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Thema: Mein ganz persönlicher Blasphemieordner

  1. #1
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    Mein ganz persönlicher Blasphemieordner

    Als Atheist ist Blasphemie für mich natürlich verlorene Liebesmüh. Wenn ich auch sicher bin, dass kein göttliches Wesen in persona oder in natura existiert, so gibt es doch diese Idee davon. Und um die geht es mir hier. Und zwar um die Idee eines einzigen Gottes, den Monotheismus. Die alten Götter aus grauer Vorzeit lasse ich mal beiseite. Die sind abgehakt. Zu offensichtlich ist die Primitivität und Unreflektiertheit dieser Vorstellung.

    Es geht mir hier also um den einen Schöpfergott, also die Idee davon. Hauptsächlich repräsentiert durch jüdische, christliche und muslimische Religionen.

    Keine Idee hat mehr Unheil, Leid, Gewalt uind Zerstörung bewirkt, wie die eines einzigen Schöpfergottes. Keine Idee hat den Menschen zu mehr Größenwahn, Selbstüberschätzung und Vermessenheit verleitet, wie der Monotheismus. Weil in ihm die Ebenbildlichkeit, ja Gottgleichheit des Menschen intrinsisch mitgedacht werden muß. Und da dieser eine Gott als allmächtiger, allwissender und allgütiger ja über jeder Moral und jedem Gesetz - auch dem Naturgesetz - steht, kann sich der Mensch, von Gott quasi legitimiert, ebenfalls über alles hinwegsetzen - Moral, Gesetz, selbst Naturgesetz - wenn er nur eine Legitimation, einen göttlichen Auftrag dafür erfindet. Die Folgen solchen Wahnsinns können wir täglich mitverfolgen und auch erleben.

    Darum solls hier gehen. Wenn mir hin und wieder dazu was einfällt.

  2. #2
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    AW: Mein ganz persönlicher Blasphemieordner

    Apropos Gottes Ebenbild


    Im alten Testament heisst es, Gott schuf den Menschen nach seinem Bilde. Das wirft zwei Fragen auf. Ist Gott, der Schöpfer dieses monströsen Universums, der Allmächtige, Allwissende, Allgütige – in Abkürzung verwende ich dafür ab jetzt AAA – wirklich nicht fähig gewesen, ein besseres, vernüftigeres, stärkeres Abbild von sich zu schaffen, als diese schwache, dumme, opportunistische Kreatur Mensch? Das spräche gegen Gottes Triple-A Bewertung. Und machte ihn für mich endgültig zum Feindbild und Popanz.



    Oder ist es vielmehr so, dass der eitle, selbstverliebte und sich selbst überschätzende Mensch in seinem Wahn sich nur einbildet, Gott habe ihn nach seinem – Gottes – Bild erschaffen? Und sich damit selbst ein bisschen zu Gott macht.


    Für mich ist die Antwort klar. Mensch hat sich Götter und letztlich den einen Gott nach seiner beschränkten menschlichen Vorstellung ausgedacht und gedanklich in den Himmel gesetzt. Die Götter- und Gottesvorstellungen spiegeln ja 1:1 das Welt- und Menschenbild der jeweiligen Völker und Kulturen wider. Jede Epoche und jede Kultur hat ihre Transzendenz, ihre Jenseitsvorstellung und ihre Gottesbilder, ganz nach ihrem Wissensstand und Weltverständnis.


    Wäre es tatsächlich der AAA-Gott gewesen, der dieses gigantomanische Universum samt unserer winzigen Erde und dem darauf wütenden, wahnsinnigen Menschen geschaffen hätte und dieser tatsächlich die 'Krone' der Schöpfung, dann müsste man diesen Gott als Schwerstverbrecher zum Tode verurteilen. Ich würde mich freiwillig als Henker zur Verfügung stellen. Denn was Meinesgleichen im Lauf ihrer kurzen Geschichte an Leid, Tod und Verwüstung, Gewalt, Folter, Haß und Zerstörung über diesen idyllischen Planeten gebracht haben, geht auf keine Gott-Haut!


