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Thema: Wirbels Fußball-Ecke... (Gedanken zum 1.FC Magdeburg oder doch eher "Gedenken an..."?

  1. #51
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    AW: Wirbels Fußball-Ecke... (Gedanken zum 1.FC Magdeburg oder doch eher "Gedenken an.

    Wie die Verblödungsmaschine läuft und die Manipulationsschraube auf Hochtouren läuft, erkennt man daran, dass kaum einer der regenbogenverblendeten Idioten einen blassen Schimmer hat, worum es bei dem Gesetz in Ungarn geht! Denen wird von den ÖR- und medialen Eliten vorgegaukelt, da ginge es um Diskriminierung, Kriminalisierung oder Verfolgung von Schwulen, Lesben, Queeren oder sonstigen LGBTXYen. Geht es nicht! Wie Wirbel schrieb, haben die Ungarn halt noch die Frechheit, ihre Kinder vor perversen, dekadenten Minderheiten - die hierzulande die Meinungsführerschaft zu haben scheinen - zu schützen! So was aber auch. Dass selbst die Kommissionspräsidentin ein Gesetz eine Schande nennt, das sie offensichtlich nicht kennt oder wissentlich falsch darstellt, setzt dem Ganzen noch die Krone auf.

    Aber macht nix, Hauptsache, Deutschland kann sich als Moralweltmeister aufspielen! Wenn man die bösen, rassistischen, xenophoben, faschistoiden Ungarn nicht auf dem Rasen besiegen kann, dann auf dem Feld der Moral!

  2. #52
    rodbertus
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    AW: Wirbels Fußball-Ecke... (Gedanken zum 1.FC Magdeburg oder doch eher "Gedenken an.

    frei von Arroganz gegen die Inselaffen...

    https://vid.pr0gramm.com/2021/06/24/...8d5de51ee3.mp4

  3. #53
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Wirbels Fußball-Ecke... (Gedanken zum 1.FC Magdeburg oder doch eher "Gedenken an.

    Nachgesang zu EM: Nachdem die Franzosen und der Türke in die deutsche Mannschaft gekommen waren, schlugen die Engländer zu. Die deutsche Rumpfelf konnte mental nicht dagegenhalten und verlor sang- und klanglos. Die Entwicklung der deutschen Nationalelf ist ein Spiegelbild der gesellschaftlichen Entwicklung in der BRD. Ohne Kurswechsel wird das nichts.

  4. #54
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Wirbels Fußball-Ecke... (Gedanken zum 1.FC Magdeburg oder doch eher "Gedenken an.

    England gewinnt zu Hause 2:1 nach Verlängerung durch einen zweifelhaften Elfmeter. Wie überraschend!

    Beim FCM spielt nun kein Ostfale mehr. Der Trainer hat seine Schäfchen alle untergebracht. Klientelismus. Ich bin es leid. Sie begreifen nicht, daß sich das Besondere eben auch behaupten muß, will man das Besondere sein. Erfolg haben wollen sie alle. Das ist nicht das Besondere, ihn zu haben. Erfolg erzeugt bei den Halbgewalgten Freude, bei oberflächlichen Naturen und Wechselbälgern. Sie ziehen dort hin weiter, wo sie ihn erleben können. Erlebnisorientierte Kinder. Der Mensch dagegen nimmt Erfolg als das Natürliche, es ist ihm Akzidenz, nicht Substanz des Vergnügens.

  5. #55
    Mitgestalter Avatar von anderedimension
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    AW: Wirbels Fußball-Ecke... (Gedanken zum 1.FC Magdeburg oder doch eher "Gedenken an.

    Für Sonntag drücke ich den Italienern die Daumen...nicht nur, aber auch...weil die Engländer Anstand und Respekt vermissen ließen...als unsere Hymne gespielt wurde. In solchen Momenten kann ich fühlen...wie sehr und wie gerne ich Patriot bin.
    Der Abschied entziffert die Handschrift einer Begegnung

  6. #56
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Wirbels Fußball-Ecke... (Gedanken zum 1.FC Magdeburg oder doch eher "Gedenken an.

    England oder Italien? Lieber Italien, obwohl die uns zwei Mal verrieten. Aber die plutokratischen Inselaffen kann ich nun gar nicht leiden, obwohl sie uns verwandtschaftlich näherstehen.

  7. #57
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    AW: Wirbels Fußball-Ecke... (Gedanken zum 1.FC Magdeburg oder doch eher "Gedenken an.

    Wieso dieser Chauvinismus? Da sage noch einer, Sport verbinde die Nationen ....
    Dieserart Monsterspektakel wie EMs, WMs, Olympics etc. verbinden Kommerz mit Schwarmdummheit

    Werd ich wohl nie verstehen.

  8. #58
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Wirbels Fußball-Ecke... (Gedanken zum 1.FC Magdeburg oder doch eher "Gedenken an.

    Die FAZ bewertet die Kommentatorenleistungen, insbesondere die der Experten. https://www.faz.net/aktuell/sport/fu...b-global-de-DE
    Nun ja, davon abgesehen, daß ich diverse Expertenkommentare für überflüssig halte, empfand ich die diesjährigen, jedenfalls bei den wenigen Spielen, die ich sah, als Gewäsch. Die gelobte Almuth Sch. wirkte zwar sympathisch, weil sie ihre sicherlich vorhandenen Fachkenntnisse nicht so "heraushängen" ließ wie Schweinsteiger oder Wagner, aber im Spiel Spanien gegen Kroatien irrte sie sich mit ihrer Einschätzung doch gewaltig. Spanien führte 3:1 und die Expertin meinte, daß Kroatien deshalb das Spiel verloren habe, weil man nur durch die Mitte zum Erfolg kommen wollte, wo sie von bärenstarken und sicher stehenden Spaniern schlichtweg abgekocht wurden. Nun ja. Es fielen noch zwei Tore, beide durch die Mitte.

  9. #59
    Mitgestalter Avatar von anderedimension
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    AW: Wirbels Fußball-Ecke... (Gedanken zum 1.FC Magdeburg oder doch eher "Gedenken an.

    Über all die Tage hinweg war Almuth S. für mich eine positive Erscheinung...weil sie nicht nur Fachkompetenz zeigte (was zu erwarten war)...sondern weil sie darüber hinaus auch sehr authentisch wirkte...sie auch die Spieler und Funktionäre kritisierte, die ansonsten gerne verschont werden. Von Kramer wusste man schon vorher, dass er ein ausgezeichneter Experte ist. Bei ihm überrascht mich...wie er vergessen macht, dass er selbst immer noch aktiver Spieler auf höchstem Niveau ist. Da den Abstand zu wahren...den es braucht...um objektiv berichten zu können...das ist schon eine Kunst für sich.
    Der Abschied entziffert die Handschrift einer Begegnung

  10. #60
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    AW: Wirbels Fußball-Ecke... (Gedanken zum 1.FC Magdeburg oder doch eher "Gedenken an.

