigkeit fest, die nicht vom System der absteigenden Lebenslügen unbeeinflusst ist.


    Individuell sehen wir uns jedoch zumeist als verletzt an, wird eine Lüge offenbar und ans Licht der Wahrheit gebracht. Es wurde eine Wirklichkeit vorgespiegelt, die wie ein Kartenhaus beim leisesten Windhauch in sich zusammenfällt. Problem dabei ist wiederum das „Dramadreieck“, hier jedoch in sich überlagernden und ausdehnenden Dissonanzen. Etwas Dissonantes schägt Wellen…


    Wer „Opfer“ einer Manipulation durch Lügen wurde, was jedem Menschen schon geschehen sein wird, empfindet das Bedürfnis, sein Leid mit jemandem zu teilen. Hier kommt dann die dritte Seite des Beziehungsdreiecks hinzu: Jemand wird involviert und beurteilt die Situation von außen. Meist wird dieser „Richter“ in einem Menschen gesucht, der die Zweier-Beziehung kennt und das Geschehen somit „einordnen“ kann.

    Das Drama des einstürzenden Kartenhauses, das zunächst zwei Menschen betraf, wird nunmehr auf einen Dritten ausgedehnt. Aus „geteiltem Leid“ wird sich weiter ausdehnende Spannung.


    Die Richter, Helfer, Therapeuten, Ärzte, Anwälte, Psychologen, Ehrenamtliche, Vereinsmeier und sonstig einbezogenen Mitmenschen sind natürlich zunächst einseitig informiert worden und wollen sich ein „objektiveres“ Bild machen. Sie sprechen mit Person 1. Die merkt natürlich sofort, woher der Wind weht und weiß – unbewusst, emotional, mental, kausal, intuitiv bis bewusst - von dieser „Vorfeldindoktrination“ und meint nun, dieses – schon gefällte Urteil – (durch weitere Gegenattacken) revidieren zu müssen. Angriff erfolgt daher vor einem Richter, da dieser ja die UNSCHULD des Angreifenden bezeugen soll. Die Unschuld des Angriffs ist jedoch ein unhaltbares K.O.-Rezept.


    Die zum Richter Ernannten kommen mit ihrer URteilsfunktion in den meisten Fällen ebenso wenig „abschließend“ zurecht und tragen diese Informationen (aus unterschiedlichsten inneren und äußeren Motiven) zu Person 4. Damit ist das zweite Dramadreieck im Entstehen. Denn Person 4 spielt sich nun zum Richter über Dramadreieck 1 auf und beurteilt die Personen 1 – 3 und involviert Person 5: „Hast Du schon gehört…?“


    Transparenz über die spirituell verschachtelten Dramadreieck beginnt absteigend bei einer Grundfrage: Liebe oder Angst? Sie wäre global mit Kooperation oder Konkurrenz gleichzusetzen.


    Die Grundlüge ist halt: Weder das bisherige „Kooperationssystem“, noch das bisherige „Konkurrenzsystem“ besitzen die notwendige Konsistenz, Verstehbarkeit, Handhabbarkeit, Stimmigkeit, Handlungsintelligenz, Steuerungsfähigkeit, Kohärenz und Transparenz.


    Wir sind zudem in Ebenen übergreifende, aufsteigende Unwahrheiten verstrickt. Physisch führt die Lüge zu materiellem Verlust, emotional zu einer Verletzung und mental zur Tendenz, vom Opfer zum Täter zu werden, indem die „Öffentlichkeit“ das Fehlverhalten bewerten und moralisch ächten soll.


    Wie blöde dieses verschachtelte Lügensystem wirkt, wird bei Donald T. deutlich: Aus Angst vor dessen Lügen zur Ursache des Klimawandels wollen sie das Pariser-Abkommen vor der US-Wahl durchziehen.


    Die G 7 haben Angst vor der Lüge.

    Damit bekommt die Lüge, also die Illusion, Macht.

    Absteigend betrachtet ist die Macht der Lüge nicht gegeben.


    Allerdings bemerken wir ihre Angstwirkungen alleroten im All! Angst vor einer Illusion zu entwickeln ist die Folge der Intransparenz. Der langfristige Vertrauensverlust wiegt schwerer als die kurzfristige Genugtuung, das Beziehungsgeflecht wird zunehmend oberflächlich und die Seelentiefe fehlt im historischen Kontext nunmehr so gut wie allen in der Welt der Lüge Verbliebenen. Sich als „Lügner“ an Gott zu wenden, wird nicht leichter. Was ist das Gewissen?


    Wenn Gott nicht das Gewissen ist, dass uns ein schlechtes Gefühl beim Lügen beschert, was ist die Stimme dann, die uns zur Wahrheit ruft?

    Zu was die Lüge auf Zellebene führt, habe ich ja in den Buchvorstellungen angedeutet.

    Körperlich auf physischer Ebene befindet sich unsere globale Gesellschaft in einem "Muskeltonus" der Lüge. Wir sind echt ganz schön lange von der Lüge geformt worden und sehnen uns im Grunde nach dem Urteil unseres Vaters. Die "Entspannung" nach dem Kalten Krieg konnten wir nicht lange ohne neue Schuldige ertragen...

    Unser Freund ist so freundlich, jede Klage gegen eines seiner Kinder abzuweisen. Das ist die spirituelle Wahrheit. Davon kann ich abteigend eine offene Welt in meinem Geist entstehen lassen, oder ich denke von der physischen Bedrohung durch die Lügen her, und reagiere - wie die G7 - im VORFELD MIT ANGST...
    Geändert von Michael (28.05.16 um 07:08 Uhr)

  6. #31

    AW: Religion als Fundament jeder Staatsidee

    Zitat Zitat von WirSindIchBin Beitrag anzeigen
    Ein-Ende Fragen:

    1. Wie wäre der Versuch zu werten, Frankreich nach der Revolution zwangsweise mit einer "Staatsreligion" zu beglücken?

    Gut auf einer Frage kann kein Staatsgebäude stehen:

    2. Wieweit ist eine Trennlinie zwischen Staat, Religion und Gesellschaftsbild (als Prozessentwicklung seit 1789) überhaupt praktisch denk- und umsetzbar, und was wäre die Synthese, wenn keine wirksame Trennlinie in einem verwobenen System aus Lebenssystemen erkannt werden kann?

    Hierzu wäre dann der Verweis auf den Kurs unter Buchvorstellungen und der heutige Beitrag einzubeziehen.

    Ohne ein Leben im Einklang mit allen Systemen wird es immer Spnnungen geben, die ein "Überdruckventil" erfordern. Im Gesamtkontext des Heute wäre dann zu fragen:

    3. Was wollte der Prozess der (R)Evolution werden, bevor wir die Entwicklung (offens[t]ichtlich) wieder zu etwas "verzerrten", was wir NICHT beabsichtigten?

    Zitat von Aerolith aus dem Langzeitordner "Deutscher Geist...":

    "Denkfehler! Denn wenn ich jedem Teilnehmer am politischen Entscheidungsprozeß jede die gleiche Freiheit konzediere, dann ist eine Entscheidung schlechterdings nicht mehr möglich. Dann herrscht Anarchie. Zwangsläufig. Mehrheit wird dann aus ganz anderen Gründen Unisnn.
    Die Freiheit löst sich bei der Durchführung der politischen Gleichheit auf. Sie wird sinnlos. Wenn alle gleich sind, sind entweder alle in einem Käig ihrer Abhängigkeiten, über die sie sich hinwegzusetzen wünschen oder alle besitzen das gleiche Recht, sich für frei zu erklären, also über die Beschlüsse der Gemeinschaft resp. -heit hinwegsetzen zu dürfen. So kann aber keine Gemeinschaft existieren. Also ist politische Freiheit, die auf Gleichheit basieren soll, ein Hirngespinst.

    Das wußten wir bereits im Angesicht der Entgleisungen der sittlichen Freiheit in der Französischen Revolution von 1791. Seitdem ist es den Deutschen bekannt, daß die Gleichung Freiheit = Gleichheit nicht funktioniert, nicht funktioniert für die politische Freiheit. Freiheit ist kein Zustand, kein Ziel, das erreicht werden kann. Freiheit ist immer etwas Prozeßhaftes, etwas, das im Spannungsfeld von Determination und sittlicher Entschlußkraft des Einzelwesens liegt."

    1. Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit ohne den Überbau oben angesprochenen "Höchsten Wesens" und einer(m) unsterbliche(n) Seele(nanteil) kappen ihre Wurzeln. Ohne geistiges Ziel mit spiritueller Anbindung konnte die Freiheit als innerer Bewusstseinszustand keine Entfaltung finden.

    2. Die unter (2) gfeforderte Trennlinie zwischen Staat und Religion zerfasert ebenso in der heutigen Debatte zwischen AfD und Muslimen, Katholiken und Protestanten. Was wir von den Türken und Moslems fordern, halten wir selbst nicht ein: Die Trennung von Kirche und Staat.

    3. Zu (3) rät Aerolith zur Sittlichen Autonomie, was bedeutet, das eigene Gewissen zu kontaktieren, statt sich darauf zu verlassen, es sei "richtig" was gerade "befohlen" wird. Sittliche Autonomie könnte heute Feldunabhängigkeit gegen die zunehmenden Aggressions- und Autoaggressionstendenzen bedeuten. Die Frage, was die Revolution werden wollte, bevor sie wieder, wie der Wind um die Panama Papers, in die Wirkungslosigkeit entschwindet, könnte ein Prozess sein, in dem die Sittliche Autonomie im Kontakt mit "der ewigen Seele und dem Höchsten Wesen" herausgeschält wird.

    Sieben Schalen (der Zwiebel) müssten herausgeschält werden (bevor der Fisch am Kopfe nicht mehr müffelt), alter Hermetikerwitz. (Fragte Aerolith einmal irgendwo...) Hatte den Spruch allzu wörtlich genommen...

    Welche Elementschalen der Revolution müssten wir aufbrechen, an des Pudels Kern zu gelangen?

    Was die Synthese betrifft, die ohne Entweder-Oder-Logik auskommt, da sie frühere Gegensätze in einem Geist vereint, wäre zu fragen, was allen Wesen nutzt.

    Eines Geistes zu werden kann und sollte nicht "verordnet" werden. Ist keine Sogwirkung vorhanden, fehlt die Freude am Prozess des Hinarbeitens auf einen attraktiven Zielzustand. Daher: Nimm dem positiven und at-trakt-iven (also magnetisch anziehenden) Zielzustand wieder hinweg und die Dinge verlaufen im Sand.

    Wie Panama. Stäuble bleibt standhaft. Auch die Unternehmensbilanzen bleiben intransparent. Doch die Motive dieser Handllungsstränge werden zunehmend offenbar. Wir lernen immer noch, wenn auch recht langsam.

    Was zum Deutschen Geist im Verhältnis zu seinen Nachbarn gesagt werden könnte:

    Nach 16 Jahren, die ich in einem Eichenwald lebte, ist mir klar, was Wald, und insbesondere Eichen bewirken: Feldunabhängigkeit!

    Die Eiche ist der Adler unter den Bäumen und die Bäume sind Mittler zwischen den Welten. Geht insgesamt immerhin um den Baum des Lebens und den Baum der Erkenntnis. Alle Zweige, auch die jungen, führen zu den identischen Wurzeln. Einzig die Gedanken(zweige) sind frei wählbar, die den eigenen Geist bestimmen.

  7. #32

    AW: Religion als Fundament jeder Staatsidee

    Den Zielen relativer Religionssysteme stehen die "Ziele" von Parteien und ihre Programme und Progrome gegenüber. Was die AfD zur Religion meint, habe ich mal aus dem Langzeitordner kopiert und stelle die Frage, wie sich die AfD "die Ausgrenzung" denn praktisch umgesetzt so vorstellt:

    Aus dem Parteiprogrom der AfD:

    "Ausgrenzung des Islam: Die AfD setzt auf eine Ausgrenzung des Islam. "Der Islam gehört nicht zu Deutschland", heißt es im künftigen Grundsatzprogramm. Minarette, der Muezzinruf und jegliche Vollverschleierung sollen verboten werden. Kritik am Islam und an Islamverbänden ist ausdrücklich erlaubt. Die Finanzierung von Moscheen durch ausländische Geldgeber soll unterbunden werden."

