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Thema: Die SPD

  1. #51
    Lara Rubin
    Laufkundschaft

    AW: Die SPD

    Zitat Zitat von anderedimension Beitrag anzeigen

    ... Bald werden sich viele Bürger fragen...wer denn die eigentliche Volkspartei ist...und in der AfD eine Antwort finden.

    Wer sind diese vielen Bürger?



    Zitat Zitat von anderedimension Beitrag anzeigen

    Wir, die sich diesen "Normalzustand" wünschen. Ich weiß, dass es neben mir mindestens noch eine weitere Person gibt...die sich das wünscht.


    Sind Sie Wahlkämpfer?

  2. #52
    Tochter aus gutem Hause Avatar von anderedimension
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    Zitat aerolith

    Deutschland ist KEIN Unternehmen. Die BRD ist eins. Das bitte ich sehrlichst zu unterscheiden.
    Was macht für Dich den Unterschied aus?

    Zitat Lara Rubin

    Wer sind diese vielen Bürger?
    Das wird sich herausstellen. Wobei "viel" relativ ist. Für manche ist ja schon einer zu viel.
    "Experten" gehen davon aus, dass das Potenzial für eine rechtspopulistische Partei bei über 30% liegt -ähnlich wie in Frankreich.
    13% haben die AfD gewählt...mindestens ebenso viele sympathisieren mit ihr....wählen sie aber (noch) nicht. Zu dieser Gruppe zähle ich auch mich.
    Dann gibt es noch verschiedene Bewegungen...wie z.B. die Identitäre Bewegung...die sich (noch) keiner bestimmten Partei zugehörig fühlen. Möglich, dass die AfD von der Bildfläche verschwindet und dafür etwas ganz Neues entsteht. Die Identitäre Bewegung ist sehr gut und europaweit vernetzt. Dahinter stecken kluge und vor allem junge Köpfe. Wir Deutsche sind, nur schätzt das nicht jeder auch so ein, mit der AfD noch sehr gut bedient. Klar gibt es dort auch eine völkisch angehauchte Fraktion, aber das Gros der Akteure ist vernünftig und agiert auf dem Boden unserer Verfassung. Wenn sich daran nicht viel ändert...es der AfD gelingt zu den großen Themen "Rente", "Altersarmut", "Pflegenotstand" und "Digitalisierung" vernünftige Vorschläge zu machen...dann wird sie perspektivisch als Volkspartei wahrgenommen werden.
    Aber wie Gauland schon sagte; das ist ein gäriger Haufen. Die Zukunft wird zeigen...ob sie machtpolitisch strategisch oder gesellschaftspolitisch idealistisch agieren werden. Ersteres macht sie entbehrlich...denn von dieser Sorte haben wir schon genug andere.

    Sind Sie Wahlkämpfer?
    Nein. Könnte ich auch niemals sein. In der einen Angelegenheit schlage ich mich auf die Seite der AfD...in einer anderen auf die der Grünen...oder auf wessen Seite auch immer. Wenn es um die Rente, Arbeitsverhältnisse, Pflege usw geht,,,dann bin ich auf der Seite von SPD und Linke. Geht es um Europa, bin ich auf der Seite von FDP und AfD. Für wen sollte ich also kämpfen?



    Deshalb ist es so wichtig, dass die Studenten auf die Straße gehen und sagen was sie wollen. Nur auf diese Weise können die einzelnen Parteien erfahren worum es den jungen Menschen...und das parteiübergreifend...wirklich geht. Sie sollten ihre Zukunft mitgestalten...und sie sich nicht von den alten Herren diktieren lassen.

    Warum gerade die Studenten...das hatte ich hier schon öfter ausgeführt. Kurz: Sie sind (noch) unbefangen, weder politisch noch gesellschaftlich verortet. Ihnen nimmt man ab...dass es ihnen um die Sache geht.

