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Thema: Umwelt- und Wirtschaftspolitik

  1. #1
    schreibt hier hin und wieder
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    Question Umwelt- und Wirtschaftspolitik

    Kann eine Weltwirtschaft tatsächlich weltweit wachsen, obwohl es nur eine Erde und damit eine Endlichkeit gibt?

  2. #2
    Mitgestalter Avatar von anderedimension
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    Post Umwelt- und Wirtschaftspolitik

    Zitat Michael

    - Fracking (und mehrere MILLIONEN Tonnen von Bohrschlämmen, die als "soziale Lasten" übersehen werden müssen, damit die Emotionen nicht entgleiten)
    ---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

    Fracking werden wir auch hierzulande bald erleben (müssen) - ich bin ein Gegner dieser Technik, da die geologische Auswirkung so gut wie noch gar nicht erforscht wurde.
    Man könnte auch sagen; es fehlt die Risikobeurteilung. Für ebenso gefährlich halte ich die grenznahen Kernkraftwerke in Frankreich, die von unseren (Sicherheits) Standards weit entfernt sind. Hier enttäuscht unsere Kanzlerin auf ganzer Linie. Sie müsste da viel mehr Druck auf die Franzosen ausüben und mit wirtschaftlichen Sanktionen drohen, aber da hat sie nicht den Mut zu, zudem braucht sie die Franzosen für ihre Flüchtlingspolitik. Die ehemalige Macht der Frau Merkel scheint sich nun in Abhängigkeiten zu wandeln. Alles hat eben seinen Preis. Zumindest ich habe nicht (mehr) das Gefühl, dass sie die Anwältin derjenigen ist, von den sie einst gewählt wurde. Ich hoffe sehr, dass sie dafür einen Denkzettel bekommt - glaube es aber nicht.

  3. #3
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Umwelt- und Wirtschaftspolitik

    erstellt von RT:
    Hillary Clinton verlor viele Worte. Bernie Sanders sagte nur: "Meine Antwort ist viel kürzer: Ich bin gegen Fracking." Der Saal jubelt. Bei einer Wahlkampfveranstaltung in Flint, Bundesstaat Michigan, gerieten die demokratischen Kandidaten beim Thema Umwelt aneinander und Hillary Clinton stolperte erneut über ihre Nähe zur Industrie.
    Es könnte sein, daß das Thema "FRACKING" die demokratischen Vorwahlen entscheidet. Clinton steht für umweltbewußte Industrienähe, aber egal ob Ölriesen oder Umweltindustrie, die zu den Demokraten zählenden Amerikaner wollen keinen Präsidenten, der Lobbyarbeit für diese Industrien macht. Deshalb wählen sie Sanders, der ihnen als jüdischer Linksintellektueller zwar nicht nähersteht, aber immerhin! Ich glaube dennoch nicht, daß sich Sanders gegen Clinton durchsetzen wird, denn Clinton hat die Latinos und Schwarzen mehrheitlich auf ihrer Seite, was sich bei den Vorwahlen in Kalifornien zeigen wird, wo die meisten Stimmen zu holen sind. Daß rassische Aspekte in Amerika immer noch den Ausschlag geben, liegt in der Struktur der amerikanischen Gesellschaft.
    Bei den Republikanern spielt Fracking keine große Rolle. Ich glaúbe nicht, daß ein republikanischer Präsident sich gegen diese Methode aussprechen wird.

    Am Ende werden wir Trump gegen Clinton wahlkämpfen sehen. So, wie die Großindustrie das möchte.

  4. #4
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    AW: Umwelt- und Wirtschaftspolitik

    Was die Großindustrie dabei vergisst:

    Der kurzfristige Nutzen für wenige Profiteure wird zum langfristigen Schaden für alle Lebewesen, die ohne Wasser keine 72 Stunden überleben.

    Wo liegt hier die langfristige Präferenzauswahl?

    Ohne den Wert der Mitwelt zu beziffern, ist uns die Mitwelt nichts wert.

    Eine Binsenweisheit, dass die "freie Naturentnahme" von Ressourcen und Rohstoffen (gegen Bohr-, Schürfrechte und Erschließungskosten) nicht zur möglichst effizienten und effektiven Verwendung derselben führt. Wenn uns jedoch das Wasser und die Luft so wenig wert sind, dass sie jeder unbegrenzt "entnehmen" darf, ist eine dauerhafte Grundversorgung damit nicht zu erwarten.

    Globale Energiebilanzierungen und Ressourcenstrategiepläne lägen somit gerade im Interesse der Großindustrie, will sie keinen Totalausfall in diesem System der Dinge riskieren. So plündern wir die Ressourcen, um das Geld dann nach Panama in Urlaub zu schicken und in einer fernen Zukunft etwas davon zu haben, die auf diese UN-Art jedoch nicht zu Haben sein wird.

    Eine planetare Umweltpolitik ist ebenso notwendig wie eine globale Steuerpolitik und ein Wirtschaftsrahmen, der auf Verursacher- und Versicherungsprinzip setzt und den Begriff des Organisationsverschuldens prägt: Wer etwas so organisiert, dass ein Schaden entsteht, ist auch für den Schaden haftbar und muss die Schadensausgleichsfähigkeit durch eine Versicherung belegen.

    Es nutzt ja nichts, wie andere Demokraten in Deutschland richtig bemerken, hier die unsicheren AKW´s vom Netz zu nehmen, um die noch unsichereren und noch älteren in Frankreich als Folge noch länger zu nutzen. Daneben iss klar, dass, wie in Japan ohnehin der Staat die Zeche für die Tepco zahlen wird. Die Schäden an unserer Globalbilanz sind unermesslich und besitzen annähernden Ewigkeitscharakter im physischen Bedeutungszuordnungskontext.

    Wirtschaft und Umwelt sind nicht voneinander zu entkoppeln, da beides im identischen Systemrahmen stattfindet. Ist keine Mitwelt zur Kooperation vorhanden, besitzt Wirtschaft keinen Zweck. Ist keine Wirtschaft vorhanden, verliert die Mitwelt die Arbeitsteilung als Lebenshilfe und Notwendigkeit für Kooperation. Ist jedoch keine Kooperationsabsicht vorhanden, verliert das Lebenssystem seine Grundlage:

    Die friedliche Koexistenzmöglichkeit und damit den Verlust der Homöostase - das fließende Gleichgewicht zwischen bewahrenden, aufbauenden und zerstörerischen Kräften. Überweigen dauerhaft die Frackingabsichten und die damit verbundene Grundwassergefährdung, kann die Qualität nicht bewahrt werden und die zerstörerischen Kräfte werden als TTIP-Rindfleisch auch auf unseren Tellern landen...

    Die Zurechnung der Schäden zu den kausalen Ursachen ist jedoch kaum mehr möglich. Wenn auch hier in Niedersachsen erst die Öffnung der Krebsregister Klarheit brachte, wie direkt der ursächliche Zusammenhang in den so genannten "Krebsdörfern" messbar und nachweisbar ist, wird auch diese Zeche von der Allgemeinheit bezahlt.

    In der Allmende Theorie wird ein Phänomen beschrieben, das auf spanischen Gemeindewiesen zu beobachten ist und auf eine globale Fracking-Ebene übertragen werden könnte:

    Auf den Allmende-Wiesen, die von allen Gemeindemitgliedern genutzt werden können, besitzen einzelne Bauern den ökonomischen Anreiz, durch Zukauf von Weidetieren ihren individuellen Nutzen zu erhöhen. Langfristig führt dies zur Überweidung und zum Totalausfall auch für diejenigen, die achtsam mit dem Gemeindeacker umgegangen sind. Das Dilemma besteht darin, dass sein Verhalten langfristig unvernünftig, jedoch kurzfristig rational erscheint.

    Das Gefangenendilemma besteht darin, dass alle Planetenbewohner von diesem Gemeindegarten abhängig sind. Niemand hat eine andere Heimat und niemand kann vernüftig sein wollen, der den Zeithorizont der Betrachtung verkleinern muss, um die Unvernunft rational erscheinen zu lassen. Beim Gefangenendilemma werden auch diejenigen mit dem Verlust ihrer Lebensgrundlage bedroht, die sich angemessen verhalten haben. Im Umkehrschluss werden auch diejenigen von sauberer Atemluft und gesundem Wasser profitieren, die alles getan haben, ihre kurzfristigen Profite zu Lasten der globalen Solidargemeinschaft zu langfristigen Schäden anwachsen zu lassen.

    Der Free-Ride-Effekt ist so ähnlich, als würde jemand nach der Benutzung eines öffentlichen WC´s alles ordentlich saubermachen und darauf zu hoffen, sie beim nächsten Besuch sauber vorzufinden. Was bei Atemluft, Wasser und Boden jedoch die Lebensqualität aller schmälert, weswegen hierfür der Begriff der "Globalen Risikofusion" erfunden wurde.

    Der Spiegel kann nichts dafür, wenn er der Jungfrau zeigt, dass sie schwanger ist. (Kurt Tucholsky)

    Über die Globale Risikofusion sind wir mit jeder Verhaltensentscheidung auf unserer Gemeindewiese verbunden. Einzig die Verknüpfung von URsache und Wirkungen ist eine Frage des beobachteten Zeit- und Raumkontextes der Betrachtung.

    Als Symbiont in einem verwobenen Lebenssystem betrachtet sich die Wirtschaft isoliert und trennt sich vom Lebenssystem künstlich ab, ohne zu bemerken, dass dies nicht nur ihre eigene Existenz gefährdet, sondern unmöglich und unnötig machen würde.

    Wirtschaft ist Teil der Kulturentwicklung des Menschen. Nicht: Mensch ist Teil der Kulturentwicklung der Wirtschaft.

    Politik als dritte Kraft wird nunmehr ergänzt durch globale Journalistengruppen als vierter Kraft. Da dem Staat die globalen Analystengruppen jedoch fehlen, ist die Wirtschaft im Spannungsfeld zwischen Ökologie und Ökonomie haushoch überlegen. Die Bewirtschaftung des Hauses ist das Eine, die Bewirtschaftung des Gartens das Zweite, doch drittens: Ein schönes Haus am falscher Ort ist kein Genuss; ein schöner Garten wiegt den schimmelnden Asbestpalast nicht auf - Haus und Garten müssen gleichzeitig gepflegt werden.

    Ich finde, wir könnten mal über "Miete" nachdenken: Würde jeder Bürger in den Industrienationen jeden Monat einen Euro als ERDMIETE aufwenden, bekämen wir die Möglichkeit, sinnvolle und volkswirtschaftlich positiv wirksame "Soziale Erträge" zu gestalten, die Ewigkeitscharakter besitzen und in der BWL "positive Skaleneffekte" genannt werden. Es ist das, was allen nutzt...

  5. #5
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    AW: Umwelt- und Wirtschaftspolitik

    Erdmiete ist eine gute Idee - und 1 Euro würde auch niemandem weh tun. Nur, wer verwaltet das Geld und entscheidet wie es ausgegeben wird? Wir schaffen es doch noch nicht mal bei den Rentenabgaben ... diese zweckgebunden einzusetzen. Theoretisch zahlst du für eine Rente von 1800 Euro Beiträge und praktisch bekommst du dann 880 Euro - den Sozialhilfesatz. Bei einer Erdmiete wäre da wohl auch nicht viel anders. Problem sind nicht die fehlenden Einnahmen, sondern die vielen Deppen...die diese verwalten.

  6. #6
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    AW: Umwelt- und Wirtschaftspolitik

    WSIB, noch mehr Steuern? Nö. Abgesehen davon ist der Verwaltungsaufwand bei 1 € höher als das Einspielergebnis, schätze ich.

  7. #7
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    AW: Umwelt- und Wirtschaftspolitik

    Die "Erdmiete" wäre mehr ein symbolischer Akt der Anerkennung und Dankbarkeit für das Lebenssystem. Eine "mentale Streicheleinheit" für unser Mutter Erde, wodurch ein Stück weit Zugehörigkeitsgefühl und Verbindung entstehen kann.

    Im Zentrum der Zugrichtungen aller motivationstheoretischen Teilbereiche steht der Zukunftsfond, der sich aus dem globalen Schwarzgeld generiert, indem über die anonyme Steuerstrafamnestie eine Schwarzgeldvermögensabgabe gezahlt wird. Sagen wir, verschleiertes Schwarzvermögen wird mit einmalig 50 % "Einkommenssteuer" belegt, dann könnten sich daraus der globale Zukunftsfond finanzieren, mit dem das Global-Greening-Projekt die Bereiche Umweltschutz und Wirtschaft kohärent und synergetisch vernetzt.

    Daneben wurde errechnet, dass gerade einmal 1 % des globalen BIP´s aufgewendet werden müsste, den Klimawandel in erträgliche Zukunftszustände abzumildern. Für schlappe 1 % den Planeten aufzugeben, kann selbst der Wirtschaft nicht plausibel erscheinen.

    Im Rahmen des Zukunftsfonds könne eine Zukunftsaktie ein weiterer Weg sein, Investitionen in einen gesunden Planeten vorzunehmen. Ein kranker Planet und die relative Gesundheit seiner Bewohner sind ebensowenig zu trennen. So müssten schon Steuer-, Umwelt-, Wirtschafts- und Gesundheitsökonomie zusammen mit den Folgen für das globale Sozialgefüge in einer Gesamtheit betrachtet werden.

    Das Panama-Papier-Prägemuster ist in allen Politikbereichen wirksam und daher kann nur eine global geteilte Ethik ein Weg zu einem gesunden Planeten mit gesunden Menschen abbilden.

    Dann sind die Haftungsfragen für Wirtschaftsformen in einen globalen Kontext einzuweben, was ein globales Unternehmensstrafrecht bedeutet.

    Wenn Banken für die Spielereien mit Milliarden lediglich Strafen bis zu 10 Millionen Euro drohen, ist kaum von Sanktionierung zu sprechen. Es wäre so, als würde Schwarzfahren mit einem Prozent des Fahrpreises "bedroht": Wer würde dieses als Mittel zur Steuerung des Verhaltens zur Bezahlung des Fahrpreises werten und ernst nehmen?

    Wirtschaft- und Mitwelt allein ursächlich zu betrachten, erfordert neben einem Techischen, auch ein operatives und ein strategisches Controlling. Im Technischen Controlling werden bestimmte Kennzahlen festgelegt, die unter "Produktbilanzierungen" zunächst Vergleichbarkeit und "Teilbilanzierungen" ermöglichen und dabei im Grunde die technische Gesamtanalyse unter wissenschaftlichen Gesichtspunkten ermöglichen, da die Gesamtstoffströme erkennbar werden und dann bilanziert werden können.

    Erst nach dieser Erstbilanzierung ist überhaupt ein operatives Controlling möglich, d.h. die Beobachtung des Ist-Zustandes eines Zeitabschnitts kann nit den Veränderungswirkungen des nächsten Zeitabschnittes verglichen werden und die "Stellschrauben" des Systems können Ursachen- und Wirkungskontexten zugeordnet werden.

    Ein strategisches Globalmitweltcontrolling würde einräumen lernen müssen, dass die "Rückschau-Rechnung" der traditionellen Finanzbuchhaltung nicht zur Steuerung möglicher zukünftiger Zukünfte geeignet ist, da Zukunftswirkung heutiger Entscheidungsvarianten unbedacht bleibt, bzw. sich der Profit aus Unternehmenskriminalität in Milliardenhöhe im (rechtlich limitierten) Strafbereich von 10 Millionen in Deutschland bewegt.

    Ich meine, wenn die Strafe für einen bewaffneten Überfall auf das Strafniveau eines einfachen Ladendiebstahls begrenzt würden, hätten wir garantiert keine Ladendiebstähle mehr. Allerdings gäbe es in Banken nur noch maskierte Kundschaft, die höchstwahrscheinlich untereinander auch noch kooperieren...

    Nö, da muss der Verursacher die Zeche auch zahlen, die bisher nicht berechnet werden wollte. Drei Aspekte belegen die Notwendigkeit des strategischen Globalmitweltcontrollings:

    1. Wir betrachten zukünftig auch zukünftige, nicht nur vergangene Abläufe, Prozesse und Ergebnisse.
    2. Die Vergangenheit ist nur in den Fällen wichtig und wesentlich genug, um einbezogen zu werden, wo sie Hinweise auf die Berichtigung ursächlicher Irrtümer geben kann. In diesem Kontext - der besseren Strukturierung der Zukunft - versagt das inexistente strategische Staatscontrolling schon aus physischen Abwesenheitsgründen.
    3. Neben der Verschiebung des Planungshorizontes geht damit ebenso eine Veränderung der einbezogenen Faktoren einher.

    "Hält, bis wir haben unser Geld", eine gebräuchliche Handwerkermentalität. Plant der Handwerken jedoch ein, auch nächstes Jahr noch Kunden finden zu wollen, erweitert sich dementsprechend auch der "Planungshorizont" seiner Tätigkeit, seine Anteilnahme und damit auch die Motivation durch eine verbundene Intention.

    Unternehmen benötigen ein Frühwarnsystem, das innere und äußere Faktorenentwicklungen aufgreift, lange bevor sie sich beim Menschen / Unternehmen / Staat / Planet in Kosten oder Erträgen niederschlagen.

    Was die Wirtschaft jedoch erkannt hat und wovon der Staat sich eine Scheibe abschneiden sollte:

    "Mann (vgl. 1983, S.28) sieht Kosten und Erträge als "MAterialisierung" von Entwicklungen und Prozessen, die schon lange laufen, ehe sie sich in dieser Form messen lassen. Die Unternehmen (die Mensch-Mitwelt-Matrix, Anm.Wsib) benötigt ein Strategisches Planungs- und Steuerungssystem, das einen Filter bildet, um taktische Entscheidungen zu verhindern. wenn sie strategisch schädlich sind, das trotzdem aufzeigt, was man tun muss, um Chancen in der Zukunft zu nutzen." (1)

    Ebenso von Mann:

    "Strategisches Controlling beschäftigt sich nicht mit der Gewinnsteuerung durch die Veränderung von Zahlen, sondern mit der Existenzsicherung durch die bessere und frühzeitigere Anpassung an Entwicklungen von außen (hier: Mitwelt, Staat und Planet). Es hat die gleichen Bausteine, wie wir sie vom operativen Controlling kennen, allerdings mit anderen (hier: planetaren Inhalten)." (2)

    "Der ER-folg in seiner periodischen Ermittlung ist stets eine Integralgröße. Deshalb verlangt seine wirksame, objektivierbare und diskutierbare Vorsteuerung auch eine integrale Beurteilungsgröße, in der alle geschäftsspezifischen (globalgesellschaftsspezifischen) positiven und negativen Einflussgrößen in ihrer Zusammenwirkung erkennbar sind. Diese Intergralgröße wird oft als das ER-folg-s-potenz-ial bezeichnet." (3)


    (1-3) aus: Waldemar Hopfenbeck, Allgemeine Betriebswirtschafts- und Managementlehre, Das Unternehmen im Spannungsfeld zwischen ökonomischen, sozialen und ökologischen Interessen, verlag moderne industrie, Seiten 722 - 724

  8. #8
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    AW: Umwelt- und Wirtschaftspolitik

    Glyphosat

    In einer globalen Umwelt- und Sozialgesamtrechnung wären die Folgen für den Planeten und den Menschen, die Tier- und Pflanzenwelt in ihrer Gesamtheit zu erfassen.

    Umwelt- und Wirtschaftspolitik müssten daher gleichzeitig mit dem Verbraucherschutz betrachtet werden. Beim Glyphosat wäre einmal der Gewinn für die Hersteller zu sehen, von dem jedoch die langfristigen Schäden abzuziehen sind, die für das Gesamtsystem entstehen.

    So wurde die Zulassung für Glyphosat um sieben Jahre verlängert. Obwohl die wissenschaftlichen Gutachten der UN von "höchstwahrscheinlich krebserregend" sprechen, die der Hersteller von "höchstwahrscheinlich unbedenklich".

    In Amerika gibt es ein Phänomen, das mit "Super-Weed" bezeichnet wird - die "Super-Unkräuter" machen Landwirtschaft in Teilen der USA schon gänzlich unmöglich. Is klar, dass die Amis damit nicht allein bleiben wollen und uns damit ebenso zu beglücken wünschen...

    Ohne eindeutige Beweise für oder gegen eine "Unbedenklichkeit" werden die Fehler wiederholt, die wir in der Physis schon manifestiert haben und diese "globale Risikofusion" gefährdet den Gesamtbestand von Demokratie.

    Damit ist die Entscheidung, Glyphosat für weitere 7 Jahre im Großversuch zu "TESTEN", ein Verstoß gegen die Verfassung in Deutschland. Was jedoch unerheblich ist, da keine europäische Verfassung existiert.

    So wäre insgesamt mit einer Globalverfassung zu beginnen, in der die Normenhierarchie ausgebildet wird, die alle Marktteilnehmer dazu bringt, "ihre eigenen Dreck wegzuräumen".

    Wenn wir in zwanzig Jahren auf einem Planeten mit "Super-Unkräutern" leben, wird uns jedoch das Kapital nicht helfen können.

    Daher ist eine Versicherungspflicht einzuführen, die Produkthaftungrisiken verursachungsgerecht erfasst, zurechnet und durch eine Versicherung absichert.

    Zuvor ist ein globales Verursacherprinzip anzuerkennen, ohne das ein globales Miteinander unmöglich wird.

    Die globalen Menschenrechte durch Handelsverträge außer Kraft zu setzen, mag dem Bandwurm kurzfritig helfen, seine Brut aufzuziehen.

    All-Er-Dings stirbt diese mit seinem Wirt. Wie blöde sie doch sind...

    Feiern kollektiven Selbstmord als ER-folg...

    Verbraucherschutz spielt keine Rolle, Umwelt- und LAndwirtschaftsministerium entschieden, sich nicht entscheiden zu wollen.

    Über alle Maßen der Empörung hinaus, wird Herr Maaßen dazu gar nicht befragt. Der Schutz der Verbraucher spielt KEINE ROLLE:

    Das ist VOLKSVERRAT nach Verfassung. Kein Staat darf seine Lebensgrundlagen "wegschenken", indem die Folgen der Profitgier einzelner Marktsubjekte über dem globalen Allgemeinwohl angesiedelt werden.


    Global unverstandener Eigennutz bewirkt eine Moossack-Frohnzecka-Welt, die am Ende keinem wirklich gefällt.

    Erfolg ist es nicht, die Brut der Bandwürmer zu füttern. Es ist die Aufgabe des symbiotischen System zugunsten kurzfristiger Nullsummenspiele unzurechnungsfähiger nationaler Volkswirte.


    Wir bräuchten einen neuen Berufsstand: Globalvolkswirt.

    Dafür könnten wir die Rechtsanwälte und ihre Unrechtskammern mit Berufsverbot belegen. Zumindest bis die Vollpfosten ordentlich versichert sind.

    Keine Utopie kann mit diesem globalen Unrechtssystem umgesetzt werden.

    Keine Demokratie kann innerhalb dieses Wirtschaftsrechts bestehen.

    Da nutzt nur eine globale Verfassungsklage, die jedoch zunächst eine globale Verfassung benötigt.

    Die 40 000 Mitarbeiter der Vereinten Nationen sind völlig wirkungslos, wenn ihnen kein Einfluss auf Entscheidungen eingeräumt wird, die den Bestand der UN-Vereinten Nationen insgesamt gefährden.

    Lügende Anwälte und gekaufte Gutachter sollten in den Mittelpunkt des Globalkonfliktes gestellt werden. Da stimme ich der Scharia zu: Wer die Lebensgrundlagen aller Menschen vorsätzlich gefährdet, dem gehört das Gesetz von Ursache und Wirkung einmal genauer erklärt:

    Wenn ihr Planetenzerstörer damit durchkommt, sind auch eure Kinder vom unwiderbringlichen Wegfall des Lebenssystems betroffen. Was für einen Vorteil habt ihr geliebten Globalverbrecher, wenn ihr eure (von euch zum Tode verurteilten) Kinder vorsätzlich tötet?

    Abraham lässt grüßen...

  9. #9
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    Der Borkenkäfer sorgt für Kenia-Streit

    Der Borkenkäfer. Der Borkenkäfer!
    Auf meinen Wanderungen im Harz fiel mir die Zahl umgefallener und vertrockneter Fichten auf. Ich sprach mit einem Förster, der mir folgendes erklärte: Die Fichtenbestände im Harz sind vor zwei-, dreihundert Jahren unnatürlich entstanden. In Zeiten intensiver Waldwirtschaft wurden sie angelegt, eigentlich aber benötigen sie mehr Niederschlag und andere Bedingungen, als sie der Harz liefern kann. Also vertrocknen Fichten im Harz. Immer schon und je nach Wetterlage. Früher holzte man sie ab, sobald sich der Borkenkäfer in das durch Trockenheit geschwächte Fichtenholz hineinbohrte und eben das tat, was seine Natur ist. Heute läßt man den Borkenkäfer sein Werk tun. Es ist politischer Wille. Seit etwa 20 Jahren ist es (im Osten, im Westen schon seit den 80er Jahren) politischer Wille, den Harz wieder seinem ursprünglichen Buchenbestand zuzuführen, anders gesagt, den Borkenkäfer seine Arbeit machen zu lassen, denn nachdem der sie tat, wächst auf dem zerfaserten neuen Waldboden (neben "Schadholz" auch "Verkarstung", wie dies die Gegner der natürlichen Waldentwicklung nennen) neuer Baumbestand heran, natürlicherweise entstanden. -

    kurzer Exkurs: Die Germanen besiedelten ein Gebiet von Nord- und Ostsee bis etwa zum Main. Das heutige Süddeutschland interessierte sie nicht, da die Nadelwälder keine Buchen- oder Eichelmast für ihre Schweine gaben. -

    Allerdings soll das nicht erfolgen, indem man nun intensive Abholzung und Neubepflanzung vornimmt, sondern die durch Blitzschlag, Sturm oder Borkenkäferbefall geschädigten Bäume schlichtweg liegen läßt und nicht aus dem Wald herausholt, wie man das viele Jahre lang machte. In diesem nun neu entstehenden Unterholz bilden sich neue Biotope. Das dauert allerdings ein paar Jahr (Jahrzehnte, würde ich meinen) und sieht für den Außenstehenden nach Absterben und Verwahrlosung aus. Es ist aber sehr gut für den Wald, der sich so natürlich erholt. Zudem siedeln sich auf diese Weise auch viele neue Tiere an, die diese Waldflächen zu Zeiten der intensiven Waldwirtschaft schon verlassen hatten.

    Die CDU will dies nicht. Sie verlangt, daß die Forstwirtschaft dem Wald sich nicht selber überlasse, sondern eingreife, was sich so liest: "Wir müssen auch im Nationalpark [Oberharz] resistentere Baumarten pflanzen." (Jan Schumann, umweltpolitischer Sprecher der CDU) Das findet natürlich beim Waldbesitzerverband offene Ohren. Die GRÜNEN fänden das nicht richtig.

    Ich stimme ihnen hier zu. Der Wald repariert sich selber. Menschliches Eingreifen halte ich für schädlich, was nicht bedeutet, daß ich Forstwirtschaft für überflüssig oder schädlich halte. Es ist wie bei der Tierhaltung, eine Frage der Quantität.



  10. #10
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    AW: Notizen August 2019

    Die Öko-Wende sit ein großer Schmah, wie man in Wien sagt. Also ein Fake.

    Es ist eine Illusion, zu glauben, wir könnten einfach so weiter konsumieren, ohne die Erde und ihre Ressourcen zu zerstören. Es ist natürlich die Illusion des Süchtigen, der von seinem Stoff nicht weg kommt und sich mit Ersatzdrogen zudröhnt.

    Beispiel E-Mobilität. Ein Marketing-Schmäh sondergleichen. Die sog. E-Mobilität - auf der Straße versteht sich - frisst mehr Ressourcen an Rohstoffen für Akkus und an benötigter Elektrizität, als sie an fossiler Einergie je einsparen wird. Zudem wird sie über ein Nischendasein nie hinauskommen.

    Beispiel Landwirtschaft. Öko-Landbau wird die Weltbevölkerung nicht ernähren können. Ohne Verzicht auf Fleisch wird es schon gar nicht gehen. Für ein Kg Rindfleisch benötigen wir 7 Kg Getreide/Soja und 10 000 lt. Wasser. Doch auch eine vegetarisch lebende Menschheit, die Öko-Landbau betreibt, wird sich nicht nachhaltig ernähren können. 10 Mrd. Menschen sind einfach zu viel für den Planeten.

    Es wird also nur über Katastrophen gehen. Das regelt die Erde ganz von allein. Und dabei haben wir noch gar nicht vom Klima gesprochen.

  11. #11
    Klaus Norbert.
    Status: ungeklärt

    AW: Notizen August 2019

    Zitat Zitat von eulenspiegel Beitrag anzeigen

    Die Öko-Wende sit ein großer Schmah, wie man in Wien sagt. Also ein Fake ...

    Ich bemerke, meine menschliche Umwelt ist nicht dazu bereit, auf einen Teil Ihres Konsums zu verzichten ... wieso ich denn? Sollen doch erst die oder die oder die ... Fleischproblem? Man könnte eine Steuer erheben ... Problem gelöst, und weiter ...

    Die Leute sehen nicht, was passiert, sie sehen es nicht, sie haben kein Bewußtsein dafür.

    Ich glaube, wenn sich jetzt die gesamte Menschheit wie in Kriegszeiten mobilisierte, wenn das ginge, dann könnte das in vielen Jahrzehnten zu spüren sein.

    Der Zug ist abgefahren, wir merken gar nicht, daß wir ihm nur noch hinterhersehen.


    Peter Licht, Das absolute Glück

    https://www.youtube.com/watch?v=-N2CaGp_6A0


    Wir müssen nicht traurig sein, wir sind ja da. Mehr ist nicht.

  12. #12
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    AW: Umwelt- und Wirtschaftspolitik

    Denn sie wissen nicht...was sie tun


    Apfelsaftkonzentrat: das Konzentrat, aus dem unsere "heimischen" Apfelsäfte hergestellt werden, kommt zu 90% aus China. Und das...obwohl es in Deutschland mehr Apfelbäume gibt...als sonst wo auf der Welt. Wir lassen also Äpfel vom anderen Ende der Welt einfliegen...statt unsere eigenen zu verarbeiten...die auch noch im Überfluss vorhanden sind. Dafür fördern wir dann mit EU Geldern Misswirtschaften...wenn zB die heimischen Äpfel an den Bäumen verfaulen. Vollkommen bescheuert ist das - und auch nur eins von tausend Beispielen dieser Art. Der Großbauer ist heute mehr Börsianer als Bauer. Der sitzt mit dem Laptop auf dem Traktor und steht im ständigen Kontakt mit den Gemüsegroßmärkten. Ist der Preis gut, erntet er. Ist er schlecht, lässt er das Gemüse auf dem Feld vergammeln...da die Entschädigungszahlungen der EU höher sind...als wenn er die Ware an den Mann bringen würde. Da könnte ich jetzt seitenweise Beispiele aufführen. Wir reden immer nur vom Großen (Braunkohle, Windkraft, PV usw..), aber nur selten vom Ganzen.

    Man sollte die Energiewende zur Bildungsfrage machen...denn viele Bürger wissen gar nicht...was sie da schon im Kleinen anrichten. Und das Große entsteht nun mal im Kleinen. Bildung und Transparenz...statt Aktionismus und Verbot.

    Greta T. segelt CO2 neutral? Sie selbst...ja, aber da sind auch mehrere Begleitboote und Hubschrauber im Einsatz (aus Sicherheitsgründen). Da wäre das Mädchen besser mal geflogen.

  13. #13
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    AW: Umwelt- und Wirtschaftspolitik

    Ja. Und genau diese vielen kleinen Dinge, die nichts als Verhältensänderungen bei Konsum und Lebensweise erfordern, die sind es, an denen eine nachhaltige Wende hin zu ökologischer Vereinbarkeit scheitert! Nenne es Bildungsangelegenheit, ich nenne es Faulheit, Bequemlichkeit und Gier.

    Die Grünen drücken sich im Moment verschämt und geradezu panisch um diese Fragen. Würden sie Forderungen aufstellen was unsere Konsum- und Lebensgewohnheiten betrifft, liefen ihnen die Wähler in Scharen davon. Das wissen sie und deshalb eiern sie so herum.

    Und, ohne einige Verbote wird es schon gar nicht gehen. Nur hat niemand den Mut, diese zu fordern. Ob es die Äpfel, das Obst, die Fruchtsäfte oder das tägliche Brot, die Wurst, das Fleisch, der Kaffee oder das T-shirt oder die Jeans sind, es ist immer meine Entscheidung! Und damit ist die ganze Öko-Frage nicht nur eine Systemfrage, sondern auch eine der persönlichen Entscheidung und Verantwortung!

    Die Grünen drücken sich um diese Entscheidung. Lieber an die Tröge der Macht, an Ämter und Posten, als den Leuten reinen Wein einschenken.

    Wir sind selber schuld, wenn wir unser Obst vergammeln lassen, wenn wir Ernten verfaulen lassen, wenn wir Wälder veröden lassen, wenn wir Faulheit und Bequemlichkeit vor Verantwortung gehen lassen.

    Aber damit gewinnst du keine Wählerstimmen.

  14. #14
    rodbertus
    Status: ungeklärt

    AW: Umwelt- und Wirtschaftspolitik

    Ich stimme den GRÜNEN in ihrer Fleischpolitik, will sie mal so nennen, zu. Es ist eine Frage der Einstellung. Wir reden doch hier vom Fleischverzehr und allen damit zusammenhängenden Erscheinungen? Fleisch muß sehr viel teurer werden, anders gesagt, es sollte sehr viel weniger hergestellt werden, v.a. keines in Massentierhaltung. Doch solange auch die Unterschicht der Gesellschaft der Meinung ist, sie müsse jeden Tag Fleisch essen, wird sich das mit der Massentierhaltung nicht ändern. Es ist also eine Frage des Bewußtseins. Es ist aber auch eine Frage der Organisation. Man könnte das Billigfleisch verbieten und für die Unterschicht Essenmarken austeilen, einmal pro Woche bekommen sie Fleisch.

  15. #15
    Mitgestalter Avatar von anderedimension
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    AW: Umwelt- und Wirtschaftspolitik

    Wir haben in der Innenstadt einen kleinen REWE, der Lieblingsmarkt unserer Studenten. Jeden Freitag bietet der 250g Hackfleisch für Euro 1,11, manchmal auch für 1 Euro glatt an. Warum? Na weil die Studenten überwiegend Freitags einkaufen gehen - nicht selten in kleinen und manchmal auch in großen Gruppen...die dann über das Hackfleisch herfallen. Nur einer von vielen Gründen, warum mir diese Dummbatzen so auf den Sack gehen. Freitags essen sie 1.- Hackfleisch und Samstags halten sie Schilder "rettet das Klima" in die Luft. Ja, Fleisch sollte viel teurer sein.

  16. #16
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    AW: Umwelt- und Wirtschaftspolitik

    Die Fleischproduktion und der Fleischkonsum sind Paradebeispiele für die Krankheit des Systems!

    Nun mag man einwenden, ich sei befangen, weil selbst Vegetarier. Das kann ich guten Gewissens zurückweisen. Ich gönne jedem sein Stück Fleisch von Herzen. Allerdings zu einem fairen Preis, fair zum Tier und fair zur Umwelt.

    Anstatt Tiere so zu halten, dass sie in möglichst natürlicher Umgebung so aufwachsen können, wie das von Natur aus vorgesehen ist, nämlich ohne Qualzüchtungen für noch mehr Muskelfleisch, Milchleistung und Turbogewichtszunahme, ohne breitflächigen Antibiotikaeinsatz, artgerecht gefüttert mit Grünfutter und Heu und nicht Soja für Kühe etc. etc. und die Mehrkosten dem Erzeuger - also dem Bauern und nicht einer Fleischindustrie - fair abzugelten und dafür vom Konsumenten einen angemessenen Preis zu verlangen, anstatt solch fairer Bedingungen werden Tierqualfrabriken mit Milliardenförderungen subventioniert, der Fleischpreis künstlich tief gehalten, alles auf Kosten der Tiere, der Böden, des Grundwassers - der Umwelt!

    Wie krank ist das denn? Anstatt kaufkraftschwache Konsumenten zu unterstützen, damit sie sich ihr täglich Stück Fleisch, wenn es denn sein muss, zu einem fairen Preis erwerben können, werden die Tierqualfabriken gefördert, damit der Fleischpreis künstlich tief gehalten wird. Perverser geht es doch nicht mehr. Und keinem fällt das auf?

    Warum thematisieren die Grünen diese Zusammenhänge nicht? Zu dumm, zu feig, zu machtgeil?
    Warum thematisieren unsere christlichen Parteien das nicht, warum die Linken nicht, warum die Rechten nicht?
    Tiere haben scheint's nirgends eine Lobby.

    Kommt vielleicht auch daher, dass unsere hl. Schriften ganz am Anfang schon schreiben: Macht euch die Erde untertan. Das steckt wohl tief im kollektiven U-Bewusstsein. Und Seele haben Viecher ja auch keine. Und viele sprechen ihnen ja auch Leidensfähigkeit ab. Obwohl das Gegenteil der Fall ist! Tiere haben ein viel feineres Sensorium als wir und leiden sicher noch ungleich schlimmer als wir. Allein schon deshalb, weil sie nicht einschätzen können, warum und wie lange sie Schmerzen ertragen müssen. Für Tiere ist jeder Schmerz unmittelbar, überwältigend und endlos in dem Sinn, dass sie wohl keine Vorstellung von Zukunft haben und den Schmerz nicht einordnen können.

  17. #17
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Umwelt- und Wirtschaftspolitik

    Schlechtes Beispiel mit dem Vegetarier. Ich kann zwischen tierischem und pflanzlichem Leben keinen substantiellen Unterschied erkennen - beides sind mitunter empfindungsfähige Lebensformen. (Der Mensch in seiner Sonderstellung im Kosmos bleibt davon ausgenommen.) Das, was ich über Fleisch sagte, könnte ich auch über pflanzenbasierte Nahrung sagen. Da wird genauso umweltverpestende Politik betrieben. Was wird nicht alles getan, um pflanzliche Nahrung herzustellen? Schindluder wird da getrieben. Ich spreche nicht mal vom Pesitizid-Einsatz, sondern schlichtweg von bodenintensiver Landwirtschaft - wie auch immer man das nennen mag.

    Daß der Mensch sich die Erde untertan macht, ist kein Fehler. Es geht um verantwortungsvollen Umgang, nicht um Leugnung einer besonderen Stellung des Menschen gegenüber allem, was k(r)eucht und fleucht. Wie ich bereits sagte, sollten wir unsere Macht nicht überbewerten. Unser Hang zur Selbstvernichtung andererseits benötigt keine Heiligung. Es ist nämlich vielmehr umgekehrt, weil wir RATIONAL so veranlagt, versuchen wir uns an einer Heiligung unserer Taten.

  18. #18
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    zitat eulenspiegel

    Warum thematisieren die Grünen diese Zusammenhänge nicht? Zu dumm, zu feig, zu machtgeil?
    Warum thematisieren unsere christlichen Parteien das nicht, warum die Linken nicht, warum die Rechten nicht?
    Tiere haben scheint's nirgends eine Lobby
    wenn ich ansonsten deiner meinung bin...hier nicht. alle parteien thematisieren das, kannst du in den parteiprogrammen nachlesen. schuld daran ist alleine der verbraucher...der hat es in der hand. damit sage ich nicht, dass die politik nicht mehr tun könnte- kann sie, muss sie auch...aber wenn man immer nur auf die politik verweist...nimmt man den verbraucher aus der verantwortung. auch ein hartz4-empfänger kann sich ein "ordentliches" stück fleisch leisten...er muss halt nur seine prioritäten anders setzen...aber vor allem muss er es auch wollen. niemand ist darauf angewiesen hackfleisch zum preis von einem euro zu kaufen.

    Tierschutz-Check


    https://www.tierschutzbund.de/aktion...undestagswahl/

    da bekommt man einen groben Überblick

    weil AfD und FDP fehlen...hier nochmal gesondert

    https://www.tasso.net/Tierschutz/Tie...chutzcheck-AfD

    https://www.fdp.de/forderung/tierschutz-europa-foerdern


    Alle Parteien sind für Tierschutz...aber was sagt uns das?!?

    Eine Partei muss für den Tierschutz sein...sonst wird sie nicht gewählt. Das ist für mich aber nicht die Frage...da nur Worte und Absichtserklärungen. Auch hier gilt; man sollte die Menschen an ihren Taten messen - und da ist noch viel Luft nach oben.

  19. #19
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    AW: Notizen August 2019

    In Südamerika fackeln wir grad den Planeten ab. Ob durch Dummheit oder Gier ist fast schon belanglos. Blödmänner und Brandstifter schaffen sich am Ende selbst ab. Warum nur müssen sie so viele Arten mit sich ins Verderben stürzen?

  20. #20
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    AW: Tagesgespräch 2019

    bin neugierig... was treibt man dort?

  21. #21
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  22. #22
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    AW: Tagesgespräch 2019

    Bolsonaro ist der Trump Südamerikas - für Brasilien selbst eine gute Wahl, für die Welt eine Katastrophe. Er räumt in den Favelas auf-Scharfschützen schießen aus Hubschraubern auf Kriminelle. Auf diese Art hat er in seiner Amtszeit schon zweihundert Kriminelle in die ewigen Jagdgründe schicken lassen. Ebenso bekämpft er auf brutalste Weise jede Form von Korruption. Das ist die gute Seite Bolsonaros. Aber er ist eben auch ein Ultra-Rechter, den die restliche Welt nicht die Bohne interessiert...

  23. #23
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    AW: Tagesgespräch 2019

    Weiß nicht, ob das tatsächlich zum Schaden des Urwalds ist. Ich kenne diese Berichte bereits seit langem. Ich lernte in den 70er Jahren, daß aufgrund der Regenwaldabholzung im Jahre 2000 kein Regenwald mehr da sein sollte. Borneo, Sumatra, Brasilien hießen seinerzeit die Gebiete, in denen die Abholzung zu Kommerzzwecken nicht nur das ökologische Gleichgewicht der Erde, sondern v.a. den Lebensraum von vielen Arten so schädigen sollten, so daß es um 2000 unwiederbringlich zu spät gewesen sein soll, den Regenwald noch zu retten. Zahllose Rettungsmissionen und -organisationen bildeten sich daraufhin in den 70er Jahren.
    Andererseits lernte ich im Geographieunterricht auch, daß Vulkanausbrüche, bsp. der Vesuv, die Gegend um Neapel nicht nur zu einer sehr fruchtbaren Gegend gemacht hätten, sondern daß Brandrodung und das Abbrennen von abgeernteten Feldern sehr gut für den Boden seien, daß also in Gebieten, die Waldbrand zum Opfer gefallen waren, Landwirtschaft besonders gut gediehe - nach einigen Jahren.

    Um es so zu sagen: Ich bin da nicht sicher, ob Brandrodung für Boden, Mensch und Natur sehr schädlich sind. Wenn ich mir allerdings vorstelle, daß Agrarflächen für Soja gewonnen werden sollen, um unsere Vegetarier kostengünstig zu ernähren und Nahrungsmittel zur Massentierhaltung zu gewinnen, dann bin ich wieder gegen Brandrodung. In einem aber bin ich mir sicher, daß nämlich Lebensraum für Naturvölker zerstört wird, die sich nun ein neues Zuhause suchen müssen, was sicherlich beschwerlich sein dürfte. Schließlich denke ich, daß die Brasilianer das selber entscheiden und wir uns da raushalten sollten.

  24. #24
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    AW: Tagesgespräch 2019

    Naja, es könnt einem ja Wurscht sein, was die in Brasilien machen, wenn, ja wenn das nicht fatale Auswirkungen aufs Weltklima hätte. Aber davon hälst du ja bekanntlich nicht viel. Scheint so, dass du das Weltklima als eine lokale und nationale Angelegenheit betrachtest.

    Was den Anbau von Soja für Vegetarier angeht. Der ist verschwindend im Vergleich zum den Flächen Soja für Carnivoren. Ich komme fast gänzlich ohne Soja aus, weil ich Getreide fresse. Zur Erinnerung, für 1 kg Rindfleisch brauchst zu 7-10 kg Getreide/Soja und 10 000 lt. Wasser. Damit komme ich ein Monat aus. Mit so viel Wasser.

    Und drittens, der Urwald tät sich schon regenerieren, wenn man ihn ließe. Nur wird auf den abgebrannten Flächen eben Soja und Plamöl angebaut oder es grasen Rindviecher drauf. Und dank Mercosurabkommen, kommt das alles billig und taxfrei nach EU !

    Na wenn das kein Fläschen Rotkäppchen wert ist!

  25. #25
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    AW: Tagesgespräch 2019

    Die halbe Welt droht nun Brasilien mit Sanktionen, sollte sich Bolsonero nicht mehr um die Wälder kümmern. Ich denke diese Drohungen werden von Erfolg gekrönt sein...erste kleine Erfolge stellten sich bereits ein...denn Bolsonero mobilisiert das Militär zur Brandbekämpfung. Der will sich an der Macht halten, das kann er ohne Handelsabkommen nicht.

    Brände, ob "natürliche" oder von Menschen gelegte...sind für viele Vegetationen überlebenswichtig und alternativlos. Was da mit dem Amazonas veranstaltet wird...das ist kontraproduktiv. Der Amazonas ist die Lunge der Erde...da wirkt sich jede kleine Sünde sofort negativ aus.


    Anderes Tagesthema:

    Vegane Ernährung

    Spätestens jetzt...wo ein australisches Elternpaar verurteilt wurde...weil es sein Kind vegan ernährt - und dieses jetzt schwer behindert ist...sollten die Menschen wissen, dass es höchst gefährlich ist...sich ausschließlich vegan zu ernähren. Davor warnen Ärzte schon seit Jahren, aber scheinbar braucht es solche Ereignisse...damit es die Menschen auch kapieren/ vegetarisch=ja, wenn man gewisse Dinge beachtet - vegan=nein.

    Eine Ernährung...die nur dann funktionieren kann...wenn ich unter ständiger ärztlicher Beobachtung stehe...bei der ich ein gutes Dutzend Nahrungseränzungsmittel in Form von Tabletten zu mir nehmen muss...hat mit Ernährung m eigentlichen Sinne nicht viel zu tun. Ich hatte mal Nachbarn, die sich ausschließlich vegan ernährten...die sahen aus wie der Tod himself.



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