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Thema: Wer oder was ist das "Wir" in "Wir sind das Volk!"?

  1. #1
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Wer oder was ist das "Wir" in "Wir sind das Volk!"?

    Überlegen wir uns, ob wir Politik machen wollen! Es erreichte uns eine Anfrage, für die Ökologen eine Wahlkampfcampagne zu machen. Inhalte sind vorgegeben, Ausgestaltung uns überlassen. Sehr witzig! Das Volk soll sich doch seine Politik selbst machen.

    Zuerst schaffen wir die Steuern für alle ab, die kein Geld haben! Dann nehmen wir den Reichen alles weg, was über Null liegt! Jippie! Das Geld reichen wir denen, die Pläne haben. Dann schauen wir mal, was hier so abgeht.

  2. #2
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    AW: Wer oder was ist das "Wir" in "Wir sind das Volk!"?

    Politik? "Ich verachte den Staub, aus dem ich gemacht": Saint-Just. Immerhin glaubte er, dass er gemacht sei. Dieser Bubi wollte uns die Welt erklären. Dabei hat er sie nur verändert. Das ist einfach. Jene liebe ich besonders innig: mit der Goldwaage wiegen und das Herz nicht anhalten dabei.

  3. #3
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    Question Wer oder was ist das Volk?

    Wir sind das Deutsche Volk, ein großartiges, wie man uns immer wieder einzureden versucht. Ermunterung unseres Ehrgefühls von politischer Führung, mehr zu leisten für die Gemeinschaft. Okay, machen wir, aber warum?
    Damit uns politische Führung behandelt wie gemeines Volk, das die Führung nach Herzenslust belügen und betrügen darf. Denn Volk ist blöde, hat nichts zu sagen, außer einmal in vier Jahren: Ja!
    Ist das wirklich so? Wie schafft Volk, Führung abzumahnen oder gar zu wechseln, wenn ihm während der vier Jahre allzuviel nicht paßt?

    Ich bitte um geistreiche Vorschläge. Wir sind doch ein Volk!

  4. #4
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    Thumbs up AW: Wer oder was ist das "Wir" in "Wir sind das Volk!"?

    sind wir gar nicht! wir sind nur ne dumpfblödelnde masse in der politischen jauchegrube.
    wir könntes sein, z.B. gildet in der Schweiz die direkte volksabstimmung, ohne volk läuft nix. hier ists anders. volk lässt sich dummsäuseln- siehe schröder. die deutschen sind bescheuert. sorry
    obwohl das volk die macht hätte, theoretisch, aber ne, die lesen bildzeitung und wählen. so sind se

    schröder is ne dumpfbacke, ders maul immer zu weit aufreisst. seine argumente ziehn maden an aber keine logisch denkenden menschen. ich weiß, warum ich nie gewählt habe. die politik ist eine Bühne, auf der jeder narr seinen großmäulerischen onenightstand absolvieren darf. und die blöde masse bumst mit. und juchauchzt vor billiger lust. widerlich die deutschen hohlköpfe und widerlich ihre stinkende meinung, die auf billigem zeitgeist reitet. ich tret aus deutschland aus und werd kroate, die haben noch stolz im leib. und weltsprache sei kroatisch (da hat der deutsche die kravatte geklaut..) und scheiß auf das manifest von irgend nem deutschen heini. deutschland ist längst verwest.

  5. #5
    Bauer Hans
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    AW: Wer oder was ist das "Wir" in "Wir sind das Volk!"?

    Aber Julchen,
    ich will doch Deutschland retten. So in der Art: Doris setzt sich mit der Merkel, der Kühnast und dem Mann vom Westerwelle zu einem gemütlichen Onkokaffee mit Bienenstich in eine Gartenlaube, und die Frauen schaffen - wie immer - eine Lösung. Haushalt, zum Beispiel, das ist doch ihr Ding!
    Das da noch keiner früher draufgekommen: In allen Lagen Hausfrauen fragen... und nich den Superminister Clement! Wann hat der denn zum letzten Mal einen ordentlichen Haushalt abgeliefert? Staub aufgewirbelt schon, aber nich gewischt.
    Nöh, laß das mal die Doris machen!

  6. #6
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    AW: Wer oder was ist das "Wir" in "Wir sind das Volk!"?

