Zusammenrückung aus Prosa und Lyrik
- Textsorte, die künstlerisch in nicht formal-lyrischer und nicht in gebundener Sprache mit Inhalten spielt
- wird meist von postmodernen Autoren benutzt, die gegen das Formdiktat klassischer oder klassizider Dichterfürsten protestieren
- Inhalte werden pointiert vorgestellt, meist subjektiv-übertrieben zugespitzt und bleiben am Ende in offener und dem Leser übergebener Formlosigkeit
Definition: Lyrsa ist eine Textsorte, die auf einer Weltanschauung basiert. Die Weltanschauung ist die des Dichters. Die Textsorte ist die des Prosaikers. Ein Dichter schaut das Weltläufige in zugespitzter Form an. Die Welt bedrückt ihn, wie sie ihn befreit. Das ist das Wabern, Antithetisieren!, des empfundenen Augenblicks. Das ist die Sehnsucht, die ihn dazu treibt, der Welt formal Herr zu werden, aber er weiß, daß ihm das nie gelingen wird. Nun arbeitet der Trotz, der das nicht akzeptieren kann, arbeitet das Erlebnis, das ihm in Augenblick den Entwurf des Ganzen zeigt, arbeitet der Alltag, der ihn zerfetzt und dem er durch Sprache wieder Ordnung geben zu können glaubt.

Eintrag aus dem wiki philosophica