+ Antworten
Ergebnis 1 bis 6 von 6

Thema: Heimat und Welt

  1. #1
    Caesar Flaischlen
    Laufkundschaft

    Post Heimat und Welt

    Aus der Stille in die Weite,
    Aus der Heimat in die Welt,
    Doch so weit auch sie sich breite,
    Schaff zur Heimat dir die Welt!

  2. #2
    Bestattungsunternehmer
    Laufkundschaft

    AW: Heimat und Welt

    ..sich nach einem längst verstorbenen Dichter zu benennen, macht es auch nicht besser.

  3. #3
    schreibt hier hin und wieder Avatar von Streusalzwiese
    Registriert seit
    2.January 2012
    Beiträge
    183
    Renommee-Modifikator
    8

    AW: Heimat und Welt

    Na ja. Welt auf Welt zu reimen ist nicht besonders einfallsreich.
    Und wie kann man von der Stille in die Weite kommen?

    Verbesserungsvorschlag:
    Aus der Stille in den Lärm,
    Aus der Heimat in die genuine Welt,
    Fremde Speisen freuen das Gedärm,
    Ob in Tirol oder im Beduinenzelt!

  4. #4
    Resurrector Avatar von aerolith
    Registriert seit
    30.October 1998
    Ort
    Magdeburg
    Beiträge
    4.451
    Blog-Einträge
    35
    Renommee-Modifikator
    25

    AW: Heimat und Welt

    Das Textlein ist von besagtem Herrn und stammt aus seinem gleichnamigen Lyrikbändchen.
    Mir gefällt der Inhalt. Auch die Form. Die "Verbesserung" gefällt mir nicht. Das rumpelt und pumpelt. Flaischlens Text besitzt Antithetik und eine angenehme Botschaft, die Verbesserung poltert dagegen in brachialverschränkter semantischer Begrenztheit. Ich kann das Schenkelgeklopfe hören.

    Vielleicht ist Heimat nur ein Baum...

    Oft wird mit dem Begriff der "Heimat" die sog. Schollenkunst verbunden, also eine rein auf sich und das unmittlebare Lebensumfeld Kunstfertigkeit: begrenzt, dogmatisch, entwicklungsarm. Ich lehne diese verengte Blickweise des Heimatbegriffs ab, denn keine Heimat kann sich von den großen Zeitströmungen verschließen, vollends verschließen, kann klandestin bleiben, um ein gängiges Gegenwort zur Transparenz für die Kunstentwicklung anzuwenden. Jeder Ort der Welt interagiert mit anderen Orten, notwendigerweise, zwangsläufig, unabwendbar. Ein Gemaltes, Geschriebens, Geschnitztes erreicht auch den hintersten Winkel der Welt, wird bemerkt und nachgeahmt, verbunden in der künstlerischen Weltwahrnehmung mit dem Bekannten, Gewohnten, dem Eigenen. Das war immer so und wird immer so bleiben. Manchmal dauert es nur ein wenig länger, bis auch der Ainu aus einer x-beliebigen Metropole etwas in den Händen hält, was vor Jahren dort Gegenwartskunst war. Aber sollte es Kunst gewesen sein, also Gefühle wachrufen, wird er diese durchleben und mit dem verbinden, was ihm bekannt ist, wird so etwas Neues schaffen, das seinerseits mit dem anderen eine (vitiöse?) Verbindung einzugehen bereit ist, wenn es dann Tage, Wochen, Monate, Jahre später einen Künstler am anderen Weltende erreicht.

    Heimat und Welt...

  5. #5
    Caesar Flaischlen
    Laufkundschaft

    Lightbulb Heimaterweiterung

    Für eine Fliege ist ein Zimmer schon die Welt,
    Für einen Schmetterling ein Blumengarten,
    Für einen Sperling ein begrenztes Tal,
    Wen's höher trägt, der mißt von höherer Warte.

  6. #6
    mühe
    Laufkundschaft

    magdeburg im januar

    wenn das hier die memel wär',
    gäb' es heut kein schiffsverkehr.

+ Antworten

Ähnliche Themen

  1. Wer trägt die Schuld am Elend der Welt?
    Von aerolith im Forum Politik.
    Antworten: 51
    Letzter Beitrag: 03.07.19, 16:34
  2. Heimat
    Von Nadine im Forum Forum für das geschriebene Wort
    Antworten: 26
    Letzter Beitrag: 09.05.18, 13:51
  3. die augen in der welt
    Von Mr. Jones im Forum Lyrik
    Antworten: 7
    Letzter Beitrag: 13.04.18, 19:19
  4. Heimat, was ist das?
    Von aerolith im Forum Leiden schafft
    Antworten: 27
    Letzter Beitrag: 08.02.17, 20:39
  5. Heimat
    Von Miranda im Forum Lyrsa
    Antworten: 11
    Letzter Beitrag: 01.12.02, 01:12

Lesezeichen

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Ja
  • Themen beantworten: Ja
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •