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Thema: Wer trägt die Schuld am Elend der Welt?

  1. #26
    andere-dimension
    Laufkundschaft

    AW: Wer trägt die Schuld am Elend der Welt?

    Man sollte sich folgende Frage stellen: "Wer konnte daran Interesse haben, dass die Amis sich wieder am Krieg in Syrien beteiligen?

    Da kommt man sehr schnell auf ISRAEL!
    Weitere Möglichkeit: Die Russen

    Bei Israel liegt das Motiv auf der Hand, bei den Russen lässt es sich vermuten.

    Ich glaube jedenfalls nicht, dass Assad hinter dem Giftangriff steckt. Israel scheint mir am wahrscheinlichsten.

  2. #27

    AW: Wer trägt die Schuld am Elend der Welt?

    Wahrscheinlich würde jeder, der es war, mit einem eigenen Bedrohungsszenario als Rechtfertigung "antworten".

    Sicher ist nur, dass keiner nichts Genaues weiß.

    Die ganze scheinbare Komplexität kann auf das Ego reduziert werden, das glaubt, die "Schuld" im Gegenüber zu verorten.

    Sicher ist nur, eine Lösung finden zu müssen, die den Schutz der syrischen Bevölkerung sicherstellt.

    Daneben hast du China ebenso vergessen, wie die Männer in den roten Schühchen und die verfeindeten Sunniten wie Schiiten.

    Und die Türken, die Waffenlieferanten, die Finanzminister, den Arbeistsmarkt, die Sicherheitsindustrie und das Wachstum durch das "Flüchtlingsmanagement"...

    Sicher ist nur, dass das Giftgas wohl wieder einmal "Made(n) in Germany" gewesen sein wird. Haben wir ja eigens auf deutschen Spezialschiffen "entsorgt", zumindest das, was damals gefunden wurde. Wie das jetzt verwendete Giftgas auf Assad zurückgeführt werden soll, ist zumindest nicht plausibel.

    Eher sind es Rechtfertigungsversuche der Reaktion Trumps im Angesicht seines Gläubigers China. Das Ego trommelt sich auf die Brust, weil es sich schuldig und verschuldet fühlt. Ein globales Schuld-Fragen-Spiel ohne die Aussicht, dabei jemals unschuldig zu bleiben.

    Man wird wohl mit allen Beteilgten reden müssen, was die verfeindeten Religionsgruppen mitsamt der Männchen in den roten Schuhen einbezieht. Hinter seinem unzurechnungsfähigen Ego ist auch der Vatikan göttlich inspiriert, nicht nur, wie es neudeutsch auch von Terroristen heißt, sie seien inspiriert von XXX gewesen.

    Nee, wir alle sind erfüllt von Projektionen, die auf ein identisches Problem zurückreichen: Das Ego, das etwas loswerden möchte. Nämlich die kognitive Dissonanz der bisherigen Fehlentscheidungen. Doch in globalen Schlammschlachten ist es schwierig, eine saubere und weiße Weste in Ost und West zu bewahren.

    China ist lange der stille Herrscher hinter den Kulissen, was gestern in der Formel 1 beim "Antreten" zum Singen der chinesischen Nationalhymne wohl offiziell verkündet wurde.

    Die Russen haben den Angriff geduldet, sie haben dort ja Flugabwehr stationiert. Es geht auch um eine historische Dimension, die bisher unerkannt blieb.

    So geht die scheinbar unendliche Komplexität alllein auf das Ego in allen Beteilgten zurück, die in Syrien "abladen", was ihnen im eigenen Geist Unbehagen bereitet. Die Menschen in Syrien spielen für keinen Akteur eine wirkliche Rolle, es sind Opfersteine für das Ego.

    Wie Trump sich im Angriff auf die "Kinder Gottes" beruft, die er zu schützen vorgibt, ist allerdings den Schulden geschuldet, an die Xi wohl erinnert haben wird.

    Eigentlich wird die Verwobenheit aller Probleme deutlich...

  3. #28
    andere-dimension
    Laufkundschaft

    AW: Wer trägt die Schuld am Elend der Welt?

