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Thema: Ein Lied für Pegida

  1. #1
    Kalu
    Laufkundschaft

    Ein Lied für Pegida

    Der nationale Widerstand
    schwenkt die kruden Fahnen.
    Pöbel giftet durch das Land.
    - Mir tut Böses ahnen.

    Diese selbsternannten Streiter,
    für ein andres 'Unser Deutschland',
    meinen: So geht’s nicht mehr weiter,
    und die Lösung sei bekannt:

    Alle, die ein wenig fremd
    raus! Sofort! Und nicht erst Morgen!
    Und wen das Wort Erbarmen hemmt,
    wollen wir dann mit entsorgen.

    Neunzehnhundertdreiunddreißig?
    Deutsche Landen hier und heute?
    Eins ich sicher und das weiß ich:
    Es sind fast die selben Leute!


  2. #2
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Ein Lied für Pegida

    nö. gefällt mir nicht. holprig und inhaltlich tendenziös. ein wenig mehr differenzierung täte dem text inhaltlich not. brachialpoetik.
    ich habe kürzlich die pegida-hymne gehört. die würde sich hinsichtlich der melodik, dramaturgie der eingängigkeit gut zu diesem text machen.

    versuch es noch einmal! diesmal nicht mit einer rhythmik, die da der hammer erzeugte.

    P.S. eigentlich ein klarer fall für deinen lieblingsordner, aber aufgrund der politischen brisanz lasse ich den mal gesondert.

  3. #3
    Kalu
    Laufkundschaft

    AW: Ein Lied für Pegida

    Du, ich bin tendenziell tendenziös. Ich beziehe eine deutliche Stellung und versuchte in Reimen auszudrücken wovon ich überzeugt bin. Alle mir bekannten Dichter haben auch politische Statements in Versform gepresst, natürlich viel besser als ich es jemals könnte, da hast Du wohl recht.

    Kannste gerne umschaufeln.

  4. #4
    Kalu
    Laufkundschaft

    Noch'n Lied für Pegida

    Der Meister der Musik mit der Gestalt und Dringlichkeit eines Pikkolos scheint auf der Stelle zu vibrieren. Hinter ihm bezieht eine Art menschliche Gänseschar Aufstellung, akkurat in weiße Kniestrümpfe gekleidet.

    „Ich habe unsere Vereinshymne auf der traditionellen gregorianischen Form fußen lassen, wobei es sich um eine praedicatio, die Lobpreisung des Gewinners handelt.“

    Zwischenruf: „Gewinnerin!“

    „Ja, natürlich!“ Der Meister dreht sich ohne die Füße zu bewegen um die Achse zum Chor und hebt den Taktstock wie ein Torero seinen Degen zum Todesstoß:

    50 Kinderstimmen legen a cappella los:

    Heil dem einzigartigen Können von Frauke!
    Dem einzigartigen Können von Frauke ein Heil!
    Heil dir, Heil dir, du einzigartiges Talent,
    du wie sonst keine.

    Hurra! Hurra! Hurra! Heil dir, du ohne Beispiel:
    Petry Heil! Heil Petry! Petry Heil! Heil Petry!


    Der Zeremonienmeister eilt hinzu: „Genial! Petry Heil, Heil Petry ist super!“

  5. #5
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Noch'n Lied für Pegida

    schon besser, aber frauke ist nicht mit PEGIDA zu verwechseln. du brauchst einen reim auf LUTZ.

  6. #6
    Kalu
    Laufkundschaft

    AW: Ein Lied für Pegida

    Ich weiß, aber ich konnte die Überschrift nicht mehr ändern, als mir das auffiel.

    Lutz - Heimatschutz?

    Petry Heil für Frauke, der Blindfischfängerin!
    Hurra! Hurra! Deutschland! Hurararöchel!

  7. #7
    Mitgestalter Avatar von anderedimension
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    AW: Tagesgespräch

    Mal unkonventionelle Wege gehn

    In Anbetracht der gesellschaftlichen Spannungen...die sich tendenziell eher noch verschärfen (Heutige Spiegelschlagzeile: Integration an Grundschulen-wo Deutsch eine Fremdsprache ist)...halte ich es für notwendig ein Zeichen zu setzen.

    Ein solches Zeichen könnte sein: Die Pegida-Bewegung für den Friedensnobelpreis vorschlagen

    In der Geschichte Deutschlands und Europas gab es noch nie zuvor eine Bewegung...die über einen so langen Zeitraum an unterschiedlichen Orten friedlich demonstrierte. Inzwischen seit vier Jahren...ohne nennenswerte Zwischenfälle - und wenn, dann waren Gegendemonstranten dafür verantwortlich.

    Ok, das müssten einige über ihren Schatten springen, aber irgendwer muss ja mal den Anfang machen. Einen L. Bachmann könnte man explizit von der Verleihung ausnehmen.

  8. #8
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Ein Lied für Pegida

    Ich denke, daß es für das Wahrnehmen von politischen Grundrechten in einem demokratischen Gemeinwesen keineswegs einen Friedensnobelpreis geben sollte. Dann könnte jeder, der wählen geht, auch einen verlangen. Abgesehen davon hat sich dieser Preis in den letzten Jahren als politischer Tendenzpreis des Establishments desavouiert.

  9. #9
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: Ein Lied für Pegida

    Ich hab mal gegoogelt, für was PEGIDA steht. Hier im Dreiländeck ist man damit nicht so vertraut. Interessant. Irgendwie sind PEGIDArer für das chistliche Abendland, und sie haben alles was sich zum ISLAM hält nicht so gern in ihren Breiten. Besonders in Dresden und Leipzig - also von hier aus östlich gesehen, Richtung Elbfluß und darüber hinaus - hat man solche lieber nicht. Als Christ mag sich dort aber auch kaum jemand outen. Die Mehrzahl sind bekennende Atheisten (wenn ich dem vorliegenden Referat Glauben schenken soll). Jetzt überlege ich, was ich davon halten soll. Mir fällt das mit den Göttern ein, passt doch hierzu, die haben auch Dinge, gegen die sie vergebens kämpfen. Oder: Was macht ein Lehrer, wenn ein Schüler mit derartig verquasten Ideen kommt? Dann schau ich auf den Kalender: Jahr 2018. Ich geh jetzt in den Biergarten.Noch etwas früh, aber passt schon.

  10. #10
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    AW: Ein Lied für Pegida

    Ich bin ja auch nicht auf der Nudelsuppe dahergeschwommen...und weiß...dass eine solche Nominierung keine Erfolgsaussichten hat. Es geht mir um die symbolische Wirkung und um die darauf folgende Debatte. Zudem könnte es die Friedlichen unter den vermeintlich friedlichen dazu motivieren friedlich zu bleiben - und alle anderen wären gewzungen ernsthaft darüber nachzudenken...ob denn eine solche Nominierung gerechtfertigt ist. Schaut man sich die Preisträger der letzten Jahre an (von wenigen Ausnahmen mal abgesehen), dann hat der FNP ohnehin keine besondere Aussagekraft mehr. Nehmen mir nur mal Obama und die EU, die beide nicht nur selbst Kriege führten/führen, sondern auch Waffen in Kriegsgebiete lieferten/liefern. Belässt man das mit der Pegida wie gehabt....läuft es auf einen Showdown hinaus - was auch niemand wirklich will. Den vermeintlichen "Gegner" mit ins Boot zu holen war schon immer eine gute Strategie.

    Aber betrachten wir uns mal Zeile für Zeile Kalus Lied. Jetzt, nach zwei Jahren, macht das überhaupt erst Sinn.

    Der nationale Widerstand
    schwenkt die kruden Fahnen.
    Pöbel giftet durch das Land.
    - Mir tut Böses ahnen.
    Ein nationaler Widerstand, ja, ist es. Wie die Weiße Rose übrigens auch.
    Krude Fahnen? Nein, das sind keine kruden Fahnen. Es sind die gleichen Fahnen...wie sie bei Fußballturnieren an Fassaden und Fenstern zu bewundern sind.
    Pöbel giftet durch das Land? Hierzu gibt es gleich mehrere Untersuchungen...Analysen---die alle das gleich aussagen: Pegida-Anhänger sind überdurchschnittlich gebildet und verdienen auch überdurchschnittlich. Sie verkörpern genau das Gegenteil von einem typischen RTLII Konsumenten.

    für ein andres 'Unser Deutschland'
    das ist natürlich komplett falsch, denn genau das wollen sie ja nicht.

    meinen: So geht’s nicht mehr weiter,
    und die Lösung sei bekannt:
    ja, so geht es nicht mehr weiter - dieser Meinung sind inzwischen wohl 80% der Deutschen.
    Und "Lösung" ist der falsche Begriff, denn die Pegida verlangt nichts anderes als die Einhaltung unserer Gesetze. Demokratischer geht gar nicht.

    Alle, die ein wenig fremd
    raus! Sofort! Und nicht erst Morgen!
    Nein, nicht alle. Kein offizieller Vertreter der Pegida hat das jemals verlangt. Es sollen nur diejenigen raus...die sich hier gesetzewidrig aufhalten. Also auch hier verlangt die Pegida nichts anderes als die Einhaltung unserer Gesetze.

    Und wen das Wort Erbarmen hemmt,
    wollen wir dann mit entsorgen.
    Ja, wer dazu auffordert unsere Gesetze zu brechen...oder anderen dabei hilft unsere Gesetze zu verletzen...der muss entsprechend bestraft werden. Wer könnte dagegen etwas haben?!?

    Neunzehnhundertdreiunddreißig?
    Deutsche Landen hier und heute?
    Eins ich sicher und das weiß ich:
    Es sind fast die selben Leute!
    Dummes Geschwätz....auf das man gar nicht eingehen sollte. Es beweist nur, dass Kalu keine Ahnung von unserer Geschichte hat. Damit tut er sich wirklich keinen Gefallen...will er nur ansatzweise ernstgenommen werden.

    Also am Ende nur heiße Luft...Kalus Lied. So etwas passiert eben...wenn einem der Weitblick fehlt.
    Geändert von anderedimension (03.04.18 um 16:40 Uhr)

  11. #11
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Ein Lied für Pegida

    Eine Analyse müßte schon tiefer graben, ad. Kabarettistische Texte sind immer oberflächlich. Darum geht es ja, sie überzeichnen Tagespolitik, machen aufmerksam, aber sie besitzen nicht den Anspruch, politische oder gesellschaftliche Wahrheiten aufzudecken. Die soll sich der Rezipient doch bittschön selber entwickeln.

  12. #12
    Mitgestalter Avatar von anderedimension
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    AW: Ein Lied für Pegida

    Der politische Kabarettist hält der Gesellschaft einen Spiegel vors Gesicht. Solche Kabarettisten haben wir seit mindestens zwanzig Jahren nicht mehr. Die heutigen selbsternannten Kabarettisten sind nichts anderes als linke Aktivisten, die unter dem Deckmantel der Satire Politik betreiben. Die schlimmste Bazille unter ihnen ist Urban Priol...dessen Programm nichts anderes ist als eine zweistündige Hetze gegen jedes konservative Lager. Bei uns herrscht Meinungsfreiheit...und das ist auch gut so. Der einzige Haken an der Geschichte: Die Öffentlich Rechtlichen haben für Objektivität und Ausgeglichenheit zu sorgen - aber genau das Gegenteil ist der Fall. Eine linke Bazille nach der anderen darf die große Bühne betreten und auf Kosten des Gebührenzahlers linke Politik propagieren. Und das auch mit Erfolg. Wir sind, was die Medienlandschaft betrifft, kein demokratisches Land mehr.
    Aber ich bin mir sicher, das wird sich mittelfristig ändern. Den gleichen Fehler hat Deutschland schon einmal gemacht. Die Solidarisierung rechter Kräfte war historisch gesehen immer die Antwort auf kommunistische Auswüchse.

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