Auf der Schwelle zwischen gelebter Freiheit und gesellschaftlichen Zwängen, entschied ich
ich mich als junger Mann ein Grenzgänger zu bleiben - das ging nicht lange gut, denn schon
bald verlor ich in all den Übergängen und Nuancen meine Freunde, meine Familie - und am
Ende mich selbst.

Es kostete mich große Überwindung das Grab meines Vaters aufzusuchen, aber mir fehlte
diese letzte Gewissheit -um all die Erinnerungen in Leben einzutauschen. Man hat in so
einem Grab kein Bleiberecht - die Liegezeit ist begrenzt. Nach ein paar Jahrzehnten buddeln
sie einen wieder aus, dann kommt man...wohin denn eigentlich? Eines jedoch wurde mir auf
dem Friedhof bewusst: Selbst im Tod sind wir alle ersetzbar.

Ich glaube schon, dass er mich liebte. Ein Vater liebt seinen Sohn. Vielleicht hätte er es mir
einfach sagen sollen, dann müsste ich heute nicht darüber nachdenken. Solche Gedanken
kommen bei mir nicht an die Oberfläche, um sich dort als Hilferufe bemerkbar zu machen.
Sie bleiben Teil meiner inneren Zerissenheit - unerkannt und unbehandelt.

Neulich fragte mich ein Kollege ... ob ich denn auch Dinge esse ... die aus dem Boden
wachsen. Ich musste tatächlich nachdenken -Kuh und Rind zählten nicht, das war mir klar.
Da mir die innere Unversehrtheit wichtiger ist als die äußere Würde, antwortete ich ihm
wahrheitsgemäß mit einer Lüge.

Der Türke ejakuliert in die Knoblauchsoße, sagen sie. Für mich kein Problem, denn ich bestelle
ohnehin immer: "Einen kleinen Döner - bitte nur mit Fleisch und ohne Soße".

Karoline sagte mir mal, dass Sperma salzig schmeckt - gleichzeitigt forderte sie mich dazu auf
zu probieren, während sie ihn wie ein Kaugummi aus ihrem Mund fädelte und in meine Richtung dehnte.
Ich wollte aber nicht.