    Hier mal ein Beleg dafür, dass ich mit meiner Meinung...die Studenten betreffend...nicht ganz auf dem Holzweg bin:

    Zitat Spiegel.Online

    Neue Studentengeneration Hauptfach Egoismus
    Studenten sind politisch engagiert, eher links und tolerant? Nicht unbedingt, wie nach SPIEGEL-Informationen eine neue Regierungsstudie zeigt. Demnach wollen sie vor allem eines: "Sich schöne Dinge leisten können."
    Ernüchterndes Ergebnis einer bislang unveröffentlichten Studie der Bundesregierung: Deutsche Studenten sind demnach eine konservative Gruppe, der finanzielle Sicherheit wichtiger ist als politisches Engagement. "Die Ergebnisse zeichnen das Bild einer stark ichbezogenen Studentengeneration. Berufliches Vorankommen sowie materielle Werte sind für sie sehr wichtig", heißt es in der Studie von TNS Infratest, die vergangenes Jahr im Auftrag des Bundespresseamts erstellt wurde
    http://www.spiegel.de/lebenundlernen...-a-999294.html


    Studenten waren die letzten Jahrzehnte links verortet, das hat sich gewandelt. Ihnen geht es gut, also verteidigen sie ihren Wohlstand und das herrschende System...welches vermeintlich für ihren Wohlstand verantwortlich ist. Es geht ihnen nicht mehr um das Große und Ganze...sondern nur noch um sich selbst. Die Studenten waren schon immer ein Indikator für den Zustand unserer Gesellschaft - und sind es auch heute noch. Demnach ist unsere Gesellschaft tot. So nehme ich persönlich das auch wahr.

    Wäre ich die SPD...würde ich genau dort ansetzen. Gerechtigkeit gut und schön...aber wenns doch scheinbar keiner will? Ich würde diesen trägen Sauhaufen direkt ansprechen, anklagen...und in die Pflicht nehmen.

    Ich lebe in einer kleinen Universitätsstadt und bin von solchen Exemplaren regelrecht umzingelt. Am Wochenende kommt Mami mit ihrem dicken Mercedes und bringt dem Töchterlein die frisch gewaschene und gebügelte Wäsche und drückt ihr...mit schönen Grüßen von Papi...ein paar Scheine in die Hand. Papis Liebling soll ja nicht an einer Tankstelle jobben müssen. Aber irgend etwa muss das Mädchen ja fürs Gewissen tun...also klettert sie hin und wieder auf einen Baum...damit dieser nicht gefällt werden kann. Fürs "linke Gewissen" muss das reichen.

    Zitat deutschlandfunk.de

    StudiumDas Klischee vom faulen Studenten

    Studenten schlafen lange, machen viel Party, trinken viel und sind Schmarotzer: Das sind einige der vielen Vorurteile gegenüber den rund 2,8 Millionen Studierenden in Deutschland. Das Deutsche Studentenwerk will mit einer Sozialerhebung das wirkliche Leben von Studenten beschreiben - und mit diesen Klischees aufräumen.
    http://www.deutschlandfunk.de/studiu...icle_id=360030

    Darum geht es auch gar nicht. Mit diesem Klischee mussten die Studenten schon immer leben. Es geht die Öffentlichkeit nichts an...wie die Studenten ihren Arbeitsalltag und ihre Freizeit gestalten - das ist Privatsache. Viel interessanter ist die Frage...warum die Menschen überhaupt darüber reden? Und das schließt sich der Kreis. Man nimmt die Studenten nicht mehr wahr...sie sind unsichtbar - als würden sie gar nicht existieren. Es bleibt also nur noch die Spekulation...der Nährboden für jedes Klischee.

    ..und es hat auch damit zu tun:

    Zitat welt.de


    Die erschreckenden Bildungsdefizite junger Deutscher

    Immer mehr Deutsche scheitern in Ausbildung oder Studium. Eine Studie zeigt: Die politisch gewollte Inflation der Abschlüsse wurde mit einer dramatischen Absenkung der Anforderungen erkauft.

    „Trotz gestiegener guter Schulabschlüsse steigt die Anzahl der jungen Menschen, die gleich zu Beginn einer Berufsqualifikation in Unternehmen oder Hörsälen mit fehlenden Grundlagenkompetenzen hinsichtlich Sprache und Mathematik zu kämpfen haben“, beklagen die Bildungsexperten. „Diese Hardskills gelten immer weniger als Elementartechniken in der schulischen Bildung.“ Die Folge sei, dass immer mehr Betriebe und Universitäten die schulischen Grundlagen nachbessern
    Germanistikstudenten können nicht richtig schreiben
    Heinz-Peter Meidinger, der als Vorsitzender des Deutschen Philologenverbandes die Gymnasiallehrer vertritt, weist darauf hin, dass ein wachsender Anteil der Studierenden gar kein klassisches Abitur gemacht habe. „Inzwischen liegt der Anteil der Studierenden, die zuvor kein Gymnasium besucht haben, bei über 50 Prozent.“ Auch deshalb stehe hinter der formalen Studienberechtigung oftmals keine tatsächliche Studienbefähigung. Defizite gäbe es allerdings auch bei den Gymnasien, sagt Meidinger. In vielen Bundesländern sei der politische Druck auf die Schulen hoch, gute Notendurchschnitte und niedrige Durchfallquoten zu erzielen.
    https://www.welt.de/politik/deutschl...Deutscher.html


    Genug der Schelte(für heute)

  3. #53
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Die SPD

    Studenten sind und waren im gros 1968 nicht anders als zu meiner Zeit oder heute. Auch 1968 war die Mehrzahl von ihnen "konservativ", zugleich oft ichbezogen und pragmatisch. Der kleine Teil, der immer revolutioniert, war nur schriller und seine politischen Ideen 1968 unverbraucht. Es ist wie immer. Ein Witz: "Wen lasen die Deutschen, als die Klassiker schrieben?" Die Antwort: Kotzebue. Aber in der Erinnerungsarbeit wird so getan, als ob die Ermordung Kotzebues durch einen Studenten symptomatisch für die Studenten von 1819 gewesen wäre. Kotzebue allerdings, das gehört auch zur Wahrheit, kennt heute kaum einer. Zurecht vergessen.
    Doch was hat das mit der SPD zu tun? Jusoaufstand gegen die Grokoli? Studenten gegen Establishment? Kaum. Wer heute fortschrittlich sein will, der kann nur konservativ sein. Widersprüchlich? In der Tat schwierig. Ich sehe allerdings mehr Berührungspunkte zwischen (linken) Gerechtigkeitsphantasien und konservativer Wertbeständigkeit als zwischen Eurokraten, Besitzstandswahrern und Neoliberalen, die ja die (träge) Mehrheit der Gesellschaft bilden.

    Die SPD wird der Grokoli zustimmen. Zu viel hat sie als Partei zu verlieren. Der Aufstand der Jusos gehört zum Selbstverständnis der SPD, ist aber letztlich bloß Show.

  4. #54
    Tochter aus gutem Hause Avatar von anderedimension
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    AW: Die SPD

    Mir ist es im Prinzip egal...ob die Studenten linke oder konservative Werte vertreten - hauptsache sie vertreten überhaupt etwas...wovon sie überzeugt sind. Und ja, sie könnten den Jusos z.B. in der Rentenfrage und in Sachen Digitalisierung an die Seite springen. Bei solchen Themen könnten sie sich solidarisieren...egal wo sie politisch stehen. Gerade bei der Rente müssten sie darauf drängen...dass das Konzept langristig angelegt ist. Kann ja nicht sein, dass da immer nur in Schritten von 5 Jahren gedacht wird. Da geht es um Generationengerechtigkeit. Aber wie gesagt, scheinbar ist ihnen das alles egal.

    Die Union wendet seit Jahren den gleichen Trick an...und alle fallen darauf herein. Sie haben es geschickt geschafft den wirtschaftlichen Erfolg des landes mit ihrer Person zu verknüpfen. Die Menschen wählen Merkel...weil sie meinen die würde den Erfolg garantieren. Das ist Quatsch - wir haben hervorragende Unternehmer, die besten Ingenieure und die fleißigsten Bürger der Welt - das garantiert uns den Erfolg.

  5. #55

    AW: Die SPD

    Zum Zustand der SPD ließe sich das Folgende bemerken, was bei Maischberger als "Rätsel" von SPD-Mann Dressler an SPD-Mann Weil weitergegeben wurde:

    Dressler zu Weil: "Weniger Verdrängung ist mehr Glaubwürdigkeit".
    Weil tut "unverständig und meint: "Wir werden das Rätsel noch lösen".
    Maischberger: "Das können wir uns alle merken".

    Ja, weniger Verdrängung bedeutet mehr Glaubwürdigkeit. Diesen Rat eines Menschen, der 30 Jahre in der SPD ist, könnte die SPD einmal beherzigen.

    Was ist das Rätsel daran? Der VW-Skandal und das globale Klimate-Killing? Die verschwundenen Akten der Aufsichtsratssitzungen? Oder ein Staat, der nach der Pfeife seiner Industrieunternehmen tanzt, die ihm jedoch nichts Gutes wollen?

    Nach Grundgesetz sollte genau diese Wiederholung durch unsere Verfassung verhindert werden. Staatsfeinde in der Regierung?

    Naja, Frau Maischberger hat noch Zeit, das Rätsel zu lösen...

    Was ist die Verdrängung, die Politik so unglaublich unglaubwürdig macht? Das fehlerhafte Grundparadigma?

  6. #56
    Tochter aus gutem Hause Avatar von anderedimension
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    AW: Die SPD

    SPD 16%
    AfD 15%


    das sind die aktuellen Umfragewerte

    Das ist auch gleichzeitig die Antwort auf deine Frage:

    Was ist das Rätsel daran? Der VW-Skandal und das globale Klimate-Killing? Die verschwundenen Akten der Aufsichtsratssitzungen? Oder ein Staat, der nach der Pfeife seiner Industrieunternehmen tanzt, die ihm jedoch nichts Gutes wollen?
    Die SPD macht (die Inhalte betreffend) gar nicht so viel falsch. Im Gegenteil, sie macht fast alles richtig...wäre da nicht das Thema Zuwanderung . Die SPD macht sich weiterhin für Zuwanderung stark-und genau das bricht ihr das Genick. Die Deutschen, und da kann ich mit ruhigem Gewissen von den Deutschen reden, wollen keine weitere Zuwanderung mehr. Und weil die SPD das nicht kapieren möchte...bekommt sie dafür die Quittung. Was die sozialen Themen betrifft...ist die SPD genau auf dem richtigen Weg...da hat sie in fast allen Punkten selbst meine Zustimmung...aber noch mehr Flüchtlinge? Nie und nimmer. Die SPD verweigert sich der Realität.

  7. #57

    AW: Die SPD

    Nun ja, 200 000 "Facharbeiter" p.a. sind ohnehin "Programm". Die Asylsuchenden können nach Grundgesetz sowieso nicht begrenzt werden.

    Inhaltlich hat die SPD so viel richtig gemacht, dass es mich nicht wundern würde, wenn die Bayern-Landtagswahl im Herbst mit einer AfD als stärkster Fraktion enden könnte. Wer sollte das Grinsen von Dob rindt wählen, wenn echte Fieslinge zur Auswahl stehen?

    AfD, Linke und nun auch die FDP wpllen gar nicht regieren. Im Prinzip dürften sie sich dann auch nicht zu Wahl aufstellen lassen. Ist ja vorher angekündigte Arbeitsverweigerung. Daher sollten die Diäten für Parteien, die keine Regierungsverantwortung übernehmen wollen, ersatzlos gestrichen werden.

    Insofern kann ganz naheliegend von einem Pseudo-Bundestag gesprochen werden, in dem 35% der Politker nur zur Schau sitzen. Wollen wir mal hoffen, dass es bei der nächsten Bundestagswahl noch für eine GrüGroKo reicht. Dann haben wir wieder eine Einheitsregierung wie damals bei Mutti zuhause...

    Bis die AfD dann das erste Mal die absolute Mehrheit holt, haben wir sicher noch 7 Jahre Zeit. Bis dahin hat sich die Anzahl der Pegidas wohl ebenso verdoppelt und wir können endlich wieder echte Straßenkämpfe, Aufstände und Bürgerwehren unsere kulturelle Entwicklung nennen.

    Aber die SPD steht eindeutig unter dem Einfluss des Karmas von Gas-Gerd. Welcher klassische Arbeiter würde sich nicht von der SPD verraten fühlen? Wer seine Stammwählerschaft aufgibt, landet eben bei 16 %, was lange nicht das Ende des Abstiegs sein wird. Wenn die SPD in den Verhandlungen nicht den Mut aufbringt, die Hartz-IV Ungerechtigkeiten anzusprechen und zu brichtigen, die sie selbst bewirkt hat, gibt sie sich selbst auf.

    Die Hoffnungen der 10 Miilionen prekär Beschäftigten, der drei Millionen Arbeitslosen und der 6 Millionen Hartz-Vierlinge haben sich endgültig erschöpft. Damit hat die SPD rund 20 Millionen potentielle Wähler verloren. Es bleiben der SPD ja eine halbe Million Mitglieder...

  8. #58
    Tochter aus gutem Hause Avatar von anderedimension
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    Zitat Michael

    Die Asylsuchenden können nach Grundgesetz sowieso nicht begrenzt werden.
    Im Gegenteil. Gerade die Einhaltung unseres Grundgesetzes würde die Asylsuchenden begrenzen. Es kommen so viele...weil wir uns eben NICHT an das Grundgesetz halten....darüber hinaus auch noch europäisches Recht verletzen. 95% der Invasoren hatten und haben kein Recht auf Asyl. Stattdessen beschäftigen sie jetzt alle unsere Gerichte mit Klagen, verbrennen zig Millionen von deutschen Steuergeldern...um sich dann ihr Bleiberecht zu erschleichen. Sie müssen es nur 18 Monate hinausziehen...dann bekommt man se nicht mehr los. Die Frage...ob wir noch welche aufnehmen...sollte sich erst gar nicht stellen. Es geht jetzt darum die Re-Integration voranzutreiben...die Leute wieder nach Hause zu schicken. Die restlichen 5% sind gerne willkommen, aber für 95% sollte es heißen: Und tschüss!

    Zitat Michael

    AfD, Linke und nun auch die FDP wpllen gar nicht regieren.
    Das ist auch falsch! Keine der drei Parteien hat gesagt, dass sie nicht mit-regieren möchte. Es ist absolut richtig und aufrichtig eine Regierung nicht mittragen zu wollen...hinter deren Programm man nicht steht - das wäre Verrat am Wähler. Die FDP hat absolut richtig gehandelt und verdient dafür unseren Respekt....jedoch keine Häme. Man kann von einem BVB Fan nicht erwarten...dass er die Bayern trainiert.

    Mit unseren Diskussionen über die Parteien lenken wir nur von der eigenen...von der gesellschaftlichen Krise ab. Warum sollten die Parteien besser sein als wir selbst? Sie gehen aus uns hervor. Sie sind das Spiegelbild der Geselschaft. Wir sind es doch...die auf Scheindebatten und Schattendiskussionen hereinfallen. Nehmen wir doch nur mal das Thema Minderheitsregierung. Da wird so getan als hieße das..."die CDU allein"...also eine Regierung mit 36% der Wählerstimmen. Weil wir das glauben... fällt es Merkel leicht zu sagen: "Nö, will ich nicht". Aber mit einer Minderheitsregierung ist etwas ganz anderes gemeint...nämlich CDU/FDP...oder CDU/Grüne...und da hätte Merkel auch keinen Gegen-Argumente mehr. Zu diesen Optionen wird sie aber gar nicht erst gedrängt - das heißt; wir, die Gesellschaft, entlassen sie aus der Verantwortung. CDU/FDP...das hieße 46% der Wählerstimmen. Die für (große) Entscheidungen jeweils nötigen Mehrheiten zu bekommen wäre überhaupt kein Problem. Aber natürlich ist es der Merkel mit der SPD lieber...denn sie hat ja ihrem Küsschen hier -Küsschen da-Marcron versprochen die Deutschen abzuzocken...damit sie ihm den Aufbau seines Landes und den Aufbau halb Europas finanzieren.

    Da biete ich auch gleich mal die nächste Wette an: Könnte sich die SPD dazu durchringen in der Flüchtlingsfrage ihre Bachblütenteetrinker-Haltung aufzugeben...stünde sie von heute auf morgen bei 40+%

    Und mit einer SPD auf Augenhöhe mit der Union...ganz gleich auf welchem Nenner...hätten wir ganz andere Optionen und ein streitbares Parlament.

  9. #59
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    AW: Die SPD

    Ich stamme mütterlicherseits aus einer sozialdemokratischen Familie.ich glaube, meine (sozialdemokratisch affizierten) Ahnen drehen sich angesichts der Selbstzerfleischung und politischen Indolenz der Parteielite im Grabe um. Kann das denn so schwer sein, über den ideologischen Scheuklappner zu springen und das umzusetzen, was die deutsche Arbeiterschaft mehrheitlich will, was die kleinen Leuten zum Großteil wollen? Sie wollen keine ideologische Indoktrination, sondern sich vertreten fühlen, sich in der Sozialdemokratie abgebildet sehen.

    Ich glaube nicht, daß ihr Potential bei 40% liegt. Nicht mehr. Politische Bewegungen besitzen wie das meiste andere eine Halbwertzeit. Auch wenn sich die Sozialdemokraten jetzt wenden würden, zugunsten ihrer eigentlichen Wählermassen, würden sie Glaubwürdigkeitsprobleme nicht ausräumen können.

  10. #60

    AW: Die SPD

    Da stimme ich zu. Es ist das Karma von Gerhardt S., dem die Partei ihre Unglaubwürdigkeit verdankt.

    Daneben: Wer von den Millionen Diesel-Kunden fühlt sich nicht völlig verarscht, von dem, was mit ihnen gemacht wird?

    Warten wir mal das Urteil am Donnerstag ab, ob das Recht auf körperliche Unversehrtheit nach Grundgesetz hier noch eine Rolle spielt...

    Weil: Dressler zu Weil: "Weniger Verdrängung ist mehr Glaubwürdigkeit".

    Sie müssten keine ideologischen (und ökologischen) Scheuklappen abnehmen, sie müssten das Grundparadigma als auf dem Kopf stehend anerkennen.

    Was jedoch "dann" ist, konnte bisher gänzlch verdrängt werden. Sie haben das Problem, nicht einmal erkannt haben zu WOLLEN, was ihr wirkliches Problem ist.

    Ehrlchkeit!

    China konditioniert seine Büger künftig durch "Softwarelösungen" (social scoring). Da dies einfach zu einfach ist, machen es GOOGLE und Facebook natürlich im Westen im "Privatauftrag". Auf die "Ergebnisse" ist unser Staat jedoch zwingend angewiesen, die ganzen scheinbar geistig Durchgeknallten sicherheitstechnisch zu verwalten.

    Wir ordnen uns immer mehr einer künstlichen Intelligenz unter, die ausgleichen soll, wozu Politik nicht mehr in der Lage scheint. Weiter fehlt die Zieldefinition. Ein undefiniertes Ziel kann logisch betrachtet, nur höchst unwahrscheinlich erreicht werden. Es wäre weiter an einer allgemeingültigen Zieldefinition zu arbeiten. Ohne selbige ist das Rationalprinzip leider irrational.

    Das "hehre Ziel der strukturellen Ehrlichkeit" durch "sichtbare Transparenz", das man China schon nicht abkauft, kauft unser Staat jedoch Firmen wie Google, Amazon und Facebook ab. Strukturelle Ehrlichkeit durch SICHTBARKEIT, also Transparenz sind ein hehres Ziel. Die Folge wäre Wahrhaftigkeit.

    Doch "Wahrhaftigkeit" an den Tag zu legen, weil man weiß, dass alle alles von uns allen wissen, ist die geistige Verbeugung vor einem Götzenbild und die Verleugnung der Quelle des Geistes.

    Selbstliebe, die Vertrauen bewirkt, führt vor GOTT zu kontinuierlicher Kohärenz. Überwachung, die Misstrauen bewirkt, führt vor GOOGLE, dem Staat und den Mitmenschen zu andauernder kognitiven Dissonanz durch die Dissoziation der Quelle unseres SEINS.

    Es scheint, die Politik wird gezwungen sein, die "Segnungen" der künstlichen Intelligenz als Erziehungsmethode einzusetzen. Zumindest ganz sicher, wenn wir uns nicht langsam von dem Gedanken trennen, ein getrenntes Bewusstsein zu besitzen. Wir haben Angst vor unserem eigenen unterbewussten Selbst.

    Dahingehend hat anderedimension mit dem Spiegelbild der Gesellschaft durchaus einen wichtigen Punkt angesprochen. Und zur Beruhigung hat Frau Merkel ja eine europäische Asylregelung angekündigt, auf die sich in Europa natürlich niemals mehr alle Beteiligten einigen können werden. Im Grundsatz ist jedoch eine deutsche Sichtweise nicht vom übergreordneten, europäischen Rechtsrahmen zu trennen.

    Was als drittes Prinzip zu Transparenz und SELBST-Liebe hinzukommt, ist Offenheit. Die Wirkung von Offenheit ist vollkommene Information und Weisheit durch HERZINTELLIGENZ. Das ist der wahre Mangel, der die Zustimmung der Wählerschaft emotional unmöglich macht. Mental wären wir zu vielen Konzessionen bereit, doch ein verbindendes Gefühl fehlt.

  11. #61
    Tochter aus gutem Hause Avatar von anderedimension
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    AW: Die SPD

    Nun ist es geschehen...

    SPD 15,5%
    AfD 16%


    Es sind aber keine SPD-Wähler, die da aktuell mit der AfD fremdgehen. Die SPD Wähler wechseln zu den Grünen oder resignieren ganz.

    Und die AfD gewinnt deshalb an Stimmen dazu...weil die "Probleme" so langsam bei den Leuten ankommen. Ist etwas anderes als in der Zeitung nur davon zu lesen.

    Kommt aber alles ein wenig zu spät...wie Orban richtig bemerkte. Für Deutschland ist der Zug bereits abgefahren, der Schaden schon zu groß und irreparabel.

    Mein Sohn, am Sonntag bei mir zu Besuch, war geschockt. Weit und breit keine Deutschen zu sehen - weder in der Altstadt...noch in den Parks. Ein Bild...an das man sich auch andernorts gewöhnen werden muss. Mit Deutschland, so wie ich es zum Glück noch kennenlernen durfte, hat das nicht mehr viel zu tun.

    Der 20-jahre Plan Honeckers geht auf, sein "Mädchen" hat ganze Arbeit geleistet.



  12. #62
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    mutmaßlicher politischer Selbstmord der SPD, 4.3.2018

    Das Ergebnis: 66,02% bei 78%iger Wahlbeteiligung der Mitglieder sind für eine neuerliche Beteiligung der SPD an einer CDU-Kanzlerschaft von Merkel.

    Kommentar: politischer Selbstmord.

    Begründung: Es ist nicht abzusehen, daß Merkel etwas an ihrem Kurs ändern wird. Mir sind keine selbstkritischen Äußerungen bekannt, die mehr als einen politischen Schlenker vermuten lassen. Eine grundsätzliche Richtungsänderung hin zu einem selbstbestimmten, neutralen und sozial gerechten Land ist nicht in Sicht. Kllientelismus, Säbelrasseln in Krisengebieten, und gesellschaftlicher Stillstand sind für die nächsten vier Jahre programmiert. Sie hat die Richtlinienkompetenz und konnte der SPD in den Verhandlungen alles versprechen, so lange sie selber Kanzler bleibt. Diese Kanzlerschaft wird sie dazu benutzen, die entscheidenden Weichen zu stellen, die die BRD sich selbst entheben wird. Das ist ihre historische Funktion.
    Ich betrachte das mit einem lachenden und einem weinenden Auge, v.a. aber als Historiker.
    Wie sich die Politik in den nächsten vier Jahren entwickeln wird, ist dennoch nicht abzusehen, da sowohl links als auch rechts vieles im Fluß ist. Die SPD wird weitere Wähler an GRÜNE und FDP verlieren, weil diese Parteien ihre Konkurrenten im Kontext der Agenda 2010 sind, und sie wird weitere Wähler an die LINKE verlieren, die ihre Konkurrenz im Kontext eines kapitalismuskritischen Kurses ist und sich linke Wähler lieber ans Original halten, zudem sind Sahra und Oskar sympathischer als Andrea und Kevin. Die CDU hat der SPD bereits die Wähler weggenommen, die sie in der Mitte der Gesellschaft besaß, sie wird an die AfD Wähler abgeben. Ich prognostiziere für die nächsten Wahlen, wenn es so weiterläuft wie in den letzten vier Jahren, 9% SPD, aber warten wir das ab. Prognosen sind immer so ne Sache. Vielleicht entwickelt die SPD noch eine politische Potenz. Ich kann die nicht sehen, aber man weiß ja nie.

    Für die BRD ist es schade, denke ich. Mir hätte ein NEIN besser gefallen.

    Meine politische Zukunft, so es eine gibt, liegt in einer Bewegung, die Gemeinwohl über Individualismus, die die Welt über die Nation und die eine allgemeine Menschheitsentwicklung propagiert, die allerdings im kleineren Lebenskreis beginnen muß und nicht in der Gleichschaltung aller und der sinnbefreiten Vermischung historisch gewachsener Völker. Ich will die eierlegende Wollmilchsau.

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