    Es hätte jeder sein könnnen, deshalb macht es mich ein wenig stutzig...dass die meisten reflexartig Assad beschuldigen...was ja nicht ausgeschlossen ist...aber am wenigstens Sinn macht. Warum sollte Assad...jetzt...wo er fast alles im Griff hat...die Amis auf den Plan rufen? Den Chinesen interessiert Syrien überhaupt nicht, den Israeli dafür umso mehr. Was nach Assad kommt...ist vor allem für die Israelis von existenzieller Bedeutung. Für die Israelis ist jeder tote Syrer...ob Assad-Anhänger oder Rebell...ein guter Toter. Nur sie können ein Interesse daran haben...dass dieser Krieg fortgeführt wird. Und sie verfügen über die Mittel und die Intelligenz einen solchen Anschlag zu verschleiern. Durch den Anschlag wurde es nun wieder unwahrscheinlicher, dass sich Iraner, Russen und Amis an einen Tisch setzen um eine föderalistische Nachkriegsordnung zu verhandlen. Die Israelis werden mit allen Mitteln versuchen zu verhindern, dass der Iran dort an Einfluss gewinnt.

    Zitat WSIB

    Die Menschen in Syrien spielen für keinen Akteur eine wirkliche Rolle, es sind Opfersteine für das Ego.
    ------------------------------------------------------------------------------------------------

    Ich darf daran erinnern: Nicht Assad hat diesen Krieg angezettelt...es waren die ach so "unschuldigen" Bürger. Eben jene, die jetzt nach Europa flüchten.
    Nach der UN-Charta hätten wir Assad helfen müssen. Das Gegenteil haben wir getan.

  4. #29
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Wer trägt die Schuld am Elend der Welt?

    Ich glaube, AD2, Du übersiehst, daß die Israelis vor allem ein Interesse haben, eben in Frieden zu leben. Sie haben kein Interesse an einer weiteren Konfliktverschärfung vor ihrer Haustür, müßten also, diesem Interesse entsprechend, die Entwicklung der letzten Wochen, die eindeutig in Richtung Stabilisierung gingen, gutgeheißen haben. Ich denke also, dies voraussetzend, daß NICHT Israel hinter der jüngsten Destabilisierungs-"Offerte" steckt, sondern da andere Kräfte wirken.

  5. #30
    andere-dimension
    Laufkundschaft

    AW: Wer trägt die Schuld am Elend der Welt?

    Dass die Israelis unterm Strich ihren Frieden möchten, das steht wohl ausser Frage - was aber sichert ihnen diesen Frieden? Das Syrien nach alter Odrnung war ihnen mit Sicherheit lieb und recht, da die Schiiten dort keine Rolle spielten. Wenn sich die Amis jedoch heraushalten, dann werden die Schiiten langfristig Oberwasser bekommen. Für Amis und Europa ganz ok, da man den Feind eher in den Sunniten sieht - denn aus denen rekrutiert sich der IS. Für die Israelis ist es aber genau umgekehrt...denen kommt der IS gar nicht mal so ungelegen. Der Islam als solcher ist das Problem...nicht nur in Syrien...sondern überall auf der Welt. In ein paar Monaten wird die Deutschland die größte muslimische Gemeinschaft innerhalb Europas stellen (im Moment noch Frankreich) und hautnah das erleben, was man jetzt noch gemütlich aus der Ferne betrachtet. Die Geister, die wir riefen, werden wir nicht mehr los.

  6. #31
    andere-dimension
    Laufkundschaft

    AW: Tagesgespräch

    Trumps Rückzug vom Klimaabkommen wird die Welt ein paar Tage beschäftigen, dabei halte ich das lediglich für ein Muskelspiel...ohne echte Konsequenzen...weder für die USA...noch für den Rest der Welt. Er hätte auch zum Klimaabkommen stehen und dennoch gegen die Auflagen verstoßen können...ohne irgendwelche Konsequenzen, denn mögliche Sanktionen sind kein Bestandteil dieses Abkommens. Mit anderen Worten: Entscheidend ist was die USA tatsächlich macht, nicht was Trump sagt.

  7. #32

    AW: Tagesgespräch

    Ja, doch ich gebe zu bedenken, dass die EU / Juncker mit China gleichartig miteinander "umspringen":

    Entweder gemeinsames Bekenntnis zum Klimavertrag, dann aber der Abbau von Handelshemmnissen.

    Oder keinen Abbau von Handelshemmnissen gegenüber China, dafür aber die Selbstabdeckung in 83 Jahren.

