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Thema: Lite-Nite in Magdeburg - Off-Literatur

  1. #1
    Resurrector Avatar von aerolith
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    Arrow Lite-Nite in Magdeburg - Off-Literatur

    Die chose hat sich allen Ernstes behauptet und etabliert. Am 31. machen wir die fünfte LITE-NITE, im November die sechste.
    Die fünfte findet am Reformationstag statt. Was liegt da näher, als den guten Martinus Luther durch das Verlesen eines neuen Reformvorschlags zu adeln und zu ehren? Ich werde aus meinem Manifest lesen und sagen, was getan werden muß, wollte man eine gerechte Welt. Jedenfalls, was ich dafür halte.


    Im November werden wir über AMERIKA lesen. Es sind auch zwei Amerikaner dabei.
    Das Schwarze Pferd hat einen bösen Text über die Entwicklung der Atombombe geschrieben, meinereiner wird sich mit Kafkas und Kürnbergers Nichtreisen nach Amerika in nämlichen Amerika-Büchern befassen. Vor dem Publikum. Eine etwas andere Lesung, eine Auseinandersetzung beim Lesen.


    In Magdeburg haben wir eine Villa gefunden, in welcher vor zweihundert Jahren die erste Magdeburger Lesegesellschaft tagte. Jetzt müssen wir nur die Besitzer (eine Aktiengesellschaft mit Sitz in Humsrüzztel) davon überzeugen, daß es für sie besser wäre, wenn sie uns ließen.


    Für Dezember und Jänner 2003 nehme ich gern Selbeinladungen entgegen. Der vierte Donnerstag im Monat immer.


    Für Erfurt haben wir etwas ähnliches in Aussicht zu stellen. Dort wird auch eine solche Veranstaltung geplant. Wir müssen und wollen.


    Berlin-Spandau könnte etwas werden. Jedenfalls stimmt das Ambiente. Aber wir werden uns in Berlin nicht dem Bildungsbürgertum stellen, sondern dem Plebs. Also müssen wir in die City, Mitte oder Prenzlauer Berg.

  2. #2
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    AW: Lite-Nite in Magdeburg - Off-Literatur

    sondern dem Plebs. Also müssen wir in die City, Mitte oder Prenzlauer Berg.

    Die Mitte ist von den Reichen eingenommen, am Prenzlauer Berg werden die letzten Plebs Einheiten zurückgedrängt. Keine Ahnung wo der Plebs hin ist. Aber Mitte ist ja so was von anders als vor 5 Jahren. Schlechte Kunst und teurer Ramsch. Schade. Da waren nach der Wende die jungen Galerien, schlechte Straßenbeleuchtung, rissiges Pflaster aber wirklich. Die können sich das aber nicht mehr leisten. Leider. Prenzlauer Berg wird bereits von Werbeagenturen angepeilt, der Tod jeder lebendigen Kultur.
    Sehr gut kenne ich mich in Berlin nicht aus, informiere mich aber immer, weil ich da mal leben will. Gut ist wenn Du einige Bildungsbürger hast, mit Volk zusammen. Leider ist es immer noch so, daß der Plebs etwas eher bereit ist sich anzuhören, wenn es die da auch tun.

  3. #3
    Bauer Hans
    Status: ungeklärt

    AW: Lite-Nite in Magdeburg - Off-Literatur

    Und was ist mit den angesagten Literaturtagen am 27. Octopus in München?

  4. #4
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Lite-Nite in Magdeburg - Off-Literatur

    München? Gar nicht. Sind wieder ausgeladen worden. Habe deswegen Streit mit den Betreibern, weil ich mich nicht gern verscheißern lasse.
    Lege letzten mail-Kontakt hier ab:


    Hier die Ausladung vom 1.10.02


    Lieber Robert,
    nun ist es so, dass Verlags-Kollegen und Kolleginnen, die wir angeschrieben haben, sehr schnell zugesagt haben. Das heißt für dieses Jahr, dass ihr nicht bei den Haidhauser vertreten sein könnt.
    Dennoch hoffe ich, Sie mal wieder einladen zu dürfen, wenn wir wieder Kleinverlage bei uns in München vorstellen.


    Mit lieben Grüßen aus der Milchstraße,


    Petra Ina Lang




    Robert K. antwortete am 6.10.02:


    Verehrte Petra!


    Das bedeutet lediglich, daß Sie getroffene Zusagen nicht erfüllen, mehr nicht, und daß Ihnen, die im Reiche des Wortes doch zu Hause sein sollte, dieses nichts gilt, wenn ein anderes daherkommt. Sollten Sie mir nicht einen triftigen Grund für Ihre Rücknahme der Zusage nennen können, dürfen Sie damit rechnen, daß ich an keiner gegenwärtigen und bis zur verständlichen Erläuterung auch an keiner künftigen Zusammenarbeit mit Ihnen bzw. Ihrem Büro interessiert sein kann.


    Kollegiale Grüße, Robert K.


    Antwort aus München vom 17.10.02


    Lieber Robert,
    wir waren im Urlaub, u.a. in Berlin, und habe erst gestern Ihre mail gelesen und war auch im MLB und hörte Ihren Anruf.
    Das Ganze kam so:
    Ich war mir nicht sicher, ob Sie nun kommen wollten oder nicht. Sie schrieben ja, "Da ich Sie nicht kenne, kann ich nicht verbindlich zusagen."
    Das ist leider das kritische Moment bei der Planung einer solchen Veranstaltung, dass man vorsorgen muss, falls jemand nicht kommen kann oder will oder zögert, sprich, dass man zu einem bestimmten Zeitpunkt der Planungsunsicherheit - und die haben Sie uns leider gegeben - weitere Verlage anspricht mit dem Risiko, jemandem absagen zu müssen und damit zu verärgern.
    Ein kleiner Verlag aus Rostock signalisierte mit Freude, dass er gerne kommen würde. Nun hatte ich eine bedingungslose Zusage und zudem eine sehr erfreute.
    Ich hatte Ihnen geschrieben, dass wir bereit seien, einen nicht unerheblichen Reisekostenvorschuss zu überweisen, was an sich schon unüblich ist, nämlich Vorschüsse an Dritte zu zahlen, aber gut, das Risiko wollte ich eingehen, obwohl es kein geringes war.
    Dann kam Ihr wiederum sehr misstrauisches mail vom 30. August.
    Folglich habe ich Ihnen kein Geld überwiesen. Damit stimmt auch der Satz: "Sollten Sie mir bis Anfang Aktober 2002 300 Euro Reisegeld auf das Konto (...) eingezahlt haben, können Sie davon ausgehen, daß ich am 26. Oktober 2002 bei Ihnen erscheine."


    Wir haben in den letzten Jahren sogar Veranstaltugen durchgeführt, wo ich den Leuten sagen musste, ich kann Ihnen erst dann definitiv einen Reisekostenanteil zahlen, wenn ich die Gesamtabrechung vorliegen habe. Dennoch kamen die Leute gerne, denn das Münchner Literturbüro ist dafür bekannt, ein Forum nicht nur des lebendigen Gedankenaustauschs zustandezubringen, sondern auch eine menschlich
    angenehme Atmosphäre.
    Vielleicht hätte ich Ihnen das schreiben sollen.
    Was meinen Sie, kommen Sie mal nach München, dann reden wir miteinander.
    Eigentlich schade, weil mich Ihr Unternehmen wirklich interessierte.
    Mit lieben Grüßen
    Petra Lang




