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Thema: Cannabis und Christentum

  1. #51
    andere-dimension
    Laufkundschaft

    AW: Cannabis und Christentum

    Ich gönne es Dir. Und das unter einem CDU-Minister...wer hätte das gedacht...

  2. #52

    AW: Cannabis und Christentum

    Danke für die Blumen. Da hat sich ein Erkenntnisgewinn durchgesetzt.

    Und daran waren über 10 Jahre lang viele Menschen beteiligt.

    Für mich zeigt dieser Prozess, dass auch das kollektive Bewusstsein wie das kollektive Unbewusste sich verändern.

    Es scheint mir, eine liebevolle Idee ist in der Lage, den Geist und das Herz zu verbinden.

    Zwar soll man den Tag nicht vor dem Abend loben, doch wäre die praktische Erforschung der Anwendung und der Herstellung von pflanzlichen Heilmittteln ein Schritt in eine Richtung, die durchaus als ein Paradigmenwechsel betrachtet werden könnte.

    Unter dem Aspekt "Heilen statt Strafen" aus dem Vorwort zum Buch "Marihuana Die verbotene Medizin" von Dr. Lester Grinspoon und James B. Bakalar möchte ich ein Zitat von Dr. Ellis Huber, damals - im Mai 1994 - Präsident der Ärztekammer Berlin anführen, dass diesen gewachsenen Erkenntnisgewinn über die Zeit verdeutlichen könnte:

    "Aber auch unter suchtpräventiven Aspekten geht die jüngste Rechtsprechung, die an der grundsätzlichen Kriminalisierung von Cannabis festhält, an medizinischen Kenntnissen und therapeutischen Erfordernissen vorbei. Sucht ist immer eine Krankheit. Die Bestrafung von Kranken ist Kulturgut des Mittelalters und einem aufgeklärten Gemeinswesens nicht würdig. Alle Vernünftigen im Lande kämpfen für eine Kultur, die Suchtkrankheiten vermeiden hilft. Der kultivierte Umgang mit Suchtstoffen ist ein generelles Ziel, eine Bildungsaufgabe. Mit Polizeiknüppeln ist noch nie Bildung vermittelt worden.

    Eine Trendwende ist vollzogen, angestaubte Vorurteile haben ihre Kraft verloren. So besteht die Möglichkeit zum Gesrpäch und zum Handeln auf sachlicher Grundlage. Dieses Buch über die >verbotene Medizin< kann dem Interessenten dabei hilfreiche dienste erweisen. Fortschritte in der Medizin waren immer wieder mit dem Mut verknüpft, kulturell gesetzte Grenzen zu überschreiten."

    Seit diesem Vorwort sind 23 Jahre vergangen und wesentlich dazu beigetragen hat Dr. Franjo Grotenhermen, der auch damals an dem Buch mitgearbeitet hatte. Es dauert eben, angestaubte Vorurteile aus dem tiefen Mittelalter zu erkennen und dann als überholt anzuerkennen oder auch nicht.

    Es geht insofern um eine Entwicklung über Jahrhunderte, die mit einem Zurückdrängen pflanzlichen Heilwissens begann und nun erkennt, wie klug die Natur eigentlich schon "vor uns" war.

    Von Alfred North Whitehead ist diesesr Gedanke:

    "Die Ablehnung von Beweisen, woher sie auch stammen, ist immer Verrat an jener letzten Vernunft, die Naturwissenschaft und Philosophie gleichermaßen vorwärtsdrängt."

    Es ist immer der Widerstand gegen die Wahrheit, der Kulturen im Erkennen ihrer verbindenden Wurzeln zurückhält.

    So zeigte sich in obigem Bericht der Krankenkasse die allgemeine und parteiübergreifende veränderte Wahrnehmung des Gesamtspektrums aller damit zusammenhängenden Fragen.

    Natürlich sind dabei die medizinischen und die gesellschaftlichen Aspekte von den Sachgebieten her zu trennen.

    Doch wo kann eine inhaltliche Grenze zwischen Ursachen und Wirkungen gezogen werden, die entweder in Richtung in Krankheit oder in Richtung Gesundheit weisen?

    Eigentlich wieder die Frage, ob Verhalten sich ohne Veränderung des Geistes verändern kann...

    Hier hat sich der Geist der Menschen verändert, die in vielen jeweiligen Teilfunktionen zu einer gemeinsamen Haltung gefunden haben.

    In der Debatte zum Gesetzentwurf am 19.01.2017 sprachen mehrere RednerInnen davon, wie konstruktiv die Zusammenarbeit über Fraktionen hinweg verlief. "Es habe Spaß gemacht und könne gerne wiederholt werden", sagte eine Rednerin ganz konkret.

    Es war all die gedankliche Energie von Menschen, die über lange Zeit an einer Idee festhielten, auch gegen Widerstände.

    Lese ich mir hier gerade das Inhaltsverzeichnis über die möglichen Anwendungsmöglichkeiten als Medikament durch, denke ich, dass ein großer Forschungsbedarf mit dieser Entscheidung einhergeht. Die Deutsche Schmerzliga geht von Zahlen aus, die, wenn sie zutreffen würden, schon sehr viele Menschen betreffen könnten.

    Bisher war die Forschung an diesem Heilmittel auch immer eine Art von "Grenzwissenschaft". Ob Arzt, Forscher, Patient oder auch Präsident der Ärztekammer:

    Eine "Positionierung" außerhalb bisher anerkannter Grenzen brachte "Widerstand" hervor, der aus einem gesellschaftlichen Emotionalvertrag hervorging Ein Vertrag, der im Mittelalter geschlossen wurde und uns nicht einmal wirklich "bekannt" blieb...

    Wenn Hildegard von Bingen davon nicht begeistert gewesen wäre...

    In Klostergärten wurden die Heilpflanzen mit Heiligkeit kultiviert und imprägniert.

    Hab mal einen Bericht über einen Schamanen im Regenwald geschaut, der seine "Essenzensammlung" vorstellte. Wie weit die Anwendung von Pflanzenwirkstoffen wirklich geht, müsste erst wieder "zusammengesucht" werden. Das Wissen existierte, doch es geriet in Vergessenheit.

    Das Christentum als Kirche zog sich völlig aus der Heilkunde zurück. Die entstehende Lücke füllten die Kräuterfrauen und "Bader" aus. Später wurde auch diese Krankenversorgung durch die Kräuterkundigen der Kirche anscheinend zu gefährlich und sie begann einen Feldzug gegen das Wissen um Heilung.

    Warum eigentlich?

    Sie weigerten sich zuerst, noch zu operieren, dann sogar, die volkskundlichen Heilmethoden sich zum Nutzen der Volksgesundheit ausbreiten zu lassen.

    Warum hat die christliche Kirche also solch eine Heidenangst vor Gott?

    Fürchten sie die Strafe, die sie lehrten? "Füchte dich nicht, aber fürchte Gott" ist doch eine Dichotmoie in sich selbst.

    Es wird seinen Nutzen enthalten und entfalten. Selbst wenn es Jahrhunderte dauerte, dieses zu erkennen...


    Quelle: "Marihuana Die verbotene Medizin" von Dr. Lester Grinspoon und James B. Bakalar, Zweitausendeins Verlag 1995, Vorwort zur deutschen Ausgabe

  3. #53

    AW: Cannabis und Christentum

    Was aus dem Willen des Gesetzgebers in einem System der Gier wird, lässt sich hier erkennen: Das Gegenteil und daher bleibt hier nur, auf ein legitimes Anliegen hinzuweisen:

    https://www.youtube.com/watch?v=J78t_r-c458

    Es ist den Standes- und Interessenvertretungen völlig egal, was der Gesetzgeber will. Und auch der Gesetzgeber will keine Rentner, die, wie im Bericht über den schweizer "Cannabisapotheker", mit 90 noch beginnen, sich auf den Home-Trainer zu setzen und gesund zu sein.

    Die eigentliche Lüge des Gesundheitswesens ist, dass Heilung niemals das Ziel war. Und selbst, wenn der Gesetzgeber seine Haltung zu Heilungsalternativen überdenkt, machen Apotheker und Ärzte eben das, was das Ego der Standesvertretung fordert.

    Im Ursachen- und Wirkungskontext hat ein gut gemeintes Gesetz tatsächlich bewirkt, dass sich die Apothekenpreise mehr als verdoppelten und die Anzahl der "Erlaubnisinhaber" sich halbierte.

    Es gibt keine stichhaltigen Argumente für Industrie und Staat, gesunde Menschen in Würde ihren Lebensabend erleben zu sehen. Und es kann in einem "vollverrückten System" keine Teilgesundheit geben.

    Man sieht deutlich, welcher Druck auf den Ärzten lastet, die heilen wollen, sich jedoch in einem System der Gier befinden, das der Unmenschlichkeit dient und damit nicht heilsam ist.

    Ja, Ärzte sollten heilen dürfen... Und das, was heilt, ist richtig.

    Aber wo beginnt und wo endet die Heilung des Umstandes, dass den "Marktteilnehmern" (in ihrer Gier nach Profit durch Behandlung bis zum Sichtum) der "Wille des Volkes als staatliche Gesetzgebung" im Prinzip "am Arsch" vorbeigeht?

    Nee, eine gesunde Bevölkerung würde den sofortigen Zusammenbruch des gesamten Systems bewirken, dem das Wachstum der Märkte für Krankheit am Herzen liegt und die für Profit auch zum Mittel der "bewussten Schadschöpfung" greifen.

    Aber ist es nicht verrückt, in einem Lebenssystem zu leben, in dem relative Volksgesundheit den Systemkollaps bewirken würde?

    Uff, war Volksgesundheit nicht auch ein Bääh-Wort? Für Apotheker und die Standesvertretungen der Gierigen wohl schon...

    Erinnert mich an die Aussage eines AOK-Ausbilders für SOFAS: Das Gesundheitswesen ist die einzige Branche, die sich ihren Bedarf selbst schaffen kann...

    Sofas sind Sozialversicherungsfachangestellte. So ruht sich das System auf dem Sofa aus, die Krankheit zu ernten, die beim Entlausen gesät wurde. Warum wir jedoch die Läuse im Pelz tragen, diese Frage wird nicht gestellt. Es ist ein Syystem des Todes, kein System des Lebens. Gesundheitspolitik wurde der Politik also verboten und warum dann eigentlich eine Wahl abhalten, wo doch ohnehin niemand mehr eine Wahl besitzt, den Läusen im Pelz zu entgehen?

    So liegt die IG-Farben weiter auf dem Sofa und sagt dem Staat, wie es hier läuft. Ja, der Staat wollte die Bürger kurz vor Toresschluss noch heilen lassen, doch es war nicht der Wille der IG-Farben, dass wir leben dürfen...

  4. #54
    schreibt hier hin und wieder
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    427

    AW: Cannabis und Christentum

    Musst Dir, was Cannabis betrifft, keine Sorgen mehr machen. Die Legalisierung kommt, ist nur noch eine Frage der Zeit. Die offenen Fragen sind..."ab 18 oder 21 ?"..."in der Apotheke...oder überall frei verkäuflich?". Dass es unter 18 nicht abgegeben darf, das ist so richtig wie unstrittig...denn jeder Arzt wir Dir bestätigen, dass sich der Konsum von Gras negativ auf die Entwicklung des Gehirns auswirkt. Allen anderen möglichen Risiken kann man, ist man erst mal erwachsen...in Eigenverantwortung begegnen - oder eben nicht.
    UNd wer sich schon als Jugendlicher täglich 2 Gramm durch den Kopf zieht, der wird als Erwachsener wohl keinen Nobelpreis mehr gewinnen können - ich denke da sind wir uns einig?

    Vermutlich wirst Du dich noch 5 bis 10 Jahre gedulden müssen - zwar gibt es über die Parteien hinweg einen stillschweigenden Konsens zur Legalisierung, aber die Mühlen der Demokratie mahlen nun mal langsam.

  5. #55
    andere-dimension
    Laufkundschaft

    AW: Cannabis und Christentum

    Nun bist Du in der Zwickmühle, Michael,...denn die Drogenbeauftragte Molter fordert ganz aktuell das Gegenteil. Sie verlangt, dass man die Versuche zur Legalisierung von Cannabis stoppt - US Investoren würden schon in den Startlöchern stehen um dann (bei einer Legalisierung) den deutschen Markt zu überschwemmen. Ich bin vollkommen auf ihrer Seite...auch im Wissen, dass jeder Widerstand vergebene Mühe bedeutet - die Legalisierung kommt definitiv. In einer Jamaikakoalition würde sie Fahrt aufnehmen, da Grüne und FDP schon lange für eine Legalisierung sind und es in der CDU auch immer mehr Stimmen dafür gibt. Und eine solche Koalition steht uns vermutlich auch unmittelbar bevor. Die wird aber keine vier Jahre halten, weshalb die Juniorpartner ihr Drogengesuch möglichst schnell einreichen sollten. Deine so geliebten Heuschrecken werden also bald schon auch in den Drogenmarkt einsteigen. In Deutschland wird der...bei Millionen von jungen Zeitarbeitern und Mindestlohnempfängern...besonders lukrativ sein. Die Alternative zur Legalisierung von Gras wäre den jungen Menschen eine Perspektive aufzuzeigen - dann also lieber doch die Legalisierung...denn die kostet nicht...sondern bringt (Steuern) Geld. Einige Politiker der Grünen waren immerhin so ehrlich und sagten man könne mit den Steuereinnahmen aus dem Drogenhandel die Flüchtlinge finanzieren. Na toll! Bravo Deutschland!

    Ob nun das Land der Dichter und Denker, oder eine Oase für Richter und Henker...das macht nicht so den großen Unterschied.

  6. #56
    andere-dimension
    Laufkundschaft

    AW: Cannabis und Christentum

    Ich kenne nun einige Polizisten persönlich...und nicht einer sieht sich veranlasst etwas zu unternehmen...wenn da irgendwo in der Ecke ein Kiffer seine Tüte qualmt...solange er nicht mehr am Mann hat...als das was über den persönlichen Bedarf hinausgeht...oder solange er dabei nicht am Steuer eines KFZ sitzt. Wenn sie einen dieser Sorte dingfest machen, dann nur weil ihnen der Konsum von Gras ein Vorwand ist um ihn in anderer Sache zu belangen. Wer also "nur" eine Tüte raucht...ansonsten aber eine weisse Weste hat, der muss auch heute schon nichts befürchten. Und wer das Zeug nachweislich aus medizinischen Gründen braucht, der bekommt es auch heute schon verschrieben. Also bleibt die Frage wer da so großes Interesse daran hat Cannabis zu legalisieren? Die Antwort ist sehr einfach: All diejenigen, die damit Geld verdienen können---und jene, die nicht mehr als 5 Euro für das Gramm bezahlen möchten. So oder so geht es nur ums Geld...alle anderen Argumente sind nur vorgeschoben.

  7. #57

    AW: Cannabis und Christentum

    Der Hingerstreik des Herrn Dr. Grotenhermen betrifft die medizinische Verwendung. Mein Schmerztherapeut hat 20 Anträge beim MDK gestellt und 16 Ablehnungen erhalten. Obwohl ich in einem Jahr rund 300 Tabletten a 60 mg Codein von dem Doc. verordnet bekommen habe, reicht das allein nicht aus, den Doc dazu zu bewegen, den 21. Antrag zu stellen. Den würde er stellen, würde ich mir eine PTSD bescheinigen lassen. Dazu müsste ich erstens einen Psychologen finden, der diese Diagnose teilt, und, der zweitens auch der Meinung ist, Cannabis könnte sinnvoll sein.

    Einem Bekannten wurde letztens von seinem Hausarzt recht bestimmt und unmissverständlich gesagt: "In meiner Patientenkartei wird sich kein Cannabispatient finden". Was den Druck der inanspruchnahmeorientierten Bedarfsplanung abbildet, der organisatorisch über die "Standesvertretungen" aufgebaut wird. In Österreich müssen die Lehrer jetzt Schüler mit Radikalisierungstendenzen "melden", was die Ärzte alles so "sollen", wird "in der Kammer" besprochen. Mein Hausart sagte auf die Frage nach (für den Magen) verträglicheren Mitteln: "Was glauben Sie, was ich mir in Hannover anhören muss, wenn ich Ihnen etwas anderes verordne. Und überwies mich an die Schmerzambulanz. Was die Ärzte wohl am effektivsten von einer Verordnung abhält, ist eine rund 40-seitige Begleiterhebung, die mit einer Verordnung einhergeht. Das Paradoxe ist: Als es das Gesetz noch nicht gab, hat er mir Dronabinol auf Privatrezept verordnet. Seit es das Gesetz gibt, stellt er kein Rezept mehr aus und verweist auf "die Verbesserung unter Cannabis". Er wisse, wie der MDK argumentieren würde, wobei er mir gar nicht die Möglichkeit einräumt, meine Argumentation vorzutragen und sogar nach "evidenzbasierten Beweisen für die Wirksamkeit bei Schmerzen" fragte. Der Wille des Gesetzgebers war es, diese evidenzbasierten Beweise durch eine auf fünf Jahre angelegte Begleitstudie zu erlangen.

    Die Gefahren, die mit dem Codein einhergehen, werden "unterschlagen". Für mich geht es im Prinzip darum, möglichst viel Codein durch THC zu ersetzen. Wovon natürlich niemand spricht, sind die Suchtgefahren des Codeins. Weder Apotheker noch Ärzte klären objektiv über Risiken und Nebenwirkungen von Codein auf. Sie stellen sich jedoch quer, wenn ein Naturprodukt Schwankungen im Wirkstoffgehalt aufweist, oder zuletzt, Pestizidrückstände aufweist. Und sie sind so gierig, an jedem Gramm mehr als 20 Euro verdienen zu wollen. So bekommen die "Anbauer" weniger als 5 Euro pro Gramm Medizinalhanf in Bio-Qualität. In der Apotheke zahlt der medizinische Nutzer dann jedoch 25 Euro.


    Hatte mich bei der Cannabisagentur im Qualitätsmanagement beworben. Wäre so gerne "Betriebsstättenprüfer" geworden und hätte die Qualität des Heilpflanzenanbaus überwacht, ehrlich. Die Frage, wie hoch der Preis ist, den ich zahlen würde, hätte ich die verordneten Dosierungen nach Anweisung eingenommen, ist eine Wahl zwischen zwei "Verlaufskurven" möglicher Entwicklungen und kann nur in "Ereigniseintrittswahrscheinlichkeiten" von Folgekosten monetär beziffert werden. Wenn ich jedoch die "Packungsbeilagen" durchlese und die Häufigkeitsverteilung der möglichen Nebenwirkungen "einsortiere", verwende ich eben lieber einen natürlichen Wirkstoff. Welche Risiken bei der ungeprüften Schwarzmarktqualität für 5 Euro auftreten können, habe ich der BfArm in meiner Bewerbung versucht zu schildern. "Zum gegenwärtigen Zeitpunkt" konnten mich die BfArm jedoch nicht brauchen. Jetzt ist das Qualitätsmanagement so streng, dass wir feststellen müssen, eigentlich nirgendwo auf diesem Planeten noch Heilpflanzen anbauen zu können, die nicht irgendeinen Rückstand von irgendetwas aufweisen.

    Das Problem beim Heilpflanzenanbau ist heute, dass in Erde, Dünger, Plastiktöpfen, Wasser, Luft und allem, was mit der Heilpflanze in Berührung kommt, Rückstände von ALLEM sind. Der Hungerstreik des Dr. Grotenhermen hat auch damit zu tun, dass nun auf "Rückständen" herumgeritten wurde, die ganz sicher in allem gefunden werden könnte, was insgesamt an Pharmazie und Medizin unterwegs ist. Wenn jedoch jedes Ei auf Fibronil getestet werden muss, bleiben kaum welche übrig, die bedenkenlos gegessen werden könnten. Und dann können nur noch Großkonzerne all die Auflagen erfüllen, die gemacht werden müssen, das verschwundene Vertrauen in die "Lieferketten" durch Kontrolle zu ersetzen.

    Die "Großinvestoren" in den Startlöchern, die von mir so innig geliebten Heuschreckeninvestoren, sind hinter den Kulissen lange dabei, sich die Märkte der Zukunft zu sichern.

    Mit dem Hungerstreik soll auf ein Problem hingewiesen werden, dass in der Schweiz so aussieht: Es gibt nicht einmal 1000 "Genehmigungen" zur Verwendung, und selbst der Leiter der dortigen Genehmigungsbehörde räumt ein, es gäbe allein in der Schweiz 100 000 Menschen, die sich ihre Medizin auf dem Schwarzmarkt besorgen müssten. Es ist einer aufgeklärten Gesellschaft unwürdig, etwas, das vielen Menschen helfen könnte, künstlich zu verteuern, zu verteufeln, zu verknappen und Beweise zu fordern, wo niemals welche gesucht wurden. Dabei hieß die Abteilung bei der BfArm "Zulassung4Besondere Therapieeinrichtungen und traditionelle Arzneimittel".

    Es kann doch einer aufgeklärten Gesellschaft nicht würdig sein, Krankheit zu bestrafen, indem der Weg zu Linderung und Heilung durch ein "traditionelles Arzneimittel" mit bürokratischen Hürden verbaut wird, die weder den Ärzten und noch weniger den Patienten zumutbar sind. Jetzt muss ich also den Psychologen davon überzeugen, dass ich Cannabis nutze, das Codein durch etwas viel Verträglicheres zu ersetzen.

    Naja, und so erkläre ich jetzt einem Psychologen, was in meinen Augen den Mangel am Freud´schen Mangeldenksystem abbildet und warum die Psychologie auf diese Art nicht funktionieren kann. Was Resilienz in meinen Augen möglich macht, ist die Anbindung an die Ewigkeit und als das einzige Trauma empfinde ich das Ego, das als "gesunder Normalzustand" angesehen wird, doch im Prinzip in die Gesetze des Chaos führt. Und es muss Chaos sein, wenn der Wille des Gesetzgebers von den "Selbstverwaltungsebenen" nicht wahrgenommen wird.

    Wie sehr Ärzte darunter leiden müssen, in diesem "pervertierten Gesundheitswesen" nicht heilen zu dürfen, sondern einem Bürokratiemonster zum Opfer fallen, dass den Wert von Gesundheit nicht langfristig betrachtet, macht mir der Hungerstreik deutlich. Aus der Sternstunde im Bundestag wurde einmal mehr der Wille derer, die etwas beurteilen, was sie nicht beurteilen können. Denn keiner der "beurteilenden Ärzte" kann die Wirkung dessen in mir beurteilen, was "mit" oder "ohne" Caanabinoide in meinem Geist, meiner Seele und meinem Körper wirklich abläuft. Wobei es einzig mein Geist ist, der an den Umweg über dieses Mittel zum Zweck glaubt. Es übergeht wiederum das "Selbst" in dem Wort "Selbstheilungskraft", doch es kann die Wahrnehmung dieses Selbstes möglich machen und so zu Autonomie führen. Ärzte suchen diese Selbstheilungskraft, ohne gelernt zu haben, woher sie kommt. Daher geben sie "Arztheilungskraft", ohne die Quelle der Heilung dort zu verorten, wo sie wirklich ist. Das kostet natürlich auf Dauer eine Menge Energie, was zur Abschottung vom Mensch im Patienten führt und keinesfalls heilsam wirkt. Das "pervertierte Gesundheitswesen" ist eine Feststellung eines früheren Hausarztes, der das Handtuch schniss und einen harschen Abschiedsbrief hinterließ, in dem er die Prognose stellte, niemand würde es künftig noch auf sich nehmen, als Hausarzt unter diesen Systembedingungen arbeiten zu wollen. Er bemängelte Krankenkassen im Wettbewerb, was inhaltlich nicht dem "PLAN" des Gesamtsystems übereinstimmt, eine gesunde und arbeitsfähige Bevölkerung zu erhalten. Es ist nicht leistbar, was von Ärzten und Pflegepersonal gefordert wird und dies führt zum Burn-Out in den Gesundheitsberufen mit weiteren negativen Folgen für das Gesamtsystem. Für marktwirtschaftliche Unternehmen kann der "Versorgungsauftrag" des Gesamtsystems keine Rolle spielen und die volkswirtschaftlichen Gesundheitsschäden sind wiederum Marktvolumen für shareholdergeführte Krankenhausbetriebe.

    Wobei die Menschen in dem Wartezimmer des Psychologen wohl alle artig der Dosierungsanleitung zu folgen schienen. Das von ihm verordnete Schlafmittel enthält einen Warnhinweis, der das kollektive Abdrehen erklären könnte: Es wird von Suizidgefahren und dem Wunsch gesprochen, sich selbst zu verletzen. Was nicht weit von dem Wunsch der Terroristen entfernt liegt, möglichst viele andere zu verletzen. Ob der Apotheker, der in großen Stil über Jahre Krebsmedikamente "verschnitten" hat, auch diese Substanzklassen einnahm, ist nicht bekannt geworden. Auch von einer Verhaftung dieses "Eichmanns unter den Apothekern" hat man nichts gehört. Annähernd 10 000 Chargen gestreckter bis wirkungsloser Krebsmedikamente wurden an Patienten ausgegeben, was auch als "Terroranschlag" zu werten ist...

    In Bezug auf die "Traumatherapie" derer, deren Angststörung bis zum Wunsch nach wahlloser Fremdverletzung reicht, könnte Cannabis den Psychologen helfen, die Nebenwirkungen zu mindern, deren Häufigkeitssverteilung nach Packungsbeilage unbekannt sind. Da die Ärzte den Willen des Gesetzgebers nicht anerkennen, NICHT ALLE sonstigen herkömmlichen probieren zu müssen, musste ich ja artig sein und probierte die Tropfen. Mit 10 Tropfen legst du im Gehirn sofort einen Schalter um und bist 14 Stunden am Stück "denkunfähig". Nach Verordnung hätte ich 15 - 50 Tropfen einnehmen sollen, was für ein Wahnsinn...

    Ich bleibe bei der These, dass, seit die neuen "Psychopharmaka" von den Psychologen breit unter die Bevölkerung gestreut werden, auch die Gefahr ansteigt, den Wunsch zu entwickeln, nicht nur sich selbst, sondern dabei auch andere zu verletzen. Liegt die Ursache der Gewalt vielleicht in einem Gehirnstoffechselproblem, an dem die Industrie ihren Anteil hat? Dann wäre die Gefahrenabwehr sowohl beim Terror, als auch beim "Krieg gegen den DFB" ursächlich dem identischen Inhalt nähergebracht.

    Der unglaublich hohen Anzahl möglicher Gefährder könnte Cannabis helfen, die Resilienz zu finden, die es erlaubt, auch unter ungünstigsten Bedingungen die Seelenruhe zu bewahren. Was an der Form des Gehirnstoffwechsels liegt, für den die Evolution ein spezielles Rezeptorsystem eingerichtet hat. Die Stoffklasse wurde von ihrem irsaelischen Entdecker dann auch weise mit Anandamide benannt. "Ananda" ist ein Sanskrit-Wort für Seligkeit.

    Wie die Psychologie mit der einen Million schwer traumatisierter Menschen umgehen will, die nun bei uns zusätzlich nach anwendbaren, hilfreichen und hramlosen Bewältigungs- und Kompensationsmechanismen rufen, darauf hatte der gute Mann keine Antwort, er schien nicht einmal darüber nachgedacht zu haben.

    Gibt man jedoch einer Million Menschen einfach "Medizin", deren Nebenwirkungen nur in einem von zehntausend Fällen eine ausgelebte Tendenz zur Selbst- und Fremdgefährdung folgt, ist die Anhäufung von Gewalttaten aller Art bevölkerungsübergreifend der Pharmakologie zuzuordnen.

    Was zu Cannabis und Christentum natürlich auch dazugehört, ist die kulturelle Dimension für die muslimische Welt. So könnte eine allgemeine Legalisierung auch eine kulturellee Anerkennung von historisch gewachsenen Konfliktbewältigungsstrategien bedeuten. Wie bei den Indianern die Friedenspfeife üblich war, konnte die muslimische Kultur, historisch gewachsen, auf ein anderes Ritual zurückgreifen, Konflikte am Entstehen zu hindern.

    Wie jedes Mittel sollte auch Cannabis natürlich kein Selbstzweck werden. Wie man nach einem Beinbruch eine gewisse Zeit eine Krücke benötigt, ist auch die von außen zugeführte Resilienzbildung keine dauerhafte Lösung. Doch für die Bewältigung unserer kollektiven Angststörung könnte es nützlich und vor allem harmloser sein als das, was Menschen nehmen sollen, um das zu bekommen, von dem sie wissen, dass es ihnen hilft.

    Da hat Dr. Grotenhermen völlig recht: Es ist ein Menschenrecht, alle Mittel einzusetzen, die subjektiv nutzen. Hier sollte dem Patienten gefolgt werden, war der Tenor der Anhörung im September 2016, wobei die Tragweite des von den KK´n damit verbundenen Paradigmenwechsels erst später deutlich wurde:

    Erst durch eine objektive "Begleiterhebung" kann doch erst eine evidenzbasierte Einordnung erfolgen. Sollten sich jedoch Effekte häufen, die, wie die Dame aus der Schweiz beweist, dazu führen, dass Sie mit 90 Jahren glücklich auf ihrem Heimtrainer sitzt und "ihren Gedanken" nachhängt, bekommen unsere Rentenexperten kalte Füße. Aber: Wenn Gesundheit (durch den Wegfall des Krankheitsmarktvolumens) den Systemkollaps bedeuten würde, kann das System nicht gesund sein.

    So ist das Gesunsheitswesen eine Form von nationaler Planwirtschaft, in der die Marktteilnehmer nach den globalen Gesetzen der Märkte handeln und der Wille eines Staates nicht mehr von Belang ist. Wenn ein Staat seines eigenen Willens beraubt wird, wie von VW im Dieselgate, dann wird diesem Staat die Würde genommen und damit allen seinen Bürgern. Die beim Krieg gegen den DFB monierte Kollektivstrafe trifft uns insofern auch dann, wenn es dem Staat nicht mehr gelingt, uns vor dem Terror der Ökonomie im Gesundheitswesen wirksam zu schützen.
    Geändert von Michael (19.08.17 um 13:38 Uhr)

  8. #58
    andere-dimension
    Laufkundschaft

    AW: Cannabis und Christentum

    Vielen Dank für diesen sehr persönlichen Einblick! Du wärst wohl für die Cannabisagentur der Richtige gewesen, aber das wussten die halt leider nicht - oder sie hielten dich für zu befangen. Ich verfüge nicht ansatzweise über ein solches Wissen zu diesem Thema wie Du, bin da eher ein Kind meiner Beobachtungen...was die "Erfahrungen" anderer betrifft. Diese Anderen sind schon längst alle tot - was mich natürlich prägte und in meiner heutigen Meinung bestärkt. Zwei dieser Freunde waren Opfer häuslicher Gewalt...wurden von ihren Vätern (ein Polizist, ein Straßenbahnfahrer) in aller Regelmäßigkeit und brutalst verprügelt. Da sind Drogen, egal welcher Art, natürlich ein geeignetes Mittel um einer solchen Realität zu entfliehen. Und genau daraum geht es mir - und natürlich auch vielen anderen...die einer Legalisierung kritisch gegenüberstehen. Es gibt für einen gesunden Jugendlichen keinen Grund, ausser seiner Neugierde, Cannabis zu rauchen. Bleibt er als Jugendlicher der Droge fern, wird sie ihn auch im Erwachsenenalter nicht interessieren. Und so käme die Legalisierung der Resignation gleich - der Staat schleicht sich auf diese Weise aus seiner Verantwortung...und verdient dann auch noch Geld damit. Ich bin sehr dafür, dass Leute wie Du selbst entscheiden dürfen...ob sie Cannabis konsumieren. Ansonsten bin ich, aus den o.g. Gründen, für das Verbot.

  9. #59
    andere-dimension
    Laufkundschaft

    AW: Cannabis und Christentum

    In Frankfurt a.M. ist der Ausländeranteil 30%, rund um das Bahnhofsviertel fast 70%. Bei den gefassten Drogendealern handelt es sich bei 14% um Deutsche, die restlichen 86% sind Ausländer-davon kommen die mit Abstand meisten, über 60%, aus Nordafrika. Die Infrastruktur des Drogenhandels hat sich also seit der Flüchtlingswelle deutlich "verbessert". Es existiert ein ausgezeichnetes Netzwerk. Was passiert nun mit all diesen Leuten...wenn Deutschland den Konsum von Cannabis legalisiert? Mal ungeachtet der Tatsache, dass die auch noch viele andere Stoffe verkaufen...behaupte ich, dass sie weiterhin auch ihr Gras an den Mann bekommen werden. Wenn die Apotheken das verkaufen, wird auch die stoffliche Güte klar geregelt und der Preis entsprechend hoch sein. Die Dealer auf der Strasse sind deutlich günstiger, wenn auch mit minderer Qualiät, und werden weiterhin die Szene beherrschen. Das problem ist nicht der Uni-Dozent, der sich hin und wieder in seinem Lions-Club etwas durch die Nase zieht, sondern die perspektivlosen Konsumenten auf der Strasse. Im günstigsten Fall wird nur der Dozent die Apotheke aufsuchen...aber selbst das kann man bezeifeln. Gibt ja auch so etwas wie Scham und geselschaftlicher Status. Alle andere kaufen weiterhin auf der Strasse. Der einzige "Positiveffekt" ist der Preisverfall...und genau um den geht es den Befürwortern der Legalisierung. Union und AfD sind die letzte Bastion gegen eine solche Legalisierung - alle anderen Parteien sind dafür.

    Auch in "meiner" Kleinstadt kann ich beobachten, dass sich die Schwarzen am Bahnhof herumdrücken. Und mit Sicherheit warten sie dort nicht auf einen Zug. Statt die Legalisierung voranzutreiben, sollten wir diese Rattennester ausrotten. Keine Nordafrikaner mehr ins Land und alle die da sind zurückschicken. Erst wenn man das getan hat...sollte man sich über Lösungen Gedanken machen - über Lösngen, die dann vielleicht gar nicht mehr gebraucht werden. Nicht erst seit jetzt, sondern schon immer, ist dieses Geschäft in den Händen der Nord-und Schwarzafrikaner. Die verkaufen Plagiate und Drogen, aber sie arbeiten keine Akten in einem Büro ab. Das sind keine Vorurteile, das ist die Wahrheit.

  10. #60

    AW: Cannabis und Christentum

    Ursache des Umstandes, erfolgreich Plagiate, Drogen, Waffen, Menschen und alles Käufliche an den "Konsumenten" bringen zu können, ist die ungedeckte Nachfrage.

    Es ist immer die Nachfrage, die das Netzwerk der Ausgebeuteten für einen Hungerlohn das Risiko tragen lässt, damit die großen Fische sicher durch das Haifischbecken gelangen. Es geht jedoch um Verhältnismäßigkeit im Umgang mit Menschen, denen Cannabis bei der Bewältigung von Symptomen hilft, bei denen die sonstigen Angebote der Medizin oft "unverhältnismäßig" erscheinen. So bitte ich dich, die medizinische Verwendung und das allgemeine Legalisierungsbestreben inhaltlich zu trennen. Es sind zwei paar Schuhe, die wir hier betrachten.

    Der unbeachtete Hungerstreik des Herrn Dr. Grotenhermen betrifft die Folgen eines Gesetzes, das gut gemeint war, jedoch in der Umsetzung kläglich scheiterte, einfach, weil der Wille des Gesetzgebers sich (gegen anderslautende Absichten) nicht durchsetzen konnte. Es ist nunmehr der zwölfte Tag des Hungerstreiks, doch im Wahlkampf ist vom anscheinend geheuchelten Mitgefühl, das zu Beginn des Jahres im Parlament durchschien, kaum noch etwas zu bemerken. Jeder kocht wieder sein Süppchen.

    Die Presse ist sich zumindest einig, nicht darüber berichten zu wollen.

    Doch dass sich viele Patienten (weiterhin) ihre Medizin unter kriminellen Rahmenbedingungen "besorgen" müssen, verursacht volkswirtschaftliche Schäden und persönliches Leid. Es gibt wieder ganze Landstriche, in denen "verbrixtes Grass" im Umlauf ist. Meist minderwertige Qualität, die dann wenigstens durch Kopfschmerzen eine Wirkung zeitigt. Ebenso wurde schon Blei, lackierter Vogelsand, Haarspray und vorgenanntes "Brix" beigemengt.

    Da die Prohibition weltweit auf ganzer Linie gescheitert ist, wäre über die Verhältnismäßigkeit der Strafandrohung insgesamt nachzudenken, die gerade bei Schwer- und Schwerstkranken ein Übermaß darstellt. Es gab damals beim BVG-Urteil 1994 zwei "abweichende Meinungen" unter den Verfassungsrichtern, die dieses "Übermaßverbot" im Hinblick auf das "zu schützende Rechtsgut" (hier: Gesundheit) ins Spiel brachte. Um das "Rechtsgut" Gesundheit zu schützen, werden jedoch Gefahrenpunkte GESETZT und bewusst in Kauf genommen, die absolut unverhältnismäßig erscheinen. Um Gesundheit zu schützen, wird selbige vorsätzlich gefährdet. Schlimmer, Linderung und Heilung werden vorsätzlich unterbunden und dies ist menschenverachtend, weswegen der Hungerstreik berechtigt ist, doch vorsätzlich unbeachtet bleibt. Nicht zuletzt, um davon "abzulenken", dass der Wille des Gesetzgebers keine Bedeutung mehr zu besitzen scheint.

    Und es ist ganz allgemein ein Übermaß, eine jedwede Form von Sucht zu bestrafen, statt Hilfe anzubieten, wie eine autarke Autonomie, Resilienz und ein beständiger Heilungswunsch inklusive angemessenem Verhalten zu erreichen sei. Wenn Sucht eine Krankheit ist, wie sinnvoll ist es dann, eine Krankheit zu kriminalisieren?



    Ganz nebenbei: Schon am abend vor Deiner Nachfrage zu meinem "Rauchverhalten" fiel mir auf, wie blöde ich meinen Tabakkonsum eigentlich finde. Als wären Deine Gedanken hier schon wirksam geworden...

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