    Wie damals die "Rassentrennung" im Land der unbegrenzten Versklavungsmöglichkeiten?

    Und: Wenn die Ausgrenzung "vollzogen" ist, wie wird sich das Leben anfühlen? Ebensowenig geht es jedoch, wenn de Maiziere die "Verrohung" derer ohne Brot anprangert und sagt: Sollen die Tiere doch Kuchen fressen.... Diese Schuldfragendiskussion führt zu gar nichts außer zu bösem Blut.


    Die wahren Strippenzieher hinter der IG-FARBEN Fraktion der AfD outen sich im Trumpschen Methodismus zur Klimafrage:

    Ohne unverstrahlte Lebensgrundlagen und ohne "verlässliche Klimazonen zur Nahrungsmittelproduktion" werden auch die IG-Farben untergehen. Eine Nazi-Wirtschaftsform hält sich eine Partei... Au weia... Reine progromhafte Propaganda gegen das Leben:


    "Ja zur Atomkraft und Nein zu Klimaschutzzielen:
    Die AfD will den Atomausstieg zurücknehmen und die Akw-Laufzeiten verlängern. Die Atomforschung soll wieder aufgenommen werden. Den Effekt des CO2-Ausstoßes auf das Klima hält die AfD für Propaganda. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz und damit die Energiewende sollen zurückgenommen werden. Bioenergie soll nicht länger subventioniert, das umstrittene Fracking weiter erforscht werden."

    Wie man deutsche Wähler dazu bekommt, die amerikanischen Industrieinteressen zu vertreten, ist schon irre....

    Wie blöde sind wir eigentlich? Die Natur hat sich in Fort Mc. Money mal zu Wort gemeldet. Jetzt wollen diese Ami-Sklaventreiber ihr "Geschäft" ERNEUT mithilfe leicht zu verwirrender Wähler machen...

    Sie sind Wölfe im Schafspelz und stehen Spalier für eine Welt, die, wenn sie so ist, wie sie dann werden wird, keinem Schaf gefällt.



    Daneben sind sie wohl gleichzeitig die "Retter" der Illusionen, die es erlauben, die Lebensgrundlagen aller künftigen Erdenbewohner rücksichtslos zu verballern, um unserem Klima den Rest zu geben. 2008 starben in Paris 3000 Menschen AN EINEM EINZIGEN TAG.

    Wenn Religion also ohnehin weiterhin fett im Staatsapparat verflechtet ist, obschon eine angebliche Trennung von Staat und Religion erfolgt sein soll, dann wäre es ein universelles Religionssystem, von dem dabei ausgegangen werden sollte, keine relativen und zudem konkurrierenden Systeme. Und schon gar keine korrupten relativen Glaubens- und Politiksysteme...

    Was uns fehlt, ist eine gemeinsame Zielvorstellung. Das Ego weiß eben nur, was es NICHT will, eines will die AfD jedoch auf keinen Fall:

    Die Lebensgrundlagen der Schafe sichern....

    Wenn uns jemand die Lebensgrundlagen entziehen will, wählen wir den Bock zum Gärtner.

    Sie sollten mal eine Simulation der Welt erleben, die aus ihrem Progrom gegen die friedliche Koexistenz hervorgeht...

    Ohne die geistige Diarrhoe zu simulieren, die bestimmte Menschen fabulieren, hilft es nur den Hass zu stimulieren.


    Einen deutschen Geist kann ich in der AfD nicht erkennen. Eher ein sich selbst unbewusstes Ego in seinem Kampfmodus.

    Ein Fundament soll Einsturgefahren mindern, festen Halt bieten und den Unwägbarkeiten späterer Zeiten unbeweglich trotzen.

    Am Fundament zu rütteln, ohne einen neuen "Bauplan" zu besitzen, könnte mit einem Vergleich erfasst werden:

    Es sitzen fast 8 Milliarden Menschen auf einem Planeten fest, dessen Fundamente wir stark erschüttern. Wir spüren die Erschütterungen in unseren Füßen und suchen einen Ausgang. Niemand kennt jedoch den Fluchtweg. Die Abrissbirne kommt unserem Planet-Mensch-Mitwelt-System immer näher und die AfD ist wie ein Schleuser, der eine Überfahrt in Aussicht stellt, die kein Ziel kennt.


    Gab da mal eine allseits beliebte Kröte an einem See. Immer hilfsbereit wurde sie eines Tages von einem Skorpion gebeten, ihn auf ihrem Rücken über das Wasser auf "die Insel" (der AfD-Glückseligen) zu tragen.

    Sagte die Kröte: "Lieber Skorpion, wenn ich dich auf diese "abgegrenzte" Insel bringe, wer sagt mir denn, dass du mich mit deinem Stachel nicht stichst?"

    "Na, liebe Kröte, denk mal nach. Ich würde doch auch sterben und untergehen. Ich bring mich doch nicht selbst um mein Leben, indem ich ertrinken möchte!"

    "Ja, das klingt logisch", sagte die Kröte und willigte ein.

    Mitten auf dem Gewässer spürt die Kröte einen Stich im Rücken, ihr dämmert, was passiert ist und sagt: "Jetzt sterben wir doch beide, warum nur?"

    Der Skorpion antwortet: "Ich weiß, aber es ist nun einmal meine Natur..."



    Aus diesem Parteiprogrom spricht die Natur der IG-Farben. Wer es nicht hört, schluckt damit eine fette Kröte voller todlichem Gift.


    Sie werden keinen finden, der diesen Schwachsinn folgerichtig in eine Argumentationskette verpacken kann. Aber der Einäugige ist der König unter den Blinden. Hat der Kaiser neue Kleider an?

  8. #33
    andere-dimension
    Laufkundschaft

    AW: Religion als Fundament jeder Staatsidee

    Zitat WSIB

    Wie damals die "Rassentrennung" im Land der unbegrenzten Versklavungsmöglichkeiten?
    -----------------------------------------------------------------------

    Der Islam ist keine Rasse

    Die Menschen machen es kompliziert, dabei ist es im Prinzip sehr einfach:

    Juden, Christen und Muslime glauben an den gleichen Gott - an jenen, dem Abraham vor 4000 Jahren folgte. Die Geschichte Abrahams ist für alle drei Religionen ein Fakt und der Ausgangspunkt aller weiteren Geschichten. Auch an der Geschichte Jesus haben die Muslime nicht die geringsten Zweifel - Maria, den Erzengel Gabriel... und alle anderen Protagonisten... gibt es auch im Islam. Der einzige Unterschied: Für die Muslime war Jesus ein Prophet und nicht der Sohn Gottes. Auch bei den Christen stand es lange 50:50, wer Jesus denn wirklich war....bis sich die Geschichte vom Sohn Gottes durchsetzte. Aber nicht einfach so...es ging dem ein Dogma aus Byzanz voraus. Aber auch das war nicht wirklich ein Problem zwischen Christen und Muslime.

    Bevor Mohammed im 6. Jahrhundert die Weltbühne betrat...gab es in Arabien und Persien noch die Vielgötterei. Mekka war schon vor Mohammed eine bedeutende Pilgertstätte für alle möglichen Glaubensrichtungen. Mekka ist übrigens ein Beweis von vielen, dass der Glaube ein Produkt der Unwissenheit ist, denn diese Stadt wurde nur deshalb zur Pilgerstätte...weil dort ein Komet einschlug. Ein Phänomen...welches man sich zu jener Zeit nicht erklären konnte. Über diesem Krater errichtete man dann einen Schrein. Die Pilgerer brachten viel Geld in die Gegend...schon damals florierte das Geschäft mit den Souveniers.

    Rein historisch gesehen, ist Mohammed der bedeutenste Mensch aller Zeiten. Kein Mensch hat die Weltgeschichte so nachhaltig verändert wie er. Als ihm der Erzengel Gabriel erschien und den Koran diktierte...passierte erst mal nicht viel...außer der Tatsache...dass man Mohammed aus Mekka vertrieb...weil er das einträgliche Geschäft mit der Vielgötterei gefährdete. Es ging also, wie fast immer, auch hier erst mal nur um Geld. Für die Muslime ist der Auszug Mohammeds aus Mekka und seine Ankunft in Medina der Beginn ihrer eigentlichen Zeitrechnung. Noch heute sehen sie sich im Kern als Opfer und Märtyrer, die als Krieger zurückkehren. Auch Mohammed war einst ein friedlicher Speditionskaufmann...bis er vertrieben wurde um dann als Feldherr seinen Siegeszug anzutreten.

    Der Koran vor 1500 Jahren und der heutige unterscheiden sich nicht...darin liegt der eigentliche "Fehler" der Muslime, denn im Kontext der damaligen Zeit gelesen...war der Koran ein sehr moderates und vernünftiges Dikat. Jene Suren...die wir heute kritisieren...hätten damals auch prima ins Abendland gepasst...sie entsprachen den Werten aller Menschen...nicht nur denen im arabischen Raum. Der Koran war also lange Zeit eine sehr vernünftiger Leitfaden und die Wiege vieler Verdienste des Morgendlandes...Medizin, Literatur, Mathematik, Astronomie...dem stand der Koran zumindest nicht im Wege.
    Hätten die Mongolen die Araber, Perser und Byzantiner nicht ins Mittelalter gestürzt...müssten wir wohl heute nicht kritisch über den Koran reden. Gleichzeitig hatten wir das Glück, dass Friedrich II die abendlänische Bühne betrat und uns die abendländische Kultur schmackhaft machte und lehrte.

    Die AfD liegt also richtig mit ihrer Einschätzung. Ein Koran auf dem Stand von vor 1500 Jahren kann nicht in unsere Gesellschaft passen. Ebenso wenig wie jene...die auf ihn schwören. Wir würden ja auch nicht sagen der Hexenhammer gehört zu Deutschland.

  9. #34
    andere-diemnsion
    Laufkundschaft

    AW: Religion als Fundament jeder Staatsidee

    Zitat

    Gleichzeitig hatten wir das Glück, dass Friedrich II die abendlänische Bühne betrat und uns die abendländische Kultur schmackhaft machte und lehrte.

    ...die morgenländische natürlich

  10. #35
    andere-dimension
    Laufkundschaft

    AW: Religion als Fundament jeder Staatsidee

    In den Metropolen der damaligen Zeit, wie z.B. in Damaskus oder Bagdad, war die Glaubenszugehörigkeit kein Problem- es war ein friedliches und liberales Miteinander. Hat auch damit zu tun, dass die Intellektuellen jener Zeit ausschließlich in solchen Zentren lebten. Anders als heute...musste man dem Wissen hinterher reisen - und dieses konzentrierte sich in den Metropolen. Als die Mongolen einfielen, wurde der Islam aus den Städten verbannt. Er überlebte, aber nur im Untergrund und in den Randbezirken des Landes...also in den ländlichen Regionen. Der Islam war nun ausschließlich in den Händen der Ziegenhirten, ohne weiterentwickelt und reflektiert zu werden. Das alleine war schon Sprengstoff genug - als dann später aus dem Morgenland auch noch die Kreuzritter kamen...konnte sich der islam nur noch zu dem entwickeln...wie wir ihn heute kennen.

  11. #36

    AW: Religion als Fundament jeder Staatsidee

    andere-dimension:

    Rein historisch gesehen, ist Mohammed der bedeutenste Mensch aller Zeiten. Kein Mensch hat die Weltgeschichte so nachhaltig verändert wie er. Als ihm der Erzengel Gabriel erschien und den Koran diktierte...passierte erst mal nicht viel...außer der Tatsache...dass man Mohammed aus Mekka vertrieb...weil er das einträgliche Geschäft mit der Vielgötterei gefährdete. Es ging also, wie fast immer, auch hier erst mal nur um Geld. Für die Muslime ist der Auszug Mohammeds aus Mekka und seine Ankunft in Medina der Beginn ihrer eigentlichen Zeitrechnung. Noch heute sehen sie sich im Kern als Opfer und Märtyrer, die als Krieger zurückkehren. Auch Mohammed war einst ein friedlicher Speditionskaufmann...bis er vertrieben wurde um dann als Feldherr seinen Siegeszug anzutreten

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    Könnte alles nicht - als eine Reihe von Offenbarungen - in einen verbindenden und sinnstiftenden Gesamtkontext gebracht werden?

    Synthesebildende Fähigkeiten besaß Mohammed ganz sicher, er verstand es hervorragend, verschiedenste Geister in einer geteilten Absicht zu verbinden.

    Ebenso wie im Christentum wurden verschiedene frühere Elemente "verbaut" (doch vielleicht nicht "verdaut"). Es wäre sonst nicht möglich gewesen, alle unter einen Hut zu bringen.

    Einen Aspekt aus dem Absatz darüber möchte ich aufnehmen: Welche Farbe soll der Komet nach Deinen Quellen gehabt haben und welche Farbe soll er jetzt haben? Wir hatten das Thema schon einmal, vor dem Wegfall des Wolkensteiner Langzeitgedächtnisses.

    Könnte nicht gefragt werden, ob Wahrheit, Klarheit und Offenheit die Fundamente jedes liebevollen Lebenssystems bilden?

    Sind sich alle Religionen ihrer eigenen Wurzeln nicht bewusst, sollte es leichter fallen, zur Offenheit zurückzukehren, dass uns nur nutzt, was allen nutzt.

    Friedliche Koexistenz erfordert jedoch das Fehlen von Angst.

    Das Fehlen von Zukunftsängsten in einem System einzurichten, war früher einmal Zielvorstellung eines Sozialstaates. Allerdings wird das Fehlen berechtigter Zukunftsängste als Schwachsinn definiert.

  12. #37
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Religion als Fundament jeder Staatsidee

    Angesichts sprachlicher Invarianzen und Widersprüchen in der indizierten Biographie des muslimischen Propheten wird unter Islamwissenschaftlern die Existenz M.s angezweifelt. Also mal schön vorsichtig sein mit solchen Behauptungen, er sei der "bedeutendste Mensch" aller Zeiten. Auch für die Annahme seiner körperlichen Existenz sehe ich ihn nicht als solchen. Ganzheitliche Ideologen sind das in meinen Augen nicht. Egal welcher Art ihre Ideologie ist. Es erzeugt Scheuklappendenken.

    erstellt von SPIEGEL:

    Disput unter Islamwissenschaftlern: Hat Mohammed wirklich gelebt?

    Mit Getöse haben Islamverbände die Zusammenarbeit mit einem Professor beendet, der Religionslehrer ausbildet - und Zweifel hat an der Existenz Mohammeds. Islamforscher Michael Marx erklärt im Interview mit SPIEGEL ONLINE den Hintergrund der Debatte um die historische Person des Propheten.

  13. #38
    andere-dimension
    Laufkundschaft

    AW: Religion als Fundament jeder Staatsidee

    Ob er wirklich gelebt habt, keine Ahnung. Ist bei ihm auch nicht viel anders als bei Jesus; es gibt keine weltlichen Zeugnisse...die die Existenz beweisen könnten. Und eine Nicht-Existenz zu beweisen ist so gut wie unmöglich. Ich kann ja auch nicht beweisen, dass es Nessi nicht gibt, oder das Sandmännchen. Archäologische Funde widersprechen dem Islam an so mancher Stelle...was aber nicht ausschließt...dass es einen wahren Kern gibt. Wissenschaftlich gesichert ist, dass Mekka schon lange vor Mohammeds Zeit eine Pilgerstätte war - ob da nun wirklich ein Komet einschlug?!? Irgend so ein Phänomen wird es schon gewesen sein. Man müsste den Schrein abbauen und die Stelle untersuchen- falls wer mutig genug ist. Für mich als Atheisten macht es keinen großen Unterschied ob Jesus und Mohammed tatsächlich lebten - selbst wenn...wären sie Menschen wie Du und ich gewesen...ohne jeden göttlichen Hintergrund.

  14. #39
    Resurrector Avatar von aerolith
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    Post Religion als Basis der Kultur

    Allerdings ist die Existenz Jesus' verbürgt. Ein großer Unterschied.

    Mekka ware in der Tat schon vor dem Aufkommen des Islam eine Pilgerstätte.

    Angesichts der personellen Bedeutung Jesu macht es schon einen Unterschied, ob er lebte oder alles nur Fiktion ist. Und jeder, der im geisteswissenschaftlichen oder -praktischen Bereich arbeitet, sollte nicht so tun, als ob alles, was wir heute als gut und richtig, schön oder häßlich empfinden, nicht wenigstens zum Teil seinen Urgrund in Jesus hat. Ob Du das leugnest oder nicht, es ist eben so. Andernfalls empfehle ich Dir einen Aufenthalt im Busch oder auf dem höchsten Punkt der Erde, wo garantiert noch kein Hamburger vor Dir hingekommen ist. Dort magst Du dann Deinem Atheismus frönen, frei von jedem Einfluß durch Jesus.

    Kultur und Staat entstehen nur auf der Basis einer einheitlichen Religion. Deshalb waren die deutsche und italienische Kleinstaaterei von größten Nutzen für die Kulturentwicklung dieser staatlichen Gebilde. Deshalb hat die Postmoderne mit ihrer entnuminierten Vernünftlei keine eigene Kultur hervorgebracht, wohl aber erbringt sie zivilisatorische Leistungen. Deshalb hat im Altertum Griechenland (zerklüftet und kleinstaatig; religiös einheitlich ind en jeweiligen Kleinstaaten) eine Kultur, Rom (religiös synkretistisch, aber Großstaat) dagegen eine Zivilisation entwickelt. Der Mensch muß sich in der Gemeinschaft als übersinnliches Wesen einer Glaubensausrichtung erfahren, will er Kultur schaffen. (und selbst da reicht manchmal nicht) Der Mensch muß sich nicht als solcher erfahren, will er individuell Wissen vermitteln (die fata des liberalen Individualismus), seine Empfindungen beschreiben oder abstrakt gesellschaftliche Prozesse beschreiben. Meinetwegen auch in einer poetischen Fabel oder einem formvollendeten Gedicht. Zivilisation ist Larve, führt zur "verlarvten Bevölkerung" (Diesel: Der Weg durch das Wirrsal.), zu den maskentragenden Emporkömmlingen, die ihren (individuellen) Platz in der Gesellschaft suchen und dann behaupten wollen - mit allen Mitteln.

