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Thema: Umwelt- und Wirtschaftspolitik

  1. #76
    Mitgestalter Avatar von anderedimension
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    AW: Umwelt- und Wirtschaftspolitik

    https://www.focus.de/politik/ausland..._11179873.html


    Nana, nimm euch nun mal nicht soooo wichtig. Das ist vielleicht das Gefühl, das euch die Regierung, die Grünen oder der ÖR-Funk vermittelt. Glaub mir, jenseits der dt. Grenze sieht man das viel entspannter.

    Nicht nur ein Gefühl...sondern das offizielle Credo.


    Aber davon mal abgesehen, ich halte das sog. Klimapaket für genaus das, was wir nicht brauchen. Die Reichen und Gutverdiener kaufen sich raus, spüren das kaum und die Masse der Geringverdiener kriegt Ausgleich
    Es ist doch genau umgekehrt...bei einem Paket im Sinne der Grünen hätten sich die Reichen rausgekauft...während die Geringverdiener auf der Strecke geblieben wären. Genau das ist doch der Grund, warum die Regierung ein anderes Paket wählte. Ich hatte das bereits versucht zu erklären: für den Programmierer bei SAP, der über ein Brutto-Monatseinkommen zwischen 10 TSD bis 20TSD Euro verfügt, spielt es doch überhaupt keine Rolle...ob der Sprit pro Liter Euro 1,50 oder 2,50 kostet. Und der gehört zur Mittelschicht - und noch lange nicht zu den Reichen. Aber für den Gebäudereiniger in Brandenburg...der 2TSD Euro Brutto verdient und täglich mit dem Auto 100 KM für den Arbeitsweg zurücklegt...der auch nicht auf alternative Verkehrsmittel zurückgreifen kann...weil erst gar keine zur Verfügung stehen...für den sind Euro 2,50 eine Katastrophe. Der kann es sich noch nicht mal mehr leisten überhaupt arbeiten zu gehen. Und da reden wir jetzt nur vom Sprit.

    Und genau das ist es: jeder Einzelne muß seine Konsumgewohnheiten ändern! Und zwar radikal. Sonst wird das nix. Und wenn es nicht wehtut, nützt es gar nix
    In diesem Punkt stimme ich Dir zu - mit der Ergänzung "im Rahmen seiner Möglichkeiten" , damit sich "radikal" erübrigt.

  2. #77
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    AW: Umwelt- und Wirtschaftspolitik

    Zitat andi: 'Nicht nur ein Gefühl...sondern das offizielle Credo.'


    'offizielles Credo' - Bingo! Das versuchen einige Politiker und Medien Druck zu machen. Sowohl pro als auch contra.


    Und zum Klimapaket der Regierung kann ich nur sagen, ein Paket, das niemandem wehtut, kann nicht wirksam sein. Die Co2-Bepreisung ist ein Witz, da kann man es gleich bleiben lassen, das wird zudem eh auf die Konsumenten abgewälzt. Der 'beabsichtigte' Ausbau der Bahn ist zu loben, nur wird das kaum zu einer Minderung des Autoverkehrs beitragen, bestenfalls die Zunahme auffangen. Und die Investitionen in erneuerbare Energien und Technologien viel zu zaghaft. Das versickert in den Unternehmen. Und an der heiligen Kuh des sinnlosen Überproduzierens und Konsumierens wird erst gar nicht gerüttelt. Wenn du so den Wohlstand bewahren willst, wirst du ihn - für die Folgegenerationen - mit Sicherheit zerstören.

    Im Übrigen aber ist Deutschland eh ein minor problem bei der Klimaproblematik. Da schaut 'die Welt' eh auf China, Indien, USA, die Schwellenländer und Afrika. Und dort passiert nichts, was zu einer Reduktion der Treibhausgase und der Ressourcenvernichtung beitragen würde.

  3. #78
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    AW: Umwelt- und Wirtschaftspolitik

    Wenn wir in dieser Frage zu weit auseinander liegen...dann wohl deshalb...weil wir unterschiedliche Vorstellungen davon haben...was die Rolle des Staates ist - soll er regulieren, nivellieren, steuern, diktieren...und in welchem Maße....

