+ Antworten
Ergebnis 1 bis 9 von 9

Thema: Wehrpflicht für Männer, Pflicht zur humanitären Hilfe für Frauen

  1. #1
    Mitgestalter Avatar von anderedimension
    Registriert seit
    1.September 2013
    Beiträge
    1.260
    Renommee-Modifikator
    8

    Wehrpflicht für Männer, Pflicht zur humanitären Hilfe für Frauen

    Ich halte die Forderung...die Wehrpflicht wieder einzuführen...für richtig. Frauen sollten parallel dazu zu einem Jahr der humanitären Hilfe verpflichtet werden. Sie sollten in Altersheimen arbeiten, oder auch Familien mit pflegebedürftigen Angehörigen entlasten. Wir sind kein neutraler Staat, sondern ein Nato-Mitglied. Als Teil eines militärischen Bündnisses brauche ich auch eine militärtische Ausbildung. Mir geht es aber weniger um den Dienst an der Waffe, sondern um ein Jahr der Disziplin und Entbehrungen. Zehn Stunden kein Handy in der Hand zu haben wird für viele eine große Herausforderung sein. Ebenso das pünktliche Antreten und schweigen...wenn andere reden. Bei der Bundeswehr wird garantiert, dass sich jeder in Disziplin und Ordnung üben kann, egal aus welchem Elternhaus er kommt. Ich sehe das weniger als Pflicht, sondern eher als eine Chance. Nur wäre ich konsequenter und würde Pazifismus als Verweigerungsgrund nicht mehr anerkennen.

    Das gleiche gilt für die Damen, wenn sie bei ihrer Ausbildung der humanitären Hilfe lernen was es bedeutet fürsorglich zu sein und Verantwortung zu übernehmen.

    Wir müssen zurück zur sozialen Ordnung. Das alles sollte auch für unsere Migranten gelten...sofern sie sich dafür entscheiden Deutsche zu sein.... doch muss man dafür die doppelte Staatsbürgerschaft abschaffen...was ich ohnehin befürworte. Und wer sich dafür entscheidet Deutsche/r zu sein...der sollte auch sofort das Wahlrecht bekommen. Hü oder hott, aber bitte kein Wischi Waschi mehr.

  2. #2
    Resurrector Avatar von aerolith
    Registriert seit
    30.October 1998
    Ort
    Magdeburg
    Beiträge
    4.499
    Blog-Einträge
    35
    Renommee-Modifikator
    26

    AW: Wehrpflicht für Männer, Pflicht zur humanitären Hilfe für Frauen

    Unterstütze ich beinahe so, wie das hier begründet wird. Pazifismus ist ein Grund, den Dienst an der Waffe zu verweigern, keineswegs aber den am Vaterland. In der DDR gab es den Bausoldaten. Ein gutes Konzept, wenn es nicht - wie in der DDR - mit gesellschaftlicher Stigmatisierung verbunden ist. Es sollte Geschlechtertrennung geben, aber Frauen sollten auch Wehr- resp. Spatendienst leisten dürfen. Das könnte auch Sozialarbeit beinhalten, aber da bin ich unentschieden, denn nichts ist entsetzlicher, als wenn ein junger Mensch einen alten betreuen muß und das nicht will. Es darf keine Befreiung geben, kein Auslösen, keine Schwangerschaft, keine Krankheit. Jeder muß ran. Für jeden muß es einen Platz in der Gesellschaft geben. Zuviel verlangt? Unpraktikabel?

  3. #3
    Mitgestalter Avatar von anderedimension
    Registriert seit
    1.September 2013
    Beiträge
    1.260
    Renommee-Modifikator
    8

    AW: Wehrpflicht für Männer, Pflicht zur humanitären Hilfe für Frauen

    Ja, niemand soll gezwungen werden einem anderen den Arsch abzuwischen, aber man kann der Familie administrative Dinge abnehmen, oder auch Einkäufe und sonstige Dinge erledigen. Als wir meinen Vater zuhause pflegten, kamen ausgebildete Altenpfleger...die das Waschen, Verbandswechsel usw übernahmen, aber auch unausgebildete Kräfte...die als reine Aufpasser für ein paar Stunden den Kranken betreuten. Diese Menschen habe i.d.R. keine Ausbildung zum Kranken oder Altenpfleger, das kann nach ein paar Kursen jeder machen. Gerade für diese Leute war meine Mutter immer sehr dankbar, denn sie konnte mal für ein paar Stunden das Haus verlassen, zum Friseur gehen, die mit Freundinnen treffen - einfach mal abschalten.

  4. #4
    Mitgestalter
    Registriert seit
    21.March 2014
    Beiträge
    1.817
    Renommee-Modifikator
    7

    AW: Wehrpflicht für Männer, Pflicht zur humanitären Hilfe für Frauen

    Als Ex-Zivi mit schriftlich begründeter Gewissensentscheidung war ich jemand von denen, die damals, im Pflegenotstand, gwzwungen wurden, einem anderen die "Verstopfung" auszuräumen. Es gibt effektiv bestehende Pflegebedarfe, die der Staat jedoch nicht ohne "Notstandsdefinition" an den Bürger durch zwangsverpflichtung auslagern kann.

    Eher wird der Pflegenotstand von damals "privatisiert", indem "abschalten" können, vielen pflegenden Angehörigen völlig verweigert wird.

    Es ist ja nicht wirklich "abschlaten", zu wissen, dass sich im Zweifel jemand um Jemanden "kümmert", der von Pflegesicherheit keine Ahnung besitzen muss, da die "Kalkulation" der "Pflegedienste" ausgebildetes Personal für den Kurs nicht findet.

    In diese "Marktsituation" einzugreifen, indem die Mängel privat zu kompensieren sind, wird als undurchführbar entlarvt, blicken wir nach Japan;

    Ein Freund meinte gestern, die "Liquidatoren" in Fukushima werden nunmehr von der Jakusa angeheuert und sind dortige "Schuldner". Wenn der Staat auf diese "ehrenamtliche Art" staatliche Verpflichtungen zum Lebensschutz "auslagert", wird erzwungene Nothilfe wohl tatsächlich zum geschlechterübergreifenden Notfallmechanismus.

    Wenn wir anderen ständig den Arsch wieder sauberwischen, die es selbst können müssten, der Verfassung gerecht zu werden, helfen wir dem "Patienten Staat" auch nicht wirklich. Er muss schon leben wollen und beginnen, seine "Arme" zu bewegen. Die Armeen, die wir bräuchten, den Pflege- und Gesundheitsbedarf der Zukunft zu decken, müssten mit einem sozialen Nutzen verbunden werden.

    Wir können dem Staat mal aus der Patsche helfen. Stützen wir jedoch seine Funktionslosigkeit zu lange, verlagern wir das entstehende Leid und werden zu Mittätern aus Unterlassung. Es hilft nicht, den Staat künstlich zu beatmen...

  5. #5
    andere-dimension
    Laufkundschaft

    AW: Wehrpflicht für Männer, Pflicht zur humanitären Hilfe für Frauen

    Zitat WSIB

    Wir können dem Staat mal aus der Patsche helfen. Stützen wir jedoch seine Funktionslosigkeit zu lange, verlagern wir das entstehende Leid und werden zu Mittätern aus Unterlassung. Es hilft nicht, den Staat künstlich zu beatmen...
    .................................................. .................................................. .................................................. ..............................

    Ähnliche Formulierungen höre/lese ich immer wieder ... und frage mich dabei; wer oder was ist denn der Staat?!? Es gibt doch nicht auf der einen Seite den Staat und auf der anderen das Volk, oder? Es können doch nicht 600 Parlamentarier richten, was 80.000.000 Bürger verbocken?!? Oder umgekehrt; was 80.000.000 richten, das können 600 nicht mehr verbocken.
    Der Pfälzerwald-Verein hat das Problem, dass ihm der Nachwuchs ausgeht...obwohl so viele junge Leute wandern wie nie zuvor. Sie treten nicht in den Verein ein, weil man dann erwarten würde, dass sie ehrenamtlich helfen die Hütten in Schuss zu halten, die Wege beschriften und sicher machen...usw. Sie wollen aber gleichzeitig auf vernünftigen Wegen gehen und in Hütten bewirtet werden. Das ist ein Spiegelbild der Gesellschaft...man erwartet viel...will aber nichts dafür tun....in der Hoffnung der liebe Gott wirds schon richten.

    Versuche mal im Staat den Wanderverein zu sehen.

  6. #6
    Frank Gorte
    Laufkundschaft

    AW: Wehrpflicht für Männer, Pflicht zur humanitären Hilfe für Frauen

    Man hilft sich gegenseitig, ob nun mit Vereinsnadel oder aufgenähtem Parteiabzeichen, das ist wie einerlei. Oder man hilft sich nicht, auch egal. Für mich ist Hilfe selbstverständlich, auch das Versagen in diesen Fällen.

  7. #7
    Mitgestalter
    Registriert seit
    21.March 2014
    Beiträge
    1.817
    Renommee-Modifikator
    7

    AW: Wehrpflicht für Männer, Pflicht zur humanitären Hilfe für Frauen

    Naja, das Versagen der "Hilfe" in vielen Fällen ist ebenso wechselseitig.

    Einmal gibt es viele Menschen, die ständig Hilferufe aussenden, indem sie Probleme zwar in ihrer Mitwelt "besprechen" möchten, sich jedoch nicht davon "lösen" möchten. Dann hängen wir fest und suchen im Grunde Motive für die Eigenmotivation. Eine E-Motion ist eine aus dem Festhängen herausbewegende. empathische Anteilnahme. Dabei sind die Wort fast bedeutungslos.

    Ohne Empathie wird Hilfe zur mentalen Erhöhung der "Helfenden" benutzt. Als damals die Karawanen der ganzen Trabenten ihr "Begrüßungsgeld" in Zweitaktnebel verwandelten, wandelten Westdeutsche im seligen Hilfewahn vom Trabant zum Wartburg und verteilten Bananen....

    Diese degradierende Form von Hilfe hat wohl viel zur fehlenden gesamtdeutschen Inklusion beigetragen.

    Frage bleibt: Hilfe wobei und wofür?

    Wer will denn bitteschön, dass ihm "über-Haupt" geholfen werden muss?

    Die Rolle des Wohltäters bedingt die Rolle des Bedürftigen und bringt Abhängigkeit hervor, wo SELBST-ständigkeit sich ausdehnen könnte.

    Das gilt für Staaten, Wandervereine und Gruppen jedweder Art: Verhalten wird gerägt durch das Ego oder das Selbst.

    Das Ego will etwas bekommen, das Selbst kann etwas mit-teilen. Immer ist Verhalten von der Grundfrage Egoismus oder Altruismus geprägt.

  8. #8
    Mitgestalter Avatar von anderedimension
    Registriert seit
    1.September 2013
    Beiträge
    1.260
    Renommee-Modifikator
    8

    AW: Wehrpflicht für Männer, Pflicht zur humanitären Hilfe für Frauen

    Ich möchte, aufgrund er Aktualität, die Diskussion nochmal aufgreifen, denn der "Skandal" um Frau von der Leiden hat indirekt damit zu tun.

    Durch die Wehrpflicht war gewährleistet, dass sich in der Bundeswehr unsere Gesellschaft widerspiegelt. Ob Antifaschist oder Rechtsextremer, alle mussten da hin. Auf der anderen Seite waren Verweigerer oder Zivildienstleistende nicht automatisch auch Pazifisten - sie hatten oft ganz andere Motive. Wenn also heute nur noch die zur Armee dürfen/müssen...die sich den Waffen nah fühlen...dann erhöht das die Wahrscheinlichkeit...dass sich eine geschlossene Gesellschaft entwickeln kann. Der "linke" Wehrpflichtige hätte wohl kein Problem damit gehabt auch mal kritische Worte gegenüber den Kameraden anklingen zu lassen. Wer heute zur Bundeswehr geht, der möchte dort Karriere machen - also wird er sich davor hüten schlechte Stimmung zu verbreiten. Ohne die Wehrpflicht verkommt die Bundeswehr zur Inzucht-Gesellschaft...ideologisch...nicht genetisch betrachtet. Vielleicht wird jetzt der ein oder andere auf andere Berufsarmeen verweisen...bei denen es eben nicht zu solchen Vorfällen kommt...aber der Vergleich hinkt...denn in Deutschland muss niemand zur Bundeswehr um überleben zu können...es gibt jede Menge Alternativen...der Deutsche hat die Wahl. In der USA sieht das etwas anders aus...dort ist die Armee für viele die einzige Möglichkeit einen vernünftig bezahlten Job zu kommen. Auch deshalb bin ich, wie viele andere auch, für die Wiedereinführung der Wehrpflicht.

  9. #9
    Resurrector Avatar von aerolith
    Registriert seit
    30.October 1998
    Ort
    Magdeburg
    Beiträge
    4.499
    Blog-Einträge
    35
    Renommee-Modifikator
    26

    AW: Wehrpflicht für Männer, Pflicht zur humanitären Hilfe für Frauen

    Ích stimme Dir vorbehaltlos zu, verweise auf ein diesbezügliches Essay von 2005 und erweitere den Gedankengang historisch, indem ich eine Diskussion 1867 anführe, in der die Liberalen die Wehrpflicht ablehnten, die Konservativen aber mit demokratisch anmutenden Argumenten befürworteten, allen voran der von Linken heute so gescholtene Roon.

    Moment, muß jetzt zum Fußball, aber nachher gibt es die Verweise...

+ Antworten

Ähnliche Themen

  1. Das Wolkenstein-Forum - technische Hilfe hier
    Von Mr. Jones im Forum Forum für das geschriebene Wort
    Antworten: 6
    Letzter Beitrag: 29.08.19, 08:32
  2. Manifest II (nur für Frauen?)
    Von Kyra im Forum Politik.
    Antworten: 19
    Letzter Beitrag: 30.06.19, 13:43
  3. Sind Frauen schlechtere Autoren?
    Von Kyra im Forum Buch- und Autorenforum
    Antworten: 130
    Letzter Beitrag: 20.06.19, 18:00
  4. Die alten Frauen
    Von Anja B. im Forum Forum für das geschriebene Wort
    Antworten: 9
    Letzter Beitrag: 09.03.19, 10:46
  5. Tanz der schönen Frauen
    Von Mr. Jones im Forum Lyrik
    Antworten: 4
    Letzter Beitrag: 29.03.09, 08:01

Lesezeichen

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Ja
  • Themen beantworten: Ja
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •