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Thema: Naturwissenschaft - der Ordner

  1. #101
    Mitgestalter Avatar von anderedimension
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    AW: Naturwissenschaft - der Ordner

    Zitat aerolith

    Aus der Gegenwart läßt sich ableiten, daß wir die Krone der Schöpfung sind.
    "Gegenwart" ist eine Zeitangabe, davon lässt sich das gewiss nicht ableiten. Und was ist gegenwärtlich anders als vor z.B. 2000 Jahren...das rechtfertigt...dass wir heute...im Gegensatz zu vor 2000 Jahren... die Krone der Schöpfung sind? Wenn wir es heute sind...dann waren wirv es auch schon vor 2000 Jahren.

    Und wer wollte uns diese Krone aufsetzen? Dieser jemand müsste eine klare Vorstellung davon haben...was jemand können oder leisten muss...um sich diese Krone zu verdienen. Wir sind an der Spitze der Nahrungskette und in der Lage jedes andere Lebewesen zu dominieren - was uns aber nicht zwangsläufig die Krone aufsetzt. Ausser Du meinst das wortwörtlich...also nach der eigentlichen Bedeutung der Krone...als äusseres Zeichen für den mächtigsten Mann im Lande. Aber ich denke wir reden hier von der Krönung im übertragenen Sinne...dem Non plus ultra...der Vollendung.

    Eine Krone, die man sich selbst aufsetzen muss, war noch nie viel wert. Aber selbst nach der eigentlichen Bedeutung sind wir nicht die Krone der Schöpfung. Die Ratte war schon vor uns da...und wird uns mit 99prozentiger Gewissheit auch überleben. Die Ära des Menschen ist nicht mehr als ein Wimpernschlag in der Evolutionsgeschichte unseres Planeten. Es ist mehr als nur unwahrscheinlich, dass wir auch nur annährend so lange den Planeten beherrschen..wie der Dino ihn eins beherrschte. Nein, wir haben weder die Krone auf..noch sind wir die Krönung. Wir sind für unbestimmte Zeit an der Spitze der Nahrungskette - das ist alles.

    Wenn der Schmetterling zwei Flügelschläge benötigt um sich in die Luft zu erheben...der Mensch dafür erst mal Eisen abbauen...es zu Blechen walzen und zu flugfähigen Körpern formen muss...um den gleichen Effekt zu erzielen - wer ist da der König...und wer der Narr?!


    Zitat aerolith

    Ein Agnostiker ist jemand, der zwar die Existenz Gottes bezweifelt, weil man sie nicht empirisch beweisen kann, der aber die Suche nach Gott nicht abgeschlossen hat und der vor allem nicht behauptet, es gäbe Gott nicht, denn auch das kann man ja nicht wissen.
    Das ist de facto falsch- und nichts anderes als deine ureigene Interpretation.

  2. #102
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    AW: Naturwissenschaft - der Ordner

    Gute Frage: Wer ist der König und wer ist der Narr?

    Woher kennst Du denn den Zustand des "Non plus ultra" im übertragenen Sinn, wenn diese Erinnerung nicht in DIR ist?

    Ist nicht auch diese Frage ein Anerkenntnis, dass es mehr als den herkömmlichen Sinn gibt und ein übertragener Sinn vorhanden ist?

    Ist nicht ein Narr, wer die eigene Sehnsucht verrät? Ist die Erinnerung an Vollendung nicht der Beweis für die Möglichkeit derselben?

    Definieren wir uns als Narr, wird uns der Narr gezeigt. Definieren wir uns als König über die Materie, wird uns auch dieses gezeigt werden.

    Die Beweisführung, wie und warum der Geist in jedem Körper die Materie steuert, kann ich Dir gern noch vielfach vorkauen, doch Du hast nicht die tatsächliche Absicht, Deine bisherige Interpretation der Welt wirklich (in Ursache und Wirkung) zu hinterfragen.

    Was mit jeder einfachen Bewegung im Körper geschieht, solltest Du Dir einmal im Detail anschauen. Mit jedem Buchstaben, den ich hier tippe, wird Materie "verschaltet". Was insgesamt im Körper an physiologischen Vorgängen geschieht, kann einfach nicht mit der "Rechenleistung" unseres Gehirns allein erklärt werden und bei der "Vorstellung" eines elektrischen Körperarchitekten trennten sich Esoterik und Exoterik.

    Wissenschaftler sind der weit gefassten Meinung, jede einzelne Zelle benötige pro Sekunde zwischen 10 000 und mehreren Milliarden Austauschvorgänge. Bleiben wir bei der geringsten Annahme von 10 000 Austauschvorgängen, dann kann dieses bei nur 100 Miliarden Neuronen und 4 Takten pro Sekunde niemals ausreichen, die 60 - 70 Billionen Körperzellen zu versorgen. Alle 150 Sekunden dürfte eine Zelle dann rechnerisch eine einzige Bestellung erhalten, was zum Leben zuwenig und zum Sterben zuviel wäre. Es ist von der Datenmenge in unserem Gehirn einfach nicht darstellbar, was an physiologoischen Bestellvorgängen im Körper geschieht. Das Gehirn ist nur eine Art temporärer Arbeitsspeicher, der an eine Cloud angeschlossen sein muss. Wir funktionieren über ein FUNKNETZ, anders ist das, was in uns geschieht, nicht physiologisch und logisch erklärbar. Doch das wollen die Darwinisten nicht verstehen, die aus einer Theorie eine "Fake-News-Beweisführung" gemacht haben.

    Daneben verweise ich wiederum auf die Scobel-Dokumentation und Diskussion der letzten Woche. Falls du an alternativen Fakten zu Deiner Interpretation der Evolutionstheorie interessiert bist, in der Mediathek findest Du die Sendung sicherlich noch. Eine Diskussion, in der vorher klar ist, dass Du einzig auf Deinem Standpunkt beharren möchtest, ist hingegen sinnlos. Schau Dir die Theorien zur Inkorporation und Kooperation der ersten Zelle an und was erst noch in den Zellkern eingetragen werden musste und beharre dann auf Deinen bisherigen Worten...

    Damals ging die Evolution den Weg der Kooperation und der friedlichen Koexistenz und dieser gilt auf der Zellebene weiterhin. Die Kraftwerke in jeder ZELLE sind das Ergebnis von Inkorporation und Kooperation. Eine Ursache und Wirkungskontext, der seither und weiterhin Gültigkeit besitzt. Überträgst Du Deine Vortellung auf Dein Körperinneres, beobachtest du ein zerstörerische Wachstum. Außen übrigens ebenso, was die Folge des Keimgedankens ist. Nee, ohne Kooperation hätte Evolution niemals "funktioniert" und unser ganzer ATP-Kreislauf und Zellstoffwechsel wäre in dieser Form nicht möglich.

    Wenn Du nur verstehen könntest, was es bedeutet, ein einziges Neuropeptid zu synthetisieren, würdest Du mich nie wieder einen linken Spinner nennen. Hast Du Dir ein einziges Mal die hierarchischen Ebenen einer beliebigen Proteinstruktur angeschaut? Eine minimale Abweichung macht aus einem harmlosen Prion mal eben den BSE-Erreger. Was verschaltet die Materie? Du hast keine Antwort...

    Mein Schmerzdoc, immerhin Professor der Medizin, zielte in seinem Buch auf die Ionisationsvorgänge ab und erklärte bis "dahin". Was die Ionisationsvorgänge jedoch steuert, auslöst und einmal ein harmloses Eiweiß, ein anderes Mal einen tödlichen Erreger "herstellt", könnte als morphische Resonanz verstanden werden. Zumindest rang er sich zu der Feststellung durch, der scheinbare Gegensatz zwischen Geist und Materie müsse zur Heilung überwunden werden.

    Mal ruhen sie in Gott, mal haben sie Angst. Wenn sie Angst haben, geben sie der Angst eine Form. Was es steuert, ist immer der Geist. Unser Gehirn reicht dafür nicht aus, das abzubilden, was geschieht. Meine Rechnung mit den Zellen fiindest Du auch unter der ADHS-Forschung der Uni Dresdenm zumindest in der Größenordnung der Kapazität.

    Ein alter Vortrag von einem Wissenschaftler, der sich nicht einengen lässt:
    https://www.youtube.com/watch?v=26jXMWXWdjk

    Was über Heisenberg und der Hinweis auf Minute 13:00:
    https://www.youtube.com/watch?v=MbV4wjkYtYc

    Was über die Anzahl der Austauschvorgänge in den Zellen:
    https://www.youtube.com/results?sear...alischer+sicht

    Doch wenn es einzig darum geht, einen begrenzten wissenschaftlichen Horizont zu verteidigen, bedenke bitte, dasss Du von 99,999999999 % Leere sprichst, die DU als "Materie" wahrnimmst...

    Das zu verstehen, musst Du die Welt als Elektron sehen, dafür reicht Deine Fantasie zwar aus, doch der Wille zu ihrer Anwendung ist nicht da. Denn Du hast Dir ihre Fülle abnehmen lassen, als Du begannst, den Glauben zu übernehmen, die Welt und das Leben sei schon erklärt...

    Ständig verschaltet unser Geist Materie. Am Ausmaß und der Effektivitiät könnte noch gearbeitet werden. Um Leichtigkeit zu empfinden, müssen wir nicht unbedingt immer zunächst Erze abbauen. Auch dann wird Leichtigkeit ja ohnehin nur in unserem Geist empfunden. In meinen Flugträumen benötige ich keine Maschinen, um diese Leichtigkeit zu empfinden.

    Lange her, dass ich vom Fliegen träumte. Der Geist besitzt schon Flügel...

  3. #103
    schreibt hier hin und wieder Avatar von Streusalzwiese
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    AW: Naturwissenschaft - der Ordner

    Zitat Zitat von Michael Beitrag anzeigen
    Wissenschaftler sind der weit gefassten Meinung, jede einzelne Zelle benötige pro Sekunde zwischen 10 000 und mehreren Milliarden Austauschvorgänge. Bleiben wir bei der geringsten Annahme von 10 000 Austauschvorgängen, dann kann dieses bei nur 100 Miliarden Neuronen und 4 Takten pro Sekunde niemals ausreichen, die 60 - 70 Billionen Körperzellen zu versorgen. Alle 150 Sekunden dürfte eine Zelle dann rechnerisch eine einzige Bestellung erhalten, was zum Leben zuwenig und zum Sterben zuviel wäre. Es ist von der Datenmenge in unserem Gehirn einfach nicht darstellbar, was an physiologoischen Bestellvorgängen im Körper geschieht. Das Gehirn ist nur eine Art temporärer Arbeitsspeicher, der an eine Cloud angeschlossen sein muss. Wir funktionieren über ein FUNKNETZ, anders ist das, was in uns geschieht, nicht physiologisch und logisch erklärbar. Doch das wollen die Darwinisten nicht verstehen, die aus einer Theorie eine "Fake-News-Beweisführung" gemacht haben.
    Wieso sollte das Gehirn jeden einzelnen Vorgang in einer Zelle steuern? Der Bundestag beschäftigt sich auch nicht mit der Frage, was in deinem Wohnzimmer vor sich geht.

  4. #104
    Mitgestalter Avatar von anderedimension
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    AW: Naturwissenschaft - der Ordner

    Zitat Michael

    Woher kennst Du denn den Zustand des "Non plus ultra" im übertragenen Sinn, wenn diese Erinnerung nicht in DIR ist?
    Ich behaupte ja genau das Gegenteil, dass es einen solchen Zustand nicht gibt...nicht geben kann - deshalb stellt sich für mich die Frage nach der Erinnerung erst gar nicht.

    Zitat Michael

    Ist nicht auch diese Frage ein Anerkenntnis, dass es mehr als den herkömmlichen Sinn gibt und ein übertragener Sinn vorhanden ist?
    s.o., wo es keine Fragen gibt...muss man auch nicht nach Antworten suchen.

    Versuche Dir mal folgendes vorzustellen: Der Teufel möchte alle Menschen auf dieser Erde auslöschen - wie lange das dauert ist ihm egal...es muss nur zu 100% funktionieren. Er hat nur einen Versuch.

    Alles was Du dir jetzt so vorstellst...das kann nicht funktionieren. Du kannst 1000 Kriege anzetteln, es werden immer Menschen überleben. Du kannst Krankheiten...tausend mal schlimmer als die Pest..in die Welt setzen - einige Menschen werden überleben.

    Wenn sich aber alle deine Wünsche erfüllen...die da heißen; keine Kriege mehr, globaler Frieden, genügend Nahrung für alle....usw...dann wird der Mensch garantiert aussterben. Es wird ein wenig dauern...aber zu 100% funktionieren. Mir ist klar, dass das schwer zu akzeptieren ist...aber es dennoch zu tun...würde dir einiges an Kopfzerbrechen ersparen.

    Es gibt einen Evolutionssimulator...der spielt dir das durch - das Ergebnis ist immer das gleiche: Der Gutmensch ist die größte Gefahr für die Menschheit.

    Man kennt es aus dem Alltag. Dem Satz, "ich hab es ja nur gut gemeint", ging selten etwas gutes voraus.

  5. #105
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    Zitat Zitat von Streusalzwiese Beitrag anzeigen
    Wieso sollte das Gehirn jeden einzelnen Vorgang in einer Zelle steuern? Der Bundestag beschäftigt sich auch nicht mit der Frage, was in deinem Wohnzimmer vor sich geht.
    Die Zellen hängen "Bestellzettel" außen an die Zellmembran. Auf den Bestellzetteln ist nicht nur festgelegt, was in welcher Menge bestellt wird, immer sind auch die Personalien der Zelle als spezifischer Empfänger mit angegeben und bei der Lieferung kommt nur genau das in die Zelle rein, was auch bestellt wurde.

    Ein ganz praktisches Beispiel: Als Diabetiker spritze ich mir extern Insulin. Die Menge ist verschwindend gering, etwa 0,5 ml pro Tag. Diese Gesamtmenge steht dem Bestellwesen von 60 Billionen Zellen gegenüber. Sagen wir, jede Zelle benötigt pro Tag fünf "Molekülportionen" Insulin. Wie teilt der Körper diese 0.5 ml an 60 Billionen Zellen auf, ohne dabei eine einzige zu "vergessen"?

    Alle Bestellzettel zusammen ergeben ein Liefersystem, dessen Datenmengen abgearbeitet werden müssen, wofür die Gesamtkapazität des Gehirns niemals ausreicht. Es muss irgendwo "vermerkt" werden, welche Zellen wann mit was beliefert worden sind. Würden welche "vergessen" werden, bedeutet dieses ihren Zelltod.

    Candace Pert, eine Wissenschaftlerin, die lange am Opiatrezeptor geforscht hat, kam zu der Überzeugung, die Immunzellen als eine Art "wandelndes Gehirn" zu betrachten. Allein das physische Gehirn kann diese Datenströme jedoch auf keinen Fall verwalten. Wo soll "registriert" werden, ob jede meiner Zellen heute schon ihr Insulin bekommen hat?

    Jedoch besitzt auch der Erklärungsversuch über die Immunzellen als wandelndes Gehirn einen Haken: Was ist die Datenleitung? Hier kommt in meinen Augen nur ein "Funknetz" in Betracht, eine Anbindung an ein vernetztes Lebenssystem. Der "Server" steht nicht in unserem Oberstübchen, dort konnte nur ein relativ kleine Speicher verbaut werden. So, wie wir alle Teile des Betriebssystems auf dem Einzelrechner installieren, Microsoft jedoch ständig Updates durchführt und die Systempflege vornimmt. Auch Microsoft besitzt eine Registratur, welcher Rechner wann, womit versorgt wurde. Diese Datenmenge fällt eben einfach an, obwohl die Programme automatisiert ablaufen. Niemand nimmt diesen Vorgang bewusst wahr, doch der Datenabgleich muss zwingend stattfinden und das "Bestellsystem" ist vergleichbar.

    Zitat Zitat von anderedimension Beitrag anzeigen

    Ich behaupte ja genau das Gegenteil, dass es einen solchen Zustand nicht gibt...nicht geben kann - deshalb stellt sich für mich die Frage nach der Erinnerung erst gar nicht.
    Doch, diesen Zustand gibt es. Ich erreiche ihn durch Meditation oder die Anwendung der Gedanken des Kurses.

    Zitat Zitat von anderedimension Beitrag anzeigen

    s.o., wo es keine Fragen gibt...muss man auch nicht nach Antworten suchen.

    Versuche Dir mal folgendes vorzustellen: Der Teufel möchte alle Menschen auf dieser Erde auslöschen - wie lange das dauert ist ihm egal...es muss nur zu 100% funktionieren. Er hat nur einen Versuch.

    Alles was Du dir jetzt so vorstellst...das kann nicht funktionieren. Du kannst 1000 Kriege anzetteln, es werden immer Menschen überleben. Du kannst Krankheiten...tausend mal schlimmer als die Pest..in die Welt setzen - einige Menschen werden überleben.

    Wenn sich aber alle deine Wünsche erfüllen...die da heißen; keine Kriege mehr, globaler Frieden, genügend Nahrung für alle....usw...dann wird der Mensch garantiert aussterben. Es wird ein wenig dauern...aber zu 100% funktionieren. Mir ist klar, dass das schwer zu akzeptieren ist...aber es dennoch zu tun...würde dir einiges an Kopfzerbrechen ersparen.

    Es gibt einen Evolutionssimulator...der spielt dir das durch - das Ergebnis ist immer das gleiche: Der Gutmensch ist die größte Gefahr für die Menschheit.

    Man kennt es aus dem Alltag. Dem Satz, "ich hab es ja nur gut gemeint", ging selten etwas gutes voraus.
    Was ich echt nicht verstehe: Einen Teufel kannst Du Dir lebhaft vorstellen. Was dieser wollen würde, wie er vorgehen würde und so weiter. Was jedoch die Natur des Geistes ist, der kein Gegenteil annimmt, willst Du nicht sehen. Darin liegt jedoch die gesamte Dichotomie und Doppeldeutigkeit verborgen.

    Was sollte der Geist gegen den Geist haben? Warum sollte Geist den Wunsch besitzen, Geist auszulöschen? Diese Logik ist nicht meine...

  6. #106
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    Du wirst durch Meditation oder Auto-Suggestion zum Non plus ultra der Schöpfung?!? Gratulation!

    Zitat Michael

    Was ich echt nicht verstehe: Einen Teufel kannst Du Dir lebhaft vorstellen. Was dieser wollen würde, wie er vorgehen würde und so weiter. Was jedoch die Natur des Geistes ist, der kein Gegenteil annimmt, willst Du nicht sehen. Darin liegt jedoch die gesamte Dichotomie und Doppeldeutigkeit verborgen.

    Was sollte der Geist gegen den Geist haben? Warum sollte Geist den Wunsch besitzen, Geist auszulöschen? Diese Logik ist nicht meine...
    Ich selbst habe keine Vorstellung von einem Teufel...so wie ich keine Vorstellung von einem Gott habe. Die Bilder, die ich habe, bekomme ich von anderen ...z.B. von dir...diktiert. Ich konfrontiere dich sozusagen mit deiner eigenen Illusion, die Du daber....wenn sie dir nicht als eigene vorstellig wird...gar nicht annehmen willst. Was ich dir als Hypothese ankündige...ist in Wirklichkeit keine....es handelt sich um einen naturwissenschaftlichen Fakt. Du kannst also gar nicht anders als diese Frage von dir zu weisen. Jede mögliche Antwort würde deine Welt auf den Kopf stellen.

  7. #107
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    AW: Naturwissenschaft - der Ordner

    Nee, der unveränderliche Teil in jedem Geist ist schon das Non plus ultra der Schöpfung.

    Das, was uns davon abhält, diese Fixierung auf die Ewigkeit anzunehmen, ist eine Illusion.

    Jeder Mensch fühlt intuitiv, dass es ein "vorher" gab und jeder Mensch wird sich eines Tages Gedanken über ein "danach" machen. Eine langjährige Freundin hat echt eine ausgeprägte Religionsallergie, die ihr durch die Kirche eingeimpft wurde. Mit "Gott" nach Kirchenvorstellung hat Sie nichts am Hut. Woran Sie sich erinnert, ist ein Hauch der ersten bewussten Wahrnehmung hier. Daher weiß Sie, dass es ein Davor gab, das "anders" war. An das "Danach", das identisch mit den "Davor" ist, kann Sie noch nicht glauben. Auch das verstehe ich logisch nicht wirklich.

    Und ob der Geisteszustand während der Meditation eine Illusion ist oder nicht, es hilft, die Wahrnehmung vom veränderlichen auf den unveränderlichen Geist zu lenken. Ohne Ewigkeitsanbindung sind die Menschen im wahrsten Sinne des Wortes todkrank.

    Daneben habe ich Dir nie diktiert, es gäbe ein Gegenteil von GOTT, das muss wohl die Kirche gewesen sein. Was ich Dir als Hypothese ankündige, ist die anstehende Hochzeit von Wissenschaft und Spiritualität.

    Was als GOTT aufgefasst wird, siedelt jede Vorstellung im konkreten Geist an. Doch ist GOTT zunächst abtrakter Geist und keine konkrete Vorstellung kann eingrenzen, was keine Grenze besitzt. Meditation, oder die Innenschau, wie man auch sagen könnte, blickt hinter den veränderlichen Geist und legt die Maske der Persönlichkeit ab.

    Die ganze westliche Gesellschaft hat ein paranoides Verhältnis zum Tod und daher auch zum Leben. Das ganze Anhaften an einem bisherigen und veränderlichen temporären Wissensstand dient der Abwehr des (mindestens) unbewussten Wissens der spirituellen Herkunft unseres Geistes. Für Dich scheint Bewusstsein ein Abfallprodukt der Materie zu sein, doch wie Materie Geist entfalten und enthalten soll, kann die "Wissenschaft" nicht erklären.

    Hier empfiehlt sich die Leere des Geistes als Erfahrungsraum, die Abstraktionsfähigkeit zu erweitern. Alles, was Deine Augen Dir als Welt "präsentieren", ist dem Wesen nach Leere. Das Wesen der Leere ist leicht erklärt.

    Moses

    Namen sollten nicht beliebig und unbedacht ausgewählt werden. Zuweilen bemerkt man erst hinterher, was sie bedeuten. Als ich damals mit oben erwähnter Freundin in das Jagdschlösschen gezogen bin, brauchten wir auf dem nicht eingezäunten Waldgrundstück allein wegen der Wildschweine einen Wachhund. Warum ich den Namen Moses vorschlug, kann ich nicht mehr sagen, zumindest hat Moses als Wachhund 16 Jahre dafür gesorgt, dass so gut wie niemand unbefugt das Grundstück betreten hat.

    Allein durch das Wissen um den Hund und seine Anwesenheit wurde eine unsichtbare Grenze gezogen, die das Wesen der Leere in einem Wasserstoffatom leicht verständlich verdeutlicht:

    Das Waldgrundstück war riesig, der mittelgroße Hund dagegen in der Relation winzig. Nehmen wir an, das Verhältnis ist wie bei einem Wasserstoffatom 99,999999999% Grundstück und 0,000000001 % Volumenanteil "Wachhund". Als "Wachhund" sehen wir jetzt das einzige Elektron des Wasserstoffatoms: Es bewacht die Grenze eines Volumens, von dem es selbst nur 0,0000000001 % ausmacht.

    Nicht, dass der gute Hund tatsächlich ständig überall anwesend gewesen wäre. Doch jeder hatte Angst davor, dass er in dem Augenblick dort anwesend ist, wo sich der Eindringling befindet. Jeder musste immer damit rechnen, dass der Hund plötzlich da ist. Selbst nachdem Moses gestorben war, wurde die Grenze (von Menschen) weiter akzeptiert.

    Was als der "Raum" eines Wasserstoffatoms und damit "feste Materie" gilt, ist "LEERE". Das einzige Elektron, dass diese "Grenze" markiert und das "Revier" bewacht, ist im Größenvergleich ein handtellergroßes Objekt, das einen Raum in der Größe des Kölner Domes als Materie erscheinen lässt. Es ist halt nur so "schnell", dass es jeden zu "beißen" scheint, der die Grenze berührt. Daher wird die Leere als Raum empfunden, doch dem Wesen nach ist einzig Leere. Was ebenso für die "Raumdimension" in einer Zelle gelten soll.

    Die Wissenschaft steht erst am Anfang, die kosmologischen Zusammenhänge von Materie, dunkler Materie und dunkler Energie zu verstehen. Fragen wir uns doch, warum sich, entgegen aller Annahmen, das Universum immer schneller ausdehnt? Dahingehend sei bitte nicht überrascht, dass sich das wissenschaftliche Weltbild ständig selbst auf den Kopf stellt. ALLE bisherigen Erklärungsversuche kannst Du als temporär betrachten, als kleine Trippelschritte auf dem Weg zur Wahrheit. Dazwischen blicken wir auf zeitweilige Realitäten. Die Realität hinkt insofern der Wirklichkeit leider etwas hinterher. Erst vor wenigen Jahren hat die Kirche ja offiziell ihre Realität aufgegeben, die Erde sei eine Scheibe.

    Gemeinhin nennt man es Lernen, wenn neue Erkenntnisse in die Modelle zur Erklärung der Welt Einzug halten. Wir nähern uns weiterhin nur einem objektivierbaren Erklärungsmodell an, doch gefunden haben wir es bisher nicht. Das wäre dann das Non plus Ultra. Wenn sich jedoch das Betrachtungsobjekt, hier das Universum, immer schneller ausdehnt, müsste sich auch das Erklärungsobjekt erweiternd verändern, was das Erklärungssubjekt zwingen würde, seinen Betrachtungshorizont ebenso "zeitnah" wie möglich, gleichfalls exponentiell zu erweitern und auszudehnen. Eine beschleunigte Entwicklung in unserem Geist könnte auch eine beschleunigte Ausdehnung des Universums bewirken. Denn die Wahrnehmung der beschleunigten Ausdehnung bewirkt ja ebenso eine schnellere Entwicklung des Geistes. Weil Fragen aufgeworfen werden, die als "geklärt" galten...

    Die Grenze unserer Gedanken und Betrachtungshorizonte sind die Grenzen unseres Universums. Innen wie außen. Das Bewusstsein entwickelt sich ebenfalls exponentiell immer schneller. Ein Schelm, der Böses dabei denkt...

    Ist das Sichtbare eins Spiegelung dessen, was "unsichtbar" in unserem Geist ist?

    Kann erst Materie, dann Geist sein? Das ist eine unmögliche Vorstellung, die niemals jemand vernünftig erklären konnte.

    Wenn Geist nicht vorher war, nach welchen Gesetzen sollte sich Materie denn dann verhalten?

    Wieder sind wir beim Wasserstoffatom. Was sollten sie machen? An welches noch ungeschriebene Naturgesetz sich halten? Welche erfinden? Wie denn bitteschön, ohne GEIST?
    Geändert von Michael (09.02.18 um 17:11 Uhr)

  8. #108
    Mitgestalter Avatar von anderedimension
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    AW: Naturwissenschaft - der Ordner

    Wenn man Thesen potenziert...steht am Ende immer noch eine These.

    Für dich existiert der Geist...obwohl es dafür nicht den geringsten Beweis gibt. Bewiesen sind nur bio-chemische Prozesse - alles andere ist reine Spekulation. Jede Religion baut auf Spekulationen auf, weshalb es nicht eine einzige gibt...die halbwegs was taugt.

    Ich habe nichts gegen die Spirtutialität des Einzelnen...sofern da kein kollektiver Kult daraus wird...mit der Absicht das Konkrete zu ersetzen.
    Genau das passiert aber z.B. an unseren Schulen...wo Kinder von Religionslehrern mit Hilfe des Staates angelogen und verarscht werden. Die Bibel müsste entweder verboten...oder als Märchenbuch deklariert werden. Im Biologieunterricht wird mir etwas von Phosphorsäure und Einzellern erzählt...während eine Stunde später so ein Quatschkopf mit seinem Gott alles wieder über den Haufen wirft. Das kann man doch nicht ernsthaft gutheißen.

    Zitat Michael
    Kann erst Materie, dann Geist sein? Das ist eine unmögliche Vorstellung, die niemals jemand vernünftig erklären konnte.
    Alles...was heute erklärbar ist...schien irgendwann zuvor unerklärbar zu sein. Das liegt in der Natur der Sache. Und was dir heute unerklärbar scheint...das wird morgen selbstverständlich sein - weshalb die These "Je unwissender, desto gläubiger" mehr als nur eine These ist.

  9. #109
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    AW: Naturwissenschaft - der Ordner

    Ich denke schon, dass Deine Zeilen vom Geist und aus dem Geist stammen. Aber wie soll Geist entstanden sein?

    Abfall der Materie?

    Oder der Ab-Fall des Geistes in die Illusion von Materie?

    Mehr als Geist kann im Prinzip gar nicht bewiesen werden. Jeder Beweis ist im Geist. Von dort wandert die Beweisführung auf das Papier oder die Tastatur...

    Glauben kann ebenso ein Weg zum Wissen sein. Wer nicht daran glaubt, Wissen aufnehmen zu können, wird es gar nicht versuchen. Wir müssen schon für möglich halten, den Horizont des bisher Gedachten zu überschreiten. Was dort gefunden wird, kann leider oft erst zeitversetzt bewiesen werden, da die Apparaturen dafür oft erst erfunden werden müssen. Du kannst jedenfalls nicht finden, wonach du nicht suchst, WEIL Du es schon kategorisch als inexistent und keiner Überlegung würdig betrachtest.

    Was die Religionslehrer alles so sagen, dafür kannst Du mich doch nicht immer verantwortlich machen. Ich sag doch nur, dass sie ihre eigenen Texte bisher nicht verstanden haben können. Vom Hocker reißen kannste mit dem, was "sie" da so sagen, natürlich wirklich niemanden bei diesen offensichtlichen Dichotomien (zwischen Liebe und Angst). Eher erschrecken sie die armen Kinder mit ungeheilten Vorstellungswelten, die die Angst vor dem Geist, in dem wir Geist sind, leider vermehren.

    Was sich als historisch wirksame Werbestrategie jedoch seit mindestens 17 Jahrhunderten monetär und machtpolitisch auszahlt. Ja, sie sind "ungeheilte Heiler", trotzdem können wir sie nicht ausschließen. Hinter dem Ego gibt es keine Rangfolge der Illusionen mehr...

    Im Gegenteil: Mit dem, was die Kirche zur Rettung und Heilung der Welt auf die "hohe Kante" gelegt hat, können wir den Planeten dreimal zu einem Paradies werden lassen...

    "Sooo" unchristlich, uns und dem Planeten das Leben zu verwehren, werden sie doch nicht sein...

  10. #110
    schreibt hier hin und wieder Avatar von Streusalzwiese
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    Zitat Zitat von Michael Beitrag anzeigen
    Die Zellen hängen "Bestellzettel" außen an die Zellmembran. Auf den Bestellzetteln ist nicht nur festgelegt, was in welcher Menge bestellt wird, immer sind auch die Personalien der Zelle als spezifischer Empfänger mit angegeben und bei der Lieferung kommt nur genau das in die Zelle rein, was auch bestellt wurde.
    Du verlierst dich in Metaphern. Derartige Bestellzettel gibt es nicht. Und damit ist eine Instanz, die die ganzen Bestellzettel verwaltet, unnötig.

    Zitat Zitat von Michael Beitrag anzeigen

    Moses

    Namen sollten nicht beliebig und unbedacht ausgewählt werden. Zuweilen bemerkt man erst hinterher, was sie bedeuten. Als ich damals mit oben erwähnter Freundin in das Jagdschlösschen gezogen bin, brauchten wir auf dem nicht eingezäunten Waldgrundstück allein wegen der Wildschweine einen Wachhund. Warum ich den Namen Moses vorschlug, kann ich nicht mehr sagen, zumindest hat Moses als Wachhund 16 Jahre dafür gesorgt, dass so gut wie niemand unbefugt das Grundstück betreten hat.

    Allein durch das Wissen um den Hund und seine Anwesenheit wurde eine unsichtbare Grenze gezogen, die das Wesen der Leere in einem Wasserstoffatom leicht verständlich verdeutlicht:

    Das Waldgrundstück war riesig, der mittelgroße Hund dagegen in der Relation winzig. Nehmen wir an, das Verhältnis ist wie bei einem Wasserstoffatom 99,999999999% Grundstück und 0,000000001 % Volumenanteil "Wachhund". Als "Wachhund" sehen wir jetzt das einzige Elektron des Wasserstoffatoms: Es bewacht die Grenze eines Volumens, von dem es selbst nur 0,0000000001 % ausmacht.

    Nicht, dass der gute Hund tatsächlich ständig überall anwesend gewesen wäre. Doch jeder hatte Angst davor, dass er in dem Augenblick dort anwesend ist, wo sich der Eindringling befindet. Jeder musste immer damit rechnen, dass der Hund plötzlich da ist. Selbst nachdem Moses gestorben war, wurde die Grenze (von Menschen) weiter akzeptiert.
    Könnte es sein, dass niemand die Absicht hatte dieses Grundstück zu betreten?

  11. #111
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    AW: Naturwissenschaft - der Ordner

    Sorry:

    Die Quellenangabe dieser Sparte der Naturwissenschaft: "Candace Pert, Moeleküle der Gefühle"

    Das sind wissenschaftliche Fakten. Doch ich fürchte, du beurteilst ALLE Informationen ohnehin so, wie du sie haben willst.

    Lies es oder lass es. Aber rede nicht, wenn du nicht wissen willst. Die Strukturbildung der Rezeptorebene ist das, worauf diese Wissenschaftlerin in ihrer Darstellung ihres Forschungslebens abzielt.

    Die These vom Funknetz konnte ich Prof. Folta-Schoofs von der Uni Hildesheim zuminest verständlich machen. Er meinte dazu: "Ja, aber beweisen können wir das vielleicht in 20, vielleicht auch erst in 80 Jahren. Was machen wir bis dahin"?

    Candace Pert forschte fast ihr ganzes Leben lang an einer einzigen Rezeptorstruktur, aber DU bist schlauer. Ist klar.

  12. #112
    Mitgestalter Avatar von anderedimension
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    AW: Naturwissenschaft - der Ordner

    Zitat spektrum.de (zu Moleküle der Gefühle)

    Auf den ersten Blick sieht das Buch sehr esoterisch aus. Die Empfehlung auf der Rückseite stammt von dem Physiker und New-Age-Vertreter Fritjof Capra, der umstrittene amerikanische Heiler und Hollywood-Guru Deepak Chopra schrieb das Vorwort, und der Klappentext klingt auch ziemlich abgedreh
    Candace Pert hat kein Sachbuch geschrieben; da hilft auch das sehr willkürlich wirkende Glossar nichts. Sondern sie erzählt ihre persönliche Geschichte. Dabei gelingt es ihr durch ihre offene, ehrliche Erzählweise, den Leser bei der Stange zu halten und ihm einen spannenden Einblick in ihr Leben zu geben. Aber sie scheitert bei dem Versuch, ihren Spagat zwischen Wissenschaft und Esoterik glaubwürdig zu vermitteln. Es kostet Ausdauer und Überwindung, die letzten Kapitel zu lesen. Schade, daß das Buch so enden mußte

    Gibt immer auch gute Gründe nicht jeder Theorie zu folgen

  13. #113
    rodbertus
    Laufkundschaft

    quantifizierter bigbrother

    erstellt von ntv:

    Österreichische Forscher haben nach eigenen Angaben einen entscheidenden Schritt zur abhörsicheren Kommunikation im Internet erreicht: Dem Team ist es erstmals gelungen, vier Teilnehmer in einem Netzwerk mit Quantenverschlüsselung so zu verbinden, dass jeder mit jedem abhörsicher kommunizieren konnte. Die Wissenschaftler um Rupert Ursin vom Wiener Institut für Quantenoptik und Quanteninformation der Österreichischen Akademie der Wissenschaften stellen ihre Netzwerkarchitektur im britischen Fachblatt "Nature" vor. Da sich die Zahl der Teilnehmer einfach erweitern lasse, könne das Verfahren einer breiten Anwendung der sogenannten Quantenkryptographie im Internet den Weg ebnen, meinen die Forscher.

    Die Quantenkryptographie verspricht eine aus physikalischen Gründen abhörsichere Kommunikation. Dafür nutzt sie ein Phänomen der Quantenphysik, nach deren Regeln zwei Teilchen einen gemeinsamen Zustand bilden können, auch wenn sie anschließend über weite Entfernungen getrennt werden. In diesem Zustand der Verschränkung sind die Eigenschaften der beiden individuellen Teilchen unbestimmt. Wird dann bei einem der beiden Teilchen eine Eigenschaft wie beispielsweise die Schwingungsrichtung gemessen, nimmt das andere Teilchen augenblicklich eine korrespondierende Eigenschaft an, und die Verschränkung endet.

    Auf diese Weise ist es möglich, abhörsicher Schlüssel bei Sender und Empfänger zu erzeugen. Da zu diesem Zweck nur einzelne Lichtteilchen (Photonen) ausgetauscht werden, kann der Schlüssel nicht abgefangen werden - denn nach den Gesetzen der Quantenphysik ist es unmöglich, den Quantenzustand eines einzelnen Lichtteilchens ohne Fehler zu kopieren. Ein Lauscher kann seine Anwesenheit daher nicht verschleiern und würde sich sofort verraten. Die verschlüsselte Nachricht wird dann auf klassischem Weg ausgetauscht.
    Da lacht das Herz. Ein ALS-OB sei angemerkt. Mit der gleichen Methode, mit der jetzt Veränderungen angezeigt werden, könnte man diese Anzeiger selber mit Trägern ausstaffieren, was wiederum jedem Teilchen einen Spion Huckepack zuweist. Alsdann, auf ein fröhliches Jagen.

    Früher war es doch viel einfacher: wo ist er nur geblieben, der dogmatische Blick?

  14. #114
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    AW: Die SPD

    Zitat Zitat von anderedimension Beitrag anzeigen

    ... So funktioniert nun mal "Natur"...dass das eine Leben das andere dominiert ...

    Natur funktioniert? Natur, was ist das?
    Natur ist. Wenn es wie dominiert scheint, ist es eine menschliche Wertung, die so etwas meint.

  15. #115
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    AW: Die SPD

    Zitat Zitat von Klaus Norbert. Beitrag anzeigen
    Natur funktioniert? Natur, was ist das?
    Natur ist. Wenn es wie dominiert scheint, ist es eine menschliche Wertung, die so etwas meint.
    Ja, jede Wertung ist eine von Menschen gemachte. Man könnte es auch anders ausdrücken: entnimmt man der Natur den Menschen, bleiben die Mechanismen, das Leben betreffend, die gleichen. Selbst bei den Pflanzen versucht eine die andere zu dominieren. Klar dürfte sein: eine Friede-Freude-Eierkuchen Gesellschaft würde genetisch verkümmern und bald schon von der Bildfläche verschwinden. Worauf begründet sich eigentlich die Idee...die ganze Menschheit könnte auf Augenhöhe und in einem dauerhaften Frieden leben? So etwas gab es zu keiner Zeit, noch nicht mal im Ansatz. Aggressivität, Wut, Hass, Neid...die Natur würde uns doch nicht mit solchen "Fähigkeiten" ausstatten...wären sie nicht vonnöten?!?

    Geschrieben hatte ich das im Kontext SPD/Grüne...wie es der SPD gelingen könnte die Grünen zu entzaubern. Dafür muss man nicht besonders kreativ sein - es reicht...die Grünen mit der Realität (ihr größter Feind) zu konfrontieren. Wer den Klimawandel stoppen möchte, der kann nicht gleichzeitig alle Menschen retten wollen. Da würde ich die Grünen festnageln und zu einer klaren Aussage zwingen. Der Wähler würde sehr schnell merken, dass da kaum etwas wirklich durchdacht ist. Das ist Linkspopulismus, nur hübscher verpackt...als der von rechts.

    Es gibt Schlangenarten, da tarnt sich das Männchen als Weibchen...um andere Männchen anzulocken, die es dann umgarnen und auf Temperatur bringen. So kann es sich dann als erstes Männchen an die Weibchen heranmachen...während die Konkurrenten in der Kältestarre verharren. Leben, egal welcher Art, hat nur die Aufgabe sich fortzupflanzen - da ist jedes Mittel recht. Ethik und Moral, so etwas kennt die Natur nicht. Warum, nenne mir nur ein einziges schlüssiges Argument, sollte das beim Menschen anders sein?

    Der akute Mangel an Handwerkern (den ich u.a. auch hier bereits vor drei Jahren ankündigte)...wird uns dabei helfen uns wieder auf das Wesentliche besinnen zu können - dann hoffentlich mit der nötigen Wertschätzung verbunden. "Passe in der Schule auf und lerne mit Fleiß, oder willst du später mal Heizungsrohre verlegen...oder Müll entsorgen müssen?. So, oder so ähnlich wird das jeder Generation eingetrichtert...fällt ein solcher Satz in jedem Haushalt. Wir treiben die jungen Leute mit Gewalt in Berufe, die uns vielleicht dabei helfen das Leben angenehmer zu machen - doch wenn niemand mehr die "Basisarbeit" verrichten will...gibt es bald nichts mehr, das man angenehmer gestalten könnte. Dem Programmierer bezahlen wir einen Stundenlohn von Euro 100, aber dem Müllmann gönnen wir noch keine 10. Um daran nachhaltig etwas ändern zu können...muss ein gesellschaftliches Umdenken stattfinden. Alles potentielle Themen für die SPD.
    Geändert von anderedimension (14.06.19 um 13:43 Uhr)

  16. #116
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    Rasse und Rassismus

    erstellt von jf:

    Die Deutsche Zoologische Gesellschaft und die Universität Jena haben in einer jüngst veröffentlichten Erklärung den Rassenbegriff für Menschen zurückgewiesen. Dies gebiete die „wissenschaftliche Redlichkeit“.
    Tatsächlich positioniert sich die Jenaer Erklärung gegen Rassismus und Rassen gleichermaßen. Sie ist also politisches und wissenschaftliches Statement in einem – was die Frage aufwirft, ob die beiden Ebenen miteinander vermischt werden.
    Eindringlich wird die millionenfache Versklavung und Ermordung aus rassistischen Motiven angeprangert. Als historische Beispiele dienen die nationalsozialistische Rassenhygiene, die Apartheid in Südafrika, aber auch die heutige Fremdenfeindlichkeit. Diese Verbrechen sind unbestritten – haben jedoch in einer biologischen Auseinandersetzung keine Aussagekraft. Genausowenig widerlegen die Hunderttausenden Toten der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki die Quantentheorie – im Gegenteil!
    Gene variieren innerhalb einer Spezies
    Ein oft vorgebrachtes Argument besagt, daß sich Europäer, Afrikaner, Asiaten und andere Ethnien nur zu etwa 1/10.000 in ihrem Erbgut unterscheiden – bei derartig kleinen Unterschieden sei der Rassenbegriff nicht angebracht. Diese Aussage ist wahr und falsch zugleich.
    Tatsächlich ähneln sich Europäer, Afrikaner, Asiaten und weitere bezüglich ihres Erbguts stark – allerdings sind Menschen und Menschenaffen auch zu 98 bis 99 Prozent genetisch identisch. Unsere Verwandtschaft mit den meisten Säugetieren beträgt etwa 90 Prozent. Insekten ähneln wir zu etwa 60 bis 70 Prozent und selbst mit den meisten Pflanzen teilen wir uns etwa 50 Prozent unserer Gene.
    Ein Großteil des Erbguts ist für grundlegende chemische Funktionen verantwortlich und daher bei allen Lebewesen identisch. Um so entscheidender sind die Gene, die nur innerhalb einer Spezies variieren. Dort zeigt sich: Die Menschenrassen unterscheiden sich etwa zu 15 Prozent.
    [..]
    Die Jenaer Forscher lehnen sich aus dem Fenster
    Rassenunterschiede lassen sich dann besonders einfach nachweisen, wenn ein bestimmtes Merkmal (wie eine Krankheit) entweder vorliegt oder nicht und wenn dieses Merkmal nur von sehr wenigen Genen bestimmt wird. Die menschliche Intelligenz hingegen ist ein sehr viel komplexeres Merkmal und wird neben den sozialen Umständen von einer Vielzahl an Genen beeinflusst. Ob der im IQ-Test gemessene Unterschied zwischen Europäern und Afrikanern also womöglich rassisch bedingt ist, läßt sich im Augenblick noch nicht mit Gewißheit sagen.
    Die Jenaer Forscher sind also äußerst selbstbewußt, wenn sie ohne ausreichende Forschungsergebnisse verkünden, die These, Menschen würden sich in „genetisch fixierten Persönlichkeitsmerkmalen und Verhaltensweisen“ unterscheiden, sei eindeutig widerlegt. Die hierfür nötigen genome-wide association studies (GWAS) befinden sich derzeit noch in den Kinderschuhen, sie werden aber in den 20ern, spätestens in den 30ern völlig neue Erkenntnisse liefern.


    Ich will nicht behaupten, ich hätte darauf gewartet. Als ich meinen Wo. schrieb, um 1996, behandelte ich in einem Kapitel auch die Universität Jena, genauer, ich behandelte ihren Forschungsansatz. Das Besondere in Jena: dort lehrte Haeckel, dort verband man zuerst Lehre und Forschung, dort gab es die entscheidenden Impulse für die Reformpädagogik und dort war, oh wunder, auch Herr Günther tätig, der den ersten Lehrstuhl der Rassenkunde bereits vor 1933 innehatte. Jena ist nicht nur die Uni, die Marxens Doktorarbeit (über Demokrit) anerkannte, sondern auch Fichte davonjagte (Atheismusstreit). Es war immer ein Hin und Her. Gut so. Nun wogt es wieder hin, wohl aber diesmal ohne forscherische Freiheit, sondern als Ergebnis eines Kategorienfehlers, wie Kant dies nennte; volkstümlicher ausgedrückt: man verglich Äpfel mit Birnen.
    Ich glaube, diese Leute, die sich Wissenschaftler nennen und sicherlich zur Unterrasse (bitte im Sinne von Untergruppe, Abteilung oder Klasse verstehen und NICHT im Sinne einer wie auch immer begründbaren soziologischen Kategorie) der "Fachidioten" mit dem Hang zur Selbstdarstellung gehören, glauben tatsächlich das, was sie da beschließen. Und genau das ist das Problem. Sie können gar nicht anders mehr denken als so, wie ihnen das von oben her eingetrichtert worden ist. Orwell hatte also recht. In den Wissenschaften treibt sich die Untugend des Eklektizismus herum, der Ungeist der Nivellierung, Anpassung ans Führertier bei ausbleibender Eigenentwicklung. Es wird vermanscht, vermurxt, miteinander synthetisiert, bis das erwünschte, von der Obrigkeit und somit dem Geldgeber erwünschte Gesamtbild entstanden ist. Die Genauigkeit, die Präzision und auch die Möglichkeit, das Gewirr zu entschlüsseln, bleibt vorerst auf der Strecke. Das ist die Lüge. Doch es werden Menschen kommen, die dieses Gebilde zerreißen werden, die sich trauen werden, die Wahrheit zu sagen. Die Wahrheit in diesem Falle lautet: es gibt Rassen. Und ja, sie haben verschiedene Fähigkeiten. Gott sei Dank!