    Von wegen beste aller Welten! Welche Blindheit und Vermessenheit muß einen doch so klaren und verständigen Geist wie Leibniz geschlagen haben, dass er sich dazu verstieg, diese Welt und damit auch den Menschen als optimal einzustufen? Das Universum an sich ist grauenerregend, wenn du dir anschaust, was da so abgeht. Die kleine Erde hingegen wäre noch halbwegs heil, wenn der Mensch nicht auf den Plan gekommen wäre. Würde die eingangs zitierte Bibelstelle zutreffen, dann wäre das Böse erst duch Gott und seine 'Krone' der Schöpfung in die Welt gekommen.


    Du kannst es drehen und wenden wie du willst, die Ebenbildlichkeit Gottes und des Menschen führt zu nichts als Widersprüchen oder eben der Erkenntnis, dass Gott nicht Gott sein kann, sondern nur eine Ausgeburt unseres Gehirns.

  3. #3
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    AW: Mein ganz persönlicher Blasphemieordner

    Apropos Rationalität der Welt


    Die Naturwissenschaft geht davon aus, dass die Welt rational verstanden werden kann, dass ihr rationale Gesetze zugrunde liegen. Die Mathematik, die Formelsprache der Physik, basiert auf Logik und Ratio. Nun ist aber gerade die hippe und überall in der Physik und Kosmologie präsente Quantenphysik im Grunde irrational und unverständlich. Selbst hervorragende Physiker gestehen, dass sie die Quantenphysik nicht verstehen können, nur mathematisch beschreiben und experimentell erforschen können. Q-Physik ist hip, allerhand obskure Pseudowissenschafter und Populärquantenphysiker verquicken sie mit Esoterik, Mystizismus und allerhand medizinischem Bullshit zu einer ungenießbaren Melange aus Scharlatanerie und Geldschneiderei.


    Aber langsam. Bleiben wir grundsätzlich. Wer oder was sagt mir, dass die Welt rational sei, verständlich sein müsse, logisch, kausal, empirisch vermessbar nach meinen Maßstäben? Nichts als mein Gefühl. Und das ist wenig verlässlich.


    Es gibt genau genommen nicht eine einzige belastbare Tatsache/Erkenntnis, die mir eindeutig und unzweifelhaft versichern würde, dass die Mechanik des Kosmos, sein Bauplan und seine Konstruktion, rational seien. Ich kenne keine. Wer es besser weiß, bitte melden.


    Zurück zur Physik. Quantenphysik ist für mich nichts anderes als religiöser Obskurantismus im naturwissenschaftlichen Kleidchen. Verschränkung, Nichtlokalität, Quantenradierer und andere Zumutungen sind für mich genauso abwegig wie Theismus, intelligent design oder alle Spielarten von Schöpfungsmythen.


    Damit kein Missverständnis aufkommt. Ich maße mir nicht an, die Welt zu verstehen, besser zu verstehen als Q-Physiker oder Gläubige, aber ich nehme mir die Freiheit, eine Welt, besser: ein Weltbild, abzulehnen, das mir Zumutugen wie die oben genannten aus der Q-Physik oder der Mythologie beschert.


    Es ist für mich eine Frage der Haltung. So wie ich einen oder mehrere Götter ablehne, so lehne ich Naturgesetze ab, die mir, wie die Q-Physik, ein irrationales, logisch nicht erfassbares Weltbild andienen. Nicht mit mir.


    Weder Gott, Götter, noch Physiker oder Naturgesetze werden mich umstimmen. Fahrt zur Hölle!

  4. #4
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    AW: Mein ganz persönlicher Blasphemieordner

    Ein belesener, in der Sache sattelfester und dazu litrarisch amüsanter Autor müsste mal den ganzen monotheistisch-konfessionellen Komplex - also sagen wir mal von Judentum bis zu den heutigen Freikirchen samt Sekten - und ihrem Patrone und spiritus rector - ja IHN und seine Lehren und sein (angebliches) Wirken und Eingreifen in die Geschichte - nach den Kriterien des heutigen Strafrechts vermessen und beurteilen. Ich fürchte, ich weiß schon was dabei rauskommen könnte.

    ER als Gründer vieler global organisierter, krimineller Vereinigungen, als Drahtzieher einiger mächtiger, verbrecherischer Organisationen von den heiligen, römisch-christlichen Kaiserreichen bis hin zum Vatikan, ER müsste sich dann vor Gericht verantworten wegen Delikten wie Völkermord, Verbrechen gegen die Menschlichkeit, Verhetzung, Menschenopfer, politische und religiöse Verfolgung, Inquisition, Sklaverei, Kindesmissbrauch etc. etc.

    Ja, werden jetzt einige Klugscheisser einwenden, das war ja nicht ER, das waren ja seine verblendeten Geschäftsführer, das irdische Management bis hin zu den blindwütigen Sachbearbeitern.

    Ja, sage ich dann, wer, wenn nicht ER muß doch für Ordnung in seinen Läden und vielen Konzernen sorgen! Wo ER allein doch das volle Durchgriffsrecht hat, gesegnet mit Allmacht und Allwissenheit. Ne, so leicht kommt ER aus dieser Nummer nicht raus.

    Aber wer soll so ein Werk verfassen? Wer hat die historische und jutistische Potenz dazu? Das wär doch ein Megaseller! Statt sich mit Kinkerlitzchen wie Sterbehilfe abzumühen, sollte Herr von Schirach mal Gott vor Gericht stellen! Titel: DER Prozeß!

  5. #5
    schreibt hier hin und wieder Avatar von Streusalzwiese
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    AW: Mein ganz persönlicher Blasphemieordner

    In den USA ist mal ein Prozess gegen Gott gescheitert, weil man diesem keine Anklageschrift zustellen konnte.

    https://www.sueddeutsche.de/panorama...-gott-1.541549
    Wer keine Adresse hat, dem kann man auch die Anklageschrift nicht zusenden - mit dieser Begründung hat ein US-Richter die Klage von Ernie Chambers gegen Gott abgeleht.

  6. #6
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Mein ganz persönlicher Blasphemieordner

    Gute Idee, Till! Ich würde mich freuen, wenn Du den Anfang machtest. Man könnte das so aufziehn wie einen Prozeß mit Rede und Gegenrede, also linke Seite "Anklage", rechte Seite eines Buches "Verteidigung".
    Man könnte das auch umkehren, daß Gott die Anklage wider die Menschheit führt, so ganz im Sinne von: "Da habe ich euch nun die Willensfreiheit gegeben - und das macht ihr daraus!"

  7. #7
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    AW: Mein ganz persönlicher Blasphemieordner

    Ich fürchte, das übersteigt meine fachlichen und litrarischen Kompetenzen. Aber amüsant wär es schon. Man müsste es zuspitzen, auf eine Kernfrage. Ich überleg mal. Der Prozeß ist angestoßen, mein müdes und weiches Gehirn sehnt sich eh nach einer Herausforderung. Auch wenn es eine Sysiphosarbeit ist.

  8. #8
    schreibt hier hin und wieder Avatar von WirbelFCM
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    AW: Mein ganz persönlicher Blasphemieordner

    Verfasse doch zuerst mal eine handfeste Anklage, auf Grund derer man überhaupt debattieren könnte. Was GENAU wirfst du ihm vor?

  9. #9
    schreibt hier hin und wieder Avatar von Streusalzwiese
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    AW: Mein ganz persönlicher Blasphemieordner

    Als Vertreter der Anklage und als Verteidiger könnte man historische Figuren wählen. Leibniz, Luther, Augustinus zoffen sich mit Voltaire, Holbach, Schopenhauer.
    Ein kleiner Überblick über die vorzubringenden Argumente:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Theodizee

  10. #10
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    AW: Mein ganz persönlicher Blasphemieordner

    Danke für die Anregungen und links.

    Was ich ihm vorwerfe? Ganz einfach, ein allmächtiger, allwissender Gott ist letztlich verantwortlich für alle Verbrechen, die in seinem Namen von seinen Geschöpfen geschehen, während er zuschaut ohne diese Verbrechen zu verhindern. Mal ganz unjuristisch gesagt.

    Natürlich glaube ich nicht an diesen persönlichen, allwissenden, alllmächtigen Opa über den Wolken. Doch seine iridischen Stellvertreter, Manager, Angestellten und Arbeiter tun genau das. Und ich nehme sie einfach mal beim Wort.

    Es ist die Frage der Theodizee. Leibniz hat in hanebüchener Weise eine Art Münchhauseniade gemacht, indem er sich am eigenen Schopf aus dem Wasser zog. Ein Zirkelschluß par excellence: weil ER allmächtig und allgütig ist, konnte er nur die beste aller Welten schaffen. Frage mich nur, warum diese Welt dann so ist, wie sie ist und ob es nicht besser gewesen wäre, das Unternehmen zu unterlassen.