    Wir sind in Deutschland schon so weit, dass es in einigen Kindertagesstätten verboten ist Geburtstagskuchen mitzubringen. Dafür kann der Staat nichts, das haben "grüne Eltern" durch(gesetz)t. Geh mal in Gedanken durch...was die Grünen in den letzten Jahren und Jahrzehnten so alles forderten. Die würden, wenn sie dürften, dir so ziemlich alles verbieten...was das Leben lebenswert macht.

    Damit will ich sagen, dass es letztendlich die Gesellschaft richten muss - und die Politik "nur" für die Rahmenbedingungen zuständig sein sollte. Ich möchte in keinem Staat leben, der mir bis ins Detail vorschreibt...was ich zu tun und zu unterlassen habe. Gerade die Grünen, die Pädagogen -Partei, sollten doch wissen, dass das Verbot nicht gerade die nachhaltigste aller Erziehungsmaßnahmen ist. Was wäre denn die Konsequenz...würde der Staat zu radikalen Maßnahmen greifen? Eine gespaltene Gesellschaft, Anarchie....und das alles für die Katz, da ohne jede Auswirkung auf das Weltklima.
    52% der Deutschen wünschen tiefgreifenderer Maßnahmen. Wenn diese 52% bei sich anfangen und all das umsetzen, was in ihre Macht steht...wären bereits alle Ziele erreicht...ohne dabei die anderen 48% bevormundet zu haben.


    Zitat eulenspiegel

    Im Übrigen aber ist Deutschland eh ein minor problem bei der Klimaproblematik. Da schaut 'die Welt' eh auf China, Indien, USA, die Schwellenländer und Afrika. Und dort passiert nichts, was zu einer Reduktion der Treibhausgase und der Ressourcenvernichtung beitragen würde.
    So ist es!

  4. #79
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    AW: Umwelt- und Wirtschaftspolitik

    Na, vielleicht sind wir ja gar nicht sooo weit auseinander. Ich meine auch, dass der Staat viel zu viel reguliert und verbietet, was ihn gar nix angeht. So bin ich massiv gegen die geradezu fanatischen Kreuzzüge gegen Raucher - Nichtraucherschutz ja, aber nicht Rauchverbote überall - , bin ebenso gegen staatliche Kleidungsvorschriften - Gesichtsvermummungsverbot ja, aber nicht Kopftuchverbot, bin gegen lückenlose Überwachung durch Kameras an jeder Ecke, staatliche Eingriffe in Privatsphäre (Vorratsdatenspeicherung, Verbindungsdatenspeicherung etc.), bin gegen zunehmende Einschränkungen beim Bargeldgebrauch, bin für ein Recht auf Sterbehilfe und völlige Straffreiheit beim assistierten Suizid, etc. etc.

    Was ich nicht verstehe, dass alle gleich aufschreien und von Verbotsstaat, Bevormundung und Diktatur schreien, wenn die exzessiven und durch nichts zu rechtfertigenden Missbrauchs- und Ausbeutungsmonopole vieler Wirtschaftszweige auf ein vernünftiges und ethisch vertretbares Maß zurückgestutzt werden sollen: Massentierqualfabriken zur Flutung des Marktes mit gesundheitsgefährdendem Billigfleisch, Massenfliegerei und damit verbunden Massentourismus auf Kosten der Umwelt, totaler Vorrang des indiduellen Autoverkehrs zu Lasten von Fußgängern, Fahrradfahrern, Anwohnern, Bodenversiegelung/-verschwendung für Parkplätze vor Shopping-Centern, in Straßen und auf Plätzen, etc. etc.

    Alles nur ein paar willkürliche Beispiele, könnte man endlos fortsetzen.

    Also, warum grenzenlose 'Freiheit' für Totalkonsum und Umweltzerstörung, bei gleichzeitiger Hinnahme von immer mehr Einschränkungen im privaten und persönlichen Bereich? Wenn man für faire Preise und Löhne bei Nahrungsmitteln, Bekleidung, Treibstoffen etc. eintritt, dann hat das nichts mit Verboten zu tun, sondern lediglich mit der Beseitigung von Schieflagen und nicht zu rechtfertigenden Privilegien.

  5. #80
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    AW: Umwelt- und Wirtschaftspolitik

    Naja, weil das mit der Domokratie auf die leichte Schulter genommen wird. Wir nehmen sie als selbstverstänlich an - das ist mitnichten so. Eine Elitendemokratie ist am Ende auch nur eine Diktatur - und eine solche streben die Grünen nun mal an. Da gibt es jede Menge Zitate grüner Spitzenpolitiker...die das belegen. Ohne gleich den Teufel an die Wand malen zu wollen, aber es gibt sehr vele Politologen und Philosophen, die unsere Demokratie ernsthaft bedroht sehen. Sie meinen damit die Gefahr von rechts, aber auch die von links. Um sich dagegen wehren zu können...ist eine "ausgewogene" Politik der Mitte vonnöten. Eine, in der sich alle mehr oder weniger aufgehoben fühlen. Egal wie das Klimapaket nun ausgefallen wäre...für jede denkbare Möglichkeit standen die Kritiker schon bereit. Man sollte nicht vergessen: zur Agenda des jetzigen Paketes gehört, dass man nachverhandeln wird. Es ist ein Start, ein Anfang - und noch nicht der Weisheit letzter Schluss. Ich finde das deutlich besser als mit einem Programm zu starten, das sich gut anhört...aber mangels Dürchführbarkeit zum Scheitern verurteilt ist. Das wäre Populismus.

  6. #81
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    AW: Umwelt- und Wirtschaftspolitik

    Mannomannomann!

    Kapiert das keiner, dass die 'Freiheit' Steuern legal zu hinterziehen (Cum-ex, Google & Co.), massenhaft Tiere zu quälen, Fleischabusus zu subventionieren, die Böden zu versiegeln, das Grundwasser zu vergiften (früher war Brunnenvergiften mit dem Tod bedroht), subventionierte Massenfliegerei usw. usw. usw. keine 'demkratischen Freiheiten' sind, sondern perverse Auswüchse von wirtschaftlichen Privilegien und Monopolen, die letztlich alle bezahlen müssen: finanziell, politisch und ökologisch?

    Ist das so schwer? Ich kann dieses Geheul nicht mehr hören, das das Ende der Demokratie und des Wohlstands beschwört, sobald einer faires - FAIRES - Wirtschaften und faire Preise für Verkehr, Landwirtschaft und Konsum fordert.

  7. #82
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    AW: Umwelt- und Wirtschaftspolitik

    Es geht ja nicht ums kapieren...sondern ums annehmen. Ich kapiere was Du meinst...nehme das aber in dieser Konsequenz nicht an.

    Schau mal: ich war gestern im Rewe u.a. Eier einkaufen. BIO-Eier, 6 Stück Euro 2,85

    Die Bio-Eier beanspruchen ca. 10% des Eier-Regals, 60% werden von Eiern aus Käfighaltung... 10 Stück Euro 0,99... belegt. Die restlichen 30% teilen sich Eier aus Boden und Freilandhaltung. Vorweg; das Bio Ei garantiert noch lange keine artgerechte Tierhaltung.

    Die 99 Cent Eier werden von den Studenten gekauft, die in den Häusern rund um den Rewe leben. Die gleichen Studenten, die an Sonntagen auf dem Marktplatz stehen und ihre Schilder "rettet das Klima" hochhalten. Wenn ich einen Studenten anspreche und ihn frage warum er dann Eier für 10 Cent das Stück kauft, dann antwortet er....weil er ja Student ist und kaum Geld zur Verfügung hat. Und so hat eben jeder, ob Teenager, Greis, Familienvater, Single, ob vermögend oder bettelarm...immer auch eine Erklärung zur Hand...warum er etwas tut...das er eigentlich gar nicht gutheißt. Was die Grünen nun machen (wollen), das ist allen anderen genau das vorzuhalten...ohne dabei über sich selbst reden zu wollen. Für das, das sie tun...haben sie ja in ihren Augen gute Gründe...während die Begründungen der anderen sich in ihren Augen nicht begründen.

    Ich sage nicht, dass wir gar keine Verbote brauchen...nicht alles lässt sich auf Basis der Freiwilligkeit regeln, aber dennoch bin ich der Meinung, dass wir vor alleim eine andere Haltung und selbst gegenüber benötigen - eine, die uns nicht immer reflexartig auf die Anderen zeigen lässt...eine, bei der wir erst mal auf uns selbst schauen. Weiß denn der Veganer, dass er...im Vergleich mit dem Fleischesser...der schlimmere Tierquäler ist? Das weiß er nicht. Er weiß auch nicht, dass mit dem Apfelsaft...den er trinkt...das Klima ruiniert. Und weiß der Papiertütenkäufer, dass der im Vergleich mit dem Platiktütenkäufer der größere Umweltsünder ist...sofern er seie Papiertüten nicht mindestens zehmal benutzt? Nein, das weiß er nicht.

    Jeder von uns hat zunächst mal eine Holschuld in der Form von "sich informieren müssen" - hat er diese beglichen, dann darf er auch gerne mal über die Anderen reden. Aber das sehe ich nicht...noch lange nicht.

    Nur weil die grüne Pädagogin ohnehin (unabhängig vom Klima) viel lieber Kleinwagen fährt...will sie mir den SUV verbieten, aber selbst nicht aufs Fliegen ( wofür sie natürlich jede Menge Argumente hat...warum sie das tun muss) verzichten?!? Darum geht es doch.

    Es geht darum Einsicht zu zeigen...um dann selbst einsichtig zu werden. Nur das ist auch nachhaltig.

  8. #83
    rodbertus
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    AW: Umwelt- und Wirtschaftspolitik

    Das mit der Einsicht funzt aber nicht, ad. Daran scheiterte (u.a.) die DDR, denn sie setzte auch genau darauf, daß die Einsicht in die Notwendigkeit einer historischen Mission der Arbeiterklasse früher oder später so weit greifen würde, daß den Sozialismus in seinem Lauf weder Ochs noch Esel aufhalten würden. Der ochse aber wurde schon wenig später zur Schlachtbank geführt - für ein paar Kröten Westgeld und neue Versprechen von blühenden Landschaften.

  9. #84
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    AW: Umwelt- und Wirtschaftspolitik

    Ach was. Dann kauft der Student halt nur 6 Eier pro Woche und nicht jeden Tag.

    Blabla. Fakt ist, dass keine Partei, auch nicht die Grünen, Gerechtigkeit herstellen wollen. Gerechtigkeit für Nutztiere, Bauern, bei der Steuerpflicht, beim Konsum etc.etc.

    Niemand muss hungern und niemand muss frieren, wenn wir faire Preise zahlen. Und wenn, dann wäre genug Geld da, die Ärmsten zu unterstützen.

    Wenn es jetzt nicht wehtut, wird es in 30 Jahren noch viel mehr wehtun.

  10. #85
    Kurzvormabschussiger
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    AW: Umwelt- und Wirtschaftspolitik

    Zitat Zitat von eulenspiegel Beitrag anzeigen

    ... Wenn es jetzt nicht wehtut, wird es in 30 Jahren noch viel mehr wehtun.

    ... Deshalb wird sich jetzt nichts ändern.

    Wenn wir einfacher lebten, wäre etwas zu erreichen, wofür die eventuellen Menschen in hundert Jahren dankten. Aber es passiert nichts, die Masse weiß nicht einmal, um was es geht. Sie weiß irgendetwas, wenn es wehtut. Nur dann ist eh gar nichts mehr zu machen.

    Wir könnten die Diskussion auch abschließen.

  11. #86
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    AW: Umwelt- und Wirtschaftspolitik

    Ja, wie bereits mehrfach wiederholt, unsere Meinungen , werden nichts verändern. Die Katastrophe wird wie in der griechischen Tragödie sehenden Augen über uns kommen. Egal, was wir tun, weil, wenn überhaupt, nur eine globale Diktatur vielleicht noch etwas daran ändern könnte. Wir stecken schon viel zu tief im Klimaschlamassel, vielleicht hat es sich längst versebständigt. Das weiß keiner so genau. Fakt ist, meine Generation hat das zu verantworten, hat das verschissen.

  12. #87
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    AW: Umwelt- und Wirtschaftspolitik

    Zitat eulenspiegel

    unsere Meinungen , werden nichts verändern.
    wenn alle diese Meinung vertreten, dann wird sich tatsächlich nichts verändern

  13. #88
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    AW: Umwelt- und Wirtschaftspolitik

    Manchmal glaub ich, es geht dir nur um Wortklauberei. Tatsächlich ändern Meinungen nichts an den Gesetzen der Physik. Der Unterschied zwischen Meinen und Handeln, zwischen Labern und Tun ist dir aber schon klar? So, nun aber genug davon.

  14. #89
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    AW: Umwelt- und Wirtschaftspolitik

    "nur um Wortklauberei" ist ein schwerer Vorwurf. Nein, das läuft so nebenbei mit - da denk ich nicht groß drüber nach. Als Lyriker, verzeih, gehört das wohl auch irgendwo mit dazu.

  15. #90
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    AW: Umwelt- und Wirtschaftspolitik

    Ich schrieb ja auch 'Manchmal' und nicht allein 'nur'. :)

  16. #91
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    AW: Umwelt- und Wirtschaftspolitik

    Siehst Du, da "nötigst" Du mich direkt zur nächsten Wortklauberei:

    Manchmal glaub ich, es geht dir nur um Wortklauberei.
    Sind zwei für sich alleine stehende Aussagen.

    Manchmal denke ich.
    Es geht dir nur um Wortklauberei.

    Heißt also: wenn Du darüber nachdenkst, dann kommst Du auch zu dem Schluss es handelt sich dabei immer und ausnahmslos (nur) um Wortklauberei. Du denkst halt nur nicht auch immer darüber nach...aber wenn, dann kommst Du stets zum gleichen Ergebnis. Also wie hättest Du dich ausdrücken müssen...damit ich das auf Anhieb so verstanden hätte...wie Du es verstanden haben wolltest?

    Manchmal, wenn ich darüber nachdenke, habe ich das Gefühl es handelt sich bei dir um Wortklauberei.

    "Ja, manchmal ist das der Fall"...wäre eine mögliche Antwort gewesen...

    Aber auch andernorts führe ich Diskussionen um "nichts"....

    Stein des Anstoßes folgende Formulierung:

    Unter Menschen stehen
    nichts mehr als das Opfer sehen
    mit den Augen in es gehen
    ich reklamiere "nichts" und sage es muss "nicht" heißen...oder wenn "nichts"...dann in Verbindung mit "weiteres"...aber keinesfalls mit "mehr"

    an solchen Dingen kann ich mich aufgeilen - gerade dann, wenn es sich auf der Gegenseite um promovierte Germanisten handelt.


    Ich weiß, musst es nicht aussprechen...in dieser Hinsicht bin ich wohl eher ein Fall für einen Facharzt...

  17. #92
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    AW: Umwelt- und Wirtschaftspolitik

    Na, da muß ich aber dagegen halten. Was du mir da 'unterstellst', kann ich nicht auf mir sitzen lassen, als ebenfalls manchmaliger Wortklauber!

    Es hieß 'Manchmal glaube ich, ...', das ist was anderes als 'manchmal denke ich'. Es ist mehr ein Gefühl, als eine Gewißheit.

    Der Satz drückt mitnichten aus, dass immer, wenn ich daran denke, ich glaube, es ginge dir nur um Wortklauberei, sondern er sagt aus, dass ich eben manchmal glaube, es ginge dir nur um Wortklauberei. Manchmal glaube ich das eben nicht. Es hängt halt davon ab, was du schreibst!

    Ich glaube jetzt gerade, dass damit genug gesagt sei.

  18. #93
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    AW: Umwelt- und Wirtschaftspolitik

    ...abgehakt - zurück zum Thema:

    Zitat Handelsblatt 01.10.2019 09:34 Uhr

    Protestierende Landwirte haben ein Verkehrschaos in den Niederlanden ausgelöst. Aus dem ganzen Land seien mehr als 2000 Bauern auf Treckern seit Dienstag unterwegs nach Den Haag, meldet das Verkehrsministerium. Die großen Zufahrtsstraßen nach Den Haag seien verstopft. Insgesamt hätten die Staus eine Länge von mehr als 1000 Kilometern.
    Die Bauern wollen in Den Haag gegen einschneidende Maßnahmen gegen die Landwirtschaft protestieren. Die Landwirtschaft wird nach ihrer Sicht einseitig für Umweltprobleme wie den Klimawandel und den zu hohen Stickstoffausstoß verantwortlich gemacht.
    Die Organisatoren der Proteste erwarten mehr als 10 000 Teilnehmer an der Kundgebung in Den Haag
    --------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

    Und genau davon rede ich. Einschneidende Maßnahmen, wie sie so mancher Klimaexperte oder Grüne fordert...würden unser Land ins Chaos stürzen. Das mag sich alles schön anhören...was die so fordern...aber es ist nicht umsetzbar. Und die Politiker sollen sich bitte mit dem Machbaren befassen...und keinen Spinnereien nachjagen. Der Klima-Forscher ist eben kein Techniker - er weiß was gemacht werden muss, aber nicht was gemacht werden kann.

    Als vor 14 Tagen bei der Sendung "Presseclub" die Journalisten verschiedener Leitmedien über E-Autos diskutierten...waren sich einig, dass das E-Auto im Jahr 2030 die Autos mit Verbrennungsmotor ablösen kann. Als dann zum Ende der Sendung ein Zuschauer eine kritische Frage stellte...schauten sich die Journalisten gegenseitig an...denn keiner von ihn konnte die Frage beantworten. Alle zuckten mit der Schulter...von der Technik hätte man keine Ahnung. Und genau das ist der Punkt: es ist schon aus technischen Gründen völlig ausgeschlossen, dass auch nur jedes zweite Auto im Jahr 2030 ein E-Auto sein wird. Das scheitert nicht am Auto selbst, sondern an der Peripherie. Stecker in die Steckdose stecken, damit ist es nicht getan. So viele Trafostationen...wie wir dafür benötigen...können wir noch nicht mal bis zum Jahr 2050 bauen. Und selbst wenn, fehlt es immer noch an der Infrastruktur innerhalb der Gebäude.

    Und ich gehe dabei davon aus, dass alle 83 Millionen Bundesbürger am selben Strang ziehen - was natürlich nie der Fall sein wird. Also wo immer eine Infrastruktur aufgebaut werden muss, steht eine Bürgerinitiative schon bereit. Übrigens liegt es vor allem an den Grünen, dass wir unser Klimaziele verfehlen...weil sie so gut wie jedes Wind-oder Wasserkraft Projekt sabotieren.

  19. #94
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    AW: Umwelt- und Wirtschaftspolitik

    Natürlich soll und darf niemand 'bestraft' werden. Doch wenn ein Zurechtrücken von völligen Schieflagen schon als Strafe empfunden wird, zeigt das doch wie falsch wir insgesamt liegen mit unserem (Land)Wirtschaften und Konsumverhalten. Du redest andauernd von Chaos und Wohlstandsverlust, vom Untergang der Demokratie, wenn auch nur vorsichtig versucht wird, Dinge wieder ins Lot zu richten. Das beweist doch nur, wie falsch wir unsere ganze Wirtschaft aufgezogen haben!

    Selbstverständlich darf nicht eine Gruppe allein - wie z. B. die Bauern - die Lasten tragen, sondern müssen alle ihren Beitrag leisten. Zuvörderst die Konsumenten, die durch ihr aberwitziges Konsumieren von Waren und Dienstleistungen, von denen 90% unnötig und überflüssig sind, erst zu dem Schlammassel führten, in dem wir stecken.

    Da, und hier beisst sich die Katz ja wieder in den Schwanz, da aber keiner der lieben Konsumjunkies auch nur ein klein bissl von seinem Überfluß und Luxus abgeben will, wird das ganze Welt- und Klimarettungsprojekt scheitern. Denn so viel Zeit haben wir nicht mehr, bis der letzte Dolm kapiert hat, dass er seinen Arsch bewegen muß und seine Konsumgewohnheiten ändern muß.

  20. #95
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    AW: Umwelt- und Wirtschaftspolitik

    Ja, ich rede über das Chaos...usw, aber im Konjunktiv. Aktuell ist diese Gefahr gebannt - dank unserer Regierung, die in diesem Punkt sehr vernünftig agiert.

    Doch wenn ein Zurechtrücken von völligen Schieflagen schon als Strafe empfunden wird
    wie falsch wir unsere ganze Wirtschaft aufgezogen haben
    !


    Das klingt...als hätten wir all die Jahre entweder nichts...oder wenn, dann nur Fehler gemacht. Das ist Linkspopulismus...denn es ist A. inhaltlich falsch und wird B. in seiner Vereinfachung dem komplexen Sachverhalt in keinster Weise gerecht. Kaum ein Land auf dieser Erde hat so viel für den Klimaschutz getan wie Deutschland. Das aktuelle Nachhaltigkeitsranking habe ich doch gerade erst vor ein paar Tagen hier veröffentlicht. Wie wir Plastik aufbereiten und wiederverwerten...das ist weltweit einmalig und vorbildlich. Unsere Industrie investierte in Filteranlagen...wie keine andere Nation dieser Erde. Ich könnte hier unendlich viele Beispiele aufzählen...die alle in die gleiche Richtung gehen.

    Die Bayern haben gestern Tottenham abgefertigt...weil Kovac in der Halbzeit nicht das Negative kritisierte...sondern weil er die positiven Elemente in den Vordergrund stellte. Das nennt man Motivation. Und genau so sollten auch Politiker agieren. Diese Schwarzseherei, Panikmache und Hysterie der Aktivisten ist destruktiv und ruft höchstens Angst hervor - und die, das wissen wir, lähmt.

  21. #96
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    AW: Umwelt- und Wirtschaftspolitik

    Liebe/r andi, du kannst einem schon fast leid tun. Kannst du oder willst du es einfach nicht verstehen?

    Unser globales Wirtschaftssystem ist suizidal, unser Konsumgewohnheiten sind es ebenso. Das Projekt Kapitalismus, egal ob sozial, ökologisch, ökosozial oder neoliberal eingefärbt, ist eines, das nur funzt, wenn es andauernd wächst (was in einem begrenzten Rahmen wie Erde nunmal nicht gutgehen kann). Das liegt einerseits an vielen intrinsischen Faktoren wie Zinswirtschaft, Produktivitätsfortschritt, Inflation und vor allem im Wettbewerb. Das sind die systemischen Faktoren. Dazu kommt der alles entscheidende Faktor Mensch. Und der trägt in sich geradezu eine ganze Büchse der Pandora voll tragischer Eigenschaften. Früher hießen sie Todsünden oder so, ich habs nicht mit Religion, ich nenne mal die 3 schlimmsten: Dummheit, Gier und Selbstüberschätzung. Das zusammen gibt einen tödlichen Cocktail, der die Lebengrundlagen für den Menschen und viele Arten zerstört. Bei einer Zahl von nahe 10 Milliarden Menschen ist das geradezu ein Turbo in den Overkill.

    Und ja: wir haben fast alles falsch gemacht. In beispielloser Selbstgefälligkeit und wahnsinniger Arroganz gepaart mit Ignoranz haben wir, also die Generationen seit etwa 100 Jahren, die Welt zu einer Räuberhöhle und Müllhalde gemacht. Und für unsere Enkelgenerationen bereiten wir gerade eine Klimahölle. Ich willl mich nicht 100-mal wiederholen, es ist alles gesagt. Wer aber glaubt mit Klimapaketchen, co2-Steuerchen oder E-mobilität das Ruder herumzureissen, muß schon gehörig naiv und blind sein. Sorry. Und selbst die windelweichen und nichts ändernden Klimaziele verfehlen wir.

    Aber lassen wir das. Wie auch schon x-mal gesagt, unsere Meinungen und Diskurse ändern nichts an den Abläufen. Die Tragödie läuft so oder so.

    Und ich weiß nicht, warum du immer die Mustergültigkeit deutscher Politik und Wirtschaft, die Vorbildlichkeit deutscher Tüchtigkeit bemühen musst. Niemand bezweifelt das. Welcher Komplex treibt so viele Deutsche an, immer die Besten, Gutesten, Tüchtigsten, Mustergültigsten glauben sein zu müssen??? Oder heisst es '... zu sein glauben müssen??' :)

    Also, bissl locker bleiben.

  22. #97
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    AW: Umwelt- und Wirtschaftspolitik

    Ich bin ganz locker, eulenspiegel, und auch Realist. Erwähne ich deshalb...weil Du nun endlich zum eigentlichen Punkt kommst...der dich scheinbar treibt: der Kapitalismus ist es...klar...das musste kommen. Nenne mir nur eine einzige realistische Alternative zum Kapitalismus. Siehste, es gibt keine. Und da kommt eben der Realist ins Spiel; ich versuche maximal einmal mit Kugeln einen Turm zu bauen...dann lege ich sie zur Seite und greife zu einem anderen Baumaterial. Und so ist das mit dem Kapitalismus...alles andere sind nur Kugeln. Das mag also alles richtig sein...was Du sagst, aber es ändert sich nichts daran, dass wir damit leben müssen (deine Sicht)...bzw damit leben dürfen (meine Sicht). Und so stimme ich dir gerne zu...dass wir beide daran nichts ändern werden/ wir gehen "nur" unterschiedlich damit um.

    Und was die Deutschen dazu motiviert immer an erster Stelle stehen zu wollen, das weiß ich auch nicht. Müsste man die Historiker fragen.

  23. #98
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    AW: Umwelt- und Wirtschaftspolitik

    Zitat andi: 'Ich bin ganz locker, eulenspiegel ...'


    Na also, geht doch. :)


    Wir können gern über Kapitalismus reden. Ich bin kein Ideologe, weder Marxist noch Sozialist, weder Verfechter irgendeines -ismus noch einer -logie. Der herrschende 'Kapitalismus' trägt in sich halt ein paar verhängnisvolle Webfehler, die im Ergebnis zu dem irrsinnigen Dogma vom 'grenzenlosem Wachstum' führen: Globalisierung und ungeregelter Wettbewerb. Globalisierung führt zu einem Sog nach den niedrigsten Lohn-, Umwelt- und Sozialstandards. Ungeregelter Wettbewerb ist der Motor dieser Entwicklung. Ich hätte nichts gegen einen Kapitalismus, der sich auf vergleichbare Wettbewerbsbedingungen stützt, auf Mindestlöhne, Umwelt- und Tierschutzstandards, die ihren Namen auch verdienen. Was wir aber heute haben ist ein globaler Wettlauf hin zu genau den niedrigsten Standards in jeder Beziehung. Nur der Profit wird maximiert. Das kann es nicht sein. Da aber eine globale Einigung auf genau diese Standards so wahrscheinlich ist wie die jungfräuliche Mutterschaft Mariens, ist der Kapitalismus eben nicht vernünftig zu regeln und damit nach meiner bescheidenen Meinung die Ideologie der Unweltzerstörung und damit der Grundlagen unserer Zivilisation.

    Und nun noch einen Gruß über die Grenze zum Tag der deutschen Einheit.

  24. #99
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    AW: Umwelt- und Wirtschaftspolitik

    https://de.wikipedia.org/wiki/Preu%C3%9Fische_Tugenden

    Ein Link zu den preußischen Tugenden...bzgl. deiner Frage

    Welcher Komplex treibt so viele Deutsche an, immer die Besten, Gutesten, Tüchtigsten, Mustergültigsten glauben sein zu müssen??? Oder heisst es '... zu sein glauben müssen??' :)
    damit lässt sich einiges, aber sicherlich nicht alles erklären.

    Der Weg...hin zu Deutschland...war ein steiniger - vielleicht wusste man deshalb besonders zu schätzen...was man hatte. Die deutsche Sprache (Identität) gab es schon lange vor dem Staat der Deutschen - kurzum; was wir uns einst so hart erarbeiten mussten, das geben wir so schnell nicht wieder her - die obigen Tugenden helfen uns dabei.

    Deutschland ist in meinen Augen die liberalste und weltoffenste Nation Europas. In jedem anderen Land, dem 2015 gleiches wie uns widerfahren wäre, würde eine Partei wie die AfD bei mindestens 30%...eher aber bei 40 bis 50% Stimmenanteil liegen.

    Deutschland gehört zu den umweltfreundlichsten Ländern der Erde (Platz 6), Stand 2015

    https://www.ingenieur.de/technik/fac...-laender-welt/

    Wenn ich heute schon wieder die Äußerungen der FfF-Bewegung höre, könnte ich k....

    Diese vorlauten, pubertierenden Rotznasen haben keine Ahnung...sind einseitig oder gar nicht informiert. Sie können stolz auf ihr Land sein, sollten sich aber ihrer grünen Eltern, von denen sie instrumentalisiert werden, schämen.

  25. #100
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    Was in Deutschland gern vergessen oder übersehen wird: Kein Land hat pro Kopf so viele Flüchtlinge aufgenommen wie ....? Na? Überraschung: Österreich.

    Was soll das? Mir gehen diese ganzen Rankings sowas auf den Senkel. Da werden immer Äpfel mit Birnen verglichen. Kein Land hat soviel ankommende Flüchtlinge über die Jahre wie Italien, wie Griechenland ..... Möchte sehen, wenn täglich soviele boat people an der Ostsee ankämen. Ob da einer Frau Rakete auch mit standing ovations gehuldigt würde ....

    Das bringt doch alles nix.

    Warum kriegste Schanppatmung bei FfF? Ich halte das Ganze inzwischen auch für Kindesmissbrauch und eine riesen Fakemaschinerie. Doch, wenn wer was ändern wird, dann nur die Jungen. Die Älteren ab 40 und überhaupt die Alten, die das alles verbockt haben, sind leider gewissenlose Egoisten und Opportunisten. Durch die Bank.

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