+ Antworten
Seite 1 von 4 123 ... LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 25 von 79

Thema: Ausländer. (Ein Live-Ticker)

  1. #1
    Kalu
    Laufkundschaft

    Ausländer. (Ein Live-Ticker)

    Wir haben ziemlich viele Ausländer im Inland. Und es werden immer mehr. Die deutsche Leitkultur ist in Gefahr. Selbsternannte 'Volkswillenvollstrecker' zündeln. Jeder, aber wirklich jeder kramt nach anwendbaren Regeln für diesen unvorhergesehenen Prozess. Es wird Veränderungen geben – im Guten – im Schlechten. Es gibt nur eine Möglichkeit die Implikationen zu identifizieren – wir warten sie ab, und hoffen das Beste – während wir uns ganz viel Mühe geben. Der Rest ist Orakel. Es gehört nun mal zum Wesen der Zukunft, dass sie einige Überraschungen bereit hält.

    Das Dilemma ist deutlich: Wir wissen nicht damit umzugehen. Einerseits ist klar, dass Europa (Wo liegt das?) nicht allen armen Schweine dieser Welt ein menschenwürdiges Leben anbieten kann, andererseits verlangt unsere Kultur, unsere Ethik, sich nicht abzuwenden wenn Menschen leiden.

    Dieser Widerspruch ist m.E. nicht auflösbar, jedenfalls habe ich keine Antwort auf die Frage, wie das denn gehen soll. Und die Gestalter der Rahmenbedingungen pissen sich gegenseitig auch nur in die Förmchen. Nationalpolitik und Geopolitik sind nicht nach den selben Spielregeln zu führen.

    So weit, so bekannt, selbst wenn der Leser sofort auf die Schwachstellen der obigen Zeilen hinweisen sollte. Bekommen wir nun etwa Favelas wie in Brasilien? Eingezäunte Viertel für Ausnahmen weil anders? Oder wird frisches Blut einen unerwarteten Wirtschaftsboom hervorrufen?

    Oh, viel, viel Sibylle/Kassandra sprechen.

    Demgemäß habe ich es mir zur Aufgabe gemacht, als Chronist den Alltag zu beschreiben, der neben den Schlagzeilen ein unbeachtetes Dasein fristet. Der Alltag beginnt um die Ecke und vor einigen Wochen. Da fielen mir etliche dunkelhäutige, schlaksige junge Männer auf, die unter Anleitung von Sach-/Sozialarbeitern in Gruppen den Umgang mit Geldautomaten, Discounter, Zebrastreifen und so weiter übten. 'Dat sind doch niemals Syrer' dachte ich noch und vergaß diese Impression sofort wieder, denn 'Neger' darf man nicht denken, egal wie pechschwarz der Mensch einem auch vorkommen mag.

    Dann entnahm ich den Zeitungen, dass die Firma Sennheiser unentgeltlich der Stadt ein leerstehendes Gebäude für ungefähr 200 Flüchtlinge überlassen hat, ca. 300 Meter entfernt. Ich unterhalte mich mit einem Bekannten, der bei der Stadt arbeitet: Ja, Arbeitsamt und Sozialamt würden sich vorbereiten. Bald ginge es los.

    Und nun ziehen auch noch in die Wohnung nebenan einige 'Refugees' ein. Das Gebäude ist ein ehemaliges Gesindehaus, sehr hellhörig, also Schluss mit meiner geliebten Eremitage.

    Ich spendete eine Speisetafel (2.500 x 500 mm), zwei Sofas, eine lange Sitzbank, eine komplette Küche aus dem Depot und zwei Tage Renovierung. Was soll ich denn sonst tun? Und ich tat es gerne. Die gute Tat sei ihr eigener Lohn heißt es, - ich hoffe das stimmt. Kann natürlich alles auch dazu führen, dass etwas ganz Schreckliches bei rum kommt.


    Demnächst in diesem Ordner: Wie es weiter ging. Musste sich der Chronist fürchterlich aufregen, weil nebenan 24 Stunden am Tag lautstark gefeiert wurde? Versuchte ihn ein Islamist zum wahren Glauben zu bekehren? Gründete man etwa eine Ethnorockband?


    Gespannt …


    Fortsetzung folgt

  2. #2
    Resurrector Avatar von aerolith
    Registriert seit
    30.October 1998
    Ort
    Magdeburg
    Beiträge
    2.586
    Blog-Einträge
    35

    AW: Ausländer. (Ein Live-Ticker)

    Ein Tagebuch. Ich denke, es wird nicht jeden Tag etwas zu berichten sein, vielelicht also eher ein Wochenbuch. Versuch, das Erlebte in ein Muster zu bringen, damit zu verarbeiten. Sagen wir:
    1. Neuigkeit;
    2. Bezug zum vorigen und
    3. Verallgemeinerung.

  3. #3
    Kalu
    Laufkundschaft

    AW: Ausländer. (Ein Live-Ticker)

    Zitat Zitat von aerolith Beitrag anzeigen
    Ein Tagebuch (...)
    Da haben Du wahr. Es gibt zur Zeit keine Neuigkeiten, die nächsten sind auch erst in zwei Wochen zu erwarten. Also kann ich keinen weiteren Bezug zum Eingangstext herstellen und ganz allgemein gesagt bin ich mehr gespannt als besorgt, doch das kann sich natürlich ruckartig ändern.

    Manchmal ist die Suche nach Lösungen die einzige Lösung. Oder so ähnlich. Man sollte sich halt etwas Mühe geben. In einigen anderen Ordnern wird ja ernsthaft um Ansätze gerungen, diesen Mist irgendwie zu kontrollieren - ich hingegen will als Beteiligter völlig persönlich, ohne Rücksicht auf political correctness, total subjektiv meine Erfahrungen on line hier hin pappen.

    Deinen Vorschlag einer möglichen Strukturierung nehme ich zur Kenntnis, vielleicht versuche ich sogar mich daran zu halten. Aber Du kennst ja meine legendäre Selbstundisziplin.

    Vermutlich passiert in diesem Ordner die nächsten 14 Tage nix.

  4. #4
    schreibt hier hin und wieder Avatar von Richard
    Registriert seit
    18.September 2001
    Beiträge
    196

    AW: Ausländer. (Ein Live-Ticker)

    Da bin ich aber mal gespannt. Was erwartet uns? Satire, Sozialstudie? Ach so, Tatsachenberichte, hm. Also nicht ordungsgemäß sortierter Müll, eine kleine illegal gehaltene Schafherde hinterm Haus, nervtötendes Getrommel, Gesang, 3-jährige, die Dir die Fußmatte umdrehen? Kontrolliere bloß die Kellerräume, nicht dass die dort noch (...) aber gut, das wirst Du uns ja erzählen. Total beteiligt, persönlich, ohne Rücksicht, ja, welch ein Zeitzeugnis! Ich plaplaplapp..platze vor Neigier! ('tschuldigung, Schnappatmung..ähum..hach....ärrhem..geht schon...danke.)

  5. #5
    Kalu
    Laufkundschaft

    AW: Ausländer. (Ein Live-Ticker)

    Ich weiß auch nicht, was dabei herumkommen wird. Das ist ja das Spannende daran.

    Vielleicht kriege (ich weiß, das Wort 'kriegen' benutzt man nicht, also tu ich es extra) ich ja total nette integrations-, bildungs- und arbeitswillige Nachbarn, die mir das Leben bereichern, dass Du träumst von davon.

    Und vielleicht wird es dann Probleme mit dem unteren Ende des Deutschen Genpools geben in Form von Idioten, die Baseballschläger als legitimen Ausdruck ihrer politischen Meinung betrachten.

    Wer weiß ...

    Interessante Zeiten. Der Deutsche wird aus seinem Kokon gezerrt. Nun, vielleicht bekomme ich ein Schonfrist, weil ich doch als halb assimilierter Türke einmal vor -zig Jahren als vereidigter Dolmetscher bei Gericht einem GutKollega aus der Patsche half, der fälschlicher Weise annahm, Versicherungsbetrug sei eine lohnende Einkommensquelle. War nämlich alles nur ein Missverständnis gewesen. Ganz Ehrlich. (Gradu-, wenn nicht gar Tendenziell)

  6. #6
    Resurrector Avatar von aerolith
    Registriert seit
    30.October 1998
    Ort
    Magdeburg
    Beiträge
    2.586
    Blog-Einträge
    35

    AW: Ausländer. (Ein Live-Ticker)

    Da dieses Forum ein literarisches und keines des Chats ist, Karlchen, mußt Du die Geschichte vom Versicherungsbetrug auch richtig erzählen und nicht nur verklickern.

  7. #7
    Kalu
    Laufkundschaft

    Neuigkeiten von der Gutmenschenfront

    Heute morgen finde ich eine E-Mail vom Abteilungsleiter des Sozialamtes vor. Herr Name Geändert bittet um Anruf bezüglich der Wohnsituation. Ich rechne die gegebenen Daten hoch. Aha, der sucht nach weiteren Wohnungen für Flüchtlinge. Davon sollte ich ihm besser abraten. Erst mal einige Erfahrungen mit den Vieren sammeln, die er schon angekündigt hat.

    Herr Name Geändert ist ein alter Bekannter, also radle ich zum Sozialamt um steuernd einzugreifen, das macht man manchmal besser persönlich, mit Augenkontakt und so.

    „Ich glaube ich weiß, was sie mit mir besprechen wollen. Aber schlagartig weitere Flüchtlinge einzuquartieren halte ich für einen Fehler. Einige Nachbarn kokettieren leicht rechts mit faschistoidem Gedankengut, die lauern förmlich nur darauf, einer Deutschen Empörung Ausdruck zu verleihen. Nicht wirklich gefährlich, sondern nur dumm, ängstlich und xenophob.“

    „Fast getroffen. Wie schlimm sind denn diese Nationalbewussten, welche den Untergang des Abendlandes herauf beschwören?“

    „Nun, ich würde sagen: Nicht schlimmer als Otto Normal.“

    „Wissen sie, ich bekam eine E-Mail, in der man mich davor warnte, irgendwelche Flüchtlinge bei euch einzuquartieren. Ihr sollt nämlich alle patriotische ziemlich rechte Vaterlandretter sein und es wäre verantwortungslos, bei euch Flüchtlinge einzuquartieren.“

    „Nö. Soo schlimm ist es nun auch nicht. Wir haben auch etliche Linke, und ich gehöre zur radikalen Mitte! Wenn wir ein wenig aufpassen …“

    „Was denken sie?“

    „Ich denke: Syrer, Familie, bürgerlich, gebildet, fleißig, ohne 200 Verwandte. Vielleicht ein ehemaliger Universitätsdekan, Frau Archäologin, Kinder gehen zur Universität ...“

    „Bisschen viel auf einen Schlag.“

    „Geben sie sich halt etwas Mühe. Die Leute, welche sie uns schicken, werden so etwas wie Botschafter sein. Sie werden das Bild über Flüchtlinge in meiner Umgebung entscheidend mitprägen. Wenn die anfangen sollten, sich daneben zu benehmen, all das raus zu lassen, was sie bislang frustrierte, na, damit tun sie sich und ihresgleichen keinen Gefallen mit.“

    „Und was meinen sie?“

    „Merkel hat als Mensch keine andere Wahl gehabt und bei mir widerwillige Pluspunkte eingeheimst. Ich kann nicht die Probleme die sich daraus ergeben an mir vorbei rauschen lassen. Ich finde es richtig, wenn sich jemand daran erinnert, dass es manchmal um Menschen geht und deswegen anders angegangen werden muss, als mit Kosten-Nutzen-Kalkulationen. Die Frau hat Zivilcourage gezeigt, hat eine Tradition von humanistischem Denken bewiesen, hat das Gewissen als souveräne Instanz bestätigt. Ich wundere mich nur über die Deutschen, welche sich offenbar wieder mal nach einem Hitler sehnen, der die ganze Kompliziertheit in auch für sie verständliche klare Einfachheiten zerlegt.“

    „Das haben sie aber schön gesagt. Wir werden sehen, was passiert.“

    „Ja. Die Überraschungen der Zukunft wartet man am besten einfach ab. Und in der Gegenwart kann man sich ja ein wenig Mühe geben."

  8. #8
    Kalu
    Laufkundschaft

    AW: Ausländer. (Ein Live-Ticker)

    Im Moment weiß ich noch ziemlich wenig über meine neuen Nachbarn. Am Sonnabend sind sie eingezogen. Ein arabisch wirkender Typ mit Frau und zwei Kindern welche erst nach drei Tagen sichtbar wurden. Dafür roch es aber angenehm nach orientalischer Küche, so wie ich es von früher kenne. Die Frau hält ihre Haare bedeckt, ist blass und guckt leicht misstrauisch. Die Kinder sind Kinder. Fröhlich.

    Ich weiß noch nicht einmal, ob es sich um Syrer handelt oder sonst wen. Klar könnte ich nachhaken, aber ich finde, die haben erst mal etwas Ruhe verdient. Inzwischen lassen sie auch nicht mehr die ganze Nacht über das Licht an.

    Angenehme Nachbarn. Einschränkend: Bislang. Keine lautstarken Beziehungsprobleme, kein Alkohol. Keine Brüllaffenpädagogik. Keine Salafistentreffen auf meiner Etage. Riechbar kein Rauschgift. Wenn sich nun auch noch herausstellen sollte, dass sie keine eingeschleusten Schläfer des IS sind, würde ich sie den meisten Deutschen hier in der Gegend vorzuziehen.

  9. #9
    Kalu
    Laufkundschaft

    Ausländische Nachbarn

    Ein Charakteristikum meines Nachbarn ist voll irritierend. Mal abgesehen davon, dass bei ihm ein Kaftan wesentlich erhabener wirken würde als eine Jogginghose, nickt er selbst dann, wenn er offensichtlich nur Bahnhof versteht. Wir verständigen uns in einer Mischung aus Englisch, Deutsch, türkischen Begriffen, die aus dem arabischen stammen und ausufernder Gebärdensprache. Das Resultat lässt viel Ermessensspielraum für fehlerhafte Interpretation, aber solange man dabei lächelt klappt auch jedes Missverständnis.

    Mein Untermieter hat sich ein Klavier organisiert und ich fragte ihn, ob er mir das alte Keyboard verkaufen würde. Klar, könne ich geschenkt haben. Nein, ich würde es gerne (in seinem Namen) den zwei Flüchtlingskindern nebenan geben. Kinder bräuchten Zugang zu Musikinstrumenten.

    Erstaunlich. Plötzlich hatte seine Frau das Ding schon einem Hort für behinderte Kinder versprochen. Auch das mag so sein ...

    (Ich weiß, man sagt heute nicht behindert, sondern irgend einen politisch korrekten Wortsalat: 'Die dauerhafte und gravierende Beeinträchtigung der gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Teilhabe bzw. Teilnahme einer Person, verursacht durch die Wechselwirkung ungünstiger Umwelt-, sozialer oder anderer Faktoren (Barrieren) und solcher Eigenschaften der beeinträchtigten Person, welche die Überwindung der Barrieren erschweren oder unmöglich machen.' Das geht irgendwie nicht sehr glatt über die Zunge, finde ich.)

    Nun gut, in einem Hort für Überwindung von Barrieren erfüllt so ein Keyboard ja auch einen guten Zweck. Aber was gibt es für Alternativen? Die traditionelle Blockflöte, die auch eher meinen finanziellen Möglichkeiten entsprechen würde? Ein Folterinstrument! Meine Mundharmonika, so alt wie ich, nö, gebe ich nicht her. Diese komischen Pusterein-Istrumente mit Klaviertastatur, Melodika? Die machen aus jedem Anwender ruckartig einen Musikhasser.

    Tja, da wird Potential erst gar nicht hinterfragt, dabei ist die Musik (selbstgemachte) fast noch wichtiger, als das Schreiben, um seine Tiefen auszuloten, um seine Menschlichkeit zu bewahren – oder was auch immer.

    Na, mir wird schon noch etwas einfallen: Unterricht umsonst und nach der KLS-Methode, wo der Spaß und nicht die Disziplin zu den gewünschten Ergebnissen führt.

  10. #10
    Kalu
    Laufkundschaft

    AW: Ausländer. (Ein Live-Ticker)

    Über meine Nachbarn gibt es nichts Berichtenswertes zu … berichten, ich tu es auch nur ganz bisschen. O.K.?

    Er, arabic as arabic can, bringt die Kinder mit Fahrrad und Anhänger zur Schule und Kindergarten, den Rest der Zeit scheint er Deutsch zu lernen. Sie ist eine hellhäutigere Version und vielleicht auch die heimliche Herrscherin. Sitzt da und tut so, als ob sie lesen würde und übersetzt leise, wenn ihr Mann nicht versteht, dass zwischen Fernseher und Antennenanschluss noch ein Receiver gehört: „Da habt ihr einen. Ich gucke ja kein Fernsehen.“ was die sich anbahnende Völkerverständigung durch ungläubigen Kulturschock verhindert. „Kein Fernsehen? Der Klimax der Lebensgestaltung?“

    Meine Begründung könnte ich noch nicht einmal so richtig auf Deutsch formulieren: Glotze macht mich krank und ich glaube schon die ersten Anzeichen zu verspüren...

  11. #11
    andere-dimension
    Laufkundschaft

    AW: Ausländer. (Ein Live-Ticker)

    Scheint ja seit Monaten nichts Erwähnenswertes passiert zu sein, oder redest Du jetzt anderswo "Tacheles"?! (den Link lasse ich jetzt mal weg). Übrigens; ohne Anwesenheit des Adressaten kann man das nicht wirklich Tacheles nennen. Auch ist Tacheles etwas anderes als die "Üble Nachrede", oder die "Verleumdnung". Wie man es auch nennen mag; es ist mehr als nur erbärmlich. Wenn einen die Wirklichkeit einholt...muss das sehr schmerzhaft sein, weshalb ich auf Genugtuung gerne verzichte...aber dafür mit meinem Mitleid nicht geize.

  12. #12

    AW: Ausländer. (Ein Live-Ticker)

    Liebe ist Freiheit. Ich liebe Herrn Karl auch, wenn er sich den Bauch woanders pinseln lässt.

    Die ersten Nachbarn, über die berichtet wurde, sind ja schon lange wieder weg.

    Per Notdekret wurden sie ganz schnell woanders untergebracht.

    Jetze fühlt sich Herr Karl schon von einem Fernseher in der Nachbarwohnung um seine berechtigten Zweifel betrogen, den Kulturschock zu überwinden, der beim Tacheles-Reden manchmal bewirkt wird.

    Eigentlich geht es Herrn Karl um fehlende Anerkennung seiner göttlichen Talente, die zu teilen, der Mitwelt etwas Bauchpinselei kostet.

    Im Zweifel für die Rückkehr dees verlorenen Sohnes. Daneben finde ich Eure Streitereien zuweilen wirklich witzig. Zumindest als Beobachter...

  13. #13

    AW: Ausländer. (Ein Live-Ticker)

    Ach, Kalu von 15.1.16. Naja, andere Dimension wird wissen, wovon Sie spricht. Auch wenn Kalu glaubt, es wären zwei andere-dimensionen, die hier sprechen.

    Aber er sagte, ich solle Euch grüßen. Naja, außer Zweifel kam ja nix...

  14. #14
    andere-dimension
    Laufkundschaft

    AW: Ausländer. (Ein Live-Ticker)

    Na dann güße doch den Tattergreis lieb zurück und erkläre ihm bei dieser Gelegenheit...dass es ganz schön teuer werden kann...wenn man Zitate absichtlich verfälscht. Aber ich denke da ist eh nichts holen. Und frage ihn auch gleich ob er die Seite gewechselt hat...da er neuerdings Lesempfehlungen für Nazi-Romane ausspricht.

  15. #15

    AW: Ausländer. (Ein Live-Ticker)

    Naja, eigentlich isser da ja auch "mentaler Ausländer". Ob unser Herr Karl jemals einsortiert hat, welcher Gedanke woher übernommen wurde, ist, wie wohl bei Vielen, später immer nicht wirklich klar. Jeder Irrtum scheint ja "richtig" zu sein, solange er nicht als Irrtum erkannt wurde.

    Richte ich aber bei Gelegenheit aus. Seiten wahrzunehmen, würde eine Entscheidung fordern. Dazu ist Herr Karl nicht zu bewegen. Lässt sich ausmachen, ob er eine Seite ausmacht, die gewechselt werden könnte...

    Geht wohl um Konzepte von "Besonderheit", wie bei jedem gepanzerten Torpedo getrennter Gedanken...

    Auch Lethargie kann zuweilen nicht schaden... Im Grunde sucht Herr Karl ja geistiges Asyl für relative Besonderheit. Wie wir alle...

    Ist aber schon etwas langweiliger ohne Eure "Dispute"...

  16. #16
    andere-dimension
    Laufkundschaft

    AW: Ausländer. (Ein Live-Ticker)

    Vielleicht muss er auch in seinen späten Jahren noch lernen, dass es ohne Konfrontation der Gegensätze keinen Fortschritt geben kann. Eine Erfahrung, die die "großen" Parteien gerade machen dürfen. Erst jetzt, wo die Verluste bereits sehr groß sind, erkennt man in der Auseinandersetzung den einzig gangbaren Weg. Wichtig dabei: Ich sollte wissen mit wem ich es zu tun habe. Linke sind die Meister der Fehleinschätzung...nicht was ihre Ideologie betrifft...sondern bezogen auf ihre Leistungsfähigkeit...und das Leistungsvermögen der Anderen. Sie sehen sich gerne als intellektuelle Elite...die für das Gute einsteht und den Gegner als genau das Gegenteil. Nicht nur die Geschichte, auch alle aktuellen Statistiken und Studien...sagen etwas ganz anderes aus. Sie finden beim Gegener auch immer Leute die in ihr Raster passen und tun so...als repräsentierten diese vielleicht 10% alle anderen. Die Wirklichkeit sieht so aus: Sowohl die Bewegung PEGIDA...als auch die Partei AfD...repräsentieren exakt die Mitte der Gesellschaft...geht man nach dem sozialen Staus Quo...oder dem Bildungsabschluss.

    https://de.statista.com/statistik/da...ungsabschluss/

    Nur die Grünen können da mithalten. Ich habe nun die Wahl das alles zu ignoreien, die Studien infrage zu stellen...oder mich damit auseinanderzusetzen. Konstruktiv ist nur letzteres. kls hat mit anderen linken Kampf-Genossen ein leerstehendes Haus besetzt...dort sitzt man nun mit Gasmaske im Gesicht und Springerstiefeln an den Füssen (warum tragen Linke eigentlich Springerstiefel?) und wettert gegen das System...ohne darüber bewusst zu sein...dass man selbst Teil dieses Systems ist - während die anderen sich Begriffe wie "Heimat" und "Vaterland" zurückerobern. Am Ende wird es weder Sieger noch Verlierer geben...sondern "nur" eine andere Realität...wie immer diese dann aussehen mag.

  17. #17
    Kurzvormabschussiger Avatar von Anja
    Registriert seit
    9.May 2015
    Ort
    Berlin und https://www.instagram.com/Claudineanja/
    Beiträge
    89

    AW: Ausländer. (Ein Live-Ticker)

    Zitat / Kalu: "...Das Dilemma ist deutlich: Wir wissen nicht damit umzugehen. Einerseits ist klar, dass Europa (Wo liegt das?) nicht allen armen Schweine dieser Welt ein menschenwürdiges Leben anbieten kann, andererseits verlangt unsere Kultur, unsere Ethik, sich nicht abzuwenden wenn Menschen leiden..."



    Die katholische Kirche (und Königin Elisabeth) können ja zur Linderung des Elends ihre Kapital-Decke abdecken.

    Ich bin gegen ein Konglomerat aufgeschwemmter alter Männer mit kleinen Füßen im Nachthemd im Vatikanstaat.

    Abendgruß!

    http://www.payer.de/religionskritik/karikaturen52.htm

  18. #18
    Kurzvormabschussiger Avatar von Anja
    Registriert seit
    9.May 2015
    Ort
    Berlin und https://www.instagram.com/Claudineanja/
    Beiträge
    89

    AW: Ausländer. (Ein Live-Ticker)

    Israels Verteidigungsminister Moshe Yaalon, Zitat:
    "Gute Zäune machen gute Nachbarn."


    Chef, Du bist Historiker, warum nimmt Israel seine Nachbarn nicht auf?
    Da ist noch nicht einmal das Mittelmeer zwischen - nur ein Zaun.
    Abendgruß!


    http://www.heise.de/tp/artikel/45/45908/2.html

    Israels Regierung will keine syrischen Flüchtlinge aufnehmen
    Florian Rötzer 07.09.2015

    <
    SEITE12
    Netanjahu: "Wir sehen, was Ländern passiert, die die Kontrolle über ihre Grenzen verlieren"
    Der israelische Regierungschef Netanjahu wies die Forderung allerdings strikt zurück. Israel stehe dem Schicksal der Flüchtlinge nicht gleichgültig gegenüber, aber es sei ein kleines Land und könne die Tore für sie nicht öffnen, sagte er am Sonntag. Man habe bereits "fast tausend Syrer medizinisch behandelt, die in Syrien bei den Kämpfen verletzt wurden, und ihnen bei der Rückkehr ins Leben geholfen".
    Man stehe auch in Gesprächen mit afrikanischen und europäischen Staaten, um das Problem durch Hilfen an der Wurzel zu behandeln, aber Israel ist ein sehr kleines Land ohne demografische oder geografische Tiefe. Deswegen müssen wir unsere Grenzen kontrollieren." Man müsse die Grenzen vor Wirtschaftsflüchtlingen und Terroristen schützen, verkündete er anlässlich des Beginns der Arbeiten an einem Grenzzaun zu Jordanien: "Wir werden es nicht zulassen, dass Israel von illegalen Einwanderern, Arbeitsuchenden und Terroristen überflutet wird." Und er fügte hinzu: "Wir sehen, was Ländern passiert, die die Kontrolle über ihre Grenzen verlieren."
    Herzog warf Netanjahu darauf gestern vor, dieser habe vergessen, was es bedeute, Jude zu sein: "Flüchtlinge. Verfolgt. Der Regierungschef des jüdischen Staats verschließt weder sein Herz noch die Grenzen, wenn Menschen mit ihren Babys in den Armen vor ihren Verfolgern fliehen." Dem Transportminister Israel Katz fiel nur der Kalauer ein, Herzog doch selbst Flüchtlinge bei sich aufnehmen solle. Ansonsten: "Das ist ein populistischer Vorschlag. Israel war bereits seit Jahren an der Front der humanitären Hilfe … Wir müssen vorsichtig sein und wissen, wo man die Rote Linie ziehen muss. Wir sind kein europäisches Land. Wir sind zu nah und zu sehr verwickelt."
    Auch die Justizministerin Ayelet Shaked sprach sich gegen die Aufnahme auch von nur wenigen syrischen Flüchtlingen aus. Die Forderung der Oppositionspolitiker seien unverantwortlich: "Sobald man einige aufnimmt, werden es Zehntausende und Hunderttausende werden." Zudem seien die Flüchtlinge ein weltweites Problem, kein israelisches. Und Verteidigungsminister Moshe Yaalon sagte am Sonntag, dass Israel Grenzzäune brauche, um zu vermeiden, zum Opfer einer "Flüchtlingsinvasion" zu werden, wie dies in Europa der Fall sei. Man habe gute Beziehungen zu Jordanien, aber: "Gute Zäune machen gute Nachbarn."
    SEITE 2 VON 2

    Israels Regierung will keine syrischen Flüchtlinge aufnehmen

    Netanjahu: "Wir sehen, was Ländern passiert, die die Kontrolle über ihre Grenzen verlieren"


    [IMG]file:///C:/Users/Gast/AppData/Local/Temp/msohtmlclip1/01/clip_image001.png[/IMG]
    ARTIKEL VERSENDEN

    [IMG]file:///C:/Users/Gast/AppData/Local/Temp/msohtmlclip1/01/clip_image001.png[/IMG]
    DRUCKVERSION


    FEHLER MELDEN


    · TEILEN 680
    · TWEET
    · TEILEN 38

    · INFO


    [IMG]file:///C:/Users/Gast/AppData/Local/Temp/msohtmlclip1/01/clip_image001.png[/IMG]
    TELEPOLIS FORUM

    Kommentare lesen (77 Beiträge)

  19. #19

    AW: Ausländer. (Ein Live-Ticker)

    Der Zaun ist immer zuerst im eigenen Kopf.

    Es ist eine weitere Variante des "Schuldspiels". Hier: Mein Nachbar ist ja selber schuld an seiner Situation. Israel, Deutschland, die historischen Irrtümer - all dies hat rein gar nichts mit den Stellvertreterkriegen zu tun, in denen zwei unvereinbare Gegensätze aufeinandertreffen:

    Angriff und Unschuld.

    Das sich jeder als "angegriffen" empfindet, soll es möglich werden, die eigene Unschud zu behalten, obwohl doch "zur Verteidigung der Souvernänität der Nation" das Leiden der anderen billigend (aus "Notwehr") in Kauf genommen wird.

    Dahinter steht der Wunsch, sich selbst zu kreuzigen und zum Opfer zu machen - ganz gleich ob wir unserer "Täterdemut" oder die von uns Angegriffenen in ihrer Demut, weiterhin im Vorfeld jeder Betrachtung, ein Opfer zu sein.

    Im Opfern wird "unschuldiger Angriff" möglich. Es geht um das opfern des Zaunes, dem Brett vor dem eigenen Kopf.

    Denn das Leid deiner Nachbarn ist ebenso dein Leid. Mitgefühl und Emppathie können nicht durch Zäune und Träume von Besonderheit aufgehalten werden.

    Die Menschen "kurz zusammenzuflicken" und dann wieder "auszublenden" kann nicht gelingen. Und schau doch einmal, wie wenig Inländer wieder einmal ganz ganz viele andere Ausländer angreifen. Die Angst, die daraus resultiert, "so gut wie alle anderen" auszugrenzen, ist eine Grundeigenschaft des Ego:

    Erst greifen wir das ganze Universum an und beschimpfen es über Jahrtausende als:

    - ungerecht
    - disharmonisch
    - unvollkommen
    - sinnlos
    - krank
    - mörderisch
    - tödlich

    und annähernd ewig so weiter...


    Nachdem wir dann "dem gesamten Universum" lange genug gemeinsam auf die Fresse gehauen zu haben scheinen, muss die Schuld daran darin gesucht werden, jemandem "zum Opfer gefallen" zu sein. Das waren in diesem Falle wohl "Wir". Mich nervt diese wechselseitige "Schuldsuche" langsam. Das "Schuldspiel" ist langweilig...

    Denn mit dem Gedanken, ein "Opfer" des "Bösen" zu sein, wird versucht, die "Schuld" wirklich zu machen.

    Dumm ist halt nur, dass sich niemand alleine ans Kreuz schlagen kann - dazu bedarf es der Idee, "Opfer" seien gefordert, den besonderen Weg zu Gott zu gehen. Opfer werden im Geist gebracht und die Idee, auch nur ein einziges wäre möglich, ohne die Ganzheit zu verlieren, ist eine Grenzanlage - eine Umzäunung dessen, was als "Ich" jeweils definiert wird.

    Das "Ich" von Nationen ist ebensowenig "abgegrenzt" wie das "Ich" der Person "Feldunabhängigkeit" davor aufbauen kann, die "Schreie aus dem Nachbarhaus"
    dauerhaft zu üb-er-hören...

    Nee, wenn die Nachbarn nicht glücklich sind, kann die Illusion eines Zaunes, der vor Blicken schützt, nicht das Getöse der Schlachtfelder übertönen.

    In der Entscheidung, jetzt nicht glücklich sein zu wollen, weil jemand "anderes" für das eigene Elend und das daraus resultierende "Verteidigungsverhalten" verantwortlich ist, liegt der Versuch des Tollwütigen, eine schlechte Ausrede zu finden, von der er weiß, dass sie niemals miteinander in Einklang zu bringen ist:

    Entweder opfern wir die Grenzanlangen und Zäune, damit fällt die "Besonderheit im gewählten Leiden" - oder wir opfern die Idee der Schuld.

    Es gibt keine Schuld. Wird keine Schuld gesehen, macht "Angriff" keinen Sinn. Und es ist "Angriff", Menschen "zurück in die Wüste zu schicken".

    Ja, auch diese Geschichte ist noch nicht "vergeben" worden. Wenn der "Nachbar" in der Wüste umherirrt, ist er ja nicht weg, er ist nur woanders. im Geist bleibt, was die Stimme des beobachtenden Beobachters immer und zu allen spricht:

    Alle sind weiterhin, was sie waren, bevor der Irrtum aufkam, nicht mehr zu sein, zu was wir geschaffen wurden: Zum Ebenbild des Universums in Innen wie im Außen. Aber zuerst innen.

    Wir sagen jedoch: Nee, wenn "Ihr" im Außen zuerst den Angriff beendet, den wir begonnen haben, dann finden "WIR" Frieden in unserem Inneren.

    Die Frage wäre dann, wo "Innere Sicherheit" begann, verloren zu gehen...

  20. #20
    andere-dimension
    Laufkundschaft

    AW: Ausländer. (Ein Live-Ticker)

    Für Israel gelten ganz andere, eigene Maßstäbe. Für dieses kleine Land ist die Homogenität so etwas wie eine Lebensversicherung. Nachbarn aufzunehmen ist keine Frage der Humanität, sondern eine Überlebensfrage.

  21. #21

    AW: Ausländer. (Ein Live-Ticker)

    Mit diesen "Sonderrechten" auf Inhumanität wird weiterhin die Schuld zementiert.

    Die Überlebensfrage wird es sein, sich von der Schuld zu verabschieden.

    Daneben: Ich vergaß, gehörte ihnen ja gar nicht, dieses "Heilige Land".

    Ja, wer sich etwas nimmt, was ihm eigentlich nur "gehört", wenn er die "Vergangenheit" bemühen muss, fühlt sich sehr leicht "angegriffen".

    Es ist nicht heilsam, die Heiligkeit für sich selbst in Anspruch nehmen zu wollen, doch dem Gegenüber diese abzusprechen, indem sie schuldig gesprochen wird.

    Nee, wenn wir dem Staate Israel gestatten, uns und die Welt zu dauerschuldigen Monstern zu verzerren, indem wir immer noch unsere "Schuld" anerkennen müssen, kann das nicht "heilges Land" sein, was verteidigt wird.

    Es gibt kein Volk, das auf diesem Planeten häufiger Ziel von Verfolgung war. Die Besonderheit, die auf "Gottes Volk" lastete, machte das Volk Israel zur Zielscheibe für die "nicht so Besonderen". Dass sich Amerika auch zur Zielscheibe machte, indem sie "die heilige Landnahme" ermöglichten, wird nun gerne verdrängt.

    Klar, im Grunde sind wir Deutschen daran wesentlich mitverantwortlich. Doch dienen wir auch als historische Projektionsfläche einer Entwicklung, die im Kern biblischen Charakter besitzt. Es war ein Fehler, besondere Religionsformen zu propagieren. Gottes besonderes Volk ist genetisch lange überall. Gott kennt keine Besonderheit. Daher kann es nur ein Irrtum gewesen sein, dies zu behaupten.

    Kausal begann das Dilemma doch schon in Ägypten. Die Maßstäbe, die du hier anlegst, begannen dort, gelegt zu werden. Und davor war der Turm schon gefallen...

    Damals, als wir begannen, ein Planet voller Ausländer für wenige Inlländer zu werden, wurden alle "genetischen Lottoscheine" um die Möglichkeit erweitert, die "besondere Genetik" zu einem Gewinn für den gesamten Genpool werden zu lassen. Es gibt kein "besonderes Gottesvolk", es gibt nur ein globales Volk, das ohne jede Rassengrenze die Möglichkeiten erhalten hat, wieder zu sein, was wir außerhalb der Zeit immer waren.

    Wenn wir alle nicht waren, was wir derweil wurden, ist der Grund für jede Besonderheit entfallen. Wir sind dieses Volk, untrennbar verbunden und das "Heilige Land" das wir bewohnen, ist dieser wunderschöne Planet. Ja, wir waren echt finster drauf in der Vergangenheit. Aber wenn sich alle geirrt haben, ist die Frage, wer denn nun "bestraft" werden muss und wofür überhaupt?

    Wen wollen wir dafür "bestrafen" nicht verstanden zu haben? Und vor allem: Was soll es bringen, uns immer wieder mit der Schnauze in eine Schuld hinabzudrücken, die meine Ahnen zu Monstern macht? Und "völkisch" zur Fanfare, die die Hölle verkündet? Wenn, dann sind alle schuldig, oder es sind alle unschuldig. Kein dazwischen ist möglich und das ist die eigentliche Üb-er-Lebens-Frage:

    Wollen wir das Opfer der Schuld bringen?

    Ohne die "Schuld" zu opfern, bleiben wir alle im relativen Urteil über Umstände gefangen, an deren Wurzeln wir nicht heranreichen...

    Eigentlich begann "die Reichsbürgerbewegung" in Atlantis und der Sklavenhalter-Kapitalismus in Ägypten. Das Volk Israel hat sich aus der Sklaverei befreit und darin läge die historische "Schicksalsbelehrung":

    Nutze niemals die Kraft des Geistes, um andere Menschen auf irgendeine Weise in ihrer freien Seelenentfaltung zu behindern. Schuld behindert die freie Seelenentwicklung. Belehrung und Berichtigung ist notwendig, die Feldunabhängigkeit vom Irrtum zu gewährleisten, die uns immer wieder zurück in die "Schuld aus der Vergangenheit" zieht und uns erlaubt, zu sagen:

    "Es ginge mir besser, wenn es jemand anderem schlechter ginge, weil er bestraft wird."

    Israel wird nicht "sicherer", wenn die Syrer, Iraner, Iraker und Ägypter sich die Köpfe einschlagen. Das Heilige Land unserer Mutter Erde wird nur sicherer, wenn wir es zu lieben lernen. Alle haben sich geirrt, was beim Zustand der Welt wohl zum Ausruf führen könnte:

    "Gott sei Dank."

    Jeder hat alle Lottoscheine des Universums schon ausgefüllt und genetisch den Hauptgewinn gezogen: Wir sind, wie Gott wollte, dass wir es sind. Die Zeit des Irrtums wird in der Freude unwirksam, die entsteht, erkennen wir die Unschuld hinter der uralten Schuld.

    Die Schuld ist darin zu sehen, die Angst in die Welt gebracht zu haben, die notwendig ist, eine Gesellschaft durch "Strafe" zu "erziehen" und zu Dingen zu bringen, die einer freien Seelenentfaltung des Einen Selbstes entgegewirken. Erkennen wir dieses eine und geeinte Selbst, wen von uns selbst wollten wir denn "strafen" wollen dafür, im Irrtum über seine wahre Identität gewesen zu sein?

    Uns selbst?

    Ob wir darin eventuell nicht schon zur Meisterschaft gelangt sind?

    In der Umkehrung läge dann der lehrreiche Nutzen eines Umweges. Es ist ein Fluss der Tränen, fürwahr. Doch mit jeder Träne, die zum Meer zurückfloß, wurde der Weg ins Meer breiter. So könnte geglaubt werden, dass angenommen wird, im Leiden besonders zu sein.

    Um leiden zu können, muss die Schuld am Leben gehalten werden. Doch mit der Schuld kam der Tod in die Welt, da die Summe unauflösbarer historischer Konflikt die Lebensenergien raubt. Nach dem Rauben der Lebensenergie ganzer Völker ist es dann unvermeidlich, Grenzen und Zäune zu bauen, die zuerst im eigenen Kopf ihren Raum fanden.

    Humanität ist die Überlebensfrage. Kein Land kann gelobt sein, in dem das Blut in Strömen fließt. Auch wenn es nur vom Zaune tropft, ist es im Bewusstsein der jeweiligen Inländer schon angekommen. Damit ist die Humanität, um die gerungen wurde, schon verflogen.

    In dieser unauflösbaren Situation hilft tatsächlich nur völlige Vergebung. Damit fällt die Projektion der Kreuzigung und wird zum Symbol der Auferstehung aus der Sklaverei des Geistes, die die Sklaverei in der Physis bewirkt, die Seelen davon abhält, sich dem Lehrplan entsprechend zu entwickeln.

    Wir könnten uns leichter vergeben lernen, wüssten wir, dass Vergebung das Ziel dieser Reise abbildete. An Gründen zur Vergebung scheint es nicht zu mangeln. Das ist die einzige Funktion, die diese Welt besitzt: Den Irrtum zu korrigieren, Schuld könne Wirklichkeit verliehen werden.

    So haben wir zwar alles getan, was wir verabredeten, bevor die Reise begann, wir vergaßen halt nur, zu sagen, dass wir darum gebeten haben, um Vergebung "erlernen" zu können. Was natürlich im Himmel unmöglich war, darum entstand die "Welt"...

    Es wäre an der Zeit, die Welt von den Wirkungen der Schuld zu befreien. Aus der Schuld und den Schulden der Gier entsteht eine Welt, die niemandem wirklich gefällt. Das Heilige Land ist dort, wo unsere Füße den Boden berühren und Frieden aus Vergebung wächst.

    Die eigentlich blöde Frage, die im Himmel nicht beantwortet werden konnte, war: "Wie fühlt sich Vergebung an"?

    Wie kannste das jetze aber auf die Schnelle im Himmel schon gelernt haben? Deswegen scheinen wir kurz nicht dort zu sein. Würden wir jedoch hinschauen, wären wir sofort wieder lebendig. Wie könnte ein Teil einer Gesamtheit seiner Identität entfliehen? Klar, in kurzen Träumen von Schuld, die andauern, bis Vergebung sinnvoll erscheint. bis dahin wächst der Hass, der Vergebung einfordert.

    Der ganze Hass wollte Vergebung werden. Schon, als die Besonderheit noch ein kleiner Diktator war...

  22. #22
    ander-dimension
    Laufkundschaft

    AW: Ausländer. (Ein Live-Ticker)

    Wenn wir jetzt mit der Diskussion anfangen...wem welches Land (eigentlich) gehört, dann machen wir selbst einen Ado.Hit. wieder salonfähig. Also besser nicht. Die Israelis wären schlecht, ganz schlecht beraten...würden sie Flüchtlinge aufnehmen. Das wäre das Trojanische Pferd der Moderne, oder der kollektive Selbstmord eines Volkes. Und die Religion, klar, ist immer ein Problem - egal in welchem Kontext...und natürlich auch hier.

  23. #23

    AW: Ausländer. (Ein Live-Ticker)

    Siehst Du, niemandem kann ein Land gehören. Jedes Land gehört zur Erde. All der ganze Streit um Land ist ohne Ökosystem Erde hinfällig.

    Was Menschen in der Geschichte für "ihr" Land hielten, gehörte selten davor schon denen, die es später als solches ansahen.

    Daneben begannen die Probleme in Nahen Osten mit künstlichen Grenzziehungen über gewachsene Strukturen hinweg.

    Und es beginnt immer damit, Menschen in die Wüste zu schicken. Es geht nicht darum, wer wen wann zuerst in die Wüste schickte; es geht darum, keinen Nutzen darin und keine Notwendigkeit dafür zu sehen, die Grenzanlagen im Kopf weiter bestehen zu lassen.

    Wie sollen denn die Toten um Europa herum aus dem Bewusstsein der Inländer gehalten werden? Da hilft doch kein mentaler Grenzzaun.

    Es kann kein Recht auf Unrecht geben. Kein Unrecht darf ein Recht auf Unrecht bewirken. Wenn es unrecht ist, Menschen zu verarzten und in die Wüste zurückzuschicken, kann ein erlittenes Unrecht dieses Unrecht nicht rechtfertigen.

    Sich bedroht zu fühlen, ist niemals vom eigenen Verhalten unabhängig. Die Palästinenser nahmen sehr viele Syrer auf und zeigten trotz eigener innerer Probleme Humanität. Die Türken werden für die "Flüchtlingslagerhaltung" gut bezahlt, Palästina bekommt ein müdes Lächeln...

    Keine Insel der Glückseligen ist in einem Meer von Konflikten möglich. Kein Elfenbeintum kann isoliert bestehen. Auch Israel ist auf Kooperation angewiesen, wie jedes andere lebendige Wesen.

    Bedenken wir die historischen Grenzlinien, ist jeder im Prinzip ohnehin überall Ausländer...

    Der Streit um Land, Ländereien und Grenzen ist recht töricht. Das eigentliche Problem besteht in den Folgen des Wunsches nach Besonderheit, das allen Religionen, Ländern, Gruppen und Organisationen ebenso eigen ist, wie den "Persönlichkeiten", die sich zu behaupten suchen.

    Be-Haupten musst sich Mensch ja nur, wenn er vorher schon kopflos wirkte...

    Daneben gibt es keine selektiv zu betrachtenden und damit zu begrenzenden Probleme. Es gibt Gesamtheiten von Irrtumskategorien, die ähnliche Folgen haben. Doch die Ursache des Irrtums in der Wahrnehmung des Nutzens von Angriff ist immer Angst.


    Die Angst durch inhumanes Verhalten an Grenzen in Grenzen zu halten, ist so ähnlich wie den "Hass" verbieten zu wollen....


    Angst ist im Inneren des Menschen wirksam, nicht im Außen. Was soll außerhalb von uns geschehen, darin innere Sicherheit zu finden, die Bestand haben kann?

  24. #24
    andere-dimension
    Laufkundschaft

    AW: Ausländer. (Ein Live-Ticker)

    Der Revierkampf ist von der Natur befohlen. Der Stärkere soll sich durchsetzen und fortpflanzen. Die Natur will nicht, dass wir Flüchtlinge (Schwache) aufnehmen...weil wir uns dadurch schwächen. Jetzt sind wir sehr nah am Rassismus, den unsere Verstand (ist auch gut so) ablehnt. Unser Instinkt jedoch kennt den Rassimus nur zu gut - und lehnt ihn nicht ab. stell dir vor du hast eine 18-jährige Tochter, die dir beim Abendessen folgendes offenbart: "Papa, ich habe einen neuen Freund...wir lieben uns sehr und wollen bald heiraten. Er heißt Mohammad, kommt aus Marokko und bezieht Hartz4. Ich beziehen gemeinsam eine Wohnung in Neukölln. Und bevor ich es vergesse; ich bin gestern zum Islam konvertiert und nenne mich nicht mehr Heike, sondern Bassima". Du wirstt erst mal zum Kotzen ins Bad gehen, Schmuck und Uhren im Tresor verstauen, dein Testament ändern. Dein Verstand sagt: Ich bin ein toleranter Mensch, habe keine Vorurteile...hauptsache meine Tochter ist glücklich. Dein Instinkt sagt: Töte ihn.

  25. #25
    andere-dimension
    Laufkundschaft

    AW: Ausländer. (Ein Live-Ticker)

    Körpersprache. Ein Thema, das mich seit jeher fasziniert. Sah da neulich eine Reportage, die sich damit befasste - Schwerpunkt "Nähe". Reporterin und Reporter, beide Deutsche, setzten sich abwechselnd ganz dicht neben irgendwelche Passanten...um deren Reaktionen zu studieren. Muss wohl nicht erwähnen, dass es den meisten Passanten sehr unangenehm war. Man wiederholte den Feldversuch, jetzt aber mit einem weiblichen und einem männlichen Model. Die Passanten reagierten nun viel entspannter...wenn ihnen das Model dicht auf den Pelz rückte. Zum Schluss wiederholte man das mit einem Syrer, der seit 10 Monaten in Deutschland lebt. War ein junger Mann, so 25 Jahre alt, gepflegt und ganz gut aussehend...sofern ich das beurteilen kann. Er setze dicht neben zwei Blondinen, die etwa im gleichen Alter waren. Anschließend befragt erzählten die Mädchen, dass es ihnen sehr unangenehm war. Und dann war doch eine Perserin mit Kopftuch, die sich ebenfalls nah zu deutschen Passanten setzte. Das alles wurde von einem Verhaltensforscher begleitet und kommentiert. Die Reporterin, leicht als Bachblütenteetrinkerin zu identifizieren, fragte den Forscher ... warum wir so ablehnend auf Fremde reagieren...obwohl wir nichts zu befürchten haben. Seine Antwort hätte von mir sein können. Er sagte, dass wir nicht so sehr vom Verstand geleitet werden, wie wir moderne Menschen das glauben...dass die Ur-Instinkte ganz klar dominieren und wir in den Augen der Evolution nur einen Wimpernschlag vom Urmenschen entfernt sind. Wenn wir den Sitznachbarn nicht als Teil unserer (genetischen) Gruppe, sondern als Fremden identifizieren...gehen wir auf Abstand. Das wusste ich alles schon...war für mich nicht neues dabei...aber es erklärte mir plötzlich die Abwehrhaltung der Europäer...wenn es um arabische...und dann auch noch muslimische...Flüchtlinge geht. Da ist dieser genetische Unterschied...und dann auch noch der ideologische...was wir Religion nennen. Dann auch noch diese Masse an Menschen...da ist das Abwehrverhalten eine ganz natürliche Reaktion. Wäre die Flüchtlinge Spanier, Franzosen, Italiener, Schweden...kaum jemand würde sich wohl aufregen. Da die Abneigung nur "bestimmten" Fremden gilt...nicht den Fremden im allgemeinen...muss man hier von Rassismus sprechen. Dann kommt man aber auch schnell zu dem Ergebnis, dass alle Menschen Rassisten sind...nur können manche Menschen ihren Rassismus über den Verstand kontrollieren...andere weniger....und manche gar nicht. Politiker antworten politisch auf menschliche Bedürnisse...das kann ja nur schiefgehen...und erklärt den Erfolg der unbeliebten Partei mir dem "f" in der Mitte ihres Namens - die macht nämlich nichts anderes als den Leuten zu sagen: "Wir verstehen euch". Das scheint schon auszureichen...Lösungen braucht es erst mal gar nicht. Man sollte den Menschen ihre Abneigungshaltung zugestehen...statt sie belehren zu wollen - aus evolutions-biologischer Sicht handeln sie instinktiv "richtig".

+ Antworten

Ähnliche Themen

  1. rudolph.ein zeitzünder.
    Von Schnob van Quittenlauch im Forum Lyrik
    Antworten: 9
    Letzter Beitrag: 11.04.17, 09:45

Lesezeichen

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Ja
  • Themen beantworten: Ja
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •