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Thema: Im Würgegriff der Stille

  1. #1
    Lyrik Inferno
    Laufkundschaft

    Im Würgegriff der Stille

    Kalt bläst der Wind, die kargen Äste splittern,
    Die Sonne tüncht den Morgenhimmel rot,
    Ein Tag - um tief in Wehmut zu verbittern,
    Ich suche einen Weg aus meiner Not.

    Im Schatten einer Linde schaukeln Kinder
    Kopfüber, durch das Nadelöhr der Zeit,
    Ein ferner Berg trägt einen Schneezylinder,
    Dazu das graue Hemd der Ewigkeit.

    Der Tag erstickt im Würgegriff der Stille
    Und wieder bringt die Nacht mich in Gefahr,
    Was immer sie mir nimmt, es bleibt der Wille
    Mich liebend zu erhalten - nackt und wahr.

    Hoch steht das Gras, die Wolken lassen Federn,
    Die Bäche schlängeln sich hinab ins Tal,
    Es lockt der Duft der immergrünen Zedern,
    In deinen frühlingsbunt gefliesten Saal.

    Der Tag erstickt im Würgegriff der Stille,
    Nie wieder bringt die Nacht mich in Gefahr,
    Was immer sie mir nahm, mich nährt der Wille
    Uns liebend zu erhalten - nackt und wahr.

  2. #2
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Im Würgegriff der Stille

    ein biißchen einfallslos, antiquiert, aber gut. nackt ODER wahr ist stolprig, semantisch als auch rhythmisch. aber vielleicht ist dieses arhythmische, dieses quergehen ein guter kontrapunkt.

    kurzum: gefällt mir.

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