Seite 1 von 4 123 ... LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 25 von 91

Thema: Der Wolkenstein

Hybrid-Darstellung

Vorheriger Beitrag Vorheriger Beitrag   Nächster Beitrag Nächster Beitrag
  1. #1
    Resurrector Avatar von aerolith
    Registriert seit
    30.October 1998
    Ort
    Magdeburg
    Beiträge
    5.643
    Blog-Einträge
    35
    Renommee-Modifikator
    28

    Arrow Der Wolkenstein

    Unser Langzeitprojekt. Wahrscheinlich werden wir damit nie fertig, aber anfangen wollen wir denn schon.

  2. #2
    Resurrector Avatar von aerolith
    Registriert seit
    30.October 1998
    Ort
    Magdeburg
    Beiträge
    5.643
    Blog-Einträge
    35
    Renommee-Modifikator
    28

    AW: Der Wolkenstein

    Unser DUDEN!


    Dieses Langzeitprojekt klingt nicht nur aufwendig und wissenschaftlich, es wird so sein. Angesichts des herrschenden Kuddelmuddels um die rechte Rechtschreibung... blablabla


    Folgende Prinzipien sollten eine logische Rechtschreibung tragen:


    1. historische Entwicklung berücksichtigen, aber nicht verabsolutieren


    Beispiel: verbleuen --> hat mit der Farbe nur insofern etwas zu tun, als daß die Franzosen blaue Uniformen trugen, als sie eben verbleut wurden


    2. ß wird voll als 27. Buchstabe integriert


    Der s-Auslaut ist nach der deutschen Lautung scharf, somit fällt hier ein -s generell weg.


    3. Aspiration (t v.a.)


    Sinnzusammenhang zwischen Lautmalerei und historischer Fixierung herstellen.


    4. Logik


    -Ausnahmen müssen verifizierbar sein
    -Groß- und Kleinschreibung auf Schluß bringen
    -Getrennt- und Zusammenschreibung auf Schluß bringen (Sinndeutung nötig)


    5. Aufnahme archaischer bzw. untergegangener Worte, dazu Jugendsprache, Rotwelsch, Gaunersprache, aber keine Idiome


    6. Fremdwörter ?


    -mit großem Fragezeichen zu versehen


    Empfohlene Fachliteratur, die als Grundlage dienen soll. Ergänzung durch neueste Forschungsberichte.


    1. DUDEN. (Leipzig 1977)
    2. Friedrich Kluge: Etymologisches Wörterbuch der dt. Sprache. (zuerst Leipzig 1943, aber auch in neueren Auflagen)
    3. Das Deutsche Wort. (Leipzig 1934)
    4. Nabil Osman: Kleines Lexikon untergegangener Wörter. (München 1971)

  3. #3
    Resurrector Avatar von aerolith
    Registriert seit
    30.October 1998
    Ort
    Magdeburg
    Beiträge
    5.643
    Blog-Einträge
    35
    Renommee-Modifikator
    28

    AW: Der Wolkenstein

    Grundregeln

    K1 bis K3 können übernommen werden. K4 muß erweitert werden:

    Originaltext: Manchmal ist die Lautbezeichnung willkürlich oder entspricht einem früheren, heute nicht mehr erkennbaren Lautstand. Dann muß man sich das Wortbild einprägen. (K5-7)
    Bei einer beschränkten Anzahl von Wörtern wird die Länge des Vokals bezeichnet. (K8-10)
    Die Kürze des Vokals wird durch die Doppelschreibung des folgenden Konsonanten bezeichnet. (K11)

    Diese Grundregel (K4) ist unannehmbar, weil sie Kompromiß und Uneinsichtigkeit fördert.

    - deshalb folgende Hierarchie bei der Umlautungschreibe:
    a) Prinzip der Historie (z.B. verbleuen statt verbläuen; Grund: Völkerschlacht 1813, alß die Franzosen in ihren blauen Uniformen verjackelt wurden)
    b) Prinzip des Stammworteß (Ältern statt Eltern; Grund: weil alt Stammwort)
    c) Prinzip der Ausschließung von Homonymen (Lerche statt Lärche; Grund: Baum und Vogel haben nichtß miteinander gemein, keine phonetische Austauschung möglich)
    d) die Bildung geht vom Verb auß, nicht vom Substantiv oder Adverb oder oder

    Muß im Einzelfall geprüft werden.

  4. #4
    Resurrector Avatar von aerolith
    Registriert seit
    30.October 1998
    Ort
    Magdeburg
    Beiträge
    5.643
    Blog-Einträge
    35
    Renommee-Modifikator
    28

    AW: Der Wolkenstein

    K5: wird im Einzelfall überprüft
    --> unklar ist behende u.a. Beispiele
    - nach dem unter K4 genannten Prinzip werden einzelne Worte umgeschrieben, z.B. Eltern in Ältern...


    K6: bleibt


    Prüfung von Greuel und Knäuel, weil offenbar unlogisch in der Form der Verschiedenheit


    Greuel: im Unterschied zu grau zu sehen; kommt auß dem altd. griuwelich, worauß gruwelich und in Ablaut greuwelich, greulich wurde
    Knäul: ebenso kniuwel, woraus kneuwel, kneul wäre statthaft, aber nicht, wenn knuwel dem a nähersteht, also knäuwelich, dann knäul; kein Adjektiv, daher bleibt eß beim a


    Ergänzungßfrage: Werden Schreibungen verdrängt, wenn häufigere Worte ähnlicher Lautung den Wortstamm des Grundworteß quasi verdrängen?


    K7: bleibt unverändert

  5. #5
    Resurrector Avatar von aerolith
    Registriert seit
    30.October 1998
    Ort
    Magdeburg
    Beiträge
    5.643
    Blog-Einträge
    35
    Renommee-Modifikator
    28

    AW: Der Wolkenstein

    K 8: keine Einwände


    K 9: in Prüfung


    Vor Labialen und Nasalen sollte bei langen Vokalen ein Dehnungßkonsonant stehen (vorzugßweise -h).
    Wann sind Vokale lang zu sprechen?


    verwirrend: MIR ohne Dehnungß-h, IHR mit
    --> konsequent wäre beideß mit -h zu schreiben


    Ich stelle das zur Diskussion.

    P.S. Problemfall: das (scharfes S am Ende) als Artikel/Pronomen und daß als Konjunktion

  6. #6
    schreibt hier hin und wieder
    Registriert seit
    22.January 2001
    Beiträge
    129
    Renommee-Modifikator
    0

    AW: Der Wolkenstein

    probt ihr gerade an einem neuen stück???


    (nebenbei: würd ich nämlich und dämlich auch mit h schreiben, weil ersterns nähmlich von nahm und zweitens dähmlich nicht von dam-e kommet. sieht mann ja...

  7. #7
    Resurrector Avatar von aerolith
    Registriert seit
    30.October 1998
    Ort
    Magdeburg
    Beiträge
    5.643
    Blog-Einträge
    35
    Renommee-Modifikator
    28

    AW: Der Wolkenstein

    NÄMLICH stammt von Namen ab; DÄMLICH stammt von dem Verb DÄMELN ab.

  8. #8
    Resurrector Avatar von aerolith
    Registriert seit
    30.October 1998
    Ort
    Magdeburg
    Beiträge
    5.643
    Blog-Einträge
    35
    Renommee-Modifikator
    28

    AW: Der Wolkenstein

    Der Längenparagraph hat eß in sich. SPUR ohne h, weil es von spurren kommt, daraus spüren; kein hochfrequenter Außlaut, der umlautend wirken könnte. SPAN ohne h, weil'ß von spannen kommt, spen (?). SCHAM ohne h, weil das althochdt. ßkomm kurz gesprochen wird, imgleichen steckt ßKAM drin, Schande.


