Die Autonomie ist durchaus mit der Marktwirtschaft zusammenzudenken. Nämlich mit der sozialen. Eine wahrhaftig soziale Marktwirtschaft ist nur noch immer ein bloßes Ideal.
Weit entfernt und nur durch radikale Neuerungen zu denken. Und eben wie die wirtschaftliche Autonomie nur kommunal zu realisieren. Ein hierfür naheliegendes Beispiel ist die Landwirtschaft. Leider muß die Bevölkerung jeder noch so kleinen Gemeinde, egal mit welchem historischen Systemwechsel Einteignung nahezu apathisch beobachten. Macht- und ratlos stehen die Menschen Großinvestoren, künstlichem Kapital und den Mechanismen der freien Marktwirtschaft gegenüber. Es ist Landnahme. Enteignung.
Die Autonomie evoziert ganz praktisch das Volk als den im Vorteil stehenden Verhandlungspartner, der konsequent gedacht Gesetze und Rechte in solcherlei Verhandlungen zum Gemeinwohl durchsetzen wird. In Form von prozentualer Nutzung der Flächen zur Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln, Beteiligung der Bevölkerung an Gewinnüberschüssen, Investition in Infrastruktur, Teilhabe an Sozialversicherung und Umweltschutz, und der dergleichen Dinge mehr, die dem Gemeinwohl dienen. All jenes muß Gegenstand eines Vertrages sein, der von einer Bevölkerung über lange Distanz erarbeitet und nur mithilfe eines mehrheitlichen basisdemokratischen Beschlusses veröffentlicht werden kann. Dergleichen gilt für Investoren in Bereichen Technologie, Industrie und Dienstleistung. So wird eine Umverteilung im Sinne des Gemeinwohls denkbar.