    Diesem Ego-Schwachsinn kann keine Bedeutung verliehen werden. Die sind allesamt unzurechnungsfähig.

    Bewiesen ist also, dass das globale Ego das Problem ist. Ob es im Chinesen, im Juncker, in Trump oder im Papst steckt, egal.

    Aber Merkel hat die "Schöpfung" angesprochen, der Franzose, dass es keinen Ausweichplaneten gibt.

    Wir retten den Planeten jedoch nur, wenn unser Ego so weitermachen darf wie bisher - SCHWACHSINN.

    Die Gradierungen von Schwachsinn ändern am Schwachsinn nichts. Schwachsinn ist die Ausblendung berechtigter Zukunftsängste.

    Sie können die Welt nicht in 83 Jahren über den Jordan gehen lassen. Doch genau das tun wir. Ist nach Verfassung jedoch verboten.

    Sind hier denn alle nur noch "Trump"? "Er" will doch nur, dass nicht alle - wie Juncker - über ihn lachen...

    Das Thema wird uns niemals mehr "verlassen", es betrifft alle Kinder, die heute geboren werden.

    Die eigenen Kinder zu opfern, kann keine Lösung sein. Das ist einfach nur tierisch...

  8. #33
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Tagesgespräch

    Ja, Michael, das ist der besondere Ausdruck dieser Leute, Probleme auf die Kinder übertragen. Meist selber kinderlos, ist ihnen die Zukunft nur dann nicht wumpe, wenn sie in ihrem Lebenskonzept noch Bedeutung besitzt, also für zehn, fünfzehn Jahre. Oder sie nehmen ihre Politik nicht als Problem wahr, sondern sind, aufgedunsen innert der Vakuumblase ihres Nichtdenkens, durchaus der Meinung, daß sie es richtig, will heißen verantwortungsvoll machen.
    Andererseits übersieht der Mensch gelegentlich seine Bedeutung für die Natur. Ich lese seit dreißig Jahren nichts anderes, als daß unsere Erde dem Untergang geweiht sei. Dieses Schreckensszenarium nutzt sich, jedenfalls bei mir, langsam ab.

  9. #34
    Lothar Loewe
    Laufkundschaft

    AW: Tagesgespräch

    Zitat Zitat von aerolith Beitrag anzeigen
    ... ich lese seit dreißig Jahren nichts anderes, als daß unsere Erde dem Untergang geweiht sei. Dieses Schreckensszenarium nutzt sich, jedenfalls bei mir, langsam ab.
    Die Erde wird untergehen. Der Mensch wird vor der Erde untergehen. Oder einer nimmt den anderen mit in den Untergang. Das macht nichts. Es folgt eh der nächste Aufgang. Der popelige Mensch macht da kaum etwas aus.

  10. #35
    andere-dimension
    Laufkundschaft

    AW: Wer trägt die Schuld am Elend der Welt?

    Trump hat von führenden Vertretern der amerikanischen Industrie einen Brandbrief erhalten. Die Industrievertreter beschweren sich über Trumps Klimapolitik - wollen zu ihrer Verantwortung gegenüber der Umwelt stehen (und werden auch...egal was Trump sagt...dazu stehen). Trump ist Amerikaner, aber Amerika ist nicht Trump.

    Die Verschmutzung der Meere, vor allem durch Plastik, dagegen muss und wird man was tun. Was die Erderwärmung betrifft...da bin ich ganz entspannt. Wenn der Eisbär verschwindet, dann verschwindet er halt - eigentlich ist er ja ohnehin nur ein ausgewanderter Braunbär...der sich seiner neuen Umgebung farblich anpasste. Von der indischen Sumpfmücke bis zum Sudanesen...wir meinen alles und jeden retten zu müssen - vergessen dabei, dass das Aussterben zur Evolution gehört. Irgendwann wird der Mensch ohnehin von der Bildfläche verschwinden...und wer weiß, ob er überhaupt Spuren hinterlässt...und selbst wenn...ob das irgend einen interessiert.

  11. #36
    Vielleicht ist ausser mir noch jemandem aufgefallen, dass der Krieg in Syrien seit Wochen beendet ist...aber niemand darüber redet...zumindest nicht von politischer Seite. Irgend etwas muss es ja zu bedeuten haben, dass das keiner für sich ausschlachtet.
    Ich kann mir denken warum - es gibt wohl zwei Gründe dafür:

    1. Man muss sich eingestehen, dass die Russen von Anfang an im Recht waren. Kaum bekämpfte man nicht mehr Assad...sondern dessen Gegner...wars ruck zuck vorbei mit dem Krieg. Der Westen, da führt jetzt kein Weg mehr dran vorbei, die meisten der Opfer zu verantworten. Hätte man von Anfang an auf Putin gehört...wäre der Konflikt erst gar nicht so eskaliert. Eine herbe, aber hoffentlich lehrreiche Niederlage für den Westen.

    2. Mit der Zeit stellte man fest, dass da gar nicht das Gelbe vom Ei in den Westen floh - also musste dieses in Syrien verblieben oder anderswo hin geflohen sein. Aber warum blieben die im Land und feierten Assad? Doch alles Idioten? Nö, die Intellektuellen blieben allesamt und gerne in Syrien. Auch diese Tatsache führte dem Westen wohl vor Augen, dass man einem großen Irrtum unterlag.

    Dass das im Wahlkampf nicht thematisiert wird...das kann man sich ja wohl denken. Nur die Linke könnte das für sich ausschlachten, allen anderen würde es enorm schaden.

    Ob man daraus lernte...das bezweifle ich allerdings. Nun steht der Iran im Fokus...und die nächste Katastrophe vor der Tür.

    Es gibt objektiv gesehen nicht den geringsten Anlass gegenüber dem Iran so dermaßen den Ton zu verschärfen. Das Land hält sich an das Atomabkommen, es öffnet sich...hat ein moderates Staatsoberhaupt wie sonst nie in jüngster Vergangenheit, das gleich zweimal hintereinander demokratisch (auch nach westlichen Maßstäben) gewählt wurde. Dennoch wir dem Iran gedroht.

    Das Motiv ist dennoch offensichtlich: Es heißt Trump. Die aggressive Haltung ist Bestandteil des Waffendeals mit Saudi-Arabien, welches den Iran gerne von der Landkarte gelöscht wissen will. wir kaufen dir deine Waffen ab, wenn wir mit diesen den Iran bedrohen dürfen.
    Dealmaker...so bezeichnet er sich ja selbst. Ein Deal, der die ganze Welt in Gefahr bringt.

  12. #37

    AW: Wer trägt die Schuld am Elend der Welt?

    Was Trump gestern in Bezug auf Afghanistan und Pakistan äußerte, zeigt erneut die Haltung des Egos:

    "Wir wollen keine Länder aufbauen, wir wollen Terroristen töten".

    Unsere Regierung begrüßte die Fortführung und Aufstockung des "Afghanistan-Einsatz" unserer amerikanischen Verbündeten im Kampf für das Ego.

    Der Deal des Egos ist immer: Lasst uns töten, was nicht so ist, wie wir es sind. Du hast recht: Die Nachrichten über Syrien verstummten gänzlich. Fiel mir nicht auf.

    Kann es jedoch noch von der UN gedeckt werden, an einem ausschließlichen Tötungseinsatz teilzunehmen und dieses zu begrüßen?

    Menschen weiterhin beliebig und wahllos zu töten, ohne jede Form juristisch geprüfter "Beweise" für die Teilnahme am Terror, ohne Urteil und ohne Prozess, lässt den "Unterschied" zwischen "Friedenseinsatz" und "Terror" für mich verschwimmen. Wo ist der Unterschied denn überhaupt noch?

    Existiert der "Dämon" nur in unserem Kopf? Wenn wir nicht tun, was wir wollen, sondern wollen, was wir tun, bliebe zu fragen, warum wir töten wollen...

    Ist das nicht der "Deal mit dem Dämon", der die Schuld am Elend in der Welt trägt?

    Dahinter steht jedoch die unselige Annahme, der Dämon sei etwas außerhalb von uns und etwas, das außerhalb von Gott stünde. Was bedeuten müsste, Gott sei so unintelligent gewesen, einen Willen zu erschaffen, der nicht der Seine wäre und doch wirklich. Sein Wille kann der Kampf des Egos gegen das Ego nicht sein. Es ist unser Wille, zu beweisen, nicht zu sein, wie wir waren, bevor diese Reise begann.

    Daneben war unsere Frage schon unrichtig. Das Ego ist die Ursache der Geburt der Schuld in der Welt und damit am Elend. Schuld trägt das Ego dennoch nicht, es ist dem Fehler aufgesessen, ein mögliches Gegenteil von Gott anzunehmen. Das geht uns hier jedoch allen so, bis wir begreifen, dass der Dämon nur in unserem Kopf war und man diesen getrost als Ego bezeichnen könnte.

    Das Ego ist nur der Spiegel unserer Angst als Folge der Annahme, es gäbe einen Dämon in oder außerhalb von uns, den es zu bekämpfen gilt. So entspringt dem Denksystem des Egos der Gedanke, es könne einen Willen geben, der sich dem Willen des "Beobachters des Dämons" - dem unveränderten Geist - widersetzen könne und nimmt gleichzeitig an, dies könne auch gelingen.

    Ärger als Reaktion auf einen Willen, den man nicht bekommt, sehen wir beim Syrien-Nachrichtenstopp und im Afghanistan-Einsatz, wie auch beim Türkei-Ego-Dealemma. Sollten wir uns weiterhin dem bloßen Töten widmen, sind natürlich weitere Gründe für Angst vorprogrammiert, da wir wiederum "berechtigte Rache" erwarten.

    Daneben habe ich "diesen Teil der Wahrheit" übersehen und da ich sie nur partiell begriffen habe, waren ALLE meine Urteile über die Situation natürlich bedeutungslos. Ich habe über Dinge geurteilt, die schon gar nicht mehr waren, wie ich glaubte, dass sie es wären...

    An dem Punkt, wo ich die Wahrheit nicht kenne, schaue ich auf Illusionen und rege mich auf, weil ich einen Krieg sah, wo schon keiner mehr war.

    Statt diesen Frieden zu bemerken, wählen wir jedoch weiteren Konflikt. So ist es, unser geliebtes Ego.

  13. #38
    andere-dimension
    Laufkundschaft

    AW: Wer trägt die Schuld am Elend der Welt?

    Der Krieg ist beendet, aber von Frieden kann man nicht reden - und wird man auch noch sehr lange nicht reden können - denn...die Einmischung des Westens hat die Basis dazu zerstört. Basis für Frieden ist nicht nur das Ruhen von Waffen...sondern auch und vor allem die kulturelle Harmonie und Übereinkunft. Die gab es, nicht zuletzt dank Assad, vor diesem Krieg-und gibt es jetzt nicht mehr. Damaskus war geradezu ein Musterbeispiel einer friedlichen Zusammenkunft verschiedenster Kulturen und Religionen. Aber genaus das wollten die Gegner Assads nicht. Assad, selbst Teil einer religiösen Minderheit, konnte überhaupt kein Interesse an einem solchen Konflikt haben.

    Zu Afghanistan: Ich hatte vor langer Zeit und auch hier schon mehrmals darauf hingewiesen, dass die militärische Besetzung Afghanistans seitens der USA mit Afghanistan selbst nichts zu tun hat. Den Amis ist doch vollkommen egal wer dort wem die Kehle durchschneidet...hauptsache das Opfer stammt aus dieser Region. Ihnen ging es von Anfang an um Pakistan, was die jetzigen Drohungen gegenüber Pakistan ja deutlichst bestätigen. Es gilt zu verhindern, dass radikale Islamisten....wie z.B. die Taliban...einen zu großen Einfluss dort gewinnen...sich politisch etablieren...denn Pakistan ist eine bis an die Zähne bewaffnete Atommacht...könnte mit seinem Waffenarsenal die Welt gleich mehrmals vernichten. Und genau da ist auch das Ziel der Islamisten....die Atombombe in den Händne zu halten. Diesem Ziel wähnten sie sich schon nah...weil Amis und Nato ihren Rückzug bereits verkündeten. Also hielten sie die Füße still, dass da auch ja nichts mehr anbrennt. Die Amis haben aber scheinbar neue Erkenntnisse gewonnen...von denen wir nicht wissen. Ein Indiz für diese These; just heute...also unmittelbar nach der Verkündung Trumps nicht abzuziehen...verübten sie einen größeren Anschlag mit vielen Toten.

    Es ist aber, und das weiss inzwischen jeder, ein doppeltes Spiel..das Trump da betreibt....denn die Taliban werden von den Saudis finanziert...nicht nur finanziert...sondern auch an deren Universitäten ideologisch radikalisiert. Bin Laden ist da nur das prominenteste Beispiel...es gibt viele weitere...

    Ich stimme Dir in vielem zu was Du sagst, auch halte ich ideologische und philosophische Diskurse für wichtig...aber sie sind eher die Basis für eine ferne...bessere Zukunft. Die jetzigen Probleme sind ganz konkret, haben erkennbare Gesichter - und ebenso konkret kann man dann auch darauf antworten...bzw nach Antworten suchen.

  14. #39

    AW: Wer trägt die Schuld am Elend der Welt?

    Es wird händeringend nach deutschen Investoren gesucht. Wieder das Verhaltensmuster, das zwei Weltkriege verursacht hat.

    Es wird wiederum versucht, die - auf allen Seiten vorhandenen Irrtümer - dadurch fortführen zu können, indem durch Zerstörung Wiederaufbau erlangt wird.

    Bis zur Berichtigung der Grundirrtümer werden wir daher eine zyklische Wiederholung des jeweiligen Phänomens erleben.

    Naja, Pakistan, Indien und der Westen sind ebenfalls sehr tiefgründig verflochten. Eine globale "Familienaufstellung" in ihrem historischen Entwicklungskontext sollte Anfang und Ende der Geschichte gleichzeitig im Blick haben.

    Unser Symbolego Trump hat nur das Töten im Blick, wie jedes andere Ego auch. Trotzdem könnten wir etwas lernen. Wie hätte Maria dolorosa zur Glorreichen und Gesegneten werden können, hätten Faust und Meph ihr nicht den Weg für die Erlösung bereitet?

    Dieses Ego-Spiel wird sich am Ende als hilfreich für unsere Entwicklung erweisen. Wir werden etwas gelernt haben, auch, wenn wir es wohl "so" auf die harte Tour lernen. Was haben wir seit Anbeginn aller Religionen und Gesellschaftssysteme also immer wieder nicht ganz richtig gemacht?

    Nur eine geringe Abweichung bewirkt über längere Zeit eine enorme Entfernung vom eigentlichen Zielpunkt der Reise. Was wäre es somit, was wir ganz bestimmt aus der heutigen Situation lernen könnten?

  15. #40
    Ralf
    Laufkundschaft

    AW: Wer trägt die Schuld am Elend der Welt?

    Michael, Sie schreiben von einem Wir, meinen Sie damit ... die Menschheit?

  16. #41
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Wer trägt die Schuld am Elend der Welt?

    Zitat Zitat von Michael Beitrag anzeigen
    ..
    Unser Symbolego Trump hat nur das Töten im Blick, wie jedes andere Ego auch. Trotzdem könnten wir etwas lernen. Wie hätte Maria dolorosa zur Glorreichen und Gesegneten werden können, hätten Faust und Meph ihr nicht den Weg für die Erlösung bereitet?

    Dieses Ego-Spiel wird sich am Ende als hilfreich für unsere Entwicklung erweisen. Wir werden etwas gelernt haben, auch, wenn wir es wohl "so" auf die harte Tour lernen. Was haben wir seit Anbeginn aller Religionen und Gesellschaftssysteme also immer wieder nicht ganz richtig gemacht?

    Nur eine geringe Abweichung bewirkt über längere Zeit eine enorme Entfernung vom eigentlichen Zielpunkt der Reise. Was wäre es somit, was wir ganz bestimmt aus der heutigen Situation lernen könnten?
    Wir lernen daraus, Michael, daß die Welt in dynamischen Prozeßhaftigkeit eine sinnbildliche ewige Wiederkehr des Gleichen ist, sintemalen dialektisch verschränkt und durch Antipoden in ihrer Drahtseilhaftigkeit immer wieder an den Rand des Abgrunds GEBUNDEN (!) Stünde die Welt nicht tagtäglich am Abgrund, würde sie nicht immerfort auf ihr mutmaßliches Ende zusteuern, -streben, gäbe es keine Endzeitliteratur. Warum sonst gibt es die seit den Stoikern? Wahrscheinlich läßt sich schon das ERSTE bekannte Buch der Weltliteratur, das Gilgamesch-Epos, als Endzeitliteratur klassifizieren. Bizarr? Nein, so sind wir Menschen eben, immer einen Schritt vom Abgrund entfernt.

  17. #42
    andere-dimension
    Laufkundschaft

    AW: Wer trägt die Schuld am Elend der Welt?

    Wir gehen davon aus der Mensch wäre ein potentiell friedfertiges Wesen...weshalb wir uns dann Sorgen machen wenn er sich anders zeigt. Man geht einfach, so meine Meinung, von falschen Voraussetzungen aus. Der Mensch ist nicht friedlicher als der nordamerikanische Hochlandaffe...oder der südpazifische Riffhai. Er ist ein wenig zivilisierter, das ist alles. Dem Mensch wurde die Konfliktbereitschaft in die Wiege gelegt - es soll so sein.

    Ich kann das jetzt aus dem Stegreif nicht belegen, müsste recherchieren, aber gefühlt war die Welt doch immer dann am friedlichsten...wenn die Supermächte gleich stark waren...oder es nur eine Supermacht gab. Aber sobald eine Seite Schwäche zeigte, schlug die andere Seite zu. Können wir auch im Tierreich so beobachten.

    Und genau das ist vor ein paar Jahren passiert: Es herrschte lange eine Gleichgewicht zwischen der USA und Russland, aber als Russland seinen Status als Supermacht verlor...wurde es hochexplosiv auf unserer Erde. Die Amis nutzen die Gelegenheit, die Schwäche des Gegners, zur Expansion (z.B. Nato-Osterweiterung)...was die Russen veranlasste neue Wege zu gehen und noch weiter östlich nach neuen Partner zu suchen. Gleichzeitig sahen die Chinesen ihre Chance die Lücke...die Russland hinterließ...zu füllen. Die Welt kam sozusagen n Bewegung. War vorher relativ klar wer mit wem und warum...werden nun die Karten neu gemischt. Retrospektiv betrachtet müsste man nun darauf hoffen, dass möglichst schnell ein Gleichgewicht hergestellt wird...oder möglichst schnell sich einer durchsetzt---was ich aber für ausgeschlossen halte...ein Rom wird es nicht mehr geben.

  18. #43

    AW: Wer trägt die Schuld am Elend der Welt?

    Zitat Zitat von Ralf Beitrag anzeigen
    Michael, Sie schreiben von einem Wir, meinen Sie damit ... die Menschheit?
    Hallo Ralf,

    ich meine eher das Unveränderliche in uns, das keine Unterschiede kennt. Mensch kann ja nicht "nur zum Teil" vergessen, was und wer ER ist.

    Wenn das Vergessen vergessen wird, ist wieder alles, wie es vordem war. Dann könnte von einem WIR gesprochen werden. Vergessen zu haben, WER WIR wirklich sind, könnte mit Fug und Recht als das betrachtet werden, was die "Schuld" am Elend der Welt trägt. Die Schuld, die wir anderen für unser Vergessen geben, verhindert das WIR jedoch bisher erfolgreich.

    Rein materiell ist das Wir das, was gemeinsame Lebensinteressen besitzt und ein Leben teilt.

  19. #44

    AW: Wer trägt die Schuld am Elend der Welt?

    Zitat Zitat von aerolith Beitrag anzeigen
    Wir lernen daraus, Michael, daß die Welt in dynamischen Prozeßhaftigkeit eine sinnbildliche ewige Wiederkehr des Gleichen ist, sintemalen dialektisch verschränkt und durch Antipoden in ihrer Drahtseilhaftigkeit immer wieder an den Rand des Abgrunds GEBUNDEN (!) Stünde die Welt nicht tagtäglich am Abgrund, würde sie nicht immerfort auf ihr mutmaßliches Ende zusteuern, -streben, gäbe es keine Endzeitliteratur. Warum sonst gibt es die seit den Stoikern? Wahrscheinlich läßt sich schon das ERSTE bekannte Buch der Weltliteratur, das Gilgamesch-Epos, als Endzeitliteratur klassifizieren. Bizarr? Nein, so sind wir Menschen eben, immer einen Schritt vom Abgrund entfernt.
    Ich find den ja schön: "Laß Träume uns schauen, einen nach dem andern… dreifach mögen die Träume sein! → Engidu lobt Gilgameschs Träume".

