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Thema: Die SPD

  1. #76
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Die SPD

    Till schrieb nicht von den GRÜNEN, sondern von einer Perspektive der SD-Parteien, daß sie nämmich den Umweltschutz und eine entsprechende Politik verinnerlichen müßten, um wieder erfolgreich sein zu können.

    Zu dieser These möchte ich antworten: Meine Antwort lautet NEIN. Das liegt auch nahe, angesichts dieser gegenwärtig aufgebauscht-hysterischen Klimawandelbetatsachung, für die Sozialdemokratie einen grünen Umschwung nahezulegen. Nein. Das hieße, Kernkompetenzen umhängen zu wollen, die schon andere zu besitzen vorgeben. Meiner unmaßgeblichen Meinung nach würde die Sozialdemokratie besser fahren, wenn sie sich auf ihre einstige Kernkompetenz besänne, also Sozialpolitik und Gerechtigkeit. Den Unweg, den sie seinerzeit mit der Agenda 2010 einschlug, sollte sie schleunigst verlassen.

  2. #77
    Mitgestalter Avatar von anderedimension
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    AW: Die SPD

    Es geht (für die SPD) nicht darum die gleiche Politik wie die Grünen zu machen...sondern darum...die "Politik" der Grünen zu entzaubern - und das wäre m.E. relativ einfach. Nehmen wir nur mal die Plastik-Einkaufstaschen: die Supermärkte verzichten "freiwillig" (nicht aus Überzeugung, sondern wegen dem öffentlichen Druck) darauf Plastiktüten anzubieten - und die Verbraucher greifen zu Papiertüten. Die aber haben eine wesentlich schlechtere Ökobilanz (Wasserverbrauch) als Plastiktüten. Man müsste eine Papiertüte mindestens 7x benutzen...damit sie überhaupt Sinn macht. Hier wird durch "grünen Aktionismus" die Umwelt nachweislich geschädigt. Und so gibt es sehr viele Beispiele...die zeigen, dass grüne Politik nicht mehr als reine Stimmungsmache ist - ohne Substanz, ohne einen echten Plan dahinter.

  3. #78
    schreibt hier hin und wieder
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    AW: Die SPD

    Also, es war von der SPD die Rede. Aber, ich komme gern auf die Grünen zu sprechen. Die liegen momentan nicht deshalb so gut in den Umfragen, weil sie so tolle Konzepte hätten oder gar Programme, die sie umsetzen könnten, sondern, weil die anderen - Union, SPD, FDP und Rest - so gar nichts zu bieten haben, was für die nahe Zukunft brauchbar wäre. Die Grünen profitieren von der programmatischen und inhaltlichen Schwäche der anderen Parteien. Und weil Umwelt und Öko und Klima halt zur Zeit angesagt sind.

    Die Grünen werden sehr schnell den Schulz-Effekt spüren, sobald sie konkrete Politik machen sollen. Die Grünen sind für mich ein heuchlerischer Haufen besserwisserischer Akademikersprösslinge und verwöhnter Mittel- und Oberschichtkids. Liegen halt im Trend, das ist aber alles andere als nachhaltig - genau so wie ihr Politikansatz, obwohl sie das Wort 'nachhaltig' dauernd im Mund führen.

    Um auf die SPD zurück zu kommen. Robert, ich denke schon, dass es entscheidend sein wird, die soziale Frage mit einer Form nachhaltigen und klimaneutralen Wirtschaftens zu verbinden. Man kann vom Klimawandel halten, was man will - ich bin da nicht dogmatisch, aber schon der Meinung, dass es fünf nach Zwölfe ist - es ist allemal klüger und moralisch geboten - ganz im Sinne Kants und des kat. Imp. - die Zukunft unserer Kinder und Enkel nicht zu gefährden oder buchstäblich aufzufressen und zu verfliegen und verkonsumieren! Da kenne ich keinen Spaß mehr. Wir alle, ich schließe mich natürlich ein, leben weit über unsere Verhältnisse und mit viel zu großem Fußabdruck! Das ist ein Skandal und ein Verbrechen.

    Wenn wir da nicht radikal umdenken und auch auf vieles verzichten, was uns lieb und teuer ist, rauben wir unsern Nachkommen die Lebensgrundlagen. Klimawandel hin oder her. Da das aber nur global zu schaffen ist, sehe ich realistisch keine Möglichkeit, dass es gelingen wird. So sehe ich die Menschheit auf dem Highway to hell. Vollgas gegen die Wand.

    So sehe ich das, auch wenn man mich einen Pessimisten schimpft. Die Menschheit ist dabei, sich großteils selbst zu vernichten. Was und wieviel dann von unserer Zivilisation übrig bleibt, wird sich zeigen.

  4. #79
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    AW: Die SPD

    Die SPD war wohl immer dann am stärksten, wenn eine Person (Willy B., Helmut S., Gerhard S.) klar das Sagen hatte. Unmittelbar vor Schröder ('94 Scharping, Lafontaine, Schröder) war das nicht der Fall-und nach ihm auch nicht mehr. Gabriel, Nahles, Schulz +Co. waren vielleicht auf dem Papier die Chefs...aber ansonsten nur eine von vielen Stimmen der SPD. Sie braucht wieder eine starke Persönlichkeit an der Spitze, eine mit Überzeugung und Durchsetzungskraft. Kann man sich nicht backen, da gehört auch Glück dazu. Wenn selbst Leute wie Kühnert mit in der Verlosung sind...dann sagt das schon viel über den Zustand der SPD aus. Ein Studienabbrecher und Callcenter-Agent mit marxistischen Wahnvorstellungen....

    Und was das Untergangsszenario der Erde angeht: ich glaube da braucht es neben pragmatischen Lösungen auch den Mut zu Grundsatzfragen. Da kann man sich im Alltag so anstrengen wie man will und versuchen sich jeden Co2 verursachenden Pups zu verkneifen - entwickelt sich die Gesamtpopulation weiter wie bisher...wird jede positive Maßnahme sofort wieder neutralisiert. Solche Diskussion sind schwierig...weil sich da ungefragt auch Rassisten dran beteiligen...aber führen müsste man sie dennoch. Wir pfuschen der Natur in Sachen "natürliche Selektion" extrem ins Handwerk-das hat natürlich auch seinen Preis.

    Das hat viel mit unserem medialen Zeitalter zu tun. Wir erfahren von schlimmen Schicksalen aus den entlegensten Winkeln der Erde und nehmen uns jedem einzelnen an. Vor zwanzig Jahren waren das Randnotizen in den Tageszeitungen - heute haben wir Bilder vor Augen. Jede Studentin, wohl ohne eine einzige Ausnahme, wacht irgendwann auf und wurde über Nacht zur Umwelt-Tier-und Retterin der ganzen Welt. Früher reichte es ihr sich im Tierheim zu engagieren, oder Obdachlosen Tütensuppen zu schenken. Heute muss es gleich die ganze Welt sein.

    Wir feiern Darwin als größten Naturwissenschaftler aller Zeiten, wollen aber seine Erkenntnisse nicht akzeptieren. So halten wir unser Schuldgefühl am Leben. Wir haben das Schicksal des anderen zu verantworten.

    So funktioniert nun mal "Natur"...dass das eine Leben das andere dominiert. Die Friede-Freude-Eierkuchen-Welt ist eine Illusion...der wir...wie ein Hamster im Hamsterrad und ohne Aussicht auf Erfolg...nachjagen. Wer eine solche Diskussion beginnt...der könnte zu den Verlierern zählen-wer sie scheut, der hat schon verloren.
    Geändert von anderedimension (12.06.19 um 05:10 Uhr)

  5. #80
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    AW: Die SPD

    Zitat Spiegel.Online v. 14.06.2019
    Schäfer - Gümbel wirft Grünen Populismus wie bei der AfD vor

    Von der jahrelangen Partnerschaft zwischen Sozialdemokraten und Grünen ist derzeit nicht mehr viel zu spüren. Der kommissarische SPD-Chef Schäfer-Gümbel wirft der Ökopartei vor, Politik "in grotesker Weise" zu verkürzen


    In den Umfragen liegen die Grünen mittlerweile weit vor der SPD, mitunter haben sie sogar die Union überholt. Kein Wunder, dass die Attacken von Schwarzen und Roten gegen die Ökopartei nun deutlich schärfer werden.
    Der kommissarische SPD-Chef Thorsten Schäfer-Gümbel warf den Grünen nun eine populistisch vereinfachende Politik vor - und nannte sie dabei in einem Atemzug mit der AfD. Wörtlich sagte Schäfer-Gümbel dem "Tagesspiegel": "Die Grünen versuchen im Moment, alles Elend dieser Welt zu reduzieren auf die Frage des Klimawandels." Das sei genauso falsch wie die Politik der AfD, die die Migrationsfrage zum Übel der Welt erklärt habe. "Beides verkürzt Politik in grotesker Weise."
    Schäfer-Gümbel führt die Partei nach dem Rücktritt von Andrea Nahlesübergangsweise zusammen mit den Ministerpräsidentinnen Malu Dreyer und Manuela Schwesig. Im Herbst will er sich jedoch - wie bereits vor längerer Zeit angekündigt - aus der Parteipolitik zurückziehen.
    Geht doch - ein Schritt in die richtige Richtung...allerdings muss SG diese Debatte auch mit Inhalten füllen...ansonsten ist das nur Populismus seinerseits


    Nachtrag

    und dann das...von der gleichen Person:

    Zitat spiegel.online


    Bezahlbarer Wohnraum
    SPD verlangt Mietobergrenzen für ganz Deutschland
    Die SPD will in der Großen Koalition auf Höchstgrenzen für Mieten pochen. Menschen sollten "höchstens ein Drittel ihres Einkommens für das Wohnen ausgeben müssen".

    da fällt man sofort wieder ins alte Muster zurück und verzettelt sich...statt sich mal mit gebündelten Ressourcen auf ein Thema zu konzentrieren

    Mietobergrenze ist Quatsch hoch3. Wer so etwas ernsthaft in Erwägung zieht...der sollte sein politisches Amt niederlegen(müssen)

    Wenn die SPD meint linksaußen fischen zu müssen, dann hat sie die falschen Schlüsse aus ihrer Misere gezogen. So langsam glaube auch ich, dass es da einfach nur an "Hirn" mangelt.
    Geändert von anderedimension (14.06.19 um 12:22 Uhr)

  6. #81
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    AW: Die SPD

    M. Dreyer, schon immer meine persönliche Favoritin, ist in einigen Umfragen heißeste Kandidatin auf den Vorsitz der SPD. Aber selbst wenn sie wollte, ihre schwere Krankheit wird es kaum zulassen. Sie ist Links-Realistin...und als solche ein sehr seltenes Exemplar. Sie ist die einzige Führungskraft eines roten Bundeslandes, die ihrer Pro-Flüchtlingspolitik auch Taten folgen ließ. In RLP wurden viele potentielle Probleme durch eine geschickte Verteilungspolitik bereits im Keim erstickt. Von Anfang an wurden die Flüchtlinge gleichmäßig im Land verteilt und in Wohnungen oder kleinen Wohneinheiten untergebracht, sodass soziale Brennpunkte...bis auf wenige Ausnahmen...kaum ein Thema sind. Eine Grundvoraussetzung...damit Integration überhaupt eine Chance hat. Dass die SPD in RLP überhaupt noch an der Macht ist, ist einzig und alleine ihrer Person zu verdanken. Auf Bundesebene sind z.Zt. andere Themen aktuell, das wird sich aber wieder drehen. Ich traue Frau Dreyer zu die SPD aus dem Tal der Tränen zu führen, wenn sie und die SPD - Mitglieder das wollen - und ihre Krankheit es zulässt.

  7. #82
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    AW: Die SPD

    Hier mal ein paar Daten/Statistiken...warum die SPD nicht sehr beliebt ist...nicht geliebt werden kann:


    teuerster Nahverkehr


    Hamburg/ SPD
    Lübeck /SPD
    Nürnberg/SPD
    Bonn/CDU
    Köln/parteilos
    Stuttgart/ Grüne
    München/ SPD
    Augsburg/CSU
    Wuppertal/SPD
    Bochum/SPD


    https://www.spiegel.de/auto/aktuell/...a-1231687.html


    dreckigste Städte


    Stuttgart/Grüne
    München/SPD
    Köln/parteilos
    Dortmund/SPD
    Berlin/SPD
    Düsseldorf/SPD
    Essen/SPD
    Frankfurt/SPD
    Hamburg/SPD
    Bremen/SPD
    https://www.handelsblatt.com/unterne...oEd1ZjO1ag-ap2


    kriminellsten Städte


    Frankfurt/SPD
    Hannover/SPD
    Berlin/SPD
    Dresden/FDP
    Leipzig/SPD
    Halle a.d.S./parteilos
    Köln/parteilos
    Hamburg/SPD
    Freiburg/Grüne
    Bremen/SPD


    https://www.allsecur.de/hausratversi...land-ratgeber/

    die ärmsten Städte


    Gelsenkirchen/SPD
    Bermerhaven/Alle und keiner
    Saarbrücken/SPD
    Essen/SPD
    Berlin/SPD
    Dortmund/SPD
    Duisburg/Alle und keiner
    Herne/SPD
    Mönchengladbach/CDU
    Halle a.d.S./parteilos
    Bremen/SPD
    Offenbach a.M./SPD
    Hagen/Alle und keiner


    https://www.n-tv.de/politik/Deutschl...e20934084.html



    oben steht immer die am negativsten bewertete Stadt - die vollständigen Listen findet man unter den Links

    was die jeweils verantwortlichen Bürgermeister oder Parteien angeht, da ist es schwer 100% gerecht zu sein...weil der ein oder andere Ob, oder die ein oder andere Partei seit kurzer Zeit erst in Verantwortung steht...die Posten noch vakant sind...oder zu viele mitmischen, sodass sich Hauptverantwortliche kaum ermitteln lassen. Aber man sieht auf den ersten Blick, dass die SPD auffällig oft beteiligt ist - entweder die alleinige, oder die Hauptverantwortung trägt. Ganz übel ist es...wenn sie zusammen mit den Grünen agieren.

    Das zeigt auch den aktuellen "Fehler" der SPD...sich eine Gerechtigkeit auf die Fahne zu schreiben, die in der Praxis keine Bedeutung hat. Es geht erst mal darum Alltagsprobleme fern der Gerechtigkeit zu bewältigen. Die SPD hat nichts (vorzuweisen), das man gerecht verteilen könnte. Dass die CDU kaum (negativ) auftaucht...trotz ihrer Bedeutung...sagt auch einiges aus.

    Bestätigt meine These, dass es besser ist viel Geld ungerecht...als wenig Geld gerecht zu verteilen. Sozialismus heißt Zerfall. Das war schon immer so - und daran wird sich auch in Zukunft nichts ändern.

    ---------------------------------------------------------------------------------------

    m.E. zeigt das auch noch etwas anderes: schaut/hört man sich die Diskussionen innerhalb und rum um die SPD an...handelt es sich fast ausschließlich um Personaldebatten. War oder ist die oder derjenige die richtige Besetzung für diesen oder jenen Posten. Soll man auf mehrere Schultern verteilen, oder nach einem Alleinherrscher suchen...usw/die o.g. Statistiken beweisen doch aber, dass die Politik...nicht das Personal das Problem ist. Und sie zeigen auch, dass nur aus der Mitte heraus alltagstaugliche Politik zu machen ist - und es ein großer Fehler wäre...würde die SPD nach links rücken...nur um an der Macht zu bleiben. Im Gegenteil...man sollte etwas mehr nach rechts rücken und den Dilettanten innerhalb der Partei (Kevin K.+Co) das Wort verbieten.
    Die Grünen haben das auch so gemacht...und ihren Dummschwätzern ein Kameraverbot erteilt.
    Geändert von anderedimension (19.06.19 um 12:04 Uhr)

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