  15. #40
    Resurrector Avatar von aerolith
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    Angry Feinde der Religion

    Der depravierte, auf Nutzen, Gewinn und Macht orientierte imperialistische Staat und die durch ihn sprechenden erbarmungslos agierenden Geldinstitute im Verbund mit den humanitaristischen (nicht humanistischen!) "alternativlosen" Menschheitsvorstellungen sind die ärgsten Feinde der Religion, die übernational, volkhaft, sittlich und universal einem Reichsgedanken folgt. Imperium und Reich sind zweierlei, Todfeinde. Das eine ist auf korporative Versorgung seiner Insassen, das andere auf individuelle Bedürfnisbefriedigung orientiert. Wenn jeder an sich selbst denkt, denkt man eben nicht an alle, sondern nur jeder kraft seiner Wassersuppe an sein eigenes Fortkommen, seinen eigenen Nutzen, bestenfalls den seiner Nation (nicht seines Volkes!).

    Ein Staat, der das religiöse Grundgefühl aushöhlt und zu einem beliebigen macht, muß untergehen, wird zum Spielball der Interessen einzelner und/oder deren Parteien, Lobbyverbände und Klientel.

  16. #41
    Resurrector Avatar von aerolith
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    Exclamation Robespierre, Fouche und der Nihilismus

    Bekanntlich waren die Rädelsführer der Französischen Revolution keine Freunde der Kirche und des Glaubens. Sie griffen nach dem Altarsilber, plünderten Kirchen und -besitz, verbrannten die Bibel und anderen heilige Schriften und riefen statt des Christentums ein höchstes Wesen auf Vernunftbasis aus. Besonders Fouche gab in seiner Heimatstadt Nantes seinem Affen Zucker. Als Kommissar des Konvents raffte er 1792/93, was er kriegen konnte und entblödete sich nicht, Priestern und anderen Angehörigen der Kirche das als neue Freiheit zu verkaufen; schließlich war er selber einst Oratorianer gewesen, also im Auftrage des Herrn unterwejens. Daß er im Alter eine kirchliche Trauung erfuhr, interessiert jetzt nicht. Menschen ändern sich ja auch.
    Besonders wichtig im Kontext der Profilierung eines höchsten Wesens wurde für die Konstituierung der Französischen Republik eine Rede Robespierres am 6. Mai 1794, ind er er das höchste Wesen zu definieren versuchte und in Nutzanwendung auf seinen Intimfeind Fouche folgendes Interessante sagte: "Nur ein Verbrecher, verächtlich vor sich selbst und widerlich allen anderen, kann glauben, die Natur vermöge uns nichts Schöneres zu schenken als das Nichts."

    Robespierre hatte erkannt, daß jedes Gemeinwesen eine theologische Grundierung bedürfe. Fouche später auch. Andere tun sich damit schwer.

  17. #42
    Resurrector Avatar von aerolith
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    Question Inkompatibilität der Religionen

    erstellt von ntv:
    Premierminister Manuel Valls schrieb im "Journal du Dimanche", der Islam habe "seinen Platz in der Republik gefunden". Nun müsse dringend "ein echter Pakt" mit der zweitgrößten Konfessionsgemeinde in Frankreich geschlossen werden. Die Finanzierung der Moscheen aus dem Ausland müsse verringert werden, während im Inland Möglichkeiten geschaffen werden müssten, die Mittel zu diesem Zweck zu erhöhen.
    Rund 40 Vertreter der muslimischen Gemeinde äußerten sich in einem weiteren Beitrag für die Sonntagszeitung besorgt über die "Machtlosigkeit der aktuellen Organisationen des Islam in Frankreich", die keinerlei Einfluss auf die Ereignisse hätten.
    In diesen humanitaristisch-gutmenschlichen Äußerungen des französischen Politikers zeigt sich die ganze Hilflosigkeit und zugleich der fundamentale Grundirrtum der Gutmenschen in bezug auf den Islam. Sie glauben an ein Nebeneinander dieser beiden todfeindlichen Ansätze. Das Abendland denkt und fühlt völlig anders als der Islam, der ein Produkt des Morgenlandes ist. Es kann hier nur ein Nebeneinander der Systeme geben, eine Koexistenz, niemals aber ein konziliantes Miteinander. Vielleicht wird einmal einer eine Verbindung zwischen beiden herstellen können, zugleich aber dürfte dieser Synkretismsu das Ende des Islam oder des Christentums bedeuten, DENN beide Religionen sind monotheistisch und in ihren Gottesbildern wesensverschieden. Da funktioniert eher eine Verbindung von Judentum und Islam als zwischen Christentum und Islam, denn beide pflegen ein archaisches Gottesbild. Es ist auch kein historisches Beispiel bekannt, in dem ein mehrheitlich muslimisches Land das Christentum toleriert hätte. Gerade Ägypten und Syrien sind da doch warnende Beispiele - für die Christen.
    Sollten sie sein. Sind sie aber nicht, wel das politische Establishment im Westen keineswegs christlich denkt, sondern humanitaristisch, also so, daß es eine gemeinsame menschliche Substanz gäbe, die alle zusammenführen würde. Das ist der Grundfehler. Er wird auf dem Rücken der Christen ausgetragen werden und früher oder später zum Bürgerkrieg führen, es sei denn, man weist den Muslimen die Tür. Das aber widerspräche dem Selbstverständnis der Gutmenschen. Sie nehmen den Krieg billigend in Kauf. Sind sie vielleicht am Ende die Bösmenschen?

  18. #43
    Resurrector Avatar von aerolith
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    Unamuno und das radikale Christentum

    Der spanische Denker Unamuno behauptete um 1920, das Christentum sei aufgrund seines Apolitismus nicht dazu geeignet, Staatlichkeit auszuprägen. Zudem behauptete er, daß es, also das Christentum, radikal denkende Individualisten auspräge.

    Schön zu hören, aber wohl kaum anders als eine Antithese zu lesen, die im Konvolut der umkrempelnden Geschichte ad absurdum geführt worden ist.

    Oder aber: Unamuno spricht von einem anderen Christentum, vielleicht dem des Marcion?

  19. #44

    AW: Religion als Fundament jeder Staatsidee

    Greife einmal diese These daraus auf:

    "dem Gott des Alten Testaments ist Gerechtigkeit zu konzedieren, die aber nicht die Liebe des neuen Gottes aufwiege".

    Es kann jedoch auch beides verbunden werden. So spricht auch die scheinbar gegensätzliche Vorstellung des jüdischen Glaubens von einer "ersten Welt", deren Seelengefäße an der absoluten, damaligen Form von Gerechtigkeit zerbrachen, WEIL das Mitgefühl im Angesicht absoluter Gerechtigkeit "zu kurz kam". So wird gesagt, daher sei Mitgefühl älter als diese Welt...

    Es sind wieder "Wahrheiten", die die GANZHEIT eines geeinten GOTTES zwangsweise fragmentieren. Es kann keine Gegensätze in einer geeinten Gottesvorstellung geben und es kann keine Fragmente von etwas geben, das eins ist.

    Und wie könnte eine geeinte Vorstellung radikal denkende Individualisten hervorbringen? Das ist wiederum das Streben nach Besonderheit, welches auch den Religionsformen auf dem Rückweg vom GLAUBEN zum WISSEN nicht fremd ist. Das Streben nach Besonderheit auf dem Rückweg der geeinten und vermählten Seele zu GOTT ist eine Halbwahrheit. Es ist richtig, nach der Wahrheit zu streben, doch sie kann nicht "gepachtet" und mit "besonderen Interessen" belegt werden.

    Dann legen wir Gott Grenzen auf, die ER nur in unserem Denken besitzt. Was sie nicht wirklich macht, außer in unserem Geist.

    Jede sektiererische Abspaltung und selektierende Sichtweise kann nicht wirklich zu Frieden zwischen allen sich immer noch verändernden Vorstellungswelten führen. Vorstellungswelten, die aus unverstandenen und unbekannten Ereignissen ableiten, was wir daraus ableiten wollen.

    Damit "verpachten" wir jedoch die Ganzheit der Wahrheit an die Auslegung dessen, was uns unbekannt war und daher unverstanden blieb.

    Wie die oben angesprochene Gerechtigkeit Gottes konfessionsübergreifend wirksam werden könnte, beschreibt natürlich der Kurs unter Kapitel 25 "Die Gerechtigkeit GOTTES". Damit ist jedoch liebende Gerechtigkeit gemeint, die wiedereinsetzt, was niemals verloren werden konnte, da es ewig ist. Wen könnte eine liebende Gerechtigkeit ausschließen, die gerecht sein wollte?

    Was außer einer Wahrheit, die selbstständig von innen verfolgt, könnte daher "staatstragend" sein?

    Und was könnte fragiler sein, als ein Staatssystem auf Lügen aufzubauen?

    Und die Wahrheit könnte, wenn sie wahr bleiben wollte, nicht an den Grenzen von Konfessionen und veränderlichen Glaubenssystemen haltmachen.

    Der einheitlichen Weisheit friedvoll letzter Schluss, kann es nicht sein, der nächste Schuss.

  20. #45
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    AW: Religion als Fundament jeder Staatsidee

    Es ist wohl klar, dass dieser Thread in Michaels Beiträgen eine Art Selbstheilungsprogramm verfolgt und damit auch seine Berechtigung hat.
    Nichtsdestotrotz: Ein Blick nach draußen in die Welt jenseits der einfachen Egomodelle sollte irgendwie schon auch ... also hier ein bisschen Altes Testament.....

    Da rief Mose alle Ältesten Israels zusammen und sagte zu ihnen: Holt Schafe oder Ziegen für eure Sippenverbände herbei und schlachtet das Paschalamm!
    Ex 12,22

    Moses.jpg
    Dann nehmt einen Ysopzweig, taucht ihn in die Schüssel mit Blut und streicht etwas von dem Blut in der Schüssel auf den Türsturz und auf die beiden Türpfosten! Bis zum Morgen darf niemand von euch das Haus verlassen.
    Ex 12,23 Der Herr geht umher, um die Ägypter mit Unheil zu schlagen. Wenn er das Blut am Türsturz und an den beiden Türpfosten sieht, wird er an der Tür vorübergehen und dem Vernichter nicht erlauben, in eure Häuser einzudringen und euch zu schlagen.
    Ex 12,24 Haltet euch an diese Anordnung! Sie gelte dir und deinen Nachkommen als feste Regel.
    Ex 12,25 Wenn ihr in das Land kommt, das euch der Herr gibt, wie er gesagt hat, so begeht diese Feier!
    Ex 12,26 Und wenn euch eure Söhne fragen: Was bedeutet diese Feier?,
    Ex 12,27 dann sagt: Es ist das Pascha- Opfer zur Ehre des Herrn, der in Ägypten an den Häusern der Israeliten vorüberging, als er die Ägypter mit Unheil schlug, unsere Häuser aber verschonte. Das Volk verneigte sich und warf sich nieder.
    Ex 12,28 Dann gingen die Israeliten und taten, was der Herr Mose und Aaron befohlen hatte. So machten sie es.
    Ex 12,29 Es war Mitternacht, als der Herr alle Erstgeborenen in Ägypten erschlug, vom Erstgeborenen des Pharao, der auf dem Thron saß, bis zum Erstgeborenen des Gefangenen im Kerker, und jede Erstgeburt beim Vieh.
    Ex 12,30 Da standen der Pharao, alle seine Diener und alle Ägypter noch in der Nacht auf und großes Wehgeschrei erhob sich bei den Ägyptern; denn es gab kein Haus, in dem nicht ein Toter war.
    Ex 12,31 Der Pharao ließ Mose und Aaron noch in der Nacht rufen und sagte: Auf, verlasst mein Volk, ihr beide und die Israeliten! Geht und verehrt Jahwe, wie ihr gesagt habt.
    Ex 12,32 Auch eure Schafe, Ziegen und Rinder nehmt mit, wie ihr gesagt habt. Geht und betet auch für mich!
    Ex 12,33 Die Ägypter drängten das Volk, eiligst das Land zu verlassen, denn sie sagten: Sonst kommen wir noch alle um.
    Geändert von Willi Wamser (06.09.17 um 15:27 Uhr)

  21. #46

    AW: Religion als Fundament jeder Staatsidee

    Danke für die Zusammenstellung. Es besteht jedoch kein inhaltlicher Widerspruch zur "früheren Form von Gerechtigkeit". Doch die Bedürfnisse der Menschen werden durch Vergebung verwirklicht, nicht durch Rache.

    Der "Schwenk" nach Ägypten ist berechtigt, dort könnten bestimmte Ursachenblöcke gefunden werden. Und es kann durchaus hilfreich sein, auch diese "früheren Sünden" im Lichte einer liebenden Gerechtigkeit einfach als Fehler aufzufassen (und zu vergeben).

    Im Gegensatz zum Kurs gibt es die These, es könne möglich sein, "eine Sünde wider den HEILIGEN GEIST" zu begehen. Ich denke nicht, dass die Wahrheit irgendeinen Schutz benötigt. Sie wird durch den Irrtum nicht verändert, sondern bleibt, was sie immer ist.

    Und mit dem obigen "Vernichter" könnte gleichfalls das Ego zutreffend beschrieben worden sein. Die Form mag unterschiedlich ausschauen, der Inhalt ist jedoch immer ein Konzept relativer Besonderheit, auf welcher Ebene und mit welcher "Instanz" wir auch argumentieren. Es ist nicht notwendig, GOTT gegen einen Irrtum zu verteidigen.

    Es bedürfte grundsätzlich der Überzeugung, es könne einen "Vernichter", einen "Dämon" oder ähnlich "Böses" geben. Was jedoch voraussetzt, Gott hätte sein "Gegenteil" erschaffen, was dann eines "kosmischen Selbstheilungsprogramm bedürfen könnte. Doch das bedürfte der Voraussetzung, dass das SELBST selbst (von seinem Gegenteil) geheilt (und erlöst) werden müsste. Für das Ego sicher richtig, für das SELBST jedoch von selbst als unlogisch erkennbar...

    Der Irrtum war damals wie heute identisch. Menschen wurden als "weniger wert" definiert und versklavt. Die Form der Sklaverei veränderte sich, doch der gedankliche Inhalt nicht. Aber ich würde ja im "Egoheilungsprogramm" die letzten beiden Hörbücher dazu empfehlen. Auch bezüglich des freien Willens und um Aerolith nicht den Langzeitordner mit Wiederholungen von Wiederholungen zu pflastern.

    Wie das AT zu verstehen ist, kann ich Dir nicht sagen. Würde ich die letzte Seite des Neuen Testaments verstehen, wäre mir eher geholfen...

    Was das A und das O beim Verständnis der Worte GOTTES ausmacht, kann uns am besten die Stimme FÜR GOTT erklären, nicht das Ego - die Stimme, die gegen GOTT spricht und daher oftmals bricht und laute Töne spricht. Die Wahrheit kann trotz aller Irrtümer die Ruhe bewahren.

    In Wirklichkeit kann es nur eine einzige und ewige Wahrheit geben. In Wahrheit kann es nur eine einzige und ewige Wirklichkeit geben. Wenn das ist, ist es; wenn nicht, dann ist die Wahrheit nicht wirklich. Nur für das EGO kann es "viele Wahrheiten" geben, die es wie ein Fähnchen durch die wechselnden Winde der Geschichte trägt.

    Im Sinne absoluter Gerechtigkeit gebe ich Dir Recht. Im Sinne von liebender Gerechtigkeit bleibe ich dabei, dass nämlich das Ego zwar ungemein gemein und dämlich ist, doch erstens "schuldunfähig" ist und zweitens uns durch das "Gegenteil" daran erinnern kann, was wir "zuvor" waren, bevor wir wählten, zu vergessen, wer wir wirklich sind.

    In der "Genfer-Übersetzung steht bei mir am Schluss:

    "Die Gnade des Herrn Jesus sei mit allen". Darunter verstehe ich liebende Gerechitgkeit, denn das "lWasser des Lebens ist umsonst" (Off.22:17)

    Es gibt keine Schuld, selbst im Irrtum sind wir "geschützt" dadurch, dass der Vater Gerechtigkeit und Mitgefühl verbinden kann. Eine Eigenschaft, die in uns noch ausbaufähig erscheinen könnte, solange irgendjemand ausgeschlossen bleibt. Wie könnte Gerechtigkeit ohne Mitgefühl auskommen? Damit meine ich "die erste Schöpfung", die im jüdischen Glauben angeführt wird. AT und NT könnten ebenfalls diese beiden Formen von Gerechtigkeit symbolisieren. Aber ich weiß nichts, daher fälle ich kein Urteil über Dinge, deren Ausgang in den Sternen steht. Christus wird zum Ende des NT so zitiert:

    "Ich bin der Morgenstern". Wann morgen ist, wird nicht gesagt. Es steht dort nur: "Ja, ich komme bald."

    Wenn Gott selbst alle Tränen getrocknet hat, sprechen wir erneut über die Zeit der Irrungen und Wirrungen.... Bis dahin lasse ich mir das Prinzip Hoffnung nicht nehmen. Sollte auch ein Pharao richtig "Mist gebaut" und die Stecknadeln tief in alle Heuhaufen verteilt haben, es ändert nichts am von GOTT bestimmten Ausgang. Wann die Stunde ist, ist fast egal, sie wird die Wahrheit sein, die blieb, was sie immer war und das allein zählt. Wenn die Tränen all der Träume getrocknet sind, zumindest in der Rückschau auf die Dinge, die endlos schienen, doch nur einen Augenblick währten, im Angesicht der Ewigkeit sind alle Wirkungen der Zeit aufgehoben. Wenn wir etwas Nahrhaftes vom Baum des Lebens gefuttert haben, verhungern die Esel auch nicht mehr zwischen zwei Heuhaufen, von denen sie denken, "Dämonen" hätten sie mit Stecknadeln gespickt. Verhungert der Esel gar an seinem eigenen Misstrauen (dem Göttlichen gegenüber)?

    Nee, die ANGST vor GOTT ist das, was uns dazu bringt, die Wahrheit verteidigen zu wollen, was jedoch immer eine Ego-Binsenweisheit darstellt. Wieder Ägypten...

    Gleich ist jedoch die Ursache des Dilemmas. Es ist die Versklaung göttlicher Kinder durch eine n Geist, der sich für gleicher hält. Diesen Fehler haben wir jedoch alle im Ego-Modus begangen und daher sollte niemand den ersten Stein des Anstoßes werden, bevor die Zeit endet.

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