    Hier meine Antwort vom 19.10.02


    Verehrte Petra!
    Lienus aus Augsburg erläuterte mir die Zusammenhänge. Einer sagt nun die Unwahrheit, denn seine Darstellung weicht von der Ihren ab. Eine Überweisung der ausgemachten Summe hätte Sie aller Unsicherheiten bezüglich meines Erscheinens enthoben, oder wollten Sie allen Ernstes behaupten, daß ich nicht gekommen wäre, wenn Sie den ausgemachten Betrag überwiesen hätten? Was da bräuchlich ist, interessiert mich nicht. Ich pflege meine Verträge und Abmachungen persönlich zu beiderseitigem Vorteil zu treffen und ziehe nun, was Abmachungen mit Ihnen betrifft, meine Schlüsse. Rechnen Sie also in Zukunft nicht mit uns.
    Ich möchte den email-Verkehr beenden. Im Sinne unserer Arbeit für die Literatur wünsche ich Ihnen Erfolg.
    Kollegiale Grüße, Robert K.
    P.S. Zur Verdeutlichung unserer Absichten empfehle ich Ihnen ff. Lektüre: http://www.vonwolkenstein.de


    Letzte mail vom 21.10.02


    Lieber Robert,
    ich seh's ein, ich hätte Ihnen vertrauen sollen. Aber ich habe Ihnen doch erklärt, wie ich zu dem Entschluss kam. Ich bedauere sehr, dass Sie sauer sind und verstehs auch von Ihrer
    Warte aus.
    Lienus kennt gar keine Zusammenhänge, er ist doch gar nicht mit der Planung und Durchführung der Haidhauser Büchertage vertraut und betraut. Ehrlicher als ich in meinem letzten mail zu Ihnen war, kann ich nicht sein. Was ist denn das nun wieder?
    Danke trotzdem für die guten Wünsche.
    Auch Ihnen wünsche ich weiterhin Erfolg in Ihrer Arbeit. Ich erlaube mir, mich per Internet auf dem Laufenden zu halten.
    Ich finde es trotzdem schade, dass Sie den Kontakt abbrechen, respektiere es aber.
    Vielleicht, wenn der Zorn verraucht ist, kommen wir doch wieder in Kontakt.
    Mit freundlichen Grüßen
    Petra
    ------------------------------------------
    Nachsatz des Einstellers: Nicht weiter schlimm. Für uns Alltag. Absage reiht sich an Absage. Vertrauensbruch an Vertrauensbruch. Was meint der Leser wohl, warum wir ein Manifest schrieben?

  5. #5
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: Lite-Nite in Magdeburg - Off-Literatur

    Robert, wenn Du richtigen Plebs haben willst, dann geh nach Schöneweide! Schlimmer kannst Du es im Osten kaum treffen. Das ist immer noch Hardcore. Und jenseits der Mauer empfehle ich eine Freiluftlesung im Britzer Garten. Oder im Wedding, obschon man Dich dort kaum noch verstehen dürfte.
    Inzwischen ist sogar meine letzte Oase in Mitte, "Bei Heinz und Inge", von südwestdeutschen Studenten überrannt, die dort lallend ihr fettes BaFÖG verprassen, die Bedienung ist eine freundliche (hah! in einer Kneipe, will man das?!) Amerikanerin, ach, es ist schon traurig.

    Spandau war schön, obwohl es mit Berlin nun auch nicht mehr sooo viel zu tun hat. Bis auf die Nummernschilder.

  6. #6
    rodbertus
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    AW: Lite-Nite in Magdeburg - Off-Literatur

    Thema im November: Amerika.


    Ich lese aus Büchern und Texten von Leuten, die nie in Amerika waren, aber eine Meinung dazu haben. Das hat dieserzeit ja Tradition, Meinung zu haben.


    Goethe, Kafka, Kürnberger und Knorr. Alle mit G.

  7. #7
    Isi
    Status: ungeklärt

    AW: Lite-Nite in Magdeburg - Off-Literatur

    info:
    Sechste LiteNite im Blue: "Amerika, Amerika"


    Die monatliche Lesung "LiteNite" steht am Donnerstag, den 28.11. ganz im Zeichen der berühmten Stars & Stripes. Alle Lesebeiträge drehen sich um das große Thema "Amerika".
    Hochinteressante Gäste haben sich bei Veranstalter Michael Isensee angekündigt. Darunter die beiden Amerikaner John V. Baer, künstlerischer Direktor der Pantheum AG und Krister Johnson vom Fraunhofer Institut. Weiterhin lesen Georg von der Gablentz (Deutsch-Amerikanisches Dialogzentrum), Conrad Engelhardt (Chefredakteur des Stadtmagazins "Dates") und Robert K. (Autor und Verleger) aus eigens ausgewählten Werken.
    Das besondere Flair der "LiteNite" liegt darin begründet, dass die vorgelesenen Texte mit Musik unterlegt werden. Live gibt es diesmal unter anderem "Bluegrass" zu hören, das ist original amerikanischer Country - Jazz. Auf den Gitarren spielen Olaf Glösmer, vielen besser bekannt als "der Anwalt mit dem Cowboyhut", Dietmar Hürold und Ingo Gremm, beides Magdeburger Musikschullehrer.
    Bei diesem vielversprechenden Ohrenschmaus werden auch die Augen nicht vernachlässigt. Journalist Steffen Zechendorf stellt Fotografien seiner letzten Reise nach New York aus.
    Die Lesung in der Sternstr. 29 beginnt um 21 Uhr. Der Eintritt ist frei.


    --
    Isi Musikclub

  8. #8
    rodbertus
    Status: ungeklärt

    AW: Lite-Nite in Magdeburg - Off-Literatur

    Sind, finden statt. Nächste Woche die nächste. Immer der letzte Donnerstag des Monats im STERN zu Magdeburg.
    Anmeldungen über meine email-Adresse.

  9. #9
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Lite-Nite in Magdeburg - Off-Literatur

    Kurzer Nachtrag: Die Lite-nites finden nach wie vor einmal im Monat statt. Aber wir beteiligen uns nicht mehr daran.
    Die künstlerische Grundidee, weshalb wir diese anregten, bestand darin, in einem kleinen Raum eine heimelige Atmosphäre zu schaffen, sanfte Begleitmusik und Kerzenschein, dazu interessierte und ausgesuchte Zuhörer, die verschiedenen literarischen Aspiranten lauschten und danach das Gespräch suchten.
    Leider war die Sache zu erfolgreich. Also beschloß der Besitzer des Ladens (Roter Stern), in dem wir die Veranstaltung dreimal durchgeführt hatten, ohne das mit uns abzusprechen, aus sicherlich rein ökonomischen Zwecken, die Veranstaltung in einem größeren Ambiente abzuhalten. Da sagen wir schnell Tschüß!


    Also suchen wir uns einen neuen Laden, in dem wir unser künstlerisches Konzept durchsetzen können.
    Heute abend, ab neun, lese ich begleitend zu den Improvisationen Leo Schaafs, der uns schon auf Königstein bestmöglich künstlerisch begleitete, in der Thiemstraße im Cafe TIMBUKTU.


    Wir werden sehen.

  10. #10
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Lite-Nite in Magdeburg - Off-Literatur

    Ich habe etwas gelernt. Aus dem Crescendo wächst Musik. Da waren Martin, Stefan, Roland, Leo und noch einmal Stefan. Bewaffnet waren sie mit afrikanischen Trommeln, Gitarren und einem australischen Blasinstrument, dessen Namen ich mir einfach nicht merken kann. Und einer begann, spielte irgend etwas. Andere setzten ein. Ich wurde aufgefordert, ein Instrument zu NEHMEN. Natürlich lehnte ich ab. Meine Sprache sei das Wort, sagte ich. Und das Wort stört manchmal. Aber es könnte hier eine neue künstlerische Synästhesie entwickelt werden, Begleitung der Musik durch das Wort. So ähnlich müssen die Griechen Musik entwickelt haben.
    Wir werden es aufnehmen, nächstmals. Und ich werde es den Forumatikern schenken, diese Aufnahmen aus dem Off.


    Ich hatte das wundervolle Gefühl des Werkstättischen.

  11. #11
    Bauer Hans
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    AW: Lite-Nite in Magdeburg - Off-Literatur

    Wenn Du erst jetzt dieses Erleben genossen, dann, bitte ,erinnere Dich an Obernberg und was Klammer uns vorgeführt: Wort, Musik und Bild. Zusammenklang.


    Und jenes unaussprechliche australische Instrument säuselte dazu aus dem Keller. Der Mond scheint auch über Machdeburg, nur Jahre später... aber immerhin.

  12. #12
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Lite-Nite in Magdeburg - Off-Literatur

    Die Idee des Zusammenklingens ist alt. ETA Hoffmann brachte sie wohl erstmals in die Literatur, in der Frühneuzeit nannte man das verächtlich eklektisieren, d.i. ein anderes Wort für prinzipienloses Aneinanderreihen und Aufeinanderbeziehen. Aber der Versuch steht. Immer wieder neu.
    In Obernberg war es keine Werkstatt. Das habe ich im HERMES dargelegt, was daran fehlte, um es so nennen zu können. Das Konzept war vielmehr eines des Nebeneinanders, des Vorstellens fertiger Produkte, fertiger Produktideen. Die LITE-NITE-Idee besteht darin, eben das Leichte darzureichen durch Verbindung schwerer Teile. Wenn Leo spielt, dann versteht das keiner, weil Leo die Untertöne sucht. Wenn ich lese, dann versteht das auch kaum einer, vielleicht nicht einmal meine besten Freunde. Sie sagen immer, wenn ich anfange zu reden, dann ist ihnen alles klar, dann sollte ich nie aufhören. Wenn ich lese und Leo spielt, dann paßt da etwas, da fällt da das beiderseits Unzumutbare zusammen. Er nimmt meine Untertöne auf und setzt sie mit seinen in Beziehung, er nimmt mich an die Hand, ich gebe ihm die Spielwiese.

  13. #13
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Lite-Nite in Magdeburg - Off-Literatur

    Morgen ab 19 Uhr Zusatzlesung im Lorenzweg, Garten vom Lila-Haus. Dazu Bier und Grill. Männerabend.


    Thema: Ahnen sind wir, nicht nur Enkel!

  14. #14
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Lite-Nite in Magdeburg - Off-Literatur

    Es ist vollbracht. Die Vorbereitungen zur ersten Lesung laufen.


    Wann? 9.Dezember 2004, 21 Uhr (ca. eine Stunde)
    Wo? Magdeburger "Stern", Sternstr. 9
    Wer? Magdeburger Autoren
    Was? Was auf die Ohren, Was zum schmunzeln, Was trauriges


    Bei Erfolg führen wir diese Veranstaltung einmal monatlich durch und laden uns Gäste aus Übersee ein.

    Lesungen finden immer donnerstags statt, das erste Mal zu John Lennons Todestag. Ab Jänner versuchen wir, immer den ersten Donnerstag des Monats als festen Termin einzurichten, es sei denn, er fällt auf einen Feiertag.




    Du bist übrigens vorgemerkt, Paulchen. ich hoffe doch, daß Du es einen schönen Donnerstags die Elbe raufschaffst.

  15. #15
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    AW: Lite-Nite in Magdeburg - Off-Literatur

    Jau - doch die Überholspur hinauf scheint es nicht zu sein, shice auf die Biere, rauch Dir auch keinen, nichts davon macht intelligenter, wo es von Nöten sein könnte: Lässigkeit ist oft nicht mal ein Lattenschuss aufs eigene Tor wert. Mahlzeit.


    (Habs ins Schwerverständliche formuliert, aus Schutz vor der Öffentlichkeit und wegen der hiesigen Sparte "Langzeitprojekte", Klammer zu!)

  16. #16
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    AW: Lite-Nite in Magdeburg - Off-Literatur

    jaja.
    das sagter immer.
    in laibzsch warn ja auch hunderttausend kemerateams.
    waaaahnsinn.
    welch medienrummel.
    ui.
    insofern kinners, seid gewapmnet.
    ich sach nur:
    blitzlichtgewitter!
    ergo: ob8!
    und viel schbass.
    aba garantiert...

  17. #17
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Lite-Nite in Magdeburg - Off-Literatur

    Reihenfolge bestimmt:




    1. böser Onkel - Robert gibt was auf die Ohren
    2. erotische Jungfer - Layla liest Lyrik
    3. versöhnlicher Vermittler - Gunnar liest Weihnachtliches


    Dazu wird Leo Schaal auf der Gitarre begleiten. Wir sind aufgeregt.

  18. #18
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    AW: Lite-Nite in Magdeburg - Off-Literatur

    Zusammenfassung unserer Lesung


    Vorweg: es gibt eine Videoaufzeichnung, allerdings ist diese erst in ca. 1 Woche verfügbar.


    Kurz nach 21 Uhr ging das Ganze los, musikalisch begleitet von einem jungen Mann, Leo, der wahrscheinlich mit der Gitarre im Arm schon geboren wurde.
    Gelesen hat zuerst der Robert, natürlich anspruchsvoll und eine Basis zum weiteren Verständnis legend, sprich: was wir warum lesen und worin die Problematik der Poetik und des Büchermachens liegt. Feedback von den Zuhörern: einige konnten ihm nicht wirklich folgen. Macht aber nix.
    Dann war ich dran. Natürlich hatte ich den schwersten Teil: Lyrik. Hier liegt die Problematik für den Zuhörer einfach darin, daß er eben nur hört, nur einmal, und wie wir wissen, gibt es Gedichte, die ihren Kern erst nach zwei-, dreimaligen Lesen entfalten. Aber es war andächtig und zeigte auch Wirkung.
    Eine Kurzgeschichte von mir war auch noch drin. Damit war der weibliche Part erfüllt.
    Zuletzt kam Gunnar, ein Freund, der den lustigen Teil der leichten Unterhaltung erfüllte. Ein guter Vorleser, die Leute waren sehr amüsiert.
    Zwischendurch sanfte Gitarrenklänge, Wein und Zigarette...
    Im Anschluß haben wir uns das Feedback geholt, Fazit: Lesung ist gut angekommen, die Leute würden wiederkommen, aber nächstes Mal wollen wir versuchen auch anderes Publikum in den Stern zu bekommen. Das wird meine Aufgabe sein, eben Werbung machen, Präsenz zeigen usw.

  19. #19
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    AW: Lite-Nite in Magdeburg - Off-Literatur

    hihi, ich lach mich schieflagigst.
    klingt großartig!
    ja, daran glaub ich wohl.


    büschn maskulin noch,
    aba naja -
    macht aber nix.


    clowns sind meistens helden.


    die gitarre hätt ich gern gehört.
    und mann kann übrigens aus einem abflußrohr
    didgeridoo-klänge zaubern.


    die nachbarn wissen das bereits.


    ja, der rote stern ist toll!

  20. #20
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    AW: Lite-Nite in Magdeburg - Off-Literatur

    Hallo ihr Lieben,


    wie an anderer Stelle kurz erwähnt, soll ab September jeden ersten Montag im Monat eine offene Lesung im Jakelwood stattfinden (ist übrigens die Kneipe genau gegenüber dem Stern, der ja den meistens zumindest namentlich bekannt ist)


    Lesen darf jeder, eigene Texte, max. 10 min., Musik ist auch dabei, mehr wird erstmal nicht verraten...


    Wer also Lust hat, diese Gelegenheit für einen Besuch in MD zu nutzen, der möge sich bei mir melden. Dann kann ich Meldung im Jakelwood machen, daß wir "Ehrengäste" haben


    Wohlan, Wohlauf und Rinjehauen...

  21. #21
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    AW: Lite-Nite in Magdeburg - Off-Literatur

    Jammen, bis die Finger bluten!


    Jeden Dienstag passieren merkwürdige Dinge am Hasselbachplatz. Eigenartige Typen mit Verstärkern unter den Armen und langen Haaren bilden eine der einzigartigsten Randgruppen unter den vielen Subkulturen Magdeburgs. Vielleicht sind sie Zurückgebliebene. Vielleicht leben sie in der Vergangenheit. Aber in einem verstehen sie sich vielleicht besser als alle anderen. Musik und die dazugehörenden Instrumente. Egal ob Kontrabass, Metalaxt, Geige, oldschoolige Stratocaster oder einfach nur Stimme. Alle zieht es sie ins "Jakelwood". Jakelwood? Was soll das heißen, hört man oft viele fragen. Abgeleitet hat sich der Name vom Stück "Jackyl and Hyde" (es gibt am Hasselbachplatz auch das "Hyde"), welches sich um einen Schizophrenen handelt und dessen böses Ich ist Jake und Elwood von den Bluesbrothers. Zusammen bildet sich der Name
    "Jakelwood". Also sinnbildlich für bösen Blues.
    Dienstags ist dort freie Jamsession (aber geübt wird bitteschön zu Hause!). Im Ursprung war dieser Abend eine Akustik-Session, wo alte Folk- und Blues-Nummern gespielt wurden. Da dieser Abend aber an Popularität zugenommen hat, haben sich sogar Bläser mit Saxophonen und Trompeten hingetraut und stießen dabei teils auf harte Kritik wegen ihrer Lautstärke, gegen die eine unverstärkte Gitarre nicht ankommen kann. Also musste verstärkt werden. Das hatte wiederum zur Folge, dass sich die Kneipenbesucher immer lauter unterhalten müssen, weil nicht alle immer der Musik folgen. So schreien sich die Leute teils richtig an, selbst wenn leisere Bluesnummern gespielt werden, was das Ganze ein bisschen zur Sau macht. Und wer hat Schuld? Die Bläser! Wie immer...
    Übrigens, wer mit der Anweisung "Blues-Shema in F" nichts anfangen kann, für den ist vor der Bühne Schluss oder er muss mit sehr harter Kritik rechnen. Gitarrenhälse hinterlassen oft böse Narben. Eigene Stücke dürfen natürlich auch Solo gezeigt werden und je exotischer das Instrument desto interessanter wird es. Wer kein Instrument spielen kann, aber ein wenig Rhythmusgefühl besitzt, kann sich an einer der afrikanischen Trommeln oder anderen Percussionsinstrumenten artikulieren, die im Raum verteilt herumliegen und dem Sound insgesamt eine gewisse Fülle geben, so dass da manchmal richtig gute Stücke entstehen.
    Die Räumlichkeiten sind schön klein gehalten; alles wirkt sehr gemütlich. Das eher süßliche Fassbier von der kleinen südthüringischen Privatbrauerei "Gessner" aus Sonneberg ist in rauen Mengen vorhanden und schmeckt mir persönlich sehr gut. Aber auch das übliche harte Zeug wie Absinth, Wodka usw. ist erhältlich. Witzig fand ich auch das sogenannte "Elwood-Menü" für 35 Cent, bestehend aus einer Scheibe getoastetem Toast. Anstatt normalen Boxen kommen übrigens alte Röhrenradios für die Musikanlage zum Einsatz. An den Wänden hängen Gitarren, Geigenkoffer und Bilder von Größen wie Ray Charles, John Lee Hooker, James Brown und ein großes Portrait der Bluesbrothers hängt über der Bühne. Ein Kicker ist natürlich Pflicht. Ungewöhnlich und wahrscheinlich einmalig an Hasselbachplatz. Ein Bücherregal mit ECHTEN Büchern! Gefüllt ist dieses mit Biografien und Klassikern. Ich mein, ich war schon in vielen Kneipen hier am Hasselbachplatz, aber meines Wissens ist das Jakelwood der einzige Laden, in dem sogar gelesen wird.
    Aufgrund der teils komplett unterschiedlichen Stile kann es schon passieren, dass Hendrix' "Little Wing" in Jazz gesungen wird. Selbst um 4 Uhr morgens kann man noch friedlich in der Runde sitzen und ehrbaren Gitarristen beim Bluesimprovisieren zuhören und draußen hört man schon die Vögel brüllen. Insgesamt hören die meisten Leute dort kaum aktuelle Musik. Ich denke, es dominieren die 60er und 50er Jahre. Meistens laufen dort alte Stücke von Bob Marley, Cream, Beatles und etlichen Bluesgrößen. Die Tapete ist übrigens auch sehr schön (wirklich!).
    Ich finde diese Abende immer schön und man kann eine Menge lernen, wenn man willig ist. Schade finde ich nur, dass die Leute manchmal nur labern und der Musik überhaupt nicht mehr zuhören. Das nervt besonders, wenn dann am Ende nur ein spärlicher Applaus aus den vorderen Reihen zu hören ist und nach hinten hin überhaupt gar nicht mehr zugehört wird. Wenn man den ganzen Abend wieder etwas leiser bekommen würde und die Leute ruhig der Musik zuhören oder sich leise unterhalten, würde es mehr Sinn machen, sich dort als Musiker blicken zu lassen. Alles in allem lohnt es sich immer, wenn der Laden wieder etwas leerer wird, denn dann kann man die Musik auch wirklich genießen. Prost.

  22. #22
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: Lite-Nite in Magdeburg - Off-Literatur

    Hört sich nicht schlecht an...
    Bekommt man denn auch Freibier fürs Spielen ?
    Ich mein, irgendeinen Anreiz muss man schon haben um 100 km für ne kleine mufflige session zu fahren.
    Klar, die Stadt ist schon cool, und bei nem Studentenfreund kann ich auch penn, insofern kann man vieles verbinden und vereinfachen...naja


    Also immer Dienstags am Hasselbachplatz im Jakelwood ist bei euch session angesagt in magdehood
    Ich kann ja mal rumkommen.

  23. #23
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    17

    AW: Lite-Nite in Magdeburg - Off-Literatur

    Jake und Elwood, die beiden Bluesbrothers sind die Grundlage der Namensgebung des JakElwood. Das hat nicht mit dem Jckyl und Hyde zu tun und schon garnichts mit dieser kneipe in der sternstraße. Die herschaften hatten nur keine bessere idee und v.a. keine ahnung...

  24. #24
    rodbertus
    Status: ungeklärt

    AW: Lite-Nite in Magdeburg - Off-Literatur

    Am Sonntag (12.Juli) ist es wieder soweit: Wir lesen. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, ab achte im Jakelwood neuen Ergüssen über Liebe, Sex, Termiten, Fußball und ähnliche Labsale zuzuhören. Wir wandern dann durch drei Kneipen inner Magdeburger Innenstadt.
    Auf zahlreiches Erscheinen interessierter Lesekundiger hoffe ich.

  25. #25
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Lite-Nite in Magdeburg - Off-Literatur

    hiermit möchte ich alle Wolkensteiner zu den literaturtagen nach magdeburg bitten. rechtzeitig bei mir anmelden, damit ich für unterkunft sorgen kann. fahrtkosten werden leider nicht erstattet, aber ich lade zu einem bierchen ein.

    termin: 29.april bis 1.mai 2011
    ort: magdeburg, moritzhof (www.moritzhof-magdeburg.de)

    ich denke, paul und ich werden in jedem fall eine lesung halten, wenn paul nicht absagt. es ist ein literaturfest über drei tage. wir haben schon letztes jahr bei dieser messe mitgemacht. es war angenehm unaufgeregt. bei den lesungen findet sich publikum ein, zwischen 50 und 100 leute. es gibt nachmittag- und abendlesungen.

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