+ Antworten
Ergebnis 1 bis 11 von 11

Thema: Heute mal nicht die Welt retten

  1. #1
    Demokrat für Deutschland
    Laufkundschaft

    Lightbulb Heute mal nicht die Welt retten

    Sind die Studenten die wahren Schuldigen?

    Was kann Deutschland tun um wieder einigermaßen brauchbare Bürger heran zu züchten? Junge Menschen, die für irgend etwas stehen und im besten Fall auch einstehen. Rächt es sich jetzt, dass da seit vielen Jahren nur noch blutleere Trottel unsere Universitäten bevölkern?

    Zitate

    Zitat die Welt (Autor Oliver Jeges, freier Journalist in Berlin und Autor des Buches Generation Maybe)

    Die Unis produzieren Theorietrottel und Langweiler, die beim Abfassen von Bewerbungsschreiben oft in eine schwere Legasthenie verfallen. Ein Studium hilft zwar, macht aber aus einem Taugenichts kein Talent.
    ......

    Überhaupt, die eloquentesten, intelligentesten und gleichzeitig humorvollsten Menschen, denen ich begegnet bin, hatten sehr oft eines gemeinsam: Sie haben entweder gar nicht studiert oder ihr Studium nicht abgeschlossen.

    Zitat FAZ (Autor Thomas Thiel, Redaktion)

    Unkritische Studenten Geist der Lethargie
    Diskussionen beschränken sich auf Fragen nach Prüfungsrelevanz und Credit-Point-Vergabe, erst bei der Notengebung erwacht das Temperament: Die Studenten von heute gelten als unkritisch und leidenschaftslos. Und jetzt?

    Schwund studentischer Leidenschaft

    An Vorschriften hält man sich willig, man fordert sie sogar, um frei für die Wahl des Mobilfunktarifs zu sein. Politisches Interesse hat man an dem, was in emotionaler Nähe zum Alltag liegt oder was sich - Stichwort nachhaltiger Konsum - mit Lifestyle-Aspekten verbinden lässt. Schon lange vor Berufseintritt sind diese Studenten perfekte Angestellte, wie sie sich Arbeitgeberverbände nicht besser wünschen können
    Zitat Rp_online Autor Florian Rinke, Wirtschaftsressort der Rheinischen Post)

    Analyse
    Studenten ist die Politik egal

    Berlin. Die heutige Generation der Studierenden hat keine Lust mehr, sich politisch zu engagieren. Das zeigt eine neue Studie. Die Welt verbessern will sie trotzdem - ohne dabei auf Geld und Karriere verzichten zu müssen. Von Florian Rinke Im 25. Jahr nach dem Mauerfall scheint die Studenten in Deutschland eine politische Lethargie befallen zu haben, wie es sie bislang in der Geschichte der Bundesrepublik nicht gegeben hat. Zum zwölften Mal seit 1982 befragten Forscher der Universität Konstanz bereits im Auftrag des Bildungsministeriums Studenten, aber so desinteressiert an der Politik zeigte sich die Jugend bislang noch nie.

    Langwierige Parteitagssitzungen, das Kleben von Wahlplakaten oder Diskussionen im Studierendenparlament passen anscheinend nicht mehr ins Weltbild der auf Effizienz getrimmten Generation von Bachelor- und Master-Studenten. Für eine politische Haltung gibt es eben keine Credit Points, Leistungspunkte, die es inzwischen für jede Vorlesung und jedes Seminar gibt.

    Zitat taz.de

    Unpolitische Studierende
    Heute mal nicht die Welt retten
    Die Studierenden sind unpolitisch geworden, sagen zwei neue Studien.

  2. #2
    Kalu
    Laufkundschaft

    AW: Heute mal nicht die Welt retten

    'Was kann Deutschland tun um wieder einigermaßen brauchbare Bürger heran zu züchten?'

    Deine Sprache ist ekelhaft! Sorry Aerolith, kannst Du auch gleich wieder löschen.

  3. #3
    Resurrector Avatar von aerolith
    Registriert seit
    30.October 1998
    Ort
    Magdeburg
    Beiträge
    4.534
    Blog-Einträge
    35
    Renommee-Modifikator
    26

    zucht, züchtigung, rtl

    Ja, das ist in der Tat ein sprachlicher Lapsus, betrifft aber nicht nur den Teil mit dem Heranzüchten, sondern auch die Fixierung des Subjekts. Deutschland soll etwas tun. Deutschland ist kein Subjekt, kann also kein Träger einer Handlung sein. BLÖD- oder RTL-Niveau. Die behaupten auch immer, daß Deutschland irgendwas täte, einen Stern suchen, sich waschen, Fußball schauen oder Urlaub machen. Soll ich mich dadurch angesprochen fühlen und in eine Erklärungsnot kommen, weil ich etwas nicht tue?

    Das mit dem Züchten ist ambivoque. Zucht ist per se nichts Schlimmes, sofern sie zur Herausbildung des Willens im Menschen führt. Linksgrüne lehnen sie kategorisch ab, entweder weil sie selbst zu viel davon naschen mußten oder weil sie zu wenig davon bekamen und ihre positiven Folgen nicht zu schätzen wissen können. Oder aus Trotz. Ich glaube, daß Zucht schon etwas Positives sein kann, gerade bei jungen Menschen. Ich würde das aber nicht Zucht nennen, sondern Erziehung zur Disziplin. Zucht hat in seiner Wortbedeutung etwas Biologisches. Man assoziiert da Nazi-Jargon. Aber diese Zeit ist nun lange zurück. Soll das Wort aus dem Gebrauch gestrichen werden, nur weil ein paar Vollpfosten glaubten, sie könnten auf Reagenzglasbasis Charaktere schaffen?

    Zum Inhaltlichen: Ich glaube auch, daß es in diesem Land eine Million Studenten zuviel gibt.

  4. #4
    Kalu
    Laufkundschaft

    AW: Heute mal nicht die Welt retten

    Gegen Zuchtfische habe ich nix, aber gegen Zuchtmenschen. Erziehung ist mir in diesem Zusammenhang auch noch zu WeißDerGeierWas. Es reicht völlig aus, Kindern nicht in ihren natürlichen Explorationstrieb zu pfuschen. Kinder wissen besser als Erwachsene Kind zu sein. Liebevolle gelegentliche Anleitung ist selbstverständlich.

    Ich bin dafür, zwei Millionen Studenten zu viel anzupeilen.

  5. #5
    Demokrat für Deutschland
    Laufkundschaft

    AW: Heute mal nicht die Welt retten

    typisch, dass man sich wieder an Begrifflichkeiten aufgegeilt um Nebenkriegsschauplätze zu eröffnen.

    ob da nun heranziehen oder heranzüchten steht, ist völlig unerheblich. Und Deutschland ist der korrekte Begriff, denn es ein deutsches Problem und kein weltweites. Und man kann es nicht auf einzelne Gruppen reduzieren. Die ganze Nation (Deutschland) ist gefragt, und nicht nur die Politiker, Professoren, Wissenschaftler oder sonst wer. Es ist ein Problem der deutschen Gesamtgesellschaft, abgekürzt "Deutschland".
    Ob zu viele studieren, das ist eine andere Baustelle. Klar ist, das man die nicht alle brauchen kann, da nur die wenigstens wohl auch dazu bereit sind im Handwerk zu arbeiten.

    Ich wünsche mir viel eher Antworten meine Frage, die sich, da kann es keine Zweifel geben, stellt.

  6. #6
    Kalu
    Laufkundschaft

    AW: Heute mal nicht die Welt retten

    Wünsche ich mir von Dir auch. Auf Wunsch würde ich Dir sogar eine Liste aller von Dir ignorierten Fragen zukommen lassen, aber wünschenswert ist mir das nicht, da Du eh nicht belehrbar bist, wenn ich Dir mal Deine eigenen Worte mir gegenüber vorhalten darf. Darf ich? Nein? Danke.

    Es gibt viel zu benörgeln, gelle? Und sei es auch nur die zunehmende Langeweile an dem Schmierentheater namens Politik, welches sich nun Dank gewisser Möchtegernkriegsgewinnler in eine Öllache verschlimmerte.

    Gibt es irgend etwas Positives aus Deinem von Katastrophen heimgesuchten langweiligen Leben zu berichten? Irgend etwas Literarisches vielleicht?

  7. #7
    Demokrat für Deutschland
    Laufkundschaft

    AW: Heute mal nicht die Welt retten

    Sag ich doch; nun hast du wieder einen Nebenkriegsschauplatz, der von deiner Sprachlosigkeit ablenken soll. Dass das für dich alles Belanglosigkeiten sind, das sagt nicht wirklich etwas über die Sachverhalte aus, aber viel über dich. Von meinen unumstößlichen Argumenten bedroht, schlägst du wie ein kleines Kind wild um dich. Bis zu einem gewissen Punkt kann ich das auch verstehen; du musst mit ansehen wie sich all das, was du mir einst als Hetze, Polemik oder Propaganda unterstellt hast, als nackte Wahrheit entpuppt. Wenn der andere immer Recht hat, dann kann das auf Dauer sehr zermürbend sein. Statt mit mir, mit dir und der ganzen Welt zu hadern, empfehle ich dir dich in Zukunft besser vorzubereiten. Es sollte dir eine Lehre sein.

  8. #8
    Kalu
    Laufkundschaft

    AW: Heute mal nicht die Welt retten

    Oh, es ist mir eine Lehre. Nicht ganz in Deinem Sinne vermutlich, aber immerhin.

  9. #9
    Resurrector Avatar von aerolith
    Registriert seit
    30.October 1998
    Ort
    Magdeburg
    Beiträge
    4.534
    Blog-Einträge
    35
    Renommee-Modifikator
    26

    AW: Heute mal nicht die Welt retten

    Nein, AD2, so einfach ist es nicht. Sprache ist Gedankenwelt. Benutzte Begriffe sind wichtig. Sie müssen kontextuell präzise sein, v.a. im politischen Sprachgebrauch. Da ich selbst dazu neige, Begriffe inhärent zu benutzen, solltest Du Dir das annehmen, wenn jemand Dich darauf aufmerksam macht, Begriffe korrekt zu verwenden, also so, daß sie auch so verstanden werden, wie sie vom Autoren verstanden sein sollen. Das ist auch keineswegs ein Nebenkriegsschauplatz, der hier aufgetan sein will, sondern das Wesen dieses Forums: Arbeit am Wortwerk.

    Um beim Beispiel zu bleiben:

    heranziehen vs. heranzüchten

    Wortfeld: ziehen - zog - Zögling - Erziehung - Zucht - Ertüchtigung - tüchtig - Tugend

    All diese Wörter gehören zu dem von Dir avisierten Kontext. Dennoch bestehen erhebliche semantische Unterschiede, was auch in der Nutzanwendung auf einen politischen Text Bedeutung besitzt. Etwas heranzuziehen ist v.a. ein Akt des Willens. Etwas heranzuzüchten ist dagegen v.a. ein naturwissenschaftlicher Prozeß, aber auch natürlich eine Sache des Willens, aber eben erst in zweiter Hinsicht. Die Übertragung auf Entwicklungsabsichten der Menschen führt nur zu unpräziser Wahrnehmung, etwa in dem Sinne, daß der aufmerksame Leser sich fragen muß, ob hier neben der Vermittlung und Aufnahme von Kenntnissen auch biologische Auslese gemeint sein soll. Und schwupps, schon steht derjenige, der ZÜCHTEN statt ZIEHEN benutzte, im fauligen Geruch des Rassismus. Und damit fällt dann auch das Urteil schnell aus.
    Wie aber, wenn man den gleichen Inhalt mit den Worten vermitteln würde, die unangreifbar sind? Geht es in politischen Texten um Inhalte oder um die Form? Ich befürchte, daß es den Etablierten eher um die Form geht, denn in den Inhalten unterscheiden sie sich kaum. Wer also neu in dem Geschäft ist, der hat zwei Möglichkeiten damit umzugehen:
    1. er benutzt die gleiche Sprache wie die Etablierten, entwickelt aber in dieser Sprache seine Inhalte oder
    2. er benutzt seine eigene Sprache und versucht, diese mehrheitsfähig zu machen.