    Es wurde dieser Tage über Bierhoffs mißglücktes Projekt "Die Mannschaft" geredet. Man fragte sich, warum die Deutschen für ihre Nationalmannschaft spürbar weniger Interesse aufbrächten, die Spiele der "Mannschaft" in Geisterstimmung stattfänden und die Trikot-Verkaufszahlen der "Mannschaft" zurückgingen. Die naheliegende Antwort will wahrscheinlich keiner der Segensträger hören, ich gebe sie trotzdem und gehe dabei von meinesgleichen aus, also dem überdurchschnittlich interessierten deutschen Fußballfreund. Wir können uns mit dieser "Mannschaft" nicht mehr identifizieren. Fußballfreunde sind identitätsheischig. Sie wollen a) keine uniformiert spielenden und charakterlosen Durchschnittstypen auf dem Platz sehen, die einander nicht nur ähnlich sehen, sondern auch beinahe gleichförmige Spielereigenschaften besitzen und dann wollen sie b) bei der Nationalmannschaft auch Deutsche sehen und keine Weltauswahl, denn Weltauswahlen sind schon bei der Vereinen üblich und c) wollen sie ein Spielsystem erkennen, das die Nationalmannschaft einzigartig macht und keinen x-beliebigen Durchschnittsfußball sehen, den etliche andere auch spielen.
    Nun gibt es ein starkes Argument gegen diese drei Aspekte, es heißt Erfolg. Die meisten Fußballfreunde wollen v.a. eines miterleben, sie wollen den Erfolg, also den Sieg. Dagegen läßt sich kaum etwas sagen, eines aber doch, dem Erfolg laufen v.a. die nach, die sich darüber identifizieren. Das sind aber nicht diejenigen, die den Fußball zu etwas Besonderem machen, die 3-5% der Fans, die die Stimmung erzeugen, die den Fußball als etwas Wichtigeres ansehen als das Leben selber und die ihr Leben danach ausrichten, wann und wo ihre Mannschaft spielt, um es kurz zu sagen: Frauen, Kinder und ältere Menschen sind das nicht. Für diese große und meist zahlungskräftige Bevölkerungsgruppe ist der Fußball v.a. Spaß, Unterhaltung und vielleicht auch sozialer Kitt, aber er steht nur in einer Reihe mit anderen Dingen des Zeitvertreibs, ist kein Lebensinhalt, kein punctum saliens, um den sich alles andere dreht. Wenn ein Verein/Nationalmannschaft diese 3-5% verloren hat, verliert sie an Bedeutung, im schlimmsten Falle wird sie bedeutungslos. Die DFB-Auswahl ist auf dem besten Wege, eben diesen Weg zu gehen, was nicht zuletzt das müde Achselzucken nach dem Ausscheiden bei der letzten EM zeigte. Vor zwanzig Jahren wäre alles in Frage gestellt worden, wären Köpfe gerollt, hätten sich die Kommentatoren in den Medien beim Draufhauen überschlagen. Dieser Tage scheint das egal zu sein, die Regenbogenfahne, der korrekte Einsatz eines -IN bei Berufsbezeichnungen oder Inzidenzzahlen einer Grippewelle scheinen da wichtiger (zu sein).
    Ich kann nicht erkennen, daß beim DFB über die von mir genannten Zusammenhänge ein Bewußtsein besteht; man macht weiter, korrigiert nur oberflächlich. Mein Lösungsvorschlag liegt nicht darin, ausländische Spieler fortan nicht für den DFB spielen zu lassen, sondern darin, zwei Mannschaften aufzustellen, eine sogenannte freie, in der jeder spielen darf, der eben die Kriterien erfüllt, für den DFB spielen zu dürfen und eine, in der nur Deutsche spielen, ich spreche itzt nicht von BRD-Bürgern, sondern von Deutschen ohne irgendwelche zweite, dritte oder vierte "Nationalität". Das gleiche sollte in Frankreich, England, Rußland oder Spanien eingeführt werden. Andernfalls kann ich den Unterschied zwischen dem Klubfußball und dem Nationalmannschaftsfußball nicht mehr erkennen und würde das mit den Nationalmannschaften schlichtweg uninteressanter finden.

  11. #61
    Mitgestalter Avatar von anderedimension
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    AW: Wirbels Fußball-Ecke... (Gedanken zum 1.FC Magdeburg oder doch eher "Gedenken an.

    Ja und nein. Es fehlen definitiv echte Typen...aber irgendwie ist unsere Elf auch ein Spiegelbild der Gesellschaft...wo es ebenfalls keine echte Typen mir gibt. Deutschland ist eine Ponyhof geworden...zu 80% aller der gleichen Meinung. Und um bei den Fußballern zu bleiben; gibt es dann ,mal echte Typen, wie den Kruse von Union, dann werden sie...gerade weil sie Typen sind...nicht genommen. Harmonie und Ruhe sind das oberste Gebot.
    Der Abschied entziffert die Handschrift einer Begegnung

  12. #62
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    AW: Wirbels Fußball-Ecke... (Gedanken zum 1.FC Magdeburg oder doch eher "Gedenken an.

    Nein, nicht Harmonie und Ruhe, sondern Stallgeruch. So wie es heute im Profifußball nicht mehr möglich ist, als nicht zertifizierter Trainer zu arbeiten, so müssen die Spieler NLZ-Geruch besitzen, um in eine Profimannschaft aufgenommen zu werden, es sei denn, sie sind Ausländer. Die gleichförmige Ausbildung bewirkt uniformierte Spielertypen und dann erst werden die weggebissen, die nicht ins System passen. Es geht gewissermaßen nicht nach Leistung, sondern nach Erfüllung der Kriterien. Wer raucht, fliegt raus; wer sich nicht an die Ernährungsprotokolle hält, fliegt raus; wer disziplinarisch über die Stränge schlägt, fliegt raus; wer sich nicht an die Ferienvorgaben seines Trainers hält, fliegt raus... Man könnte nun sagen, so ist es nun einmal im Leistungssport, aber man verkennt hier drei Dinge:
    1. junge Menschen benötigen viel Freiraum zur Entfaltung ihrer Persönlichkeit, auch Führung, v.a. aber Freiraum;
    2. Uniformierung des Alltags und ein überbordendes Verhaltens-Regelwerk schleifen das Besondere ab, was gerade im Fußball gebraucht wird, um Unterschiedsspieler zu generieren und
    3. Fußball ist ein Sport, der mannschaftliche Geschlossenheit nicht mit Gleichheit verwechseln darf.
    Ich gebe Dir, AD, recht: der Fußball ist ein Abbild gesellschaftlicher Entwicklungen; ich stimme Dir nicht zu, denn "Harmonie" entsteht nicht durch Gleichförmigkeit.
    Bei der EM hat man das auch sehr schön gesehen: Kroatien und Italien waren neben Ungarn und Schottland die Mannschaften mit der interessantesten Mannschaftsmischung. Auch England sah da gut aus, aber der politische Korrektheitswahn veranlaßte den englischen Trainer wohl kurz vor Schluß, Schwarze einzuwechseln und sie Elfmeter schießen zu lassen, was meist schiefgeht, denn "kalte" Spieler versemmeln in aufgeheizter Atmosphäre. Fußball ist eben mehr als Rechenexempel.

  13. #63
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    Smile Mannheim vs. Magdeburg 0:2

    Das darf zur Taktik für die gesamte Saison werden: rausgehen, angreifen, zwei Buden machen, sich zurückziehen, dem Gegner im Mittelfeld auf den Füßen stehen und dann die Torschützen rausnehmen, um anderen die Abwehrschlacht zu ermöglichen. Meinetwegen spielen wir die gesamte Saison so. Ich find es gut.

    Zur Verpflichtungspolitik sage ich einen anderen Tag was. Heute freue ich mich erst mal über den gelungenen Saisonstart.

  14. #64
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    AW: Wirbels Fußball-Ecke... (Gedanken zum 1.FC Magdeburg oder doch eher "Gedenken an.

    Ich habe jetzt keine Zahlen zur Hand, die das belegen könnten...aber gefühlt hat C. Titz...seit er in Magdeburg ist...mit die beste Punktebilanz im deutschen Profifußball vorzuweisen. Für ihn freut mich das...da er in Hamburg keine Chance für einen Neuaufbau bekam...obwohl sich die Mannschaft unter ihm in der Kürze der Zeit deutlich verbesserte.
    Der Abschied entziffert die Handschrift einer Begegnung

  15. #65
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    FCM vs. Freiburg II 0:0

    Das Spiel gegen den SC Freiburg II vor 13644 zahlenden Zuschauern, darunter 21 im Gegnerfanblock, war nicht nur schön. Das lag an dem wenig intelligenten Spiel meiner Lieblingsmannschaft und dem verschleppenden Spiel der Südwestdeutschen, die nur kurz nach der Halbzeitpause mal ein wenig mutiger angriffen, was aber unser wenig inspiriertes MF schon in unlösbare Schwierigkeiten brachte, aus denen es sich nicht selber befreien konnte, sondern äußere Eingriffsmomente benötigte. Lichtblicke in unserer Mannschaft, deren Einzelnamen mir noch nicht so geläufig sind, weswegen ich erst einmal nur die Positionen nenne, waren der Rechtsverteidiger (Obermeier), der wenig anbrennen ließ und auch gut nach vorn arbeitete, allerdings nicht mit letzter Konsequenz, so daß etwa zehn, zwanzig Meter nach der Mittellinie sein Vorwärtsdrang merkwürdig verpuffte und er keine einzige Flanke von der gegnerischen Grundlinie in den Strafraum brachte, was viel zu wenig ist. Der neue Stürmer (Schuler) vorn war agil, ein zweiter Lichtblick, aber fahrlässig bei der Chancenverwertung und ebenfalls oft zu ungenau in seinen Zuspielen. Unser Problem lag im defensiven Mittelfeld, wo der neue Spieler mit der 29 schlecht spielte. Schlecht bedeutet hier: Er versuchte es zu oft mit dem Kopf durch die Wand, er nahm die Bälle an, bevor er sie weiterspielte, er stand meist schlecht und sein zu oft unterschnittenes Paßspiel war ungenau. Er spielte gut am Mann, biß gut und war präsent, zuweilen sogar dominant, aber die vorig genannten Fehler gleichen das nicht aus. Wir brauchen hier einen ballsicheren und präzise passenden Spieler, keinen Alleinunterhalter. Andreas Müller spielte weit zurückgezogen, beinahe einen IV, und wagte sich selten nach vorn. Nur einmal hatte er eine Chance nach guter Ablage aus einer Freistoßsituation. Schade. Überhaupt nicht funktionierte unser Leichtathlet, der nur dann anspielbar ist, wenn er flach zurückpassen kann, er braucht den Ball präzise in den Fuß oder in den Lauf, kann aber weder halbhohe noch angeschnittene Bälle verwerten. Ich befürchte, das wird sich auch nicht mehr ändern, andernfalls hätten wir im letzten Jahr Verbesserungen erkennen können. Seine Chancenverwertung ist eine Katastrophe. (Wir hatten hier mal einen Spieler, der ganz ähnlich spielte, Hebisch.) Der neue Torwart gefiel mir nicht. Seine unterschnittenen Abspiele verhungerten zu oft in der Luft, kamen zu selten beim Mitspieler an und waren zu kurz. Was er halten mußte, hielt er auch, insofern gut.
    Das alles ist aber nicht schlimm, hätte man reparieren können. Und damit bin ich bei dem Kernproblem, das dieses Spiel zeigte: Wir sind nicht in der Lage, einen Spielrhythmus zu ändern. Als Spitzenmannschaft müssen wir aber das können. Wir werden es noch des öfteren erleben, daß sich Mannschaften hinten reinstellen und das Spiel verzögern, wann immer sich eine Gelegenheit dazu anbietet. Wir müssen in der Lage sein, diese Prolongierung des Spiels aufzufangen, also mitzuspielen, um dann in einer einschläfernden Phase den Hebel plötzlich umzulegen und überfallartig dem Gegner einen einzuschenken. Wir haben schnelle Spieler, mit denen das gelingen kann. Weder unser Trainer noch unsere Spieler erkannten, daß die gewählte Spielweise nicht zum gewünschten Erfolg führen würde und waren entweder nicht willens oder nicht fähig, diese Spielweise zu ändern, wahrscheinlich glaubten sie, daß die zahlreichen Halbchancen doch irgendwann einmal zu einem Tor führen müßten. Fehlschluß. Im Volksmund sagt man dazu: Wir hätten noch Stunden so weiterspielen können, ein Tor wäre nicht gelungen. In neun von zehn Fällen schießt der gegner dann ein Tor, beinahe auch heute. Beinahe. Also 0:0.

  16. #66
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    AW: Wirbels Fußball-Ecke... (Gedanken zum 1.FC Magdeburg oder doch eher "Gedenken an.

    Drei Fehler abstellen, sonst gut:

    1. dem gegnerischen Sturmführer so auf den Zahn fühlen, daß der schon nach wenigen Minuten die Lust am Spiel verliert - wir brauchen einen Zapf/Prest;
    2. gegnerische Standards unterbinden und
    3. eigene Standards verbessern; es kann nicht sein, daß wir aus gefühlten zwanzig eigenen Ecken NULL (im Sinne von kein) Vorteil ziehen; gegebenenfalls sollten eben acht eigene Feldspieler im gegnerischen Strafraum stehen.

  17. #67
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Wirbels Fußball-Ecke... (Gedanken zum 1.FC Magdeburg oder doch eher "Gedenken an.

    Unser Trainer scheint kein Freund taktischer Veränderungen zu sein; er wollte gegen den kampf- und spielstarken Gegner genauso spielen wie die Spiele zuvor, in denen kein Erdmann und Ernst in der Gegnerelf standen, die es den Verantwortlichen beim FCM zeigen wollten und besonders kernig spielten. Unser Trainer sollte es schnellstmöglich lernen, unsere Taktik nicht nur auf einem Bein stehen zu lassen, unsere Mannschaft sollte wenigstens zwei grundsätzlich verschiedene Taktiken beherrschen und sich diese NICHT vom Gegner diktieren lassen. Wenn ich aber das Interview VOR dem Spiel in Wiesbaden höre, dann wird mir da schwarz vor Augen. Sieht nach wenig Lerneffekt aus.
    Das Spiel gestern in Saarbrücken wurde im Mittelfeld verloren. Conde und unser Pole waren nicht in der Lage, dem Spiel ihren Stempel aufzudrücken. Sie gaben bei Ballbesitz die Molle zu schnell wieder her, sie änderten nicht den Rhythmus, um die offensichtlich besser ins Spiel gekommenen Saarländer aus demselben zu bringen, die Pässe nach vorn waren ungenau, zudem konnten weder Schuler noch Conteh das MF unterstützen, sich also zwecks Brechung der gegnerischen Übermacht zurückfallen lassen. Da auch die Abwehr alles andere als sattelfest wirkte, war es nur eine Frage der Spieldauer, wann nach unserem glücklichen Führungstreffer der Ausgleich fallen würde. Und dann kam auch von außen kein Impuls, keine Änderung der Herangehensweise, keine Korrektur. Und so blieb es lange bei EINEM (!) Schuß aufs gegnerische Tor, zum Ende waren wir dann bei drei. Immerhin! Damit kann man auch drei Tore erzielen. Doch bei einer durchschnittlich notwendigen Chancenzahl von fünf für ein Tor, hätten wir schon wenigstens fünfzehn Chancen produzieren mnüssen, um als Sieger vom Platz zu gehen. Kurzum: schwache Leistung.

    Während des Spiels soll einer unserer Ehemaligen drei Spieler des FCM rassistisch beleidigt haben. Außer den drei Spielern hat das kein anderer gehört, auch fiel es den Beleidigten erst nach dem Spiel ein, dies öffentlich zu machen, auch soll unser Ehemaliger schon öfter durch wenig intelligente Sprüche aufgefallen sein. - Nun ja. Ich denke darüber folgendes:
    1. Wenn ich während eines Spiel vom meinem Mitspieler beleidigt werde, dann nehme ich diese Injurie als Teil des Wettkampfes. Sie sind eine dramatische Dialogform, somit Teil des Spiels.
    2. Es ist nicht so, daß die mutmaßlich Beleidigten, besonders der eine, maulfaule Zeitgenossen wären. Es gibt auch für sogenannte Biodeutsche zahlreiche Beleidigungen, die auf dem Fußballplatz nicht selten zu hören sind: Kartoffel, Weißbrot, Köter, Nazi... Daneben tauchen auch viele andere Beleidigungen auf: Mutterficker, Blödmann, Arsch, Sau, Schwein, lahme Ente, Weichei, Dynamo, Wessie, Grüner... (weitere Schimpfwörter hier)
    3. Wenn so etwas während des Spiels vorkömmt, schaffe ich eine Situation, in der ich Zeugen habe oder mache es öffentlich, warte aber mit meiner Beschwerde nicht bis nach dem Spiel.
    4. Die Beschwerde wurde durch drei besonders schlecht spielende Spieler dieses Spieltages vorgebracht. Sie hat ein Geschmäckle.
    5. (verbale und nonverbale) Beleidigungen des Gegners gehören zu einem guten Wettkampf dazu, ich kann zwischen rassistischen und nichtrassistischen keinen substantiellen Unterschied erkennen. In unserer hysterischen Zeit werden nur rassistische streng bestraft. Eine Beschimpfung ist immer dann gegeben, wenn der Gegner letztlich das, was er ist/zu sein scheint oder das er tut/beabsichtigte unterlassen soll, was zuweilen möglich ist, zuweilen unmöglich ist. Ich kann jemanden "Bergaufbremser" schelten und meine damit, daß er das unterlassen soll, weil es mich in meinem Tun behindert oder sogar Unfallgefahr besteht. Ich kann jemanden Kartoffel nennen und meine damit, daß er zu eine Gruppe von Menschen gehört, die eine bestimmte Nahrung zu sich nimmt, die zu einem bestimmten Aussehen führt, die nun einmal da ist. Ich kann jemanden Neger nennen und meine damit, daß er zu einer bestimmten Rasse gehört, die bestimmte Eigenschaften besitzt, die nicht veränderbar sind. Dem Wesen nach zeugt jede Beleidigung, die sie alle drei sein sollen, davon, daß ich mich darüber erhebe und somit das, was ich tun will, für das Richtige halte. Nietzsche würde sagen, Beleidigungen sind immer ein Zeichen eigener Schwäche. Freud würde die Beleidigung in den Bereich der Sublimierung eigener Versagensängste verschieben. So oder so ist nicht der Beleidigte, sondern der Beleidigende zu schützen, denn der ist der Schwächere in diesem Wettlkampf. - Andererseits gehört zum Sport auch die Achtung des Gegners, aber die kann man auch haben, wenn man seine Rasse/Nation/Nase/Schuhgröße/Trikotfarbe/Verein... nicht achtet und ihn sozusagen als das beleidigt, was er ist: der (sublimiert) niederzumachende Gegner. Wichtig ist, ob man einander nach dem Spiel die Hände reichen kann, sozusagen die Kartoffel dem Weichei (ein Omelett!), denn nach dem Spiel ist nach dem Spiel.
    6. Falls keine der zahllosen Kameras die Beleidigungen aufgefangen haben sollte, sollten die Ankläger streng bestraft werden. Falls eine der zahllosen Kameras die angesprochenen Beleidigungen aufgefangen haben sollte, sollte der Angeklagte sich nicht nur entschuldigen müssen, sondern ebenfalls bestraft werden, aber nicht, weil er beleidigte, sondern weil er log.
    7. Wenn man Injurien zuläßt, regelt sich das auf dem Platz schon allein. Es gäbe aber nicht diese entsetzliche Heuchelei, keine Täter-Opfer-Diskussion mehr.

  18. #68
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    FCM vs. Würzburg 1:2, 18.9.21

    Verdiente Niederlage der fußballerisch besseren Mannschaft. Klingt wie ein Widerspruch, besagt aber letztlich nur, daß die verlierende Mannschaft im gesamten Aufbauspiel, im Herausspielen von Chancen und in der Ordnung des Spiels, der Spielanlage und anderen Parametern dem Gegner überlegen war. Das aber läßt fragen, woran es dann gelegen hat, daß sie nicht gewann. Fußball ist ein Fehlerspiel. Der Mannschaftsfehler wiegt leichter als der Einzelfehler. Noch so ein scheinbarer Widerspruch. Ist aber keiner. Das System wird vom Trainer oder - bei guten Vereinen - aufgrund der Historie des Vereins vorgeschrieben. Bayern München spielt seit Jahrzehnten die gleiche Grundtaktik. Wir wollen das nicht, wir passen uns der Auffassung des Trainers an, wechseln hin und her. Der itzige Trainer spielt Ballbesitzfußball, den ich eigentlich nicht mag, die Form des Ballbesitzspiel durch Titz aber mag ich. Noch so ein Widerspruch? Nö. Titzens Grundaufstellung bedarf sicheren Paßspiels im MF, einer Doppelsicherung bei Kontern und Dreieckspiels in der gegnerischen Hälfte. Das sichere Paßspiel fand gestern nicht statt. Ich hörte nach sieben unmotivierten Fehlpässen in der spielgestaltenden Zone auf, diese Fehler zu zählen und ärgerte mich nur noch darüber, daß es in besagter Spielzone keine Umstellungen gab; zudem hatte ich das Gefühl, daß aus dem defensiven MF heraus zu schnell Druck für den Gegner aufgebaut werden wollte. Und genau das ksotete uns den Sieg. Namentlich Conde ist hier zu nennen, dessen Paßspiel gestern nicht den Anforderungen genügte.

  19. #69
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    Halle vs. FCM 3:2

    Wir verloren das Spiel, weil es uns nicht gelang, im defensiven MF den Fuß auf den Ball zu bekommen. Die so erzeugte Unruhe übertrug sich vom DM auf das ZM und von dort auf das OM. Wir erspielten erst zum Ende hin einige Chancen, die aber verzappelt wurden. Das Spiel zeigte, woran unser Spiel hapert: 1. Wir sind nicht in der Lage, während des Spiels taktisch umzudenken und 2. Wir brauchen unbedingt einen (weiteren) paßsicheren und bärbeißigen Spieler im DM neben Malachowski.

  20. #70
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Wirbels Fußball-Ecke... (Gedanken zum 1.FC Magdeburg oder doch eher "Gedenken an.

    Sicherer Sieg gegen die Türken aus München. Besser is.

  21. #71
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Wirbels Fußball-Ecke... (Gedanken zum 1.FC Magdeburg oder doch eher "Gedenken an.

    Es ist wieder soweit: In Magdeburg macht sich die aus den 1970er und 80er Jahren bekannte Mentalität breit: "Wo wir sind, ist vorne." Und wenn wir irgendwo spielen müssen, prangen schon Plakate: "Kniet nieder, der König der Liga ist da." Bis vor kurzem hieß es noch "Liga egal." Nun schielt man nicht nur nach oben, sondern nimmt das als selbstverständlich, also den Aufstieg.

    Finde ich gut. Aus diesem Holz sind Sieger gemacht. Der Sieg in Meppen wurde aufgrund dieser Mentalität erreicht. Wir gehen nicht mehr in die Spiele, um möglichst gut auszusehen, sondern gehen von einem Sieg aus, der manchmal leichter, manchmal schwerer zu erreichen ist. Gegner? Egal. Ich muß mal wieder ins Stadion und mir das aus der Nähe anschauen.

  22. #72
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Wirbels Fußball-Ecke... (Gedanken zum 1.FC Magdeburg oder doch eher "Gedenken an.

    Diesmal mußte die Viktoria aus Bärlin unserem Siegeswillen weichen. Sieg vor ausverkauftem Haus. (20000 Zuschauer waren zugelassen.) Mich freut's. Ich erinnerte mich an meine Großmama. Sie spielte in den 1920ern Tennis bei Viktoria. Mein Großvater spielte Fußball bei Germania. Tennis- und Fußballplatz beider Vereine lagen auf einem Gelände (Cracauer Anger), eben genau da, worauf heute das HKS steht. Meine Großmutter sagte noch in den 1980er Jahren, wenn ich zum Fußball ging: "Gehste zu Germania?" Ich fand das damals befremdlich, heute verstehe ich es.

  23. #73
    schreibt hier hin und wieder Avatar von WirbelFCM
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    AW: Wirbels Fußball-Ecke... (Gedanken zum 1.FC Magdeburg oder doch eher "Gedenken an.

    Meine mutter fragt hinterher immer noch „Und? Wie hoch haben die Dorfjacken wieder verloren?)

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