    Alles '"nur geklaut"? Die Geschichte mit Ischtar wird bei uns Christen aber etwas "anders" erzählt. Da kommen die Engel ins Spiel, und die Frage, was ihre Absicht ist...

    Das Gleiche ist das Ewige und das Gleiche kennt kein Gegenteil. Im Gleichnis der symbolhaften Sprache der Bibel wird vom Fall der Engel gesprochen, die Wissen weitergaben, mit dem Ischtar gelang, was auch im Gilgamesch-Epos beschrieben wird. Aber wenn das Gleiche zum Gleichen zurückkehrt, bin ich ja beruhigt über die "Prozessentwicklung"...

    "Dreifach mögen Träume sein"... Ein wahres Wort... Wer ist der Träumer und was ist der Traum? Auf jeden Fall ein recht bizarr wirkender Traum, doch alles besitzt eine Ursache...

  20. #45

    AW: Wer trägt die Schuld am Elend der Welt?

    Zitat Zitat von andere-dimension Beitrag anzeigen
    Wir gehen davon aus der Mensch wäre ein potentiell friedfertiges Wesen...weshalb wir uns dann Sorgen machen wenn er sich anders zeigt. Man geht einfach, so meine Meinung, von falschen Voraussetzungen aus. Der Mensch ist nicht friedlicher als der nordamerikanische Hochlandaffe...oder der südpazifische Riffhai. Er ist ein wenig zivilisierter, das ist alles. Dem Mensch wurde die Konfliktbereitschaft in die Wiege gelegt - es soll so sein.

    Ich kann das jetzt aus dem Stegreif nicht belegen, müsste recherchieren, aber gefühlt war die Welt doch immer dann am friedlichsten...wenn die Supermächte gleich stark waren...oder es nur eine Supermacht gab. Aber sobald eine Seite Schwäche zeigte, schlug die andere Seite zu. Können wir auch im Tierreich so beobachten.

    Und genau das ist vor ein paar Jahren passiert: Es herrschte lange eine Gleichgewicht zwischen der USA und Russland, aber als Russland seinen Status als Supermacht verlor...wurde es hochexplosiv auf unserer Erde. Die Amis nutzen die Gelegenheit, die Schwäche des Gegners, zur Expansion (z.B. Nato-Osterweiterung)...was die Russen veranlasste neue Wege zu gehen und noch weiter östlich nach neuen Partner zu suchen. Gleichzeitig sahen die Chinesen ihre Chance die Lücke...die Russland hinterließ...zu füllen. Die Welt kam sozusagen n Bewegung. War vorher relativ klar wer mit wem und warum...werden nun die Karten neu gemischt. Retrospektiv betrachtet müsste man nun darauf hoffen, dass möglichst schnell ein Gleichgewicht hergestellt wird...oder möglichst schnell sich einer durchsetzt---was ich aber für ausgeschlossen halte...ein Rom wird es nicht mehr geben.
    Werden nicht auch im Gilgamesch-Epos drei Grundkräfte angesprochen? Du sprichst das Fließgleichgewicht zwischen Aufbau, Erhaltung und Abbau an. Jetzt im September gewinnt der Herbst die Oberhand und damit die abbauenden Kräfte in der Natur. Wann muss Persephone wieder zurück? Das Alte und Verbrauchte wird zerstört, damit nach einer Ruhe- und Besinnungsphase das zunehmende Licht erneut einen Wachstumszyklus ermöglicht.

    Es sollen insgesamt 25920 Jahre für einen Zyklus sein, sagen wir, für eine Schulklasse auf dem Rückweg zur Erinnerung daran, im K.O.-nflikt nichts gewinnen zu können. Für den Konflikt ist das Urteil über GUT und BÖSE unerlässlch. Doch die Annahme, es gäbe einen Dämon, besitzt die Grundprämisse, Gott hätte (irrtümlich) sein Gegenteil erschaffen. Eine fortlaufende Festschreibung eines Fehlers, der uns zum "Tiermenschen" verdammt. Ohne vorschnelles Urteil über die letzten 25920 Jahre werden wir später ganz sicher etwas gelernt haben. Zweifelsfrei nur eine von unendlich vielen Schulklassen...

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