    überhaupt: Hier erweist sich das Prinzip der historischen Präfiguration alß durchgehend anwendbar.
    überhaupt 2: das ß-Problem ließe sich lösen: daß (Artikel), daßß (Konjunktion) --> würde aber Außnahme sein müssen, weil beide Male das A kurzgesprochen werden mußß


    § 10, Lehnwörter mit langem i


    BIBER - Lehnwort? bibar; bibor --> ein dunkler Vokal wirkt auf die Länge ohne Rückumlaut; hieße das Urwort liet li et, dann müßte ein ie geschrieben werden bzw. bibir, dann Bieber, da aber das Erstwort bibar bzw. bibor hieß, kein langgeschriebeneß i, also ißt BIBER richtig.


    Gleicheß gilt für IGEL (hier Anfangßvokal) und LID (hlidan), hier Unterschied zu LI-ET (alß Diphthong zu sprechen).


    §§ 9 und 10 erledigt!

  9. #9
    Resurrector Avatar von aerolith
    Registriert seit
    30.October 1998
    Ort
    Magdeburg
    Beiträge
    5.643
    Blog-Einträge
    35
    Renommee-Modifikator
    28

    AW: Der Wolkenstein

    §§ 11 und 12 sind okay.


    Problematisch erschien die Überbetonung des Lautaspektß. tz dringt hier vordringlich auf T, dann z (Nähe); warum aber ck?


    Bedeutung des Cs klären! (Herkunft, Anwendung, eventuelle Streichung des Buchstabens?)


    § 13 zeigt den Lautungßaspekt protuberant. Schwierig bei Eindeutschungen: Man könnte hier den historischen Aspekt mit dem Lautaspekt koppeln, so daß Perücke bestehen bleiben darf, obwohl ursprünglich ein Fremdwort. Auch kein Lehnaspekt.


    Frage bleibt noch offen, ob hier eine Zeit bestimmt werden soll, sagen wir 1850. Alleß, waß nach 1850 eingedeutscht wurde, bleibt ursprungßwortverhaftet, alleß davor wird an deutsche Lautgesetze angepaßt. Ist aber eine ungenaue Wertung. Also müßte hier jedes NEUdeutsche Wort an unsere Lautgesetze angepaßt werden, das würde für die englischen Worte eine immense Umschreibung bedeuten. Die wäre kaum zumutbar.

  10. #10
    Resurrector Avatar von aerolith
    Registriert seit
    30.October 1998
    Ort
    Magdeburg
    Beiträge
    5.643
    Blog-Einträge
    35
    Renommee-Modifikator
    28

    AW: Der Wolkenstein

    §§ 14 und 15 sind okay.


    § 16 nicht. DENNOCH ist nicht in den-noch zu trennen, es mußß heißen DENN-NOCH. Das Pronominalstamm heißt da-na (bzw. dann) ist eigentlich ein erstarrter Ablativ (so alß danne), der auß einem Vergleich herrührt. Insofern hat DENN seine Bedeutung alß Konjunktion ersten Rangeß, alß Verbindungßglied vergleichenden und gleichen Charakterß behalten. DENN kann nur Hauptsätze miteinander verbinden, weil eß eine Kausalbeziehung zwischen Gleichartigem herstellt. Eine stärkere Bindung anß nomen kann ich mir nicht vorstellen; (daß) Denn hat mit dem, zumal deklinierten, Pronomen DEN nichtß zu tun. nomen kann nicht gegen "niedere" Wortarten ausgespielt werden.
    Also, Trennung von eigentlich drei aufeinanderfolgenden gleichen Konsonanten mit drei aufeinander folgenden Konsonanten, abgetrennt/strukturiert durch einen Bindestrich. Daß Verdikt von der Unschreibbarkeit dreier gleicher Konsonanten nach einem kurzgesprochenen Vokal ist davon nicht berührt.
    Außerdem verstößt die Trennung in den-noch gegen § 15, denn Brennessel mußß nach § 15 in Brenn-nessel getrennt werden. Warum? Weil eß ein Kompositum auß zwei nomen ist? Nein, weil eß aus zwei verschiedenen Worten komponiert wurde. nomen darf anderen, zumal nicht veränderbaren wie Konjunktionen (noch) nicht übergeordnet werden.


    Liste: (mußß erweitert werden)


    dennoch --> Trennung denn-noch
    Mittag --> Trennung Mitt-tag
    Dritteil --> Trennung Dritt-teil

  11. #11
    Resurrector Avatar von aerolith
    Registriert seit
    30.October 1998
    Ort
    Magdeburg
    Beiträge
    5.643
    Blog-Einträge
    35
    Renommee-Modifikator
    28

    AW: Der Wolkenstein

    Habe über das s-Problem nachgedacht. Wir verfügen über daß S und daß ß. Da am Wortanfang kein stimmloseß S (ß) stehen kann, benötigt daß ß keine Großschreibung. Da am Wortende kein stimmhafteß S stehen kann, steht dort immer ß. Wichtig ist zudem die Kürze/Länge des Vokalß, bedeutet, daßß ab sofort ein Doppel-ß möglich ist. Außnahme: wenn der Infinitiv stimmhafteß S enthält. Sein --> ist und beim Artikel daß, damit dieseß daß vom daßß (Konjunktion) unterschieden werden kann. Ist noch keine perfekte Lösung, also weiter nachdenken.

  12. #12
    Resurrector Avatar von aerolith
    Registriert seit
    30.October 1998
    Ort
    Magdeburg
    Beiträge
    5.643
    Blog-Einträge
    35
    Renommee-Modifikator
    28

    AW: Der Wolkenstein

    Was schrieb ich da? Ist Quatsch. Seit wann sollen im Deutschen drei Konsonanten die Kürze eineß Vokalß anzeigen? Ist Quatsch.


    Also, Abtrennungen zugunsten des Wortstamms solange, wie sie zwei gleiche nicht übersteigen; wenn ein Vokal folgt wird gegebenenfallß ein Konsonant gekürzt, folgt ein Konsonant, der nicht gleich ist, wird beibehalten.


    Also DRITTEIL, getrennt DRIT-Teil...
    Sauerstoffflasche bleibt


    §§ 17-19: bleiben erhalten; sie sind maßgeblich


    Vor allem ist zu beachten, daßß der griechische Stamm bei eingedeutschten Worten erhalten bleibt. Anderß bei anderßsprachigen Fremdworten. Diese sollten gnadenloß eingedeutscht werden.


    Pl?sier, Fris?r, Tolpatsch, all diese englischen Fremd- und Lehnw?rter sollten umgeschrieben werden.

  13. #13
    Resurrector Avatar von aerolith
    Registriert seit
    30.October 1998
    Ort
    Magdeburg
    Beiträge
    5.643
    Blog-Einträge
    35
    Renommee-Modifikator
    28

    AW: Der Wolkenstein

    §§ 20 und 21:
    bleibt, aber Einschränkung auß § 21
    --> die Begründung für die Fugenbenutzung deßß D/T wird dahingehend geändert, daßß D benutzt wird, wenn END in der Binnensilbe einen Sinn deßß Worteß verändern kann bzw. ein Partizip ursprünglich ist; ENT bei Präfigierung mit Verneinungßcharakter, im Suffix bei Aktiv; END im Suffix bei Passiv


    Beispielliste unumgänglich, dazu jeweilige Begründung


    Wohlklanggesetz: auf weichen Konsonanten folgt in der Regel ein harter --> Verner beschleichen

  14. #14
    Resurrector Avatar von aerolith
    Registriert seit
    30.October 1998
    Ort
    Magdeburg
    Beiträge
    5.643
    Blog-Einträge
    35
    Renommee-Modifikator
    28

    AW: Der Wolkenstein

    Wohlklang-Assoziationen sind völliger Blödsinn.


    ANDERTHALB für einundeinhalb (anderß alß einß?) gehört in diesem Sinne für einundeinhalb aus dem Wortschatz gestrichen --> allerdings kann man auf historische Entwicklungen nicht vollendß verzichten

    -t- ist als Wohlklangszeichen inakzeptabel --> betrifft Wörter wie wissen(t)lich, meineßwegen (meinetwegen), dessen(t)wegen, eigen(t)lich, hoffen(t)lich...


    --> das -t- wird gestrichen wegen Uneindeutigkeit


    Alternative: Sprechlaut -dt- einfügen, allerdingß ist dann meinedtwegen völlig unsinnig


    Überprüfung: alter Genetiv mit -t-Bildung; mundartliche Einflüsse (Rheinfranken)


    -t als Zeichen des Aktivß (Musikant vs. Musikand???) --> einer, der Musik macht gegen einen, aus dem Musik gemacht wird

  15. #15
    Resurrector Avatar von aerolith
    Registriert seit
    30.October 1998
    Ort
    Magdeburg
    Beiträge
    5.643
    Blog-Einträge
    35
    Renommee-Modifikator
    28

    AW: Der Wolkenstein

    § 22: der Tod verdient einen gesonderten Artikel


    Tod - Dingwort
    tot - Eigenschaftswort


    Tod - zu schreiben in Anwendung des Superlativß (totenernst ungleich todernst) --> geht durch, ist sinnig, weil ein nomen manchmal nur erhärteteß Adverb ist, daß wiederum vom Verb kömmt


    schwierig: totsagen vs. todsagen
    totsagen = jmd. zum Tod bringen wollen, einen Toten ansagen
    todsagen = etwas sehr intensiv sagen (?) --> beweist, daßß Verben sich an Tod nicht binden lassen, ein Tättigkeitßwort und der Tod (?!)


    Prüfung ergab Richtigkeit des Artikelß/Paragraphen. Er bleibt.

  16. #16
    Mitgestalter
    Registriert seit
    12.May 2001
    Ort
    Wien
    Beiträge
    1.081
    Renommee-Modifikator
    21

    AW: Der Wolkenstein

    auch wenn du mich jetzt steinigst!
    ich plädiere für die totale kleinschreibung ausser bei eigennamen ad lib. und die völlige ersetzung von ß durch ss.
    aber das interessiert sowieso keinen.


    gruss eule.

  17. #17
    Resurrector Avatar von aerolith
    Registriert seit
    30.October 1998
    Ort
    Magdeburg
    Beiträge
    5.643
    Blog-Einträge
    35
    Renommee-Modifikator
    28

    AW: Der Wolkenstein

    § 23 später


    zu § 24: Differenzierung zwischen th- und t-


    Daß th- bleibt erhalten und wird nach folgender Regel neu bestimmt:
    Die Anwendung deß aspirierte Ts unterscheidet sich vom Dentallaut durch den Bezug zum Wortstamm beziehungßweise die Bedeutung des Wortes selbst. Athmen, Athmosphäre, Athmung... können nur mit aspiriertem T vorstellig sein; Noth gewinnt durch daß abklingende Aushauchen eine besondere Bedeutung und Betonung, die sich an die Bedeutung des Worteß rückschließt.
    Thron hat mit Drohen nicht viel zu tun, aber mit dem griechischen thronoz, daß ist der Herrschersitz der Könige.


    usw... Eine entsprechende und vollständige Liste wird noch erstellt. Sie wird in sich schlüssig sein.


    Till, eine konsequente Benutzung von ss für ß ist im Deutschen unsinnig, imgleichen eine konsequente Kleinschreibung. Man vergibt sich einfach zu viele Möglichkeiten. Gerade als Schriftsteller oder Dichter aber kömmt eß genau darauf an, sich möglichst vieler Genauigkeiten schon im Regelwerk bewusst (ein interessanter Fall: bewusst kömmt von wissen mit Doppel-S) machen zu können. Selbst für Schnurzel ist eß dann reizvoller, dagegen zu verstoßen und Schabernack zu treiben.
    Aber dazu komme ich erst später. Bin ja erst bei § 25.

  18. #18
    Resurrector Avatar von aerolith
    Registriert seit
    30.October 1998
    Ort
    Magdeburg
    Beiträge
    5.643
    Blog-Einträge
    35
    Renommee-Modifikator
    28

    AW: Der Wolkenstein

    Das geht hier jetzt weiter - wie'ß Brezelbacken.


    § 23: unsinnig.
    Gewand wird fortan zu Gewandt; Versand zu Versandt. Warum? Das Flexions-t ist außschlaggebend, nicht der Fehler eines Lübecker Kontoristen, der eben etwaß versendete, aber nur einen VERSAND aufmachen wollte.
    Und Gewand kommt von WENDEN, gewendet, hat mit der WAND nichtß zu tun. Außnahmen sind also auf Fehler in der Überlieferung zurückzuführen, die nicht übernommen werden müssen.


    siehe dazu: Prinzipien der Orthographie im obigen Teil des Ordnerß.

  19. #19
    Resurrector Avatar von aerolith
    Registriert seit
    30.October 1998
    Ort
    Magdeburg
    Beiträge
    5.643
    Blog-Einträge
    35
    Renommee-Modifikator
    28

    AW: Der Wolkenstein

    § 24: sinnvoll, wenn konsequent anß Griechische gebunden


    überlegenswert ist hier, ob der sinnliche Aspekt bei der Aspiration deß Tß in Worten wie Atem oder atmen beispielßweise nicht auch zu einer Verschriftlichung führen sollte --> allerdingß würde dieß zu Lasten der logischen Stringenz gehen und bestenfalls ästhetisch annehmbare Außnahmen schaffen


    DUNSTKREIS - Atmosphäre


    Fazit: die bestehenden Schreibungen bleiben bestehen, im Deutschen wird aufgrund der Vernerschen Gesetze daß th aus dem Anfang getilgt, bleibt aber in Worten wie Thron enthalten, weil Thron aus dem Griechischen stammt...


    Worte, die sowohl griechischen alß auch lateinischen Ursprung haben, werden dem Griechischen alß dem älteren zugeschlagen:


    z.B. Lith - litus (Stein)


    Schreibung wie im Griechischen mit aspiriertem T. Liste wird anzufertigen sein.

  20. #20
    Resurrector Avatar von aerolith
    Registriert seit
    30.October 1998
    Ort
    Magdeburg
    Beiträge
    5.643
    Blog-Einträge
    35
    Renommee-Modifikator
    28

    AW: Der Wolkenstein

    § 25: f steht für in deutschen Wörtern, die keine indogermanische Labialwurzel besitzen


    Füller vs. Vater (Papa); Falbe vs. Vogel (Piepmatz); folgsam vs. Volk (Pöbel)


    problematisch ist vor - für (vornehm vs. fürnehm)


    Fremdworte behalten diesen Charakter auch in der Schreibung bei, auch wenn sie als solche vom Sprachnutzer nicht mehr erkannt werden. (Telephon, Biographie, Photograph...)


    ABER: Sofa (französischer Ursprung) oder Effendi (türk. Ursprung)


    § 26: v wird im Präfix ver- benutzt oder in deutschen bzw. eingedeutschten Worten (Lehnwörter) mit Labialursprung


    brav, Nerv, Pulver...

  21. #21
    Resurrector Avatar von aerolith
    Registriert seit
    30.October 1998
    Ort
    Magdeburg
    Beiträge
    5.643
    Blog-Einträge
    35
    Renommee-Modifikator
    28

    AW: Der Wolkenstein

    Eineß der schwierigsten Themen: die Suffigierung.


    § 27:
    -ig steht bei Substantiven mit einer näheren Beziehung zum Verb oder Adjektiv oder Adverb
    Honig --> Ergebniß eineß Prozesseß durch eine Arbeit
    König --> von kühn; küneclich als Attribut, aber straffer auf ein nomen orientiert, also wurde aus dem Attribut in Rückwirkung ein nomen mit starker Bindung an die einstige Eigenschaft


    -lich steht bei stärkerer Beziehung zu einem Substantiv, einem Tuenden oder einem abstrahierten Wort aus einem Verb


    Bottich --> aus Botter/Butter-Behältniß
    Drillich --> waß beim Drill einbehalten ward
    Wüterich --> -er- --> Regel des unbedingten sprachlichen Bezugs mit -ich-Suffix

  22. #22
    Resurrector Avatar von aerolith
    Registriert seit
    30.October 1998
    Ort
    Magdeburg
    Beiträge
    5.643
    Blog-Einträge
    35
    Renommee-Modifikator
    28

    AW: Der Wolkenstein

    § 28: Differenzierung zwischen den Suffixen -ig und -lich bei Adjektiven und Adverbien


    -ig bezieht sich näher aufß Verb bzw. Adverb (Verlauf bei Zeit - monatige ist Dauer), -lich aufß nomen (Dauer bei Zeit - monatliche ist Wiederholung)

  23. #23
    Resurrector Avatar von aerolith
    Registriert seit
    30.October 1998
    Ort
    Magdeburg
    Beiträge
    5.643
    Blog-Einträge
    35
    Renommee-Modifikator
    28

    AW: Der Wolkenstein

    § 29:

    -ig als Suffix wird palatalisiert, also wie -ch gesprochen.

  24. #24
    Resurrector Avatar von aerolith
    Registriert seit
    30.October 1998
    Ort
    Magdeburg
    Beiträge
    5.643
    Blog-Einträge
    35
    Renommee-Modifikator
    28

    AW: Der Wolkenstein

    § 30:

    - das Suffix -icht wird in deutschen Wörtern mit -ch- geschrieben
    - daß ausgesprochene -icht wird bei Fremdstämmen in seiner Ursprungßform belassen, z.B. Predigt

  25. #25
    Resurrector Avatar von aerolith
    Registriert seit
    30.October 1998
    Ort
    Magdeburg
    Beiträge
    5.643
    Blog-Einträge
    35
    Renommee-Modifikator
    28

    AW: Der Wolkenstein

    § 35:

    entfällt, weil bereitß unter § 34 abgehandelt

    § 36: Verwendung deß Suffix -heit

    -heit wird auch beim Zusammenstoß mit einem -h vom Wortstamm geschrieben

    Rohheit, Rauhheit

    Problemfall: Hoheit! eigentlich heißt eß Hochheit, dann klar, aber daß -ch- wurde abgeschliffen zu ho plus Suffix -heit --> um den Stamm HOCH anzuzeigen, sollte Hohheit geschrieben werden, zumal ho nicht mit kurzem o gesprochen wird, sondern lang und gehaucht

Ähnliche Themen

  1. Woher kennst Du das Wolkenstein-Forum?
    Von aerolith im Forum Leiden schafft
    Antworten: 56
    Letzter Beitrag: 12.06.20, 19:51
  2. wolkenstein
    Von Mr. Jones im Forum Lyrsa
    Antworten: 5
    Letzter Beitrag: 29.04.18, 09:39
  3. Öffentlichkeitsarbeit: Wolkenstein sucht Werbetext
    Von aerolith im Forum Leiden schafft
    Antworten: 35
    Letzter Beitrag: 19.01.18, 18:38
  4. Wolkenstein kürt die zehn bedeutendsten Deutschen
    Von aerolith im Forum Leiden schafft
    Antworten: 24
    Letzter Beitrag: 13.08.17, 07:37
  5. Wolkenstein-Manifest
    Von aerolith im Forum Buch- und Autorenforum
    Antworten: 100
    Letzter Beitrag: 13.11.14, 12:46

Stichworte

Lesezeichen

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •