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Thema: Wahlomat

  1. #26
    Chefchen Avatar von aerolith
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    AW: Wahlomat

    In den letzten drei Wochen übertreffen sich die Wahlforschungsinstitute mit rückläufigen Zahlen für die Systemparteien, die FDP ausgenommen.

    erstellt von ntv:

    Merkel und ihre Union gehen mit Vorsprung in den Umfragen in die Bundestagswahl am Sonntag. Allerdings müssen CDU und CSU mit Verlusten im Vergleich zum Ergebnis von 2013 rechnen. Letzte Umfragen sehen die Union zwischen 34 und 36 Prozent. Bei der Bundestagswahl 2013 hatte sie 41,5 Prozent bekommen.
    Nach aktuellen, am Freitag veröffentlichten Umfragen steht die SPD bei 21 bis 22 Prozent. Die AfD käme auf 11 bis 13 Prozent, die Linke auf 9,5 bis 11, die FDP auf 9 bis 9,5 und die Grünen auf 7 bis 8 Prozent. Realistisch erscheinen vor allem eine große Koalition aus Union und SPD oder ein Jamaika-Bündnis aus Union, FDP und Grünen. Rund 61,5 Millionen Deutsche sind zur Wahl aufgerufen. Die Wahllokale haben von 8.00 Uhr bis 18.00 Uhr geöffnet.
    Ich glaube, die Wahl wird diesmal im Westen entschieden, genauer in NRW. Das Stammland der SPD wird die SPD abwählen, die froh sein kann, wenn sie 20% schafft. Ich tippe auf 17%. Zu wenig überzeugend war Schulz, dem man seinen Einsatz für Deutschland schlichtweg nicht abnimmt und dessen Attitüde, fortan besser zu regieren, unglaubwürdig bleiben muß, denn die SPD regiert letztlich seit 20 Jahren.
    Die GRÜNEN könnten ihre Klientel noch einmal aktivieren, also die 5% schaffen. Es wäre allerdings besser für sie, wenn sie, wie die FDP in den ltzten Jahren, in die APO geriete, denn dann müßte sie sich neu aufstellen.
    Gewinner dürften vier Parteien werden: CSU, AfD, LINKE und FDP. Ich sehe die FDP auf Platz drei, vielleicht sogar Platz 2. Viele haben sie im Fokus und glauben den Versprechungen Lindners. Ich glaube ihm nicht.

    Jedenfalls bin ich gespannt, wie die Wahl ausgehen wird.

  2. #27
    saulchen
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    AW: Wahlomat

    ich glaube die wahl wurde vor den augen aller 1990 im westen entschieden.
    ich glaube nicht an den wahlomat; ich plädiere für die autonomie der entscheidung des menschen gegenüber der entscheidung eines taschenrechners mit plastikaugen und falschen wimpern, bin auch gegen die ganzheitliche digitalisierung, sowieso gegen die geheimdienstverseuchte silicon valley ware.

    ich bin für die autonomie.
    ich geh doch nich wählen, ich bin doch nich blöd.

  3. #28
    Chefchen Avatar von aerolith
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    AW: Wahlomat

    Die Prognosen erwiesen sich als weitgehend richtig. Erstaunlich. Kleine Abweichungen.

    Bei der Elefantenrunde gab es Vorwürfe an die AfD, rassistisch zu sein, in ihren Reihen antidemokratische Elemente zu goutieren und dergleichen mehr. Meuthen reagierte defensiv, gab sogar vor, konstruktive Oppositionsarbeit machen zu wollen. Warum? Warum gab es keine Offensive in dem Sinne, als daß doch jeder sein Recht habe, im Diskurs gerade die Kraft der Demokratie läge, wenn sie es aushält, daß eben auch etliche gegen sie sind, jedenfalls gegen das, was landauf, landab als Demokratie bezeichnet wird. Das genau muß doch eine alternative Partei leisten, eben KEINE Parteidiszplin, die doch nur wenigen nützt, aber dem Diskurs am Ende schadet, weil alles dieser Mehrheitsmeinung untergeordnet werden muß.

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  4. #29
    schreibt hier hin und wieder Avatar von Streusalzwiese
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    AW: Wahlomat

    Bemerkenswert fand ich, dass Schulz das erste Wahlversprechen schon vor der ersten Hochrechnung gebrochen hat. Er wollte eigentlich die Mitglieder über die Fortsetzung der großen Koalition entscheiden lassen.
    http://www.spiegel.de/politik/deutsc...a-1167832.html
    Davon war nach der ersten Wahlprognose keine Rede mehr.
    Bemerkenswert war auch sein Auftritt in der Elefantenrunde. Wenn er schon im Wahlkampf so offensiv aufgetreten wäre, dann wäre die Wa<hl möglicherweise anders gelaufen.

  5. #30
    Chefchen Avatar von aerolith
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    AW: Wahlomat

    Ja, ich spürte bei ihm eine große Befreiung. Die SPD darf wieder Oppositionspartei sein und die Arbeit leisten, die ihr zusteht: Einsatz für die kleinen Leute. Ich habe diese Arbeit in den letzten Jahren sehr vermißt. Die basis sollte auf jeden Fall noch befragt werden. Ich bin mir sicher, daß sie den Schritt weg von der Union goutieren wird. Es ist der SPD noch nie bekommen, sich mit der CDU/Zentrum zu arrangieren. Das ging 1930/32 schief, funktionierte mal 1966/69, aber funzte in den letzten Jahren überhaupt nicht. Immer, wenn sich die SPD als staatstragend in einem kapitalistischen Gemeinwesen begreift, schadet das nicht nur dem Gemeinwesen, sondern v.a. ihr selber. Ich hoffe sehrlichst, daß sie sich wieder ihrer Kernaufgabe widmet. Das würde sie für meinesgleichen wählbar machen.

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