    Ach komm.... was wär doris ohne dem begattungsschatten von schröder? die weiber labern nur. aber ist schon wahr, es geht ja ums haushalten und da sind wir halt schon profis, ich weniger..aber im allgemeinen wärn fraun da besser? aber wenn die an der macht, wo blieb die kunst? die filosofie? alles würd ums haushalten und der lieben kinder geschehen, und rezepte würden die welt erobern....nein, da muss ne ganz neue politik her!

  7. #7
    Bauer Hans
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    AW: Wer oder was ist das "Wir" in "Wir sind das Volk!"?

    Ich widerspreche: Frauen besitzen keine Rezepte, sie haben nur den Trieb.
    Kann man mit Trieben Deutschland retten?

  8. #8
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    AW: Wer oder was ist das "Wir" in "Wir sind das Volk!"?

    guten morgen hans,


    deutschland ist nicht mehr zu retten. begreif das. wir werden sowieso hinwegglobalisiert und amerikanisiert. die eß- u. trinkkultur der masse ist schon amerikanisch, mcdonald regiert, die jugend ist cool und die medien überfluten uns mit geistigem müll. alles oberfläche. und das volk will einfach nicht mehr denken, hat früher wohl zu viel gedacht? was nützt es alten prinzipien, werten und einstiger kultur nach zutrauern. sie suchen nach idealen, die nicht anstrengend sind, die für sie denken u. reden. so sind die meisten. ich seh sie grade über die strasse gehn...
    is traurig, aber deutschland hat das land schon lange verlassen. wie willst du es zurückholen, niemand weiß, wo es ist?


    [Diese Nachricht wurde von juleika am 23. November 2002 editiert.]

  9. #9
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    AW: Wer oder was ist das "Wir" in "Wir sind das Volk!"?

    morgen wird in österreich gewählt und dann machen wir uns an die rettung deutschlands!


    eule.

  10. #10
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    AW: Wer oder was ist das "Wir" in "Wir sind das Volk!"?

    Schon damals wurde vielen klar: wir sind ein (blödes) Volk!

  11. #11
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    Lightbulb AW: Wer oder was ist das "Wir" in "Wir sind das Volk!"?

    Volk zu sein heißt, blöd zu sein, jedenfalls blöder als das Nicht-Volk, will heißen die Nicht-Deutschen, also dioejenigen hier, die das Volk betrachten und über es urteilen. Oder sie sind selber Volk, wollen aber nicht dazugehören, sondern so in gut liberalistischer Weise etwas besonderes sein, eine Art von Übervolkungsattitüde der besonderen Dummheit. DENN: Das Volk ist das andere, nicht das Klügere, von dem man sich ja gerade durch die Bezeichung VOLK abzugrenzen gedachte, die da, die herrschten. Und heute macht MAN es wieder, dieses Abgrenzen, dieses Anders-Sein, dieses Nichthören aufs Volk. (Hat man eigentlich noch nie gemacht, denn der Rahmen ist ja viel zu groß.) Womit die Sache erledigt wäre.
    Politik in westlichen Demokratien (und auch fast überall anderswo) ist was für Schlappschwänze, ein dreckiges Geschäft. Politik gehört abgeschafft. Jedenfalls die von Nationalstaaten resp. Übernationalstaaten. Ich bin für den Reichsgedanken: kleine Einheiten, in denen noch jeder den Überblick haben kann, was läuft. Dann erst kann das Volk die Macht ausüben. Und wir werden endlich auch offiziell von den größten Dummköpfen regiert, schließlich kann die Dummheit (Volk) nur Dummheit gebieren.

  12. #12
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    AW: Wer oder was ist das "Wir" in "Wir sind das Volk!"?

    Politik gehört abgeschafft.


    Und dann? Noch mehr Arbeitslose? Wieviel Stütze bekommt eigentlich ein arbeitsloser Politiker?


    "Herr Kanzler, Sie sind gefeuert!"
    "O jeh, o jeh, oh jemineh, was wird Doris dazu sagen? Und wovon soll ich meine anderen drei Frauen ernähren? Steuern erhöhen geht nicht mehr, das ist so, bin nimmer Kanzler! Wohin soll ich mich wenden?"


    Dreck im Schachterl? Nö, ein Aufsichtratsposten bei den niedersächsischen Braunkohlewerken ist immer frei, und hoch dotierte Vortragsreisen "Der Geist steht links!" sorgen fürs nötige Kleingeld. In der allergrößten Not könnte unser arbeitsloser Kanzler sein Steuerlied, No 1 der politischen Hitparade, auch in persona singen. Das Original wäre mit Sicherheit besser als nur die Kopie.

  13. #13
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    AW: Wer oder was ist das "Wir" in "Wir sind das Volk!"?

    hab mich verlesen, aber wäre OK:
    polnische hitparade...
    ja genau dort gehört es hin!

  14. #14
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    AW: Wer oder was ist das "Wir" in "Wir sind das Volk!"?

    laaange rede, kurzer sinn.
    Es gilt die welt zu retten, Deutschland is nur ein Schiss aufm Globus. Und dieser Schiss kann die Welt nicht retten, möge ER sich anstrengen wie er will.
    Denn Deutschland hat keinen Globus, die Welt schon.
    Außerdem würd ich den manifestischen Deutsch-Test sowieso nicht bestehn, is mir auch egal. Ich verwehre mich sowieso Deutsch zu sein! Ich will diesen Schiss nicht auf meinem Haupt, diesen Beschmutz nicht auf meinem welligen Haar. Ich will die weltweite THEOKRATISCHE Regierung. so! Es lebe Jahwe, es lebe die salomonische Befreiung.
    Die Deutschen wandern schon zehntausend Jahre in der Wüste, fressen Manna, begatten sich wie die hasen und glauben immer noch nicht. Für sie gibts kein Heil!


    Amen

    Also wie isses mit der Theokratie? Mein Vorschlag zur Renovierung der Welt, inkl. Deutschland??

  15. #15
    rodbertus
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    AW: Wer oder was ist das "Wir" in "Wir sind das Volk!"?

    nichts ist mit der theokratie. sie ist nur eine konstruktion, kein IST. wie überhaupt das konstruierte nur perplex macht. noch perplexer macht die gewißheit, daß es neben dem IST ein unterschwelliges gibt, das das IST konstruiert, sich gegen konstrukte also niemand wehren kann, wirklich wehren kann.

    ich bestimme VOLK über sprache, gemeinsame herkunft und gemeinsame geschichte und auch über das soziale. ein VOLK ist keine homogene gemeinschaft, sagen wir mal so, zwischen einem französischen intellektuellen und einem deutschen künstler gibt es mehr gemeinsamkeiten als zwischen einem (durchschnittlichen) mecklenburger und einem bayern, wie auch immer man die ermittlen mag. da muß dann eine schnittmenge dafürhalten, wer was ist.

    es gibt das volk der gelehrten, das der punker, das der deutschen, das der chauvinisten, das der liberalen. und die allermeisten sind mehreres. alle, glaube ich, wenn ich drüber nachdenke.

  16. #16
    rodbertus
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    AW: Wer oder was ist das "Wir" in "Wir sind das Volk!"?

    glückwunsch, schnoberle! ich wußte gar nicht, daß du auch an andere denkst. ah, ich habe es, das gibt es oft, daß unbekinderte männer in den besten jahren sich sozial engagieren. das nennt sich kompensation. sie halten dann sturzbetrunken wache, bemalen walfänger oder adoptieren ein kind im dschungel. meistens sind sie dann noch irgendwie anders engagiert, in einer partei vielleicht. aber eigentlich hassen sie die menschen und verachten all die, die kinder in diese welt setzen, die sie auch hassen.

    des pudels kern, den kennst du. nachdenken lohnt hier nicht. stell noch ein paar zungenküsse vor! es fehlen noch etliche.

    p.s. das steht hier im richtigen ordner; schließlich sind wir blöden deutschen vor allem ein volk der zänker.

  17. #17
    schreibt hier hin und wieder
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    es gibt auch das volk der bürgeraktivisten.

    voriges winter habe ich mir im winter bei der dreimonatigen besetzung des bacherparks in wien den arsch abgefroren. aber wir haben eine anrainerbefragung erreicht. und den nichtbau der garage.


    so jetzt geh ich aber wieder über die pudeln nachdenken.

  18. #18
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Wer oder was ist das "Wir" in "Wir sind das Volk!"?

    in diesem ordner, aber wohl ganz im allgemeinen, gilt die auffassung, daß das eigene ideologem wahrheit ist, andere dagegen sich irren, wenn sie widersprechen. die vorstellungen über eine wie auch immer sich gerieren könnende einheitliche volksmeinung gehört unweigerlich dazu. wer nicht wie man selber denkt, denkt falsch, wird gefemt oder ironisiert, angegriffen, spaßeshalber, aber mit einem ernsten hintergrund. wer die eigenen reihen verläßt, wird zum verräter, von dem wird sich getrennt, der hat ausgespielt.
    dieses vexierspiel des menschseins ist so alt wie die menschheit, möchte man meinen. kaum. dieses an die nation gebundene spiel der gemeinsamkeitsforschung bzw. aburteilung ist ein produkt der neuzeit und trieb vor allem in der mitte des vorigen jahrhunderts sumpfblüten. das nicht nur in deutschland, hier aber, wie immer, besonders. es legt die frage nach, wer wann und warum an einem volk zum verräter wird. waren die leute, die hitler 1944 umbringen wollten, verräter? waren diejenigen, die auf petains seite gegen die alliierten kämpften, verräter? waren die angehörigen der wlassow-divisionen verräter am russischen volk? waren angehörige der legion volontaire francaise verräter an frankreich? waren die republikaner oder francos truppen verräter? oder war keiner ein verräter, weil eine ideologie ihr handeln bestimmte, die nation aber über dergleichen wie ideologeme erhaben sein muß? waren die kommunisten nach 1945 in amerika verräter, vorher aber nicht?

    um es zusammenfassend zu formulieren: totalitarismus trennt immer und schafft feindbilder. als totalitarismus muß auch das bezeichnet werden, was partei ist, was anderes nicht gelten läßt, was das trennende über das verbindende stellt/formuliert und deshalb u.a. weder nationell denken kann noch nationenübergreifend. das totalitäre denken ist primitiv und menschenverachtend und führt zu einem latenten bürgerkrieg, der den wahrheitsgehalt und die brauchbarkeit persönlicher überzeugungen dahingehend prüft, ob sie mit den eigenen oder, auf den staat angewendet, mit den politischen ansichten der regierung, des politischen systems oder der vorherrschenden ideologie übereinstimmen.

  19. #19
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Wer oder was ist das "Wir" in "Wir sind das Volk!"?

    das thema kocht immer mal wieder hoch, weil etwas unerledigtes in ihm west, das wohl bleiben wird. das volk sehnt sich nach der einheit zurück, eins in allem zu sein, das lebt. aber die gegenwart, dieses in der moderne stehende ungetüm aus zerteilten interessen, steht dem bedürfnis im wege. und es führt kein weg ZURÜCK in eine idylle zwischen mensch, natur und gesellschaft, die es sowieso nie gab. aber in der vorstellung der menschen gab es diese einheit - das ist, nebenbei gesagt, ein grund für die existenz von religionen.


    als sich letzten sonntag in der ARD-sendung "güntherjauch" der altbundestagspräsident thierse (SPD) über die verwendung der phrase "wir sind das volk" bei den PEGIDA-demonstrationen aufregte (ungefähr bei Minute 43/44, später sich über die notwendigkeit von parteien knapp äußerte, etwa bei Minute 48) und zuvor kathrin oertel (PEGIDA) meinte, daß die 50%ige wahlbeteiligung ziemlich genau den vertrauensverlust des volkes zur politik in der BRD ausdrücke, dämmerte mir der kernkonflikt zwischen der politik und jedwedem bürgerbegehren.
    Der ruf "Wir sind das Volk!" richtete sich 1989 gegen die politikerkaste, die über die köpfe der menschen hinweg ihren plänen der historischen mission der arbeiterklasse nachging. diese politiker waren von 98% der bevölkerung in ihrer funktion bestätigt worden. wenn das volk es im mai 1989 (bei der letzten wahl anders gewollt hätte, hätte es sich dagegen ausgesprochen). die wahl war demokratisch, allerdings nicht nach den maßstäben einer pluralistischen demokratie; sie war es im sinne der sozialistischen demokratie, die in der diktatur des proletariats einen übergangszustand VOR der errichtung kommunistischer zustände sieht, wenn jeder nach seinen bedürfnissen leben kann. die dazu notwendige innere bereitschaft sollte die diktatur des proletariats herstellen.
    dummerweise war das proletariat nicht mit der entwicklungsrichtung der DDR-politik einverstanden und wandte sich von diesem staat (DDR) ab. in einem halben jahr (mai 89 bis herbst 89) wurden aus 98% zustimmung vielleicht noch 20%. es war aber nicht die mehrheit, die da auf der straße rief "Wir sind das Volk!!" - und es wird NIE die mehrheit sein, die das ruft. (auch bei der größten demo in bärlin standen mit 400000 menschen nur etwa 30% der damaligen bärliner auf dem platz und nicht DAS volk. thierses blick entspricht der parteipolitischen perspektive, die in mehrheiten denkt. thierse, der am 4.11.89 in bärlin dabei war, akzeptiert offenbar 30% als DAS volk, was auf dräsdner verhältnisse gemünzt, dann eine teilnehmerzahl von knapp 200000 menschen bedeuten würde. würde thierse das dann akzeptieren? wahrscheinlich. 200000 menschen sind aber unwahrscheinlich, nicht aber unmöglich, wenn sich die politik in der BRD nicht ändert.
    der ruf aber ist kein parteipolitischer ruf, sondern vielmehr eine aufforderung an die mächtigen, sich um die belange der menschen zu kümmern, der wenig politisierten, der NICHT parteipolitisch eingefügten, aller: von links bis rechts.
    deshalb wundert es mich auch nicht, daß PEGIDA/MAGIDA keine parteipolitische entwicklung anstrebt, sondern volksbewegung/bürgerbewegung bleiben will. und darum wundert es mich auch nicht, daß 10% der demonstranten dem nazispektrum zuzuordnen sein werden. das ist bei JEDEM volk der welt so, daß es 10% nazis gibt. auch 1989 werden unter den 400000 demonstranten in bärlin 10% nazis gewesen sein, denn es war keine parteipolitische veranstaltung, die da stattfand. diese 10% muß jedes volk aushalten. es gibt nun mal diese auffassung eines besserseins, die sich, je nach nation, unterschiedlich artikuliert: mal als ausdruck, ein erwähltes volk zu sein; mal im ausdruck mutmaßlichen überlegenheitsdünkels; mal im ausdruck mutmaßlich besserer gene; mal im kontext einer mission... es gibt viele spielarten, aber eines haben diese 10% gemeinsam: dünkel. gehören sie deshalb nicht zum volk?
    wer in eine partei geht, der unterschreibt mit seinem mitgliedsausweis auch das einstehen für fixierte werte. und damit hält er seine überzeugungen für die richtigen, andere also für falsch oder dumm oder unpragmatisch oder ideologisch... auch das ist eine form von dünkel, prinzipiell nicht besser als der dünkel der 10%. doch ist nun dünkel nicht gleich dünkel und die vernichtung anderer lebensformen muß hier die grenze bilden. (ich weiß nicht, wie viele parteien und bewegungen im nazi-spektrum die vernichtung unwerten lebens befürworten, aber es wird sie sicherlich geben. es soll auch diskussionen um sterbehilfe bei kranken geben, auch anhänger der todesstrafe, auch selbstmordbefürworter...)
    wer als volk auf die straße geht, der unterschreibt KEINE werte, nicht einmal die werte, die im grundgesetz stehen. denn eine verfassung sollte nicht die auffassung des volkes, nichtmal die mehrheitsauffassungen, bestimmen, sondern nur ausdruck eines allgemeinen willens sein, der UNABHÄNGIG von augenblicklichen mehrheitsverhältnissen bestehen kann. meist allerdings versucht die politisch regierende kaste das volk dahingehend zu erziehen, was in der verfassung/GG, die ja diese regierenden formuliert haben, verlangt wird.
    das ist aber falsch und führt zwangsläufig zur entfremdung der politik vom volk. meint man es ernst mit der demokratie, dann muß die politik das tun, was das volk verlangt und die politiker nicht dem volk sagen, was es denken, fühlen oder tun soll. der politiker darf sich nicht als führer aufspielen, sondern muß diener sein. das zuerst.


    ein schwieriges thema - und ich bin da weißgottnicht an einem mich befriedigenden ende meiner überlegungen angelangt -, das diesen montag bei mir neue nahrung erhielt, als ich die MAGIDA/NOMAGIDA-veranstaltung besuchte.
    auf der einen seite das parteivolk, auf der anderen seite das parteilose, das sich selbst genügende volk. die parteiseite betrieb parteipolitik, verfolgte also ihre interessen: subjektiv, indoktriniert, staatstragend, meist in einem bestimmten look (schwarz oder alternativ). auf der anderen seite das volk: bunt, vielschichtig, parteiübergreifend, patriotisch.
    die staatstragenden trugen schilder mit sich und verlangten buntheit, schrien aber zugleich "Haut ab!". sie taten und forderten das gegenteil von dem, wofür sie einzustehen vorgaben. auf der anderen seite die, die beschimpft wurden: einige male auf ihr volksein aufmerksam machend, im übrigen bunt: von nazi bis linksaußen, von greis bis kleinkind war alles versammelt, tussiehs mit tätowierten augenbrauen, opapas mit griesgrammiene, junge frauen im schick, quengelnde kinder, männer in schwarz, grau oder blau, ehepaare im gesetzten alter, hand in hand... eine bizarre welt.


    wer oder was ist das volk?

  20. #20
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    Post Wer oder was ist das "Wir" in "Wir sind das Volk!"?

    Der seit etwa einem Jahr wieder verstärkt benutzte Schlachtruf "Wir sind das Volk!" und die sich daran knüpfende heftige Diskussion um die Deutungshoheit des Begriffes "Volk" wirft die Frage auf, wer oder was "Volk" ist. Da es zu diesem Streit kömmt, muß eine Verschiedenheit bei der Begriffsbestimmung vorliegen. Jeder Begriff, jedes im Sprachgebrauch befindliche Wort durchläuft eine Begriffsgeschichte, bis das Wort keine Bedeutung mehr besitzt und stirbt. Worte werden geboren, meist aus einer konkreten Situation heraus, werden angenommen oder verstoßen, kulminieren, erweitern ihre Anwendbarkeit, werden wieder zerfasert und bleiben im Gebrauch oder werden vergessen, weil sie keine Bedeutung mehr besitzen. Das Wort "Volk" ist alt. Gefolge, folgen, Folgschaft, folgsam, völkisch (=deutsch) und ähnliche Wörter gehören zu seinem Wortfeld. Es ist ein politischer Begriff, ein Begriff, der die Mächtigen von den Beherrschten abtrennte. Diese Bedeutung blieb beim Begriff "Volk" bis zur Nazizeit. Mit der "völkischen Bewegung" (=deutschen Bewegung), wie sich die Nationalsozialisten nannten, verschmolz der Begriff des "Volkes" mit dem der Herrscher, sobald die Nazis die Macht erreicht hatten. (Es gibt also KEINE Linie vom romantischen Volksbegriff zum nationalsozialistischen!) Und diese Bedeutung hat er heute noch auch (!) für das linksliberale Weltbild behalten, nicht aber ist er so im Bewußtsein derjenigen verankert, die das Volk in alter, vornazistischer Lesart, als diejenigen verstanden, die beherrscht werden. Rufen sie also "Wir sind das Volk!", so meinen sie zweierlei:

    1. wenn das Selbstverständnis der BRD darin liegen soll, daß die Macht vom Volke ausgeht, dann muß auch das Volk die wichtigen Positionen der Politik bestimmen; das führt u.a. zu der Forderung nach Volksabstimmungen und
    2. es wird ein Gegensatz deutlich gemacht: auf der einen Seite die Herrschenden (Politik, Verbände, Linksfaschisten, Grüne, Kapitalisten...), das Establishment, das im Gegensatz zu denjenigen steht, die ausgebeutet werden, das Stimmvieh, die Wahlzettelbesitzer, die Steuerzahler, der dämliche Rest.


    Daraus rührt der Streit um den Begriff. Die Mächtigen reklamieren den Volksbegriff im nationalsozialistisch-stalinistischen Sinne für sich, behaupten die 80-Millionen-These, also die Gesdamtheit der hier Wohnenden als Volk. (bei den Nazis auf rassischer Grundlage bestimmt; bei den Kommunisten als Proletarier-These definiert; heute auf der Basis des Geltungsbereiches des Grundgesetzes -> allesamt sind in toto eine Gleichheitsallegorie, die der Volksbegriff nicht verträgt) Die Pegidisten nehmen das Establishment, die Bonzen, die Ausländer und vor allem die Muslime aus der Rechnung. Volk sind 60, vielleicht 65 Millionen. Damit sind sie an der alten Bestimmung des Begriffs "Volk", der seinerzeit eben zur Abgrenzung des Pöbels, des Packs, der Janhagels, der Ungebildeten von den anderen, den Herrschenden, Klugen, Schönen, Latein sprechenden abgegrenzt worden ist, heute ersetzt durch diejenigen, die die Macht haben, die ÜBER DIE KÖPFE des Volks hinweg Entscheidungen über dieses Volk treffen.
    Um die Verquere deutlich zu machen: Als am Sonntag bei Jauch mehrere Menschen im Studio saßen und sich als Bestandteile des Volks definierten, war nach altdeutscher Auffassung KEINER der dort Diskutierenden Volk, denn jeder war Vertreter einer Macht über dem Volk, auch der AfD-Vertreter, denn jeder besitzt eine über das Volk herausgehobene Position im parteipolitischen Gezänk um Einfluß und Macht. Das Volk aber ist in diesem Punkt anarchisch. Es hat eine Sehnsucht nach Ordnung, aber es haßt zugleich Parteiengezänk und Privilegierte, die es selbst immer wieder hervorbringt: ein circulus vitiosus. Ob sich jetzt mit Mehrheiten argumentieren ließe, darf bezweifelt werden. Der Begriff des "Volks" verträgt keine Mehrheitsbestimmung, keine Zerteilung in parteipolitische Anteile. Und weil das so ist, ist jede Sonntagsumfrage Disinformation, was das Volk denkt und es ist auch sinnfällig nebensächlich, ob nun 5, 10 oder 72,7% für oder gegen Einwanderung sind. Wer da einwandert, wird bald zu großen Teilen selber Volk sein, denn Volk verträgt keine nationale Zuweisung, eben weil es ein sozialer Begriff ist. Siehste!

  21. #21
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    AW: Wer oder was ist das "Wir" in "Wir sind das Volk!"?

    In der gestrigen PEGIDA-Versammlung nannte Bachmann den Bundesjustizminister in einem Atemzug mit Goebbels oder Schnitzler. Der Aufschrei war groß, es wurde von einem Vergleich gesprochen.

    Das war natürlich KEIN Vergleich, sondern ein Bezug, etwa in dem Sinne SEIT Goebbels oder Schnitzler gäbe es kein größeres Schandmaul als den Bundesjustizminister. Damit werden beide Teile der Ungleichung nicht gleichgesetzt, sondern es wird nur im semantischen Freiraum mitgesagt. Das ist etwas anderes und sollte im politischen Diskurs durchaus legitim sein. Davon lebt ja der politische Streit, daß der Zuhörer weiterdenkt und zu Aha-Erkenntnissen kömmt. Ist es in der BRD aber nicht. Ich meine, wenn Bachmann gesagt hätte, Maas sei WIE Goebbels, dann könnte ich den Aufschrei verstehen, aber so ist es noch beleidigender für den Justizminister, denn Bachmann meint ja nichts anderes, als daß Goebbels und Schnitzler besser gewesen seien. Darüber hätte sich Maas aufregen sollen!

    Klarer Fall eines Patriotarden!

    Hintergrund des Streites ist der Begriff des VOLKes. Maas hatte sich seinerzeit über die Zielgruppe der PEGIDA echauffiert, zugleich aber differenziert, was aber nicht ganz klar wurde: Pack, Ratten, brauner Sumpf etc. prägen den Sprachgebrauch der SPD für die PEGIDISTEN. Sie sind also alles andere als nicht beleidigend. Zugleich aber wollen sie mit dem "einfachen Mann" reden. Wer oder was ist das? Ist Bachmann kein einfacher Mann? Er ist sogar ein sehr einfacher Mann mit einem sehr einfachen Weltbild.

    Schwierig, schwierig...

    Merke zudem: Wenn Bachmann andere Menschen als Dreckspack bezeichnet, soll das strafbar sein. Wenn ein Staatsbeamter das zu Demonstranten pauschalisierend sagt, nicht?

  22. #22
    schreibt hier hin und wieder Avatar von Streusalzwiese
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    AW: Wer oder was ist das "Wir" in "Wir sind das Volk!"?

    Zitat Zitat von aerolith Beitrag anzeigen
    In der gestrigen PEGIDA-Versammlung nannte Bachmann den Bundesjustizminister in einem Atemzug mit Goebbels oder Schnitzler. Der Aufschrei war groß, es wurde von einem Vergleich gesprochen.
    Er kann sich auf eine gewisse Traditon berufen. Auch Brandt und Kohl griffen in die Göbbels-Kiste.

    http://www.spiegel.de/einestages/politiker-entgleisungen-a-946818.html
    Nazi-Hetzer Joseph Goebbels hat einen unrühmlichen Platz in der deutschen Geschichte - und einen festen in der Nachkriegspolitik: Der Vergleich mit ihm wurde zum übelstes Mittel im politischen Schlagabtausch. Adenauer zündete die schmutzige Bombe als Erster, Kohl gegen Gorbatschow - und einen traf es sogar mehrfach.

  23. #23
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Wer oder was ist das "Wir" in "Wir sind das Volk!"?

    Ja, Streusalz, aber wer oder was ist das Volk? Hast Du darauf eine Antwort?

    Volk sind immer die, die politisch nichts zu sagen haben. Die anderen sind Establishment. Das gilt besonders für die westliche Demokratie. - Zu bunt gehört auch die Farbe "braun", um im Bilde zu bleiben. Eine bunte Republik, wie sie diejenigen haben wollen, die eifrig gegen die Braunen hetzen, muß auch die Braunen aushalten - bei aller Wehrhaftigkeit. Die "Bunten" halten die Braunen aber nicht aus. Was sagt das über sie aus? Daß die Braunen die Bunten nicht aushalten, liegt in der Natur der Sache. Die Bunten aber machen sich zu Braunen, wenn sie die Braunen kriminalisieren schlichtweg dafür, daß sie Braune sein sollen. Da liegt nämlich das Problem: in dem Augenblick, wo man jemanden als solchen definiert, soll der das dann auch sein. Ein vergifteter Diskurs ist die Folge. Am Ende reicht noch immer der Hinweis darauf, jemanden BRAUN zu nennen, um ihn mundtot zu machen. Und das ist Faschismus, nur mit umgekehrtem Vorzeichen.

    Wenn man also in diesem Land die Gesprächskultur und den gesellschaftlichen Fortschritt entwickeln möchte, muß man zuerst die Einsicht finden, daß auch die Braunen zum gesellschaftlichen Diskurs gehören und gehört werden müssen. Das aber kann noch dauern, bis es soweit ist.

  24. #24
    schreibt hier hin und wieder Avatar von Streusalzwiese
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    AW: Wer oder was ist das "Wir" in "Wir sind das Volk!"?

    Das Volk ist der Empfänger. Darum wurde der Volksempfänger von den Machthabern gefördert.
    Einen Volkssender wollte m.W. noch niemand einrichten.

    Wer zum Volk gehört, fährt einen Volkswagen oder ein vergleichbares Automobil.
    Porsche- und Ferrari-Fahrer gehören nicht zum Volk.
    Ebensowenig die Autoverweigerer.

  25. #25
    Mitgestalter Avatar von anderedimension
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    AW: Wer oder was ist das "Wir" in "Wir sind das Volk!"?

    Das Volk ist (sollte) vergleichbar (sein) mit dem repräsentativen Warenkorb, den man zur Ermittlung der Inflationsrate heranzieht.

    Meinung von Schüler, Arbeiter, Angestellte, Selbständige, Studenten, Professoren, Künstler, usw... = im Schnitt das Volk

    Ein Beispiel:

    Gestern gab es bei "hart aber fair" endlich mal eine Auseinandersetzung zum Thema Objektivität der Medien, Stichwort "Lügenpresse" - im Fokus die öffentlich-rechtlichen Sender.
    Der Moderator führte ins Feld, dass nach einer Umfrage über 50% der Deutschen die Wirklichkeit in den Medien nicht mehr abgebildet sehen, gar 39% von Lügenpresse reden. Hier spricht das Volk, denn der Vorwurf kommt aus allen gesellschaftlichen Schichten. Klartext redete vor allem Claus Strunz, Journalist aus dem Axel Springer Haus. Ich muss zugeben, dass auch Göring-Eckardt, obwohl ich die ansonsten gar nicht ab kann, eine gute Figur machte und nicht so linksfaschistisch argumentierte...wie sie es sonst so gerne tut. Der Typ von den Prinzen war die Idealbesetzung für die Rolle des Gutmenschen - und Gauland (AfD) einer der denkbar schlechtesten Vertreter seiner Partei. Die Stimmung war emotional aufgeladen, aber wenigstens hatte keiner wirklich versucht Parteipolitik zu machen - das darf man allen zugutehalten. Strunz hatte wohl Recht mit seiner Aussage, dass eine "Neue Partei der Mitte",
    sollte sie jemand gründen, durchstarten würde. Die Sehnsucht nach einer Partei der Mitte scheint sehr groß zu sein. Kein Wunder, schaut man sich die Politik der letzten 10-15 Jahre an.

    Für mich ein gutes Beispiel, welche Macht vom Volk ausgehen kann - sich gegen Politik und Medien durchzusetzen, das ist eine Herkulesaufgabe. Konnte "nur" durch die Ereignisse in Köln auch gelingen. Nun zwingen uns nicht mehr die Politiker ihre Politik auf, sondern wir bestimmen welche Politik zu machen haben. Ein Indikator´dafür, dass trotz aller Widrigkeiten unsere Demokratie noch zu funktionieren scheint. Die einzigen, die nicht mit im Boot waren, das sind wieder einmal unsere Studenten. Auf die zähle aber ich persönlich sowieso schon lange nicht mehr.

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