    Wie gesagt, alles unter den Vorgaben des heutigen Strafrechts. Wenn man himmlische Maßstäbe anlegt, kann man alles gutheißen. Dann ist alles menschliche und tierische Leid relativ und einem höheren Zweck untergeordnet. Dann ist wirklich alles gut. Doch ich leg einfach mal menschliche Maßstäbe an.

  11. #11
    schreibt hier hin und wieder Avatar von Streusalzwiese
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    AW: Mein ganz persönlicher Blasphemieordner

    Wenn man die Bibel als Anklageschrift zulässt, dann kann man ihm auch die Anzettelung von Angriffskriegen mit anschlie0enden Greueltaten zum Vorwurf machen.
    https://www.schlachterbibel.de/de/bibel/4_mose/31/
    1 Und der Herr redete zu Mose und sprach: 2 Nimm für die Kinder Israels Rache an den Midianitern; danach sollst du zu deinem Volk versammelt werden!
    Moses müsste auch auf die Anklagebank:
    15 Und Mose sprach zu ihnen: Habt ihr alle Frauen am Leben gelassen? 16 Siehe, sie haben ja in der Sache des Peor durch den Rat Bileams die Kinder Israels vom Herrn abgewandt, so daß der Gemeinde des Herrn die Plage widerfuhr! 17 So tötet nun alles, was männlich ist unter den Kindern, und tötet alle Frauen, die einen Mann im Beischlaf erkannt haben; 18 aber alle Kinder weiblichen Geschlechts, die keinen Mann im Beischlaf erkannt haben, die laßt für euch leben.

  12. #12
    schreibt hier hin und wieder Avatar von Streusalzwiese
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    AW: Mein ganz persönlicher Blasphemieordner

    Gegen Gott kann nur prozessiert werden, wenn der noch lebt. Nietzsche hat bereits seinen Tod festgestellt und nun auch noch Sloterdijk.
    https://www.nzz.ch/feuilleton/sloter...ion-ld.1592210

  13. #13
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    AW: Mein ganz persönlicher Blasphemieordner

    Es gibt einige Sätze, die sich so tief ins kollektive Bewusstsein der Menschheit graviert und eingeschrieben haben, dass ich sie als Leitmotive für das Handeln und Grundmuster unseres Denkens und Wollens ansehe. Der wirkmächtigste ist für mich eindeutig das biblische Gebot: 'Macht euch die Erde untertan.' Kein anderes Motto hat sich so sehr in unser Hirn eingebrannt, wie dieses. Angeblich ein Gebot des Herrn, des Schöpfergottes der Israeliten. Für mich, der nicht an die Existenz dieses Gottes glaubt, ist es eine evolutionär bedingte Lebens- und Überlebensmaxime der jungen Menschheit, die sich gerade anschickte, die Welt mittels ihrer praktischen Intelligenz zu erobern und sich nutzbar zu machen. Andere Motti vergleichbarer Wirkmacht gibt es einige, mir fallen dazu ad hoc folgende ein:


    Gemeinsam sind wir stärker.
    Traue keinem Fremden.
    Teile und herrsche.
    ...


    Kein anderer Satz der Menschheitsgeschichte hat sich jedoch so fatal ausgewirkt, wie der aus dem Buch Mose 1,28. Dieser Wunsch, sich die Welt nutzbar zu machen, war damals unerlässlich für den Fortschritt und die Entwicklung des homo erectus, faber, sapiens, usw. Mit zunehmender Effektivität unserer Werkzeuge und Mittel zum Zweck begann dieses Erfolgsrezept allerdings auch seine Schattenseiten zu zeigen. Schon in der Antike holzten die Völker Wälder ab, um Schiffe und Häuser zu bauen und Fleisch und Brot zu backen. Schon damals desertifizierten ganze Regionen, weil der Mensch rücksichtslos Wälder rodete und Wasser für seine eigenen Zwecke dem Boden entzog. Allerdings auf bloß regionalem Level.


    Heute stehen wir an einem Wendepunkt, ich glaube, wir haben ihn bereits längst überschritten. Das Weltklima steht entweder auf der Kippe oder ist bereits gekippt. Durch die - nach menschlichen Maßstäben - langsame Veränderung des Klimas, haben wir noch gar nicht begriffen, wohin die Reise geht.


    Verflucht sei der Gott, der seiner Krone der Schöpfung diesen Auftrag gab. Aber, gemach, dieser Gott ist eine Projektion unserer Gedanken, Wünsche und Ängste. Wir selbst sind es, die sich gerade abschießen.


    Na dann, Waidmanns Heil!

  14. #14
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    AW: Mein ganz persönlicher Blasphemieordner

    #richarddavidprecht

    Hab gerade eine 1-stündige Radiosendung auf Ö1 gehört, in der R. D. Precht ein Gespräch mit einem Radioredakteur, Abteilung Religion/Philosophie, führte. Also, einen Monolog führte, der arme Redakteur diente bestenfalls als Stichwortgeber. Precht, der Popstar der deutschen Gegenwartsphilosophen, redet ohne Pausen, Interpunktionen, Atemholen wie eine Maschine. Er zitiert, referiert, dekretiert, spekuliert, improvisiert, inszeniert am laufenden Band. Viel Neues hab ich nicht erfahren. Precht hört sich gern reden. Manches ist plausibel, anderes bloße Mutmaßung. Aber immer rhetorisch griffig verpackt, alles geschliffen formuliert, schlagzeilenreif.

    Am Ende bin ich armer Tor, so klug als wie zuvor.

  15. #15
    Mitgestalter Avatar von anderedimension
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    AW: Mein ganz persönlicher Blasphemieordner

    Ein Philosoph kann in seinen Antworten nicht "besser" sein...als die Fragen, die ihm gestellt werden. Gibt ganz ausgezeichnete Interviews von und mit David Precht...zb im Gespräch mit Michael Krons...einem der besten Journalisten unserer Zeit. Nichts gegen Radio-Moderatoren, aber da kann nichts dabei herauskommen.

  16. #16
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    AW: Mein ganz persönlicher Blasphemieordner

    Am Interviewer/Moderator lag es nicht. Den kenne ich, der ist gut. Aber er kam gar nicht zum Reden. Die Veranstaltung fand vor Publikum statt, deshalb - glaub ich -war Precht so aufgezogen.

    Ich kenn ihn ja auch aus seiner TV-Sendung, wo er sich prominente oder kompetente Gäste einlädt und unter einem Lampengewitter befragt.

    Was mich an Precht stört, dass er nie einen Zweifel äussert oder zugibt. Er ist (scheint) sich immer sicher zu sein, er redet apodiktisch, als könne es gar nicht anders sein. Ausserdem wirkt er auf mich ein wenig inszeniert und auf mediale Aufmerksamkeit ausgerichtet. Dass wir in einer Zeit großer Umbrüche leben, das weiß ich auch ohne ihn. Dazu muß man kein Philosoph sein. Und wohin es geht, darüber kann man geteilter Meinung sein. Seine These, dass uns die Arbeit ausgeht, teile ich nicht. Die Frage ist bloß, welche Arbeit bezahlt werden wird. Das wird - unter vielen anderen - eine entscheidende Frage sein, in welche Richtung sich unsere Gesellschaft bewegen wird.

  17. #17
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    AW: Mein ganz persönlicher Blasphemieordner

    Klar ist der nicht allwissend - und ich nicht so blauäugig ihm blind hinterherrennen zu wollen. Und ja, er ist ein "kommerzieller" Philosoph. Allerdings braucht es solche Typen, damit diese Seite Gehör findet. Für einen Linken, der in einem kommunistischen Elternhaus aufgewachsen ist, hat er mE einen sehr gesunden Bezug zur Realität. Dass uns die Arbeit ausgeht, das ist mehr als nur eine These. Nur ist das weniger schlimm als es sich anhört. Die Diskussionen zum Bedingungslosen Grundeinkommen rühren genau von da her. Das BG wird in vielen Regionen Europas bereits getestet - dabei geht vor allem darum zu erfahren, wie die Menschen ihre neu gewonnen Freizeit gestalten...ob und wie Sie sich gesellschaftlich engagieren. Übernehmen sie freiwillig unbezahlte Aufgaben...wird die Arbeitslosigkeit kein Problem sein...denn wir leiden nicht unter Arbeitslosigkeit...sondern vor allem unter der Aufgabenlosigkeit. Die monetäre Seite ist das kleinste Problem. Wenige Menschen werden so viel verdienen, dass sie viele andere ernähren können.

  18. #18
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Mein ganz persönlicher Blasphemieordner

    Daß es immer weniger Arbeit geben soll, wird seit zweihundert Jahren behauptet. Denkt an die Maschinenstürmer in England um 1830, aber auch schon während der Französischen Revolution gab es derartige Aktionen. Wenn Maschinen die Herstellung wichtiger und wunwichtiger Konsumgüter weitgehend übernehmen, dann wird die Arbeit nicht weniger werden, sie wird nur andernorts entstehen. Es liegt in der Natur des Menschen, arbeitend sein zu wollen. Er braucht Beschäftigung zu einem Ziel hin und er sucht sie sich, falls keiner mit ihm spielen will. Es ist doch eine sehr angenehme Sache, wenn der Produktionsprozeß von Gütern eher eine Luxusangelegenheit der Menschheit wird. Die Dinge, die das Leben schön machen, werden nie von Maschinen hergestellt werden können, das ist uns aus der Rezeptionsästhetik bekannt, daß erst kleine Unebenheiten das wirklich Schöne erzeugen. Das ist eine Blasphemie gegenüber denjenigen, die an die ewige Steigerung der Arbeitsproduktivität glauben. Ein Irrweg.

  19. #19
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    AW: Mein ganz persönlicher Blasphemieordner

    Die Arbeit wird uns nicht ausgehen. Im Gegenteil. Natürlich werden viele manuelle Tätigkeiten in der Produktion, Logistik und Verwaltung zunehmend durch Automaten und Roboter ersetzt werden. Doch diese komplexen Systeme müssen entwickelt, getestet, in Betrieb genommen werden, brauchen Wartung und Instandsetzung etc. Im Verkehrswesen wird es eine Revolution geben - selbstfahrende Transportsysteme benötigen mehr Personal als heute an Truckern hinterm Volant sitzt. Und so fort, ich nenne nur: Pflege, Bildungsysteme, Gesundheitswesen .... dabei habe ich die Klimafolgen und deren Bewältigung noch nicht mal gestreift. DAS wird die Herkulesaufgabe des 21. Jhdt.s sein - wenn nicht die Sysisphostragödie!

    Das BG halte ich für einen Irrweg. Ein gesunder, neugieriger Mensch will tätig sein. Das bedingungslose Grundeinkommen muß ein bedingtes sein: unter bestimmten Voraussetzungen soll es Menschen ermöglichen, ohne Existenzsorgen sich mit Dingen und Aufgaben zu beschäftigen, bis sie darin auf eingenen Beinen stehen und kreativ tätig werden und sich selbst erhalten können - oder nicht. Dann zurück in die Schule, an den Arbeitsplatz. Aber eine bedingungslose Hängematte finde ich für manche Menschen - es dürften nicht zu wenige sein - gefährlich. Die werden absacken und verelenden. Wenigstens eine soziale oder lernende Aufgabe müssten sie erfüllen.

    Die menschenleere Wirtschaft wird es genau so wenig geben, wie das papierlose Clo.

  20. #20
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    AW: Mein ganz persönlicher Blasphemieordner

    Die menschenleere Wirtschaft wird es genau so wenig geben, wie das papierlose Clo.
    Das papierlose Klo gibt es schon lange und im ersten Teil hast Du einen Denkfehler drin. Es geht nicht um eine menschenleere Wirtschaft...sondern um den von der Wirtschaft befreiten Menschen.

  21. #21
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    Also die Hamsterkäufe der Deutschen beim Clopapier sagen was anderes.

    Es geht nicht um eine menschenleere Wirtschaft...sondern um den von der Wirtschaft befreiten Menschen.
    Das ist ein locker-flockiger Slogan. Was aber ist in der Praxis und im Alltag ein von der Wirtschaft befreiter Mensch? Der Teufel steckt im Detail.

  22. #22
    Mitgestalter Avatar von anderedimension
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    AW: Mein ganz persönlicher Blasphemieordner

    Ich werde jetzt keine kommunistische "Ideen"" vertreten, das könnte ich mir nie verzeihen, ABER:

    Das Dilemma um den Impfstoff zeigt uns ganz deutlich die Stärken und die Schwächen einer dem Kapital untergeordneten Wirtschaft auf.

    Ohne den Kapitalismus hätten wir nie so schnell einen Impfstoff gehabt...denn die Aussicht...steinreich werden zu können...war die Triebfeder der forschenden Unternehmen. Aber das gleiche System verhindert, dass dieser Impfstoff in ausreichenden Mengen produziert wird. Die einfachste Lösung wäre, wie von Trump bereits vor vielen Wochen vorgeschlagen, die Hüter des Impfstoffes, Biontech +Co., würden auf ihr Patent verzichten und Lizenzen vergeben, an Unternehmen...wie zB Merck. Den Gewinnausfall könnte man den Lizenzgebern ausgleichen...sie sozusagen entschädigen. Das wollen die aber nicht, denn sie möchten den Maximalgewinn abschöpfen. Täglich sterben tausende Menschen "unnötig"...eben genau aus diesem Grund. Trump wurde für seine Forderung, die Hersteller zur Lizenzvergabe zu zwingen, von allen Seiten kritisiert. Aber genau diesen Gedanken, den von Trump, greift man nun in der EU und in Deutschland auf. Meines Erachtens beginnt der Fehler schon bei der Rhetorik...denn wir reden von einer "Krise"...aber es handelt sich um eine Katastrophe. Und in Katastrophenzeiten gelten zum Teil ganz eigene Gesetze. Die Frage ist nur, wer geht da jetzt nach vorne und traut sich das zu fordern, das Trump schon vor Wochen forderte. In solchen Zeiten brauchst du "Macher", unsere Politiker sind aber mehrheitlich nur Verwaltungsfachangestellte - das sind keine Manager im eigentlichen Sinne.

    Biontech bekam bereits vom deutschen Steuerzahler 300 Millionen Euro - und eine Garantie über weitere 400 Millionen. Ein in Deutschland produzierter und von den Deutschen subventionierter Impfstoff wird in Israel, in GB, in den USA und anderen Ländern gespritzt, nur nicht in Deutschland. Wie will man das vermitteln? Selbst wenn ich mit dem Biontech nur einmal geimpft werde und "nur" 90% erreiche, ist er effektiver als der Moderna mit zwei Impfungen (86%) und der Zeneca mit zwei Impfungen (70%).

    Die ganz große Mehrheit der Deutschen wird einen "minderwertigeren" Impfstoff gespritzt bekommen...als den von Biontech.

    Wir brauchen eine Wirtschaft, die uns ernährt...ohne...dass wir uns dabei an sie versklaven.

  23. #23
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    AW: Mein ganz persönlicher Blasphemieordner

    Wir brauchen eine Wirtschaft, die uns ernährt...ohne...dass wir uns dabei an sie versklaven.
    Den Satz kann ich unterschreiben. Aber auch er ist so allgemein, dass die praktische Umsetzung sich jeder von uns anders vorstellen würde. Das ist wie mit dem kategorischen Imperativ. Jeder kennt ihn, die meisten fühlen sich ihm verpflichtet, dennoch legt ihn im Einzelfall jeder anders aus.

    Wir gingen ja von der These aus, dass uns in Kürze die Arbeit ausgehen würde, Precht spricht von einem Heer Arbeitsloser durch die Automatisierung und KI. Dem widerspreche ich. Nicht die Automatisierung wird ein Heer Arbeitsloser schaffen, sondern eine Vielzahl von Auswüchsen des Kapitalismus. Dieser schaut nur, wie und wo er am meisten Profit erzielen kann. Das führt dazu, dass Produktionen in Länder mit niedrigsten Lohn-, Umwelt- und Sozialstandards ausgelagert wird. Wozu das führt, hat die Pandemie deutlich vor Augen geführt: anfangs waren weder Masken verfügbar, gab es Engpässe bei ganz alltäglichen Waren, weil diese nicht im Land erzeugt werden können. Der Kapitalismus hat kein Interesse an einer Selbstversorgung eines Landes. Sondern nur am Profit.

    Ich finde es skandalös, dass wir uns weder selbst ernähren, bekleiden und medizinisch versorgen können, wir aber Autos und Maschinen für alle Welt produzieren, von denen keiner abbeissen kann. Nichts gegen eine high-tech-Industrie, aber die Grundversorgung der Bevölkerung in ausländische, sehr weit entfernte (fernöstliche z. B.) Hände zu legen, ist fahrlässig und widerspricht m. M. nach auch den Grundgedanken der Verfassung. Inzwischen gibt es im Land produzierte Masken en masse um den Bruchteil eines Preises, der vor wenigen Monaten für die importierten zu bezahlen war. Das mag jetzt für das kap. System sprechen - weil es eben rasch reagiert -, ist aber auch eine Schwachstelle. Eine ganze Landwirtschaft, Bekleidungsindustrie, Energieversorgung etc. wird man nicht binnen weniger Wochen wieder auf die Beine stellen können.

    Wenn wir bereit wären, für gute Kleider, Schuhe, Nahrungsmittel einen anständigen Preis zu bezahlen, würde sich die Produktion derselben im Lande auch wieder lohnen. Aber die Geiz-ist-geil-Mentalität und die Schnäppchen-Gier, die nur nach dem Billigsten greift, statt nach dem Preiswertesten - wo nämlich die Qualität mitberücksichtigt wird -, hat sich so in unsere Hirne gefressen, dass es eben ist, wie es ist. Die Leute haben einen Weber-Grill zum Preis eines Kleinwagens, aber beim Fleisch greifen sie zum billigsten Dreck aus dem Discounterregel aus Qualmast.

    Eine gelenkte Marktwirtschaft könnte - früher nannte man sie soziale MW - hier einiges bewirken. Doch die EU ist ein Globalisierungsanbeter mit dem 'freien' Markt als Götzen.

  24. #24
    Mitgestalter Avatar von anderedimension
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    AW: Mein ganz persönlicher Blasphemieordner

    An dem Precht darfst Du dich nicht so sehr aufhängen - es ist sein Job, das zu denken...das wir nicht denken möchten. Nur bringt das nur wenig...wenn solche Leute nicht auch Verantwortung übernehmen...sei es in der Politik oder sonst wo. Aus der Komfortzone heraus lässt sich vieles leicht denken...aber erst wenn man Verantwortung übernimmt...dann sieht man...welche Bauklötze da im Weg liegen. Er ist mir vermutlich deshalb so sympathisch...weil er alle Parteien und Strömungen gleich fair und scheinbar ohne Vorbehalte behandelt. Ein unbefangener Freigeist...und solche Leute kannst du heute mit der Lupe suchen.

    Mit dem Vergleich Weber Grill vs. Billigfleisch, da hast Du vom Bild her Recht. Nicht weit von mir...in einer Seitengasse der Altstadt.... gibt es einen sehr exklusiven Metzger - ebenso exklusiv der Kundekreis, der dort einkauft - ab obere Mittelschicht aufwärts. In einer Art Schaukasten hängt Fleisch, da wirst du schon vom anschauen arm. Aber genau dieser Metzger wird seit Wochen überrannt...die Menschen stehen teilweise eine Stunde und länger in der Schlange vor dem Laden...bis sie diesen dann endlich betreten dürfen. Das liegt daran, dass nun auch die Mittelschicht dort einkauft. Die Menschen können nichts mehr unternehmen...nur essen, joggen und vor der Klotze sitzen...also soll das Essen dann wenigstens ein besonderes sein. Aus der Not geboren lernen sie, dass auch sie in solchen Läden einkaufen können...nur eben nicht jeden Tag. Also da tut sich was. Die Mittelschicht frisst sich in die Oberschicht...und die Unterschicht in die Mittelschicht. Nur die wirklich armen Menschen...die können sich keine Stufe höher fressen. Aber grundsätzlich darfst Du da gerne etwas optimistischer sein...was das angeht. Der Lerneffekt ist unübersehbar....und er wird über die Pandemie hinaus Wirkung zeigen.

  25. #25
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    AW: Mein ganz persönlicher Blasphemieordner

    Ich hab mit Precht kein Problem, immerhin ist er telegener und eloquenter als die meisten seiner Zunft.

    Was den Lerneffekt aus der Covidkrise anlangt, bin ich sehr nüchtern, ich nenn es nicht pessimistisch ....
    Ich denke, dass 'wir' genau nichts daraus lernen werden, wann immer die Pandemie vorbei sein wird. Ich schätze eher, dass das Gegenteil eintreten wird: noch mehr Konsum, Wirtschaft hochfahren um jeden Preis ...

    Hoffentlich irre ich mich.

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