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Thema: Naturwissenschaft - der Ordner

  1. #51
    rodbertus
    Status: ungeklärt

    AW: Naturwissenschaft - der Ordner

    die ewige diskussion zwischen kreationisten (glauben an eine schöpfung aus dem nichts) und evolutionisten (glauben an eine schöpfung aus dem nichts)... hier eine neue episode: http://www.heise.de/tr/artikel/93899

    derweil sitzen doch beide der irrigen annahme auf, die welt sei irgendwann entstanden. wie wäre es mit der den geist überfordernden these, die welt sei ewig, unentstanden, was das entstehen und vergehen einzelner sterne und planeten nicht ausschließt?

  2. #52
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    AW: Naturwissenschaft - der Ordner

    von caroly gibts noch eine enzyklika derzufolge glaube nur über die wissenschaft kommen könne. es sei sozusagen nur noch nicht genug geforscht worden...


    im übrigen finde ich däniken und stargate auch nicht dumm: wenn man sich ba-al im wiedergeburtssarg anschaut, ist das ebenso glaubwürdig und ja, trifft sich mit dem immer schon vorvergangenen sein des unentstandenen.


    die biblische schöpfungsgeschichte enthält keine ausführungen dazu, was gott möglicherweise auf anderen planeten gewirkt hat und gibt allein eine erdensicht wieder.
    die experimente, die zunächst dabei fehlgeschlagen sind, werden auch ziemlich naturwissenschaftlich berichtet: adam allein - der androgyne - war nicht glücklich, das labor paradies - mit der rippeneva - lief aus dem ruder und es mußte nur dringend das geheimnis der "unsterblichkeit" durch zerschlagung des labors gerettet werden, kain erschlug gleichmal den abel und mit den nachfolgern kains war so ein ärger, daß alles bis auf noah und die zweiercrews erstmal wieder zerstört wurde. dieser experimentelle charakter wiederspricht jedem absoluten schöpfungsgedanken. trial & error lassen eher darauf schließen, daß sich hier ein menschlein anderer intelligenz an der anlegung eines gürtleins versuchte, wie tausend alien-kleingärtner anderswo im universum auch. das entspräche den fraktalen: auch der aliengärtner sitzt nur im labor eines größeren...


    der größte aber, der kosmische, ist der kosmos selbst, der unbewegte beweger, der ungezeugte zeuger. ich sage dazu gott - aber vielleicht ist auch hier schweigen gold (ist jetzt mein lieblingsmotto)

  3. #53
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Naturwissenschaft - der Ordner

    eine ungeheuerliche behauptung:
    erstellt bei heise: manche Naturgesetze [können sich] im Laufe der Zeit verändern
    soll alles nur relativ sein? oder gibt es sie, die konstanten, die immer und überall gelten?
    einen kontext, einen bedingungsrahmen benötigt jedes gesetz. aber es muß konstanten geben, anders wäre denken fruchtlos, denn jeder könnte dieses nur auf die invarianzen hin aushebeln, die schlechterdings unmöglich wären.

  4. #54
    Tochter aus gutem Hause
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    AW: Naturwissenschaft - der Ordner

    nicht das betrachtete ändert sich, sondern die erkenntnismöglichkeiten des betrachters - sei darob ohne sorge

  5. #55
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Naturwissenschaft - der Ordner

    erstellt von http://www.spiegel.de/wissenschaft/n...577019,00.html: Allerdings meinen manche, daß diese Grenze gar nicht so starr ist, wie es den Anschein hat. Die Physiker Steve Lamoreaux und Justin Torgerson vom Los Alamos National Laboratory haben Daten eines alten natürlichen Atomreaktors analysiert, der vor zwei Milliarden Jahren im heutigen Westafrika eine mehrere Hunderttausend Jahre anhaltende Kernspaltung in Gang setzte. Sie verglichen davon zurückgebliebene radioaktiven Isotope mit denen ähnlicher Vorgänge aus heutiger Zeit und ermittelten dabei, daß sich die physikalische Konstante Alpha (auch als die Feinstrukturkonstante bezeichnet), als die Determinante der elektromagnetischen Kraft, offenbar in den letzten zwei Milliarden Jahren verändert hat. Nun ist die Lichtgeschwindigkeit umgekehrt proportional zu Alpha, und beide gelten als wirklich feste Konstanten.


    Alpha scheint jedoch im Verhältnis 4,5 zu 108 abgenommen zu haben. Sollte sich das bestätigen, so würde dies bedeuten, daß die Lichtgeschwindigkeit zugenommen haben müßte. Andere Studien legen ähnliches nahe, und derzeit führen Forscher in Cambridge ein Laborexperiment durch, um zu ermitteln, ob wir die Lichtgeschwindigkeit durch technische Eingriffe beeinflussen könnten.
    es ist beruhigend: konstanten haben einen gültigkeitsbereich. das macht die welt unendlich groß.

  6. #56
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Naturwissenschaft - der Ordner

    Mit seinem Buch "Jenseits des Zufalls" will der britische Paläobiologe Simon Conway Morris das Darwinsche Postulat der nicht fortschreitenden, sondern bloß existierenden Evolution anprangern. Allerdings ist Morris kein Kreationist. Morris ist der Ansicht, es gäbe eine Art gerichteter Entwicklung und man könne von evolutionärem Fortschritt sprechen. Schließlich folgert er, daß ein Wesen wie der Mensch entstehen mußte. Aber er erklärt nicht, wie der Sprung vom Affen zum Menschen erfolgte, nur, daß es ein Wesen nach dem Affen geben mußte, gleichwohl er hier die unbewiesene These vom Menschen als dem älteren Wesen außer acht läßt. Er beweist seine These mit Konvergenzen: das Entstehen ähnlicher Merkmale auf verschiedenen Pfaden. Berühmtestes Beispiel: das Auge. Es war kein Kreationist, der die Möglichkeit, sich Lichtwellen zum Erkennen der Außenwelt, also zum Sehen zunutze zu machen, "erkannte", nein, die Wissenschaft nennt dieses Wesen eben den Vorgang selbst, die Evolution. Das ist postmoderne Mythologisierung. Und in der Tat gab es verschiedene Wege zur Entstehung des Auges (das Komplex- oder Facettenauge der Gliederfüßler entwickelte sich mehrmals unabhängig voneinander).
    Belege für seine Konvergenztheorie fand Morris in allen bereichen der Tierwelt. Aber Morris bleibt den Beweis schuldig. Es ist ein Unterschied, ob man einerseits behauptet, es kämen aus einer scheinbar endlosen Zahl von Möglichkeiten nur wenige in Frage oder ob es eine zielgerichtete Entwicklung zu der einen Art gegeben habe. Was aber, könnte man dagegen einwenden, wenn diese Entwicklung gar nicht erst in Gang gekommen wäre?


    Es fehlt an dem Zwischenschritt von der Evidenz der Konvergenz zur Gerichtetheit der Evolution. Gott? Der Demiurg? Die Gesetzlichkeit der Natur? Morris personifiziert nicht, nennt keinen Gott als Verursacher. Die zahlreichen Beispiele der Konvergenz allein vertragen sich nämlich immer noch mit dem Prinzip zufälliger Mutation und nachträglicher Selektion, wie es der strenge Darwinismus postuliert. Zufall also? Nein, genau diese Annahme greift Morris argumentierend an. Also Metaphysik. Doch den salto mortale kann Morris nicht leisten. Metaphysik führt zu Gott. Wenngleich, britisch-dezent, charming Morris!, ein planfreier Gott. Wir Menschen müssen antithetisch denken, wenn wir kritisch sein wollen. Spielt Gott da mit?


    Fazit: Die Evolutionstheoretiker kommen nicht von der Stelle, finden die entscheidenden Zwischenglieder für ihre Thesen nicht und müssen weiter hin- und herspringen. Viel Arbeit, viele Geld, viele Jahre Beschäftigung, aber kein Weiterkommen in substanziellen Fragen. Das nennt man Leben. Aber sie sollten nicht so tun, als ob sie wüßten, wie es entstand oder wie es sich entwickelte.

  7. #57
    kls
    Status: ungeklärt

    AW: Naturwissenschaft - der Ordner

    Robert, wie uns allen bekannt sein sollte, ist eine Theorie nur dann als wissenschaftlich anzusehen, wenn Bedingungen wie: Konsistenz, Sparsamkeit, Nützlichkeit, empirische Prüfbarkeit, Falsifizierbarkeit, Beobachtbarkeit, oft in der Form kontrollierter, wiederholbarer Experimente, Korrigierbarkeit, Dynamik, Progressivität und Vorläufigkeit gegeben sind.


    All das trifft auf die Evolutionstheorie zu. Nichts davon trifft auf Theorien zu, die einen, wie auch immer, gearteten Glauben voraussetzen.


    Deswegen nennt man die eine Herangehensweise ‚Glauben’, denn der muss keine Bedingungen erfüllen. Er darf unscharf, verschwenderisch, unnütz, unüberprüfbar, unkorrigierbar, starr, endgültig und mit Ewigkeitsanspruch versehen sein. Die Methodik hingegen muss Regeln einhalten und darf nichts als gegeben voraussetzen, was nicht beweisbar ist, nach den (vorläufigen) Gesetzen der Wissenschaft. Glaube darf unlogisch sein.


    Erstaunlich ist nur, dass viele Wissenschaftler an Gott glauben.

  8. #58
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Naturwissenschaft - der Ordner

    tja, karlchen, dann schau mal auf die halbwertzeit der empirischen theorien. die evolutionstheorie ist bis heute nicht bewiesen, deshalb heißt sie auch "-theorie". und sie kann viele probleme der entstehung der arten nicht erklären (ich sag nur "missing link"). der glauben dagegen hat sich in der menschheitsgeschichte als eine konstante erwiesen, obwohl auf ihn die von dir genannten kriterien nicht zutreffen, sie zweifellos versagen müssen. glauben basiert auf einem gefühl für die schlechthinnige abhängigkeit von kräften, die man selber nicht steuern kann. der postmoderne mensch hingegen hält sich für einen, in fehlinterpretation von nietzsche, übermenschen, der kraft seiner rationalen fähigkeiten welt erklären zu können glaubt, u.a. mit hilfe von relativitäts- und evolutionstheorie. mal abgesehen davon, daß darwin theologe war und einstein an ein höheres wesen glaubte, ist das die hybris des postmodernen menschen, die auch in diesem ordner eifrigst urständ feiert.


    menschen neigen dazu, sich die welt mit hilfe ihres verstandes passend zu machen. das ist auch lebensnotwendig. allerdings ist der grund ihrer erkenntnissuche nichts anderes als der glaube an ein höheres, das sie nicht theoretisch falsifizieren konnten und können, obwohl es immer wieder versucht wird.

    herr popper ist mir ein begriff.

  9. #59
    kls
    Status: ungeklärt

    AW: Naturwissenschaft - der Ordner

    Diese Halbwertszeit empirischer Theorien ist genau das, was sie adelt und "wahrer" macht, als Glaube. Wissenschaft ist nicht starr, sondern überprüft sich ständig selbst. Das Konstante an Religionen muss nicht positiver sein als Schweißfüße. Die sind genau so konstant wie Dummheit, Blinddarm, Grausamkeit etc.


    Ich glaube an egal wie wir es benennen, Einheit hinter der Zersplitterung meinetwegen auch Gott. Kretinismus, intellent Disein sind die Schweißfüße der Verblüffung ob der Tatsache unserer Existenz.


    Die Evolutionstheorie ist bewiesen. Man kann sie beobachten und messen. Ist es denn so schwer einzusehen, dass es keinen Zeigefinger eines Gottes bedarf, einen Adam zu beleben?

  10. #60
    rodbertus
    Status: ungeklärt

    Cool AW: Naturwissenschaft - der Ordner

    ist sie eben nicht, weil sie zwar vieles zu erklären vermag, etliches aber nicht. sie könnte beispielsweise nicht das vorhandensein zweier humanoider lebensformen auf einem planeten erklären, sofern es das irgendwo gäbe. vielleicht gibt es das, vielleicht nicht. wir wissen es nicht. die chinesen behaupten beispielsweise allen ernstes, daß ihr vorfahre, der peking-mensch NICHTs mit dem homo sapiens gemein habe. die chinesen widersprechen damit der evolutionstheorie, die doch eben klare verhältnisse bei der hackordnung der arten und rassen fixiert und u.a. behauptet, es könne sich nur einer an die spitze der nahrungskette stellen.
    ich nehme an, daß du aufgrund deiner chineseischen erfahrungen anzweifelst, ob die chinesen überhaupt zur menschlichen rasse gezählt werden dürfen. insofern würde sich dein glaube an die evolutionstheorie als einer durch und durch nachgewiesenen theorie auch bestätigen. bretter, bretter, bretter...

  11. #61
    Dirk
    Status: ungeklärt

    Lightbulb AW: Naturwissenschaft - der Ordner

    Gerade die "missing links" haben zum "Erfolg" der Evolutionstheorie beigetragen, wurden doch inzwischen ca. 1000 entdeckt. Selbst die Kritiker verwenden sie heutzutage kaum noch als Gegenargument.

  12. #62
    rodbertus
    Status: ungeklärt

    Lightbulb AW: Naturwissenschaft - der Ordner

    Unbestritten ist das eine gute Theorie. Aber vergessen wir nicht, daß es nur eine Theorie ist, die vieles zu erklären vermag. Das Bohrsche Atommodell vermag das auch und wird von daher auch in der Schule genutzt. Unbestritten ist auch der Erfolg dieser Theorie, aber wir verlassen den Boden der Wissenschaftlichkeit, wenn wir sie zur Erklärung aller Erscheinungsformen in der Natur herbeiziehen.

    die evolutionstheorie nimmt für sich in anspruch, die entstehung sämtlicher arten erklären zu können. ihr erfolg besteht darin, daß sie es zu einem gutteil kann. aber sie kann es nicht für alle arten. und das macht die ganze theorie hinfällig. die missing links, tatsächlich wurden zahlreiche lücken geschlossen, aber dadurch wurden nurmehr neue lücken aufgerissen, belegen nur die unmöglichkeit einer jedweden theorie, allgemeingültigkeit in anspruch nehmen zu können. dennoch ist diese evolutionstheorie bislang das beste modell, weiter forschen zu können, eine richtung zu haben, die noch viele erkenntnisse zutage fördern wird.

  13. #63
    kls
    Status: ungeklärt

    AW: Naturwissenschaft - der Ordner

    Also Robert, Du hast aber verdammt viele krude Ideen. Bist Du gar ein Neokreationist? Besch?ftige Dich mal mit der Theorie der Theorie. Sie bedeutet im wissenschaftlichen Sinne keineswegs nur eine Hypothese oder Vermutung, sondern ein nachweislich widerspruchfreies Model, welches eine Menge Kriterien erf?llen muss, um ?berhaupt ernst genommen zu werden. Der Begriff „Theorie“ wird im Alltagsgebrauch schwammig benutzt und das Argument: „Blo? eine Theorie“ ist irref?hrend. Die Theorie vom Spaghettimonster w?re demnach auch eine gleichwertige Theorie, aber kein Mensch glaubt daran.


    Die Evolutionstheorie ist keine Vermutung, sondern ein harter Fakt und erklärt Vieles. Warum sollte die Evolution denn ausgerechnet beim Menschen eine Ausnahme gemacht haben und einen göttlichen Eingriff erfordern? Es besteht keine Notwendigkeit und das widerspricht auch dem Prinzip der Sparsamkeit (Ockhams Rasiermesser)


    Es ist menschliche Vermessenheit, wenn ein Mensch den Menschen über die Naturgesetze stellt und nach Sonderregeln schreit.

  14. #64
    rodbertus
    Status: ungeklärt

    AW: Naturwissenschaft - der Ordner

    ich betrachte alle theorien mit skepsis. ich kann an eine schöpfung aus dem nichts genausowenig glauben wie an den gedanken, daß alles schon immer da war. aber wenn ich mich zwischen beiden entscheiden müßte, würde ich den gedanken vorziehen, daß alles schon immer da war. aber glücklich bin ich damit auch nicht. doch in diesem ordner geht es nicht um glauben. dein glaube an die vollständige zutrefflichkeit der evolutionstheorie wird von mir nicht geteilt. da magst du noch so oft basta rufen. wenn ich mir die geschichte der menschheit in den letzten hundert millionen jahren anschaue, dann möchte ich doch anzweifeln, ob wir uns irgendwie weiterentwickelt haben. ja, wir haben computer und werden hundert jahre alt, aber haben wir uns verbessert? am ende sprengen wir uns noch selber in die luft, weil wir ja gemäß evolutionstheorie zu besseren wesen geworden sind. nö, tut mir leid, ich kann im menschengeschlecht keine grundlegende verbesserungsrichtung erkennen.

  15. #65
    Dirk
    Status: ungeklärt

    AW: Naturwissenschaft - der Ordner

    Zitat Zitat von rodbertus
    ...
    die evolutionstheorie aber nimmt für sich in anspruch, darüber hinaus die erklärung SÄMTLICHER arten erklären zu können. das ist so größenwahnsinnig wie falsch.

    Du wirfst einfach mal Darwins Ursprungslehre und Evolutionstheorie/-biologie als moderne Wissenschaft in einen Topf. Seriöse Wissenschaft wird niemals behaupten, alles erklären zu können, das unterscheidet sie nämlich von der Religion!
    Wer hier größenwahnsinnig ist, steht jedenfalls außer Frage. Wer bist Du denn, dass Du Dir anmaßt, über Dinge zu schwadronieren, von denen Du nicht den Hauch einer Ahnung zu haben scheinst?
    Von mir aus erkläre, dass Du die Evolutionstheorie mit Deinen religiösen Gefühlen nicht in Einklang bringen kannst und sie daher ablehnst aber unterlasse es bitte, sie auf solch plumpe Art und Weise widerlegen zu wollen.

  16. #66
    kls
    Status: ungeklärt

    AW: Naturwissenschaft - der Ordner

    Zitat: „der glauben dagegen hat sich in der menschheitsgeschichte als eine konstante erwiesen“

    Ja, als Konstante der Lüge, Dummheit und Unterdrückung. Die Erde ist flach. Nein? Na gut, aber dann ist sie eben rund aber dennoch der Mittelpunkt des Universums. Nein? Na gut, aber die Sonne ist das Zentrum. Auch nicht? Aber wir sind dennoch unfehlbar und deswegen verbrennen wir erstmal alle Kritiker.

    Wie viel Leid und Falschheit im Namen des Glaubens. Aber er ist konstant. Ha. Scheiße fressende Fliegen sind auch konstant. Konstanz ist doch kein Argument für, sondern gegen.

    Wissenschaft ist nicht konstant und verbrennt auch keine Kritiker. Sie sucht Wahrheit dort, wo andere sich mit dem erstbesten tröstlichen Glauben begnügen.

    Robert, ich glaube (hoffe) dass Du hier nur provozieren willst.

  17. #67
    rodbertus
    Status: ungeklärt

    AW: Naturwissenschaft - der Ordner

    selbstverständlich verbrennen auch wissenschaftler andere. diejenigen, die nicht zum diskurs zugelassen werden, sich aber dennoch wissenschaftlich mit anderer lehrmeinung auseinandersetzen, wissen ein lied davon zu singen. das liegt im wesen der wissenschaft, daß sie dogmen hervorbringt, wie unter anderem das einer flachen erde.die kirche, die selber nur an den rändern etwas mit religion zu tun hat, hat EINE wissenschaftliche lehrmeinung übernommen und somit dabei geholfen, die welt dogmatisch erklären zu können. wo liegt der unterschied zur heutigen dogmatisierung der evolutionstheorie als einer schablone zur erklärung der entstehung der arten?

    von konstanz ist hier auch kaum die rede, sondern von gewohnheiten. das bitte ich zu unterscheiden. ich werfe auch keineswegs evolutionstheorie und anderes in einen topf udn verrühre beides. ich habe hier keinen glauben GEGEN die evolutionstheorie gesetzt, sondern nur behauptet, sie könne nicht die entstehungsgeschichte sämtlicher arten vollständig erklären. genau das aber will sie, nebentheorien hin oder her. ihre substanz will das. das schafft vielen natjurwissenschaftlern arbeit auf jahrzehnte, weil die versuchen, die lücken der theorie zu füllen, also dogmatisch arbeiten, sie arbeiten an einem ergebnis, das ins system implementiert werden soll und muß, so wie du das gerade auch machst, dirk, und stoßen jeden aus ihrem diskurs, der nicht an die totalität des evolutionsprozesses glauben mag und eigene ergebnisse anbietet. bestenfalls werden solche leute belächelt und als ewiggestrige behandelt, schlimmerenfalls erleiden sie eine art postmoderner hexenverfolgung. - wie ich weiter oben schon schrieb: der mensch scheint sich nicht zu verändern, er wechselt nur die formen des feindlichen umgangs.

    ich habe nicht von MEINEM glauben gesprochen, sondern ganz allgemein vom glauben. das sind alles sehr verschiedene dinge, die du, oberflächlicher freund, da zusammenrührst, das ganze in beleidigt wirkendem und beleidigend wirken wollendem duktus, daß ich mich frage, welchen sinn deine bemerkungen anderen haben wollen als den, mich, mein forum und die hier schreibenden zu diffamieren.
    es ist von dir wohl nicht zu erwarten, daß du dich klar positionierst und dir einen wiedererkennbaren namen gibst.

  18. #68
    kls
    Status: ungeklärt

    AW: Naturwissenschaft - der Ordner

    Genau Robert. Bildung ist kein Zustand, sondern ein Prozess. Wissen ist nie endgültig. Ich sch?tze Dich als wachen Geist, aber manchmal, also nee, also manchmal, also nee, also wirklich...

    Dirk. Deine Einbringungen werden in ihrer Substanz geschmälert durch Deine vorwurfsvolle, beleidigende Art des Vortrages. Du musst Robert nicht von der Seite anpissen, wenn Du gute Argumente an Deiner Seite weißt. Du musst auch nicht gleich nach der Polizei rufen, wenn Dich etwas echauffiert.

    Bei Robert habe ich noch Hoffnung, dass er alles, woran er sich festhält, endlich mal von sich wirft und den Mut hat, mit einem offenen Auslegungshorizont zu operieren. Robert ist dermaßen unfrei in seiner Wahrnehmung und Interpretation, es steht ihm im Prinzip seine eigene Bildung im Wege und natürlich seine christliche/römische/jüdische/griechische/germanische Konditionierung. Aber er ist nicht zu feige zu zweifeln.

    Aber Du, Besucher, lädst nur Deine Scheiße hier ab. Du zweifelst nicht und das macht Dich suspekt. Das hier ist keine Therapiegruppe, wo wir an anderen lernen uns etwas zurück zu nehmen. Hier wird ein Mindestmaß an zivilisiertem Benimm erhofft. Also, bitte mehr Sachlichkeit!

    Und außerdem: Hast Du überhaupt schon mal einen eigenen Text hier eingestellt? Immerhin ist das ein Literaturforum und keine Rumnölerei. Und nicht vergessen: "Beim Schreiben gehören BEIDE Hände über die Decke".

    Äh, weil ich ja grenzdebil bin. Wo eigentlich liegt denn der Unterschied zwischen Darwin und der Evolutionstheorie. Für mich ist beides ein Synonym für eine hirnfräsende Entdeckung, trotz umgebender Borniertheit und Selbstgefälligkeit, welche direkt neben der Chaostheorie (http://de.wikipedia.org/wiki/Chaostheorie), Einstein und seinem ² steht.

    Wissen ist schöner und zukunftsorientierter als Glauben. Glaube ich jedenfalls. Wisst Ihr?

  19. #69
    Dirk
    Status: ungeklärt

    AW: Naturwissenschaft - der Ordner

    Nun kls, ICH sprach nicht von "Darwin und der Evolutionstheorie" sondern ausdrücklich von "Darwins Ursprungslehre und der modernen Evolutionstheorie/-biologie". Genau diesen Fehler, ob nun gewollt oder nicht, machen die Gegner der Evolutionstheorie recht gern.
    Deshalb z. Bsp. wird auch immer wieder vom "missing link" geschwafelt, was bei Darwin durchaus seine Berechtigung hatte. Inzwischen sind aber wie von mir bereits ausgeführt, ca. 1000 missing links von Wissenschaftlern entdeckt worden, welche die Theorie jedesmal aufs Neue bestätigten. Deshalb verstehe ich nicht, wie man als aufgeklärter und gebildeter Mensch hier solch alte Kamellen aufwärmen kann und sogar behauptet, deswegen wäre die Theorie "größenwahnsinnig und falsch". Aeroliths Einschränkung, dass er sie ja für einen "Gutteil" für richtig hält, ist doch eigentlich schon ein Eingeständnis. Entweder ist die
    Evolutionstheorie richtig, dann gilt sie für alle Arten, oder aber sie ist falsch, dann jedoch kann sie für überhaupt keine Art Gültigkeit besitzen...


    Noch kurz zu Deiner Kritik persönlicher Art an mir.
    Nichts gegen "Benimm", wie es aber in den Wald hineinschallt... und wenn ich mich nicht arg täusche, haben hier viele Ehemalige nicht zuletzt deshalb das Handtuch geworfen, weil sie mit der oft "rüden" Gangart Aeroliths nicht klargekommen sind. Von daher...
    Außerdem ist das lediglich ein Problem zwischen Aerolith und mir, ich wüsste nicht, wem gegenüber ich es hier ansonsten an "Benimm" habe fehlen lassen.


    Was die "eigenen Texte" angeht, die Regeln des Forums sagen nicht aus, dass ich hier erst literarisch tätig werden muss, bevor ich mich anderweitig äußern darf oder sollte etwa das mit den "guten Sitten" gemeint sein? Aber was soll's, in meinen Augen weitaus gröbere Verstöße sind schließlich auch erlaubt, kann also nicht so schlimm sein...


    Damit ich jedoch eventuell nicht noch mehr gegen die guten Sitten verstoße:


    Gruß Dirk

  20. #70
    Kurzvormabschussiger
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    AW: Naturwissenschaft - der Ordner

    Ihr wißt doch nicht einmal, wann der nächste Bus fährt, wollt aber die Welt erklären.


    Marsch ins Bett!

  21. #71
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    AW: Naturwissenschaft - der Ordner

    huhu! die mutter des regiments!


    aerolith ist der einzige hier mit weitem auslegungshorizont. gerade durch nichts konditioniert, obwohl das alle andauernd an ihm versuchen und sich zum glück die zähne ausbeißen. seine bildung eröffnet ihm fragestellungen, an die andere eben nicht mal denken können und erspart ihm gleichzeitig solche, die schon längst gedacht wurden.


    glaube ist insofern eine konstante der geschichte, als die geschichte aus dem mythos sich entwickelte, sich um quellen der geschichte mythen bilden und der glaube an eine zukunft der geschichte ständig einen mythos vor augen hat. ganz objektiv gesprochen und ohne bewertung des inhalts. scheuklappen tragen hier diese, die glaube verengt auf die bekannten religionen beziehen.


    was wäre nach ockham leichter und einfacher anzunehmen: die schöpfung einer blume oder ihre milliardenlange entwicklung mit den komplikationen aus verdrängung und selektion?

  22. #72
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: Naturwissenschaft - der Ordner

    ach herje, das erinnert mich daran, dass ich etwas längeres über die evolution schreiben wollte. etwas über den urknall, etwas über den moment, als vor rund 700 millionen jahren die ersten diploiden chromsomensätze geschrieben wurde der erste geschlechtsverkehr das licht der welt erblickte.


    vielleicht nächstes jahr.


    aber soviel vorweg: die existenz von missing links beweist gar nichts, außer die missing links.


    mein vater fand vor dreißig jahren die älteste linienbandkeramik niederösterreichs.


    auf ihn bin ich ja aus den verschiedensten gründen stolz. das ist aber eine andere geschichte.


    wir kinder halfen bei den grabungsarbeiten mit. das war spannend. wir versuchten, die scherben, die wir fanden, gleich vor ort zusammenzufügen. das war wie ein puzzle. wir kinder hatten damals keine ahnung von der bedeutung dieses fundes. aber irgendwie spürten wir, dass es was besonderes war. und manchmal war es beim puzzeln so, dass eine vase gestalt annahm und die missing-links weniger und weniger wurden.


    wir hatten überhaupt keine zweifel, dass wir da vasen zusammenpassten. trotz der missing-links. und es waren vasen.


    pissing-link aus dem brunnenfigurenmileu. bruxelles, manneken pis.






    http://www.metacafe.com/watch/256894...hooter_statue/

  23. #73
    rodbertus
    Status: ungeklärt

    AW: Naturwissenschaft - der Ordner

    Der Menschen Selbstbewußtsein ist keineswegs das Bewußtsein jener durch alles hindurchgegangenen Natur, es ist eben nur unser Bewußtsein und schließt keineswegs alle Wissenschaft des Werdens in sich? (Schelling) - das allgemeine Werden bleibt dem Menschen undurchsichtig, als wenn es nicht einen Bezug auf uns gehabt hätte Schlußfolgerung: der Mensch existiert evolutionslos.

  24. #74
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: Naturwissenschaft - der Ordner

    so nicht chef!

    1) schelling in fragen der evolution zu rate zu ziehen, ist genauso als würdest du dich bei einem puffbesuch vom papst beraten lassen. schelling war ein meister darin, irgendwelche behauptungen aufzustellen - die natürlich -wie wir das von seinem geistesspezi kant kennen - stets apriorischen charakter hatten, wissenschaftsmethodisch reiner graus und über jede potenzielle falsifikation erhaben waren. hast du nicht gelesen, was er über die elektrizität geschrieben hat? da hat sich schelling als einziger geistiger kurzschluss lächerlich gemacht!
    2) deine "schlussfolgerung" ist so verworren formuliert, das man letztendlich gar nichts dazu sagen kann und dir letztendlich zur verbesserung zurückschicken muss: "der mensch existiert evolutionslos"? was meinst du damit? dass er sich seiner evolution nicht bewusst ist? stimmt übrigens nicht. dass er phyllogenetisch keine evolution durchgemacht habe? stimmte übrigens ebenfalls nicht.

    bemühe dich etwas mehr um exakte formulierungen! das war jedenfalls ein höchst mangelhafter, ärgerlicher beitrag!

  25. #75
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Urgehtriebe

    Weltentstehung, die Entstehung des Lebens...


    Die Antithese zu Nietzsche lautet nicht Sokrates, sondern Maeterlinck. Symbolismus, betuliche Differenzierung, Schau des Lebens aus der Perspektive des Zusammendenkens, Sammlung, Positivismus und noch vieles mehr.
    Maeterlinck schrieb um 1930 ein Buch: "Geheimnisse des Weltalls". Das XIII.Kapitel beschäftigt sich mit der Theorie W.J.Luytens, der behauptete, daß es im ganzen Weltall in mehreren Millionen Jahren nicht mehr als einen einzigen Zusammenstoß zwischen Himmelskörpern von bedeutsamen Ausmaße gäbe, so daß die These, die behauptet, das Leben pflanze sich durch den ewigen Zusammenprall toter Gstirne unablässig fort und erneuere sich unaufhörlich, nicht tragfähig sei.

    Wer den Himmel betrachtet, dem wird leicht der Eindruck vermittelt, daß sich nichts ändere. Auch in einer Million Jahren würde man mit bloßem Auge keine Änderungen am Himmelszelt wahrnehmen, auch wieder in einer Million Jahren nicht... Einige Sterne werden dennoch nicht mehr zu sehen sein, einige andere ihre Färbung verändert haben, rötlicher oder bläulicher scheinen. Es scheint so, als ob alles in ewigem Kreislauf lebe, es keinen Anfang und kein Ende gäbe. Das Leben besteht für sich selber, SINNLOS, ZIELLOS, nur sich selbst erhaltend in den unfuglichsten Modifikationen. Die Geburt des Lebens aus einem Zusammenstoß, eine kosmische Katastrophe herleiten zu wollen bedeutet nichts anderes als die Wirkung für die Ursache zu nehmen.
    Der Satz von Erhaltung der Enrgie widerspricht jeder Deszendenztheorie, die eine Abnahme der Energie annimmt und daraus das Ende der Welt errechnet. Es gibt keine im Raum verlorene Kraft, die sich erschöpfen könnte, die letztlich das Weltall ausschöpft. Schwerkraft und Anziehung der Materie führen nicht zu einer unbeweglichen Substanz, die träge genug ist, keine Bewegung zuzulassen, Weiße Riesen sind nicht das Ende der Welt.

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