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Thema: Naturwissenschaft - der Ordner

  1. #26
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    AW: Naturwissenschaft - der Ordner

    Original erstellt von Robert:
    Und so auch heute: Mit welcher Arroganz wird auf die Weisheit und das Wissen (scire) der Altvorderen geschaut. Ich find's widerlich.

    Ist das denn überhaupt so?
    Mir scheint, daß jemand, der mit Arroganz auf dieses Wissen herabschaut, selbst nicht viel zu sagen haben kann.


    Ist natürlich oft nicht ganz leicht, verschiedene Weltmodelle, die einander (scheinbar) widersprechen, gleichermaßen zu würdigen und die "wahre Essenz" in ihnen zu sehen. Das ist dann allerdings nicht das Problem der Weltmodelle sondern das derjenigen, die zu beschränkt sind, die Wahrheit aus ihrer äußeren Form herauszuschälen oder zu erkennen, daß sie verschiedene Gesichter hat und von verschiedenen Blickwinkeln aus betrachtet werden kann. Jedenfalls wird grün nicht unwahr, weil rot wahr ist.


    Das Problem mit dem alten und dem neuen Wissen ist, daß es kein Zurück zur Unschuld und somit zu einem unvoreingenommenen Herangehen an die Dinge gibt. Das Detail-Wissen, das heute existiert, kann man nicht einfach ausblenden oder zum Teufel jagen, um sich den Blick auf das Wesentliche freizuhalten. Es ist da, und auch Thales hätte es nicht ausgeblendet, wenn er es besessen hätte.


    Trotzdem besteht die Kunst - damals wie heute - darin, die Dinge zu sehen. Reden kann man über vieles, wenn man ein paar Bücher gelesen hat.






    [Diese Nachricht wurde von Mark am 20. November 2000 editiert.]

  2. #27
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    AW: Naturwissenschaft - der Ordner

    hi, mark,
    um das mal zu klären: ich streit nich mit dir über den ruhm, die weltformel entdeckt zu haben - schade. aber was heißt schon beschränkt, wenn es wirklich mal um die erkenntnis der wahrheit geht! hui, welch wort, wie wird mir sterblichem! du hast ja recht, aba mit grün und rot- da muß ich widersprechen! frage der definition, gewiß -
    aber meist kann nur eines wahr sein, so steht's jedenfalls pars pro toto in der stvo!
    und irgendwie isses ja auch richtig - denn das wesentliche kann man wahrscheinlich doch nur aus einem blickwinkel betrachten! also nich so einfach machen - es is alles wahrscheinlich noch viel komplizierter als man denkt! aba da wir das eh nich begreifen ..


    denkt bigvogel

  3. #28
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: Naturwissenschaft - der Ordner

    hmmmmmmm...


    Grün ist grün - für unsere Augen, es gibt aber keinen Beweis dafür, daß grün wirklich grün ist, denn was ist grün überhaupt? Ein Wort für etwas, das wir wahrnehmen, von dem wir aber nicht wissen, daß es alle so wahrnehmen.
    80° Celsius sind jedoch definitiv nicht 150° Celsius, denn hier einigen wir uns bereits auf ein Axiom, an dem sich nicht rütteln läßt - es sei denn, Du sagst, Celsius sei (manchmal) Kelvin. Wenn man sich darauf verständigt, bestimmte Phänomene mit bestimmten Begriffen zu versehen, wird die Kommunikation natürlich zwangsläufig objektiver, aber da wir nicht alles mit Worten erfassen können und daher immer wieder darauf angewiesen sind, Metaphern zu verwenden, um uns verständlich zu machen, wird's im Laufe der Jahrhunderte immer schwieriger, beim Kern der Sache zu bleiben, denn Metaphern verändern sich und werden mit neuen Inhalten gefällt.


    Ist halt so 'ne Sache. Wenn jemand behauptet, das Universum sei unendlich, dann widerspricht das der Behauptung, es sei endlich, nur scheinbar.
    Vorausgesetzt, man weiß, daß der eine vom 3-dimensionalen Raum redet und der andere von einem n-dimensionalen über-Kontinuum.


    Na ja, so oder so ähnlich.


    [Diese Klarsicht wurde dem Mark bisher noch nie attestiert]






    [Diese Nachricht wurde von Mark am 20. November 2000 editiert.]

  4. #29
    Resurrector Avatar von aerolith
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    Post AW: Naturwissenschaft - der Ordner

    Heute ist Totensonntag. Heute ist ein Tag fürs abendmahl, für die Suche nach der Einheit mit den Vormaligen, die wir sind. Liebe ist dies auch, ein Gefundensein im Erkannten, eine Replik aufs Vergangene.


    Lesart zur Vergegenwärtigung von Evolution, voreingenommen und maniriert:
    Im Reizwort Evolution fand Edgar einen Widerhaken, an dem sich seine Gedanken verfingen. Ihn reizte das über gängige Klischees Hinausgehende: Im Gedanken der Evolution entdeckte Edgar die letzte Zuflucht der Atheisten zu einem Gott. 'Sie glauben an die Allmacht der Naturgesetze und begreifen nicht, daß diese Gesetze nur schärfer formulierte Spielregeln umfassen, die gelegentlich durch den Menschen selbst geändert werden können', was immer wieder durch neueste unglaublichste Entdeckungen in den Naturwissenschaften ihm bewiesen schien. Das unentdeckte Land, dem er selbst schon Jahrhunderte auf der Spur war, prägte seinem Streben, seiner Gier nach Unendlichkeit den Stempel der Ewigkeit auf: Er fühlte sich wiedergeboren in so vielen Altvorderen, die in den Büchern seiner Kenntnis Gestalt fanden. Er las sie geflissentlich im Hinblick auf Wiedergänger, suchte Spuren überall im Anderen, das ihm naturgemäß Teil seiner selbst wurde. "Die Unendlichkeit verwirbelt Positionen, Perspektiven, von denen aus ein Endliches in seiner ganzen Tiefe erfaßt würde werden können", meinte ein Lehrer Edgars. Der Lehrer bezweifelte, daß Edgar seine "verdrehten Darstellungen würde überwinden können, was einem sozial verantwortlichen Mitmenschen notwendige Eigenschaft sein sollte". Edgar zuckte lächelnd die Achseln, denn wollte er nicht aus jeder Endlichkeit vertrieben werden? Er trieb die Zeit bis an ihren mutmaßlichen Anfang, als sich Fragen überhaupt bildeten. Er dachte nach über menschliche Eigenschaften, ewige Charaktere schienen ihm die Vergangenheit prägenden Vorfahren aus Mesopotanien und Ägypten: 'Wie ist es mir möglich, einen 5000 Jahre alten Text zu verstehen? Neben dem Veränderlichen, was nicht zu verstehen ist, muß es demnach etwas Festes geben!' schlußfolgerte er. Vielleicht gab es eine Entwicklung des Menschengeschlechts aus den Quastenflossern über die Horden der Affen bis zum homo sapiens sapiens, vielleicht entsprang der Affe gar dem Menschen, vielleicht lebten Affe und Mensch in verschiedenen und unterschiedlichen Lebensformen Jahrmillionen nebeneinander her?' Der Gedanke daran blieb Edgar ein Spiel für armselige Wiederkäuer modischer Tendenzen: 'Ich bleibe ein Ewiggleicher, wenigstens dem Naturell nach', sagte er sich.

  5. #30
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Naturwissenschaft - der Ordner

    Und weiter geht's im Text: Stichwort Grenzen des Orthodoxen oder anders: Stellen wir die Frage, ob Gravitation (nach Newton) die Kraft besitzt, Teilchen von ihrer absolut geraden Bahn abzubringen. Einstein bestritt das, allerdings konnte er nicht erklären, wie sich Veränderung in der Beschleunigung mit konstanter Krafteinwirkung vertragen. Er sprach da wohl mal von einer kosmologischen Konstante, die diese Ungenauigkeiten, dieses Zwischensein zwischen Gravitationseinfluß auf die Rotation des Alls und dem Erklären mittels dunkler Löcher, kalten dunklen Löchern, die ich von irgendwo kenne und von denen ich weiß, daß man sie nicht weiter untersuchen sollte... Aber Einstein verwarf diese Konstante wieder, wobei heute untiger M. glaubt, daß Einstein da schon richtig ahnte. Aber weil man diese Löcher nicht untersuchen kann -sie sind eben wirklich empirisch nicht so einfach meßbar-, muß man sie nur annehmen, sie als Gewohnheiten des Denkens setzen, um nunmehr mit dieser Gewohnheit zu erstaunlichsten Ergebnissen zu kommen: Sagen wir mal, die Abweichungen von den Normen geben an, daß es Abweichungen geben muß, damit das System stabil bleibt. Oh, ich wollte jetzt nicht politisieren, aber verdächtig ist das schon alles.
    Eine Lösung fand um 1983 der Jude Milgrom: Paper: cond-mat/9803060
    From: Mordehai Milgrom <fnmilgrm@wicc.weizmann.ac.il>
    Date: Thu, 5 Mar 1998 07:01:34 GMT (10kb)


    Title: Suspension and levitation in nonlinear theories
    Author: Mordehai Milgrom (Department of condensed-matter physics, Weizmann
    Institute)
    Comments: Five pages, Revtex, to appear in Physics Letters A
    \\
    I investigate stable equilibria of bodies in potential fields satisfying a
    generalized Poisson equation: divergence[m(grad phi) grad phi]= source density.
    This describes diverse systems such as nonlinear dielectrics, certain flow
    problems, magnets, and superconductors in nonlinear magnetic media; equilibria
    of forced soap films; and equilibria in certain nonlinear field theories such
    as Born-Infeld electromagnetism. Earnshaw's theorem, totally barring stable
    equilibria in the linear case, breaks down. While it is still impossible to
    suspend a test, point charge or dipole, one can suspend point bodies of finite
    charge, or extended test-charge bodies. I examine circumstances under which
    this can be done, using limits and special cases. I also consider the analogue
    of magnetic trapping of neutral (dipolar) particles.
    (Quelle: http://theory.ipm.ac.ir/preprints/list/cond-mat/9803)


    Gefragt aber darf, was nun mit der Konstante Raum wirklich ist! ist sie undenkbar als Eines, unbeständig wie Leni Riefenstahl oder ein Vakuum mit Vakuumenergie? Was ist der Raum anderes als eine Denkgewohnheit, die uns Irdischen alles erst ermöglicht/zu ermöglichen scheint?

  6. #31
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    AW: Naturwissenschaft - der Ordner

    Dann doch.
    Es ist sehr früh, ungefähr sechs, ich sitze an meinem Schreibtisch, vor mir ein noch leeres Blatt und Gott geht mir nicht aus dem Kopf. Soll er auch nicht.
    Es - oder Er? oder Sie? - ist ganz einfach. Ihr habt viele Gedanken gedacht, jeder nach seinem oder Anderer Vermögen; alt, aus alt mach neu, durcheinander, miteinander, bunt gemischt, kreuz oder so geradlinig, wie Es nur geht. Vielleicht habt Ihr Ihn, Sie oder Es auch getroffen. Ich wünsche Es Euch. In Süddeutschland sagt man, Ihr habt g'scheidld. Scheidln, einen Scheitel ziehen, ist auch spalten: Holz oder Haare.
    Aber nach meiner Meinung ist Sie, Er oder Es zwar nicht begreifbar, ein besseres Wort: Nicht anfaßbar - wer hätte Sie, Ihn oder Es schon jemals gefaßt -, aber durchaus merkbar, denn Sie, Er oder Es, Wer, Was oder Welche Dimension zum Teufel auch immer - Entschuldigung! - ist einfach. So einfach, daß jedes Wesen auf Gottes Boden Sie, Ihn oder Es merken kann. Muß das Wesen auch können - ich setze jetzt den Mensch, Krönchen der Schöpfung, stellvertretend -, denn sonst würde sich Gott widersprechen.
    In Bayern, Gottes gesegnetem Land... Quatsch, jedes Land ist von Gott gesegnet... und das Wasser, die Luft, das Feuer... also in der Mundart, in der ich mich seit langem bewege, ich selbst bin gebürtiger Berliner, heißt merken auch schmecken. Hosd du des g'schmegd? Schmecken ist mein Beruf. Gott sei Dank.
    Wenn ich meine Sinne auf Empfang stelle, schmecke ich besser. Ich schmecke die Wirkungen Gottes. Das ist für mich Sein Beweis. Nicht allein die Güte des Geschmeckten, sondern auch die Vielfalt der Güte. Habt Ihr Euch schon einmal überlegt, wieviel Gütepunkte es auf der Bandbreite des guten Geschmacks gibt? Nehmt nur einmal das Obst. Einfach nicht faßbar, aber immer wohlschmeckend, gut zu merken, obwohl es im Grunde doch immer nur eine Abwandlung des einen Süß-Sauer ist. Eine Gnade, daß der Mensch so viel schmecken darf: Lebensmittel, die Mittel zur Erhaltung des Lebens. Ich habe Ehrfurcht vor ihnen und ich benutze sie mit dem nötigen Respekt. Wenn ich aber die Wirkungen Gottes schmecken kann... darf, dann ist Sie, Er oder Es. Für mich.
    Zum Schluß bemerkt, glaube ich auch noch, besser ich vertraue drauf, daß Gott allumfassenden Humor hat. Ich merke das allein schon an der Form der Lebensmittel. Nehmt nur einmal ein Schaf, ein dummes Schaf?, ein Kamel, einen Hummer, eine Artischocke oder den Knoblauch. Lustig... aber sauguad. Wieviel Hunger muß eigentlich der erste Mensch gehabt haben, der sich überwunden hat, in einen Hummer zu beißen? Hummer-Hunger? Ein Thema, um sich Gott frühmorgens aus dem Kopf zu schlagen. Was nicht geht.

  7. #32
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Naturwissenschaft - der Ordner

    Weiter im Text: Denkgewohnheiten - geometrisches Denken


    Wachstum sei unendlich, behaupten die Anti-Mathusianer. Ich bin einer.


    Eingangs dachte ich, daß Malthus so unrecht nicht haben könne, als er um 1830 anmahnte, Nahrung könne nur arithmetisch (1,2,3,4..) wachsen, die Bevölkerung dagegen nehme geometrisch (1,2,4,8..) zu. Allerdings überdachte Malthus einen entschieden menschlichen Charakterzug, den der analytischen Duplizität. Jesus gab schon an, daß man teilen müsse, um mehr zu besitzen. Daß ausgerechnet dieses englische Rindviech namens Malthus, zudem ein Pfarrer, nichts von der Gabe des Teilens - explicit des Verteilens im Sinne eines Mehr - gehört haben wollte, stieß mir schon damals auf, als ich es erstmals hörte. Aber ich nahm es erst einmal hin, bis ich begriff, wie unrecht M. hatte:
    Eine Zwiebel kann man pellen; es wird nur eine Schale abgezogen. Usw. Aber läßt sich nicht der Zwischenraum zwischen wachsenden Zwiebeln vergrößern, die Schale selbst kann wachsen, ein Feld kann Mehrertrag bringen durch Intension des Wollens, durch die Beharrlichkeit des Anbauers, die Ausbeute wissenschaftlichen Forschens. Reduktion des Wollens in bezug auf die Nutzlast des Abgebens. Wachstum ist unermeßlich, denn der Mensch ist unermeßlich. Eine Regel des Miteinander. Und so kann der Mensch bestimmen, ob er analytisch oder geometrisch sein wolle, wobei das Analytische hier höherentwickelt, weil willensabhängig genannt werden muß. Das Wachstum in Industrie und Landwirtschaft dagegen scheint unermeßlich (geworden zu sein), das Denken ersetzt hier einen Nominalismus der einfachen Zahl: Ein Feld ernährt heute zehn Mal - zudem relativ wetterunabhängig - so viele Menschen wie noch 1830. Die englische Bevölkerung hat sich derweil nur verachtfacht, so daß England inzwischen Überschüsse produziert. Hat M. das überahnt?


    Andere Regeln existieren. Sie sind unseren Denkgewohnheiten vorgelagert, Kant nannte es propädeutet. Regeln scheinen starr, aber eine ewige Regel ist eben das nicht. Eine Regel muß sich bewegen: Aus der Bewegung heraus entsteht etwas. Der Kontext entscheidet mit, aber er entscheidet nicht endgültig, eher rezeptionell. Ich muß es anerkennen. Regeln sind relativ in ihrer praktischen Wirksamkeit, verwirren aber durch die Mutmaßung und die Tendenz, starr zu werden. Sind sie es geworden, so heben sie sich selbst auf. - Das ist ein gesunder Synthetizismus.) Das All beispielsweise kann nur als Aspekt der Regel begriffen werden, daß sich etwas ausdehnt.


    Gott? (Den wollten wir hier außen vor lassen. Das All ist in seiner Entstehung und in seinem Vergehen sehr gut ohne eine letzte vernünftige Annahme zu erklären. Oder will jemand ernsthaft beglaubigen, daß Gott etwas so Unvernünftiges habe erschaffen können, etwas derart Fehlerhaftes?)


    Kurzzusammenfassung. Denken ist frei. Regeln sind Hilfsmittel. Gott ist. M. hat unrecht. ceterum censeo: quilibet praesumitor bonus, also darf der Mensch alles. Amen

  8. #33
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Naturwissenschaft - der Ordner

    Ein paar Worte zu diesem schwierigen Wort mit q, Quantenmechanik.


    Bis vor einigen Jahren noch galt wohl Schillers Satz "Das Hauptsächlichste bei allem Ird'schen Ding ist Ort und Stunde." uneingeschränkt. Das leuchtet jedem ein, denn den Ort kann jeder sehen und die Zeit wird - ja, doch! - intuitiv wahr GENOMMEN. Zeit fließt und bleibt doch. Das ist ihr Phänomen, dieses Bleiben im Gehen.
    Jetzt kamen da ein paar spinnerte Laborratten des Weges und teilten den Raum und die Zeit, meinten, daß leerer Raum (wow!) in potentia sich ereignend sei. Das Ist wird zum Wird. Wir Dichter stehen in Verbindung, zwischen dem Leeren und dem Lehren, zwischen dem Sein und dem Werden. Wir teilen uns mit durch ein Erahntes und Geborgtes. Unscharf?
    Ich kann doch hier nicht gründlicher sein, denn es gibt ja den Grund nicht. Es geht so gut, als ob.
    Jetzt müßte ich nach Schroedingers Katze schreien. Will ich sie herbeirufen, um zu fragen, ob sich Wellen um etwas ausbreiten. Teilchen oder Welle? Und mittenmang die Zeit, die beides umschnurrt.
    Ich werd hier noch ver-rückt, in Räume verrückt, die mich ahnen lassen, daß meine Beobachtungen keinen festen Punkt besitzen, sondern selbst beobachtet werden. (Sie sind unter uns.)


    Mein Denken fließt zurück. Ich will meinen alten Kater Newton wiederhaben. Newton!

  9. #34
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: Naturwissenschaft - der Ordner

    Ich habe auch eine interessante These zur Frage: Wie entstand die Welt?


    Einst wurde ein großer Komet gesichtet. Dieser zog seine ewige Bahn; zweimal schon raste er an der Erde vorbei. Beim ersten Mal löste sich aus der Gegend, wo heute der Stille Ozean döst ein Gesteinsbrocken und bildete fortan den Mond, beim zweiten Mal starben die Saurier.
    Vielleicht war's auch so, daß die Geschichten, die uns in den Schöpfungsmythen überkommen sind, durch die Einflüsse dieses Kometen entstanden, denn ein Komet hat doch nicht eine ein- für allemal feststehende Bahn?!
    Und weiter gefragt, könnten nicht einige Konstanten in der Natur durch große Katastrophen geändert werden, daß sich sozusagen die Parameter unserer Welt durch Verschiebungen der Welt (die Ränder) ändern?

  10. #35
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Naturwissenschaft - der Ordner

    Mars attacks!


    Als vor 13 000 Jahren ein Meteor auf die Antarktis niederging, brachte er etwas mit: Bakterien vom Mars. Die hatte er nach einem Zusammenstoß mit diesem eben im Gepäck.
    1996 fand man drei Arten von Bakterien, die man dem Mars subsumierte:

    • Rückstände eisenhaltiger Kristalle, wie sie nur bestimmte Bakterien absondern, die es sonst in der Antarktis nicht gibt
    • organische Moleküle, wie sie eben von Bakterien gebildet werden und
    • fossile Bakterien, die es in diesem Teil der Antarktis sonst nicht gibt.


    All das veranlaßte Wissenschaftler zu der kühnen Behauptung, daß das Leben auf dem Mars existierte, bis vielleicht eine kosmische Katastrophe dieses auslöschte.
    Ich möchte noch weitergehen und behaupten, daß es möglich ist,.. aber nein. Das überlasse ich Herrn Däniken.

  11. #36
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Naturwissenschaft - der Ordner

    Zwei Dinge habe ich heute gelernt:


    1. 1950 behauptete man Stein und Bein, daß größere Teleskope als die gegenwärtigen (5 m Durchmesser) unsinnig und technisch nicht machbar seien. (Heute gibt es Teleskope mit 10 m Durchmesser und größere sind in Planung.)
    2. Die Erde war einst eine Scheibe. (Die Gesetze der Fliehkraft lassen keine andere Entstehungsgeschichte zu.)


    Gott ist Glaubenssache. Die Physik ist Wissenschaft. Beides läßt sich nicht miteinander verbinden. Aber man darf spekulieren. Und Spekulation ist Spaß.


    Sagte man früher: Im Kosmos entwickelt es sich so und so..., so sagt man heute: Der Kosmos entwickelt sich so und so...


    Raumkontinuum und allgemeine Gesetzlichkeit. Der Zusammenhang? Durch die größeren Teleskope läßt es sich (sozusagen) in weite Zeiten reisen, man kann quasi zuschauen, wie die verschiedenen Galaxien entstehen, eine Entstehungsgeschichte, die sich stets wiederholt. Das läßt hoffen, bald mehr zu wissen.

  12. #37
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    AW: Naturwissenschaft - der Ordner

    "eine Entstehungsgeschichte, die sich stets wiederholt" - ich höre Heraklit raunen, späterhin Nietzsche - letzterer hatte in seine letzten Lebensjahren nicht mehr sehr viel Spass - deswegen frage ich mich, ob es wirklich Grund zur Hoffnung gibt, bald mehr zu wissen...

  13. #38
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    AW: Naturwissenschaft - der Ordner

    Die Erde war einst eine Scheibe!


    Ihrem Wesen nach ist die Erde eine Scheibe. Sie wird es wieder sein. EINST! Der Streit im Mittelalter war einer um das Wesen der Dinge. Galileo irrte! Aber wußte er, daß er irrte?

  14. #39
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    platt wie eine Flunder?
    ein Pfannkuchen?
    hm, ob Du da nicht wieder was vom Zaun brichst - dachte die Geschichte sei durch und gefressen... - dachte eher auch an eine Spirale... - oder vielleicht ein Laufrad und wir lauter kleine Hamsterlein - oder auch Ratten...

  15. #40
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    AW: Naturwissenschaft - der Ordner

    Galilei und all die Anderen hatten Unrecht! Behaupten jedenfalls kluge Menschen. Wobei im Moment mehr für die Hohlerde spricht ( die Internet-Suche mit dem Stichwort "Hohlerde" sorgt für stundenlange höchst lustige Unterhaltung:

    http://www.alaska.net/~clund/e_djubl...rthsociety.htm http://home.t-online.de/home/knebelsiek/Z0073.HTM

  16. #41
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    Post Naturwissenschaft - der Ordner

    Neues vom Mann im Mond: Wie aus gut unterrichteten Kreisen bekannt wurde, haben die transienten Monderscheinungen, sog. Lichtausgleichsflackern, ihren Ursprung darin, daß jemand unter der Mondoberfläche lebt und eben mal entlüftet. Besonders häufig sind diese mehrfach gesichteten Lichtsignale in den Kratern GASSENDI und ARISTARCH, was darauf schließen läßt, daß dort Zentren der Mondbevölkerung verortet werden müssen.

    P.S. Prosaischere Naturen glauben an Erdbeben mit folgenden Eruptionen.

  17. #42
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    Nach 30 Jahren: Pioneer 10 antwortet noch

    Washington (dpa/WEB.DE) - Botschaft vom Rande des Sonnensystems: 30 Jahre nach dem Start der Raumsonde Pioneer 10 hat die NASA Funkkontakt zur 11,9 Milliarden Kilometer entfernten Sonde hergestellt.

    Techniker des NASA-Deep-Space-Netzwerks in Goldstone (US-Staat Kalifornien) funkten eine Botschaft an die Sonde - die Antwort registrierte eine spanische Radioantenne 22 Stunden später auf.

    So lange benötigen die Funkwellen inzwischen für die Reise zur Sonde und zurück. Pioneer 10, die als Gruß an mögliche fremde Zivilisationen eine Goldplatte mit dem Abbild der Menschen trägt, hat die Grenze unseres Sonnensystems erreicht und steuert in den Kosmos hinaus.

  18. #43
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: Naturwissenschaft - der Ordner

    Und ich dachte immer, daß Universum wäre eine Kugeloberfläche - sozusagen die Oberfläche eines Ballons, der mit Zeit aufgeblasen wird.

    Für Roberts Glaube an die Hohlerde (wobei wir *innen* sind) muß ich wohl die Verantwortung übernehmen...

  19. #44
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    AW: Naturwissenschaft - der Ordner

    Wie es anfing


    Wir stammen ja vom Affen ab, jedenfalls populärwissenschaftlich gesprochen; in Wirklichkeit weiß man es nicht so genau, aber zumindest waren wir einmal, vor langer Zeit, viel behaarter und dümmer, konnten aber besser klettern. Wie wir zu dem geworden sind, was wir nun sind - Computeruser, Mobiltelefonierer, Umweltzerstörer - ist schwer zu sagen. Ist unser Gehirn eine Art Geschwür, das sich eines Tages ohne erkennbare Ursache ausgebreitet hat, und zwar mit unabsehbaren Folgen? (ob dieser Tumor als gutartig oder bösartig anzusehen wäre, hängt dabei sicher von der Betrachtungsweise ab). Hätte es genausogut unsere Leber treffen können, so daß wir nun zwar nicht so klug wären, aber viel mehr Gegorenes vertragen könnten?
    Fragen über Fragen. Fest steht, daß die Menschheit eine enorme Veränderung durchgemacht hat - die Vegrößerung des Gehirns und der intellektuellen Kapazität ließ Dinge entstehen, Konzepte, Abstraktionen, Moral - Dinge, die vordem noch völlig unbekannt waren. Jahrmillionen waren vergangen, ohne daß der Unterschied zwischen Gut und Böse jemandem aufgefallen war; es siegte, wer die besseren Muskeln hatte, schneller war, besser.
    Wer kam wohl zuerst auf die Moral? So spontan wie sich die menschliche Intelligenz zeigte, ist das durchaus anzunehmen, oder zumindest ist es literarisch interessant, davon auszugehen. Wie gesagt, es wird dem ersten Menschen, also dem ersten wirklichen MENSCHEN - der die menschlichste aller Regungen kannte, nicht gut ergangen sein - vielleicht war es folgendermaßen.


    Der Mitleidige war in seinem Stamm derjenige, der meistens die Menschenopfer festhielt beim Ritual; das war, weil er so kräftig war. Jedes Jahr zur Sommersonnenwende, genau um Mitternacht, wurde einer der jungen Männer auf den Opferstein gelegt, am Gipfel des Hügels, der die Lagerstätte überragte. Ein großes Ereignis war es jeweils; der gesamte Stamm ist versammelt um die Stätte: vorne die Männer mit den ernsten, vom harten Leben gezeichneten Gesichtern, flachen Stirnen noch und stämmigem Körperbau; weiter hinten die Frauen - in diesem Moment bekommt für gewöhnlich die unglückliche Mutter des Betreffenden einen hysterischen Anfall: zwar ist es eine Ehre für ihre ganze Familie, aber dennoch, man hat dafür Verständnis - ganz hinten die Kinder, die nichts sehen können mit all den großen Leuten vor ihnen, die aber immerhin den Schrei hören: die folgenden Nächte schlafen sie schlecht.
    Er war derjenige, der den Ankömmling in Empfang nahm und ihn mit dem Rücken auf den Stein legte; dann hielt ich seinen rechten Arm fest, und sein älterer Bruder, der noch ein wenig größer und stärker, faßte den linken. Die meisten wehrten sich kaum: auch für sie war es eine Ehre, wenn auch nur kurz, und außerdem hatte man ihnen einen einschläfernden Kräutertrank verabreicht.
    Doch auch der wirkte nicht mehr, wenn sie das große Messer hoch über ihrer Brust geschwungen sahen: dann schrien sie und wanden sich, daß sie beide alle Kräfte zusammennehmen mußten, um sie auf dem Platz zu halten. Doch der Moment war ja schnell vorüber. So war das immer gewesen, seit Urzeiten. Es schien zu helfen, denn die Götter waren dem Stamm gnädig gewesen und immer eine Herde Büffel in die Nähe geschickt, wenn der Hunger groß und die Lage aussichtslos schien, so daß die Priester sich zum Opfer entschlossen.
    Wie dem auch sei: bei diesem Mal fing alles an wie immer: taumelnden Schrittes näherte sich der Erwählte. Es war ein gut gewachsener junger Mann: kein besonders guter Jäger, aber unauffällig und schweigsam. Nun aber war alles, was in seinem Gesicht übriggeblieben war, eine zielloses Entsetzen. Man nahm ihn in Empfang und preßte seinen Rücken auf den kalten Stein; in diesem Moment waren die Erwählten für gewöhnlich starr vor Entsetzen. Auch dieser: so wie er nun auf dem Rücken lag, schien er ein Toter, der nur aus Versehen noch atmet.
    Der Mitleidige faßte ohne bestimmte Absicht sein Handgelenk - und spürte unter der behaarten Haut den warmen Pulsschlag, mit unnatürlicher Ruhe und Gleichmäßigkeit pochte sein Herz, als ob es eingesehen hätte, daß für die letzten Schläge keine besondere Anstrengung mehr nötig wäre.


    Und da fühlte er etwas nie gekanntes. Es war ihm, als läge er selbst da auf dem Stein, hilflos, mit einem Rest von Todesangst im verhängten Blick, einem sinnlosen Flehen? mit einemmal fühlte er mit diesem Anderen, war dieser Andere, ein armer Mensch, den andere arme Menschen töteten. Er blickt in das verhangene, kaum sich noch offen haltende Auge des Erwählten? Dann, plötzlich, warf er sich mit einem verzweifelten Stöhnen warf er sich über ihn, weinend, wimmernd - es mischte sich in ihm der Schmerz über das Schicksal des Anderen und über die Unfähigkeit, seinem Empfinden Ausdruck zu geben, denn diesen Ausdruck gab es noch nicht.
    Der Priester, in sein bestes Fell gekleidet, schärfte noch den Keil und sah verwundert auf den Mitleidigen herab, der schwitzend und keuchend das Opfer umarmte. Er versuchte, ihn fortzuziehen, doch schützend legte der Mitleidige sich auf das Opfer, Flehen im Blick. Die Menge grollte, leise, wie ferner Donner - wie ein unwirscher Gott. Was geschah daß Die Götter würden zürnen! Auch der Priester zürnte - drohend schwang er den Faustkeil gegen den Ungehorsamen.
    Hat der Mitleidige da gespürt, wie einsam er war? Auf der ganzen Welt gab es - für ihn- noch kein Mitempfinden, kein Verstehen. Die Bäume, die Tiere schwiegen wie sie es immer taten. Die Menschen - waren noch stumpfe Natur. Hätte er als einziger gesprochen - sie hätten es nicht verstanden. Niemand hätte ihn verstanden. Niemand verstand ihn. Er war fremd, ein Vorreiter.
    Doch dann, siehe da! Ein Strahlen ging über das Gesicht des Priesters. Er verstand! Schnell hatte er den Mitleidigen hochgezogen, fort von dem blutigen Stein, dann den Erwählten, erschöpft standen sie alle drei. Schweigen ringsum. Dann gab der Priester dem Erwählten ein Zeichen, und gemeinsam packten sie den überraschten Mitleidigen. Seinen rechten Arm hielt der Erwählte, hart auf den Stein, den anderen der Bruder. Das Messer blitzte im Licht der Fackeln, ein wahnsinniger Schmerz, und das Blut des ersten Menschen spritzte.




    Und dann - wer weiß, welches die nächste Stufe sein wird, die uns Menschen als Barbaren wird dastehen lassen? In welchen Kerker werden wir denjenigen werfen, der das Neue als erster in sich spürt?

  20. #45
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    AW: Naturwissenschaft - der Ordner

    Zeit kann nicht dicht sein, weil Zeit Bewegung ist. Aber das hatten wir hier schon mal in einem ausführlichen Physik-Philosophie Ordner. Schrödingers Kätzchen lassen grüßen.

  21. #46
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    Ich lese dieses Buch fertig, schreibe noch ein paar Anmerkungen dazu, arbeite die kosmische Evolutionstheorie der Geheimlehre mit ein und garniere das Ganze, indem ich es einmal von rechts nach links und dann von rechts nach links laufen lasse. Oder zweimal von Links nach Rechts, großgeschrieben, klein geschrieben, gar nicht geschrieben. Das alles wird dem Verschwörungsbuch subsumiert; schließlich ist noch keiner auf die Idee gekommen, daß die Evolutionstheorie nichts anderes als eine große Verschwörung zur Knebelung des Geistes abgibt. Ich sage nur INSELAFFEN - für alle, die diesen hermetischen Witz nicht verstehen können --> das fehlende Glied in der Evolutionstheorie zwischen Affe und Mensch gibt nach Meinung so manchen Deutschen, der die britischen Inseln besuchte, der homo eriginus britannicus ab.

    Die kosmische Evolutionstheorie der Helena Blavatsky, die Strophen des Dzyan I und II





    • Die ewige Mutter, geh?llt in ihre immer unsichtbaren Gewande Hallo Lilith! Hier treffen wir uns wieder!, hatte wieder einmal während sieben Ewigkeiten geschlummert.
    • Es gab keine Zeit, denn sie lag schlafend in dem unendlichen Schoße der Dauer.


  22. #47
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    AW: Naturwissenschaft - der Ordner

    Kürzlich arbeitete ich zu Vernadski. Es ist immer wieder interessant, wie sich menschlicher Geist geriert. Vernadski ist ernstzunehmen, gleichwohl SEIN Ansatz zur Erklärung der Entstehung der Arten bestenfalls grenzevolutionärbejahend genannt werden kann. Anstoß aus dem All!

    Ich verfolge das weiter.


    VERNADSKI, Wladimir
    um 1931
    sowjetischer Gelehrter
    - veröffentlichte 1931 in der "Iswestija akademii nauk" einen gegen das vorherrschende Paradigma über die Entstehung des Lebens gerichteten Artikel
    - bezeichnet jedes Leben als einen untrennbaren Bestandteil der belebten Materie, so daß die Frage entsteht, wann die Biosphäre, als lebendiger Ausschnitt unseres Planeten, entstanden ist (Abiogenese)
    - widerspricht dem Prinzip Redis aus dem 17. Jahrhundert (omne vivo e vivo) und nennt es eine empirische Verallgemeinerung unseres gegenwärtigen Wissens, was keine ewige Bedeutung haben müsse
    - stellt eine Verbindung zwischen dem Redischen Prinzip und dem Satz von der Erhaltung der Masse (Die Materie ist konstant in ihrer Masse; sie kann nicht entstehen oder vergehen.) her und bestimmt den Bereich und die Bedingungen, im Rahmen derer es keine Abiogenese gibt nach Redi ist eine Urzeugung nicht möglich, weil immer ein Lebendiges vorangegangen sein muß

    biologische Funktionen der Biosphäre

    1. Gasfunktion ? Gase entstehen und vergehen auf biogenem Wege
    2. Sauerstoffunktion ? Bildung freien O2 aus CO2 und H2O
    3. Oxydationsfunktion ? sauerstoffärmere Verbindungen oxydieren in der Athmosphäre
    4. Kalziumfunktion ? Ausscheidung von Kalzium in Form von Salzen
    5. Reduktionsfunktionen ? Bildung von Schwefelverbindungen H2S und FeS2 aus Sulfaten
    6. Konzentrationsfunktion ? einige Elemente werden aus lockeren Verbindungen in Agglomerate (?) überführt
    7. Verwesung nach dem Tod und Freisetzung organischer Stoffe
    8. Spaltung organischer Verbindungen unter Freisetzung von H2 S, CH4 und H2
    9. Funktion des Metabolismus (Stoffwechsel) von Organismen (Aufnahme, Ausscheiden)


    Schlußfolgerung:
    - da kein Organismus in der Lage ist, alle diese Funktionen gleichzeitig auszuüben, muß es einen Anfang gegeben haben, mußte auf einmal ein Komplex lebender Formen entstanden sein, der sich danach zur heutigen lebenden Natur entfaltet hat ? damit widerspricht Vernadski Redi
    - sucht nun Argumente, die eine Entstehung des Lebens durch Schöpfung beziehungsweise Katastrophe bestätigen
    - lebende Materie ist im Gegensatz zu toter beziehungsweise anorganischer (Gesteinen, Kristallen etc.) dissymmetrisch, d.h. eine Achse in der Struktur herrscht vor, die rechte oder die linke, zumeist die rechte
    - lebende Organismen haben eine Dominanz der Rechtsachse, weil z.B. die Pole rechtsdrehend sind u.a. physikalische Erscheinungen (Lichtstrahldurchgang, Antipodenhinwendung...), was Vernadski zu dem bereits von Curie und Pasteur entdeckten Prinzip führt, daß Dissymmetrie nur unter dem Einfluß einer Ursache auftreten kann, die ebenfalls über Dissymmetrie verfügt
    - aus der irdischen anorganischen Materie kann also gemäß dieser These kein Leben entstanden sein, die Erde benötigte einen äußeren Anstoßer

    Entstehung von Leben auf der Erde durch:
    1. besonders und heute nicht mehr vorherrschende physikalisch-chemische Erscheinungen und Prozesse
    2. es entstand eine Gruppe von Einzellern, die Grundlage alles späteren Lebens wurde
    3. diese mußte asymmetrisch entstanden sein und über eine rechte Dissymmetrie verfügen

  23. #48
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    Post Naturwissenschaft - der Ordner

    Ursprung des Universums

    urknall - nichts - etwas:

    dass etwas (da) ist, erstaunt mich nicht; ist doch 'etwas' unendlich wahrscheinlicher als das (immer totale) nichts; dass nichts wäre, ist unendlich unwahrscheinlich; weil von allen unendlich vielen zuständen nur ein einziger dem (immer totalen) nichts entspräche!

    das nichts ist unendlich labil, zerfällt also sofort in etwas!

    dazu braucht man keinen schöpfer.

    es ist also nichts natürlicher und selbstverständlicher als dass da etwas sei.

    (c) eulenspiegel.

  24. #49
    rodbertus
    Status: ungeklärt

    AW: Naturwissenschaft - der Ordner

    Diese Seite beinhaltet Indizien: http://www.unsolved-mysteries.net/rundgang/01_01_03.htm
    Ist der Mensch sehr viel älter als das Schulwissen es vermittelt?

  25. #50
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    AW: Naturwissenschaft - der Ordner

    http://www.ftd.de/forschung/118609.html

    Nobelpreis für Physik an Forscher, die mit Hilfe eines Satelliten tausendstel Grad Unterschiede im All messen, Klumpen in der Suppe, und nun behaupten, daß dies der Beweis für einen Urknall sei. Das Alter des Kosmos wird mit 13,7 Milliarden Jahren angegeben.

    1. Wärmere Stellen beweisen keinen Urknall, der aber dennoch immer noch die wahrscheinlichste Annahme zur Erklärung der Entstehung unseres Alls abgibt.
    2. Was war vor der Entstehung der Welt?

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