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Thema: Wahn

  1. #1
    Kurzvormabschussiger
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    Post Wahn

    Wann Wannwahn Wahn… Sinn-
    erloschenes liest sich… woher
    das wohin steht fest… nicht
    geerdet aus sich… in sich
    schmucklos schmückendes Beiwerk.

    Wann Wannwahn Wahn… Sinn-
    gekrönt mit der Aschekrone… zum
    Nichtmenschentag im Winter… aus
    selbstgerechter Macht… geurteilt
    gesprochen und vollzogen.

    Wann Wannwahn Wahn… Sinn-
    los im verwaist sein… den
    wundgeschundenen Leib als…
    Leerform abgestreift… in ein
    keimendes Nichts.

    Es sei…

    Wann Wannwahn Wahn…

  2. #2
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Wahn

    keimendes Nichts? woher das wohin steht fest

    das sind die textstellen, die mir im hirn bleiben werden, wobei ich das nicht goutiere. das keimende Nichts ist keine c.i.a., sondern entweder die überbordende Erwartungshaltung eines oberlehrers an einen mißratenen schüler oder aber das gegenteil, nämlich das ausbleiben jedweder hofffnung, denn in jedem nichts ist ein ichts, wie schon jakob böhme wußte.

  3. #3
    Kurzvormabschussiger
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    AW: Wahn

    Zitat Zitat von aerolith Beitrag anzeigen
    keimendes Nichts? woher das wohin steht fest

    das sind die textstellen, die mir im hirn bleiben werden, wobei ich das nicht goutiere. das keimende Nichts ist keine c.i.a., sondern entweder die überbordende Erwartungshaltung eines oberlehrers an einen mißratenen schüler oder aber das gegenteil, nämlich das ausbleiben jedweder hofffnung, denn in jedem nichts ist ein ichts, wie schon jakob böhme wußte.
    Meine Lyrik hat den Sinn, den man ihr gibt! G. Benn schreibt dazu: "Dichten heißt, die entscheidenden Dinge in der Sprache ins Unverständliche erheben, sich hingeben an Dinge, die verdienen, dass man niemanden von ihnen überzeugt". Passt doch!

    Gruß d.p.

  4. #4
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Wahn

    Mal abgesehen davon, daß Benn daß nicht mit -ss schrieb, hat Überzeugungsarbeit im Lyrischen tatsächlich nichts verloren. Ich möchte MEIST noch ergänzen wollen, denn bei Majakowski liest sich Propaganda. Aber das "keimende Nichts" möchte ich als Bild nicht akzeptieren.

  5. #5
    Mitgestalter Avatar von anderedimension
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    AW: Wahn

    Mir gefällt die Metapher vom keimenden Nichts - sehr sogar. Ein gedeihendes, eins wachsendes Nichts...das ist für mich ein starkes Bild...abseits der Pfade. Und der "Nichtmenschentag" gefällt mir auch. Was mir weniger gefällt ist "das wohin" statt das Wohin und "im verwaist sein" statt im Verwaistsein"....das mE als emanzipiertes Substantiv eine ganz andere Wirkung entfaltet...als wenn ich "nur" einen Zustand beschreibe...

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