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Thema: Apokryphe Evangelien aus Nag Hammadi

  1. #26

    AW: Apokryphe Evangelien aus Nag Hammadi

    Wie gesagt, es ist, was Menschen darüber sagen.

    Es bedeutet nicht automatisch, dass alles damals schon verstanden wurde.

    Es wurde aufgeschrieben, damit es einmal verstanden werden kann.

    Daneben: Die Existenz Gottes lässt sich zu 100 % in Dir beweisen.

    Von allem, was an Geschichte um Dich herum geschieht, bist Du überzeugt.

    Von jeder inneren Wirklichkeit könnte ebenso gesagt werden,

    es seien "überlieferte ER-inner-ungsprotokolle (damaliger Einordnungsmuster).

    Ein Protokoll zur ER-inner- ung kann auch durch Symbole und zwischen den Zeilen wirken.

    Es sind möglicherweise gar nicht die Worte, es könnten auch die Gefühle, die intuitive Impression sein,

    die eine innere Verbindung zur Intention des Geistes des Verfassers aufbaut.

    Weiteres daneben: Glaub ohnehin nur, was Du in Deinem Herzen als wahr fühlst.

    Mach doch die Probe aufs Exempel: Geh einfach auf die Straße, blicke jemandem in die Augen

    und sage Dir (in Gedanken): "In Dir sehe ich jetzt Gott".



    Was Dir dann begegnet, ist liebevolles intuitives Wissen. Nicht mehr Glaube.

  2. #27

    Brief an Rhegininus über die Auferstehung

    Über das "Gesetz des unteren Ortes", das Tod heißt, spricht der Brief an Rheginus:

    "Der Sohn Gottes, lieber Reginus, war aber auch ein Menschensohn. Daher besaß er beides, das menschliche und das göttliche Wesen. Und er konnte den Tod besiegen, da er ein Sohn Gottes war. Da er aber auch Menschensohn war, konnte er die Möglichkeiten (unserer) Rückkehr zur Fülle der Fülle schaffen.

    Denn er war ursprünglich von oben, ein Same der Wahrheit, er war, BEVOR die Welt mit ihren unzähligen Herrschaften und Mächten entstand.

    Ich weiß, dass ich hier über die Lösung eines schwierigen Problems spreche. Doch wenn man von der Wahrheit selbst ausgeht, gibt es nichts Schwieriges. Denn die Lösung selbst hat sich ja zu uns, in die Mitte (die Welt) begeben, um nichts verborgen zu lassen und alles aufzuzeigen, was unsere Existenz betrifft: die Auflösung des Bösen auf der einen Seite, das Offenbarwerden der Erwählten auf der anderen. So ist die Wahrheit und der Geist von Gott ausgegangen. Aus der Gnade (Gottes) folgt die Wahrheit.

    Der Erlöser hat den Tod verschlungen. Er hat die Welt, die vergänglich ist, (wie ein Kleid) abgelegt. Das ist es, was du vor allem wissen musst. Er hat [sich] in die Unvergänglichkeit verwandelt und [ist auferstanden], indem er das Erscheinende vom Nicht-Erscheinenden verschlingen ließ. So hat er uns den Weg zur Unsterblichkeit gebahnt.

    Denn auf diese WEise ist es möglich geworden, dass wir mit ihm leiden, wie der Apostel sagt, mit ihm auferstehen und mit ihm zum Himmel auffahren.

    Wenn wir uns in diesem Sinne in der Welt als Träger seiner KRaft beweisen, so sind wir Strahlen seiner Kraft und sind von ihm ergriffen - bis wir in ihm untergehen. Das ist der Tod, während wir noch im Leben sind.

    Dann werden wir von ihm auch zum Himmel emporgezogen wie die Strahlen von der Sonne und niemand kann uns zurückhalten. Das ist die Auferstehung im Geist, welche die der Seele und die des Fleisches in sich enthält." (1)

    Die fehlende Rangordnung von Schwierigkeiten wird auch hier angesprochen. Im zeitlichen Gesamtkontext der "verwobenen Buchvorstellung" sei an an obigen Weg der Maria bei der Überwindung der Vergänglichkeit erinnert. Ewigkeit ist das mögliche Gegenteil von "unmöglich"...



    (1) ebenda, Seite 152

  3. #28

    AW: Apokryphe Evangelien aus Nag Hammadi

    Fortsetzung:

    "Wenn nun einer nicht glaubt, so nützen ihm auch überzeugende Argumente nichts. Denn hier geht es um Glauben, mein Sohn und nicht um Überzeugung (durch Argumente). Wer (dem wahren Wesen nach) tot ist, wird auferstehen.

    Und es gibt keinen unten den (sogenannten) Philosophen hier in der vergänglichen Welt, der wirklich glaubt? Aber der Tote wird auferstehen, auch wenn alle Philosophen der Welt es nicht glauben. Lass sie doch - sie sind Menschen, die sich nur um sich selbst drehen.

    Aber wir haben durch unseren Glauben den Sohn des Menschen erkannt und glauben, dass er von den Toten auferstanden ist. Von ihm sagen wir: Er hat den Tod vernichtet. Er ist ein Großer, an ihn glauben wir. [Groß] sind daher auch wir Glaubenden.

    Das Denken der Geretteten ist unvergänglich, und der Geist derer, die ihn erkannt haben, kann nicht untergehen." (1)

    Die Stimme von oben, die sagen kann: "Ist gerettet", benötigt keine Argumente. Diese Stimme spricht für die Liebe und das Leben.

    Wenn wir unserem Freund die Hand reichen, ist die Faust des Faust verschwunden...

    (1) Konrad Dietzfelbinger, Apokryphe Evangelien aus Nag Hammadi, Königsdorfer Verlag 2004, Seite 152
    Geändert von Michael (26.05.16 um 10:12 Uhr)

  4. #29

    AW: Apokryphe Evangelien aus Nag Hammadi

    Kurz ein Zitat zum "wahren Menschen":

    Der PRozess der neuen Menschwerdung ist somit ein Prozess der Herausbildung eines neuen Bewusstseins im Verein mit einem neuen "Körper", wobei gleichzeitig das alte, an die ER-scheinungs-welt gebundene Bewusstsein samt dem dazugehörigen Körper an Bedeutung verliert.

    "Erkenntnis" nennen unsere Texte dieses neue Bewusstsein, das sich mit einem neuen "Körper" von GEDANKEN, EINSICHTEN, GEFÜHLEN und LEBEN umkleidet. In der Erkenntnis wächst der neue Mensch, Erkenntnis IST der neue Mensch. Er ist Bewusstsein von anderer Funktionsweise als das alte an die Sinne gebundene Bewusstsein, er ist Bewusstsein mit anderen Inhalten als das alte Bewusstsein, und er ist ein INSGESAMT von neuen Kräften, die dem neuen Bewusstsein als Körper, als Kleid, dienen." (1)

    Wie die Raupe an ihre Elemente Erde (Wurzeln) und Sonne (Energie im Blattgrün) und Wasser (magnetische Liebe) gebunden ist, erschließt sich der Schmetterling das Element Luft und trotzt der Schwerkraft des Elementes Erde. So ist das Element ERde mit den Eigenschaften "Schwere" (Raupenzustand) und "Leichtigkeit" (Schmetterling) assoziiert.

    Im neuen Bewusstsein sind wir "der Brennpunkt, in dem sich alle Dinge und Kräfte sammeln - wir sind sie daher selbst." (2)



    (1) Konrad Dietzfelbinger, Apokryphe Evangelien aus Nag Hammadi, Königsdorfer Verlag 2004, Seite 10
    (2) ebenda Seite 13

  5. #30

    AW: Apokryphe Evangelien aus Nag Hammadi

    "So verbindet sich auch der Geist mit dem Geist, das Wort vereinigt sich mit dem Wort, das Licht vereinigt sich mit dem Licht.

    Wenn du Mensch wirst, liebt dich der Mensch.
    Wirst du Geist, vereinigt sich der Geist mir dir.
    Wirst du Wort, vereinigt sich das Wort mit dir.
    Und wenn du Licht wirst, vereinigt sich das Licht mit dir.
    Wenn du wirst wie die Wesen von oben, werden sich die Wesen von oben auf dich niederlassen.

    [...] Die Ackerfrucht der Welt bedarf des Zusammenwirkens von vier Kräften. Eine Ernte wird in die Scheunen eingebracht nur durch die Wirksamkeit von Wasser, Erde, Wind und Licht. Ebenso besteht die Frucht Gottes durch vier Kräfte: Glaube, Hoffnung, Liebe und Erkenntnis. (1)

    Wasser ist fließend wie der Glaube und weich.
    Erde ist fest wie die Hoffnung und fruchtbar.
    Wind flüstert liebevoll vom himmlischen Kind
    Licht bringt Erkenntnis und neue Kraft



    (1) Konrad Dietzfelbinger, Apokryphe Evangelien aus Nag Hammadi, Königsdorfer Verlag 2004, Seite 130

  6. #31

    AW: Apokryphe Evangelien aus Nag Hammadi

    Im "Evangelium der Wahrheit" wird in gleich drei Analogien die Trennung des Menschen von Gott in ein Bild gelegt.

    "Der Mensch ging als feiner Hauch, als Duft Gottes, aus dem Vater hervor. Durch die Kälte, die aus der Abtrennung und Ferne vom Vater entstand, erstarrte dieser Duft Gottes, wie Wasser zu Eis erstarrt. Aber der Sohn Gottes brachte einen warmen Hauch der Liebe aus dem Reich des Unvergänglichen, in dem das Eis schmolz. Das ist die Reue, die Lösung der Verkrampfung, die PReisgabe des Stolzes. Und so wird der Duft Gottes, die Erkenntnis, die der wahre Mensch ist, wieder aufgenommen in den großen Duft, die große Erkenntnis, die der Vater ist. Und in dieser ERkenntnis empfängt der Mensch die Fülle der Fülle, das Bewusstsein, von der Einheit Gottes und seiner Eigenschaften, des Alls, die überwältigende Wahrnehmung alles Seienden, unabhängig von Zeit und Raum.

    Die Kraft des Wortes, die "Salbe", mit der Jesus albt, befestigt und versiegelt diesen Zustand." (1)

    Wenn also die Salbung durch das Wort geschieht, wird die Wirkung bestimmter Leitgedanken deutlicher. Kein Loch ist im Eimer... Wir sind wieder "ganz dicht", einen Begriff den der Volksmund durchaus versteht.

    Weiter folgt dann die Erörterung des Verhältnisses von Vater, Sohn und Name des Vaters und des Sohnes und erörtert die Frage der Selbst-Bewusst-Werdung Gottes, die ganze Philosophien hervorgebracht zu haben scheint. Wichtig ist vorab, Wort, Bewusstsein und Sohn als vom Vater hervorgebracht anzusehen,

    "damit es alles, was der Vater ist, darstelle (verkörpere) und preise. Und wie der Sohn das einige Wort ist, so sind die Menschen, die als bewusste WEsen aus dem Vater, dem "Denken" hervorgegangen sind, die einzelnen Worte, die einzelnen Namen, die einzelne Gedanken des Vaters bewusst machen. Ihre Bestimmung ist es, durch Erkenntnis, Bewusstwerdung des Seins die Fülle des Seins offenbar zu machen. So sollte die Menschheit die Selbstentfaltung des Bewusstseins Gottes vollziehen, im Sohn, Christus, im einigen Wort, in der Einheit des Bewusstseins Gottes." (2)

    Im Kontext der anderen Buchvorstellungen wird im Prinzip immer das Gleiche gesagt:

    Der Zeitpunkt zum Ablauf des Äons ist bestimmt.

    (1) Konrad Dietzfelbinger, Apokryphe Evangelien aus Nag Hammadi, Königsdorfer Verlag 2004, Seiten 34 / 35
    (2) Konrad Dietzfelbinger, Apokryphe Evangelien aus Nag Hammadi, Königsdorfer Verlag 2004, Seiten 36 / 37

  7. #32

    AW: Apokryphe Evangelien aus Nag Hammadi

    Wieder eine andere Sichtweise:

    "Wenn sich in dieser Welt Mann und Frau vereinen, bedeutet dies, dass sich Stärke und Schwäche vereinigen. Doch in der Ewigkeit ist die Art der Vereigung ganz anders, obwohl wir sie auch mit dem Namen Hochzeit und Brautgemach bezeichenen. In Wirklichkeit aber haben die (Wesen) dort andere Namen, und sie sind dem Starken (der Welt) überlegen. Denn dort, wo die wahre Gewalt ist, offenbaren sich diejenigen, die stärker sind als die Gewaltigen dieser Welt.

    (In dieser Welt) ist der eine stark (der Mann), die andere schwach (die Frau). Und sie beide sind einer in dieser Welt. Dieser eine wird niemals dem Herzen des Fleisches entsteigen können."

    "Die Wahrheit ist die Mutter, die Erkenntnis ist der Vater. Diejenigen, die nicht die Freiheit haben, gegen die Welt zu sündigen, nennen sich "Freie, die nicht die Freiheit haben, zu sündigen. Denn die Erkenntnis der Wahrheit erhebt zwar ihre Herzen, das heißt, macht sie frei und bewirkt, dass sie sich über den Ort (dieser Welt) erheben. Die Liebe aber ist immer dienstbar.

    Wer also frei geworden ist durch die Erkenntnis, ist Knecht durch die Liebe. Knecht derer, die noch nicht frei werden könnten dadurch, dass sie die Erkenntnis aufnahmen. Die Erkenntnis aber macht sie dann fähig zur Freiheit.

    Die Liebe nimmt nichts an sich. Sie braucht nichts zu nehmen, da alles ihr gehört. Sie sagt nicht, "das gehört mit" oder ["jenes gehört mir"], sondern sie sagt: "Ich schenke alles dir." (2)


    So verbindet sich Liebe mit Liebe, die keine Bedingungen mehr aufstellen kann, Liebe nur selektiv zu verteilen. Selektive Liebe ist immer auch Hass.

    Die Menschen, die im Mittelmeer ertrinken, lieben wir nicht. Diejenigen, die sichtbar blutend am Straßenrand stehen, lassen wir nicht ohne Hilfe.

    Warum? Wir könnten bei der "Unmenschlichkeit" beobachtet werden.

    Somit wäre die Vergegenwärtigung eines beobachtenden Beobachters, des Zeugen-Bewusstseins, eine Möglichkeit, unser Gewissen schon von daher wirksam werden zu lassen, weil wir wissen, es wird alles gesehen. Auch das, was wir im Dunkeln halten, ist nicht unsichtbar. Es wird gerade nicht gesehen.

    So verbindet sich der Geist mit dem Geist, das Wort vereinigt sich mit dem Wort und das Licht vereinigt sich mit dem Licht.

    Wenn du Mensch wirst, liebt dich der Mensch.
    Wirst du Geist, vereinigt sich der Geist mit dir.
    Wirst du Wort, vereinigt sich das Wort mit dir.

    Und wenn du Licht wirst, vereinigt sich das Licht mit dir.

    Wenn du wirst, wie die Wesen von oben, werden sich die Wesen von oben auf dich niederlassen." (3)

    Bei Castaneda Verbündete genannt, in der Bibel wird der gesamte Erdkreis gesegnet, was diese Kenntnisse ebenso vermuten lässt.

    Was die Rückreise zur Bewusstheit verzögert, könnte mit dem folgenden Zitat zusammenhängen:

    "Die Seele Adams entstand durch einen Hauch. Ihr Gefährte ist der Geist. [Der Hauch] der ihm gegeben wurde, ist aus der Mutter. Aber [die Mächte der Erde) nahmen seine Seele und setzten ein Abbild an ihre Stelle, da sie, wenn sie sich mit dem Geist vereinigt, Worte spricht, die erhabener sind, als alle Schöpfungen der Mächte. Sie missgönnten ihr ihre Verbindung mit dem Geist.

    [Diese Verbindung ist das Brautgemach, das im Verborgenen ist. Als aber die Mächte ein Abbild ersetzten, wurde auch aus dem Brautgemach ein bloßes Abbild ... ] (3)

    "Die Werke des Menschen entstehen aus seiner Macht. Daher nennt man seine Werke auch "die Mächte". Seine Kinder jedoch entstehen aus der Ruhe, (seinem unveränderlichen Wesen). So wohnt seine Macht in seinen Werken, während seine Ruhe sich in seinen Werken zeigt. [...]

    Und du wirst finden, dass das auch für das Abbild des Menschen gilt. (...]

    Die Kinder ds Brautgemachs haben alle denselben Namen. Zusammen haben sie an der Ruhe teil. Sie brauchen keine äußere Wahrnehmung, denn sie haben [die innere Betrachtung]

    Diejenigen, die sagen: Zuerst stirbt man, dann ersteht man auf, irren. Wenn man nicht zuerst, noch bei Lebzeiten, die Auferstehung gewinnt, wird man im Tod nichts gewinnen." (4)

    Sind wir daher so überbevölkert? Zu viele aufgeschobene karmische Verflechtungen in vielen unbewussten Leben?

    Es hängt irgendwie mit der Trennung von Lilith zusammen, was wir noch nicht ganz "verdaut" haben. Klar, waren wir damals echte Arschlöcher.

    Kognitive Dissonanz? War es nicht mehr so interessant, die Frau zu lieben, die uns zu leicht zu Willen war?

    Irgendwie ein Dreiecksdrama mit angeschlossener Patchworkfamilie. Patchwork sind die Atheisten und Christen, die Muslime und Buddhisten, die Hinduisten und Materialisten, die Fundamentalisten und Faschisten.

    Alles nur ein shlechter ER-satz und tödlicher ZEITVERTREIB für das Fehlen der Liebe unseres gemeinsamen Vaters.

    Doch dazu müssten wir die Vorstellung aufgeben, vom Vater - der Erkenntnis - getrennt zu sein.

    Doch die Schlachtfelder zu lieben und dem Ort der grausigen Traumes entkommen zu wollen, kann kaum gleichzeitig gelingen.

    Es erfordert eine Entscheidung. Eine Entscheidung, die im Angesicht der Ewigkeit keine wirkliche Entscheidung ist. Wie könnte in der Zeit eine Entscheidung GEGEN die Ewigkeit Bestand haben?

    Wir versuchen, mit alten Flicken ein neues Lichtgewand zu nähen... Alter Wein in neuen Schläuchen kann jedoch kaum mit ungetrübtem Genuss verwechselt werden.

    (1) Konrad Dietzfelbinger, Apokryphe Evangelien aus Nag Hammadi, Königsdorfer Verlag 2004, Seite 127
    (2) Konrad Dietzfelbinger, Apokryphe Evangelien aus Nag Hammadi, Königsdorfer Verlag 2004, Seite 130
    (3) Konrad Dietzfelbinger, Apokryphe Evangelien aus Nag Hammadi, Königsdorfer Verlag 2004, Seiten 34 / 35
    (4) ebenda, Seiten 122 / 124

  8. #33

    AW: Apokryphe Evangelien aus Nag Hammadi

    Wieder eine Berichtigung:

    "Die Werke des Menschen entstehen aus seiner Macht. Daher nennt man seine Werke auch "die Mächte". Seine Kinder jedoch entstehen aus der Ruhe, (seinem unveränderlichen Wesen). So wohnt seine Macht in seinen Werken, während seine Ruhe sich in seinen Kindern zeigt. [...]

    Daher sind die Kinder weiterhin so, wie sie waren, sind und sein werden. Damit fällt auch die lineare Zeitvorstellung...

  9. #34

    AW: Apokryphe Evangelien aus Nag Hammadi

    "Gott ist ein Färber.

    Die Farben haften an den Dingen. Daher gehen die Farben, auch wenn sie gut sind - sie heißen dann "echt" - mit den Dingen zugrunde, wenn diese vergehen. Aber die Dinge, die Gott färbt, werden durch Gottes Farben unsterblich, da seine Farben unsterblich sind. So tauft Gott das Wesen, das er tauft, mit dem Wasser der Unvergänglichkeit.

    Niemand kann etwas Unvergängliches wahrnehmen, außer er wird selbst unvergänglich.

    Es ist mit der Wahrheit nicht so wie auf der Welt, wo der Mensch die Sonne sieht, ohne selbst Sonne zu sein, wo er den Himmel sieht, ohne selbst Himmel, Erde und dergleichen zu sein. Sondern im reich der Wahrheit sihst du etwas von ihr und wirst selbst zu ihr. Du siehst den Geist und wirst selbst zu Geist. Du siehst Christus, du wirst Christus. Du siehst den Vater, du wirst zum Vater. Hier auf dieser Welt also siehst du alle Dinge, siehst aber dich selbst nicht. In der anderen Welt aber siehst du dich selbst. Denn was du dort siehst, das wirst du sein.

    Der Glaube emüfängt, die Liebe gibt.

    Niemand kann empfangen ohne Glauben." (1)


    ... ohne Glauben an die Liebe...


    (1) Konrad Dietzfelbinger, Apokryphe Evangelien aus Nag Hammadi, Königsdorfer Verlag 2004, Seite 107

  10. #35

    AW: Apokryphe Evangelien aus Nag Hammadi

    "Das Buch Thomas, des Wettkämpfers"

    >>Dies sind die geheimen Worte, die der Heiland zu Judas, genannt Thomas sprach. Ich habe sie selbst aufgeschrieben, ich, Matthäus. Denn während ich auf dem Weg war, hörte ich sie, wie sie miteinander sprachen.<< (1)


    Wenn es keine Religion der Schuld ist, die vermittelt werden sollte, wäre es nötig, auch diese "Verdrehung" aufzulösen, die Judas, genannt Thomas, zum "Sündenbock" und "Verräter" machte. Wie spiegelbildlich sich jedoch Jesus Christus und 2der ungläubige Thomas" gegenüberstanden, wurde in der offiziellen Kirchenlehre unter den Teppich gekeht.

    Die "Wettkämpfe der Schuldprojektionen! sind jedoch offensichtlich in vollem Gange und daher wäre es nicht unklug, die Worte und Gedanken aufzusuchen, die "damals" geteilt wurden. Matthäus macht uns hier den "Hermes", der im Garten belauscht, was der Vater so "plant". Aber wie hätte der Vater nicht wissen können, belauscht zu werden? Hier ist es ähnlich, natürlich war Jesus Christus klar, dass das Gespräch mit Thomas von ihrem Wegbegleiter "gehört" wird. Immerhin machte sich Matthäus daran, dieses aus seiner Sicht wichtige Gespräch für die Nachwelt festzuhalten.


    >>Der Erlöser sprach: "Bruder Thomas, höre mich an, solange für dich noch Zeit ist auf Erden. Ich will dir offenbaren, worauf sich deine Geist gerichtet hat in deinem Herzen. Denn du giltst als mein Zwillingsbruder und wahrer Freund. Forsche daher in dir und erkenne, wer du bist, wer du gewesen bist und wer du sein wirst. Man nennt dich meinen Bruder. Also darfst du nicht in Unwissenheit über dich selbst bleiben.<< (2)


    Aus dieser Sicht ist Zeit ein knappes Gut auf Erden und "Langeweile", die mit dem Totschlagen von Zeit, Gedankengebäuden und Schuldentürmen verbracht wird, wird automatisch zur "Fehlinvestition". Eine Investition in die wirkliche Wirklichkeit wäre es, zu hinterfragen, warum aus "dem Zwillingsbruder Thomas" von der Kirche der "ungläubige Thomas", der Verräter und Selbstmörder wurde.

    Hier versucht Christus nun, Thomas zu offenbaren, was er über sich selbst aus der Gegenwart, der Vergangenheit und der Zukunft lernen kann und in seinem Herzen (im großen JETZT) abzulesen war. Als "Zwillingsbruder und wahrer Freund" wird "die verschleierte" Lehre offenkundig, die von der Kirche "vertrieben" wurde. Was aber keine Schuld beinhaltet, "sie" wussten halt nicht, was sie tun.

    Jedoch war es Teil des Weges, verraten zu werden und Judas übernahm die Rolle, die ihm zugedacht war - der scheinbar ungläubige Verräter, der sich, seinen Bruder und die Lehre der Liebe für 30 Silberlinge verkaufte...

    Betrachten wir den Umstand der Existenz dieses Textes, wird offenbar, was eigentlich offenbart werden sollte:

    Alle Anfeindungen des Egos konnten das Selbst nicht dazu bringen, eine Schuld zu sehen. Es sollte offenbar werden, dass nicht Wirkliches bederoht werden kann, WEIL nicht Unwirkliches existiert und hierin der Frieden liegt, der nicht in der Zeit zu finden ist. Eine Religion, die ohne Hoffnung zu sein scheint, könnte sich "nach Osten wenden", dem Rad, der um den Zorn kreisenden Gedanken, zu entgehen.

    >>Der Erlöser fuhr fort und sprach: "Wehe euch Gottlosen, die ihr keine wahre Hoffnung habt, die ihr euch verlasst auf das, was doch nie geschehen wird. Wehe euch, die ihr auf das Fleisch hofft und auf das Gefängnis, das zugrunde gehen wird. Wie lange wollt ihr noch schlafen und glauben, dass das Unvergängliche auch vergänglich ist?<< (Anm. wsib: dass wir nicht mehr seien, wie die Unvergänglichkeit uns alle einst erschuf) Folge ist die Gier, die Aerolith als Virus "sieht":

    >>, wobei ihr eure Hoffnung auf die Welt setzt und euer Gott DIESES LEBEN ist? Dadurch richtet ihr eure Seelen zugrunde! Wehe euch, die ihr im Feuer seid, das (als Zorn, Anm.wsib) in euch brennt, denn es ist unersättlich. Wehe euch, die ihr im Rad mitgeschleift werdet, das eure unablässig kreisenden Gedanken bilden! Wehe euch, in denen der BRAND wütet. Er wird euer Fleisch in der Erscheinungswelt fressen und eure Seelen auf ihrem verborgenen Grunde spalten und euch eurer Kumpane würdig machen. Wehe euch, ihr Gefangenen, die ihr mit Fesseln in Höhlen gebunden seid! Ihr lacht und freut euch noch im Gelächter eurer Torheit.<< (3)


    Die Gier ist der Virus, den eine männlich dominante Motivationstheorie ohne innere Fülle und eigenes Leben benötigt. Die Lüge war es, die unterschlug, warum dieser Weg so von beiden ggangen werden sollte, da es Teil der Schicksalsbelehrung war. Wir sollten nicht vergessen, dass wir nicht die Verräter und damit Mörder waren, die von der - vor der Schlange erzitternden und kriechenden Kirche - mit der "Erbsünde" belastet wurden, um bessere "Ablassgeschäfte" zu machen.

    Auch das gehört eben "dazu", einzig es anzunehmen und damit zu "entschleiern" kann den Nutzen dahinter sichtbar werden lassen: Wir sind Geist, der von allen Spiegelungen auf der Leinwand des Lebens nicht daran zu hindern ist, so zu bleiben, wie Gott uns einst erschuf, Da wir das in der Vergangenheit WAREN, sind wir es heute und da wir es morgen natürlich dann ebenso sein werden, wenden wir uns im Gebet immer nur an unser eigenes, späteres Selbst. Das sollten wir nicht vergessen...

    (1) Konrad Dietzfelbinger, Apokryphe Evangelien aus Nag Hammadi, Königsdorfer Verlag 2004, Seite 229
    (2) ebenda
    (3) ebenda, Seiten 278 / 279

  11. #36

    AW: Apokryphe Evangelien aus Nag Hammadi

    "Gut ist es dann, wenn das Unvergängliche den vergänglichen Tiermenschen. als Löwen angedeutet, verschlingt. Aber ist es auch möglich, dass das Schreckliche geschieht und der Tiermensch den Geistmenschen auffrisst? Jetzt, in der Welt von Raum und Zeit, ist das Licht des Vaters vom Bild dieses Lichtes, vom Leib, verdunkelt und verborgen (okkult, Anm.wsib).

    Aber in der Ewigkeit scheint das Licht, nimmt den Leib, die Finsternis, ganz in sich auf und macht ihn hell. Und immer wird davon gesprochen, dass die zwei - nämlich der noch verborgene Mensch und der sichtbare Mensch - zu einem werden müssen, da sie einmal eins waren. Die Zweiheit ist das große Übel. Sie entsteht daraus, dass das Untergeordnete, der Leib, sich zum Herrn aufschwingt und den Geist unterdrückt. Einheit kann aber nur entstehen, wenn diese Herrschaft stirbt und die wahre Ordnung der Dinge wiederhergestellt wird, in der der Leib Ausdruck des Geistes ist. Das Äußere muss werden wie das Innere, das Untere wie das Obere.

    So muss auch das Männliche und das Weibliche zu einem einzigen gemacht werden, d.h. die Trennung der Geschlechter, wie sie in der Welt der Erscheinungen existiert, muss aufgehoben werden. Entfaltet sich auf das wahre Wesen des Menschen wieder und erbaut es sich einen neuen unvergänglichen Leib, so wird dieses neue Wesen geschlechtlich autark sein. Bei dem einen ist der Kern, das Wesen, "männlich" und der unvergängliche Leib "weiblich", bei dem anderen ist es umgekehrt. Aber jedes neue Wesen hat beide Pole, aktiv und passiv, in sich und kann daher aus sich selbst Neues hervorbringen.

    Auch Spruch 114 gehört in diesen Zusammenhang. (siehe unten, Anm. wsib)

    Petrus vertritt hier die traditionelle Vorstellung, dass eine Frau nicht zu den "Auserwählten" gehören könne. In ihr sei der Geist, die Anlage zum wahren Menschen, nicht wirksam, ja praktisch nicht vorhanden, da der vergängliche Mensch, die vergängliche Seele, bei ihr stärker als beim Mann an die vergängliche Welt gebunden sei, vor allem wegen der biologischen Aufgabe der Frau.

    Jesus hebt das Problem in seiner Antwort sofort auf eine andere Ebene. In jedem Menschen, ob Frau oder Mann, lebt eine Seele, ein "Weib". Er, Jesus, wird das wahre geistige Wesen des Menschen erwecken, dadurch wird sich seine Kraft der Seele mitteilen und sie durchdringen. So wird das "Weib", die Seele, "männlich" und die vergängliche Erscheinungsform, Frau oder Mann, wird unwichtig." (1)

    So spricht die Seele im Evangelium nach Maria folgende Worte, die Bindung an die Vergänglichkeit aufzulösen:

    "Was mich festhielt, ist getötet worden, was mich umwendete, ist überwunden worden Meiner Begierde wurde ein Ende gemacht, und die Unwissenheit ist gestorben. In der Welt wurde ich erlöst aus der Welt, und durch eine höhere Gestalt. Ich wurde erlöst aus der Fessel der Unfähigkeit zur Erkenntnis, deren Bestehen zeitlich begrenzt ist. Von jetzt an werde ich Ruhe erlangen, [denn dies ist der richtige Zeitpunkt im Ablauf des Äons - ich werde Ruhe im Schweigen erlangen." (2)


    Damit begann dieser Ordner. Wann jedoch die richtige Zeit im Ablauf des Äons gekommen ist, hängt davon ab, ob die Bindung an die Vergänglichkeit, an die begrenzende Körper-Ego-Welt, für uns keinen Nutzen mehr beinhaltet. Wir werden nicht gezwungen, zum wahren Menschen heranzureifen. Doch in der Konsequenz könnte es bedeuten, vom Tiermensch als Geistmensch aufgefressen zu werden.

    Damit dies jedoch nicht wirklich wird, ist die Unfähigkeit zur Erkenntnis zeitlich begrenzt worden. Daher kann es keinen anderen Weg geben, als dem Weg des Geistes zu folgen, der in einem zeitlichen Rahmen vorgegeben sein könnte. Wann dies sein wird, ist allein in Gottes Hand.

    Ein Grund, warum die Kirchen uns so gut wie NICHTS darüber sagen? Denn jede Prophezeiung birgt auch die Möglichkeit für das Unbewusste, sich dagegen zu entscheiden, obwohl es "in den Sternen" zu lesen ist, was geschehen soll. Die Macht der Entscheidung liegt jedoch bei uns. Allerdings haben wir nicht alle Zeit der Welt, denn wer sie erschaffen hat, hat auch die Gesetze aufgestellt, die außerhalb der Zeit ihre Gültigkeit bewahren.

    All die Kritik an den Kirchen ist in der selektiven Auswahl, Übersetzung und Einflussnahme zu sehen, die in ihrem organistorischen Ego eine Basis finden. Die einzelnen Propheten und Texte sind sehr lehrreich, doch die Gesamtzusammenstellung könnte mit gewissen Absichten verbunden gewesen sein.

    Was zu der Darstellung in Ptahhoteps Lehren vorab zu ergänzen wäre: Es sind 2 geflügelte Schlangen, die sich um den Äskulabstab winden. Müssen wir demnach auch "Engelchen" und "Teufelchen" auf unseren Schultern versöhnen? Denn eigentlich wird von zwei sich umkreisenden Doppelsternen gesprochen, die Ganzheit ausmachen...

    Haben wir auch die Welt der Engel entzweit und entweiht? Wie kommen sie zurück?

    Fakt ist: Im Tiermensch-Modus hören wir mehr, was uns das Gewissen vorher "sagen" könnte, würden wir uns an diese geistige Instanz aus vier gesunden Sinnen bedienen, die den fünften, sechsten und siebten Sinn "freischalten" könnten, würden sie nicht zuvor vom veränderlichen Verstand kategorisch ausgeschlossen.

    Wenn sich zwei Ganzheiten zusammen mit ihren Engeln und späteren Selbsten diesen Freiheitsgraden annähern, sollen Worte gesprochen werden können, vor denen die Mächte der Welt erblassen. Denn auch die Äonen besitzen ein göttliches Selbst und eine veränderliche Partition - ist zumindest mein bisheriger Arbeitsstand in der Annäherung an die Fähigkeit, Dinge unverzerrt wahrzunehmen.




    (1) Konrad Dietzfelbinger, Apokryphe Evangelien aus Nag Hammadi, Königsdorfer Verlag 2004, Seite 179
    (2) Konrad Dietzfelbinger, Apokryphe Evangelien aus Nag Hammadi, Königsdorfer Verlag 2004, Seite 229

  12. #37

    AW: Apokryphe Evangelien aus Nag Hammadi

    Die zwei Sclangen, die auch auf der Sternenkonstellation vom 23.09.2017 zu sehen sind, sind Symbole für die Freiheit zur Abwendung und Abweichung von der ursprünglichen Ordnung des Himmelreiches und unseres ewigen Lichtkörpers. Die Bildung eigener, nicht in der Erkenntnis des Vaters ruhender Erfahrungen werden als Scholange angedeutet.

    Im "Sündenfall" wendet sich die Seele dieser polaren Erfahrung in der Dualität zu. Doch hier wird der Baum der Erkenntnis, die Abwendung von den unvergänglichen Schöpfungsgesetzen, des allseitig verbundenen höchsten Nutzens, als "Baum der Eigenwilligkeit" bezeichnet.

    Was an unserem Verstand so eigenwillig ist, ist das Ego. Als an die Erde gebundene Schlange symbolisiert. Ist die Ausrichtung auf den höchsten Nutzen geegeben, wir also dem Willen des Heiligen Geistes "unterstellt", blicken die Schlangen nach "oben" und orientieren sich am Lichtkörper der Jungfrau mit Sonne auf der Schulter, die Mutter der Seele, die Wahrheit.

    "Dadurch löste sie sich von den unvergänglichen Gesetzen und schuf sich eine vergängliche Welt der Vorstellungen, in der sie als "ICH" von der Umwelt abgegrenzt ist. "Gut" ist, was ihr nützt, "böse", was ihr schadet. Sie wurde damit selbst sterblich. Ihr Bewusstsein, an den vergänglichen Vorstellungen haftend, verging mit diesen Vorstellungen "Adam", den Geist, riss sie mit sich, sie gab ihm auch von der Frucht zu essen, so dass er in die Unwirksamkeit versank.

    Die Schlange wird auch als "Mächte" bezeichnet, die dem ursprünglichen Geistseelenwesen die unsterbliche Seele stahlen und ein sterbliches Abbild an ihre Stelle setzten. Das ist die Ursache der Trennung: Die unsterbliche Seele wandte sich von der unsterblich machenden Erkenntnis ab und der eigenen Denktätigkeit zu, die nur Vorstellungen erzeugt. Dadurch wurde sie sterblich und umhüllte sich mit einem sterblichen Körper. Der Geist, an den sie gebungen war, blieb bei ihr, aber als gefallener, kraftlos gewordener "Engel". In diesem Zustand befindet sich der in der vergänglichen Welt lebende Mensch. Er ist dem Körper und der Seele nach sterblich. Der Tod entstand durch den "Ehebruch" der Seele, die den Geist zugunsten des Verstandes verließ." (1)


    Daher denken wir nicht wirklich, wenn wir nicht mit dem Heiligen Geist denken. Der kleine Verstand, ohne Anbindung an die Erde und den Himmel kann aufgrund seiner Überforderung nur mit trroziger Eigenwilligkeit reagieren und gleicht einem undichten Mehlkrug, der sofort wieder verliert, was nach Hause getragen werden wollte. Das "Neinchen" hat hier seinen Ursprung, in der Illusion eines abgegrenzten ICH".

    Denn dies ist, was im Kurs als Fragmentierung einer Ganzheit unschrieben wird. Einer Ganzheit, die sich kosmisch, physisch und feinstofflich auf vielen Dimensionsebenen entfaltet.

    Wenn auf Jesaja hingewiesen wurde, dann ist dieser Hinweis auf den "Ehebruch" wichtig, die Symbolsprache zu erfassen, in der Manches verfasst ist...

    Es wird gesagt, jede Bibelstelle besäße 72 Bedeutungen. Sich diese zu erarbeiten, wird in der jüdischen Überlieferung mit dem Entdecken einer Liebe verglichen...

    Hier könnte ein weiteres Missverständnis seinen Ursprung nehmen...


    (1) Konrad Dietzfelbinger, Apokryphe Evangelien aus Nag Hammadi, Königsdorfer Verlag 2004, Seiten 82 / 83

  13. #38

    AW: Apokryphe Evangelien aus Nag Hammadi

    Ob jedoch die Auswahl der Bibelzitate wirklich von einer "ausgewogenen Bildungskommission" vorgenommen wurde, ist die Frage, die sich mir angesichts einiger Zitate stellt, die Christus darin in Sinnsprüche verpackte. Diese 114 Zitate sind im Thomas-Evangelium der apokryphen Evangelien aufgeführt und lassen die Innenansichten dessen erkennen, was gesagt und damit gemeint gewesen könnte.

    Was "gehört" werden wollte und Einlass in den Kanon des Instituts für Qualitätssicherung in der "Göttlichen Geistesschulung" fand, muss (nicht zwingend alles gewesen) sein, was im inneren Kreis der JüngerInnen besprochen und gelehrt wurde. Welche Zielsetzung die Bildungskommission mehr als 300 Jahre "danach" verfolgte, ist auch hier die wesentliche Frage...

    Um diesen Kontrast zwischen dem, was uns gesagt wird, was gesagt worden sein soll, und dem, was nach dieser Quelle gesagt worden sein soll, zu verdeutlichen, ab und zu einige dieser 114 Zitate in der dortigen Reihenfolge:

    1. Dies sind die geheimen Worte, die Jesus, der Lebendige, sprach und die Judas Thomas, genannt "Zwilling", aufgeschrieben hat. Und er sprach: Wer die Bedeutung dieser Worte versteht, wird den Tod nicht schmecken.

    2. Jesus sprach: Wer sucht, höre nicht auf zu suchen, bis er findet. Wenn er findet, wird er erschüttert werden. Ist er schüttert, wird er staunen. Und dann wird er über das All herrschen.

    3. Jesus sprach: Wenn eure Führer zu euch sagen: Siehe, das Reich ist im Himmel - so werden die Vögel des Himmels vor euch da sein. Wenn sie zu euch sagen: Es ist im Meer - so werden die Fische vor euch da sein.

    Sondern das Reich st in euch und außerhalb von euch. Wenn ihr euch erkennt, werdet ihr erkannt werden und werdet erkennen, dass ihr Söhne des lebendigen Vaters seid. Wenn ihr euch aber nicht erkennt, so seid ihr (geistig) arm und sei die (geistige) Armut.


    Was sich hier etwas anders liest, als das, was mir bisher gesagt wurde, was gesagt worden sei. Kann der Kanon nicht von Interessen bestimmt worden sein, die als "vergrabener, dicker, schwarzer Hund" im Keller aller darauf aufbauenden "Anpassungen" nun immer noch "verteidigt" werden müssen?


    Ich meine: Könnte die Kirche heute einen Irrtum zugeben, der vor fast 1700 Jahren geschah?

    Immerhin leben wir jetzt ja nicht mehr auf einer Scheibe, sondern offiziell bestätigt, auf einer Kugel.

    Wer will da von nicht vorhandener Lernfähigkeit sprechen?

    Es war wohl wie bei allen "Kompromissen" des Egos:

    Wahrheit wird zu dem gemacht, was gerade nutzt.

    Selbst, wenn dies damals "begründbar" erschienen sein mag, haben sich die "Umstände" gewandelt, die der damaligen Form und der Auswahl als Ursache zugrundelagen.

    Was soll also Luther reformiert haben können, wenn ihm gar nicht die Original-Quellen zur Verfügung standen?

    Ich glaube nicht, dass er im Vatikan studieren durfte...


    (1) Konrad Dietzfelbinger, Apokryphe Evangelien aus Nag Hammadi, Königsdorfer Verlag 2004, Seite 193

  14. #39

    AW: Apokryphe Evangelien aus Nag Hammadi

    4. Jesus sprach: Zögert ein hochbetagter Mann nicht, ein kleines Kind von sieben Tagen nach dem Ort des Lebens zu fragen, so wird er leben. Denn viele werden die Letzten sein, aber sie werden alle zu Einem werden.

    5. Jesus sprach: Erkenne den, der vor deinem Angesicht ist, und was dir verborgen ist, wird sich offenbaren. Denn es gibt nichts Verborgenes, das nicht offenbar würde.

    6. Seine JüngerInnen fragten ihn und sprachen: Willst du, dass wir fasten? Und wie sollen wir beten und Almosen geben und welche Speisevorschriften sollen wir beachten?

    Jesus antwortete: Lügt nicht und tut nicht, was ihr hasst, denn alles ist offenbar vor dem Himmel. Denn es gibt nicht Verborgenes, das nicht zutage käme, und es gibt nichts Verdecktes, das ohne Aufdeckung bliebe.


    So könnte das Gewissen auch das Wissen um den Umstand bedeuten, vor dem Himmel nichts verbergen zu können.

    (1) Konrad Dietzfelbinger, Apokryphe Evangelien aus Nag Hammadi, Königsdorfer Verlag 2004, Seiten 193/ 194

  15. #40

    AW: Apokryphe Evangelien aus Nag Hammadi

    7. Jesus sprach: Selig ist der Löwe, den der Mensch isst. dadurch wird der Löwe Mensch. Aber elend ist der Mensch, den der Löwe frisst. Dadurch wird der [Mensch zum Löwen].

    8. Und er sagte: Der Mensch gleicht einem Fischer, der sein Netz ins Meer warf und es voll keiner Fischer aus dem Meer zog. Unter ihnen fand der kluge Fischen einen großen, guten Fisch. Da warf er alle kleinen Fische weg hinunter ins Meer, und behielt, ohne lange zu überlegen, nur den großen Fisch. Wer Ohren hat zu hören, der höre.

    9. Jesus sprach: Siehe, der Sämann kam heraus, füllte seine Hand und warf aus. Einige körner fielen auf den Weg. Es kamen Vögel und pickten sie auf. Andere körner fielen auf den Felsen und sandten keine Wurzeln hinunter in die Erde und trieben keine Ähren gen himmel. Wieder andere fielen in die Dornen. Die erstickten den Samen und der Wurm fraß sie. Und andere fielen auf gute Erde und sie brachte gute Frucht und trug 60 je Maß und 120 je Maß.


    Über den Löwen als Symbol lohnt es sich, näher nachzudenken.

    Was meint es, als Mensch den Löwen zu "fressen"?
    Was meint es, als Mensch vom Löwen "gefressen" zu werden?

    Wissen wir um diese beiden Wahlmöglichkeiten oder blenden uns all die kleinen Fische?

    Warum auf die Zahlen hingewiesen wird? Es sind 7200 Früchte, ein Zwanzigstel von 144 000.

    Zwanzig ist die alte Zählgrenze. Sie ergibt sich aus dem Spruch: Mit Händen und Füßen reden, womit eigentlich "zählen" gemeint war.

    Die Maya ordneten die 20 dem Sonnengott zu und bei den Hpoi werden die Kinder am zwanzigsten Lebenstag benannt.

    Als Rundzahl auch die Zehn Gebote in Handlung und Gesinnung.

    Warum ich die Verknüpfung zur 144 000 ziehe, ist mir selbst noch nicht ganz klar.

    Es sind im Prinzip die Engelshierarchien, die hier zahlennäßig zu Ausdruck kommen:

    12*12*1000 = 144 000. Ob es 144 000 erwachte Engel auf unseren Schultern sind?

    Die Zahlen fehlen meiner Meinung nch in den kanonischen Evangelien.

    Das mit den 144 00 "Erwachten" stammt aus dem nicht veröffentlichten Teil der Bücher Moses.

    144 00 wollten diese Reise wohl nicht mehr machen.

    Und doch machten sie sich auf den Weg, ihre Schwestern und Brüder nicht allein im Regen stehen zu lassen.

    Die anderen sollen "begeistert" von der Idee einer materiellen Existenzform gewesen sein.

    Hoffen wir, dass die Erfahrungen langsam gemacht werden, die diese Reise beinhalten sollte.

    In Indien gilt das "Mangobaumwunder" als anerkannt Erscheinung.

    Was lässt die Samen sprossen und tiefe Wurzeln bilden, damit die Ähren hoch in den Himmel wachsen?

    Wasser (Liebe), Feuer (Willen), Luft (Intellekt und Verstand) und die Erde (Bewusstsein) zusammen bilden die Elemente des Düngers.

    Natürlich steckt in der Zahlenkombination 60 * 120 = 7200 auch die 20 * 360 Grad des Kreises. 20 * 360 * 20 sind auch wieder die 144 000.

    Was jedoch gesagt werden wollte: Keine wirklich sichere Ahnung bisher....

    10 * 40 *360 macht auch Sinn: 40 ist die Zahl der Vorbereitung und Vollendung, 10 ohnehin die Zahl der Schöpfung und 360 die Anzahl der Kreise...

    Wie löst man solche Zahlenrätsel, die nicht ohne Grund angegeben worden sind, denke ich...

  16. #41

    AW: Apokryphe Evangelien aus Nag Hammadi

    10. Jesus sprach: Ich habe Feuer auf die Welt geworfen, und siehe, ich hüte es, bis sie brennt.

    11. Jesus sprach: Dieser Himmel wird vergehen und der Himmel über ihm wird vergehen. Die Toten leben nicht, die Lebenden werden nicht sterben. In den Tagen, da ihr Totes aßet, macht ihr es lebendig. Wenn ihr aber im Licht seid (und Lebendiges esst), was werdet ihr dann tun?

    An dem Tag, da ihr eins wart, seid ihr zwei geworden. Jetzt aber, wo ihr zwei seid, was werdet ihr nun tun?

    12. Die Jünger sprachen zu Jesus: Wir wissen, dass du von uns gehen wirst. Wer ist es, der dann Führer über uns sein soll?

    Jesus antwortete: Wo ihr dann auch seid - geht zu Jakobus, dem Gerechten, dessentwegen der Himmel und die Erde entstanden sind.(1)


    zu 10: Der göttliche Geistfunke?
    zu 11: Die Ganzheit in uns selbst wiederherstellen?
    zu 12: Egal, wo sich Menschen räumlich befinden, sollen wir uns "mental" an " Jakobus, den Gerechten" wenden.
    Zweite Frage zu 12. dann natürlich: Warum sind Himmel und Erde wegen Jakobus entstanden?

    Die Welt als eine gerechte Antwort auf eine ungerechtfertigte Frage?
    Die Frage der Schlange war es, die den Gedanken auslöste, Gott könne seinen Kindern etwas entzogen haben.
    Waren wir damit nicht zu "Halbheiten" geworden?
    Einfach durch die Annahme einer unrichtigen Grundprämisse?

    Wie hebt der Mensch diesen Irrtum wieder auf? Was werden wir tun, wenn wir im Licht sind und "Lebendiges" essen?

    Es sollen 144 000 weiße Verkleidungsplatten auf den Pyramiden gewesen sein.

    Und die verdoppelte Zahl der Vollendung, die 80, wird in der Zahlenmystik völlig unterschlagen. Findet sich NIX. Mitose und Meiose?

    (1) Konrad Dietzfelbinger, Apokryphe Evangelien aus Nag Hammadi, Königsdorfer Verlag 2004, Seite 195

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