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Thema: Die Heimsuchung

  1. #1
    Kalu
    Laufkundschaft

    Die Heimsuchung

    Nun, vielleicht hätte ich an jenem Abend keinen zweiten und dritten Käsetoast im Bett essen sollen. Wenn ich während des Essens etwas lese, futtere ich einfach mehr weg, so ganz so nebenbei.

    Als ich gerade das Licht ausknipsen will macht es Puff und plötzlich sitzt da ein hässliches Etwas und grinst mich schleimig an. Ich schlage reflexartig mit dem nächst Besten, was ich in den Händen halte nach dieser Spukgestalt, aber das Buch fährt einfach wie durch leere Luft.

    Das … Wesen? … kicherte gehässig. Was für ein Albtraum. Braunrot wie getrocknetes Blut, Schorf statt Haut, Hörner … und … ich blicke nach unten … Ziegenfüße? Augen wie geschaffen als Vorlage für den bösen Blick. Geifer in den Lefzen. Das Ganze gehüllt in einen fleckigen Umhang. Können Hologramme überhaupt nach Verwesung stinken?

    Das Ding schnippt mit den Fingern. Eine Leinwand manifestiert sich und ein historisches Schlachtenspektakel flimmert los. Ich erkenne Rammböcke, Schwerter, abgehackte Körperteile, blutgetränkte Erde, nicht so gut in Szene gesetzt wie es Hollywood könnte, aber realistischer. Todesschreie, klagende Frauen, massakrierte Gefangene...

    Mir wird ein wenig abelig. Ich blicke leicht schielig zu dem WasAuchImmer, doch das zuckt nur mit den Schultern und verschwindet. Puff! Und noch ein Puff!, als sich ein anderes, gnomiges Etwas manifestiert. Noch hässlicher, noch braun-roter, noch schorfiger, noch stinkender, noch böserer Blick, aber in einen Armeemantel gehüllt.

    Es schnippt genau so mit den Fingern und auf der Leinwand zeigt sich Kriegsgetümmel. Ich erkenne Artillerie, Handgranaten, Maschinengewehre, herumliegende Leichenteile, blutgetränkte Erde, nicht so gut in Szene gesetzt wie es Hollywood könnte, aber realistischer. Todesschreie, klagende Frauen, massakrierte Gefangene...

    Mir wird noch abeliger. Ich blicke Verständnis heischend zu dem UmGottesWillenWasIstDas, doch das zuckt nur mit den Schultern und verschwindet. Puff! Und noch ein Puff!, als sich ein anderes, gnomiges Etwas manifestiert. Noch unattraktiver, aber in Nirosta gehüllt. Rotbraun, schorfig u.s.w.

    Es schnippt wie die Vorgänger auch nur mit den Fingern und auf der Leinwand zeigt sich erneutes Kriegsgetümmel. Ich erkenne Drohnen, Computer, in Exoskelette gehüllte Soldatenroboter, herumliegende Leichenteile, blutgetränkte Erde, nicht so gut in Szene gesetzt wie es Hollywood könnte, aber realistischer. Todesschreie, klagende Frauen, massakrierte Gefangene...

    Frage: Welches Buch hatte ich vor dem Schlafen gehen wohl gelesen? Kleiner Tip: E.S. sind die Initialen des Protagonisten in dem Original.

  2. #2
    Kalu
    Laufkundschaft

    AW: Die Heimsuchung

    Noch ein Tip: Namensmäßig ist der Held mit Dagobert verwandt. Na? Seid ihr ratlos oder ist Euch das zu doof? Der Erste, der die Lösung findet bekommt 10 Gummipunkte und ein Gedicht über ein Thema seiner Wahl von mir.

    Ich meine, wenn wir uns nur noch wie richtige Erwachsene verhalten und ein dem Ernst der Lage angemessenes Gesicht ziehen, kurz, wenn wir das Lachen, Albern, Sinn- und Zusammenhanglose Spielem aufgeben - dann haben sie uns erwischt!

  3. #3
    schreibt hier hin und wieder Avatar von Streusalzwiese
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    AW: Die Heimsuchung

    Wenn man was gewinnen kann, dann nehme ich teil.
    Du hast Charles Dickens: Eine Weihnachtsgeschichte gelesen.

  4. #4
    Kalu
    Laufkundschaft

    AW: Die Heimsuchung

    Genau. Die Schrecken der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft. Dagobert Duck haißt im Original Scrooge McDuck.

    Du darfst Dir ein Gedicht wünschen. Du musst mir nur das Thema vorgeben und ich mache mich dann sofort voller Begeisteruing lächerlich.

  5. #5
    schreibt hier hin und wieder Avatar von Streusalzwiese
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    AW: Die Heimsuchung

    Ich wünsche mir ein Gedicht über Ötzi. Nicht über den DJ.
    Über den Echten:
    https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%96tzi

  6. #6
    Kalu
    Laufkundschaft

    Der Ötzi

    Fest in Schnee und Eis gefroren
    lag er lange Zeit herum.
    Vor 5.000 Jahr'n geboren,
    mahnt er weiterhin ... sehr stumm!

    Seine Botschaft lautet: Leute!
    Ewig Krieg, ewig Morden!
    Und zwar Gestern sowie Heute
    und ganz sicherlich auch Morgen.


    So etwa?

  7. #7
    schreibt hier hin und wieder Avatar von Streusalzwiese
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    AW: Der Ötzi

    Zitat Zitat von Kalu Beitrag anzeigen

    So etwa?
    Über das Wie habe ich keine Vorgaben gemacht.
    Ötzi als Mahnmal für menschliche Aggression ist mir Recht.

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