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Thema: Das Lohn- und Gehaltsgefüge in der BRD

  1. #1
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    Post Das Lohn- und Gehaltsgefüge in der BRD

    Zum zweitletzten Beitrag von andere-dimension:

    1. Die physische Befriedigung wird doch im Bewusstsein erfahren.

    2. Das "Vermissen" von Liebe ist eine erlernte Fiktion. Alle Motivation, die daraus entspringt, Liebe suchen zu müssen, ist eine Illusion. Liebe ist JETZT, nicht irgendwann.

    3. A und E sind doch ein prima Beispiel für die Grausamkeit, die aus der "Ebenenverwechselung" stammt. Aber der Schäferhund wird noch heute besser behandelt als der Mensch. Das hat sich nicht verändert.

    4. Das Ewigseelische ist das, was immer jung bleibt, hätte Jung vielleicht gesagt. Anders gesagt: "Wir hören mit dem Spielen nicht auf, weil wir älter werden. Wir werden älter, weil wir mit dem Spielen aufhören." (Sinngemäß von Franz Bardon)

    4.2. Der Geist bleibt, was er immer ist. Es wird halt einfach nicht angenommen, dass die Anbindung existiert. Wie die W-Lan-Verbindung an meinem PC: Weigere ich mich standhaft, diese zu nutzen, könnte es im Laufe der Zeitalter geschehen, dass die Mobilfunkbetreiber und Techniker schon in (kosmische) Rente geschickt wurden... Wir haben nur vergesen, einen W-Lan-Anschluss zu besitzen. Nenne es Heiligen Geist, Erleuchtungsgeist oder verbundenes Bewusstsein, es sind alles nur Namen. An der Funktion der Berichtigung von früheren Irrtümern ist er zu erkennen: An den Taten, nicht den Worten. Es ist die Beobbachterperspektive, die in der Einbindung in die Ereignisse zuweilen verlorengeht.

    Wir halten es oft einfach nicht für möglich, Anbindung erfahren zu können. Es scheint mir wie eine Form des "schlechten Gewissen" gegenüber dem "Gewissen", die uns davon abhält, es wirklich zu WOLLEN. Offenheit ist wichtig. Wir haben vielleicht nicht alle Tassen im Schrank, weil wir die schon Gefüllte ständig in der Hand halten. Selbst wenn wir frischen Tee zu dem schon abgekühlten hinzugießen, bleibt das ER-gebnis lauwarm. Erst, wenn wir die gehorteten und "ver-rückten" Tassen voller abgestandenem Tee in unserem "Gehirnkpfkinoschrank" endlich einmal weggießen, könnten wir saubere Tassen in den Schrank stellen und ordentlich sortieren, damit sie jederzeit wieder brauchbar erscheinen.

    5. Vom Schicksal kann gesprochen werden, solange wir uns nicht der Fähigkeiten bewusst geworden sind, die das Ewigseelische beinhaltet. Danach kannst Du selbst bestimmen, was die Pflicht zur Kür ergänzt. Das Grundprogramm ist unausweichlich.


    Ja, ich dachte auch einmal, ich müsse doch Anbindung sofort und im "Istant-Karma-Eilverfahren" finden und habe mich über dieses "Streben" im goetheschen Sinn davon abgehalten, zu finden. Wir sind der Geist, der sich selbst erkennt. Freiheit ist der Grad dieser Bewusst(www)erdung.

    Wie töricht wäre es denn, anzunehmen, dass jemand seinen Weg nicht finden würde, indem ich der Heiligkeit selbst Ratschläge geben könnte?

    "Erkenne Dich selbst", dann erkennst DU GOTT. Gestatten wir uns es doch einfach, indem wir nichts "müssen" müssen. Was wir "müssen" werden wir vermissen müssen - da wir (dann) aus dem MANGEL kommen, nicht aus der vorhandenen FÜLLE, aus der wir uns mit dieser Form von Beobachterperspektive ausschließen: Die Fülle der Fülle wurde es einst genannt: Allumfassende Liebe, die trotz aller temporären Fehlwahrnehumngen blieb, was sie immer war und alle Ebenen umfasst.

    Es ist doch einzig ein Rückweg zur eigenen Erinnerung. Was könnte gesagt werden, was nicht in der Erinnerung ist?

    Sorry, wenn mir bessere Worte fehlen: Du bist der Geist, den du suchst.

    Auch der Geist, der die Krater der Demokratie heilen könnte, ist in uns selbst.

  2. #2
    andere-dimension
    Laufkundschaft

    AW: Demokratie und andere Krater (II)

    Das Gehaltsgefüge ist schon lange aus den Fugen geraten - das sehen nur diejenigen anders...die davon profitieren. Die Altenpflege ist ein oft bemühtes, aber halt sehr treffendes Beispiel.
    Die Gesellschaft sollte definieren wie wichtig und wertig ihr diese Dienstleistung am Menschen ist. Daran gemessen ... würde sie ganz oben angesiedelt sein - also sollte sie auch ganz oben auf der Agenda der...nicht nur Politik...sondern auch und vor allem der Gesellschaft stehen.

  3. #3
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    AW: Demokratie und andere Krater (II)

    Das Gehaltsgefälle ist entstanden, weil die Lohnerhöhungen seit 1945 prozentual berechnet wurden. Es wächst daher seit Kriegsende mit Zins- und Zinseszins.

    Die Altenpflege ist ein gern verdrängtes Thema. Einmal weil Krankheit, Leiden, Alter und Tod ein drohendes Damoklesschwert abbilden, dann natürlich, weil das Erben kaum bis zum Sterben warten kann, und drittens. weil wir vergessen, am Beginn unseres Lebens von genau denen "versorgt" worden zu sein, denen jetzt unsere Hilfe zuteil werden sollte. Doch dafür besitzen wir offensichtlich weder die Zeit, das Verantwortungsgefühl, noch die Kapazitäten.

    Gerade die degenerativen Gehirnerkrankungen nehmen in einem Ausmaß zu, dass wir an den Ursachen ansetzen sollten. All die ganzen Nanopartikel, die ungeprüft in unsere Warenwelt Einzug hielten, passieren die Blut-Liquor-Schranke vor dem Gehirn ganz ungeniert. Aluminium hat eben im Gehirn nichts verloren.

    Ein Zitat vom Gehirnforscher Gerald Hüther aus dem Vorwort von "verbunden gesunden", einem Buch über "Zugehörigkeitsgefühj und Salutogenese" beschreibt im Ansatz, was auf uns zukommt:

    "Wenn die Prognosen der WHO zutreffen - und es gibt keinen Grund, an der prognostizierten dramatischen Zunahmen stress-bedingter Erkrankungen in den hoch entwickelten Industriestaaten zu zweifeln -, so werden in Zukunft kaum bwältigbare Kosten auf die medizinischen Versorgungssysteme und damit auf die Krankenkassen zukommenn. Absehbar ist nicht nur eine enorme Zunahme stressbedingter somatischer Erkrankungen (vor allem die durch muskuläre Verspannungen verursachten langfristigen Schäden des Halte- und Bewegungsapparates und die durch permanent erhöhten Sympathikotonus verursachten cardiovaskulären Störungen). Es ist auch mit einem dramatischen Anstieg stress- und ANGSTBEDINGTER psychischer Erkrankungen zu rechnen (Angststörungen, Depressionen, Suchterkrankungen, Zwangsstörungen, Burn-Out-Syndrom etc.).

    Nur vordergründig scheint diese Entwicklung durch eine zunehmende berufliche Belastung der arbeitenden Bevölkerung bedingt zu sein. Wesentlich bedeutsamer dürfte eine ständig abnehmende Fähigkeit des Menschen in den hoch entwickelten Industriestaaten sein, mit psychischen Belastungen unzugehen. Zu viele Menschen leiden an STress, weil sie über zu geringe Ressourcen zur Stressbewältigung verfügen. Hierzu zählen eine unzureichende Fähigkeit zur Selbstregulation und zur Selbstreflexion, zu schwach entwickelte Kontrollüberzeugungen und Selbstwirksamkeitskonzepte, zu gering ausgebildete Frustrationstoleranz und Flexibilität. Bei vielen sind sind die Konfliktlösungskompetenz, die Planungs und Handlungskompetenz und die Fähigkeit zur konstruktiven Beziehungsgestaltung nur unzureichend entwickelt. Diese Menschen erleben sich allzu leicht als ohnmächtig, als ausgeliefert und fremdbestimmt." (1)

    Der Krater im Krankheitswesen ist eher eine Beulenpest.

    Was in deutschen Alten- und Pflegeheimen so geschieht, müsste an sich von einem Kriegsverbrechertribunal untersucht werden. Mehr dazu unter Bruno Gröning - Revolution in der Medizin.


    (1) Gerald Hüther im Vorwort zu "verbunden gesunden - Zugehörigkeitsgefühl und Salutogenese"" von Th. D. Petzold, Seite 8

  4. #4
    andere-dimension
    Laufkundschaft

    AW: Demokratie und andere Krater (II)

    Die Altenpflege nannte ich nur stellvertretend für viele andere Berufe - man könnte ebenso den Arzt nennen. Die verdienen doch genug, wird so mancher sagen...doch relativ gesehen verdienen sie in Deutschland recht wenig. Auch im akademischen Umfeld sollte...was die Wertschätzung der Arbeit betrifft... Gerechtigkeit walten. Und da geht es nicht immer nur um Geld, auch ein Lob kann manchmal Wunder bewirken-stattdessen sind diese Berufsgruppen, dazu zähle ich auch Lehrer, Erzieher, usw.. meist negativ in den Schlagzeilen vertreten.
    Die Gesellschaft muss sich fragen was sie eigentlich will und...wenn sie es weiß...auch zu 100% dahinter stehen.

  5. #5
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Das Lohn- und Gehaltsgefüge in der BRD

    Die Löhne und Gehälter sind in einer argen Schieflage. Keine Frage. Dabei spreche ich jetzt nicht von den Löhnen für die Arbeiter. Die sind zwar nicht in dem Bereich, in dem sie aufgrund der hohen Qualität deutscher Produkte sein müßten, aber sie sind relativ angemessen. Es geht mir um die Gehälter der Akademiker, v.a. im geisteswissenschaftlichen Bereich. Es kann nicht sein, daß Lehrer mit weniger Geld nach Hause gehen als Arbeiter oder Meister oder auch Angestellte im öffentlichen Dienst, die über einen Fachschulabschluß nicht hinauskamen. Und, richtig, in den Pflegeberufen wird zwar nicht wenig gezahlt, aber zu wenig. Das ist kein Widerspruch. Dennoch ließen sich in diesem Bereich die Personalkosten senken. Auch das ist kein Widerspruch.

    Ich sehe diese Verwerfungen allerdings nicht als Oberflächeninvariationen, sondern als strukturbedingte Fehler des Gesamtkonstruktes BRD. Dieser Staat ist dafür geschaffen worden, als Werkstatt für die Reichen dieser Welt zu dienen. Eben deshalb geht es nicht um die Förderung des eigenen Nachwuchses, nicht um die Pflege der hier lebenden Menschen, nicht um die Stärkung der Geburtenziffern, sondern es geht um die Erhöhung des Mehrwertes in den wirtschaftsrelevanten Firmen, die meist international agieren, deren Gewinn nicht im Lande bleibt, deren Produkte zum Großteil ausgeführt werden und die im Niedriglohnsektor immer wieder frisches Blut benötigen, also Leute von irgendwoher, die knapp beschult werden und funktionieren müssen. Zugleich werden viele deutsche Jugendliche in die geisteswissenschaftlichen Ausbildungsbereiche gedrängt, ohne dafür Voraussetzungen mitzubringen. Diese Bereiche depravieren zu zivilisierten Kulturverwurstungen und besitzen keineswegs die substantielle Bedeutung, die sie eigentlich besitzen müßten. Wann gab es hierzulande den letzten Theater- oder Buchskandal? Gemachte, pornographische, dem Betrieb geschuldete Skandälchen, aber nichts, was die Substanz des Ganzen angreift. Das hat etwas mit dem Stellenwert, mit der Funktion dieser zum Oberbau gehörigen Funktionsträger des Staates zu tun.

    Ich mache es konkreter. Als ich mir letzte Woche die Schiller-Tagung antat, war es offenkundig. Man hat einen akademischen Diskurs gefunden, sich eingefunden. Die Virulenz Schillerscher Fragestellungen wird zugunsten einer nur möglichen, aber nicht wahrscheinlichen Exegese ausgeblendet. Schillers "Idee der Freiheit", die zwar konzediert wird, wird die bürgerliche Verwirklichung anheimgestellt. KEINER hinterfragt das. Denn eine Hinterfragung derselben würde das Gemeinwesen in Frage stellen. Und dazu ist keiner aus den Elfenbeintürmen bereit. Damit verpufft die Bedeutung der Philosophie zu einer bloßen Oberflächenbefasse, zum Hobby, zum angenehmen Zeitvertreib, aber sie fällt aus der das Gemeinwesen in seiner itzigen Form strukturierenden Bedeutung. Schließlich hat man zwei Weltkriege gegen diese Deutschen geführt, die partout nicht wahrhaben wollten, das Freiheit und Gleichheit für die kapitalistische Gesellschaftsformation strukturgebend sind. Jetzt haben sie es gefressen. Nicht alle, aber die meisten habe es gefressen und sind zu willfährigen Dienstboten dieser Weltauffassung geworden, die ihnen tagtäglich als Lehre aus der Geschichte verkauft wird. Welche Bedeutung kann da die Geisteswissenschaft noch haben? Keine wichtige. Entsprechend niedrig wird sie besoldet.

  6. #6
    andere-dimension
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    AW: Das Lohn- und Gehaltsgefüge in der BRD

    Alles richtig - leider ist Besserung nicht in Sicht...im Gegenteil...da macht Nahles doch tatsächlich den Vorschlag den Flüchtlingen nur 80 Cent statt 1,05 Euro für den Euro-Job zu zahlen.
    Mal davon abgesehen, dass der Verwaltungs-Mehraufwand in keinerlei Relation zur Ersparnis steht, ist das auch politisch ein falsche Signal. Statt Integration wird den Flüchtlingen schon im Flüchtlingsheim gesagt, dass sie Bürger zweiter Klasse sind - wie doof muss man sein um auf eine solche Idee zu kommen?!?

  7. #7
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    AW: Das Lohn- und Gehaltsgefüge in der BRD

    Diese "Ideen" sind Ausdruck der Hilflosigkeit und Ohnmacht. Sie hat halt ein "gedeckeltes Budget" und da sitzen "Andere" vorne am Futtertrog...

    Zum Beitrag von Aerolith:

    Ja, aber zum Einen ist der durchschnittliche "Facharbeiterlohn" eine "statistische Utopie", denn auch der "Unternehmerlohn" fällt in dieses Berechnungsmodell und treibt den Durchschnitt (in Relation zum Akademiker) hoch.

    Ich wollte mehr auf den Zusammenhang hin, dass der Arbeiter damals (angenommen) mit 50 Mark Monatslohn begann, der Vorarbeiter mit 60 Mark, und der Buchhalter mit 70 Mark. Seither wurden aber alle Löhnerhöhungen auf die "Unterschiede" mit Zins- und Zinseszins aufgeschlagen und die Schere klafft daher immer breiter auf.

    Insgesamt verdienen wir nicht das, was wir wert sind. Finnlands Gewerkschaften machten unlängst dem Globalisierungsdruck Platz und opferten ihre 35 Stunden Woche ohne Lohnausgleich im Namen des globalen Unterbietungswettbewerbs der "freiwilligen Mehrarbeit".

    Sind es nicht global die gleichen Ursachen, denen die "nationalen Arbeitsminister" hinterherrennen?

    So beschränken sie sich darauf, an den Symptomen herumzuwerkeln, was einem Beobachter natürlich widersinnig erscheint, würde die globale Ohnmacht hierbei nicht ausgeblendet. Wo soll die globale Nachfrage nach Arbeitskraft denn herkommen, die einen höheren Wert von individueller Arbeit rechtfertigen könnte?

    Daher Zustimmung zur These von andere-dimension: Wir müssten zunächst lernen, was wir wirklich wollen! Erst dann können Politiker diesem Wählerauftrag langfristig folgen und dieses Ziel vor Augen behalten.

  8. #8
    Mitgestalter Avatar von anderedimension
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    AW: Das Lohn- und Gehaltsgefüge in der BRD

    Ja, aber man sollte sich nicht zu sehr auf die Politiker verlassen, die Gesellschaft muss das richten...bzw. ihre Bereitschaft dazu zeigen. Was will der Politiker machen...wenn wir nicht dazu bereit sind für ein konventionell gebackenes Brötchen mehr zu bezahlen als für ein Industrieprodukt? Nur weil wir uns so verhalten, kommen Gedanken wie TTIP überhaupt erst in die Welt. Die Gesellschaft kann es richten, sie muss halt nur an einem Strang ziehen. Man wird nie in allen Punkten gleicher Meinung sein...aber was die Grundausrichtung angeht...da sollte das möglich sein.

  9. #9
    Mitgestalter Avatar von anderedimension
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    Ost vs West

    Auf welchen Gebieten ist der Osten...ist der Westen "besser"?

    Ich fange mal mit einer heutigen Schlagzeile an:

    Zitat Spiegel Online

    Bundesländer im Bildungsvergleich
    Ost schlägt West


    Nirgendwo gibt es so viele gut Qualifizierte wie in Sachsen und Thüringen: 95 beziehungsweise 96 Prozent der 25- bis 64-Jährigen haben hier mindestens eine Studienberechtigung oder eine abgeschlossene Berufsausbildung erlangt. Die beiden Länder liegen damit deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 87 Prozent
    Zu diesem Ergebnis kommt der Bericht "Internationale Bildungsindikatoren im Ländervergleich 2019", der am Mittwoch von den Statistischen Ämtern des Bundes und der Länder vorgestellt wurde.
    Insgesamt liegen demnach alle östlichen Bundesländer über dem bundesweiten Schnitt. In den westdeutschen Bundesländern haben weniger Menschen eine mittlere oder hohe Qualifikation: in Bremen etwa 81 Prozent, in Schleswig-Holstein 87 Prozent. Bayern erzielte mit 89 Prozent die höchste Quote im westdeutschen Vergleich
    Mich überrascht das nicht - hätte ich so oder ähnlich erwartet. Randnotiz: die deutschen Lehrer verdienen in Europa mit Abstand am meisten - nur ein Land, Luxemburg, liegt da noch vor uns. Grundlage ist das durchschnittliche Anfangsgehalt, das in Deutschland fast doppelt so hoch ist wie in den meisten unserer Nachbarländern.

    Zurück zur Bildung: die Ossis waren bereits vor dem Mauerfall gebildeter als ihre Brüder und Schwestern im Westen.

    Aber: der Bildungsgrad wird in Zukunft keine so große Rolle mehr spielen - außer man gehört zu den Hochbegabten. Die besten der Besten werden in einer digitalisierten Welt Karriere machen und ihr Gehalt selbst bestimmen können, der BWL-Student (exemplarisch für alle 0815-Studenten) hingegen wird in Zukunft viel Freizeit...jedoch keine Arbeit haben. Finanziell gesehen wird sich das kaum negativ bemerkbar machen...da die Hochbegabten so viel verdienen, dass sie locker alle anderen ernähren können. Zum Problem werden lediglich das eigene Ego und die Gestaltung der Freizeit. Eine Stunde Enten füttern mag ganz nett ein...aber von morgens bis abends...und das jeden Tag...das ist dann nicht mehr so lustig.

  10. #10
    Resurrector Avatar von aerolith
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    AW: Das Lohn- und Gehaltsgefüge in der BRD

    ich glaube, Deine Bemerkung gilt nicht so sehr dem Bildungsunterschied in der DDR und der BRD, sondern zielt vielmehr auf das, was daraus folgen muß, das Gehaltsgefüge, das, was Leistung und Entwicklung im besonderen betrifft, was auch Zukunft, Vergangenheit und Gegenwart klammert. Deshalb ist Deine letzte Bemerkung hier besser aufgehoben.

  11. #11
    Mitgestalter Avatar von anderedimension
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    AW: Das Lohn- und Gehaltsgefüge in der BRD

    Kein Problem, ist hier auch gut aufgehoben.

    Dahinter steht der Gedanke, dass jene (Politiker, Medien, Bürger)...die beklagen, dass man immer noch zwischen Ost und West unterscheidet...die gleichen sind, die solche Vergleiche wie den obigen anstellen. Statt einen Ost-West hätte man auch einen Ländervergleich anstellen können - der kommt dann später zwar...wenn es um die Details geht...aber da ist das Kind dann schon in den Brunnen gefallen. Hatten wir auch bei den letzten Wahlen erlebt, dass man den Osten als besondere...als Ausnahmesituation verkauft. Das halte ich für Blödsinn, da es ja auch im Westen Städte und Bezirke gibt, die ein fast deckungsgleiches Ergebnis vorzuweisen haben. Über die Fläche gesehen gibt es starke Abweichungen, ja, aber das liegt in der Natur der Sache...und ist auch (noch) gar nicht anders zu erwarten. Mit den Charakteren, hüben wie drüben, hat das jedoch nichts zu tun.

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