Umfrageergebnis anzeigen: Bedingungsloses Grundeinkommen für alle?

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Thema: Bedingungsloses Grundeinkommen?

  1. #1
    Kurzvormabschussiger Avatar von Anja
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    Question Bedingungsloses Grundeinkommen?

    Zitat Zitat von saul Beitrag anzeigen
    "... aber daß es auf unserer hochtechnologisierten erde menschen so schlecht geht, liegt daran, daß es menschen gibt, die das wollen..."

    Das sehe ich auch so, Saul!
    Darum bin ich ganz unbedingt für die Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens. Und zwar global. Guck mal hier, wie der Spiegel spiegelt:

    Zitat "Spiegel":

    "...Nun steht der Termin fest: Am 5. Juni können die Schweizer per Volksabstimmung die Weichen stellen für ein bedingungsloses Grundeinkommen - eine Idee, die in Europa in mehreren Ländern auf der Tagesordnung steht. Doch besonders in der Schweiz dürfte in den kommenden Monaten intensiv über das Für und Wider diskutiert werden.

    Das Prinzip des bedingungslosen Grundeinkommens: Jedem Bürger, vom armen Schlucker bis zum Milliardär, wird regelmäßig eine Summe ausgezahlt, ohne Prüfung und ohne Pflicht zur Gegenleistung. Man muss sich auch nicht nachweislich um einen Arbeitsplatz bemühen.
    Hinter der Schweizer Initiative, die die Volksabstimmung eingereicht hat, steht eine bunte Mischung von Gruppen aus Basel, Zürich, Bern und der Westschweiz. Ihr prominentester Vertreter ist der 49-jährige Daniel Häni, Mitinhaber eines Kultur- und Kaffeehauses in einer ehemaligen Bankzentrale im Zentrum Basels, wo die größte der Gruppen sitzt. Die Gruppen agierten trotz der gemeinsamen Initiative weitgehend unabhängig, sagt Häni, auch in der heißen Phase des Wahlkampfs wollen sie sich lediglich informell absprechen.

    Hans-Jörg Walter
    Bern, Oktober 2013: Acht Millionen Fünf-Rappen-Münzen vor das Schweizer Parlament gekippt - für jeden Einwohner der Schweiz eine
    Immer wieder zieht die Initiative die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf sich - als im Oktober 2013 etwa die 126.000 Unterschriften für die Volksabstimmung eingereicht wurden, kippten die Initiatoren in Bern acht Millionen echte Fünf-Rappen-Stücke auf den Bundesplatz.
    Ein Foto dieser Aktion schmückt das Cover des Buches zur Volksabstimmung, das Häni gemeinsam mit dem 20 Jahre jüngeren deutschen Ökonomen und Philosophen Philip Kovce geschrieben hat: "Was fehlt, wenn alles da ist?" Inoffiziell fungieren die beiden Autoren längst als Außenminister der Initiative.
    Als SPIEGEL ONLINE Häni und Kovce zum Interview in Hamburg empfängt, präsentieren sie sich als eingespieltes Team. Hier der eher zurückgenommene Häni, der seine Worte mit Bedacht wählt und auf Fragen gern mit Gegenfragen antwortet. Dort der gestenreich und leidenschaftlich argumentierende Kovce, der gern historische und philosophische Bezüge entwickelt - und dabei zuweilen von Häni eingefangen wird: "Ich darf dich unterbrechen, weil du gedanklich schon wieder weiterreitest."
    Zur Person


    Ralph Boes
    Daniel Häni, 49, ist Unternehmer, Mitbegründer des Basler Kultur- und Kaffeehauses "unternehmen mitte" sowie Mitinitiator der Schweizer Volksinitiative "Für ein bedingungsloses Grundeinkommen". Sie wurde im Oktober 2013 erfolgreich eingereicht.
    Zur Person


    Ralph Boes
    Philip Kovce, 29, forscht am Basler Philosophicum sowie am Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre und Philosophie der Universität Witten/Herdecke. Er gehört dem "Think Tank 30" des Club of Rome an und schreibt als freier Autor für Presse und Rundfunk.

    SPIEGEL ONLINE: Herr Häni, Herr Kovce, wieso brauchen wir ein bedingungsloses Grundeinkommen?
    Häni: Ganz einfach: Was ein Mensch unbedingt zum Leben braucht, das sollte er auch bedingungslos bekommen. Als Gesellschaft können wir doch nicht ernsthaft daran denken, ihm das Lebensnotwendige zu verweigern.
    SPIEGEL ONLINE: Das ist doch auch nicht der Fall. Die Schweiz und Deutschland sind Sozialstaaten, niemand muss hungern. Wer selbst nicht für sich sorgen kann, bekommt Unterstützung durch die Gesellschaft. Wo ist das Problem?
    Häni: Das Problem liegt in der Bedingung: "Wer selbst nicht für sich sorgen kann". Es kann ja spannend sein, Bedingungen gestellt zu bekommen - aber doch nicht, wenn es um die Existenz geht, oder?

    SPIEGEL ONLINE
    Daniel Häni, Philip Kovce beim Interview in Hamburg: "Das Grundeinkommen ist weder arbeits- noch leistungsfeindlich, ganz im Gegenteil"
    Kovce: Gerade das deutsche Hartz-IV-System zeigt eindrücklich, wohin das führt: Schon die permanente und misstrauische Bedürftigkeitsprüfung ist entwürdigend. Dazu wird ein grotesker Arbeitszwang aufrechterhalten, ganz gleich, ob es um sinnvolle Arbeit geht oder nicht. Erwerbsarbeit ist dadurch zu einem Fetisch verkommen. Das herrschende "Wer kann, der muss" stellt die Kausalität auf den Kopf. Richtig ist: Wer nicht muss, der kann.
    SPIEGEL ONLINE: Das passt kaum zu ausgeprägten Leistungsgesellschaften wie in Deutschland oder der Schweiz - geschweige denn zum Gerechtigkeitsempfinden der meisten Bürger.
    Kovce: Um das einmal klarzustellen: Das Grundeinkommen ist weder leistungs- noch arbeitsfeindlich, ganz im Gegenteil. Wir können wesentlich produktiver werden, wenn unsere Existenz gesichert ist. Einkommen ist nicht nur Grundlage zum Leben, sondern auch Grundlage für Leistung. Meine Arbeit wird desto besser, je mehr ich mich mit ihr verbinde. Wer nur arbeitet, um über die Runden zu kommen, kann seine Leistung nicht voll entfalten.
    Häni: Für die Arbeitswelt von morgen wird ein bedingungsloses Grundeinkommen zur schieren Notwendigkeit. Die Digitalisierung bedeutet: Was berechnet werden kann, wird künftig von Computern und Robotern erledigt. Für Menschen bleiben nur noch wenige traditionelle Arbeitsplätze. Wir täten gut daran, das jetzt schon zu antizipieren.



    Samuel Asuncion
    Januar 2016: Aktion der Initiative beim Weltwirtschaftsforum in Davos. Freundliche Roboter übernehmen die Arbeit - und finanzieren das Grundeinkommen?
    SPIEGEL ONLINE: Hannah Arendt schrieb bereits Ende der Fünfzigerjahre von der Arbeitsgesellschaft, der die Arbeit ausgeht. Schon damals war die These nicht neu, wonach moderne Technologien Jobs kosten, und seitdem wurde sie immer wieder neu formuliert - nur bewahrheitet hat sie sich nie. Vielmehr haben neue Technologien auch immer neue Arbeitsplätze erzeugt.
    Häni: Aber diesmal deutet viel darauf hin, dass es wirklich so kommt. Der Chef der Deutschen Telekom, Timotheus Höttges, hat erst kürzlich ausführlich erklärt, wie umfassend die Digitalisierung die Arbeitswelt verändern wird - und plädiert für ein Grundeinkommen. SAP-Vorstand Bernd Leukert teilt diese Analyse und warnt sogar, ohne ein Grundeinkommen würde "die Gesellschaft auseinanderbrechen". Eine Studie für das Weltwirtschaftsforum beziffert den Jobverlust in den Industrieländern bis 2020 auf fünf Millionen. Und Klaus Schwab, der Gründer des Weltwirtschaftsforums, sagt: "Es braucht Lösungen, die allen ein Mindesteinkommen garantieren. Klar ist: Wir müssen ganz neu denken."

    DPA
    VW-Betriebsversammlung in Kassel (Dezember 2015): Geht der Arbeitsgesellschaft nun wirklich die Arbeit aus?
    SPIEGEL ONLINE: Sie argumentieren, der Mensch habe ein Grundrecht auf das Lebensnotwendige. Auch in Ihrem Buch sprechen Sie häufig von "Existenzsicherung" - zumindest deutsche Leser werden dabei unweigerlich an Hartz IV denken, dessen Leistungen sich nach dem Existenzminimum bemessen. Wie hoch sollte das Grundeinkommen Ihrer Meinung nach sein?
    Häni: Wir lassen in der Schweiz bewusst über keine Summe abstimmen. Es geht jetzt um eine Richtungsentscheidung. Aus unserer Sicht ist eine Höhe von 2500 Franken erforderlich. In Deutschland entspräche das ungefähr 1500 Euro.
    SPIEGEL ONLINE: Deutschland zahlt für erwachsene Hartz-IV-Empfänger, die nur davon leben, im Schnitt etwa 500 bis 550 Euro im Monat, inklusive Wohnkosten. Ihr Betrag ist also ein Vielfaches dessen, was in Deutschland als Existenzminimum gilt. Betreiben Sie rhetorischen Etikettenschwindel?
    Häni: Nein, Sie müssen nur rechnen können: Ein Hartz-IV-Fall kostet weit mehr Geld, als der Betroffene erhält. Maßnahmen, Überwachung, Verwaltung und nicht zuletzt die Entwürdigung und ihre Folgen kommen uns viel teurer zu stehen.
    Kovce: Ein Grundeinkommen soll "ein menschenwürdiges Dasein und die Teilnahme am öffentlichen Leben ermöglichen", so steht es im Schweizer Abstimmungstext. Das ist doch das Lebensnotwendige, oder?
    SPIEGEL ONLINE: So definiert sich auch das Hartz-IV-Existenzminimum. Was verstehen Sie denn konkret darunter?



    SPIEGEL ONLINE
    Autor Kovce: "Die Finanzierungsfrage ist die beste aller falschen Fragen"
    Kovce: Es gibt einige Kriterien: Kein Zwang, für Geld arbeiten zu müssen. Die Freiheit, seinen Beruf unabhängig vom Verdienst zu wählen. Die Entstigmatisierung sogenannter Leistungsverweigerer. Nicht zuletzt muss das Grundeinkommen so hoch sein, dass der Einzelne die Bedürfnisse der Anderen in der Gesellschaft überhaupt wahrnehmen kann, weil er nicht mehr ausschließlich mit seinem eigenen Überleben beschäftigt ist. Nur so kann eine arbeitsteilige Gesellschaft ohne Zwang funktionieren. Wenn diese Kriterien erfüllt sein sollen, benötigt ein Erwachsener rund 1500 Euro im Monat.
    Häni: Einen rhetorischen Etikettenschwindel, wie Sie das nennen, betreiben jene, die ein Grundeinkommen auf Hartz-IV-Niveau einführen und gleichzeitig alle Sozialleistungen abschaffen wollen. Das ist ein neoliberaler Trick...
    SPIEGEL ONLINE: ...der allerdings den Vorteil hat, dass ein solches Grundeinkommen relativ einfach finanzierbar wäre. In Ihrem Modell hingegen würde das Grundeinkommen in Deutschland mehr als 1,3 Billionen Euro im Jahr kosten, selbst wenn Kinder nur die Hälfte erhielten. Wo soll das Geld herkommen?
    Häni: Das Geld ist schon da. Niemand hat kein Grundeinkommen. Alle haben heute ein Grundeinkommen, aber eben unter Bedingungen. Ein Beispiel für die Finanzierung: Wenn Sie jetzt ein Gehalt von 3500 Euro von Ihrem Arbeitgeber bekommen, würde der Ihnen künftig nur noch 2000 Euro bezahlen. Die restlichen 1500 Euro bekommen Sie als Grundeinkommen, unterm Strich ändert sich bei Ihnen nichts. Ob wir diese 1500 Euro über Leistungs- oder Verbrauchssteuern wieder einsammeln, kommt als spannende Steuerfrage, nachdem wir uns mehrheitlich für ein bedingungsloses Grundeinkommen ausgesprochen haben.
    SPIEGEL ONLINE: Wenn Sie die Einkommen von Niedrigverdienern auf mindestens 1500 Euro erhöhen und dafür den Konsum besteuern, steigen letztlich einfach die Preise. Das nennt man Inflation. Dann müssen Sie das Grundeinkommen anheben, dafür wiederum den Konsum höher besteuern - willkommen in der Inflationsspirale.



    SPIEGEL ONLINE
    Initiator Häni: "Das Geld ist schon da"
    Häni: In der Summe bleiben Einkommen und Konsumausgaben gleich. Im Einzelfall werden Preise und Einkommen steigen, die heute zu niedrig sind - im Gegenzug werden aber jene sinken, die heute zu hoch sind. Letztendlich muss in die Grundeinkommenskasse so viel rein, wie rausgeht. Was dabei gerecht ist, sollte die Gesellschaft aushandeln.
    Kovce: Offen gestanden: Die Finanzierungsfrage ist die beste aller falschen Fragen.
    SPIEGEL ONLINE: Wie bitte? Daran entscheidet sich doch, ob ein bedingungsloses Grundeinkommen nur eine Utopie oder eine echte Möglichkeit ist.
    Kovce: Gewiss. Aber wirklich entscheidend für die Finanzierbarkeit ist etwas ganz anderes: Wie wirkt sich ein Grundeinkommen auf unser Tätigsein aus? Werden wir produktiver oder lethargischer? Werden wir fleißiger oder fauler?
    SPIEGEL ONLINE: Anders ausgedrückt: Was passiert mit der Wertschöpfung und der Wirtschaftsleistung in Deutschland oder der Schweiz?
    Kovce: Exakt. Wenn sie gleich bleibt, ist ein Grundeinkommen auch in dieser Höhe finanzierbar. Punkt.
    SPIEGEL ONLINE: Und wenn nicht? Das klingt nach einer extrem gefährlichen Wette.
    Kovce: Das bedingungslose Grundeinkommen kommt doch nicht über Nacht. Wir müssen uns nicht von einem Tag auf den anderen damit zurechtfinden. So wie die Abstimmung in der Schweiz angelegt ist, würde es ja selbst dann nicht rasch eingeführt, wenn es auf Anhieb eine Mehrheit fände. Dann beginnt erst die Auseinandersetzung über die richtige Höhe und die Finanzierung, mit all den Argumenten, die wir gerade besprechen - und sicher noch viel mehr. Hier liegt einer der großen Vorzüge der direkten Demokratie in der Schweiz: Erst wenn all diese Dinge ausgehandelt sind - und dann immer noch eine Mehrheit dafür ist - erst dann kommt das Grundeinkommen. Schon deshalb fällt die Revolution aus, da kann ich Sie beruhigen.

    Hansjoerg Walter
    Aktion im Oktober 2013, Bern: "Das bedingungslose Grundeinkommen kommt nicht über Nacht"
    Häni: Die Einführung steht am Ende eines langen Prozesses, in dem wir uns mit wichtigen Fragen auseinandersetzen: Was will und kann ich eigentlich? Was würde ich arbeiten, wenn für mein Einkommen gesorgt wäre? Und was würden meine Mitmenschen tun? Was brauchen sie? Müssen sie zum Arbeiten gezwungen werden, nur ich nicht? Was ist für eine funktionierende Gesellschaft nötig, und wie kann man es sicherstellen? Sie dürfen nicht vergessen: Das Grundeinkommen ist eine Idee ohne Ideologie. Vorgefertigte Antworten gibt es nicht. Das Nachdenken darüber verändert bereits die Gesellschaft.
    SPIEGEL ONLINE: Ihr Buch trägt den Untertitel: "Warum das bedingungslose Grundeinkommen die richtigen Fragen stellt." Tatsächlich besteht es aus vielen Fragen und noch mehr teilweise widersprüchlichen Antworten. Ist das im Grunde schon alles, was Sie mit der Volksabstimmung bezwecken: ein gewissermaßen für alle erzwungenes Gedankenexperiment?
    Kovce: Nein, es wäre ja zynisch, wenn wir uns damit zufrieden geben würden. Wir sind überzeugt, dass ein bedingungsloses Grundeinkommen die Gesellschaft freier organisiert.
    Häni: Wir zwingen niemandem zu einem Gedankenexperiment, es ist jedem freigestellt, sich seine eigene Meinung zu bilden. Ich habe bei uns in Basel einmal eine zehntägige Veranstaltungsreihe organisiert. Jeden Tag kam die gleiche Frau. Am siebten Tag traute sie sich nach der Veranstaltung zu mir und fragte, ob sie das jetzt richtig verstanden hätte: Es ginge beim bedingungslosen Grundeinkommen darum, dass jeder macht, was er wirklich will. Dann fragte sie: "Kann ich das nicht heute schon tun?" Ich antwortete: "Ja, sicher." Die Frau ging und kam nie wieder.
    Welches Grundeinkommen darf's denn sein - neoliberal oder humanistisch?
    Die Frage, über die die Schweizer am 5. Juni abstimmen, ist simpel: Soll die Schweiz ein bedingungsloses Grundeinkommen einführen, das "der gesamten Bevölkerung ein menschenwürdiges Dasein und die Teilnahme am öffentlichen Leben ermöglicht"? Zwei entscheidende Fragen lässt der Abstimmungstext jedoch bewusst offen und verschiebt deren Beantwortung auf die Zeit nach der grundsätzlichen Entscheidung für ein Grundeinkommen: Wie hoch soll das Grundeinkommen sein? Und: Wie wird es finanziert?
    Das Problem ist: Eigentlich kann man sich kaum für oder gegen ein Grundeinkommen entscheiden, wenn nicht klar ist, wie hoch es sein soll. Denn je nach Höhe entfaltet ein Grundeinkommen sehr unterschiedliche Wirkungen auf den Einzelnen und die Gesellschaft. Das wird deutlich, wenn man zwei Modelle miteinander vergleicht, die derzeit intensiv in Europa diskutiert werden:

    • Das neoliberale Modell ist eine Art Hartz IV ohne Kontrollen und Sanktionen. Das Grundeinkommen würde nur das absolute Existenzminimum abdecken. Im Gegenzug würden alle bisherigen Sozialleistungen gestrichen. Der Bürger wäre zwar kein bedürftiger Bittsteller mehr, der dem fürsorglich-strengen Staat Rechenschaft schuldet - ohne weiteres Einkommen aber deutlich unter der Armutsgrenze. Derzeit bereitet die rechtsliberale Regierung in Finnland einen Pilotversuch eines solchen Modells vor. Dort ist eine Summe von 800 Euro im Monat in der Diskussion - in Deutschland entspräche das der Kaufkraft von 664 Euro.

      Befürworter dieses Modells wollen vor allem
      zwei Ziele erreichen: 1. die Sozialkassen entlasten, auch durch den weitgehenden Wegfall der Bürokratie, und 2. die Arbeitslosigkeit senken, indem durch den Lebensstandard unterhalb der Armutsgrenze der Anreiz erhöht wird, gerade schlecht bezahlte Jobs anzunehmen.

      Darüber hinaus wären die
      volkswirtschaftlichenAuswirkungen begrenzt: Führte Deutschland ein Grundeinkommen knapp oberhalb des Hartz-IV-Niveaus ein, würden weniger als 30 Prozent der gesamten privaten Bruttoeinkommen auf diese Weise verteilt. Die restlichen 70 Prozent würden die Bürger weiterhin anderweitig erwirtschaften, durch Erwerbsarbeit oder Kapitalanlagen.


    • Kernanliegen des humanistischen Modells ist, dass niemand nur des Geldes wegen arbeiten muss. Das Grundeinkommen würde also den Lebensstandard der unteren bis mittleren Mittelschicht sichern. Andere Einkommen würden voll auf das Grundeinkommen angerechnet.

      Befürworter dieses Modells gehen - wie die Initiatoren der Volksabstimmung in der
      Schweiz - davon aus, dass die meisten Menschen dennoch weiter arbeiten würden, weil es ihrem Leben Sinn und Struktur gibt.

      Die
      volkswirtschaftlichen Auswirkungen wären erheblich höher als im neoliberalen Modell. Geht man von einem Betrag von 1500 Euro für Erwachsene aus, würden fast zwei Drittel der bisherigen privaten Bruttoeinkommen verteilt. Dementsprechend geringer ist der Spielraum, etwa durch Erwerbsarbeit höhere Einkommen zu erzielen.

    Grundeinkommen: Modelle im Vergleich - Anteil an privaten Einkommen
    1500-Euro-Modell ("Schweiz")
    Created with Highcharts 4.2.1
    SPIEGEL ONLINE
    664-Euro-Modell ("Finnland")
    Created with Highcharts 4.2.1 ..."
    SPIEGEL ONLINE
    Eine ausführliche Darstellung der beiden Ansätze sowie Modellrechnungen für Deutschland finden Sie in diesem Artikel.

  2. #2
    Kurzvormabschussiger Avatar von Anja
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    Ich persönlich bevorzuge das humanistische Modell und würde SOFORT meinen Beruf auf- und mich meinen Neigungen hingeben. Dabei hoffe ich, dass die Volkswirtschaft nicht zu rasch kollabiert.

    (Ich schrieb nichts von "den Job an den Nagel hängen", denn ich unterscheide zwischen "Beruf" und "Job".)

    Und - ich bin unbedingt für die Gleichstellung von Kindern und Jugendlichen. Sie sollen morgens nicht aufstehen müssen, wenn ihre Alten noch pennen.

    Darum gehört die Schulpflicht abgeschafft, wenn das bedingungslose Grundeinkommen eingeführt wird.

    Gute Nacht !

  3. #3
    Chefchen Avatar von aerolith
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    Question Bedingungsloses Grundeinkommen?

    Unsere technischen Errungenschaften scheinen es zu ermöglichen, das bedingungslose Grundeinkommen. Aber ist es auch wünschenswert? Viele werden sagen, die Menschen dürfen nicht eingelullt werden, sondern müssen sich im Daseinskampf behaupten. Andere werden sagen, daß nicht jeder für den Kampf gewappnet sei.
    Was ist richtig? Wie stehen die Wolkensteiner dazu?

  4. #4

    AW: Bedingungsloses Grundeinkommen?

    Ich denke, die Grundfrage ist: "Lebenskampf" oder Kooperation als Grundprämisse für das Leben?

    Ein einzelnes Land hätte - ungeachtet des gewählten Modells - ebenso das Außenverhältnis und die Außenwirkungen zu beachten. So wäre mindestens an eine europäische Lösung zu denken, besser an ein globales Modell der angemessenen Versorgung mit dem Lebensnotwendigen.

    Wie sich Konkurrenz- oder Kooperationsdenken im Bildungssystem auswirken, wurde mir letztens deutlicher, als ich einen Bericht über die 180 Grad-Wende im chinesischen Bildungssystem sah und die inneren Konflikte des "Bildungseingeweihten" auf dem Weg zum "Konkurrenzdenken" aus seiner Innenperspektive deutlicher wurden.

    Über die Modelle im Einzelnen wäre weiter nachzudenken, ich stimme Anja vorbehaltlos zu, wenn insgesamt eine globale Lösung angestrebt würde.

    Ein ressourcenbasiertes System käme jedoch nicht umhin, einen Zukunftshorizont festzumachen, der den Systemnullpunkt erfasst und bestimmt.

    Systemnullpunktfaktoren sind:

    - Flüchtlingsströme untragbaren Ausmaßes
    - Klimabedingungen, die mehr Schäden als Nutzen bewirken
    - Wasserknappheit
    - Sauerstoff- und Schadstoffbilanzen bezüglich Sauerstoffverbräuchen und Luftverschmutzungen
    - Aussterben der Meeresbiologie (Erwärmung, Übersäuerung, Methanhydrate, Plastikpartikel usw.)
    - Nahrungsmittelproduktionskapazitäten
    - Bevölkerungsentwicklung
    - Roh-, Grundstoff-, und Ressourcenmangel
    - Wachstumsideologie

    Daher wären in meinen Augen LEBENSPLÄTZE zu definieren, deren Obergrenze einen Erhalt der natürlichen Mitweltfaktoren ermöglicht.

    Dumm ist nur: Auf den Georgia-Guidestone´s werden diese schon gefordert. Die Zahl lautet dort: 500 Millionen.

    Es gibt jedoch die Andersmeinung, dass schon heute 13 Milliarden Menschen ernährt und versorgt werden könnten. Auf jeden Fall wird die Anzahl der Bewohner entscheidend zur Verkürzung - oder zur Verlängerung - eines jeweilig angestrebten Zukunftshorizontes (in Quantität und Qualität) beitragen.

    Somit bleibt die Forderung nach einer Globalbilanzierung bestehen, ohne die führderhin keine Modellrechnung ohne Zielvorstellung einem Rationalprinzip entsprechen kann.

    Es kann nur erfasst werden, was "lebensnotwendig" erscheint, wenn die Folgen dieser Definition bekannt sind. Es kann nur "verplant" werden, was im Planungszeitraum weiter verfügbar ist. Daher sind "Verfügbarkeitsbilanzierungen" die Grundvoraussetzung fließender Steuerungssysteme.

    Würde globales Bürgergeld zum Beispiel die Folge haben, dass jeder künftig ein Auto besitzen könnte, wäre die Konsequenz eine Verkürzung des Zukunftshorizontes in Bezug auf die Verfügbarkeit von Erdöl als Produktionsfaktor, in Opposition zum Verbrauch als "Energieträger".

    Daneben wären auch die Klimafolgen verheerend. Die Frage läuft insonah auf eine angemessene Bedürfnisdefinition heraus.

    Dann sind wir bei der Gier als negativem Antrieb zur Motivationskaskade und unseren "Werbestrategien". All-so bräuchte es positive Anreizsysteme, die eigenverantwortliches Denken und Handeln fördern und "Befriedigung" beinhalten. Die Gier ist noch das Mittel, die Massen zu bewegen, somit zu Motiven zu motivieren. Was uns fehlt, ist eine positiv wirksame, geteilte und verstehbare Utopie, die mit ihrer Machbarkeit und schlichten Eleganz überzeugt.

    Ein Globalmodell benötigt einen absoluten Bilanzwert. Dazu wäre der Wert des Menschen überregional zu bestimmen und diese Frage klingt nach Karlchen Marx: Dahinter steht "der Wert der Arbeit" bei einem Überangebot an Arbeitskraft. Hier verurteilt uns unsere Planlosigkeit in Bezug auf "machbare Bevölkerungsplanung" zum Gefangenen im Wachstumsdilemma. Es wäre daher auch ein komplett neues Finanzsystem notwendig.

    Die Gesamtheit aller "Umlaufvermöpgen" ist analog und abhängig zum Planetenwert zu gestalten. Alles andere wäre betriebswirtschaftlicher Blindflug.

    Ohne Einblick in die tatsächlichen Veränderungswirkungen unseres Handelns ist keine Einsicht zu erlangen. Daher ist eine globale Verhaltenstransparenz herzustellen, die mit den tatsächlichen Folgekosten der "angemessenen Bedürfnissstrukturen" einhergeht:

    Was geschieht, wenn sich alle >>so<< verhalten?

    Schön, wenn jeder Globalbürger mal zur "Verschickung" auf die Malediven könnte. Doch wie sähen die Malediven dann aus?

    Ein erweiterter Kant´scher Imperativ könnte lauten:

    Es nutzt uns nur, was allen Menschen nützlich ist.

    Jedes ausgeblendete unangemessene Verhalten kommt ohnehin früher oder später als Bummerang zurück. Dann können wir auch kooperieren. Schade eigentlich, dass die Chinesen ihre Bürger gerade erfolgreich "umpolen". Konkurrenz oder Kooperation, das ist nun die Frage.

  5. #5
    andere-dimension
    Laufkundschaft

    AW: Bedingungsloses Grundeinkommen?

    Bedingungsloses Grundeinkommen bedeutet nichts anderes als "Arbeit auf Basis der Freiwilligkeit" - für mich der falsche Weg und mehr Resignation als Innovation. Viel sinnvoller wäre, man würde ein solches Grundeinkommen mit einer Grundarbeitszeit verknüpfen und jedem auch Arbeit zur Verfügung stellen. Also keinen Mindest-Stundenlohn, sondern einen Mindest-Monatslohn. Wer mindestens 80 Stunden im Monat arbeitet, der bekommt auch mindestens 1500 Euro Lohn. Man darf dabei die Arbeitgeber nicht vergessen, denn diese benötigen eine Planungssicherheit. Wenn ich 10 Mitarbeiter habe und diese jederzeit aufhören könnten...ohne dabei finanzielle Verluste in Kauf nehmen zu müssen, dann kann ich nicht nicht vernünftig planen und gehe ein hohes unternehmerisches Risiko ein - zudem werde ich erpressbar. Es gibt noch tausend Gründe mehr, die gegen ein solches Grundeinkommen sprechen. Das ist eine kommunistische und völlig absurde Idee.

  6. #6
    Kurzvormabschussiger Avatar von Anja
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    AW: Bedingungsloses Grundeinkommen?

    Zitat / andere-dimension: "...Bedingungsloses Grundeinkommen bedeutet nichts anderes als "Arbeit auf Basis der Freiwilligkeit..."


    Für ein globales humanistisches Grundeinkommen spräche auch ein zu erwartender weltweiter Frieden:

    „Stell dir vor, es ist Krieg und keiner geht hin.“ (Carl August Sandburg)

    Wer riskiert schon Leib und Leben, wenn der Söldner mit seinem Sold sich und die Seinen nicht mehr ernähren muss?


    Die Fließbänder stehen still, weil keiner mehr in Schichten fummeln will.

    Und - wenn der Produktionsarbeiter nicht mehr produzieren muss, dann heilt die Umwelt an der Nichtproduktion. Das Ozonloch wird sich schließen!


    Einen Staat braucht es auch nicht mehr. Wozu wählen, wenn alles schon gleichmäßig an jeden verteilt ist?

    Chef, ist das, was nach der letzten demokratischen Abstimmung zum bedingungslosen Grundeinkommen kommt, Ochlokratie?

    Abendgruß!

  7. #7
    andere-dimension
    Laufkundschaft

    AW: Bedingungsloses Grundeinkommen?

    Vielleicht könnte man dem entgegen wirken...indem jene...die das bedingunslose Grundeinkommen in Anspruch nehmen...dafür im Gegenzug auf ihr Wahlrecht verzichten müssen. Jemand, der zum Wohl der Gesellschaft nichts beitragen möchte, der soll auch nicht über diese bestimmen dürfen.

    Wie stellen sich eigentlich jene...die für dieses Grundeinkommen sind...den Staatsdienst vor? Müssen wir dann Polizisten, Lehrer usw zwangsrekrutieren? Und was...wenn niemand mehr den Müll entsorgen möchte...weil er fürs Ausschlafen das gleiche Geld bekommt wie für das schleppen von Tonnen?

    Wie fast alle kommunistischen "Ideen"..sind diese nur selten auch richtig durchdacht - sie orientieren sich an Idealen, nicht an der Realität.

  8. #8

    AW: Bedingungsloses Grundeinkommen?

    Die Bedenken von andere-dimension teile ich zum Teil. Einzuwenden wäre, dass auch die Unternehmer im Nicht-Erfolgs-Fall weich landen würden. So wäre es für den Handwerksmeister kein Problem, eine Zeit lang keine Aufträge auszuführen - er bekommt ja auch das Grundeinkommen.

    Ob es "angemessen" wäre, den Unternehmer von der Lohnzahlungsverpflichtung zu entbinden, wäre noch auszuloten.

    Im Prinzip wäre insgesamt ein Mix aus drei Ansätzen möglich:

    1. Traditioneller ordnungsrechtlicher Ansatz (z.B. TTIP mit Verboten, Vertragsstrafen, Vorschriften in einem übernationalen Kontext)
    2. Marktwirtschaftlicher Ansatz (mit dem Anreiz zur Über-Verbesserung und Über-Versorgung [Handys, Fettleibigjeit usw.}
    3. Partnerschaftsansatz (freiwillige Abkommen, Kooperation von Verbänden, Staaten, EU, WTO)
    (4. Ethischer "Emotionalvertrag" als "Selbst-verpflichtung?)

    Motivation ist das magische Zauberwort. Wie erreichen wir einen Bewusstseinszustand, in dem es einen Nutzen erzeugt, seine Fähigkeiten und Talente möglichst förderlich in ein Gesamtsystem einzubringen?

    Anja Vorschlag zur Abschaffung der Schul(d)pflicht lasse ich mal unkommentiert, aber werfe einen systemischen Effekt in die Waagschale:


    "Der offene Charakter der Ökonomie sollte m.E. den Studenten der Wirtschaftswissenschaften zuallererst vermittelt werden, anstatt sie in das höchst esoterische, formale Begriffssystem einzuführen, mit dem die herkömmlichen Lehrbücher angefüllt sind. Systemdenken ist zwar komplex, stellt den Anfänger jedoch nicht vor unüberwindbare Schwierigkeiten. Das Entropieproblem (d.h. die Tendenz zu zunehmender Desorganisation), Rückkopplungseffekte, Energie-Materie-Bilanzen, Höchstgrenzen der Umweltverschmutzung und kumulative Verursachung sollten zu einem Bestandteil des wirtschaftswissenschafftlichen Lehrplans gemacht werden, um die Ökonomen der Zukunft auf die Aufgaben vorzubereiten, mit denen sie zunehmend konfrontiert werden." (1)

    1. Ja, es ist ein höchst esoterisches System, das vermittelt wird. Faust als "Managementlehre" sozusagen...
    2. Systemdenken wäre im Falle eines globalen Grundeinkommens gefordert.
    3. Für eine machbar erscheinende Utopie wären die Bereiche der Unternehmensführung zunächst neu zu denken und das Spannungsfeld zwischen sozialen, unternehmerischen, ökologischen, und politischen Interessen kulturell zu untermauern, ein tragfähiges Fundament zu bilden.
    4. Ein verbindenden ethischer Grundkontext bedarf eines attraktiven Zieles, einer Absicht, die eine Schnittmenge zwischen den globalen Spannungsfeldern ermöglicht - eine erweiterte Akkomodationsebene.

    Was gesagt werden möchte: Der Bewusstseinswandel, uns als globales System zu erfassen, ist eine kollektive Aufgabe. Sicher sind Spannungsfelder auszuloten, nicht wegzuleugnen ist die bisherige Systemineffektivität in Bezug auf die ausgewogene Verfügbarkeit von Teilhabe - gleich auf welcher Ebene.

    Neben Umweltmanagementsystemen und Modellberechnungen benötigen wir langfristige Globalziele sozialer, ökologischer und gesundheitspolitischer Natur. Die Umwelt als Produktionsfaktor bisher ausgeblendet zu haben, bewirkt den Flüchtlingsdruck derer, die nicht mehr in einem intakten Ökosystem leben. Die "künstliche Mitwelt" ohne Einbindung der Systemgrundlagen bedarf einer Feedback-Steuerung, um sich am natürlichen Obersystem orientieren zu können. Hier kommen die "Aufgaben der Zukunft" ins Spiel:

    Wenn es die Professoren an den Unis unterlassen, sich den Aufgaben der Zukunft bewusst werden zu wollen, ist diese Hoffnung in die Eliten trügerisch und führt zur Aufgabe der Zukunft. Die Zukunft der Arbeitswelt lässt es zu, mit immer weniger menschlicher Arbeitskraft auszukommen. Wenn es jedoch nicht möglich ist, ohne Arbeit an das "Auskommen" zu komme, werden halt weiter viele "kommen".

    Och(s)lokratie könnte von Synthokratie abglöst werden: Planung ist unmöglich, Steuerung jedoch möglich und auch nötig. Alles, was "geplant" wird, birgt den gegenteiligen Möglichkeitshorizont. Zum BER wurde den Planern im Bericht ja völliger Wirklichkeitsverlust bescheinigt.

    Ja, diese esoterisch geprägten Faust-Schnösel wurden, wie die Söldner und Soldaten, zu Kampfmaschinen "erzogen", die für ihre "FIRMA" über Leichen gehen. Es ist jedoch der Dreck in den Kinderschuhen der Professoren, der weitergegeben wurde. Sie hielten und halten nichts anderes für möglich. Daher war nichts anderes möglich.

    Systemdenken könnte die klassische Schulbildung auflösen, indem Kinder frei entscheiden, welche Talente sie künftig einbringen möchten und dort, wo ihre Stärken, Interessen und Möglichkeiten liegen, wird individuelle Förderung Teil eines neuen Systems, das systemisch denkt.

    So wären die Kosten einer ungebremsten Entwicklung mit dem Totalausfall aller Werte zu beziffern. Denn:

    Der Mensch, als Teil der Natur wird, wenn er das Ökosystem (oder das globale soziokulturelle S. -, Anm. Wsib) zerstört, sich selbst zerstören. (2)


    Entropie im vorgenannten BWL-Sinne könnte jedoch auch als bisher nicht genutzte Information betrachtet werden, die innere Ordnung erzeugt, die damit im Außen Gestalt annehmen kann. Der völlige Wirklichkeitsverlust unserer "Eliten" hat methodischen Charakter und historische Bezüge. Ihnen fehlt das FEedback derer, die das Erleben, was bewirkt wird. Die Gesetze von Ursache und Wirkung gelten auch hier. Die Unüberschaubarkeit von offenen Systemen macht durch ihre ständige Transformation jede Planbarkeit von Systemen solange unmöglich, bis geeignete Simulationsmodelle die Ereigniseintrittswahrscheinlichkeiten dder PRognosen deutlich erhöhen UND an einem "Zielerreichungsgrad" messen lernen.

    Ohne diesen Soll-Ist-Vergleich kann nämlich kein Rationalprinzip erfüllt worden sein und das ist nähmlich dämlich. Wie wollen wir bemerken, einem Ziel näher gekommen zu sein, wenn wir keines besitzen, außer denjenigen der "höchst esoterischen BWL"?

    Es erreicht nicht einmal das Rationalprinzip, was unser Verstand als Globalhandlungsgrundsätze konstruierte und nun nicht mehr verändern will. Das unternehmerische EGO steht all diesem - aus funktionsbedingten Gründen - bisher eher skeptisch gegenüber. Es fürchtet sich davor, die historischen Irrtümer anzuschauen...

    Weil: Dann hätten die alten Profs ja unrecht gehabt - mit ihrer faustischen Weltsicht... Und die, die diesen Schwachsinn glaubten, wären dümmliche Mitläufer ohne aufrechten Gang... Nein: Es war ihre "Eintrittskarte" in diese "höchst esoterische Welt". Sie sind kleine Soldaten, deren Heeresführer in der "alten Matrix" festhingen. Bevor wir ein Anderssystem überdenken, muss ein gewissen Sozialisationsdruck durch permanente unlösbare Krisen entstehen, der ein Aktions- und Auslösepotenzial überschreiten muss.

    Der Druck ist da, doch niemand hat die heutige Gesamtsituation in eine Synthese überführt. Warum: Welchen Nutzen sollte es haben, "sein eigenen Nest" zu beschmutzen?

    Der Druck, zu kriminellen Machenschaften greifen zu müssen, würde geringer und der aufrechte Gang, siehe BER, leichter.



    (1) Waldemar Hopfenbeck, Allgemeine Betriebswirtschafts- und Managementlehre - Das Unternehmen im Spannungsfeld zwischen ökonomischen, sozialen und ökologischen Interessen, verlag moderne industrie, 12. Auflage 1998, Seite 757
    (2) ebenda

  9. #9
    Chefchen Avatar von aerolith
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    AW: Bedingungsloses Grundeinkommen?

    Sehr liberal-kapitalistisch argumentiert, AD2. GRUNDeinkommen bedeutet nicht Rundumversorgung.

  10. #10
    andere-dimension
    Laufkundschaft
    Zitat WSIB

    Die Bedenken von andere-dimension teile ich zum Teil. Einzuwenden wäre, dass auch die Unternehmer im Nicht-Erfolgs-Fall weich landen würden. So wäre es für den Handwerksmeister kein Problem, eine Zeit lang keine Aufträge auszuführen - er bekommt ja auch das Grundeinkommen.
    ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

    Einspruch!!! Bedingungsloses Grundeinkommen heißt nicht gleichzeitig auch Erlass aller Schulden. Der Unternehmer braucht Maschinen usw, die er i.d.R. finanziert. Muss er schließen, bleibt ihm zwar das Grundeinkommen, aber auch die Schulden. Er wird also für die Faulheit anderer bestraft.

    Zitat WSIB

    Motivation ist das magische Zauberwort. Wie erreichen wir einen Bewusstseinszustand, in dem es einen Nutzen erzeugt, seine Fähigkeiten und Talente möglichst förderlich in ein Gesamtsystem einzubringen?
    .................................................. .................................................. .................................................. .................................................. ......................................

    Gar nicht!!! Ginge doch schon in der Schule los, wo kaum noch wer freiwillig lernen wollte, ausser den Idealisten...sofern sich der Idealismus schon in der Kindheit ausprägt. Wir hätten also auch zu wenige Ärzte usw./die Gesellschaft würde nicht nur verarmen, sondern auch verdummen...und irgendwann würden wir uns wieder in den Teutoburger Wald zurückziehen und den Römern auflauern.

    63% der heutigen Schüler machen ihr Abitur - es ist also vorherbestimmt, dass diese keine Altenpfleger, LKW-Fahrer, Einzelhandelskaufleute, Maurer oder Gärtner werden. Ist aber ebenso wenig bei den anderen 37% garantiert. Wir werden also in den wertschöpfenden und werterhaltenden Berufen ein enormes Defizit bekommen. Der typische Reflex der Politiker: "Ausländer müssen her." Das ist aber der falsche Weg - der richtige wäre die nichtakademischen Berufe in Ansehen und Bezahlung aufzuwerten und attraktiver zu gestalten. Dafür benötige ich kein bedingungsloses Grundeinkommen, sondern eine bedingungsloses Grundgehalt. Deshalb plädiere ich für einen Koeffizienten, der die gesamtgesellschaftliche Bedeutung eines Berufzweiges festlegt und eine Mindest- Bezahlung anhand solcher Parameter festlegt.

    ....nicht zu unterschätzen der psychologische Aspekt:

    Beim bedingungslosen Grundeinkommen geht man davon aus, dass es weiterhin genügend Menschen gibt die dennoch arbeiten gehen...weil es ihnen Spaß macht, fürs Ego, um sich zu verwirklichen, oder weil die dann mehr als das Grundeinkommen zur Verfügung haben. Auf kurze Sicht mag das richtig sein, aber das wird sich mittelfristig ändern...denn:

    Wenn Herr Müller arbeitet, während sein Nachbar Herr Meier auf das bedingungslose Grundeinkommen setzt, lieber Zuhause bleibt und sich um Frau und Kinder kümmert, im Großen und Ganzen aber auf kaum etwas verzichten muss (Urlaub, Restaurant, Theater..usw..), dann wird sich Frau Müller irgendwann bei Herrn Müller beschweren, im Sinne von: "Der Meier ist für seine Familie da...Du nicht". Ein bedingungsloses Grundeinkommen wird für sozialen Unfrieden sorgen - das Gegenteil dessen...was man damit erreichen wollte.

  11. #11

    AW: Bedingungsloses Grundeinkommen?

    Bei den Investitionen hat andere-dimension einen wunden Punkt gefunden. Doch diese machen heute auch nur noch Sinn, wird die Zukunft ausgeblendet, siehe Ankäufe von UNTERNEHMENSANLEIHEN durch die EZB. Bei einem drohenden Zukunftsausfall sehe ich ebensowenig noch "Investitionsanreize" für das klassische Kapital. Im Gesundheitswesen sehen wir eine duale Finanzierung:

    Die Kranken Kassen bezahlen die "Betriebskosten, die Länder übernehmen die Investitionen. Bei zu 50 % shareholdergeführten Unternehmen im GW schon heute das gleiche Problem: Warum sollten Bundesländer für Unternehmen bestimmte Investitionskosten übernehmen, wenn kein "Sozialnutzen", sondern nur "Gewinnmitnahmen" auf dem Programm stehen?

    Als "globales Unternehmen Menschheit" würde der systemorientierte Ansatz drei Ebenen charakterisieren:

    1. Materielle Ebene
    2. Funktionelle Ebene
    3. Sinnebene

    Bisher wurde bevorzugt die materielle Ebene angesprochen. Funktionell steht das Unternehmen vor der Funktionslosigkeit und dem Totalausfall und die Sinnebene steckt in den Kinderschuhen.

    Die Weiterentwicklung benötigt einen systemevolutionären Ansatz, der ein lebensfähiges System modelliert. Gesellschaft, Kultur und Wirtschaftssystem werden nicht nur als produktive Faktoren gesehen, sondern als ein evolutionierendes und selbstorganisierendes Ganzes.

    Ausgangspunkte für die Vertreter des systemevolutionären Ansatzes sind:

    - ganzheitliches kybernetisches Denken (Anpassung, Evolution, Selbstregulierung, Selbstorganisation)
    - Entwicklungen, Zusammenhänge und ihre institutionalen Hintergründe als nur z.T. durch den Menschen zielbestimmt und zweckorientiert zu steuernde Faktoren anzusehen
    - Erforschen und Erkennen der Evolution von Gesamtsystemen, Prozessdenken statt Strukturdenken, Stellschrauben und Feedbackschleifen erforschen
    - Einbeziehung aller relevanten Nachbardisziplinen in das "lebensfähige Modell" (Neurokybernetik, Invarianztheorem = isomorphe Lenkungsstruktur)

    - "Verneinung der Annahme, dass soziale Systeme das Ergebnis bewusster, zweckorientierter Planung und Gestaltung sind. Soziale Institutionen sind das RESULTAT von Wachstums- und Entwicklungsprozessen, in denen der menschliche Konstruktionswille nur eine geringe Rolle spielt." (1)


    Insgesamt ist es nicht so, dass wir auf diesem Planeten zu wenig Wertschöpfungsmöglichkeiten besitzen, um ein globales Bürgergeld erwirtschaften zu können, es gibt schlicht zu wenig Möglichkeiten, sinnvollen Einfluss auf die Kapitalströme zu nehmen. Wo Gewerkschaften noch "Forderungen" stellen, sind die Unternehmen längst auf der Flucht.

    So wäre zunächst ein Gleichgewicht der Kräfte wiederherzustellen, dass einer globalen Interessenvertretung der Menschen gleichkäme. Diese haben wir leider noch nicht. Die UN versagt hierin völlig und mit diesem Kostrukt ist kein humaner Konstruktionswille umsetzbar, solange die Veto-Mächte die Welt dominieren und zu beherrschen suchen.

    Zu betrachten wäre daher jeweils eine:

    - Mikro-Ebene (Mitarbeiter, Gruppen)
    - Meso-Ebene (Unternehmen, Population)
    - Makro-Ebene (Gemeinden, Regionen, Nationen, Gesellschft; Staatengemeinschaften)

    Weiterhin gibt es den situativen Ansatz, der das Unternehmen Menschheit als ein offenes, in ständiger Wechselwirkung mit seiner Mitwelt stehendem Flusssystem betrachtet, das von internen und externen Faktoren beeinflusst wird, denen nur gewisse Wahrscheinlichkeiten zugeordnet werden können:

    "Wie wir bereits an anderer Stelle kurz anführten, ist die Komplexität menschlichen Verhaltens zu groß, um darüber allgemeingültige Aussagen mit dem Anspruch absoluter Gltigkeit anstellen zu können: "Forschungsziel situativer Ansätze ist die Relativierung der traditionellen "one-best-way - und generellen systemtheoretischen Aussagen sowie die situationsadäquate Berücksichtigung formal- und verhaltenswissenschaftlicher Gestaltungsempfehlungen. Der zentrale Unterschied zu systemtheoretischen Ansätzen besteht darin, dass situative Ansätze ein empirisches Fo0rschungsprogramm erfordern." (2)

    Der "Invarianztheorie" entgegen steht die Vision, darüber wird in der höchst esoterischen BWL gesagt:

    "Die unternehmerische (hier: globale, Anm. wsib) Vision ist eine ganzheitliche, vorausschauende Vorstellung von Zwecken und Wegen zu ihrer Erreichung. Sie generiert Ideen zur Erzielung eines Nutzens für die Gesellschaft. Als "Leitstern" prägt sie das unternehmerische (globale, Anm. wsib) Handeln." (3)

    Was könnte also der "Leitstern" des Handelns sein?

    Der Kontext, in dem eine persönliche Mission in die Entwicklung integriert werden kann, bestimmt die Qualität der Kommunikation und damit den Informationsgehalt der Regelkreisläufe zwischen den Ebenen. Politik, Verfassung und Kultur sind die drei Säulen der Grundarchitektur, auf denen diese Geometrie aufbaut.

    Fünf Merkmale einer Vision steuert die BWL bei:

    - Plastizität
    - Identifikation
    - Realisierbarkeit
    - Spitzenanspruch
    - PRÄSENZ

    Die dauerhafte Präsenz scheint mir das, was andere-dimension oben einfordert. Was bleibt präsent als Präsent?




    (1) Waldemar Hopfenbeck, Allgemeine Betriebswirtschafts- und Managementlehre - Das Unternehmen im Spannungsfeld zwischen ökonomischen, sozialen und ökologischen Interessen, verlag moderne industrie, 12. Auflage 1998, Seite 60
    (2) ebenda, Seite 62
    (3) ebenda Seite 584

  12. #12
    Kurzvormabschussiger Avatar von Anja
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    AW: Bedingungsloses Grundeinkommen?

    Zitat / WSIB: „…Die Zukunft der Arbeitswelt lässt es zu, mit immer weniger menschlicher Arbeitskraft auszukommen. Wenn es jedoch nicht möglich ist, ohne Arbeit an das "Auskommen" zu komme, werden halt weiter viele "kommen….".

    Bei einem globalen bedingungslosen Grundeinkommen kommen vielleicht nicht genügend Arbeitswillige ins Land. In diesem Fall könnten die Besitzer der Produktionsmittel die menschlichen Produktivkräfte versklaven. Das hat in der Vergangenheit gut funktioniert. Es gibt menschliche Ressourcen – einsame Menschen, deren Versklavung niemandem auffällt.
    Z.B. könnten familienlose Kinder und Jugendliche aus Heimen die Arbeit in den Fabriken tun? Oder alkoholkranke Obdachlose werden eingefangen und drehen Kabelbäume nach dem Kaltentzug im Fabrikkeller?

    Knastinsassen verbüßen die Haftstrafe in Form eines Produktionseinsatzes und sind nun Fabrikinsassen?

    Zitat / AD: „…Wie stellen sich eigentlich jene...die für dieses Grundeinkommen sind...den Staatsdienst vor? Müssen wir dann Polizisten, Lehrer usw zwangsrekrutieren?...“

    Wenn das Geld nach fröhlichem Ausgezahle zur Neige geht, dann tuen sich miese Charaktere zusammen, ziehen marodierend durch die Lande und nehmen sich, was sie brauchen. Niemand stellt sich ihnen entgegen, weil bedingungsloses Grundeinkommen bedingungslos ist und die Exekutive nicht zwangsrekrutiert werden kann.

    Es herrscht der Pöbel, dessen Handeln von Eigennutz und Habsucht bestimmt ist.

    Abendgruß!

  13. #13
    Maria
    Laufkundschaft

    AW: Bedingungsloses Grundeinkommen?

    Zitat Zitat von Anja Beitrag anzeigen
    Zitat / WSIB: „…Die Zukunft der Arbeitswelt lässt es zu, mit immer weniger menschlicher Arbeitskraft auszukommen. Wenn es jedoch nicht möglich ist, ohne Arbeit an das "Auskommen" zu komme, werden halt weiter viele "kommen….".

    Bei einem globalen bedingungslosen Grundeinkommen kommen vielleicht nicht genügend Arbeitswillige ins Land. In diesem Fall könnten die Besitzer der Produktionsmittel die menschlichen Produktivkräfte versklaven. Das hat in der Vergangenheit gut funktioniert. Es gibt menschliche Ressourcen – einsame Menschen, deren Versklavung niemandem auffällt.
    Z.B. könnten familienlose Kinder und Jugendliche aus Heimen die Arbeit in den Fabriken tun? Oder alkoholkranke Obdachlose werden eingefangen und drehen Kabelbäume nach dem Kaltentzug im Fabrikkeller?

    Knastinsassen verbüßen die Haftstrafe in Form eines Produktionseinsatzes und sind nun Fabrikinsassen?

    Zitat / AD: „…Wie stellen sich eigentlich jene...die für dieses Grundeinkommen sind...den Staatsdienst vor? Müssen wir dann Polizisten, Lehrer usw zwangsrekrutieren?...“

    Wenn das Geld nach fröhlichem Ausgezahle zur Neige geht, dann tuen sich miese Charaktere zusammen, ziehen marodierend durch die Lande und nehmen sich, was sie brauchen. Niemand stellt sich ihnen entgegen, weil bedingungsloses Grundeinkommen bedingungslos ist und die Exekutive nicht zwangsrekrutiert werden kann.

    Es herrscht der Pöbel, dessen Handeln von Eigennutz und Habsucht bestimmt ist.

    Abendgruß!

    Hahaha, wie witzig.

  14. #14
    andere-dimension
    Laufkundschaft

    AW: Bedingungsloses Grundeinkommen?

    Auf der einen Seite die Politik der Eliten (Eu, Euro...), auf der anderen die Forderungen des Pöbels (Bedingungsloses Grundeinkommen) - da muss es doch auch noch etwas dazwischen geben?!?

  15. #15

    AW: Bedingungsloses Grundeinkommen?

    Wenn das Handeln (und der Handel) von kurzfristigem Eigennutz und von nicht auffüllbarer Habgier geprägt sind, dann ist dieses ein Seelenemblem für das Problem dahinter:

    Die Theorie vom "wohlverstandenen Eigennutz" ist gecheitert. Sie macht Menschen zu austauschbaren Konsumstatisten in einem sinnlosen Dasein ohne Hoffnung auf Entrinnen aus der Tretmühle. Wer lange genug getreten wurde, der tritt irgendwann zurück.

    Es soll keine schlechte Ausrede sein, doch es ist bezeichnend, dass "die da oben" den Pöbel verantwortlich machen und "die da unten" die Politik, die Wirtschaftsführer, oder die Bangster. Fakt ist jedoch, dass wir alle zur heutigen Situation beigetragen haben. Weiter ist Fakt, dass wir alle niemals mehr genug Arbeitsplätze für all die Menschen "erschaffen" können, da wir mit immer weniger Arbeitsaufwand immer mehr produzieren.

    Die Konflikte um Zugang zur Arbeitswelt und zum Markt sind das globale Problem, wenn in Opposition zur Nicht-Erlangung eines Arbeitsplatzes die Sanktion steht. Arbeit wird zur globalen Mangelware und die Sanktion des Fehlens von Arbeit macht Menschen zu "Getretenen", die das "Treten" erlernen müssen, oder untergehen. Wenn Arbeit somit Lebensmöglichkeit bedeutet, erzeugt das Fehlen selbiger einen drohenden physischen, seelischen, mentalen und funktionalen Tod, zumindest solange sich Menschen über das definieren, was sie tun.

    Was wir sind, ist das Ergebnis historischer Entwicklungen. Gefällt uns dieses Spiegelbild nicht, haben wir irgendwo im "Entscheidungsbaum" eine falsche Entscheidung getroffen, die JETZT diese kognitive Dissonanz bewirkt, die gefühlt wird.

    "Visionen ergänzen, vervollständigen, bereichern die Welt - ist doch unsere Welt heute nichts anderes als die konkrete Gestalt der Träume, die visionäre Menschen gestern träumten" (1)


    Um zu beweisen, wie höchst esoterisch die BWL im Grunde ihres Wesens doch ist, ein weiteres Zitat zur Vision:

    "So entwickelte Mann, für den Visionen Ausdruck der menschlichen Schöpferkraft sind, die uns wieder Sinn für unsere berufliche ARbeit geben und die Lebensenergie der Menschen in einem Unternehmen (hier: Unternehmen Menschheit, Anm. wsib) auf ein ganzheitliches Ziel bündeln und mobilisieren, etwa die "Vision eines ganzheitlichen Unternehmens" mit den Bausteinen vernetzte Systeme., lebende Organismen, evolutionäre Individuen, holografische Bilder sowie Leib / Seele / Geist - Einheit." (2)

    Ja, Descarte´s Schwachsinn hat auch die Seele aus der BWL entfernt. Es ist seelenlos, die Arbeitslosen dafür zu bestrafen, dass die Gesellschaft seit Karl Marx das Wort Arbeit durch ein blindes Auge betrachtet: Es sind fühlende Wesen, denen wir dieses gesellschaftlich ungelöste PRoblem seit Jahrhunderten "zuschieben".

    Bei "lebende Organismen" fällt mir ein Satz meines Großvaters ein: "Quäle nie ein Tier zum Scherz, denn es fühlt wie Du den Schmerz."

    (Hatte davor mit dem Luftgewehr meines Vaters einen Spatz im Kirschbaum angeschossen und dann "gepflegt" bis er starb, weil ich bemerkte, was ich getan hatte, als ich meinen Vater "kopierte")

    Heute könnte gesagt werden: Quäle niemals einen Arbeitslosen mit Hartz-IV, denn dann werden sie zum Tier. Zum Tier in einer Gesellschaft, die Menschen ohne Zugang zu nicht vorhandener Abeit zu Tieren macht. Die Macht, die das macht, ist die Definition des Menschen durch die Arbeit. Wer keine Arbeit besitzt, ist daher auch kein Mensch. Definiere mensch als Tier und du kannst sicher sein, liebe Anja, im Berliner Kiez auf eine solche Menge angestauten Hasses zu treffen, dass JEDES soziologische Konzept als unlogisch empfunden wird.

    Im Grunde haben wir ein Problem mit dem Sein und dem Tun. Wir wollen durch Tun etwas werden. Dabei sind wir schon und tun nur so, als wären wir "es" noch nicht. Macht der Arbeitsgewohnheiten...

    Um den "Geheimbundcharakter" der BWL besser zu verdeutichen und den Bogen zu Goethe zu bekommen, zurück zum "Magischen Viereck", dem Tetragrammaton des Hermes Trismegistos. Es ist die unter den Teppich gekehrte "hermetische Wissenschaft", die im magischen Viereck der Wirtschaftspolitik zum Ausdruck kommt, doch einer unlauteren Absicht entspringt. Der Absicht, Macht zum Nachteil der Masse auszuüben und damit langfristig Zustnde zu bewchwören, die wir dann nicht mehr "loswerden".

    1. Vollbeschäftigung
    2. Stabiles Preisniveau
    3. Angemessenes Wirtschaftswachstum
    4. Außenwirtschaftliches Gleichgewicht

    Folgende Aussage stammt aus einem Wirtschafts- und Sozialkundelehrbuch für Bankkaufmänner:

    "Die Verfolgung und Erreichung dieser Ziele erscheint hinsichtlich eines Ziels möglich. Alle vier Ziele gleichzeitig zu erreichen, gilt als so schwierig - um nicht zu sagen unmöglich - dass man bereits von einem magischen Viereck der Wirtschaftspolitik gesprochen hat. Es bedarf wohl der Fähigkeiten eines "Jüngers der Magie", um all diese Ziele miteinander in Einklang zu bringen. Somit ist dieses Zielsystem vorrangig als ein nie zu verwirklichendes, aber dennoch immer wieder neu anzustrebendes Ideal zu begreifen." (3)


    Der Staat verstößt mit der "Abschiebung in Hartz IV" nicht nur gegen das Staatsziel der Vollbeschäftigung, sondern durch die entwürdigende Sanktionierung und Enteignung auch gegen die Verfassung. Allein, dass der Verpflegungssatz eines deutschen Schäferhundes bei 6 Euro, der eines Hartz-IV-Kindes jedoch bei genau der Hälfte liegt, ist bezeichnend für die Nazi-Mentalität, die dieser Definition von Arbeitskultur zu Grunde liegt.

    In der Annäherung an das zu verwirklichende Ideal bliebe all-so viel zu tun. Ein "Leitstern" fehlte bisher...

    Einzig ein geeinter Geist kann dieses Ideal abbilden. Das fraktale, holografische Bild, von dem oben gesprochen wurde, entsteht als Prozessentwicklung und beginnt doch im Geist.

    "Ausgehend von einem auf Vertrauen basierenden Menschenbild, sind Rahmenbedingungen zu formulieren, innerhalb derer die SELBST-entwicklungskräfte des Systems wirken können. Subsidiarität der Entscheidungskompetenzen, laterale Kooperation und Konsensorientierung werden unter Anerkenntnis von unterschiedlichen Konflikten als wesentlich erachtet." (4)


    So könnten wir die unterschiedlichen Konflikte unserer Zeit auf die eine oder andere Art immer mit dem Fehlen eines auf Vertrauen basierenden Menschenbildes in Verbindung bringen. Subsidiarität und Solidarität schaffen Freiräume, Strafen und Sanktionen für einen gesamtgesellschaftlichen historischen Missstand auszusprechen, entspricht der Mentalität des Mittelalters. So verhalten sich "die da unten", wie es von "denen da oben" erwartet wird und umgekehrt genauso. Wiederum das nicht mit objektiver Wahrheit zu füllende - vorläufige Vor-Urteil.

    Vertrauen ist die globale Mangelware. Die Dichotomie der Entropie:

    "Die Information verbraucht die Aufmerksamkeit ihrer Empfänger. Deshalb schafft ein Reichtum an Informationen eine Armut an Aufmerksamkeit." (Herbert Simon, Wirtschaftsnobelpreisträger 1977)

    Je mehr Informationen wir besitzen, umso weniger entropischen Energiegehalt können wir daraus ableiten. Die Armut an Aufmerksamkeit für das fühlende Wesen hinter dem Menschen, der seiner Arbeitswelt angepasst wird, ist die fehlende Aufmerksamkeit für unser eigenes "Ergehen" in der Zukunft.

    Daher: Nur Begeisterung kann Geister "mitnehmen" und die fehlende Aufmerksamkeit fokussieren. Da sind wir wieder bei der Weisheitslehre und der Esoterik. Die Geister, die wir in unserer Gier riefen, werden wir nun nicht so einfach los.

    Elemente des Wesens einer Vision:

    - szenarischer Charakter
    - realistische Zukunftsschau
    - höhere subjektive Vrbindlichkeit
    - qualitativ, nicht quantitativ
    - konkrete (fraktale - holografische - SELBSTwirkende) ZUKUNFTSBILDER
    - Ergebnis eines ganzheitlichen, hochkomplexen und vielfach interaktiven Prozesses einer "selbstlernenden Informationsverarbeitung und Auswertung
    - entstehen durch Kreativität und begeistern durch geteilte innere Bilder, die in Resonanz miteinander gehen und in ihrer noch anstehenden Wirklichkeit jetzt schon wirksam werden

    - "Visionen geben wie der Polarstern die Richtung der Reise an" (5)

    Hätte ich auch im "Kurs", der Christus-Matrix, den "Apokryphen Evangelien" oder unter "Körper Seele Geist - wahrnehmen" schreiben können. Die BWL ist eine echte Scheinwissenschaft, die ihre Manipulation geschickt hinter scheinbar "alternativlosen Sachzwängen" versteckt.

    Was ist die Präsenz, die sich hinter den Zerrbildern von selbst aus dem Selbst entwickelt?

    Die Mücke heute nacht in meinem Schlafzimmer besaß eine unglaubliche Präsenz. Obwohl sie anfangs nicht sichtbar war, blieb eine IDentifikation dank ihrer Plastizität nicht aus und erst die geistige Idee der Realisierbarkeit einer "Andersstrategie" löste die Präsenz des Blutsaugers dann auf. Ein Blutfleck an der Wand bezeugt, zu was übermäßige Präsenz zuweilen führt. Ein geteiltes Mittelmaß jeder Seite lässt das Viereck ein Quadrat werden.

    Die Präsenz unauflösbarer Konflikte sollte zum Strategiewechsel auffordern.


    (1) Waldemar Hopfenbeck, Allgemeine Betriebswirtschafts- und Managementlehre - Das Unternehmen im Spannungsfeld zwischen ökonomischen, sozialen und ökologischen Interessen, verlag moderne industrie, 12. Auflage 1998, Seite 584
    (2) ebenda
    (3) Köppen, Berufsausbildung Bankkaufmann , Deutscher Sparkassenverlag GmbH Stuttgart 1998, Seite 131
    (4) wie (1) und (3), Seite 583
    (5) ebenda, Seite 583

  16. #16
    andere-dimension
    Laufkundschaft

    AW: Bedingungsloses Grundeinkommen?

    Bitte nicht falsch verstehen, aber wenn nur noch für die Hälfte Arbeit da ist...dann muss eben die andere Hälfte verrecken. Das nennt man natürliche Selektion - ist die nüchterne Betrachtung eines unausweichlichen Schicksals. Wenn ich 500 Millionen Afrikaner künstlich am Leben erhalte, dann vermehren die sich zu 1 Milliarde Afrikanern...die ich ebenfalls künstlich am Leben erhalten muss - so geht das Spiel immer weiter...aber irgendwann muss es ja mal enden. Warum sollte es erstrebenswert sein aus 8 Milliarden Menschen 16 Milliarden zu machen? Arschloch...wird jetzt so mancher sagen, aber was ist denn die Alternative? Du findest in jeder Region dieser Erde solche und solche - die einen hungern, den anderen geht es gut. Also machen jene die hungern etwas falsch. Würden wir Deutsche diese Regionen besiedeln, wären Hunger und Not kein Thema. Führen wir morgen das bedingungslose Grundeinkommen ein, dann kommen morgen die Sozialschmarotzer der ganzen Welt zu uns - wir zögern ihren Tod nur hinaus...mit dem Unterschied...dass wir mit untergehen.

  17. #17

    AW: Bedingungsloses Grundeinkommen?

    Diese Gedanken sind schon etwas älter. In den Siebziger Jahren war der Welt klar, was eine ungebremste Bevölkerungsentwicklung bedeuten wird. Hätte die Welt damals die Chinesen verstanden und nicht allein gelassen, könnten viele Probleme heute schon inexistent sein.

    Dadurch, dass sich China damals zu einer (nach ihrer Sicht angemessenen) Bevölkerungsplanung entschieden hat, werden sie für diese weitreichende Vernunft heute mit einer umgekehrten Alterspyramide "belohnt", die dazu führt, diese Defizite durch Außenhandelsüberschüsse und Finanzmarktgewinne auszugleichen.

    Hätte China damals keinen Versuch unternommen, die Überbevölkerung einzudämmen, könnten es schon heute wesentlich mehr Chinesen auf diesem Planeten sein. In den Siebzigern des letzten Jahrhunderts hat der Westen die Zukunft schon aufgegeben.

    Daneben führe ich weiter oben an, dass die Bevölkerungsentwicklungsplanung im "magischen Quadrat der Volkswirtschaften" in direktem Zusammenhang mit dem zu erwartenden und von uns erwirtschafteten Zukunftshorizont steht.

    Es ist die berechtigte Angst, dass alle in Konflikten um die letzten Lebensmöglichkeiten untergehen werden, finden wir nicht zu einem angemessenen Wachstum zurück, dass sowohl auf Außenhandelsüberschüsse, Inflation und die Anzahl von Arbeitsplätzen zurückwirkt und entsprechende Antworten findet.

    Heute ist jeder 113. Mensch auf der Flucht. Jeder sechste Mensch nagt am Hungertuch. Wollen wir wirklich diese Form von Verdrängungskampf weiterführen? Wollen wir erst auf die parasitären Grundparadigmen reagieren, wenn WIR auf der Flucht (vor uns selbst) sind?

    Es könnte die Analogie aufgestellt werden, dass wir uns wie Krebszellen in einem Körper verhalten. Von den gesunden Körperzellen gefragt, warum sie verdrängend und zerstörend ungebremst wachsen, antworten sie im Chor:

    Ihr gesunden Körperzellen seid doch blöd, sucht euch auch eine Blutversorgung und macht, was nur euch nutzt. Dieses ganze Gerede von einem auf Gedeih und Verderb miteinander verbundenen Körpers ist eine Illusion. Es gibt in diesem Körper kein BEWUSSTSEIN. Wir sind allein und getrennt vom Geist dieses Körpers. Er besitzt keine Seele, für die es Schmerzen bereiten könnte. Es gibt nur uns Krebszellen und wir haben recht. Ihr habt UNRECHT mit dem Gequatsche eines verbundenen Organismus mit Seele und Geist. Macht es wie wir und ihr seid erfolgreich. Die Körperregionen, die ansonsten vom Blutstrom versorgt worden wären, den wir beanspruchen, sind zu schwach und zu dumm. Sie hätten sich eher zu einem Tumorverband zusammenschließen sollen, wer vorne am Blutgefäß abzweigt, hat mehr vom Leben - im Grunde wären sie ohnehin gestorben, da am Arsch des Körpers, oder in seinen verfaulten Beinen. Daneben: Wir wollen doch auch nur ein angemessenes Leben.

    Das Dumme an der sachlich kurzfristig richtigen Betrachtungsweise der "Schmarotzerzellen" ist der langfristige Ausfall ihrer eigenen Blutversorgung mitsamt ihrer "angemessenen Wachstumspolitik".

    Fast 50 Jahre Verdrängung der Zukunftsperspektiven tun halt etwas weh, werden sie auf einmal sichtbar...

    Wenn wir uns als abhängiger Symbiont in diesem Lebenssystem langfristig so verhalten, dass wir den Wirt töten, kann die selektive Ausblendung der Folgen unserer Fehlentscheidungen nicht dauerhaft vor den Wirkungen der verdrängten Ursachen bewahren. Diese Vogel-Strauß-Mentalität ist es, die uns Angst macht.

    Daneben gibt es die Analogie, dass eine einzige Zelle erst mit rund 13 Milliarden "Bewohnern" funktioniert. Was sagen die Bewohner dieser entarteten Zellen zu ihrem Zellbewusstsein? Solange den Krebszellen geglaubt wird, alles würde "GUT" werden, folgen wir ihrer Bandwurmideologie, ist der Gesamtkörper nicht geheilt. Funktionieren wir als Gesamtbewusstsein möglicherweise parallel erst mit 13 Milliarden Bewohnern?

    Warum besteht die Katholische Kirche sonst auf der Überbevölkerung und beharrt auf einer weiteren "Vermehrung" der Population?

    Das Spiel der Krebszellen ist tödlich. Es ist die Gier im Zellbewusstsein, die im Mangel ihre Nahrung findet und sich epigenetisch in die Köpfe schleicht.

    Nur, weil die Krebszellen den Körper bisher nicht getötet haben, wird ihre Scheinargumentation nicht "richtiger"...

    Es war bisher so, keine Frage. Aber es wird nicht so bleiben können.

  18. #18
    andere-dimension
    Laufkundschaft

    AW: Bedingungsloses Grundeinkommen?

    Den Vergleich mit den Krebszellen finde ich ganz gut!


    Zitat WSIB

    Es ist die berechtigte Angst, dass alle in Konflikten um die letzten Lebensmöglichkeiten untergehen werden, finden wir nicht zu einem angemessenen Wachstum zurück, dass sowohl auf Außenhandelsüberschüsse, Inflation und die Anzahl von Arbeitsplätzen zurückwirkt und entsprechende Antworten findet.
    ---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
    Das Aussterben ist Teil der Evolution - seit es Lebewesen gibt, sterben täglich einige Arten aus. Warum sollte gerade der Mensch da eine Ausnahme machen/dürfen? Was unterscheidet uns vom Säbelzahntiger...?

    Wenn wir über Ideen wie das bedingungslose Grundeinkommen diskutieren...dann gibt uns die Natur die Antwort: Wenn der Löwe krank oder verletzt ist, dann werden ihn die anderen Löwen nicht mit Fleisch versorgen - er verreckt. Die Natur siebt aus - und macht da beim Menschen keine Ausnahme. Warum der Europäer leben darf und der Afrikaner sterben muss, das ließe sich recht einfach beantworten - nur will solche Antworten keiner hören.





    Zitat WSIB

    Warum besteht die Katholische Kirche sonst auf der Überbevölkerung und beharrt auf einer weiteren "Vermehrung" der Population?
    ---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

    deshalb:

    Zitat Tagesspiegel.de von heute

    Deutschlands christliche Kirchen nahmen im vergangenen Jahr so viel Geld ein wie noch nie. Trotz sinkender Mitgliederzahlen erreiche die Kirchensteuereinnahmen 2015 mit mehr als 11,46 Milliarden einen neuen Rekord, berichtet die „Bild“-Zeitung (Mittwoch), der dazu Zahlen des Statistischen Bundesamtes vorlägen.

    Demnach habe die katholische Kirche rund 6,09 Milliarden Euro eingenommen, die evangelische Kirche erhielte mehr als 5,36 Milliarden Euro. Im Vergleich zu 2014 (10,77 Milliarden Euro) sei das eine Zunahme von etwa 692 Millionen Euro. Der Hauptgrund für den Einnahmerekord liegt der Zeitung zufolge in der guten Entwicklung der Löhn
    ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

  19. #19

    AW: Bedingungsloses Grundeinkommen?

    Um ganz und gar auszusterben, gibt es zu viele Nischen, in denen wir auf Steinzeitniveau weiterexistieren werden.

    Es wäre ein weiterer "Fall" zurück in eine archaische Zeit, die dann später in "dieser Geschichte" als Sündenfall bezeichnet werden könnte.

    Im Grunde geht es darum, diesen erneuten Fall nicht einfach zyklisch zu wiederholen, wenn uns gerade nichts Besseres einfällt.

    Bedingungslose Kooperation und ein globales Grundeinkommen oder gnadenlose Konkurrenz und die Horden der Verhungernden?

    Die Kosten, die durch die zu erwartenden und anhaltenden Völkerwanderungen ohne Kooperation auf die westlichen Sozialsysteme zukommen, sind höher als die Gewinne der Unternehmen durch Lohndumping.

    Die Reparaturkosten, die durch die zu erwartenden ökologischen Ausfälle auf uns zukommen, übersteigen die bisherigen Gewinne des Raubbaus am Planeten ebenso um ein Vielfaches.

    Die Sozialkosten, die auf die noch bewohnbaren Regionen zukommen, sind nur tragbar, wenn dort weiter eine infrastrukturelle Integrität besteht und Wertschöpfungen möglich sind.

    Die Gesundheitskosten, die wir derzeit als "Soziale Lasten" unbedacht für die Zukunft aufhäufen, sind derart exponentiell, dass alle Modellrechnungen am künftigen Gesundheitszustand der Populationen scheitern werden. Es wird keine "gesunden Löwen" mehr geben.

    Die Analogie mit dem Krebs könnte weiter gefasst werden:

    Der Krebs im Inneren der Körper ist Ausdruck der Zunahme eines "krebsgeschwürartigen Verhaltens der Tiere im Außen".

    Die Aggression, mit der wir "schwächere Tiere" zur Beute erklären, wendet sich unbewusst nach innen. Für die Seele ist eine solche Gemütshaltung nämlich unerträglich, einzig der Versatnd meint, es müsse halt so sein, weil es bisher so war.

    Die Extrapolation der Vergangenheit auf die Zukunft beschreibt also, wie es WAR "im WAR der besonderen Tiere."

    Mal schauen, welche Weltsicht sich heute in England zeigt.

    Könnte sein, dass sie erneut einen "schwarzen Freitag" im Sinn haben, Europa zu entzweien. Warum machen die Löwen das? Weil sie es können! Sie haben die mentalen und emotionalen Werkzeuge dafür ausgebildet und sprechen mit gespaltener, doch dabei geeinter Stimme.

    Es ist das globale Ringen um die Frage nach Kooperation oder Konkurrenz. Für die Zellen des Körpers, die entarten und sich "unzugehörig verhalten" bringt es langfristig keinen Vorteil. Alle gesunden Löwen, die in ihrem Gier zu viel gefressen haben, gingen später durch Futtermangel ein. Es war einfach keine "BEUTE mehr da.

    Sind nicht schon 99 % Beute? Ist es nicht einfach ein schäbiges Prozent, dem wir den aufrechten Gang erklären müssten?

    Wenn einem Prozent die Hälfte des Planeten gehört, können wir nur hoffen, dass die Löwen Bauchgrimmen bekommen. Sie werden an ihren "Körper- und Seelensignalen" jämmerlich zugrunde gehen, da sich nach innen wendet, was in das Außen gespiegelt wurde. Ursache und Wirkung: Wer angreift, fürchtet den Gegenangriff...

    Wir greifen ständig unsere Mitwelt an, dabei sind wir recht weinerliche Tyrannen, die anfangen zu jammern und zu klagen, sobald der Wind sich dreht.

    Wie wir in die Welt hineinriefen, schallt es nun zurück.

  20. #20
    andere-dimension
    Laufkundschaft

    AW: Bedingungsloses Grundeinkommen?

    Zitat WSIB

    Um ganz und gar auszusterben, gibt es zu viele Nischen, in denen wir auf Steinzeitniveau weiterexistieren werden.
    .................................................. .................................................. .................................................. ....

    Komet, Virus, Atomkrieg, Gendefekt....es gibt viele Varianten auszusterben...

    Zitat WSIB

    Bedingungslose Kooperation und ein globales Grundeinkommen oder gnadenlose Konkurrenz und die Horden der Verhungernden?
    -----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
    Ein globale Grundeinkommen ist nur in der Theorie umsetzbar - ist Energieverschwendung sich damit zu befassen

    Zitat WSIB

    Mal schauen, welche Weltsicht sich heute in England zeigt.
    ----------------------------------------------------------------

    Die Weltsicht der Briten ist bekannt und unabhängig von der heutigen Entscheidung. Auch die Brexitgegener sind gegen Brüssel, gegen Einwanderung...sie nehmen das aber aus wirtschaftlichen Interessen in Kauf, während die Brexitbefürworter nicht kompromissbereit sind - ihnen geht es ums Prinzip.

    Nach einer aktuellen Umfrage sind über 60% der EU Bürger Gegner der EU. Die EU ist ein Projekt der Eliten, nicht der Völker.
    Ob Brexit oder kein Brexit, die EU muss sich komplett neu aufstellen und dabei die Bürger mit ins Boot holen. Die EU, so wie sie die Idealisten gerne sehen, ab es ohnehin nie. Es gibt Nord, Süd und Ostländer...mit jeweils ganz unterschiedlichen Vorstellungen und Interessen. Sollten die Briten aussteigen...werden mittelfristig auch die Skandinavier aussteigen - da würde ich einiges drauf wetten.

  21. #21
    kls
    Laufkundschaft

    AW: Bedingungsloses Grundeinkommen?

    Zitat Zitat von andere-dimension Beitrag anzeigen
    Bitte nicht falsch verstehen, (...)
    Ich verstehe Dich aber falsch. Die Erde kann bis zu 12 Milliarden Menschen ernähren, Deine 'natürliche' Selektion ist nicht ganz zu Ende gedacht. Darwinismus in Ehren, nur findet der "Kampf ums Dasein" nicht INNERHALB einer Art statt, auch wenn man oft diesen Eindruck gewinnen könnte.

    Z.B.: Katzen töten keine anderen Katzen, weil es nicht genug Vögel gibt. Sie schränken nur die Fortpflanzung ein.

    Auch dass 40 % genießbare Lebensmittel auf dem Müll landen, würde noch drei Milliarden Menschen mehr ermöglichen.

    Die damit zunehmende Zerstörung der Umwelt klammere ich diesmal aus. Die ist eh beschlossene Sache.

    http://www.tagesspiegel.de/politik/7...n/5769514.html

    Wetten?

    Wir sind wirklich nicht zu retten!
    Und ich setze zehn Millionen!
    Ja, das könnte sich doch lohnen.
    Nur - was soll ich mit dem Geld,
    nach dem Ende dieser Welt?

    Alles was wir nicht vergiften
    tun wir anderswie vernichten.
    1456 (ist mein Konto)
    Also Leute, pronto-pronto
    überweist mir schon mal den Gewinn,
    denn ab bald gäb das kaum Sinn.

  22. #22

    AW: Bedingungsloses Grundeinkommen?

    Ja, es könnten wesentlich mehr Menschen ernährt werden. Allein die Frage jedoch, ob wir weiterhin jedes Jahr 5 Milliarden Smart-Phones benötigen, oder 200 Millionen Benzinkutschen hinzupacken können, wird dabei nicht gestellt.

    Es könnten jetzt schon 12 Millarden ernährt werden, doch niemals würden wir 12 Miilliarden "Arbeitsplätze" besitzen, die eine Teilhabe am Leben ermöglichen. Eine Teilhabe ohne "Unterwerfungsgesten" unter die Frohnherrschaft des Kapitals, wie sie Europa nun erlebt.

    Ja: Es wäre genug für alle da. Allein die Verteilung der verbliebenen "Arbeiten" und die damit verbundenen Wertschöpfungsprozesse können nicht mehr regional durch einen "Unterbietungswettbewerb" gelöst werden. Das ist die Vogel-Strauß-Taktik, die den Kohl vor "Schröder- Mach uns blöder", fett gemacht hat.

    Die fettgefressenen Heuschrecken - von VW zum Beispiel - zeigen weiterhin keinerlei Einsicht in ihre kriminellen Verfehlungen gegenüber dem Erdklima. Es ist schön und gut die Autobesitzer zu entschädigen, aber wer von den Kriminellen zahlt den Schaden am Zukunftsverlust der Erde? Und wer von den Kriminellen bezahlt die Gesundheitsschäden an der Bevölkerung?

    Da es in Europa daher nicht mehr möglich ist, die Bürger rechtlich, sachlich, gesundheitlich, emotional und mental, wie auch formal vor den Folgen krimineller Wirtschaftsführung zu schützen, wäre insgesamt von einer globalen Industriediktatur zu sprechen, die der nationalen Politik die Möglichkeit nimmt, die Lebensrechte der Bürger auch nur im Ansatz zu vertreten.

    Schon vor einhundert Jahren wurde dieses Problem, die soziale, gesundheitliche und mentale Auslagerung der Lasten, die bei der Erzeugung von Gewinnen anfallen, zu internalisieren.

    Internalisieren bedeutet im Grunde, die Belastungen wandern dorthin zurück, wo sie aus der Gewinnerzielungsabsicht ursächlich entstanden sind: bei VW.

    Dort wurde die IG-Farben-Idee geboren, die Welt erneut verarschen zu wollen. Zu Lasten des Globalsystems Gewinne abzuschöpfen, die dann in der Kalkulation der Staaten als "Soziale Kosten" auftauchen, umgeht das Verursacherprinzip. Dumm ist, wie bei einem Verkehrsunfall und der Hochstufung des Schadensfreiheitsrabbattes, wir bezahlen die Zeche gemeinsam. Einsam wird der Gewinn in den Elfenbeintürmen der Gier gehortet und bei diesem Vorgang entstehen Zukunftslasten, die solange wirksam sind, bis die Schäden behoben sind.

    Es ist die alte Idee in den alten Köpfen, die aus britischer Sicht den Zuchtmeister Europa ausmacht: Austeilen können, aber jammern, wenn am Ende der Schlacht die Verletzten gezählt werden.

    Ach ja, Herr Karl: Hattest ja Deinen Geburtstag irgendwo angekündigt. In 9 Tagen würdest Du uralt werden. All-so: Alles im All wünscht Dir geistige Beweglichkeit bis in die Ewigkeit. Dieses "Eingesperrt-Sein" in einer geistigen Zwangsjacke fordert Beweglichkeit geradezu heraus. Heraus aus der Lethargie der privaten Barbarei des unverstandenen Eigennutzes in die Leichtigkeit des Geistes. Leicht ist dem Geist, wenn das Herz frei ist von den Folgen unseres Wirklichkeitsverlustes.

    Es kann doch wirklich nicht sein, dass dieses kriminelle deutsche Wirtschaftsmodell - analog zum Außenhandelsüberschuss der Chinesen - weiterhin Schäden verursacht, die aus Nazi-Gedankengut abgeleitet sind!!!

    Schön, dass in dem Artikel von 2011 mal die damalige Verzichtshaltung der Chinesen erinnert wurde, die ihnen im Konkurrenzmodell des Unterbietungswettbewerbs von Sozialsystemen nun zu ihrem und unseren Verhängnis werden wird: Nun melkt China die Welt, so, wie es weiterhin der IG-Farben gefällt.

    Das Modell der IG-Farben kam jedoch schon aus Amerika rüber. "Thrive" ist dazu ein informativer Film.

    Würde die dort aufgestellte Behauptung zutreffen, dass Krebs beispielsweise bewusst nicht geheilt wird, weil ansonsten "Märkte" wegbrechen, dann wäre nicht über bedungungsloses Grundeinkommen zu sprechen, sondern über bedingungslose globale Käfighaltung von Menschen in einem Gedankensystem, dass einem Irrenhaus gleicht.

    Bezeichnend ist, dass gerade die VW-Manager die esoterische Weisheit bestätigen, die Welt entstünde im Geist.

    Dort wurde sie geboren, dort muss sie sterben. Es sind immer noch die gleichen Kräfte, die wir riefen, und nun nicht mehr loswerden. Warum?

    Der Kreis war nocht nicht geschlossen. Der Strom war noch nicht zurück am Meer...

  23. #23
    kls
    Laufkundschaft

    AW: Bedingungsloses Grundeinkommen?

    Hallo Herr M.B.

    Du sprechen (schreiben) wahr und weise und so.

    Ich denke aber, dass der Verteilerkampf ums Wasser zuerst kommen wird.

  24. #24
    andere-dimension
    Laufkundschaft

    AW: Bedingungsloses Grundeinkommen?

    Die Ernährung ist das kleinste Problem, könnte man alleine schon über die Meeresalgen (enthalten fast alle lebesnotwendigen Nährstoffe) regeln. Das Trinkwasser ist, wie von kls richtig bemerkt, die größte Aufgabe für den Menschen.

  25. #25

    AW: Bedingungsloses Grundeinkommen?

    Wir sollten kls niemals in irgendeiner Form auch nur mit dem Anflug eines Lobes oder einer Bestätigung seiner kognitiven Leistungsfähigkeit bedenken. Darauf wartet er nur. Daneben könnte es sein, dass er doch erst übermorgen uralt wird. Wird so gesagt, aber hörte nur eine Bekannte der Nachtigalle trapsen.

    Wär daher nett, kls niemals mit irgendetwas recht zu geben, das steigt ihm nur unnötig zu Kopf, wo er sich ja ohnehin zumeist aufhält und die drei Putzfrauen noch nicht gelüftet haben, aber zweifelsfrei werden.

    Kls ist ja letztlich der lebende Beweis für die Sinnhaftigkeit eines bedingungslosen Grundeinkommens. Ein Grundeinkommen an den Wasservorräten des Planeten sollte selbstverständlich sein, diejenigen, die die Quellen horten, planen ein perfides Spiel, für das es auch eine BWL-Analogie gibt, die das "Anreizsystem zur Verknappung natürlicher Ressourcen im Gewinnmaximierungsstreben beschreibt, die mit einer minimaler Haftungs- und Eigenvarantwortungsübernahme an den "externen Schäden" der Kalkulation verdient, indem:

    - erst das Trinkwasser durch Fracking vorsätzlich verunreinigt wird
    - dann die Preise für die Restressource an sauberem Trinkwasser steigen und
    - sich die 'Investitionen in das knappe Gut Natur" umso mehr lohnen, je bedrohlicher das Fehlen selbiger bemerkt wird und ins Bewusstsein Einzug hält

    Die Analogie berichtet von Jemandem, der in einer Bergregion mit einem herrlichen Gletschersee lebte und über Jahre immer wieder alle möglichen Behälter mit dem doch jederzeit verfügbaren, frischen und sauberen Trinkwasser füllte und in einen tiefen Stollen schleppte. Die Leute hielten ihn für "Deppert" und machten sich nichts aus dem wunderlichen Verhalten dieses Menschen. Nach vielen Jahren hatten die umliegenden Felder den Bergsee mit Pestiziden, Herbiziden und Nitraten so belastet, dass ein Investor auf die Idee kam, beim Bergamt den Stollen zu kaufen, den der Sonderling so lange mit Wasservorräten gefüllt hatte.

    Eigentlich hätte der Investor die Quelle vergiften müssen, zumindest ist dies das Wesen der ursprünglichen Analogie...

    Die definierten Besitzrechte sind juristische Makulatur, zumindest bekommen die Händler ihre "Investitionssicherungsverträge mitsamt Schiedsgerichten durch...

    Je geringer der (undefinierte und nicht erwogene) Zukunftshorizont, umso größer die Tendenz, durch bewusste Inkaufnahme von Mitweltzerstörung die kurzfristigen Profite in den Vordergrund zu stellen.

    Was aber wären langfristig die wichtigsten Ressourcen?

    Luft, Wasser, Ackerboden und die Energie, das herzustellen, was wir wirkich brauchen. Inklusive Ressourcenstrategie und Zukunftshorizontsberechnung in einem Approximationmodell zur Transformationsforschung...

    Luxus wird eben -verursachungsgerecht und schdadstoffmengenabhängig - etwas knapper und daher teurer werden. Was ein globales Grundbürgergeld nöglich macht, mit dem ein menschenwürdiges Überleben ermöglicht wird. Wodurch jedoch Steuerungsmaßnahmen nötig werden in Bezug auf die "Angemessenheit" bestimmter Bedürfnisse in Relation zu ihren "Opportunitätskosten"...

    Dafür bleiben die Scherbentürme diesmal stehen und die Guillotine ebenso. Haben sich halt alle geirrt, bis auf der Sonderling, der jedoch vom Investor abgezockt wurde. Am Ende bleibt der Dorfbevölkerung nicht vielo mehr, als den Investor samt Bergamt zu entmachten und die "Restressource" gerecht zu verteilen. Solche Wasserspeicher mit Mengenberechnungen für die Anzahl und Bedarfsmengen zur Bewässerung konnten schon lange vor unserer Zeit angelegt und unterhalten werden.

    Doch den Investoren auch noch gesetzlich zu erlauben, "ZUR PROBE" mal das Grundwasser der popeligen Population gefährden zu dürfen, obwohl die Schäden kumulativ im Gesamtsystem zu langfristig wirksamen, "negativen Skaleneffekten" führen, ist blöde, aber geschieht gerade...

    Müsste hier nicht von suizidalem Nihilismus gesprochen werden?

    Auf der Gegenseite der Betrachtung sstehen positiv wirksame Skaleneffekte, die durch Kooperation möglich werden und wahre Effizienz ermöglichen würde.

    Warum wird nicht mehr "Sieg Innovation" gerufen? Weil "Innovation" heute Arbeitsplätze kostet...

    So wird zwar noch von Investitionen gesprochen, doch die EZB muss schon "Unternehmensanleihen" locker machen, dass sich die Rechenmodelle in Europa noch hinbiegen lassen, die die Münchner-Rück schon vor dreißig Jahren als nicht mehr zukunfsträchtig ansah...

    Als "uralt" kriegste ja auch keinen Kredit vonne Bank mehr, selbst wenn ein schuldesfreies Eigenheim vorhanden ist. Europa riecht schon echt nicht zu Unrecht mäßig strange unter den Talaren der Eliten, ist aber geistig rege. Das uralte Europa steht kurz vor seiner Wiederauferstehung aus den Ruinen "der City" und ihrer geistigen Mitläufer.

    Wir könnten aber auch kooperieren und riesige Eisberge aus Spitzbergen in die Hafenstädte schleppen. Damit könnte sogar der Meeresspiegelerhöhung entgegengewirkt werden.

    Bedingungsloses Grundeinkommen ja. Global Greening Projekt zur (Approximation an eine) Zukunftshorizontsausdehnung würde die Investitionssicherheit des ÖKO-RANKINGS erhöhen.

    Das soziale Investitionsranking in Europa scheint seit alters her etwas verschroben verschoben.

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