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Thema: Die SPD

  1. #76
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Die SPD

    Till schrieb nicht von den GRÜNEN, sondern von einer Perspektive der SD-Parteien, daß sie nämmich den Umweltschutz und eine entsprechende Politik verinnerlichen müßten, um wieder erfolgreich sein zu können.

    Zu dieser These möchte ich antworten: Meine Antwort lautet NEIN. Das liegt auch nahe, angesichts dieser gegenwärtig aufgebauscht-hysterischen Klimawandelbetatsachung, für die Sozialdemokratie einen grünen Umschwung nahezulegen. Nein. Das hieße, Kernkompetenzen umhängen zu wollen, die schon andere zu besitzen vorgeben. Meiner unmaßgeblichen Meinung nach würde die Sozialdemokratie besser fahren, wenn sie sich auf ihre einstige Kernkompetenz besänne, also Sozialpolitik und Gerechtigkeit. Den Unweg, den sie seinerzeit mit der Agenda 2010 einschlug, sollte sie schleunigst verlassen.

  2. #77
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    AW: Die SPD

    Es geht (für die SPD) nicht darum die gleiche Politik wie die Grünen zu machen...sondern darum...die "Politik" der Grünen zu entzaubern - und das wäre m.E. relativ einfach. Nehmen wir nur mal die Plastik-Einkaufstaschen: die Supermärkte verzichten "freiwillig" (nicht aus Überzeugung, sondern wegen dem öffentlichen Druck) darauf Plastiktüten anzubieten - und die Verbraucher greifen zu Papiertüten. Die aber haben eine wesentlich schlechtere Ökobilanz (Wasserverbrauch) als Plastiktüten. Man müsste eine Papiertüte mindestens 7x benutzen...damit sie überhaupt Sinn macht. Hier wird durch "grünen Aktionismus" die Umwelt nachweislich geschädigt. Und so gibt es sehr viele Beispiele...die zeigen, dass grüne Politik nicht mehr als reine Stimmungsmache ist - ohne Substanz, ohne einen echten Plan dahinter.

  3. #78
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    AW: Die SPD

    Also, es war von der SPD die Rede. Aber, ich komme gern auf die Grünen zu sprechen. Die liegen momentan nicht deshalb so gut in den Umfragen, weil sie so tolle Konzepte hätten oder gar Programme, die sie umsetzen könnten, sondern, weil die anderen - Union, SPD, FDP und Rest - so gar nichts zu bieten haben, was für die nahe Zukunft brauchbar wäre. Die Grünen profitieren von der programmatischen und inhaltlichen Schwäche der anderen Parteien. Und weil Umwelt und Öko und Klima halt zur Zeit angesagt sind.

    Die Grünen werden sehr schnell den Schulz-Effekt spüren, sobald sie konkrete Politik machen sollen. Die Grünen sind für mich ein heuchlerischer Haufen besserwisserischer Akademikersprösslinge und verwöhnter Mittel- und Oberschichtkids. Liegen halt im Trend, das ist aber alles andere als nachhaltig - genau so wie ihr Politikansatz, obwohl sie das Wort 'nachhaltig' dauernd im Mund führen.

    Um auf die SPD zurück zu kommen. Robert, ich denke schon, dass es entscheidend sein wird, die soziale Frage mit einer Form nachhaltigen und klimaneutralen Wirtschaftens zu verbinden. Man kann vom Klimawandel halten, was man will - ich bin da nicht dogmatisch, aber schon der Meinung, dass es fünf nach Zwölfe ist - es ist allemal klüger und moralisch geboten - ganz im Sinne Kants und des kat. Imp. - die Zukunft unserer Kinder und Enkel nicht zu gefährden oder buchstäblich aufzufressen und zu verfliegen und verkonsumieren! Da kenne ich keinen Spaß mehr. Wir alle, ich schließe mich natürlich ein, leben weit über unsere Verhältnisse und mit viel zu großem Fußabdruck! Das ist ein Skandal und ein Verbrechen.

    Wenn wir da nicht radikal umdenken und auch auf vieles verzichten, was uns lieb und teuer ist, rauben wir unsern Nachkommen die Lebensgrundlagen. Klimawandel hin oder her. Da das aber nur global zu schaffen ist, sehe ich realistisch keine Möglichkeit, dass es gelingen wird. So sehe ich die Menschheit auf dem Highway to hell. Vollgas gegen die Wand.

    So sehe ich das, auch wenn man mich einen Pessimisten schimpft. Die Menschheit ist dabei, sich großteils selbst zu vernichten. Was und wieviel dann von unserer Zivilisation übrig bleibt, wird sich zeigen.

  4. #79
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    AW: Die SPD

    Die SPD war wohl immer dann am stärksten, wenn eine Person (Willy B., Helmut S., Gerhard S.) klar das Sagen hatte. Unmittelbar vor Schröder ('94 Scharping, Lafontaine, Schröder) war das nicht der Fall-und nach ihm auch nicht mehr. Gabriel, Nahles, Schulz +Co. waren vielleicht auf dem Papier die Chefs...aber ansonsten nur eine von vielen Stimmen der SPD. Sie braucht wieder eine starke Persönlichkeit an der Spitze, eine mit Überzeugung und Durchsetzungskraft. Kann man sich nicht backen, da gehört auch Glück dazu. Wenn selbst Leute wie Kühnert mit in der Verlosung sind...dann sagt das schon viel über den Zustand der SPD aus. Ein Studienabbrecher und Callcenter-Agent mit marxistischen Wahnvorstellungen....

    Und was das Untergangsszenario der Erde angeht: ich glaube da braucht es neben pragmatischen Lösungen auch den Mut zu Grundsatzfragen. Da kann man sich im Alltag so anstrengen wie man will und versuchen sich jeden Co2 verursachenden Pups zu verkneifen - entwickelt sich die Gesamtpopulation weiter wie bisher...wird jede positive Maßnahme sofort wieder neutralisiert. Solche Diskussion sind schwierig...weil sich da ungefragt auch Rassisten dran beteiligen...aber führen müsste man sie dennoch. Wir pfuschen der Natur in Sachen "natürliche Selektion" extrem ins Handwerk-das hat natürlich auch seinen Preis.

    Das hat viel mit unserem medialen Zeitalter zu tun. Wir erfahren von schlimmen Schicksalen aus den entlegensten Winkeln der Erde und nehmen uns jedem einzelnen an. Vor zwanzig Jahren waren das Randnotizen in den Tageszeitungen - heute haben wir Bilder vor Augen. Jede Studentin, wohl ohne eine einzige Ausnahme, wacht irgendwann auf und wurde über Nacht zur Umwelt-Tier-und Retterin der ganzen Welt. Früher reichte es ihr sich im Tierheim zu engagieren, oder Obdachlosen Tütensuppen zu schenken. Heute muss es gleich die ganze Welt sein.

    Wir feiern Darwin als größten Naturwissenschaftler aller Zeiten, wollen aber seine Erkenntnisse nicht akzeptieren. So halten wir unser Schuldgefühl am Leben. Wir haben das Schicksal des anderen zu verantworten.

    So funktioniert nun mal "Natur"...dass das eine Leben das andere dominiert. Die Friede-Freude-Eierkuchen-Welt ist eine Illusion...der wir...wie ein Hamster im Hamsterrad und ohne Aussicht auf Erfolg...nachjagen. Wer eine solche Diskussion beginnt...der könnte zu den Verlierern zählen-wer sie scheut, der hat schon verloren.
    Geändert von anderedimension (12.06.19 um 06:10 Uhr)

  5. #80
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    AW: Die SPD

    Zitat Spiegel.Online v. 14.06.2019
    Schäfer - Gümbel wirft Grünen Populismus wie bei der AfD vor

    Von der jahrelangen Partnerschaft zwischen Sozialdemokraten und Grünen ist derzeit nicht mehr viel zu spüren. Der kommissarische SPD-Chef Schäfer-Gümbel wirft der Ökopartei vor, Politik "in grotesker Weise" zu verkürzen


    In den Umfragen liegen die Grünen mittlerweile weit vor der SPD, mitunter haben sie sogar die Union überholt. Kein Wunder, dass die Attacken von Schwarzen und Roten gegen die Ökopartei nun deutlich schärfer werden.
    Der kommissarische SPD-Chef Thorsten Schäfer-Gümbel warf den Grünen nun eine populistisch vereinfachende Politik vor - und nannte sie dabei in einem Atemzug mit der AfD. Wörtlich sagte Schäfer-Gümbel dem "Tagesspiegel": "Die Grünen versuchen im Moment, alles Elend dieser Welt zu reduzieren auf die Frage des Klimawandels." Das sei genauso falsch wie die Politik der AfD, die die Migrationsfrage zum Übel der Welt erklärt habe. "Beides verkürzt Politik in grotesker Weise."
    Schäfer-Gümbel führt die Partei nach dem Rücktritt von Andrea Nahlesübergangsweise zusammen mit den Ministerpräsidentinnen Malu Dreyer und Manuela Schwesig. Im Herbst will er sich jedoch - wie bereits vor längerer Zeit angekündigt - aus der Parteipolitik zurückziehen.
    Geht doch - ein Schritt in die richtige Richtung...allerdings muss SG diese Debatte auch mit Inhalten füllen...ansonsten ist das nur Populismus seinerseits


    Nachtrag

    und dann das...von der gleichen Person:

    Zitat spiegel.online


    Bezahlbarer Wohnraum
    SPD verlangt Mietobergrenzen für ganz Deutschland
    Die SPD will in der Großen Koalition auf Höchstgrenzen für Mieten pochen. Menschen sollten "höchstens ein Drittel ihres Einkommens für das Wohnen ausgeben müssen".

    da fällt man sofort wieder ins alte Muster zurück und verzettelt sich...statt sich mal mit gebündelten Ressourcen auf ein Thema zu konzentrieren

    Mietobergrenze ist Quatsch hoch3. Wer so etwas ernsthaft in Erwägung zieht...der sollte sein politisches Amt niederlegen(müssen)

    Wenn die SPD meint linksaußen fischen zu müssen, dann hat sie die falschen Schlüsse aus ihrer Misere gezogen. So langsam glaube auch ich, dass es da einfach nur an "Hirn" mangelt.
    Geändert von anderedimension (14.06.19 um 13:22 Uhr)

  6. #81
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    AW: Die SPD

    M. Dreyer, schon immer meine persönliche Favoritin, ist in einigen Umfragen heißeste Kandidatin auf den Vorsitz der SPD. Aber selbst wenn sie wollte, ihre schwere Krankheit wird es kaum zulassen. Sie ist Links-Realistin...und als solche ein sehr seltenes Exemplar. Sie ist die einzige Führungskraft eines roten Bundeslandes, die ihrer Pro-Flüchtlingspolitik auch Taten folgen ließ. In RLP wurden viele potentielle Probleme durch eine geschickte Verteilungspolitik bereits im Keim erstickt. Von Anfang an wurden die Flüchtlinge gleichmäßig im Land verteilt und in Wohnungen oder kleinen Wohneinheiten untergebracht, sodass soziale Brennpunkte...bis auf wenige Ausnahmen...kaum ein Thema sind. Eine Grundvoraussetzung...damit Integration überhaupt eine Chance hat. Dass die SPD in RLP überhaupt noch an der Macht ist, ist einzig und alleine ihrer Person zu verdanken. Auf Bundesebene sind z.Zt. andere Themen aktuell, das wird sich aber wieder drehen. Ich traue Frau Dreyer zu die SPD aus dem Tal der Tränen zu führen, wenn sie und die SPD - Mitglieder das wollen - und ihre Krankheit es zulässt.

  7. #82
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    AW: Die SPD

    Hier mal ein paar Daten/Statistiken...warum die SPD nicht sehr beliebt ist...nicht geliebt werden kann:


    teuerster Nahverkehr


    Hamburg/ SPD
    Lübeck /SPD
    Nürnberg/SPD
    Bonn/CDU
    Köln/parteilos
    Stuttgart/ Grüne
    München/ SPD
    Augsburg/CSU
    Wuppertal/SPD
    Bochum/SPD


    https://www.spiegel.de/auto/aktuell/...a-1231687.html


    dreckigste Städte


    Stuttgart/Grüne
    München/SPD
    Köln/parteilos
    Dortmund/SPD
    Berlin/SPD
    Düsseldorf/SPD
    Essen/SPD
    Frankfurt/SPD
    Hamburg/SPD
    Bremen/SPD
    https://www.handelsblatt.com/unterne...oEd1ZjO1ag-ap2


    kriminellsten Städte


    Frankfurt/SPD
    Hannover/SPD
    Berlin/SPD
    Dresden/FDP
    Leipzig/SPD
    Halle a.d.S./parteilos
    Köln/parteilos
    Hamburg/SPD
    Freiburg/Grüne
    Bremen/SPD


    https://www.allsecur.de/hausratversi...land-ratgeber/

    die ärmsten Städte


    Gelsenkirchen/SPD
    Bermerhaven/Alle und keiner
    Saarbrücken/SPD
    Essen/SPD
    Berlin/SPD
    Dortmund/SPD
    Duisburg/Alle und keiner
    Herne/SPD
    Mönchengladbach/CDU
    Halle a.d.S./parteilos
    Bremen/SPD
    Offenbach a.M./SPD
    Hagen/Alle und keiner


    https://www.n-tv.de/politik/Deutschl...e20934084.html



    oben steht immer die am negativsten bewertete Stadt - die vollständigen Listen findet man unter den Links

    was die jeweils verantwortlichen Bürgermeister oder Parteien angeht, da ist es schwer 100% gerecht zu sein...weil der ein oder andere Ob, oder die ein oder andere Partei seit kurzer Zeit erst in Verantwortung steht...die Posten noch vakant sind...oder zu viele mitmischen, sodass sich Hauptverantwortliche kaum ermitteln lassen. Aber man sieht auf den ersten Blick, dass die SPD auffällig oft beteiligt ist - entweder die alleinige, oder die Hauptverantwortung trägt. Ganz übel ist es...wenn sie zusammen mit den Grünen agieren.

    Das zeigt auch den aktuellen "Fehler" der SPD...sich eine Gerechtigkeit auf die Fahne zu schreiben, die in der Praxis keine Bedeutung hat. Es geht erst mal darum Alltagsprobleme fern der Gerechtigkeit zu bewältigen. Die SPD hat nichts (vorzuweisen), das man gerecht verteilen könnte. Dass die CDU kaum (negativ) auftaucht...trotz ihrer Bedeutung...sagt auch einiges aus.

    Bestätigt meine These, dass es besser ist viel Geld ungerecht...als wenig Geld gerecht zu verteilen. Sozialismus heißt Zerfall. Das war schon immer so - und daran wird sich auch in Zukunft nichts ändern.

    ---------------------------------------------------------------------------------------

    m.E. zeigt das auch noch etwas anderes: schaut/hört man sich die Diskussionen innerhalb und rum um die SPD an...handelt es sich fast ausschließlich um Personaldebatten. War oder ist die oder derjenige die richtige Besetzung für diesen oder jenen Posten. Soll man auf mehrere Schultern verteilen, oder nach einem Alleinherrscher suchen...usw/die o.g. Statistiken beweisen doch aber, dass die Politik...nicht das Personal das Problem ist. Und sie zeigen auch, dass nur aus der Mitte heraus alltagstaugliche Politik zu machen ist - und es ein großer Fehler wäre...würde die SPD nach links rücken...nur um an der Macht zu bleiben. Im Gegenteil...man sollte etwas mehr nach rechts rücken und den Dilettanten innerhalb der Partei (Kevin K.+Co) das Wort verbieten.
    Die Grünen haben das auch so gemacht...und ihren Dummschwätzern ein Kameraverbot erteilt.
    Geändert von anderedimension (19.06.19 um 13:04 Uhr)

  8. #83
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    AW: Die SPD

    Die SPD - und die SPÖ, sowie die meisten sozialdemokratischen Parteien in Europa - haben das Problem, dass sie konturlos und planlos dahinlavieren, mal bissl rechts, mal bissl links von der Mitte, immer ängstlich bedacht, nur ja keine Inhalte zu vertreten, die die Wirtschaft hier, oder die medial vorherrschende Zustimmung und Propagierung globalisierungsfreundlicher Positionen zu vergraulen. Globalisierung ist Gift für die Sozialdemokratie, Globalisierung zersetzt den Sozialstaat, fördert den Wettbewerb hin zu den niedrigsten Standards. Zudem vertritt die SPD in der Migrationsfrage eine Position, die sich gegen die eigene Klientel richtet. Zuviel Migration erodiert ebenfalls die sozialen Standards. SPD und Schwesterparteien sitzen in der Klemme. Arbeiten sie für ihre (ursprünglichen) Wähler müssen sie Positionen vertreten, die vom politischen und medialen Zeitgeist als rechts, nationalistisch und isolationistisch verfemt werden. Verhalten sie sich brav und zeitgeistangepasst, wandern ihre Wähler zu den bösen Populisten. Dazu kommt noch das Klimadilemma. Das wird die SD-Parteien endgültig zerreissen.

  9. #84
    rodbertus
    Laufkundschaft

    Question AW: Die SPD

    ja, schon, Till, aber wie erklärst Du Dir den Erfolg sozialdemokratischer Parteien in Italien, Spanien oder Griechenland?

  10. #85
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    AW: Die SPD

    Das lässt sich relativ einfach erklären: sind Siesta-Länder, denen die Sozialdemokraten (dort Linke) den Mittagsschlaf und die Rente ab 50 garantieren - natürlich zu Lasten von Ländern wie Deutschland oder den skandinavischen Nationen. Ist vergleichbar mit den deutschen Schmarotzer-Ländern...wie z.B. Berlin und Bremen...wo die Sozialdemokraten ebenso...und auch aus dem gleichen Grund...noch stark sind. Müssen Sozialdemokraten sich autark ernähren...sind sie auch schnell wieder von der Bildfläche verschwunden. Linke Politik, egal wo auf der Welt, führt immer ins Verderben.

  11. #86
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    AW: Die SPD

    Nun, ich denke, dass es sich bei den Wahlerfolgen der SD in den Südländern um Linkspopulismus handelt: den Leuten einfache Lösungen für komplizierte Fragen zu präsentieren. Gutes Leben, hohes Einkommen, Massenkonsum, Billigtextilien, Billigurlaube, Billigfraß, Billigenergie usw. Das geht nicht zusammen. Eine Sozialdemokratie, die es ehrlich meint und den Mut hat, den Leuten die Zusammenhänge zwischen Billigkonsum und Lohnniveau/Sozialstaat und ihre Auswirkungen auf den Staatshaushalt zu erklären, die gibt es weit und breit nicht mehr. Eine Sozialdemokratie, die den Namen verdient, müsste den Menschen reinen Wein einschenken: du kannst nicht Billigstartikel beim Discounter einkaufen und gleichzeitig ein hohes Lohnniveau, umfassende Sozialleistungen und hohe Renten genießen. Schon gar nicht unter den Bedingungen globalisierten Wettbewerbs, wo System höchst unterschiedlicher Qualität und Quantität miteinander konkurrieren. Da lassen wir mal Migration und Klima aussen vor.

    Wer 3 T-shirts um 10 € kauft, die nach zweimal Waschen nur mehr als Putzfetzen zu gebrauchen sind, statt 1 T-shirt um 20 €, das man 10 Jahre tragen kann, der darf sich nicht wundern, wenn sein Lohn kaum zum Leben reicht! Es ist traurig und ein Offenbarungseid europäischer Politik, dass wir keine heimische Bekleidungsfirmen mehr haben, dass wir keine europäischen Elektroartikel des täglichen Gebrauchs mehr erwerben können - von Nischen abgesehen -, dass wir mehr und mehr von ausländischen Nahrungsmittelimiporten abhängig werden usw. Geiz-ist-geil führt zu Job-ist-weg.

    Schade, dass die Sozialdemokratie offenbar unwillig und zu feig ist, Leuten solche Zusammenhänge zu erklären.

  12. #87
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    AW: Die SPD

    "Gesocks" schließt deutsches Gesocks mit ein - da mache ich keine Unterschiede.


    Zitat Eulenspiegel:

    Es ist traurig und ein Offenbarungseid europäischer Politik, dass wir keine heimische Bekleidungsfirmen mehr haben,
    Veto! Das hat mit Politik nichts zu tun - das ist ein Versagen der Gesellschaft. Ich bin kein Freund davon alles auf die Politik oder auf die Politiker zu schieben. Das ist oft nur ein Alibi für das eigene Versagen.

    Das hat mit unserem Konsumverhalten zu tun, dass es keine einheimische Bekleidungsfirmen mehr gibt. Das ist der Geiz ist geil Mentalität und unserer Faulheit geschuldet.

  13. #88
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    AW: Die SPD

    Exakt, da bin ich bei dir. Geht ja auch aus meinem Posting hervor. Ich finde allerdings, dass es Aufgabe der Politik ist, den Leuten die Zusammenhänge ihres Konsumverhaltens mit den Konsequenzen daraus - Billiglöhne, soziale Erosion, Niedrigrenten, abgesehen vom Mist, den sie konsumieren - zu erklären und für entsprechende Bedingungen zu sorgen, damit das Ärgste verhindert wird, was vorrangig Investitionen ins Bildungssystem bedingte!

    Aber was haben wir in der EU? Neoliberale Wirtschaftspolitik, Öffnung und damit Wettbewerb mit globalen Märkten, die weniger soziale, ökologische und Lohnstandards haben. Kann ja nicht gut gehen.

  14. #89
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    AW: Die SPD

    Die Globalisierung ist für so manches Übel verantwortlich, ohne jetzt jedes einzelne aufzählen zu wollen.

    Ich habe gestern viele kluge, aber auch saudumme Sätze gehört. So hat zB in der Phoenix Runde ein Publizist behauptet der Osten wähle rechts...weil die schlauen Ossis alle in den Westen gezogen sind und nur noch die Dummen im Osten verweilen. Und das hat dieser mit einer solchen Arroganz gesagt, dass einem da fast die Worte fehlen. Also eine saudumme Aussage.

    In einer anderen Runde sagte ein Politikwissenschaftler, dass die Groko nicht unerhelblich daran schuld sei...dass sich die Menschen in ihre eigene Meinungswelt zurückziehen. Er nannte Merkel und Schulz...die da gleichgeschaltet und Hand in Hand unser Land regieren. Dem stimme ich zu. Die Menschen bekommen gar nicht mehr vorgelebt...wie man "richtig" streitet. Habeck, Schulz, Merkel, Ramelow,....da ist doch überhaupt nicht mehr zu erkennen wer zu welcher Partei gehört.

    Die Analysen zeigen: die Arbeiter wählen Linke oder AfD. Die SPD ist schon lange keine Arbeiterpartei mehr. Für mich ist sie eine Erfüllungsgehilfin der CDU.

    Aber was hat das mit unserem Konsumverhalten zu tun? Jeder zeigt auf den anderen...ohne mit diesem in den Dialog treten zu wollen. Unhaltliche Diskussionen sind viel zu antrengend...ausserdem weiß man gar nicht mehr...wie man diese anständig führt. Also verharrt man in seiner eigenen Welt und macht weiter wie bisher - die Schuld tragen die Anderen - und mit denen kann man sowieso nicht reden.

    Schauen wir uns die Fridays for Future Bewegung an: diese jungen Menschen kennen gar nichts anderes als die Groko- und selbst ihre Eltern kennen kaum etwas anderes.

  15. #90
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    AW: Die SPD

    Ich schaue gelegentlich deutsche TV-talks und Infotainmentformate (Illner, Lanz, phoenix-runde etc.). Obwohl das meiner Gesundheit gar nicht gut tut. Am liebsten würd ich nach 5 Minuten abdrehen oder weiterzappen. Auch gestern habe ich weite Teile von Illner und Lanz geschaut. Von Lucke ist eine Quasselstrippe bis zur Besinnungslosigkeit, dessen offensichtliche Parteilichkeit für linksgrün ihn eigentlich als Politikwissenschafter disqualifiziert. Die dogmatische Verweigerung der CDU gegen Kooperation mit der Linkspartei halte ich für dämlich und absolut hirnrissig. Aber bitte. Deutschland ist geprägt von einer neurotischen, ja psychotischen politischen Korrektheit, die schon pathologisch ist. Man muß kein Sympathisant neonazistischer oder faschistoider Gesinnung sein, wenn man findet, der Zuwanderung wäre genug. Von echtem Asyl (Rettung aus Lebensgefahr) mal abgesehen, die ist klar ein Gebot der Menschlichkeit. Man ist auch kein Extremist, wenn man findet, dass Verfassung und Gesetze für alle gleich zu gelten haben und wenn man die Auffassung vertritt, dass Ökologie vor Ökononmie geht.

    Doch zurück zur SPD. Es wäre imho eine Chance für die SPD, sich auf einen radikalen ökosozialen Neustart zu fokussieren und die offene Debatte zu führen, wie solidarisch und sozialverträglich eine Wirtschaft sein kann, die auf Massenkonsum, Geiz-ist-geil und totale Marktdiktatur setzt. Aber dazu haben diese Sozis weder den Verstand noch die Eier.

    Letzte Meldung: Schulz empfielt seiner Partei auf Scholz zu setzen. Das kann ich nur sagen: Loser setzt auf Loser! Viel Glück, das ist der Highway to hell, liebe alte Tante SPD.

  16. #91
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    AW: Die SPD

    Schade, denn wir brauchen eine (starke) SPD - doch die sitzt in der Falle...denn inzwischen ist es uncool die SPD zu wählen...egal wie gut und erfolgreich die ihr Geschäft betreibt...SPD-Bashing ist in. Das gegenseitige duzen gehört zum Markenkern der SPD...soll zeigen, dass alle auf einer Augenhöhe sind und jeder mitreden darf. Aber gerade das wird ihr heute zum Verhängnis. Man meint jedem gerecht werden zu müssen. So kann man aber heute keine Politik mehr betreiben...so verliert man sich in der Masse. Und macht die CDU weiter wie bisher...droht ihr das gleiche Schicksal.

    Zitat eulenspiegel:

    Die dogmatische Verweigerung der CDU gegen Kooperation mit der Linkspartei halte ich für dämlich und absolut hirnrissig
    Mit Ramelow würde man ja...aber eben nicht mit dessen Partei - so wie man in BW mit Kretschmann kann...und seine Grünen nur deshalb in Kauf nimmt...weil die in BW nicht wirklich grün sind. Das zeigt, dass die Parteien als solche in Zukunft nicht mehr so wichtig sein werden. Es werden Gleichgesinnte miteinander koalieren...egal für welche Partei diese letztendlich antreten. Die Grünen sind die ersten...die das verstanden haben. Die Grünen halten sich alle Optionen offen und haben diejenigen abgesägt...die dafür nicht offen sind. Wohl haben die Grünen noch einen linken und einen rechten Flügel...aber diese Flügel haben keine Gesichter mehr...an denen man sich reiben könnte.

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