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Thema: Umwelt- und Wirtschaftspolitik

  1. #101
    Mitgestalter Avatar von anderedimension
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    AW: Umwelt- und Wirtschaftspolitik

    Zitat eulenspiegel


    Was soll das? Mir gehen diese ganzen Rankings sowas auf den Senkel. Da werden immer Äpfel mit Birnen verglichen
    Ich halte solche Statistiken schon für sehr wichtig - gerade in der heutigen Zeit...wo die gefühlte Wahrheit von der tatsächlichen oft stark abweicht.
    Mit einer Statistik hat man zumindest mal ein Gerüst zur Orientierung. Und da komme ich auch direkt schon zu "deiner Wahrheit":

    Kein Land hat pro Kopf so viele Flüchtlinge aufgenommen wie ....? Na?
    https://de.statista.com/statistik/da...n-europa-2010/

    Wie Du sehen kannst...Österreich liegt auf Platz 10

    Die mit Abstand meisten Flüchtlinge hat die Türkei aufgenommen, aber die ist kein EU-Land und taucht somit in der Statistik nicht auf

    Momentan kommen in der Türkei, in Italien und in Griechenland fast so viele Flüchtlinge wie 2015/16 an. Deutschland hat sich dazu verpflichtet jeden vierten Flüchtling aufzunehmen. Was die deutsche Bevölkerung dabei vergisst; nach dem Prinzip "Ene, mene, muh, und raus bist du" nehmen wir nicht "nur" jeden vierten Flüchtling auf, sondern mindestens jeden vierten...denn die, die raus sind, kommen ja trotzdem nach Deutschland. Und so war das mal wieder eine saublöde Idee (Maas)...sich zu einer solchen Quote zu verpflichten. Ohne Verpflichtung hätten wir auch mindestens jeden vierten Flüchtling aufgenommen (weil außer uns niemand so bescheuert ist)...so werden es jetzt aber definitiv mehr. Die Kriege, (Afghanistan, Syrien, Irak usw...)sind längst beendet, aber die Argumente sind die gleichen wie 2015. Ich denke noch nie zuvor in der Menschheitsgeschichte agierte eine Nation so dermaßen suizidal...wie das die Deutschen gerade tun.

  2. #102
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    AW: Umwelt- und Wirtschaftspolitik

    Naja, ich sprach von 2105 und nicht 2018. Da lag Ö deutlich vor D, was die Anzahl der Asylanträge betraf. Österreich 2105 88159, Deutschland 476508. Pro Kopf sind das in Ö etwa doppelt so viele wie in D.
    Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Fl%C3%...Europa_ab_2015

  3. #103
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    AW: Umwelt- und Wirtschaftspolitik

    Mein Lieber, da machst Du aber Rechnungen auf! Dir ist schon klar, dass der Flüchtlingsstrom, von dem wir reden, "erst" Ende 2015 einsetzte?!?

    Das ist in etwa das gleich als würde ich sagen " nimmt man nur die ersten 10 Minuten eines Spiels zum Maßstab, wurde Mainz 2018/19 Deutscher Fußballmeister"

    Das ist der Grenzsituation geschuldet, dass sich 2015 temporär mehr Flüchtlinge (pro Kopf) in Österreich aufhielten...als zB in Deutschland. Entscheidend ist wie viele Asylanträge angenommen...wie vielen stattgegeben wurde.

  4. #104
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    AW: Umwelt- und Wirtschaftspolitik

    Der Flüchtlingsstrom setzte 2015 in voller Stärke im August ein! Und ich sprach von Asylanträgen in Ö und D und nicht temporären Aufenthalten.

    Wenn es dich wirklich interessiert, dann kannst du dich hier ausführlich über die österr. Asystatistik der letzten 15-20 Jahre informieren:
    https://www.bmi.gv.at/301/Statistiken/

    Das sind genau jene Diskussionen, die von Statistik ausgelöst werden: sinnlos, beliebig, endlos und uferlos. Denn zu jeder Statistik gibt es eine Gegenstatistik. Damit kann man alles beweisen und nichts. Das ist das Gleiche wie mit den Studien, die wie eiin Tsunami über uns hereinbrechen. Sind ja auch eine gute Einnahmequelle, diese sog. 'Studien'. Doppelblind und evidenzbasiert, versteht sich! Und morgen gibts die nächste Studie, die genau das Gegenteil von dem aussagt, wie die von heute.

    Tatsache ist, dass Kurz maßgeblich dafür gesorgt hat, dass die sog. Balkanroute dicht gemacht wurde, wofür er von Merkel und Co. mit Häme und Kritik bedacht wurde, insgeheim aber diese Pharisäer froh waren, dass endlich kaum mehr Flüchtlinge über die Grenze kamen. Das ist widerlich.

    So das war's erst mal, es wird nämlich langsam öde, dieses ganze fruchtlose Hin und Her.

  5. #105
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    AW: Umwelt- und Wirtschaftspolitik

    Dir ist aber schon klar, dass auch an der sinnlosesten Diskussion immer mindesten zwei Parteien beteiligt sind?!?

    Ich bringe mal wieder ein Beispiel aus dem Fußball, weil ich der Meinung bin...dass man mit Hilfe des Fußballs alle Frage dieser Welt veranschaulichen kann:


    Du bist der Meinung...Paderborn müsste, so schön wie sie spielen, und unter Berücksichtigung falscher Schiedsrichterentscheidungen, mindestens auf Tabellenplatz zehn stehen. Die Statistik sagt sie haben nur einen Punkt geholt und stehen auf Platz achtzehn. Ob sie absteigen oder die Klasse halten, darüber entscheidet die Statistik.

    Wenn ich nun statistische Erhebungen aus seriösen und offiziellen Quellen ins Feld führe, dann um das...was wir meinen, glauben, fühlen...mit der Wirklichkeit abzugleichen. Statistiken sind nüchtern und nehmen auf Emotionen keine Rücksicht. Statistiken müssen auch nicht gerecht sein.
    Und von Phrasen wie " glaube keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast"...halte ich gar nichts. Das sind die Totschlagargumente derer, die in Abwesenheit eigener Argumente ihre Ziel dennoch erreichen möchten. Eine nicht hundertprozent genaue Statistik ist immer noch besser als nur das reine Bauchgefühl.

    Wir sind vom Thema abgekommen...weil wir von unterschiedlichen Fakten ausgehen. Und was die Faktenlage angeht...da werden wir wohl auf keinen gemeinsamen Nenner kommen...was es in der Tat schwer macht diese Diskussion fortzusetzen. Ist aber nicht schlimm, so ist das immer wieder mal im Leben. Und das sehen wir...aberauch ganz Europa schon an der Vielzahl von Parteien...die eine heterogene Gesellschaft wohl auch benötigt. Also alles ist gut.

  6. #106
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    AW: Umwelt- und Wirtschaftspolitik

    Eine Statistik sagt dann was über die Faktenlage, wenn ich alle Rahmenbedingungen, also Zeitspanne, Anzahl Personen/Meßdaten/Vergleichswerte etc., Einschränkungen, Voraussetzungen etc. etc. kenne und berücksichtige. Eine Fußballtabelle ist ein sehr gutes Beispiel, zeigt sie doch, wie unterschiedlich die Perspektiven und Randbedingungen sind. Klar ist, dass nur die Punkte und Tore zählen. Das führt zu der Tabelle, das sind die hard facts. Nun kann es aber interessieren, welch unterschiedliche Voraussetzungen die Vereien mitbringen: Finanzlage, Spielerkader, Stadiongröße, Fansupport etc. etc. Und das kann dann unter Umständen dazu führen, dass man mehr weiß, warum eine Mannschaft in der Tabelle dort steht, wo sie steht. Und darauf kommt es in der Politik und Gesellschaft an. Natürlich kann ich alle Menschen nach ihrem Einkommen, Vermögen, ihrer Steuererklärung einteilen und reihen. Dann krieg ich eine 'Fußballtabelle'. Das sagt nichts aus, über den sozialen Status, den Familienstand, den Bildungsgrad, die Gesundheit, die Konsumgewohnheiten etc. etc. des jeweiligen Menschen. Gerade das ist aber interessant für Politik und Gesellschaft.

    Na gut, es ist genug. Wenn sich alle einig wären, bräuchten wir ja keine Meinungsfreiheit! :)

  7. #107
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    AW: Umwelt- und Wirtschaftspolitik

    Zitat eulenspiegel

    Nun kann es aber interessieren, welch unterschiedliche Voraussetzungen die Vereien mitbringen: Finanzlage, Spielerkader, Stadiongröße, Fansupport etc. etc. Und das kann dann unter Umständen dazu führen, dass man mehr weiß, warum eine Mannschaft in der Tabelle dort steht, wo sie steht. Und darauf kommt es in der Politik und Gesellschaft an
    Das ist richtig - und der SC Freiburg das beste Beispiel dafür. Dort wird in allen Bereichen nachhaltig gearbeitet. Kontinuität und Vertrauen stehen an erster Stelle. Man muss weder Meister werden...noch ist der Abstieg eine Tragödie. Alle mögen die Freiburger...haben nicht nur für den Verein...sondern für die ganze Region Sympathien. Der Schwarzwälder ist sehr bodenständig...aber kein Hinterwäldler. Freiburg ist eine weltoffene Universitätsstadt mit Charme...aber auch mit einer sehr hohen Lebensqualität. Dort eine Wohnung zu finden ist mit der Situation in München vergleichbar. Freiburg gehört zu den Städten mit den meisten Sonnenstunden in Deutschland...gleichzeitig hat man aber auch Skipisten vor der Haustür - und da ist natürlich noch die unmittelbare Nähe zur Schweiz und zu Frankreich. Auf der einen Seite lassen die Schweizer viel Geld im Schwarzwald...auf der anderen Seite arbeiten viele Schwarzwälder in der Schweiz...wo die Löhne etwa doppelt so hoch sind wie bei uns...während die Franzosen die handwerklichen Fähigkeiten der Deutschen schätzen. Das heißt den Menschen dort geht es relativ gut. Man hat in der Region keine Großindustrie...aber dafür viele sehr gesunde mittelständische Unternehmen - ist also nicht abhängig vom Erfolg weniger Big-Player. Und der SC Freiburg hat eine eigene Abteilung...die sich "nur" darum kümmert...wie man als Verein mit der Umwelt umgeht.

    Jetzt das Aber: auch in Freiburg regiert der Kapitalismus - gelten dessen Regeln. Und so ist dieser Club das beste Beispiel dafür, dass der Kapitalismus nicht per se eine schlechte Sache ist...es kommt eben auf die handelnden Protagonisten an...wie er gelebt wird.

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