  10. #10
    Demokrat für Deutschland
    Laufkundschaft

    AW: Heute mal nicht die Welt retten

    "züchten" ist schon der richtige Begriff. An den Begriffen Zucht und Rasse ist, auch wenn sie hin und wieder missbraucht wurden, grundsätzlich nichts auszusetzen. Ich spreche ja auch von der Rinderzucht und meine damit nicht zwangsläufig die genetische Manipulation, oder von der Rosenzucht. Im Zusammenhang mit dem Menschen spricht man eher von der Erziehung als von der Zucht, doch mit der Erziehung alleine scheint es ja nicht ganz funktioniert zu haben. Wenn Blutarme erziehen, dann sins Blutarme das Ergebnis. Ich spreche davon einen Teufelskreis zu durchbrechen. Diese Pfeifen von Studenten sind keine neue Erscheinung, sondern bereits die zweite oder dritte Generation ihrer Art. Wie sollen diese Menschen ohne Gehör ihren Kindern Töne beschreiben? Meine Frage ist also, wenn auch politisch nicht korrekt formuliert, ernst gemeint. Wer sich an die Proteste in Brasilien, im Vorfeld der WM 2014, erinner...der weiß, dass es auch noch einen anderen Schlag von Studenten gibt, nur halt nicht in Deutschland. Wie aber durchbricht man diese Lethargie? Brauchen wir Hilfe von Außen? Oder haben wir uns bereits damit abgefunden ein Haufen von lethargischen Egoisten zu sein?

  11. #11
    Demokrat für Deutschland
    Laufkundschaft

    AW: Heute mal nicht die Welt retten

    Noch nicht so lange her, als die Pisa-Studie noch in aller Munde war. Und kaum länger als zwei Jahre her, als Wirtschaft und Politik davon sprachen, dass man dringend qualifizierte Arbeitskräfte importieren müsste, da der heimische Markt qualitativ und quantitativ nichts hergibt. Man hatte dafür eigens Gesetze geändert, den Jahres- Mindestlohn für einwanderungswillige Ingenieure von Euro 60.000 auf Euro 30.000 halbiert. Der Erfolg blieb dennoch aus; es kamen ein paar Spanier und Rumänen...mehr nicht.
    A. Die Pisa-Studie besagte, dass unsere Schüler zu dumm sind.
    B. Die Wirtschaft sagte, dass unsere Studenten zu dämlich sind.
    C. Und als ob das nicht schon schlimm genbug wäre, wanderten auch noch jede Menge Fachkräfte (Ärzte, Informatiker...) ins Ausland ab.

    Worauf ich hinaus will:

    Nun bekommen wir ein paar Millionen Ziegenhirten ins Land, die die oben genannten Probleme empfindlich verschärfen. Denn: Da sich die Hirten unserem Bildungsniveau nicht anpassen können, werden wir das Niveau deutlich senken müssen. Unsere ohnehin schon verblödeten Schüler werden in Zukunft noch unterirdischer gebildet sein.
    Wollte man eine Strategie entwickeln wie man ein reiches Land im Eiltempo in den Ruin führen kann, dann wäre das...was jetzt gerade passiert...die beste Strategie.

+ Antworten

Ähnliche Themen

  1. Wer trägt die Schuld am Elend der Welt?
    Von aerolith im Forum Politik.
    Antworten: 51
    Letzter Beitrag: 03.07.19, 17:34
  2. ich baue eine welt (für uisgeovid)
    Von traumtänzer im Forum Lyrsa
    Antworten: 5
    Letzter Beitrag: 19.01.19, 11:57
  3. die augen in der welt
    Von Mr. Jones im Forum Lyrik
    Antworten: 7
    Letzter Beitrag: 13.04.18, 20:19
  4. Fort Mac Money: Shell retten und die Arktis opfern?
    Von Michael im Forum Leiden schafft
    Antworten: 24
    Letzter Beitrag: 22.03.18, 11:30
  5. Heimat und Welt
    Von Caesar Flaischlen im Forum Lyrik
    Antworten: 5
    Letzter Beitrag: 10.12.15, 20:35

Lesezeichen

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Ja
  • Themen beantworten: Ja
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •