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Thema: Cannabis und Christentum

  1. #76

    AW: Cannabis und Christentum

    Den Unterschied zwischen Wort und Tat müssten wir jedoch im Unter- und Unbewussten suchen. Die oben unter (1) erlernten "Emotionalverträge" in unseren Beziehungsstrukturen, aus unverstandenem Schmerz geboren und weit unter die sichtbare Wasserlinie abgedrängt, wirken in jedem "Bild" von Wort und Tat. Wort und Tat von Frau Merkel gestern und seit 2003 zeigen eine eindeutige Spaltung dazwischen. Was bringt "sie" (als Symbol für das Verhalten des Egos) dazu, auch ihre Lebensgrundlagen für eine Handvoll Braunkohlekohlenstückchen zu verraten? Diese Spaltung ist Ausdruck unserer gespaltenen Grundidee, Verlust (hier zunächst auf bestimte Inselgruppen) begrenzen zu können; und dabei zu gewinnen.

    Wie Wahnsinn nicht begrenzt wahnsinnig sein kann, kann die Aufgabe der Lebensgrundlagen nicht begrenzt wirksam werden.

    Wie die Phantasie es ist, scheint auch die Dummheit zuweilen grenzenlos. Größer als die Dummheit ist jedoch immer die Wahrheit.

    Würden wir genau hinschauen, dann hätten wir alles, was wir bräuchten, uns an den eigenen Haaren aus dem Sunpf zu ziehen. Wir müssten es nur wollen und aufhören, den schon Untergehenden auf den Köpfen herumzutrampeln. Hier: Ihnen das Todesurteil zu überreichen, im Namen der Wirtschaftlichkeit...

    Das ist das Ego: Es will den Lebensfaden der anderen in der Hand halten und sich daran ergötzen, die Macht zu besitzen, ihn zu durchtrennen. Unbewusst steht dahinter der Wunsch nach Göttlichkeit, was nicht der schlechtesten Einer ist. Der Frust über das bisherige Nicht-Erreichen selbiger lässt uns daher Rache als Ersatz nehmen. Es opfert eben mal die, für die es diese "Konferenz" ausrichten sollte...

    Aber noch ist nicht aller Tage Abend.

    Mit der CDU magst du später Recht behalten. Daher opfert Frau Merkel ja das Klima, damit die AfD bei möglich werdenden Neuwahlen (ohne "ab-sondierte" FDP wegen eines angekündigten Braunkohleausstieg) nicht weiter gewinnt...

    Ich fürchte, Macht macht noch süchtiger als die Gier. Macht macht wohl unbewusst noch viel mehr als die Gier und das Streben danach geht auch offen über direkte Opfer. Süchtig in jedem denkbaren Sinne sind wir jedoch aufgrund bestimmter werbepsychologischer Kniffe, von denen auch unsere Aufmerksamkeitsjunkies nicht uninfiziert blieben und die unter (1), im Entzug von Zuneigung und Zugehörigkeit ihre Basis finden. Wer nicht konsumiert, gehört eben nicht dazu. Bis diese Grundidee berichtigt ist, können wir "sie" nicht mit vernünftigen Botschaften auf die Bühne schicken, es ist ja der süchtigen Konsumenten Wille, die ihr Glück im Haben statt im SEIN verorten.

    Haben-Wollen ist zumindest immer mit Nicht-Sein verbunden. Haben-Wollen ist die Wahl des Nicht-Seins.

  2. #77

    AW: Cannabis und Christentum

    Zitat Michael

    (1) Genau, doch "wie" willst Du die gobalen Massen "sehen"? Was ist das Ziel planetarer Erziehung und Bildung im Sinne des konstruktiven Ganzen (bei vorgenannter Verteilung von Wertschöpfung)? "Konsum- und Arbeitstiere" oder des eines Selbst bewussten Menschen?
    Schon durch deine Frage tust Du Fronten auf. Das darf keine "entweder-oder-Frage" sein. Ich sehe weder im Konsum das Böse...noch im Selbstbewusstein ein Allheilmittel. Jedes Lebewesen konsumiert...selbst die libanesische Zwitterschnecke und der afrikanische Elefant...der übrigens auch über ein Selbstbewusstein verfügt.

    Zitat Michael

    (2) ..., und diese dabei erlernten Verhaltensweisen lassen sich nur im nochmaligen Anschauen als an sich bedeutungslos einsortieren. Sie jedoch später wieder "anzugraben" und kausal zu berichtigen, nicht immer leicht. Denn in den meisten Fällen wäre es das Ego der Eltern, das zu berichtigen wäre. Es gehört zur Entwicklung dazu, verlieren zu können, ohne seinen Selbstwert davon abhängig zu machen. Am Ende spielen wir vielleicht ein Spiel, bei dem es keine Verlierer gibt.
    Auch diese Eltern hatten mal Eltern...ebenso wie ihre Kinder irgendwann mal Eltern sein werden. Also gilt es diesen Kreislauf zu unterbrechen.

    Zitat Michael

    (2) ..., und diese dabei erlernten Verhaltensweisen lassen sich nur im nochmaligen Anschauen als an sich bedeutungslos einsortieren. Sie jedoch später wieder "anzugraben" und kausal zu berichtigen, nicht immer leicht. Denn in den meisten Fällen wäre es das Ego der Eltern, das zu berichtigen wäre. Es gehört zur Entwicklung dazu, verlieren zu können, ohne seinen Selbstwert davon abhängig zu machen. Am Ende spielen wir vielleicht ein Spiel, bei dem es keine Verlierer gibt.
    Man hat sichdoch schon längst...sowohl national als auch international...auf einen Rückbau der Kohlekraftwerke verständigt. Es geht nicht mehr um das "ob"..sondern nur noch um das "wie" und "wann". Dass man darüber diskutieren kann...das sollte man den den Parteien zugestehen. Das Verbot...erst recht wenn es als solches ausgesprochen wird...ist oft nur die zweitbeste Lösung.

    Zitat Michael

    (4) Das würde den Sieg der Vernunft über die Gier bedeuten. Schon einmal hast Du eine Idee aufgegriffen, über die ich "woanders" gelesen hatte. Für diesen Sieg über die Gier wäre es nötig, das Thema der "Wirtschaftspsychologie" neu zu denken und in "für das Ego gangbare Wege" zu übertragen. Als Teilbereich der angewandten P. teilt sie sich in Waren-, Markt-, Kauf- und Verkaufsp., Käufer- und Verkäuferpsychologie und natürlich die Werbepsychologie. Alle Formen der Wirtschaftspsychologie zusammen schaffen dann den Bedarf für die klinische und pharmazeutische Seite der Psychologie.
    Wir leben in einer Zeit (zum Glück)...in der man so etwas den Menschen nicht einfach überstülpt. Das wäre als ob sich die Protagonisten einer zerrütteten Ehe darauf verständigen...dass sich jeder für den anderen ändert. Das geht zwei Wochen gut...dann ist man wieder am Ausgangspunkt. Was Du nicht aus dir selbst...aus deiner inneren Überzeugung heraus machst...das machst du auch nicht gut. Kein Diktat kann eine solche Überzeugung wachsen lassen...das muss erst geschult und dann gelebt werden. Nicht weil du teilst...sondern weil du gerne teilst haben beide etwas davon. Dieses "gerne" ist jedoch nicht jedem angeboren.


    Zitat Michael

    Deine Idee einer "Rechnersteuerung" ist von 1555! Jedoch lässt sich die Emotionalität aus dem Mangeldenksystem der Wirtschaftspsychologie nicht in rationale Bahnen lenken. Emotionalität wird durch das Fehlen der Ängste umgewandelt, die wir auch unter Punkt 1 erlernt haben. Sie besitzt, wie alles in der Dualität, aufbauende, abbauende und neutrale Kraftwirkungen. Die "Angst", die unsere "Industriepsychologie 4.0" regiert, ist überall die gleiche. Es ist die Angst, "sonst" zu den Verlierern zu gehören, die alle "Köhler" dazu bringt, ein Herz aus Stein zu tragen.
    Doch, das kann funktionieren-das wird funktionieren. Ginge es nach den Luftfahrtexperten, würde schon heute kein Pilot mehr im Cockpit sitzen. Dass er da sitzt...das ist der Psyche der Passagiere geschuldet. Objekt gesehen wären sie ohne den Piloten sicherer unterwegs. Das kann man auf alle Lebensbereiche übertragen.

    Am Anfang der Syrienkrise hätte der Rechner gesagt: Unterstützt Assad den Aufstand zu beenden...denn die Aufständigen sind Terroristen. Hätte man auf den Rechner gehört...wären wir etwa auf dem Stand von heute...nur mit ein paar hunderttausend Toten und Heimatlosen weniger. Die Menschen hätten Haus und Hof behalten...die Religionen weiterhin friedlich miteinander gelebt...und niemand hätte nach Europa flüchten müssen.

    Wir wägen rational ab, entscheiden dann aber emotional. Der Rechner hält sich nur an die Fakten.

  3. #78

    AW: Cannabis und Christentum

    Zitat Michael

    Ich fürchte, Macht macht noch süchtiger als die Gier. Macht macht wohl unbewusst noch viel mehr als die Gier und das Streben danach geht auch offen über direkte Opfer. Süchtig in jedem denkbaren Sinne sind wir jedoch aufgrund bestimmter werbepsychologischer Kniffe
    Erst die Macht vollendet die Gier. Eine Gier ohne Macht bleibt immer ungestillt. Du kannst aus dir heraus gierig werden, aber zur Macht müssen dir immer erst Dritte verhelfen. Und diejenigen...die dir wegen deiner Attribute zur Macht verhelfen, machen dir...wenn du die Macht dann hast...die selben Attribute zum Vorwurf. Setzt du eine Gruppe Menschen auf einer verlassenen Insel aus...wird diese Gruppe einen Anführer wählen. Vermutlich den stärksten oder klügsten unter ihnen. Und genau wegen dieser Stärke oder Klugheit wollen sie dich dann irgendwann zu Fall bringen.

    Hast Du 10 Millionen auf dem Konto, kannst du den Kommunalpolitiker bestechen...damit er dir deine Privatstraße genehmigt. Steht die nächste Genehmigung an...überlegst Du dir vielleicht selbst den Posten des Kommunalpolitikers einzunehmen...um dir das Bestechungsgeld künftig zu sparen.

  4. #79

    AW: Cannabis und Christentum

    Wir leben zwar in der Gegenwart, sind aber in Vergangenheit und Zukunft geichermaßen gefangen. In der Vergangenheit wegen unseren Erfahrungen, in der Zukunft wegen unseren Erwartungen. In unseren Abwägungen spielt beides eine Rolle - wir treffen Entscheidungen für eine an Erwartungen geknüpfte Zukunft, bringen aber Misstrauen oder Vertrauen von bereits gefällten Entscheidungen aus der Vergangenheit mit. Für den Rechner gibt es zwar auch eine Vergangenheit...in Form empirischer Daten...aber er gibt diesen Daten kein emotionales Gewicht...sie dienen ihm lediglich um Wahrscheinlichkeiten zu berechnen. Für ihn zählen nur der Status Quo und das vorgegebene Ziel. Im Falle Syrien wäre das Ziel Frieden auf dem größt möglichen Nenner. Haben die Rechner aller Nationen das gleiche Ziel...dann ist dieses Ziel auch zu erreichen. Heutige Abrüstungsübereinkommen werden irgendwann durch Rechnergleichschaltungen ersetzt, so wie der Un-Sicherheitsrat durch eine permanente Programmabgleichung ersetzt wird.

  5. #80

    AW: Cannabis und Christentum

    Oder stelle dir mal folgendes vor: Statt Koalitionsverhandlungen zu führen, stöpseln die vier Parteien ihre Rechner an einen Zentralrechner.
    Der Zentralrechner rechnet, unter Berücksichtigung aller Interessen, die optimalsten Kompromisse aus. Damit er das kann...muss er die gemeinsamen Ziele kennen. Die Ziele werden nicht von den Politikern...sondern von der Gesellschaft vorgegeben. Im Falle der Kohlekraftwerke hieße dieses Ziel 40% Co2 Reduktion bis zum Jahre 2020. Der Rechner würde jetzt vielleicht "sagen": Wenn ich 20 Kraftwerke abschalte, dann produziere ich viele Arbeitslose und breche meine Verträge. Lösung: Alle 1000 Kraftwerke reduzieren ihre Produktion sofort um 5%. Das Jahr darauf abermals um 5%...usw. Das wäre a. ein sanfter Ausstieg und b. mit einer viel gößeren Wirkung, denn wenn ich 20 Kraftwerke von 1000 sofort abschalte, dann sind das 2% - nach dem Vorschlag des Rechners sind es 5%. Für die 5% kommt die Gesellschaft auf, denn es es ist ja ihr Ziel. In der Prxis würde das so aussehen: Wenn die Unternehmen um 5% reduzieren, müssen sie ihrem Personal 5% weniger Lohn bezahlen. Diese 5% werden nun mit den Gewinnen aus den Erneuerbaren Energien kompensiert. Auf diese Art und Weise erreichen wir unsere Ziel...und das auch noch viel schneller...ohne auch nur einen Menschen arbeitslos zu machen.

    Beispiel 2: Familiennachzug. Der Rechner sagt: Es ist unlogisch, dass ein 30-jähriger Mann sich alleine in Sícherheit bringt und Frau und Kinder im Bombenhagel zurücklässt. Er würde es genau umgekehrt machen, also Frau und Kinder zuerst in Sicherheit bringen. Es kann also gar nicht sein, dass da jemand seine Familie nachholen muss...weil diese sich angeblich in Gefahr befindet. Es ist genau umgekehrt! Wenn ein junger Mann bei uns lebt, seine Familie woanders...dann muss der Mann zurück zur Familie geführt werden.

    Es sind also rein rationale, logische Entscheidungen die der Rechner trifft - nur so kann man möglichst allen gerecht werden.

    In Zuzkunft wird nicht regiert, sondern "gepatcht". Patchen im Sinne von alle Rechner zusammenstöpseln.
    Der Zentralrechner ist eine Art Radio Eriwan. Wir brauchen nur noch Leute die dafür sorgen...dass alle relevanten Daten zur Verfügung stehen. Aus Parametern und Algorithmen basteln wir uns die Zukunft. Und so...wie heute schon das Fliegen ohne menschlichen Einfluss sicherer ist...wird in Zukunft das Leben ohne menschlichen Einfluss viel angenehmer und sicherer sein.
    Da muss man weder Visonär noch Genie sein...es ist einfach nur logisch.

  6. #81

    AW: Cannabis und Christentum

    Warum es zwischen Grünen und CSU nicht "funkt":

    Wenn Du dir mal die Geschichte der Grünen anschaust..wirst du feststellen...dass die Grünen die konservativste aller Parteien ist. Sie formulieren "moderne" Ziele, wählen aber antiquarische Wege...um diese Ziele zu erreichen. Sie kennen für alle Probleme nur eine Lösung: Das Verbot! Wenn die Grünen z.B. sagen wir wollen eine saubere Umwelt...dannn frage ich mich....wer will das nicht? Da sie sowohl Ziele und Lösungen minimalisieren..sind sie die Populisten schlechthin. Sie haben NIE innovative Lösungen im Angebot...sondern immer nur das Verbot. Von Lehrern sollte man auch nicht mehr erwarten.

    Bei der CSu ist es genau umgekehrt. Die CSU formuliert konservative Werte, Ziele...handelt aber gegenteilig. Bayern ist zusammen mit BW das innovativste, das modernste Bundesland. In der Wahrnehmung der Bevölkerung ist da nicht so, sind die Grünen modern und die CSU altmodisch. Das kann man aber erklären: Die Grünen sind nicht verortet, an ihrem grünen Kleid haften keine Traditionen. Denke ich an die CSU, habe ich Blasmusik in den Ohren und um den Maibaum tanzende Bauern vor Augen - dabei hat das mit der CSU rein gar nichts zu tun. Auch bei den Grünen würden die Bayern um den Maibaum tanzen. Beides steht nicht in einer Linie...es handelt sich um Parallelentwicklungen. Die älteste Partei ist 150 Jahre alt, die völkstümlichen Eigenarten und Traditionen sind viele Jahrhunderte alt.

    Die Berliner hingegen haben ein ganz andere Tradition. Sie habenn sich nicht anders, nicht moderner entwickelt - der Unterschied war schon immer da. Der Berliner hat noch nie die Blasmusik gemocht...war schon immer ein Technofreak. Deshalb kann ich auch nicht sagen die einen wären in ihrer Entwicklung stehengeblieben...die anderen fortschrittlich geblieben. Sachsen, Bayern, Preußen und Co., Geschichte lässt sich nicht einfach so wegargumentieren - die Unterschiede, die Traditionen bleiben bestehen.

    Die gemeinsame Geschichte vebindet - man hat Schulter an Schulter gegen Osmanen, gegen Napoleon, gegen die Ungarn und viele andere gekämpft. Diese gemeinsame Geschichte ermöglicht es uns in einem föderalistischen Staat miteinander auszukommen. Das ist aber auch gleichzeitig der Grund...warum das mit einem vereinigten Europa nicht funktionieren kann. Mit Griechen, Rumänen, Bulgaren, Portugiesen usw. verbindet uns rein gar nichts. Der Bayer haftet, wenn auch mit geballter Faust, für den Preußen - aber der Deutsche will nicht für den Griechen haften...warum sollte er das auch wollen? Punktuell udn zeitlich begrenzt ist man gerne mal zur Hilfe bereit....aber als Dauerzustand? Der Grieche wird immer der Faule, der Deutsche der Fleißige bleiben. Ein föderalistisches Europa nach deutschem Modell und nach französischer Vorstellung....mit Eurobonds und allem drum dran...ist alleine schon deshalb zum Scheitern verurteilt.

    Wenn sich die Zoodirektoren der Zoos Stuttgart, Hamburg und Berlin darauf verständigen ihre jeweilige Löwenrudel zusammenzulegen...dann werden alle Löwen sterben. Und wenn wir von Deutschen, von Franzosen, von Engländern sprechen...dann reden wir aus evolutionsbiologischer Sicht ebenfalls von Rudeln. So gottnah der Mensch sich auch glaubt...und bei aller Anstrengung... die Naturgesetze wird er niemals ändern können
    Geändert von anderedimension (18.11.17 um 10:36 Uhr)

  7. #82

    AW: Cannabis und Christentum

    Zitat Zitat von anderedimension Beitrag anzeigen
    Oder stelle dir mal folgendes vor: Statt Koalitionsverhandlungen zu führen, stöpseln die vier Parteien ihre Rechner an einen Zentralrechner.
    Der Zentralrechner rechnet, unter Berücksichtigung aller Interessen, die optimalsten Kompromisse aus. Damit er das kann...muss er die gemeinsamen Ziele kennen. Die Ziele werden nicht von den Politikern...sondern von der Gesellschaft vorgegeben. (...) Diese 5% werden nun mit den Gewinnen aus den Erneuerbaren Energien kompensiert. Auf diese Art und Weise erreichen wir unsere Ziel...und das auch noch viel schneller...ohne auch nur einen Menschen arbeitslos zu machen.


    Es sind also rein rationale, logische Entscheidungen die der Rechner trifft - nur so kann man möglichst allen gerecht werden.

    In Zuzkunft wird nicht regiert, sondern "gepatcht". Patchen im Sinne von alle Rechner zusammenstöpseln.
    Der Zentralrechner ist eine Art Radio Eriwan. Wir brauchen nur noch Leute die dafür sorgen...dass alle relevanten Daten zur Verfügung stehen. Aus Parametern und Algorithmen basteln wir uns die Zukunft. Und so...wie heute schon das Fliegen ohne menschlichen Einfluss sicherer ist...wird in Zukunft das Leben ohne menschlichen Einfluss viel angenehmer und sicherer sein.

    Da muss man weder Visonär noch Genie sein...es ist einfach nur logisch.

    Interessante Ideen. Wenn die Gesellschaft die Ziele vorgeben soll, müssten wir jedoch die "Sondierung" als ein stetiges Flussbild betrachten, denn, was gestern richtig war, muss es morgen nicht sein. Dein Modell geht jedoch von der Grundprämisse aller Marktfunktion aus, die uns abhanden kam: VOLLKOMMENE INFORMATION. So beschreibst Du den technischen Weg nach einer Zielfindung, das Schwierige dabei wird bleiben, die vollkommene Information im Flussbild ständig neu zu patchen.

    Doch die Parameter und Faktoren, die in den Algorithmen eingebaut werden, setzen wir ohne eine natürliche Feedbackschleife, meine Kritik an Descarte. Es ist ein Blindflug, der Natur unsere Parameter aufzwingen zu wollen; und da wir die Grenzparameter nicht kennen, beruht die scheinbar gewonnene Sicherheit auf reinen Annahmen. Von "atmenden Obergrenzen" zu einer "atmenden Mitwelt" zu gelangen, erfordert Mitgefühl und Zugehörigkeitsgefühl. Beides kann immer nur in der Gegenwart sein, daher greife ich Deine Gedanken dazu noch einmal auf:

    Zitat Zitat von anderedimension Beitrag anzeigen
    Wir leben zwar in der Gegenwart, sind aber in Vergangenheit und Zukunft geichermaßen gefangen. In der Vergangenheit wegen unseren Erfahrungen, in der Zukunft wegen unseren Erwartungen. In unseren Abwägungen spielt beides eine Rolle - wir treffen Entscheidungen für eine an Erwartungen geknüpfte Zukunft, bringen aber Misstrauen oder Vertrauen von bereits gefällten Entscheidungen aus der Vergangenheit mit. Für den Rechner gibt es zwar auch eine Vergangenheit...in Form empirischer Daten...aber er gibt diesen Daten kein emotionales Gewicht...sie dienen ihm lediglich um Wahrscheinlichkeiten zu berechnen. Für ihn zählen nur der Status Quo und das vorgegebene Ziel. Im Falle Syrien wäre das Ziel Frieden auf dem größt möglichen Nenner. Haben die Rechner aller Nationen das gleiche Ziel...dann ist dieses Ziel auch zu erreichen. Heutige Abrüstungsübereinkommen werden irgendwann durch Rechnergleichschaltungen ersetzt, so wie der Un-Sicherheitsrat durch eine permanente Programmabgleichung ersetzt wird.
    Wir sind nur darin gefangen, wenn wir "Schuld" damit verbinden. Schuld an einer bösen Vergangenheit oder Angst vor einer ungeschehenen Zukunft sind jetzt niemals unser wirkliches Problem. Es ist immer die Abwehr der Verbindung zwischen Geistern, die gefürchtet wird. Dein Bild würde ich dagegen gern auf den Geist ausdehnen: Stell Dir vor, die Sondierer würden ihren Geist verbinden und zusammenstöpseln...

    Zwar haben wir in der Vergangenheit selten diese Erfahrung gemacht, doch JEDER wird sie kennen. Dazu ist jedoch die Maske anzunehmen, die "Person", die wir beschlossen haben, zu sein. Doch die nur ein Bild in unserem Kopf ist, geprägt von den Bedürfnissen einer nimmersatten Egostruktur als "Programmabgleich". Frieden als überlebenswichtiger Programmbestandteil beginnt im Geist und die Möglichkeit zur Herrschaft über den eigenen Geist ist es, die zu vermitteln wäre. Erst sollte im eigenen Geist abgerüstet werden, um den Kampf gegen die Umwelt als letztlich tödliches Programm erkennen zu können und wieder eine innere Verbindung zur Mitwelt aufbauen zu können.

    Wenn die Vergangenheit in unserem Geist ihr emotionales Gewicht verloren hat, befreien wir uns daraus. Dazu ist ihr ein lehrreicher Nutzen zu verleihen. Dieser kann nur in der Annahme gefunden werden, anzunehmen, wir alle sind Teil eines verbundenen Ganzen. Dann wird das Teilen zum Programm und das Glück im Gegenüber zum eigenen Frieden ausgedehnt. Den Frieden, den wir bräuchten, finden wir in uns selbst; er hat jedoch eine Quelle, die nicht in unserer Vernunft zu ermessen ist. Dann wären unsere Erfahrungen die Grenzen dessen, was möglich ist und niemals hätten wir eine Chance, der "bösen" Vergangenheit oder der "drohenden" Zukunft durch inneren Frieden im Jetzt zu entkommen.

    Ein Heilmittel auf dem Weg zum Frieden kann die Cannabispflanze durchaus sein. Sowohl in Bezug auf sinnvolle Arbeitsplätze, den Erhalt des natürlichen Lebenssystems und die Bindung von CO2 und sonstigen Feinstäuben. Und natürlich auch im Kontext der allgemeinen Erfahrung einer spirituellen Dimension des Daseins, die uns eine Anbindung an das Speziessystem erlaubt, die mit der fehlenden Feedbackschleife gemeint war.

    Eine allgemeine Erklärung, was im "zusammengestöpselten Geisteszustand" möglich ist, kann mangels bisheriger kollektiver Erfahrung noch kaum in geeignete Worte gefasst werden; eine allgemeine Erfahrung desselben ist jedoch jederzeit möglich und ganz sicher auch nötig. Was den getrennten Geist betrifft, haben Descarte, Kant und Freud ihren Erklärungsnutzen; was den verbundenen Geist betrifft, tappen sie ohne eigene Erfahrungswerte relativ im Dunkeln, im bisher Ungesehenen.

    Frieden wird durchaus wahrscheinlicher, würde die globale Ächtung der Nutzpflanze Hanf beendet und sein mögliches Potenzial für sinnvolle Arbeit, gesunde Grundstoffe, wirkungsvolle Medizin, als Nahrung und insgesamt zum Maßnahmenbündel "Klimaerhalt" genutzt.

    Was das wirtschaftliche Potenzial betrifft, mal ein Link zu den "Marktaussichten", wie sie von den Investoren gesehen werden:
    https://www.wallstreet-online.de/nachricht/10073847-bahnbrechende-technologie-cannabis-industrie-hoeheres-level



  8. #83

    AW: Cannabis und Christentum

    Zitat Michael

    Interessante Ideen. Wenn die Gesellschaft die Ziele vorgeben soll, müssten wir jedoch die "Sondierung" als ein stetiges Flussbild betrachten, denn, was gestern richtig war, muss es morgen nicht sein. Dein Modell geht jedoch von der Grundprämisse aller Marktfunktion aus, die uns abhanden kam: VOLLKOMMENE INFORMATION. So beschreibst Du den technischen Weg nach einer Zielfindung, das Schwierige dabei wird bleiben, die vollkommene Information im Flussbild ständig neu zu patchen.
    Ja- und gerade weil sich die Welt ständig verändert, sich die Parameter permanent verschieben...kann das nur ein Rechner leisten. Der Mensch selbst wird dazu gar nicht mehr in der Lage sein. Eine für alle gleich gute Lösung kann es nicht geben, deshalb wäre es Zeitverschwendung eine solche Lösung anzustreben. Einvernehmlichkeit auf dem größt möglichen Nenner, das muss das Ziel sein. Nur der Rechner ist auch in der Lage kulturelle und religiöse Besonderheiten zu berücksichtigen, ohne sie emotional zu gewichten.

    Zitat Michael

    Doch die Parameter und Faktoren, die in den Algorithmen eingebaut werden, setzen wir ohne eine natürliche Feedbackschleife, meine Kritik an Descarte. Es ist ein Blindflug, der Natur unsere Parameter aufzwingen zu wollen; und da wir die Grenzparameter nicht kennen, beruht die scheinbar gewonnene Sicherheit auf reinen Annahmen. Von "atmenden Obergrenzen" zu einer "atmenden Mitwelt" zu gelangen, erfordert Mitgefühl und Zugehörigkeitsgefühl. Beides kann immer nur in der Gegenwart sein, daher greife ich Deine Gedanken dazu noch einmal auf:
    Verstehe deine Bedenken, aber das Gegenteil wäre wohl der Fall. Beispiel:

    Man hat vor Jahren am Grund der Weltmeere große Vorkommen fossiler "Knollen" (der Fachbegriff fällt mir gerade nicht ein) entdeckt...die sehr reich an Minieralien sind - mit denen man unsere Energieprobleme lösen könnte. Die starken und reichen Nationen haben sich bereits Förderrechte gesichert...auch Deutschland...sich die Meere untereinander aufgeteilt. Die anderen Nationen gehen leer aus. Ein Rechner würde uns sagen wer wie viel und wo fördern darf...und wie es unter allen Nationen verteilt werden muss. Tansania...nur als Beispiel...hat weder einen Zugang zu diesen Meeren..noch die technischen Mittel um die Fossilien zu bergen...also wird der Rechner diesem Land erst gar keine Förderrechte zuteilen...sondern es direkt als "Nehmerland" deklarieren. Deutschland darf in der Nordsee 12% fördern...muss davon Prozentsatz X an Tansania abgeben. Das funktioniert dann, wenn alle Nationen den Zentralrechner als oberste Instanz bedingungslos akzeptieren. Nur wer frei von Vergangenheit, Zukunft und Emotionen ist..ist auch in der Lage gerecht zu entscheiden. Bei seiner Entscheidung berücksichtigt der Rechner Ressourcen, Auswirkungen auf die Umwelt, Regenerationsfähigkeit, Nachhaltigkeit usw. Er entscheidet also nicht gegen oder für die Natur...sondern mit Hilfe der Natur.

    Zitat Michael

    Wir sind nur darin gefangen, wenn wir "Schuld" damit verbinden. Schuld an einer bösen Vergangenheit oder Angst vor einer ungeschehenen Zukunft sind jetzt niemals unser wirkliches Problem. Es ist immer die Abwehr der Verbindung zwischen Geistern, die gefürchtet wird. Dein Bild würde ich dagegen gern auf den Geist ausdehnen: Stell Dir vor, die Sondierer würden ihren Geist verbinden und zusammenstöpseln...
    Genau das macht der Rechner ja auch, wenn wir den Geist als Gesamtheit unseres Wesens verstehen...und nicht als autarke Instanz.
    Geändert von anderedimension (19.11.17 um 09:50 Uhr)

  9. #84

    AW: Cannabis und Christentum

    Noch ein Wort zu Descartes...bzw zu den Philosophen generell...weil Du ihn erwähnt hast:

    Mit den Philosophen habe ich dann ein Problem...wenn sie sich philosophische Fragen stellen...die sie dann philosophisch beantworten. Für mich ist das brotlose Kunst. Das trifft m.E. auf Descartes zu...wie auch z.B. auf einen Schopenhauer...der zu 99% Blödsinn in die Welt setzte...aber für das 1%, kaum mehr als ein Zufallstreffer, gefeiert wird. Umso mehr mag ich Leute die sich philosophische Fragen stellen und diese versuchen wissenschaftlich zu beantworten...oder beantworten zu lassen. Freud war für mich mehr Philosoph als viele derer...die wir als Philosophen feiern.

    Aber ausgerechnet mit dem Thema Drogen ging Freud für seine Verhältnisse eher schlampig um, untermauerte seine Thesen nicht mit wissenschaftlichen Feldversuchen. Er hob die medizinisch "heilenden" Wirkungen von Kokain hervor...ohne sich mit den psychischen Nebenwirkungen zu befassen. Eigentlich total a-typisch für ihn. Warum gerade beim Thema "Kokain"...das wird sein Geheimnis bleiben.

    Zitat Michael

    Ein Heilmittel auf dem Weg zum Frieden kann die Cannabispflanze durchaus sein. Sowohl in Bezug auf sinnvolle Arbeitsplätze, den Erhalt des natürlichen Lebenssystems und die Bindung von CO2 und sonstigen Feinstäuben. Und natürlich auch im Kontext der allgemeinen Erfahrung einer spirituellen Dimension des Daseins, die uns eine Anbindung an das Speziessystem erlaubt, die mit der fehlenden Feedbackschleife gemeint war.
    Was Freud uns schuldig blieb, das haben inzwischen andere Wissenschaftler geliefert. So gur Cannabis für die Ökoblanz auch sein mag, der Preis dafür ist zu hoch. Wenn nur noch Zombies auf unserem Planeten spazieren gehen...dann kann dieser gesund sein wie er will - das bringt niemandem etwas.

    Zitat Michael

    Was das wirtschaftliche Potenzial betrifft, mal ein Link zu den "Marktaussichten", wie sie von den Investoren gesehen werden:
    https://www.wallstreet-online.de/nac...hoeheres-level
    Wer investiert, der sieht in den möglichen Gewinnen den einzigen Sinn seiner Investition. Alle anderen Argumente benötigt er nur um möglichst viele Menschen auf seine Seite zu ziehen - denn zumindest diese stehen ihm dann nicht mehr im Wege.

    Wenn dich deine 14-jährige Tochter bittet über Nacht auf der Party bleiben zu dürfen...wo doch ansonsten 22:00 nach Hause gilt, wird sie dir tausend gute Argumente dafür liefern. Nur den einen wahren Grund, dass sie sich zu ihrem ersten Mal verabredete, wird sie dir nicht nennen.

  10. #85

    AW: Cannabis und Christentum

    Beim Thema Cannabis müssen wir es vielleicht machen wie in der Politik: Sondierungsgespräche führen.

    Dabei sucht man zunächst nach Gemeinsamkeiten. Wenn wir über mögliche Folgen der Legalisierung reden, sind wir eigentlich schon einen Schritt zu weit.

    Die erste Fage sollte sein: Warum konsumieren Menschen Cannabis?

    Antwort: 99% konsumerien es um der Realität zu entfliehen. 1% aus anderen, z.B. medizinischen Gründen. Wir unterhalten uns aber nur über dieses 1%.

    Fragen sollten wir uns: Wäre es nicht besser eine Realität zu schaffen...der niemand mehr entfliehen muss?
    Wir reden über Folgen...statt über Perspektiven. Damit machen wir den zweiten Schritt vor dem ersten.
    Folgen=Schlussfolgerung=Konsequenz
    Perspektiven=Aussichten=Alternativen

    Statt Minderheiten zu schützen, und bei Cannabis Konsumenten handelt es sich um eine Minderheit, entlassen wir sie in ihr Schicksal. Wenn man die Demokratie ernst nimmt, ist das eine antidemokratische Vorgehensweise. Denn: Die meisten der Nichtkonsumenten...die für die Legalisierung sind...stimmen wegen der Kriminalität dafür. Es geht ihnen also nicht um den Schutz der Minderheit, sondern um ihr eigenes Wohl. Sie möchten keine Dealer und Junkies vor der Haustür haben. Es ist ein schmutziger Deal...im Sinne von: Wir sind für die Legalisierung...weil wir den ganzen Dreck dann nicht mehr sehen müssen. Unter einer Demokratie stelle ich mir etwas anderes vor. Durch die Legalisierung löst du nicht ein einziges Problem der Konsumenten. Die Beschaffungsproblem ist ja nicht das eigentliche Problem...sondern eine Auswirkung des Problems.

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