  17. #117
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    AW: Naturwissenschaft - der Ordner

    ...aus "Redlichkeit"...also weil sich das nicht gehört. Damit bestätigen sie, dass es Rasseunterschiede gibt- nur gehört es eben nicht zum guten Ton darüber zu reden. Hitler ist seit 75 Jahren tot...hat aber mehr Macht über uns...als das zu Lebzeiten der Fall war. Am Ende machen die Wissenschaftler nichts anderes als unsere Medien auch; über gewisse Dinge reden/berichten wir nicht mehr...denn das könnte diese oder jene bösen Geister auf den Plan rufen. So schaffen wir uns eine harmonische Welt...in der sich alles besser anfühlt als es ist. Eine homogene Gesellschaft, die wir dann ja sind...muss dann auch nicht mehr zwingend in einer Demokratie leben.

    Ich bin übrigens, falls das anders ankam, gegen gesellschaftliche Rassendiskussionen - sehe aber keinen Grund, warum Wissenschaftler diese nicht führen sollten. Eines ist mir aber klar: wir wollen diese Diskussionen nicht...weil wir bereits wissen...der die "Starken"...wer die "Schwachen"sind. Aber alleine schon zu glauben das zu wissen...ist schon eine Form von Rassismus. In Pretoria gibt es tagtäglich von Schwarzen verübte Übergriffe gegen Weiße. Gerade die Tage wieder in den Schlagzeilen. Niemand käme auf die Idee das als Rassismus einzustufen. Von Rassisimus reden wir "nur" dann, wenn der vermeintlich Starke gegen den vermeintlich Schwachen übergriffig wird. So wie es kaum jemanden interessiert, dass keine Glaubensgruppe so sehr verfolgt wird wie die Christen.
    Geändert von anderedimension (13.09.19 um 19:36 Uhr)

  18. #118
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    AW: Naturwissenschaft - der Ordner

    Ich bin zwar gegen politische, moralische, religiöse oder sonstige Denkvorgaben oder -verbote, besonders in den Wissenschaften, und finde, dass Wissenschaft frei sein soll, wenigstens, was ihr Denken und theoretisches Forschen betrifft (Grenzen sind dort gesetzt, wo andere Menschen und Tiere leiden, gequält oder missbraucht werden), aber ich wüsste schon gerne, was eine Rasse sein soll, wer das definiert und wie man Rassen unterscheidet.

    Welche körperlichen, seelischen, geistigen Merkmale sind rassenbedingt, taugen zur Differenzierung von Rassen?
    Ab welchem qualitativen/quantitativen Unterschieden im Genom spricht man von unterschiedlichen Rassen?
    Wenn ja, wieviele menschliche Rassen gibt es?
    Was sind rassische Merkmale, was sind Variationen innerhalb einer Rasse?
    Wer braucht den Begriff Rasse, wer gebraucht ihn?
    Wozu dient er in der Wissenschaft?
    Was sind Rassen, was sind Ethnien, was sind Völker, Nationen, Stämme?
    Sind das nicht alles willkürliche Unterscheidungen?
    Usw.

    Ich hab zwar nichts gegen den Begriff Rasse, hab was gegen den allerorten grassierenden Vorwurf des 'Rassismus', sobald ich eine nicht genehme Meinung äussere, ich hab aber ein Problem mit der Einteilung von Menschen in Rassen. Weil das am Ende immer in ein qualitatives Einteilen in höherwertiger/minderwertiger mündet. Ein indigener Stammesangehöriger im Amazonasurwald ist weder mehr noch weniger wert als ein europäischer Wissenschafter am CERN oder ein milliardenschwerer Ölprinz vom Golf. Gehören sie unterschiedlichen Rassen an, wenn ja, wonach differenziert wer, wann, wo, wozu diese?

    Ich halte das für ziemlich überflüssig. Bei Hunden und Katzen verseh ich's noch, bei Menschen eher nicht.

  19. #119
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    AW: Naturwissenschaft - der Ordner

    Mir geht das ähnlich, Till, aber ich glaube, ich habe andere Beweggründe als Du - und dies gleich in mehrfacher Hinsicht. Ich begrüße den Gedanken Herders, wonach jedes Volk eine Idee Gottes sei, die sich in der Welt verwirkliche. Als Christ sehe ich in jedem Menschen eine Idee Gottes, die sich verwirklichen soll. In diesem Kosmos ist der Begriff "Rasse" überflüssig, da sich Volk und Rasse niemals verbinden lassen.
    Aber auf der anderen Seite gibt es da Darwin und Haeckel, deren Gedankenwelt die Einzelstellung des Menschen im Kosmos zumindest in Frage stellte und uns zu einer Art "hochgekommenen Affen" machte. Wenn ich also für Dackel, Pferde und Hamster den Begriff "Rasse" zulasse, muß ich dies auch für den Menschen tun. Dann aber muß die Wissenschaft auch definieren können, wer wann zu welcher Rasse gehört. Und das dürfte ziemlich schwierig werden. Schwieriger als bei Hunden oder Pferden? Vielleicht erleben wir ja bald Meisterschaften zur Bestimmung des reinrassigsten Menschen, Rasse xc21? Nebenbei bemerkt: Es kam kürzlich heraus, daß wir Deutschen etwa 2% Neanderthaler-Gene in uns tragen. Die Afrikaner dagegen nicht. Wenn itzt der eine mit dem anderen, wird dann der Afrikaner zum Neanderthaler?

    Nun bin ich aber weder Darwinist noch Biologe. Daher lehne ich für meinen Sprachgebrauch - und eigentlich auch fürs Denken - den Begriff ab.

    Die Jenenser nun, also die Erklärung der Zoologen, wollen aber den politischen Begriff "Rasse" letztlich auf Hunde und Affen übertragen und entsprechend tilgen, weil eben im politisch-psychologischen Sinn mit dem Begriff Schindluder getrieben wurde/wird.
    Das ist nun einerseits schon verständlich und sogar wissenschaftlich, denn es ist durchaus statthaft, den Diskurs um ein Wort zu vermehren wie zu mindern. Ich halte es aber für unwissenschaftlich, Begriffe aus dem einen Wirkungskontext schlichtweg auf einen anderen zu übertragen, d.i. eben der von mir genannte Kategorienfehler.

  20. #120
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    AW: Naturwissenschaft - der Ordner

    Ich glaube wenn jemand sachlich und ohne jede Wertung von den Besonderheiten und Eigenarten verschiedenster Volksgruppen berichtet, dann kommt niemand auf die Idee das mit Rassismus in Verbindung zu bringen. Erst im herabwürdigenden Vergleich redet man von Rassismus. Bleibt also die Frage...ob es diese Vergleiche braucht. Die werden vom Normalbürger (nicht vom Wissenschaftler) erst dann angestellt, wenn er mit, neben oder in Konkurrenz mit dem Anderen leben muss. Besuche ich diesen in seinem Kulturraum, sagen wir mal im Urlaub, dann ist das eigenartige Verhalten interessant, lustig, abenteuerlich,...eben einfach nur anders. Das kennen wir aber auch aus unserem Alltag, innerhalb des eigenen Kulturkreises, wenn wir zB sagen: "sie/ihn finde ich ganz interessant...aber leben wollte/könnte ich mit ihr/ihm nicht. Und umso mehr wir uns genetisch unterscheiden, desto größer ist wohl die Wahrscheinlichkeit...dass der Andere ein anderes Verhalten an den Tag legt...als das...das uns vertraut ist. Und so liegt es in der Natur der Sache...dass wir ihm eher misstrauisch begegnen. Von Geburt an bringen wir ein natur-oder gottgebenes Vertauen mit...bis dieses das erste Mal missbraucht wird...oder sich als Nachteil erweist. Das Kleinkind vertraut erst mal jedem.

    Deshalb halte ich Rassediskussionen...die von der Gesellschaft geführt werden...für überflüssig. Sie führen zu nichts. Sie werden aber immer geführt werden, denn sobald du die negative (in deinen Augen) Eigenart des Einzelnen auf eine/seine ganze Volksgruppe projezierst...bist du in den Augen vieler ein Rassist...auch wenn du gar nicht vorhast aus deiner Feststellung Konsequenzen zu ziehen...die dem Anderen zum Nachteil reichen. Wenn ich links und rechts von mir Sinti und Roma als Nachbarn habe und deshalb wegziehe...bin ich dann schon ein Rassist - oder erst dann, wenn ich von den anderen verlange wegzuziehen?

  21. #121
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    AW: Naturwissenschaft - der Ordner

    Ich hab ja nix dagegen, den Begriff Rasse aus dem politischen Bereich zu tilgen. Ich hab auch nix dagegen, ihn aus dem Bereich der Wissenschaft zu tilgen. Dann ist die Wissenschaft aber aufgefordert, zu klären, was den Menschen genetisch ausmacht, wo die Grenze zu Hominiden, Menschenaffen usw. verläuft. Dass der Begriff der Rasse beim Menschen weitgehend obsolet ist, ergibt sich schon daraus, dass ein Großteil des menschlichen Erbguts durch Vermischung unter den verschiedenen Stämmen, Ethnien und regionalen Spezies ohnehin nicht mehr als indigen betrachtet werden kann. Wanderungen gab es immer und 'Mischehen' auch. Selbst unter Völkern, die streng auf Abgrenzung schauten, wie z. B. die Juden. (Interessant bis köstlich sind ja die Bemühungen, zu definieren, wer nun Jude sei und wer nicht. Da zeigt sich schön der Spagat zwischen Abstammung und Glauben).

    Also seh ich das sehr gelassen. Ein Streit unter Gelehrten sollte nicht politisch missbraucht werden und Biologen sollten sich nicht mit pseudowissenschaftlichen Argumenten in politische und gesellschaftliche Diskussionen unter dem Mäntelchen der Wissenschaft einmischen. Sollen sie doch erstmal klären, ob der Begriff Rasse wissenschaftlich überhaupt fassbar ist und ob man ihn überhaupt braucht dort.

    Aber so ist das oft, wenn sich Naturwissenschaft in gesellschaftliche Diskussionen einbringt. Sie stiftet nur Verwirrung.

    Herders Idee halt ich persönlich für sehr schräg. Aber ich besitze ja auch nicht die Gnade des Glaubens. Ich respektiere solche Ideen, doch verstehe ich sie nicht. Genauso wie die Quantenphysik übrigens. ;-) (die ja von Religion kaum mehr zu trennen ist).

  22. #122
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    AW: Naturwissenschaft - der Ordner

    Aus dem politischen Bereich ist er schon längst getilgt, da redet niemand von Rassen - dafür aber von "den Anderen". Und das, so bin ich der Meinung, sollte erlaubt sein. Niemand sollte sich dazu gezwungen fühlen jedermanns Freund sein zu müssen.

    Man kann das Pferd auch von hinter aufzäumen: wer sind im ganz privaten und intimen Bereich unserer Freunde? Das sind i.d.R. Menschen, die ähnlich wie wir selbst ticken. Die können aus ganz unterschiedlichen Kulturkreisen kommen - und oft ist das auch so, aber viel wahrscheinlicher ist, dass er entweder aus meinem Kulturkreis kommt, oder sich diesem anpasste. Der afghanische Student, der in meiner WG lebt, kann mein bester Freund werden...aber nicht dann...wenn er Steinigungen gut findet und im WG-Bad Ziegen schlachtet. Die Herkunft alleine sagt nicht besonders viel aus. Es ist nicht nur der Mensch selbst (Charakter)...sondern auch sein soziales Umfeld, in dem er sich bewegt, was Sympathien weckt...oder Ablehnung hervorruft. Die sogenannten no-go-Areas sind Bezirke...innerhalb derer sich Zugezogene unserer Kultur entziehen...um sich die mitgebrachte zu 100% bewahren zu können. Aber nur innerhalb kultureller Schnittmengen kann sich Rassismus verflüchtigen. Das wussten auch die Nazis...weshalb sie Juden und Sinti und Roma erst mal separierten, damit sich Rassismus und Antisemitismus ausbreiten können.

    Wer mit den Haien schwimmt, der wird die Angst vor ihnen verlieren...aber seinen Respekt behalten. Wer im sicheren Käfig abtaucht und vor jeder Attacke geschützt ist, der wird seine Angst behalten, aber seinen Respekt verlieren.
    Geändert von anderedimension (14.09.19 um 09:50 Uhr)

  23. #123
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    AW: Naturwissenschaft - der Ordner

    Das mit der Quantenphysik ist ziemlich einfach, Till: Die Welt existiert aus sich gegenseitig bedingenden, zugleich anziehend-abstoßenden Quantifizierungen, deren Wirkung darauf beruht, wie sie sich zu Ort und Zeit verhalten.
    So ungefähr jedenfalls, behauptet zumindest diese Seite.

    Natürlich lehne ich das ab. Würde ja bedeuten, daß alles relativ sei, was mir nun wieder schnurzpiepegal. Klarerweise gibt es vieles, was bedingt ist, Verhältnisse aufbaut und derer bedarf, nicht aber alles ist so.

  24. #124
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    AW: Naturwissenschaft - der Ordner

    Ich behaupte, dass niemand die Quantenphysik versteht, verstehen kann. Weil Widersprüchliches bezüglich Naturgesetzen und Ergebnissen von Experimenten nunmal nicht verstanden werden kann. Es gibt nun 2 Möglichkeiten: unsere Experimente bzw. Ergebnisse/Schlußfolgerungen sind falsch oder die Welt funktioniert tatsächlich anders als unsere Logik und Vernunft.

    Je nach Temperament kann man sich für eine der beiden Mögllichkeiten entscheiden. Ich neige dazu, klassisch-konservativ geprägt wie ich bin - der Quantenphysik und ihren Vertretern zu misstrauen, als der Welt und dem, was sie ausmacht. Bin mir aber nicht sicher. Sollte die Welt tatsächlich zufällig, willkürlich, irrational gestrickt sein, dann lehne ich sie zwar ab, was aber nichts an ihr ändern wird.

    Wahrscheinlich ist die Welt zufällig, beliebig und irrational gestrickt. Würde das Verhalten des homo sapiens irgendwie erklären, dieser Auisgeburt einer kranken Phantasie.

  25. #125
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    AW: Naturwissenschaft - der Ordner

    Zitat Zitat von eulenspiegel Beitrag anzeigen

    Ich behaupte, dass niemand die Quantenphysik versteht, verstehen kann. Weil Widersprüchliches bezüglich Naturgesetzen und Ergebnissen von Experimenten nunmal nicht verstanden werden kann. Es gibt nun 2 Möglichkeiten: unsere Experimente bzw. Ergebnisse/Schlußfolgerungen sind falsch oder die Welt funktioniert tatsächlich anders als unsere Logik und Vernunft.

    Je nach Temperament kann man sich für eine der beiden Mögllichkeiten entscheiden. Ich neige dazu, klassisch-konservativ geprägt wie ich bin - der Quantenphysik und ihren Vertretern zu misstrauen, als der Welt und dem, was sie ausmacht. Bin mir aber nicht sicher. Sollte die Welt tatsächlich zufällig, willkürlich, irrational gestrickt sein, dann lehne ich sie zwar ab, was aber nichts an ihr ändern wird.

    Wahrscheinlich ist die Welt zufällig, beliebig und irrational gestrickt. Würde das Verhalten des homo sapiens irgendwie erklären, dieser Auisgeburt einer kranken Phantasie.

    Und dann ist der Mensch noch so geworden, daß er nicht immer so gut funktioniert, das kann doch nicht gewollt sein?


    Dann machen wir eben weiter. Ich habe mich schon als Kind gefragt, was mit diesen Unmengen Müll geschieht.

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