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Thema: social media tötet

  1. #1
    Resurrector Avatar von aerolith
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    Post social media tötet

    Ich fand ff. interessanten Text:
    erstellt von Heise:

    Ein interdisziplinäres Team aus Soziologen und Physikern hat ein Computermodell entwickelt, um den stetigen Anstieg der politischen Polarisierung zu analysieren. Das Multi-Agenten-Modell soll insbesondere klären, welche Rolle soziale Medien dabei spielen. Die Studie, die die Forschenden jetzt in der Fachzeitschrift PLOS ONE veröffentlicht haben, zeichnet ein pessimistisches Bild: Laut dem Modell gibt es Kipp-Punkte, ab denen die gesellschaftliche Polarisierung irreversibel wird.
    Das ist Unsinn. Geschichte verläuft nicht linear und ist keineswegs zweckdienlich. Nur der teleologische (Irr)-Glaube veranlaßt Menschen dazu, von sogenannten Kipp-Punkten in gesellschaftswissenschaftlicher Hinsicht zu sprechen. Der Begriff mag für technische Systeme taugen, nicht jedoch in Bereichen, die der Mensch figuriert.

    Bislang galt der Echo-Kammer-Effekt als eine gängige Erklärung für politische Polarisierung in sozialen Medien: Weil User in sozialen Netzwerken bevorzugt Inhalte konsumieren, die ihrem Weltbild entsprechen, würde sich ihre politische Meinung weiter verfestigen – so die Theorie.
    Das ist richtig. Menschen neigen dazu, sich Bestätigung zu suchen. Finden sie diese in abgeschlossenen (virtuellen) Räumen, so kann das durchaus zur Verfestigung, zur Dogmatisierung führen. Ein Dogma ist jedoch im gesellschaftlichen Diskurs leichter aufzubrechen als eine noch in Entstehung befindliche Meinung.

    Der Soziologe Petter Törnberg von der Universität Amsterdam und seine Kollegen aus Deutschland, Italien und Schweden gehen daher davon aus, daß politische Polarisierung ein Effekt ist, der mit dem zunehmenden Einfluß politischer Identitäten zu erklären ist. Nach diesem Erklärungsansatz sind politische Debatten keine rationalen Diskussionen über politische Meinungsverschiedenheiten mehr. Sie gleichen vielmehr einem Kampf zwischen verfeindeten Stämmen, bei dem es wichtiger ist, wer zur In-Group und wer zu den "Anderen" gehört als wer welche Argumente vorbringt.
    Das sind Erscheinungsformen der Voraufklärung, 17. Jahrhundert. Ich stimme dem zu.
    Die stark die jeweilige politische Identität ausgeprägt ist, ist demnach von den Interaktionen mit Gleichgesinnten abhängig. Hat man hingegen viel mit Menschen verschiedenster Gruppen zu tun, wird die Bindung an die Gruppenidentität schwächer.
    Das ist nicht gesagt. Viele tun auch nur, als ob sie sich mit Fremden verstehen, womit hier auch der weltanschauliche Dissenz kreditiert werden soll, eine Art von Geschäftsoffenhaltung.
    Um die Theorie zu überprüfen, entwickelten die Forschenden ein Computermodell zur Untersuchung der gesellschaftlichen Dynamik von Identität und politischer Polarisierung. Darin interagieren Software-Agenten jeweils mit zufällig ausgewählten anderen Agenten aus ihrer unmittelbaren Nachbarschaft und mit anderen Agenten, deren politische Identität ihrer ähnlich war – die sie also nach ihrer Präferenz aus dem Gesamtpool aller Agenten kontaktiert hatten. Aus der Summe aller Interaktionen errechnet sich dann in jeder Zeiteinheit des Modells, ob sich die Bindung an die politische Identität verstärkt, abschwächt, oder gar ob die Identität komplett wechselt.
    Der klassische Holzweg. Man glaubt seit etwa 40 Jahren, daß Komputer Ereignisse simulieren können. Dummerweise können Komputer aber nur das ausrechnen, was man ihnen zuvor eingab. Auch die raffinierteste künstliche Intelligenz kann nicht besser rechnen als die Unwägbarkeit "Mensch". Ich sage immer, den GV (Glücksfaktor) kann sie nicht berechnen.
    Bei der Untersuchung der Dynamik des Modells stieß das Team auf Kippunkte – Polarisierungsgrade, die Rückkopplungsschleifen auslösen, die zu einer ausufernden dauerhaften politischen Polarisierung führen.
    Da ist er, der Grundirrtum. Interpolationen. Ich kenne diesen Menschentyp; es gibt ihn seit Menschengedenken. Er glaubt, daß die Zeit linear verläuft. Er glaubt eben darum, Ereignisse vorhersagen zu können. Und weil er zuweilen einen Treffer landet, glaubt er, es ginge nur so. Doch in diesem Lebensbereich trifft das am allerwenigsten zu, im Bereich menschlicher Interaktion. Da spielen Dinge wie Stimmung, Grundtyp der Angst, Wetter, gerade Erlebtes, Intellekt, Liebeszustand, Alkoholpegel... eine nicht zu unterschätzende Rolle. Ein Beispiel: In einem Chatroom wird über das Regierungsprogramm gestritten. Nun kömmt jemand des Weges, ein Troll, ein Wechselwähler, ein Tunichtgut, der sich um Dinge wie Echo, Zustimmungsheische oder Feindpflege nicht kümmert. Er meldet sich mit drei verschiedenen Nicknamen an und schafft drei Typen, die er munter miteinander diskutieren läßt. Er findet Freunde für den einen, Feinde für den anderen und hat seinen Spaß. Was wird gemessen und interpoliert? Ein Mann - drei Meinungen. Eine Frau - eine Redaktionsstube. Und nun setze ich noch einen drauf: derselbe Mann entwickelt nun noch eine vierte und fünfte Meinung zu ein und derselben Sache. Warum? Weil es ihm Spaß macht, verschiedene Meinungen gegeneinander antreten zu lassen. Ja, wird nun der Komputer sagen, aber das sind doch Einzelfälle, statistisch nicht relevant. Die meisten Menschen funktionieren so nicht, sie haben ihre festen Überzeugungen. Eben nicht. Überzeugungen gehören nicht zur Substanz des Menschen, sondern sind Teil seiner (wechselnden) Persönlichkeit. Sie sind eine Spielwiese des Charakters, der von einem Komputer nicht erfaßt werden kann, weil zum Charakter v.a. eines gehört, die Gefühlswelt. Vom Unterbewußten habe ich noch gar nicht gesprochen.
    Darüber hinaus zeigt das Modell sogenannte "Hysterese"-Effekte – das heißt, selbst wenn sich die Bedingungen so ändern würden, daß es sehr viel schwerer wäre, radikale Gruppen in sozialen Medien zu finden, würde die Polarisierung nicht wieder unter einen bestimmten Wert sinken. "Genau wie der Klimawandel kann auch die politische Polarisierung auf unvorhersehbare und gefährliche Weise reagieren", erklärt Törnberg, der Hauptautor der Studie.
    Darauf habe ich itzt gewartet. Da ist es wieder, das Argument ohne Wirklichkeitsbezug. Naturwissenschaftler sprechen gern von Kipp-Punkten. Es gibt sie, sicherlich. In geschlossenen Systemen. Anders wäre empirische Wissenschaft auch kaum möglich. Aber das menschliche Kommunikationsverhalten ist kein geschlossenenes System, weil der Mensch keines ist. Und damit fällt die Theorie zusammen. Polarisierung entsteht nicht in Echo-Räumen, sie ist Fixpunkt menschlichen Daseins. Platon beschrieb dieses Kosmos-Phänomen als Eros-Agape-Dualität. Der Punkt ist nur, wann sind wir was, wann leben wir was aus? Am Ende zerstören wir das, was wir lieben. Meinte Oscar Wilde. Anders gesagt: Auch im Augenblick der größten Zustimmung/Ablehnung sind wir nicht gewillt, uns völlig hinzugeben. Oder wir geben uns hin, um danach aufzustehen und diesen Teil unseres Lebens zu verlassen, die Bindung zur Gruppe/Partner zu zerstören. Wie will das ein Komputer begreifen? Würde er es, wäre er ein Mensch.
    Um die Polarisierung wieder zu verkleinern, müßten die separaten Gruppen sich einigen, auf ein gemeinsames Ziel hinzuarbeiten.
    So funktioniert die postmoderne Geselslchaft aber nicht. Wir haben hier ekinen Kommunismus.
    "Früher wurde diese Aufgabe durch die Massenmobilisierung erfüllt, die die fordistische Gesellschaft der Moderne kennzeichnete, zum Beispiel durch groß angelegte Kriege", schreibt Törnberg. "Heute, in einer postmodernen, fragmentierten Gesellschaft, ist es weniger klar, wie ein solches Zusammenkommen umgesetzt werden könnte. Vor etwa zwei Jahren war eine gängige Antwort der Forscher, dass ein großes, gemeinsames Problem – wie eine globale Pandemie – eine Lösung bieten könnte. Das scheint leider nicht geholfen zu haben“. Auch wenn er grundsätzlich nicht auf eine technische Lösung des Problems setze, sei er sich jedoch sicher, "daß es durchaus möglich wäre, eine entpolarisierende Form der sozialen Medien einzuführen.
    Nicht unklug.

    Unwort: fordistisch

  2. #2
    schreibt hier hin und wieder Avatar von WirbelFCM
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    AW: social media tötet

    Dass user in Facebook „bevorzugt infos konsumieren, die ihrem weltbild entspricht“ ist son bißchen diskutabel. Das hört sich nämlich so an, als ob er das FREIWILLIG tun würde. Tut er aber nicht, da er nur informationen eingeblendet bekommt, VON DENEN FACEBOOK GEMÄSS SEINER GEWOHNHEITEN GLAUBT, DASS ER SIE SEHEN WILL.

    Das ist aber ein dramatischer irrtum! Wenn man die KI von FB (ich lasse instagram jetzt mal raus, weil da nur fotos und bescheuerte videos, aber keine infos geteilt werden) kennt wird einem klar, dass FB nur vorhandene Phobien und Paranoia verstärkt, in dem es entsprechende Beiträge präsentiert, statt widersprüchliche. Von der dort vorherrschenden Zensir (die BRD ist zensurweltmeister - nicht mal in nordkorea sind so viele Youtubevideo zensiert wie hier!). Bei Facebook war ich grad 30 Tage wegen „Hassrede“ gesperrt, weil ich Samurai nicht gendern wollte (!) - sagt das im grunde nicht alles?

    Aber es stimmt auch soweit, dass der Deutsche sich eher von Klischees, Trends und v.a. Dem Geschmack der Masse leiten läßt, als sich von Fakten oder Argumenten überzeugen zu lassen. Ich sehe das schon so, dass der Kontakt mit verschiedenartigen Menschen die Offenheit für andere Meinungen fördern KANN.

    Widersprechen tute ich dir hingehen bei deiner aussage zu KIs und deren fähigkeiten, die realität zu simulieren. Doch, KI kann das! Denn die Natur ist logisch, die Sprache des Universums ist die Mathematik, deren Logik schon Kinder verstehen. Und nicht nur das: das kleine Einmaleins ist nicht nur logisch, sondern auch EINDEUTIG und ZWEIFELSFREI! Über die Frage, ob 1+1=2 ist KANN es zwar verschiedene Meinungen geben, richtig ist aber immer nur die eine.

    Die Problematik ist vielmehr, dass a) Menschen nicht (mehr) logisch funktionieren, weil ihnen ja heuer überall nur unlogischer Blödsinn eingetrichtert wird (über 90% aller Informationen, die wir tagtäglich aufnehmen, sind entweder Werbung oder Propaganda, also nicht wahr) und weil wir es vergessen (verlernt?) haben, informationen zu bewerten, nehmen wir diese ganz unbewußt in unser „Programm“ auf. Robert Kiyosaki sagte mal „es sind nicht die dinge, die wir NICHT wissen, die uns vom erfolg abhalten, sondern vielmehr die dinge, die wir zu wissen GLAUBEN, die aber nicht der wahrheit entsprechen“

    Und Problematik b) ist, dass eine KI, um die Realität simulieren zu können, auch ALLE dafür relevante Daten kennen und auswerten können muß. Und genau DA hapert es halt, weil alle diese Daten nicht immer bekannt sind. Eine unvollständige gleichung kann aber nie, NIE zu einem eindeutigen ergebnis führen!

    bspw. Wettervorhersage: die klappt heuer doch im grunde ganz gut, weil die meisten nötigen daten bekannt sind und von computern ins verhältnis zu früheren daten gestellt werden. Je mehr und bessere daten ich habe und je mehr erfahrungswerte ich habe, mit denen ich diese daten vergleichen kann, umso genauer ist die Wetterprognose, die aber letztendlich auch nur eine art „hellseherei“ ist

  3. #3
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: social media tötet

    Wäre das ein Aufsatz, mein lieber Wirbel, dann hättest Du am Thema vorbeigeschrieben. Einzelne Treffer sind da bloß Blindflugergebnisse. Even a blind chicken finds a corne. Es geht eher nicht um KI, eher nicht um Faktizität und auch nicht um Wettervorhersagen, sondern um die Scheinwelt, die die wirkliche töten soll. Ob die nun mit KI (oder ohne), ob die zweifelsfrei korrekte Fakten wiedergibt oder sich auch mal irrt (wobei sich zu irren ja menschlich ist), ist nebensächlich. Zwei Aspekte möchte ich aus Deinem Text aber herausgreifen:
    1. 1 + 1 ist nicht immer 2. Ich habe eine Vorlsung ebsucht, in der der Professor das zweifelsfrei bewies. Manche glauben, Mathematik sei keine Logik, sondern eine auf Axiomen basierende Erfahrungswissenschaft. Wie lassen sich sonst irrationale Zahlen erklären? Ein Oxymoron.
    2. der erste Gedanke war ein guter:
    Dass user in Facebook „bevorzugt infos konsumieren, die ihrem weltbild entspricht“ ist son bißchen diskutabel. Das hört sich nämlich so an, als ob er das FREIWILLIG tun würde. Tut er aber nicht, da er nur informationen eingeblendet bekommt, VON DENEN FACEBOOK GEMÄSS SEINER GEWOHNHEITEN GLAUBT, DASS ER SIE SEHEN WILL.
    Wir nähern uns dem eigentlichen Thema sdieses Ordners, nämlich der Frage, ob selbsrtreferentielles Parlieren kommunikativ ist. Im Wolkenstein-Forum wird darüber schon seit zwanzig Jahren diskutiert. Zum Beispiel hier oder hier, aber auch in vielen anderen Ordnern. Es geht immer um die Frage, ob wir Echoräume benötigen, einen guten Streit suchen oder ob das Wesen der Kommunikation darin liegt, die Kommunikation selber zu erhalten. facebook scheint mir mit seiner Auffassung, das Gespräch nicht unbedingt Gespräch erzeugt, richtig zu liegen, was für Dich bedeutet, daß Du, sofern Du Dich nicht an das hältst, was facebook für das Gespräch als wichtig einschätzt, schnell mal restriktiv behandelt wirst. Ich kann Dir aber versichern, daß es hier nicht anders ist. Was ich nicht als kommunikativ erachte, wird von mir auch gelöscht, Trollen wird der Weg gewiesen und jeder, der sich nicht an die Regeln hält, fliegt raus. Tötet das die Kommunikation, gar das Verhältnis? Ja, mitunter. Aufgrund virtueller Regeln habe ich mich mit sicherlich fünf Leuten zerstritten, die (wie ich) den Unterschied zwischen virtueller und tatsächlicher Realität nicht differenzieren konnten. Das ist so schade, wie es wahr ist.

    guter podcast im DLF

  4. #4
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    AW: social media tötet

    Einspruch Euer Ehren. 1+1=2 ist ein Axiom der Mathematik. Es lässt sich also nicht beweisen. Es ist eine Annahme, die - offensichtlich - mit der Erfahrung übereinstimmt. Es lässt sich also auch nicht beweisen, dass 1+1 nicht 2 ergäbe. Es werden immer wieder solche Gedankenspiele verzapft, die verfangen dann bei leichtgläubigen Leuten, sind aber Unsinn. Das gilt auch für 1+1=42. Humbug.

    Was die irrationalen Zahlen angeht, lautet ihre Definition, dass sie sich nicht als Bruch rationaler Zahlen, also zweier ganzer Zahlen, darstellen lassen. Das hat mit irrational (unvernünftig, widersprüchlich) im alltäglichen Sinn nichts zu tun! Dass die irrationalen Zahlen für uns nicht gänzlich verständlich sind, eben weil sie unendlich lange und damit nicht vollständig darstellbar sind, heisst nicht, dass es sie nicht 'gibt' oder sie eine Erfindung unserer Logik sind. Sie sind einfach eine Konsequenz aus den einfachsten mathematischen Grundsätzen = Axiomen.

    Es wäre auch eine andere Mathematik denkbar, wenn sie auf anderen Axiomen beruhte. Aber das wär dann für unser Gehirn völlig paradox und der Alltagserfahrung widersprechend. Mathematisch aber supersauber.

    Die Wurzel aus 2 ist eine irrationale Zahl. Dennoch kommt sie überall vor. Als Diagonale des Quadrats z. B. Ohne sie gäbs keinen Maschinenbau, keine Architektur, fast nix. Dennoch können wir sie nicht vollständig fassen. Ist halt alles eine Frage der Genauigkeit und Toleranz. In der Quantenmechanik löst sich sowieso alles in Wohlgefallen und Chaos auf.

  5. #5
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: social media tötet

    Diese Mathematik werde ich nie begreifen. Sie athmet Charlatanerie. Nehmen wir nur mal die propädeutische Terminologie:

    erstellt von Uni Leipzig:

    Axiome: elementare Grundaussagen; werden nicht bewiesen

    Definitionen: führen neue Begriffe ein; enthalten keine Aussagen, daher werden sie nicht bewiesen

    Sätze: formulieren Aussagen; müssen bewiesen werden, je nach Wichtigkeit: Theorem, Satz, Lemma (Hilfssatz), Korollar (Folgerung) usw.

    Beweise: Herleitung der gewonnenen Aussagen

    Bemerkungen: Zwischentexte mit Erläuterungen, Motivierung,etc.

    Beispiele: Illustration neuer Aussagen
    Wenn das keine Metaphysik ist! Klingt nach Pipi Langstrumpf, die sich die Welt malt, wie sie ihr gefällt.

    P.S. Ich finde irgendwo eine Vorlesung, die meine obige Aussage unterstützt.

  6. #6
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    AW: social media tötet

    Nix mit Scharlatanerie. Aus den paar Axiomen (ganze 5 für die natürlichen Zahlen, aus denen alle anderen Zahlen abgeleitet werden wie reelle, rationale, irrationale etc.), die wie gesagt nicht beweisbar sind - weil offensichtlich evident und nicht weiter herleitbar - muss ALLES weitere widerspruchsfrei (logisch) abgeleitet werden. Es ist nicht einfach, aber hat nix zu tun mit faulem Zauber oder gar Metaphysik. Der größte Teil der Mathematik findet sich in der Welt, vom Alltag bis zur Grundlagenphysik, wieder. Ohne Mathematik gäbe es unsere Welt, wie wir sie kennen, nicht. Die Axiome sind nicht wie etwa die der Religionen willkürliche Annahmen, sondern Grundsätze, die offensichtlich in der Welt vorgefunden werden und unseren Denkgesetzen, der Logik, nicht widersprechen.

  7. #7
    schreibt hier hin und wieder Avatar von Streusalzwiese
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    AW: social media tötet

    Um mal wieder zum Thread-Thema zurückzukehren:
    https://www.spiegel.de/netzwelt/netz...6-d85bea144928
    Der YouTuber »Drachenlord« wird seit Jahren von einem Mob gequält, bedroht und belästigt. Nun hat er sich gewehrt und wurde zu einer Haftstrafe verurteilt. Ein katastrophales Versagen von Justiz, Medien und Gesellschaft.
    Virtuelle Lynch-Mobs können sich schnell in verkörperte Lynch-Mobs verwandeln. Da hilft dann wohl nur untertauchen.

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