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Thema: Depression der Sterne

  1. #1
    schreibt hier hin und wieder
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    Depression der Sterne

    Die Regentropfen erzählen mir von
    Der Depression der Sterne
    Die Leute tragen alle Sonnencreme auf
    Gegen die Wärme
    Früher hatten alle die Sterne so gern
    Heute bleibt man lieber daheim
    Wir schauen sie heuer im Live Stream von fern
    Denn es könnte ja sein

    Daß mir der Nagel abreißt
    Oder die Hutschnur platzt
    Und nur daß du es weißt
    Daß von meinem schlechten Atem vielleicht
    Mein Nachbar abkratzt

    Ein Regenbogen deutet mir
    Den Weg ins Wunderland
    In einen Wasserwurm verwandelt
    Krieche an den Strand
    Ein Duft von wilden Rosen
    Liegt in der salzigen Luft
    Ich schicke meine Depressionen
    Jetzt endlich in die Gruft

    Auch wenn mir der Nagel abreißt
    Oder die Hutschnur platzt
    Und nur daß du es weißt
    Daß von meinem schlechten Atem
    Vielleicht mein Nachbar abkratzt

  2. #2
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Depression der Sterne

    merkwürdiger Text; daß ein Musiker Angst vor abgerissenen Nägeln hat, leuchtet mir ein; daß der schlechte Athem den Nachbarn stört, kann ich auch nachvollziehen, denn den Athem kann ich auch als Meinungskundgebung verstehen, womit so mancher Probleme hat, wenn er sie ungefiltert hören muß; daß mit dem livestream will mir nicht recht passen, denn auch früher ließen sich die Sterne nur aus der Ferne beobachten, wobei es nun nicht entscheidend ist, ob ich sie mir durch ein Fernrohr oder mittels eines livestreams anschaue, der ja wohl auch ein Fernrohr (teleskop) benötigt
    alles in allem stehen mir da zu viele Bilde nebeneinander, es wird zu wenig verdichtet, was aber bei Liedtexten nicht weiter schlimm ist, deucht mich

    die Sterne sind selber depressiv?

  3. #3
    schreibt hier hin und wieder Avatar von Streusalzwiese
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    AW: Depression der Sterne

    Gemeint ist wahrscheinlich der "Star". Auf Englisch würde der Text besser funktionieren. Denn Stern ist im deutschsprachigen Raum eine eher unübliche Bezeichnung für A-Promis. Das Deutsche bedient nur die unteren Promi-Klassen mit den "Sternchen". Diese sind immer depressionsgefährdet.

  4. #4
    Kurzvormabschussiger
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    AW: Depression der Sterne

    Ich mag den Mut zum Gefühl. Auch zu den schlechten. Fühlt man gar nichts mehr ist man ja quasi tot, einen Zustand den sich so viele leider wünschen. Das vom schlechten Atem, der Nachbar abkratzt, fand ich ein originelles Bild. Ein Nachbar stört ja oft die Gedankenbahnen. Wir alle sollten uns öfters darüber Gedanken machen, wen wir eigentlich den Tod wünschen sollten... das ist der erste Schritt hin zur Veränderung... zur gedanklichen, zum sich geistig rüsten, man muss ja nicht gleich ein Messer kaufen und zustechen...

  5. #5
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: Depression der Sterne

    Die Sterne sind nicht die Sternchen. Früher waren die Sterne die Götter, der Quell des Lebens. In vielerlei Hinsicht kehren sich Menschen vermehrt davon ab, indem sie beispielsweise eher an eine mehr oder weniger evidenzbasierte Meinung oder Prognose glauben, was natürlich jedes Menschen Grundrecht ist - das ist die Meinungsfreiheit; wenn aber der Mensch sich heuer lieber als Zahl begreift und nicht als göttliches Wesen, darf man das mit Bedauern feststellen, was in diesem Beispiel eben mal die Sterne machen.

  6. #6
    Ist durch nichts wegzugraulen Avatar von anderedimension
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    AW: Depression der Sterne

    Ich glaube Du hast das als Liedtext geschrieben...da passt das dann auch.

    Unter der Prämisse Lyrik weniger...dazu bräuchte es fließende Übergänge...weniger Artikel. Am Anfang sprichst Du von dir (die Regentropfen erzählen mir)...kommst dann über "man" und wir" zum "Du". Als Erzähler würde ich da ganz bei mir bleiben.

    Regentropfen erzählen mir
    von gemütskranken Sternen
    verloren in den Gedanken
    an Menschen -

    die sich einst mit Sonnenmilch
    vor der Wärme schützten
    um dem Himmel nah sein
    zu können -

    und sich heute seine Juwelen
    frei Haus liefern lassen
    ohne selbst einen Fuß
    vor die Tür zu setzen



    Der Abschied entziffert die Handschrift einer Begegnung

  7. #7
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    AW: Depression der Sterne

    Der Text ist originell, sehr assoziativ, fast chaotisch, also alles andere als ein Gedicht. Eher ein Geflücht - strebt auseinander, statt auf ein Zentrum hin.

    Btw, die Sterne, sie sind so weit, so unvorstellbar, so jenseits aller menschlichen Erfahrung, sie haben keine Gefühle ....

    So endet der Text ja auch nicht in kosmischer Weite, sondern in sehr menschlicher Begrenzheit ....

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